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Zeitarbeit und -Firmen

Hier kommt alles hinein, das mit Zeitarbeit zu tun hat...


Depremiert, Schwerbehindert - letzte Hoffnung Zeitarbeit?

Zeitarbeit und -Firmen

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Alt 20.10.2013, 15:49   #26
Neudenkender
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Standard AW: Depremiert, Schwerbehindert - letzte Hoffnung Zeitarbeit?

^ Na endlich, der langersehnte Show Down im Nord-Süd-Gefälle/Anstieg!:

GoGo_King vs Ramblin Man!



Ich setze auf Spätzle!
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Alt 20.10.2013, 16:24   #27
Ramblin Man
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Standard AW: Depremiert, Schwerbehindert - letzte Hoffnung Zeitarbeit?

Also, ich will das nicht so weiterführen und hab nur das aufgeschrieben, was mir dazu einfiel.
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Alt 22.10.2013, 16:19   #28
Gitarrero
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Standard AW: Depremiert, Schwerbehindert - letzte Hoffnung Zeitarbeit?

Seit eben wieder so ein Fall, bei dem ich mit mir am ringen bin.

Muss ja sowieso 15 Bewerbungen pro Monat schreiben. Hab mich daher unter anderem auch für eine Call-Center-Tätigkeit bei einer ZA beworben (90% aller bei uns verfügbaren Stellen sind ZA oder private Vermittler, also bleibt einem kaum was übrig, wenn man keine Sanktion bekommen oder sich deshalb vor Gericht mit dem JC streiten möchte). Wohlwissend, dass ich für die Stelle eigentlich kaum geeignet bin. Natürlich bekomme ich prompt einen Anruf von der ZA (aus einer 300km entfernten Stadt wohlgemerkt), man möchte mich dem Kunden für die Stelle vorschlagen. Und obwohl ich am Telefon schon sehr lustlos geklungen und sehr undeutlich gesprochen habe, man hielt mich dennoch für geeignet und möchte mich beim Kunden empfehlen und ich solle es mir doch wenigstens mal ansehen... soweit so gut, Arbeit ist ja erst einmal Arbeit, aber:

Alle Kandidaten der ZA werden mit einem festen Termin zum Entleiher geschickt, der dann ein eigenes Auswahlverfahren veranstaltet. Es ist nur die Einstellung für diese eine Stelle vorgesehen. Angeblich beginnt man zwar über die ZA, soll aber nach einiger Zeit von diesem einen Kunden dann fest übernommen werden. Was ich mich da jetzt frage, wozu braucht man dann die ZA? Welchen Zweck erfüllen die? Eine einfache Stellenanzeige schalten und alle Bewerber einladen hätte das Unternehmen auch selbst machen können (ist ein sehr großes und bekanntes Unternehmen, kein kleiner Dorfladen). Mir kommt das suspekt vor. Vor allem, die Bezahlung beträgt ca. 1400€ brutto, dafür aber 3 Schichten und Samstag arbeiten. Angeblich ist es so wenig, weil man 200-300€ Provision pro Monat erarbeiten kann... aber, woher will der ZA-Mensch aus 300km Entfernung das denn so sicher wissen?

Hab jetzt wieder so eine Phase wo ich mir denke "Mensch, es wäre halt mal eine Arbeit...". Aber mir kommt es einfach suspekt vor. Andererseits eben das schlechte Gewissen, eine Möglichkeit zur Arbeit einfach abzulehnen. Hab gesagt, ich werd mich morgen wieder melden und bescheid sagen. Werde wohl absagen, aus den oben bereits genannten Gründen. Ich gehe ohnehin davon aus, dass der Entleiher mich ablehnen würde, selbst wenn ich die Stelle wollte. Aber wer weis schon, was da wieder im Hintergrund alles vereinbart und geplant wurde.
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Alt 23.10.2013, 09:10   #29
GoGo_King
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Standard AW: Depremiert, Schwerbehindert - letzte Hoffnung Zeitarbeit?

Naja, geplant wird sein, dass man dich auswringt und nach ein paar Monaten wieder in Richtung Hartz IV entsorgt.

Frag bei dem Termin einfach mal nach, ob die Arbeitsplätze mit entsprechenden Stühlen für dein massives Rückenproblem ausgestattet sind.
Dann dürfte sich das Dingen recht schnell erledigt haben.
In meinem Verwandtenkreis hatte auch jemand (eine echte Labertasche) in einem Callcenter gearbeitet. Nach einigen Monaten lag er gekündigt und mit Burnout im heimischen Bett.

Einen abgehurteren Job als Callcentermitarbeiter und dann womöglich noch als Leiharbeiter kann ich mir nicht vorstellen.
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Alt 23.10.2013, 09:25   #30
Jenna S
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Jenna S
Standard AW: Depremiert, Schwerbehindert - letzte Hoffnung Zeitarbeit?

Hallo Gitarrero

Wenn du einen Schwerbehindertenausweis hast, kannst du dich auch an den Integrationsfachdienst deiner Stadt bzw Landkreises wenden.

Die Erfahrungen mit der Zeitarbeit hatte ich auch schon durch..und die gab mir irgendwann den Rest.Durch deine Behinderung/en wirst du wohl sicher auch nicht zu 100% durchstarten können und dadurch verschlimmert sich dein Zustand noch mehr.
Vor allem, wenn man das öfters schon durch hat.

Krank--> Zeitarbeit-->krank..irgendwann kommen Depressionen dazu, die einem noch viel schlimmer zusetzen.

Ich bin gerade dabei mit Hilfe des Integrationsfachdienstes, ein ordentliches Praktikum zu bekommen.

Gehe Schritt für Schritt..nichts überstürzen!

Deine Motivation in Ehren, aber Zeitarbeit macht sehr viel kaputt.

Du hast ein Recht auf die Hilfe vom Integrationsfachdienst.Das wäre ein Ratschlag von mir..da kommen aber sicher noch Bessere^^

Viel Glück dir!
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Alt 23.10.2013, 09:36   #31
Ramblin Man
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Ramblin Man Ramblin Man
Standard AW: Depremiert, Schwerbehindert - letzte Hoffnung Zeitarbeit?

Zitat von Gitarrero Beitrag anzeigen
Seit eben wieder so ein Fall, bei dem ich mit mir am ringen bin.

Muss ja sowieso 15 Bewerbungen pro Monat schreiben. Hab mich daher unter anderem auch für eine Call-Center-Tätigkeit bei einer ZA beworben (90% aller bei uns verfügbaren Stellen sind ZA oder private Vermittler, also bleibt einem kaum was übrig, wenn man keine Sanktion bekommen oder sich deshalb vor Gericht mit dem JC streiten möchte). Wohlwissend, dass ich für die Stelle eigentlich kaum geeignet bin. Natürlich bekomme ich prompt einen Anruf von der ZA (aus einer 300km entfernten Stadt wohlgemerkt), man möchte mich dem Kunden für die Stelle vorschlagen. Und obwohl ich am Telefon schon sehr lustlos geklungen und sehr undeutlich gesprochen habe, man hielt mich dennoch für geeignet und möchte mich beim Kunden empfehlen und ich solle es mir doch wenigstens mal ansehen... soweit so gut, Arbeit ist ja erst einmal Arbeit, aber:

Alle Kandidaten der ZA werden mit einem festen Termin zum Entleiher geschickt, der dann ein eigenes Auswahlverfahren veranstaltet. Es ist nur die Einstellung für diese eine Stelle vorgesehen. Angeblich beginnt man zwar über die ZA, soll aber nach einiger Zeit von diesem einen Kunden dann fest übernommen werden. Was ich mich da jetzt frage, wozu braucht man dann die ZA? Welchen Zweck erfüllen die? Eine einfache Stellenanzeige schalten und alle Bewerber einladen hätte das Unternehmen auch selbst machen können (ist ein sehr großes und bekanntes Unternehmen, kein kleiner Dorfladen). Mir kommt das suspekt vor. Vor allem, die Bezahlung beträgt ca. 1400€ brutto, dafür aber 3 Schichten und Samstag arbeiten. Angeblich ist es so wenig, weil man 200-300€ Provision pro Monat erarbeiten kann... aber, woher will der ZA-Mensch aus 300km Entfernung das denn so sicher wissen?

Hab jetzt wieder so eine Phase wo ich mir denke "Mensch, es wäre halt mal eine Arbeit...". Aber mir kommt es einfach suspekt vor. Andererseits eben das schlechte Gewissen, eine Möglichkeit zur Arbeit einfach abzulehnen. Hab gesagt, ich werd mich morgen wieder melden und bescheid sagen. Werde wohl absagen, aus den oben bereits genannten Gründen. Ich gehe ohnehin davon aus, dass der Entleiher mich ablehnen würde, selbst wenn ich die Stelle wollte. Aber wer weis schon, was da wieder im Hintergrund alles vereinbart und geplant wurde.
Ich frag mich wie viel Menschenverachtung dahinter stecken muss, wenn man Jemandem mit so existentiellen Einschränkungen wie Dir so was vorsetzt. 15 Bewerbungen und Jobmüll.

Ich würd an Deiner Stelle anders verfahren und einfach freundlich, aber in der Sache knallhart darlegen, dass Du das alles, was Du da vorgesetzt bekommst, nicht kannst aus gesundheitlichen Gründen.

Wenn Du dann - UND DAS PASSIERT - zum Amtsarzt zwecks Festsellung der Arbeitsfähigkeit geschickt wirst, musst Du natürlich mit neuen Facharztattesten bei der hand sein. Normalerweise wagen es diese Amateur"ärzte" dort nicht, echten Fachärzten zu widersprechen (anders als bei der DRV, wo das nirmal ist).

Wenn Du das durchziehst, KANN Dir viel zukünftiges Leid erspart werden.

Kann Dich nicht schon jetzt ein Facharzt ausser Dienst setzen?

Wenn Du dann unbedingt was tun willst, gehs langsam und sinnig an.

Aber nicht bei der Za. Die machen Dich erst rund und lassen Dich dann fallen und schwärzen Dich trotzdem noch beim Amt an.
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Alt 23.10.2013, 09:52   #32
GoGo_King
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Standard AW: Depremiert, Schwerbehindert - letzte Hoffnung Zeitarbeit?

hast Du eigentlich schon mal beim zuständigen Versorgungsamt hinsichtlich eines Behindertausweises angeklopft (das Prozedere läßt sich dort erfragen)?

Ich mutmaße einfach mal ganz wild, dass Dir mit einem Status als Behinderter + Abi evtl. auch die eine oder andere Türe für kommunale (o.ä.) Jobs offenstehen könnte, die ansonsten verschlossen bliebe.
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Alt 23.10.2013, 11:38   #33
ThisIsTheEnd
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Standard AW: Depremiert, Schwerbehindert - letzte Hoffnung Zeitarbeit?

Zitat von Gitarrero Beitrag anzeigen
Natürlich bekomme ich prompt einen Anruf von der ZA (aus einer 300km entfernten Stadt wohlgemerkt), man möchte mich dem Kunden für die Stelle vorschlagen.
Bei solchen Stellen keine Telefonnummer in der Bewerbung angeben. Damit wäre schon viel gewonnen und du ersparst dir Stress.
Und hey, 15(!) Bewerbungen im Monat. Darauf lass dich nicht mehr ein. Da ist es realistischer fünf sinnvolle Bewerbungen zu schreiben, als einfach nur sich zu bewerben um die monatliche Zahl an Bewerbungen voll zu bekommen.
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Alt 23.10.2013, 17:37   #34
GoGo_King
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Standard AW: Depremiert, Schwerbehindert - letzte Hoffnung Zeitarbeit?

Kann ich toppen.
Ich habe mich des Spaßes wegen per Mail bei einer ZAF in Berlin auf einen HT-Job beworden (~650 Kilometer entfernt).
Selbstverständlich ist eine Einladung eingetrudelt.
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Alt 23.10.2013, 20:10   #35
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Zitat von Gitarrero Beitrag anzeigen
Hab mich daher unter anderem auch für eine Call-Center-Tätigkeit bei einer ZA beworben (90% aller bei uns verfügbaren Stellen sind ZA oder private Vermittler, also bleibt einem kaum was übrig, wenn man keine Sanktion bekommen oder sich deshalb vor Gericht mit dem JC streiten möchte). Wohlwissend, dass ich für die Stelle eigentlich kaum geeignet bin. Natürlich bekomme ich prompt einen Anruf von der ZA (aus einer 300km entfernten Stadt wohlgemerkt), man möchte mich dem Kunden für die Stelle vorschlagen. Und obwohl ich am Telefon schon sehr lustlos geklungen und sehr undeutlich gesprochen habe, man hielt mich dennoch für geeignet und möchte mich beim Kunden empfehlen und ich solle es mir doch wenigstens mal ansehen... soweit so gut, Arbeit ist ja erst einmal Arbeit, aber:

Alle Kandidaten der ZA werden mit einem festen Termin zum Entleiher geschickt, der dann ein eigenes Auswahlverfahren veranstaltet. Es ist nur die Einstellung für diese eine Stelle vorgesehen.
Sieht doch gut aus. Sag der ZAF, daß Du die Fahrtkosten vorab brauchst (die DB verkauft keine Fahrkarten gegen Wechsel und Schuldscheine, die will Bares). Und wenn die das - erwartungsgemäß - ablehnen, dann muß die Veranstaltung entweder verschoben werden, bis Du vom JC die Fahrkarte hast oder sie findet ohne Dich statt.

Zitat von Gitarrero Beitrag anzeigen
Angeblich beginnt man zwar über die ZA, soll aber nach einiger Zeit von diesem einen Kunden dann fest übernommen werden. Was ich mich da jetzt frage, wozu braucht man dann die ZA?
Welchen Zweck erfüllen die?
Verschiedene. Man kann der ZAF zum Beispiel die Vorgabe "jung, weiblich, kostenlos" machen, ohne dafür belangt zu werden. Schließlich ist die ZAF als fremder Dritter nicht klagebefugt.

Zitat von Gitarrero Beitrag anzeigen
Hab jetzt wieder so eine Phase wo ich mir denke "Mensch, es wäre halt mal eine Arbeit...".
Soso. Und wie soll das laufen? Von einem pfändungsfreien Netto eine doppelte Haushaltführung zahlen oder neben der rollenden Woche einen Umzug anleiern und kurz danach rausfliegen?
Oder willst Du täglich 600 km auf der Bahn hocken? Es gibt zwar Leute, die bspw. von Stuttgart nach Frankfurt pendeln, die haben aber auch einen Job, der die Hunderter für die Monatskarte abwirft ...
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Alt 23.10.2013, 20:12   #36
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Zitat von GoGo_King Beitrag anzeigen
hast Du eigentlich schon mal beim zuständigen Versorgungsamt hinsichtlich eines Behindertausweises angeklopft (das Prozedere läßt sich dort erfragen)?

Ich mutmaße einfach mal ganz wild, dass Dir mit einem Status als Behinderter ...
... die ZAF nicht gerade hinterherlaufen. Damit klärt sich vieles spätestens im Vorstellungsgespräch.
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Alt 23.10.2013, 21:20   #37
Gitarrero
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Standard AW: Depremiert, Schwerbehindert - letzte Hoffnung Zeitarbeit?

Das war wohl ein Missverständnis. Bzw. von mir schlecht ausgedrückt. Die Arbeit selbst wäre schon in der Nähe (15-20km mit dem Auto). Die ZAF bei der ich mich dafür "beworben" habe ist auch nicht weit weg. Der Anruf kam aber aus dieser 300km entfernen Stadt. Warum das so ist, keine Ahnung... Hab da jedenfalls heute angerufen und abgesagt. Und obwohl ich eigentlich der unbrauchbarste Bewerber überhaupt war (erst zugesagt, dann abgesagt, abgeblockt, noch über die Stelle gemeckert...) wollte man mich trotzdem überzeugen es mir wenigstens mal anzuschauen. Die müssen es wohl wirklich nötig haben. Ich hätte an deren Stelle das Gespräch mit mir selber sofort beendet und die Unterlagen weggeworfen...

Dafür hab ich jetzt wohl so einen tollen Bürgerjob am Hals. Man wollte das ganze zwar als freiwillig verkaufen, allerdings erfolgte bereits die Einladung unter Androhung von Sanktionen. Wer nach der Präsentationheute nicht bereit war einen Vorstellungstermin zum Bürgerjob zu vereinbaren, der musste sofort bei seinem SB vorsprechen (vermutlich um seine Sanktion abzuholen). Man wurde sogar dorthin begleitet, damit man auch wirklich hingeht und sich nicht verdrückt. Das hat den eigentlich (für mich) recht positiven Eindruck der ganzen "Veranstaltung" doch sehr stark negativ gestört und in die Richtung "Zwangsarbeit" gedrängt. Dabei wäre das eigentlich nicht nötig gewesen. Gab auch so genug ehrliche Interessenten. Aber ohne Drohung und Sanktion haben die SB wohl keinen Spaß an ihrer Arbeit . Muss mich da jetzt am Montag vorstellen, mal sehen wie es wird. An sich ja eine feine Sache, aber das Geld ist schon fast kriminell. Auf meine Nachfrage, ob man denn zu den 1000€ Brutto Wohngeld oder Zuschüsse beantragen könnte hies es "Nein, das ist nicht möglich". Auch Fahrtkosten werden nicht erstattet. Schließlich hätte ich mit dem Bürgerjob ja mindestens genau so viel Geld wie jetzt auch. Mein Argument, dass man als Gegenleistung für Arbeit aber eigentlich schon erwarten dürfte nicht mehr wie die ärmste Sau hausen zu müssen wurde zwar als korrekt und nachvollziehbar anerkannt, mehr Geld gibts aber trotzdem nicht. Ich müsse das einsehen, es wäre halt eine Maßnahme, da ist das halt so. Mit der Arbeit ist man laut Aussage meiner SB nicht mehr im Leistungsbezug des Jobcenters (man arbeitet ja und hat keinen Anspruch auf ergänzende Leistungen), muss aber trotzdem eine neue EGV unterschreiben und regelmäßig da antanzen um seine Bewerbungsbemühungen nachzuweisen. Irgendwie doch sehr widersprüchlich . Die haben scheinbar selber keine Ahnung von ihren eigenen Maßnahmen.
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Alt 23.10.2013, 21:56   #38
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Zitat von Gitarrero Beitrag anzeigen
... Auf meine Nachfrage, ob man denn zu den 1000€ Brutto Wohngeld oder Zuschüsse beantragen könnte, hies es "Nein, das ist nicht möglich". Auch Fahrtkosten werden nicht erstattet. Schließlich hätte ich mit dem Bürgerjob ja mindestens genau so viel Geld wie jetzt auch.
Da würde ich dann doch noch mal nachrechnen:
http://brutto-netto-rechner******/
Aus 1.000 Euro Brutto machst Du da (Stkl. 1, KiSt) netto 785,13 Euro. Das heißt, die Wohnung sowie sämtliche besonderen Bedarfe und Werbungskosten zusammengenommen dürften nicht mehr als 400 Euro wegfressen. Paßt das wirklich?

Zitat von Gitarrero Beitrag anzeigen
Mit der Arbeit ist man laut Aussage meiner SB nicht mehr im Leistungsbezug des Jobcenters (man arbeitet ja und hat keinen Anspruch auf ergänzende Leistungen), muss aber trotzdem eine neue EGV unterschreiben und regelmäßig da antanzen um seine Bewerbungsbemühungen nachzuweisen. Irgendwie doch sehr widersprüchlich . Die haben scheinbar selber keine Ahnung von ihren eigenen Maßnahmen.
Das gibt also dann eine Sanktion aus Prinzip: entweder wegen Fernbleibens von der Maßnahme oder ween des Meldeversäumnisses. Auch LE können nicht gleichzeitig an zwei Orten sein.
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Alt 23.10.2013, 22:16   #39
Neudenkender
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Standard AW: Depremiert, Schwerbehindert - letzte Hoffnung Zeitarbeit?

Zitat von Gitarrero Beitrag anzeigen
Die haben scheinbar selber keine Ahnung von ihren eigenen Maßnahmen.
Nö. Geh mal davon aus - bis zum rechtskräftigen Beleg des Gegenteils -, dass die aber so was von Ahnung haben von dem, was "die da" mit dir und anderen "Kunden" (= Opfer) machen.

Wer keine Ah .. äh ... also: Wer sich offenbar noch nicht richtig in dem ganzen "Sozial"-System verortet und einsortiert hat, das bist DU. Stichworte maximale Verwertbarkeit vom Eloys (= brachliegendes Humanmaterial mit noch nicht ausoptimiertem Steuergeldumverteilungspotenzial) etc.

Leg' einfach mal deine offenbare Naivität ab in Sachen Staat, Staatsbedienstete usw. ab. Du bist Melkvieh und wirst entsprechend be- und verarbeitet.
Mit anderen Worten: WILLKOMMEN - auch du bist jetzt Deutschland!

An das Gute im Mitmenschen kannst du woanders glauben. Das würde dir Frustration und eine gewisse Verwirrung ersparen. ("Nur die Harten komm' in Garten.")

Nur meine Meinung.
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Alt 23.10.2013, 22:52   #40
Gitarrero
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Zitat:
Aus 1.000 Euro Brutto machst Du da (Stkl. 1, KiSt) netto 785,13 Euro. Das heißt, die Wohnung sowie sämtliche besonderen Bedarfe und Werbungskosten zusammengenommen dürften nicht mehr als 400 Euro wegfressen. Paßt das wirklich?
Rein rechnerisch gesehen passt das schon. Minus mache ich keines. Sofern ich mich weiterhin einschränke wie bisher auch. Aber es geht ja (auch) ums Prinzip. Wer geht denn gerne arbeiten, wenn man dann trotzdem kaum über die Runden kommt und selbst das gelegentliche Bierchen mit Kollegen nach der Arbeit nicht finanzierbar ist. Und selbst wenn es nicht reichen sollte, Zuschüsse sind nicht vorgesehen, wurde sehr deutlich betont. Das ist das kuriose daran. Es ist eine richtige Arbeit mit der man aus dem Leistungsbezug offiziell komplett herausfällt, gleichzeitig ist es aber auch eine Maßnahme unter der Fuchtel des Jobcenters inkl. EGV. Die SB selbst bezeichnete es als "Konstrukt". Das trifft es wohl recht gut.

Letztlich gibt es ja nur zwei Optionen. Bürgerarbeit annehmen oder sich sanktionieren lassen. Mal am Montag das Gespräch abwarten. Gibt ja mehrere Bewerber und ich bin nur für wenige Stellen geeignet (90% der verfügbaren Tätigkeiten spielen sich im Lager ab).
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Alt 24.10.2013, 12:08   #41
verona
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Wegen den vielen auferlegten Bewerbung vom JC im Monat hat ein Arbeitssuchender Klage eingereicht. Zumutbar sind 8 Bewerbungen.

http://www.hartz-iv******/news/20130...-zumutbar.html

Falls du noch keinen Antrag auf Rückerstattung der Bewerbungskosten gestellt hast, solltest du das unbedingt machen. Soweit ich weiß, und insofern das nicht schon wieder geändert wurde, müssen die ca. 5,-Euro pro Bewerbung zurückerstatten. Voraussetzung, es wurde schriftlich auferlegt, soundso viele Bewerbungen zu schreiben.
__

„Angesichts der Vielzahl von Bedürftigen muss man sparsam sein mit seiner Verachtung.“

François-René de Chateaubriand
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Alt 24.10.2013, 14:46   #42
Gitarrero
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Die SB hat in unserem letzten Gespräch selbst eingesehen, dass die Forderung von 15 Bewerbungen pro Monat unsinn ist. Ich habe Nachweise vorgebracht, die meine Bemühungen deutlich aufzeigen, dies hat sie dann auch so akzeptiert und hingenommen. Ich schreibe 90% meiner Bewerbungen per E-Mail, weshalb mir kaum erwähnenswerte Kosten entstehen. Nur für wirklich wichtige Bewerbungen mit guter Erfolgsaussicht gibt es auch mal eine Mappe. Eigentlich könnte man zwar auch für E-Mails eine Rückerstattung fordern, darauf werde ich jedoch verzichten, weil ich kein Interesse daran habe mich mit dem JC mehr auseinanderzusetzen als unbedingt nötig ist. Bin froh, wenn die mich in Ruhe lassen.

Dies bedeutet aber nicht, dass ich keinen Widerstand leiste, wenn ich es für angebracht halte (wie eben auch bei den 15 Bewerbungen, hätte sie im Gespräch darauf unabrückbar bestanden). Daher werde ich nächste Woche den Vorstellungstermin zur Bürgerarbeit wahrnehmen und mich auch ernsthaft um die Stelle bemühen (die Arbeit an sich dort ist garnicht so schlecht, lediglich das drumherum vom JC ist unter aller Sau). Entgegen der Auskunft meiner SB (die Arbeitsvermittlerin ist und nicht in der Leistungsabteilung tätig ist und deshalb finanzielle Dinge doch garnicht beurteilen kann und darf) werde ich den Arbeitsvertrag und später dann die erste Lohnabrechnung auf jeden Fall der Leistungsabteilung zukommen lassen, mit der Aufforderung zur Neuberechnung meines Leistungsanspruches. Bezieht man in die ca. 1000€ Brutto die Freibeträge mit ein, so liegt das anrechenbare Einkommen deutlich unter dem ALGII-Satz. Ich denke nicht, dass das Jobcenter das Recht hat Freibeträge einfach zu ignorieren und für unwirksam zu befinden. Verzichten lohnt sich in diesem Fall nicht, selbst wenn es nur 50€ zusätzlich gäbe (dürften aber eher so 150-200€ sein), weil man als Bürgerarbeiter ja sowieso weiterhin unter der Fuchtel des JC steht wie zuvor auch. Ich denke auch nicht, dass das JC plausibel erklären kann, warum ein 1€-Jobber (die Bedingungen sind zu denen des Bürgerarbeiters kaum unterschiedlich) im genau selben Betrieb, am genau selben Arbeitsplatz mit der genau selben Arbeitszeit je Stunde 1€-1,50€ für Mehraufwendungen zusätzlich bekäme (und damit deutlich mehr Geld zur Verfügung hätte als ich), mir diese oder eine gleichwertige Leistung aber verwehrt bleiben soll, nur weil das Dingens jetzt Bürgerarbeit statt 1€-Job heist.

Habe auch hier im Forum bereits mehrere Beiträge gesehen, in denen das JC die aufstockenden Leistungen für Bürgerarbeiter problemlos anerkannt und akzeptiert hat. Werde es auf jeden Fall versuchen und euch dann wieder informieren.
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Alt 10.11.2013, 01:12   #43
Gitarrero
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Standard AW: Depremiert, Schwerbehindert - letzte Hoffnung Zeitarbeit?

Habe die erste Woche als Bürgerarbeiter jetzt hinter mir. Muss sagen, ohne dieses ganze "drumherum" mit dem Jobcenter wäre das garnicht so übel, könnte ich mir durchaus als dauerhaften Job vorstellen. Sitze in der Verwaltung und habe eigentlich recht gut zu tun dort und zwar nicht nur Hilfsarbeiten sondern verantwortungvolle Tätigkeiten. Diese "Zusätzlichkeit" ist aber ein schlechter Witz. Ohne uns Bürgerarbeiter und 1€-Jobber könnte der Laden sofort zumachen. Die Zusätzlichkeit soll dadurch erzwungen werden, dass auch immer ein Festangestellter dabei sitzt. Das sieht dann so aus, als würden wir diesen Leuten zuarbeiten. Tatsächlich aber machen wir genau die selben Arbeiten wie sie auch. Hauptsächlich sind die Festangestellten damit beschäftigt genau aufzupassen, dass von uns nur keiner einen Handgriff macht, der nicht dem Stellenprofil entspricht. Könnte ja zufällig eine unerwartete Kontrolle des Jobcenters auftauchen

100% glücklich bin ich nicht (man kommt sich schon etwas verarscht und ausgenutzt vor), besser als zuhause sitzen ist es aber auf jeden Fall. Und die Arbeit unter Gleichgesinnten (da sind fast nur Bürgerarbeiter und 1€-Jobber) ist sehr angenehm. Anders als z.B. einer Zeitarbeit kommt man sich nicht wie Müll vor (sind ja alle in der selben Situation). Das Jobcenter hat bereits eine Zuzahlung bestätigt und ich komme somit auf knapp 1000€ Netto für 30 Wochenstunden. Das ist in Ordnung und damit kann ich mich vorübergehend abfinden (ist ja sowieso auf maximal ein Jahr befristet). Eine spürbare Verbesserung jedenfalls.

Immerhin habe ich jetzt erst einmal bis zu einem Jahr Zeit um mir Gedanken zu machen, wie es weitergehen soll, ohne ständig Geldsorgen oder Stress mit dem Jobcenter zu haben (hoffe ich). Und 300€ mehr im Monat sind auch nicht zu verachten.
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Alt 10.11.2013, 10:42   #44
franky0815
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Zitat von Gitarrero Beitrag anzeigen
Sitze in der Verwaltung und habe eigentlich recht gut zu tun dort und zwar nicht nur Hilfsarbeiten sondern verantwortungvolle Tätigkeiten. Diese "Zusätzlichkeit" ist aber ein schlechter Witz. Ohne uns Bürgerarbeiter und 1€-Jobber könnte der Laden sofort zumachen. Die Zusätzlichkeit soll dadurch erzwungen werden, dass auch immer ein Festangestellter dabei sitzt. Das sieht dann so aus, als würden wir diesen Leuten zuarbeiten. Tatsächlich aber machen wir genau die selben Arbeiten wie sie auch.
das interessiert mich jetzt aber dann doch mal, kommt ihr da mit sensiblen daten in berührung? und wenn ja, wie wurde das geregelt? die festangestellten und beamten sind ja vereidigt was die schweigeverpflichtung angeht, wie is das bei der " bürgerarbeit " geregelt worden.
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Alt 10.11.2013, 10:53   #45
Gitarrero
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Zitat:
die festangestellten und beamten sind ja vereidigt was die schweigeverpflichtung angeht, wie is das bei der " bürgerarbeit " geregelt worden.
Man unterschreibt eine Verschwiegenheitserklärung und verpflichtet sich keine internen Dinge und / oder Daten nach außen zu tragen, weder jetzt noch nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses. Ein Verstoß ist auch ein dringender Kündigungsgrund.
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Alt 21.09.2014, 13:44   #46
Gitarrero
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Hallo Forum,

knapp ein Jahr ist dieser (mein) Thread nun schon alt. Tatsächlich hat sich einiges getan.

Habe die Bürgerarbeit nun hinter mir. Muss aber sagen, war weit weniger tragisch als vermutet, hat mir sogar sehr viel Spaß gemacht, auch wenn ich dort als ausgebildete Fachkraft mit Abitur hoffnungslos unterfordert war. Habe dort auch einige interessante Menschen kennengelernt und auch neue Freundschaften geschlossen... Ende Juni war dann aber Schluss und ich stand erst einmal wieder da, genau so schlau als wie davor. Zu Beginn wurde mir zwar eine Verlängerung quasi versprochen, davon wollte dann später aber natürlich niemand mehr etwas wissen. 1€ Jobber sind halt doch billiger. Bekommen habe ich ein Arbeitszeugnis, an sich zwar ein sehr gutes Urteil, trotzdem völlig unbrauchbar. Gleich im ersten Absatz fallen die Worte "Jobcenter", "Bürgerarbeit" und "Hilfstätigkeiten". Damit brauch ich mich auf keine seröse Stelle bewerben.

Meine SB hat mir während der Bürgerarbeit unmissverständlich mitgeteilt, dass man mir keine zweite Ausbildung finanzieren würde. Außerdem wurde mir vorgehalten, ich hätte mich während der Bürgerarbeit nicht ausreichend um Arbeit bemüht, sonst hätte ich ja welche gefunden, hätte mich ja schließlich aus einem Arbeitsverhältnis heraus beworben, da muss man ja etwas finden ...

Etwas später, mitte August, teilte sie mir dann mit, sie hätte jetzt doch mal über meine Situation nachgedacht und eine weitere Ausbildung wäre eigentlich eine tolle Sache, ich möge mich doch bitte um Lehrstellen bewerben (bei uns in Bayern beginnen Lehrstellen anfang September). Klar, kein Problem, waren halt nur schon alle besetzt oder ungeeignet...

Um Verzweifelten in einer ähnlichen Situation nochmals etwas Hoffnung zu geben, die ganze Geschichte endet (zumindest vorläufig) mit einem Happy End. Hatte bereits letztes Jahr den Eignungstest für eine Übernahme in ein Beamtenverhältnis geschrieben, wurde aufgrund des (eigentlich garnicht so schlechten) Ergebnisses aber nicht berücksichtigt. Allerdings haben nun wohl kurz vor Beginn (1.10) so viele Bewerber abgesagt, dass ich nun doch nachgerutscht bin und einen Platz bekommen habe. Ich werde also am 1.10 in ein bezahltes duales Studium starten und dann im gehobenen Dienst eines Finanzamtes (welches weis man noch nicht sicher, wahrscheinlich Würzburg oder München laut deren Aussage) als Beamter auf Lebenszeit (nach der Probezeit) tätig sein. Das ist natürlich ein riesen Glück und ich hätte damit niemals mehr gerechnet, aber so spielt das Leben wohl manchmal .

Ärgerlich hierbei ist nur, dass unser Staat seinen "Mitarbeitern" keine Krankenversicherung bezahlt, statt dessen gibt es nur 50% Beihilfe im Krankheitsfall. Der übliche Weg, sich für die restlichen 50% einfach günstig Privat zu versichern bleibt mir - wegen der Schwerbehinderung - leider verwehrt. Die PKV wollen nur gesunde Menschen in ihren erlauchten Kreisen haben. So darf ich mich nun freiwillig gesetzlich versichern und den Arbeitgeberanteil selbt mit abdrücken, werde also jeden Monat rund 200€ weniger Netto haben als die Kollegen und bekomme keinen Cent Beihilfe und weniger Leistung im Krankheitfall. Ist schon eine ziemliche sauerei . Aber so ist es eben, wahre Gleichberechtigung gab es bei uns ja noch nie. Und trotzdem ist es bedeutend besser als sich von Jobcenter herumschubbsen zu lassen oder sich in der Zeitarbeit verheizen zu lassen.
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Alt 21.09.2014, 21:44   #47
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Standard AW: Depremiert, Schwerbehindert - letzte Hoffnung Zeitarbeit?

Zitat von Gitarrero Beitrag anzeigen
So darf ich mich nun freiwillig gesetzlich versichern und den Arbeitgeberanteil selbst mit abdrücken, werde also jeden Monat rund 200€ weniger Netto haben ...
Im Moment 200 Euro. Später, wenn Du Deine normalen Bezüge bekommst, dürfte der Satz erheblich höher liegen.

Zitat von Gitarrero Beitrag anzeigen
als die Kollegen und bekomme keinen Cent Beihilfe und weniger Leistung im Krankheitsfall.
Mit der Beihilfe ist das aber so eine Sache. Ich kenne einige Justizbeamte, die immer schon bibbern, ob ihr Zahnarzt auch mit der nächsten Rechnung wieder die vielen Monate stillehält, bis sich die Beihilfestelle zur Bearbeitung ihres Erstattungsantrages bequemt hat.

Und dann das: Sozialhilfeempfängerin mit Richteramt
Rollstuhlfahrer: Wie der Staat Behinderte arm hält | Das Erste - Panorama - Sendungen - 2013
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Alt 22.09.2014, 11:20   #48
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Standard AW: Depremiert, Schwerbehindert - letzte Hoffnung Zeitarbeit?

Zitat von P123 Beitrag anzeigen
Im Moment 200 Euro. Später, wenn Du Deine normalen Bezüge bekommst, dürfte der Satz erheblich höher liegen.
200€ bezieht sich auf die Differenz bei später vollen Bezügen im Vergleich zur privaten Versicherung für Beamte. Während der Ausbildung sind es knapp 100€ Unterschied.



Zitat:
Mit der Beihilfe ist das aber so eine Sache. Ich kenne einige Justizbeamte, die immer schon bibbern, ob ihr Zahnarzt auch mit der nächsten Rechnung wieder die vielen Monate stillehält, bis sich die Beihilfestelle zur Bearbeitung ihres Erstattungsantrages bequemt hat.
Dass eine PKV und Beihilfe auch Nachteile haben - gerade heute, wo bei beiden die Kassen recht leer sind - stimmt schon. Vor allem, da beide ja teilweise nach reinem Gutdünken entscheiden ob sie etwas erstatten oder eben nicht. Die wollen ja eigentlich nichts zahlen sondern Geld verdienen, daher sieben sie ihre Versicherten ja auch so streng aus. Mich ärgert es auch nicht so sehr, dass ich dieses System jetzt nicht nutzen kann. War schon immer ein sehr bescheidener und bodenständiger Mensch und lege keinen Wert auf den Status Privatpatient. Hatte mit meiner GKV bisher nie wirklich Probleme. Die haben schon viel für mich gezahlt was eine PKV wohl abgelehnt hätte. Was mich nur stört ist, der Staat rühmt sich damit Schwerbehinderte besonders zu bevorzugen und zu integrieren, wirbt permanent für Gleichstellung und Gleichberechtigung... und dann sowas. Das Beispiel mit der Richterin im Rollstuhl passt da ja auch gut ins Bild.
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Alt 22.09.2014, 12:53   #49
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Standard AW: Depremiert, Schwerbehindert - letzte Hoffnung Zeitarbeit?

Zitat von Gitarrero Beitrag anzeigen

Meine SB hat mir während der Bürgerarbeit unmissverständlich mitgeteilt, dass man mir keine zweite Ausbildung finanzieren würde. Außerdem wurde mir vorgehalten, ich hätte mich während der Bürgerarbeit nicht ausreichend um Arbeit bemüht, sonst hätte ich ja welche gefunden, hätte mich ja schließlich aus einem Arbeitsverhältnis heraus beworben, da muss man ja etwas finden ...

Etwas später, mitte August, teilte sie mir dann mit, sie hätte jetzt doch mal über meine Situation nachgedacht und eine weitere Ausbildung wäre eigentlich eine tolle Sache, ich möge mich doch bitte um Lehrstellen bewerben (bei uns in Bayern beginnen Lehrstellen anfang September). Klar, kein Problem, waren halt nur schon alle besetzt oder ungeeignet...
Grüß dich Gitarrero!

Das sind alles Behauptungen, solange die Beweise schuldig bleiben. Es gibt überbetriebliche ausbildungen, bei denen Du vielleicht noch eine Möglichkeit hättest. Zudem lese ich aus Deinen Posts, dass Du diese Vorwürfe annimmst. Hast du dich zu wenig beworben? War das Arbeitsangebot vorhanden? Hast du dich um ausbildungsstellen bemüht?

Hast du weitere Möglichkeiten genutzt, um doch noch in ausbildung zu kommen? Hast DU eine klare Vorstellung dessen, was dir zukünftig chancen am Arbeitsmarkt bringen könnte: Ziele formulieren?

Wie sieht es mit Deiner Durchsetzungsfähigkeit - Deinem Selbsbewusstsein aus?
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Alt 22.09.2014, 12:57   #50
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Zitat von Gitarrero Beitrag anzeigen
Was mich nur stört ist, der Staat rühmt sich damit Schwerbehinderte besonders zu bevorzugen und zu integrieren, wirbt permanent für Gleichstellung und Gleichberechtigung... und dann sowas. Das Beispiel mit der Richterin im Rollstuhl passt da ja auch gut ins Bild.
Trugschluss! Hier ein krasses Beispiel was wirklich ist! Einer flog über das Kuckucksnest ? Bundestag legalisiert psychiatrische Zwangsbehandlung | PRAVDA TV ? Live The Rebellion
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