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Start > Information > Zeitarbeit und -Firmen -> Leiharbeiter können volle Fahrtkosten absetzen / wichtig für die Steuererklärung


Zeitarbeit und -Firmen Hier kommt alles hinein, das mit Zeitarbeit zu tun hat...

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Alt 11.01.2015, 10:28   #21
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Hafenkasper Möchte sein Renommee nicht öffentlich anzeigen...
Standard AW: Leiharbeiter können volle Fahrtkosten absetzen / wichtig für die Steuererklärung

UPS

Sorry aber grade erst gesehen der TH Ersteller hat das 2012 gepostet
Dann wars zu dem Zeitpunkt natürlich keine Falschinformation

Gruß

Hafenkasper
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Alt 11.01.2015, 13:06   #22
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AnonNemo Möchte sein Renommee nicht öffentlich anzeigen...
Standard AW: Leiharbeiter können volle Fahrtkosten absetzen / wichtig für die Steuererklärung

Hallo,

Ihr müsst da zwei Sachverhalte trennen:
  1. die Fahrt zur ZAF als erster Tätigkeitsstätte
  2. die Fahrt zum (Kunden-)/Einsatzbetrieb
Die Fahrt A kann über das Kilometergeld gegenüber dem Finanzamt - mit einfacher Strecke - geltend gemacht werden.
Die Fahrt B kann über den § 670 BGB gegenüber dem Arbeitgeber - mit tatsächlicher Strecke pauschal oder mit entsprechenden Belegen Cent genau - geltend gemacht werden und die Fahrzeit zählt als Arbeitszeit.

Aufwendungsersatz nach § 670 BGB für LAN (aktualisiert 04.01.2014)
https://www.elo-forum.org/zeitarbeit...ml#post1723569 #718
Wichtig ist der Link zur Suite 101!!
Und das Fahrtgeld kann man direkt und vor allem komplett von der ZAF einfordern(!!) und nicht über die Einkommensteuererklärung anteilig vom Finanzamt erstattet bekommen!

Das kenne ich noch so aus meiner Zeit als Industriemonteur:
Morgens um 7:00 treffen sich die Kollegen in der Firma und fahren gemeinsam - mit einem Firmenwagen - zum Kunden und waren nachmittags um 15:00 wieder zurück in der Firma, d. h. die Strecke und die Zeit wurden vom Arbeitgeber bezahlt!!!

Waren Übernachtungen nötig sind diese Kosten auch vom Arbeitgeber bezahlt worden!

Zitat:
Verpflegungsmehraufwand 2012 im Inland (Deutschland)
Für betrieblich bedingte Reisen innerhalb von Deutschland gelten ab dem 01.01.2012 folgende Pauschbeträge für den Verpflegungsmehraufwand 2012:
8-14 Stunden = 6EUR
14-24 Stunden = 12EUR
24 Stunden (ganze Tage) = 24EUR
15 Uhr minus 7 Uhr sind 8h Abwesend = 6EUR Verpflegungsmehraufwand
Bei mehrtägigen Reisen:
Anreisetag: 24 Uhr minus 7 Uhr sind 17h Abwesend = 12EUR Verpflegungsmehraufwand
Rückreisetag: 13:30 Uhr minus 0 Uhr sind 13,5h Abwesend = 6EUR Verpflegungsmehraufwand
=> da hat man - aus finanziellen Gründen - noch eine zusätzliche Pause oder einen "Stau" von 30 Min. eingelegt und ist erst um 14 Uhr in der Firma angekommen! D. h. 12 EUR Verpflegungsmehraufwand.

@Hafenkasper:
Mit dem Verpflegungsmehraufwand hast Du Recht, seit Jan. 2014 sind es 12EUR/Tag wenn man länger als 8h Abwesend ist.
Vorsichtshalber würde ich hier von Dienstanfang bis -ende - inklusive Pausen!!! - rechnen! Und nicht von der Abfahrt/Ankunft der eigenen Wohnung.
Der Verpflegungsmehraufwand war/ist in den ersten drei Monaten von jedem neuen Einsatz steuerfrei.
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Alt 11.01.2015, 13:21   #23
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Hafenkasper Möchte sein Renommee nicht öffentlich anzeigen...
Standard AW: Leiharbeiter können volle Fahrtkosten absetzen / wichtig für die Steuererklärung

Zitat von AnonNemo Beitrag anzeigen

@Hafenkasper:

....Vorsichtshalber würde ich hier von Dienstanfang bis -ende - inklusive Pausen!!! - rechnen! Und nicht von der Abfahrt/Ankunft der eigenen Wohnung.
Der Verpflegungsmehraufwand war/ist in den ersten drei Monaten von jedem neuen Einsatz steuerfrei.
Es gilt die Abwesendheit des Wohnortes.
Sprich wenn ich von meiner Wohnung um 5:15 los fahre und um 14:45 wieder zuhause bin dann bin ich mehr wie 8 Stunden Abwesend.
90 Min Fahrtzeit + 7,5 Stunden incl Pause Arbeiten = 9 Stunden Abwesenheit. Somit ab 01.01.2014 12 Euro die man Absetzen kann.

In all meinen Steuerjahresausgleichen die ich gemacht habe wurde dies immer so seitens des Finanzamtes berücksichtigt.

Gruß
Hafenkasper
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Alt 11.01.2015, 20:12   #24
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dagobert1 Möchte sein Renommee nicht öffentlich anzeigen...
Standard AW: Leiharbeiter können volle Fahrtkosten absetzen / wichtig für die Steuererklärung

Zitat:
Die Reform des Reisekostenrechts
[...]
Die Änderungen im Überblick

• Verpflegungsaufwendungen: nur noch zwei Verpflegungspauschalen

Während einer Auswärtstätigkeit steht jedem Arbeitnehmer eine Pauschale für Verpflegungsmehraufwand zu, deren Höhe von der Dauer der Auswärtstätigkeit abhängt. Um die Abrechnung von Verpflegungsmehraufwendungen zu vereinfachen, wird ab 2014 die dreistufige Staffelung der Pauschalbeträge durch eine zweistufige Regelung ersetzt. Konkret gilt dann:

Die erste Stufe greift bei Arbeitnehmern, die berufsbedingt mehr als 8, aber weniger als 24 Stunden auswärts tätig sind. Sie erhalten einen Pauschalbetrag von 12 Euro. Der gleiche Betrag kann zusätzlich bei einer mehrtägigen Tätigkeit pauschal für An- und Abreisetag veranschlagt werden.
Bei einer berufsbedingten Abwesenheit, die 24 Stunden dauert, greift die zweite Pauschale von 24 Euro, mit der jeder ganze Tag der Abwesenheit pauschal abgerechnet werden kann.

Zeitarbeitnehmer profitieren klar von der Änderung. Vor allem können sie durch den Wegfall der niedrigsten Pauschale von 6 Euro künftig auch bei kurzen auswärtigen Einsätzen ab 8 Stunden schon die Pauschale von 12 Euro erhalten.

• Mahlzeiten: Besteuerung entfällt bei Verpflegungspauschale

Mit der Reform ändert sich auch das System der Bewertung von Mahlzeiten.
Unterschieden wird künftig zwischen zwei Fällen:

Kann der Arbeitnehmer keine Verpflegungspauschale geltend machen, etwa weil die Reisedauer unter 8 Stunden liegt, sollen Mahlzeiten im Rahmen von Auswärtstätigkeiten mit den amtlichen Sachbezugswerten als Arbeitslohn angesetzt werden. Aus Vereinfachungsgründen kann der Arbeitgeber die mit dem Sachbezugswert bewerteten Mahlzeiten pauschal mit 25 % versteuern. Steht dem Arbeitnehmer hingegen ein Pauschalbetrag für den Verpflegungsmehraufwand zu, so ist als Wert der Mahlzeit nicht der Sachbezugswert anzusetzen und damit die Mahlzeit nicht zu besteuern. Stattdessen wird der Pauschalbetrag für den Verpflegungsmehraufwand
prozentual gekürzt: für ein Frühstück um 20 % (4,80 Euro) und für ein Mittag- bzw. Abendessen um 40 % (9,60 Euro) des Pauschalbetrags von 24 Euro.

• Fahrtkosten: „erste Tätigkeitsstätte“ statt „regelmäßige Arbeitsstätte“

Viele Abgrenzungsschwierigkeiten im Bereich der Fahrtkosten bereitete der unbestimmte Rechtsbegriff der „regelmäßigen Arbeitsstätte“. Dieser wird ab 2014 durch den gesetzlich definierten Begriff der „ersten Tätigkeitsstätte“ ersetzt. An welchem Ort diese liegt, entscheidet der Arbeitgeber. Für die Festlegung der „ersten Tätigkeitsstätte“ gelten folgende Voraussetzungen:

Erstens kommt als solche nur eine ortsfeste betriebliche Einrichtung in Betracht. Diese kann entweder beim Arbeitgeber, einem verbundenen Unternehmen oder einem vom Arbeitgeber bestimmten Dritten (beispielsweise einem Kundenbetrieb) liegen. Zweitens muss der Arbeitnehmer dieser Einrichtung dauerhaft zugeordnet sein. Diese Anforderung ist laut Gesetz jedenfalls in drei typischen Fällen erfüllt: Entweder der Arbeitnehmer wird unbefristet einer Tätigkeit zugeordnet, die Zuordnung erfolgt für die Dauer des Dienstverhältnisses oder der Arbeitnehmer soll länger als 48 Monate an dieser Einrichtung tätig werden. Speziell für Zeitarbeitnehmer bedeutet das, dass sie im Normalfall ihre erste Tätigkeitsstätte nicht beim Kundenbetrieb haben werden.

Steuerrechtliche Konsequenz: Entfernungspauschale nur für Fahrten zur ersten Tätigkeitsstätte

Nur die Fahrten zum „ersten Tätigkeitsort“ unterliegen der Entfernungspauschale, bei der steuerlich lediglich die einfache Fahrt zwischen Wohn- und Tätigkeitsort berücksichtigt wird. Um Abgrenzungsschwierigkeiten zu vermeiden, gilt dies auch für Arbeitnehmer,
die zwar keine erste Tätigkeitsstätte haben, sich aber an einem vom Arbeitgeber dauerhaft festgelegten Ort regelmäßig einfinden. Gleiches gilt für Fahrten innerhalb eines weiträumigen Tätigkeitsgebiets (Bsp. Schornsteinfeger).

Fahrten zu allen anderen Tätigkeitsstätten führen lohnsteuerrechtlich zu Reisekosten. Dies hat den Vorteil, dass die Fahrtkosten in Höhe der tatsächlich entstandenen Aufwendungen entweder vom Arbeitgeber steuerfrei erstattet oder vom Arbeitnehmer als Werbungskosten abgezogen werden können.

Nach der Reform ungünstiger gestellt werden Zeitarbeitnehmer und Außendienstmitarbeiter.Denn nach den noch geltenden Vorschriften haben diese definitionsgemäß keine „regelmäßige Arbeitsstätte“, weshalb sie Fahrtkosten nach Reisekostengrundsätzen abziehen dürfen. Diese Sonderregelung kann ab 2014 entfallen, wenn der Verleiher als
„erste Tätigkeitsstätte“ den eigenen Betrieb festlegt. Dann darf die Fahrt zum Kundenbetrieb, welche der Zeitarbeitnehmer in der Regel häufiger zurücklegt als die zum Verleiher, nur noch mit der Entfernungspauschale abgerechnet werden.
Die Reform des Reisekostenrechts | Zeitarbeit und Recht
dagobert1 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 11.01.2015, 21:17   #25
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AnonNemo Möchte sein Renommee nicht öffentlich anzeigen...
Standard AW: Leiharbeiter können volle Fahrtkosten absetzen / wichtig für die Steuererklärung

Hallo dagobert1,
Zitat:
Auszug:
Nach der Reform ungünstiger gestellt werden Zeitarbeitnehmer und Außendienstmitarbeiter. [Durchgestrichen]Denn nach den noch geltenden Vorschriften haben diese definitionsgemäß keine „regelmäßige Arbeitsstätte“, weshalb sie Fahrtkosten nach Reisekostengrundsätzen abziehen dürfen.[/Durchgestrichen] Diese Sonderregelung kann ab 2014 entfallen, wenn der Verleiher als „erste Tätigkeitsstätte“ den eigenen Betrieb festlegt. Dann darf die Fahrt zum Kundenbetrieb, welche der Zeitarbeitnehmer in der Regel häufiger zurücklegt als die zum Verleiher, nur noch mit der Entfernungspauschale abgerechnet werden.
... von wann ist diese Aussage - wegen dem von mir durchgestrichenen vermute ich mal aus 2013 oder älter - und wie seriös ist die Quelle?
=> HK2 Rechtsanwälte
Zeitarbeit und Recht
Gründen einer Zeitarbeitsfirma ->
Zitat:
Unsere Hilfestellung für Sie
Im Rahmen unserer Beratungspauschalen stellen wir Ihnen alle benötigten Vertragsmuster und unterstützen Sie während der Antragstellung sowie bei den ersten Schritten zum Aufbau eines erfolgreichen Personaldienstleistungsunternehmens.
Impressum:
Zitat:
Haftung
Der Inhalt dieser Seiten wurde mit größter Sorgfalt und nach bestem Wissen und Gewissen erstellt.
Zum von mir Fett hervorgehobenen:
Diese Aussage steht doch komplett gegensätzlich zur Aussage von RA Benra
Zitat:
Aufwendungsersatz nach § 670 BGB
Der Anspruch auf Ersatz der Fahrtkosten zum Entleihbetrieb wird in der Entscheidung des Landesabeitsgerichts auf § 670 Bürgerliches Gesetzbuch (BGB) gestützt. Diese Vorschrift lautet:

"Macht der Beauftragte zum Zwecke der Ausführung des Auftrags Aufwendungen, die er den Umständen nach für erforderlich halten darf, so ist der Auftraggeber zum Ersatz verpflichtet."

Zunächst fällt einmal auf, dass im Gesetzestext weder etwas von Arbeitnehmer noch Arbeitgeber, geschweige denn von Erstattung der Fahrtkosten geschrieben steht. Wenn der Leiharbeitnehmer aber auf Anweisung des Zeitarbeitsunternehmens bei dem Entleihbetrieb tätig wird, führt er gleichzeitig auch einen Auftrag aus. Aufwendungen sind freiwilige Vermögensopfer (in der Abgrenzung zu einem Schaden, der nicht freiwillig ist) und dazu gehören auch die Fahrtkosten.

Die Anreise zum Entleiher stellt zwar einen Teil seiner eingegangenen Arbeitspflicht dar, die hiermit verbundenen Aufwendungen sind jedoch nicht mit der normalen Vergütung bezahlt.

Die mit der Anfahrt zum Entleihbetrieb verbundenen Fahrkosten geschehen auf Veranlassung und im Interesse des Verleihers und können, wie oben bereits dargelegt, vom Leiharbeitnehmer nicht beeinflusst werden.

Allerdings muss sich der betreffende Leiharbeitnehmer die Entfernung von seinem Wohnsitz zum Betriebssitz des Zeitarbeitsunternehmes anrechnen lassen, denn das ist das, was bei den "normalen Arbeitnehmern" dem Weg zur Arbeit entspricht, der Teil der persönlichen Lebensführung ist, und nicht vom Arbeigeber zusätzlich vergütet wird.
Quelle: Zeitarbeit und Fahrtkostenersatz | Suite101
AnonNemo
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Alt 11.01.2015, 21:26   #26
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dagobert1 Möchte sein Renommee nicht öffentlich anzeigen...
Standard AW: Leiharbeiter können volle Fahrtkosten absetzen / wichtig für die Steuererklärung

Zitat von AnonNemo Beitrag anzeigen
... von wann ist diese Aussage - wegen dem von mir durchgestrichenen vermute ich mal aus 2013 oder älter - und wie seriös ist die Quelle?
Mit Blick auf den Inhalt das Artikels vermute ich das 4 Quartal 2013. Eine genaue Angabe fehlt auf der Seite leider.

Zitat:
Diese Aussage steht doch komplett gegensätzlich zur Aussage von RA Benra
Der von mir zitierte und verlinkte Artikel bezieht sich ausschließlich auf die steuerrechtliche Betrachtung, der § 670 BGB ist ein anderes Paar Schuhe.
dagobert1 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 24.05.2016, 19:37   #27
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Junggeselle
Standard AW: Leiharbeiter können volle Fahrtkosten absetzen / wichtig für die Steuererklärung

Ich muss den Thread wieder ausgraben, weil ich eine Frage dazu habe.

Ich habe mir das Ganze eben durchgelesen und beinahe einen Schock bekommen. Ich mache gerade zum allerersten mal meine Steuererklärung und lese hier dann, dass der erste Einsatzort 30 km entfernt als Tätigkeitsstätte seit 2014 nicht mehr relevant ist, sondern meine (ehemalige) Leihbude 2 km von mir entfernt nur noch.

Ich bin 14 Monate lang regelmäßig 60 km für meine Leihbude gefahren, war ununterbrochen bei ein und demselben Kunden. Fahrgeld habe ich keins bekommen. Vor ein paar Wochen konnte ich nach der Kündigung von meiner Leihbude immerhin 400 Euro Fahrgeld nach §670 BGB einklagen. Mehr ging nicht wegen den 3 Monaten Ausschlussfrist in meinem Arbeitsvertrag.


Heißt das, ich kann die 30 km tägliche Fahrt zu dem Kunden NICHT von der Steuer absetzen, sondern nur die 2 km zu meiner Leihbude? Das wäre jetzt der Overkill für mich Ich habe tausende Euro vertankt und in Verschleißteile gesteckt, ich habe mich aus Angst vor Arbeitsplatzverlust mit 0 Euro Fahrgeld abspeisen lassen. Ich war Berufsanfänger (gelernter Industriekaufmann) und brauchte ganz dringend die Berufserfahrung, da ich 6 Monate nach Ausbildungsende immer noch nichts fand.

Bitte sagt mir jetzt nicht, das mir die fast 1000 Euro Pendlerpauschale 2015 verweigert werden

Lohnsteuer habe ich 2015 insgesamt knapp 2600 Euro gezahlt bei 10 Monaten Arbeit bei der Leihbude (Januar + Februar 2015 war ich noch arbeitslos)


EDIT: Hier wird es etwas anders bzw. genauer erklärt:

Fahrtkosten für Leiharbeiter ab 2014 - dhz.net

Für mich liest sich das so: Wenn ich länger als 48 Monate oder die ganze Zeit nur bei ein und demselben Kunden meiner Leihbude tätig war, dann gilt dieser als "erste Tätigkeitsstätte". Einen Nachteil hätte ich in dem Fall nur, wenn ich dort abgemeldet werde und der nächste Kunde ist nochmal 10 km weiter weg. So bekomme ich trotzdem nur die ersten 30 km als Pendlerpauschale, die weiteren 10 km dagegen nicht mehr.

Richtig? Ich bekomme gleich einen Herzkasper

EDIT 2:

Zitat:

Zitat:
Ob und wo der Arbeitnehmer eine erste Tätigkeitsstätte hat, ist damit ab 2014 in mehreren Schritten zu prüfen.

Der Arbeitgeber hat die erste Tätigkeitsstätte bestimmt.
Fehlt eine solche Festlegung auf eine Tätigkeitsstätte oder ist sie nicht eindeutig, sind die gesetzlichen Zeitvorgaben entscheidend:
Erste Tätigkeitsstätte ist die betriebliche Einrichtung, an der der Arbeitnehmer typischerweise arbeitstäglich tätig werden soll oder
je Arbeitswoche zwei volle Arbeitstage oder
mindestens ein Drittel seiner vereinbarten regelmäßigen Arbeitszeit tätig werden soll
Der Kunde 30 km entfernt war im Arbeitsvertrag eingetragen und ich habe die vollen 14 Monate, in denen ich bei der Leihbude angestellt war, ausschießlich nur dort gearbeitet.

Geändert von Junggeselle (24.05.2016 um 19:55 Uhr)
Junggeselle ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 24.05.2016, 21:15   #28
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dagobert1 Möchte sein Renommee nicht öffentlich anzeigen...
Standard AW: Leiharbeiter können volle Fahrtkosten absetzen / wichtig für die Steuererklärung

Zitat von Junggeselle Beitrag anzeigen
Bitte sagt mir jetzt nicht, das mir die fast 1000 Euro Pendlerpauschale 2015 verweigert werden
Diese Pauschale kriegt jeder AN, die ist auch schon in den Lohnsteuertabellen mit drin.

Zitat von Junggeselle Beitrag anzeigen
Der Kunde 30 km entfernt war im Arbeitsvertrag eingetragen
Kunde im Arbeitsvertrag ?
Ist zwar unüblich, würde aber in diesem Fall bedeuten dass du beim FA die einfache Strecke abrechnen kannst.
dagobert1 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 24.05.2016, 23:24   #29
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Standard AW: Leiharbeiter können volle Fahrtkosten absetzen / wichtig für die Steuererklärung

Meiner Meinung nach(!!!), kannst du als LAN sogar die tatsächlich gefahrenen Kilometer zum Kunden in der EkSt-Erklärung geltend machen!
Du wirst dann nur darauf achten müssen, dass die mit den (bei dir, nicht ) bezahlten Fahrtkosten verrechnet werden.
Hat den Nachteil, dass es sich nur steuermindernd auswirkt.

Da solltest du dich aber - hartnäckig - bei kundigen Stellen (Steuerberater, Lohnsteuerverein oder sogar direkt beim Finanzamt ) beraten lassen!
Ich befürchte nämlich, dass sich die meisten Kundigen für solche a-typischen Fälle nicht besonders interessieren ... sondern dich schnell abspeisen wollen.

Zusätzliche Informationen kannst du bestimmt in den sortierten Urteilen im Beitrag für Zeitarbeit finden.
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Alt 26.05.2016, 01:23   #30
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dagobert1 Möchte sein Renommee nicht öffentlich anzeigen...
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Zitat von AnonNemo Beitrag anzeigen
Meiner Meinung nach(!!!), kannst du als LAN sogar die tatsächlich gefahrenen Kilometer zum Kunden in der EkSt-Erklärung geltend machen!
Kann man versuchen.
Da aber der Entleiher im Arbeitsvertrag steht, wird das FA diesen wahrscheinlich als erste Tätigkeitsstätte ansehen.
dagobert1 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 26.05.2016, 13:15   #31
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Zitat von dagobert1 Beitrag anzeigen
Da aber der Entleiher
Entleiher? Dann ist es doch gar kein Problem
Zitat von dagobert1 Beitrag anzeigen
im Arbeitsvertrag steht,
Den habe ich aber noch nie beim FA abgegeben.
Zitat von dagobert1 Beitrag anzeigen
wird das FA diesen wahrscheinlich als erste Tätigkeitsstätte ansehen.
Dazu gibt es Einsatzbeschreibungen bzw. vom Entleihbetrieb unterschriebene Stundenzettel welche den abweichenden Einsatzort belegen.

Hier im Forum gibt es ein, zwei Threads in welchem einem LAN schon haarklein erklärt wurde; in welcher Zeile er welche Angaben einzutragen hätte.

Bei mir hat der Steuerberater das von der ZAF ausbezahlte Entfernungs-Kilometergeld; Wohnung-Einsatzbetrieb und die tatsächliche Entfernungs-Pendelstrecke; Wohnung-Einsatzbetrieb (damals wusste ich Idiot noch nichts vom § 670 ! Oh, damit, und dem § 612, hätte ich meine Forderung vor dem ArbG ganz erheblich pushen können.) eingetragen, welche vom FA dann entsprechend verrechnet wurde.
AnonNemo ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 27.12.2016, 19:45   #32
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helpme666
Standard AW: Leiharbeiter können volle Fahrtkosten absetzen / wichtig für die Steuererklärung

hallo, habe den thread zufällig gesehen

weis jemand was zur aktuelen lage, habe gesehen der thread ist von 2012

kann man jetzt als leiharbeiter volle fahrtkosten absetzen, ab nächsten monat kann man ja schon wide r ne steuererklärung abgeben
helpme666 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 28.12.2016, 12:51   #33
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Zitat von helpme666 Beitrag anzeigen
hallo, habe den thread zufällig gesehen

weis jemand was zur aktuelen lage, habe gesehen der thread ist von 2012

kann man jetzt als leiharbeiter volle fahrtkosten absetzen, ab nächsten monat kann man ja schon wide r ne steuererklärung abgeben
Volle Fahrtkosten sind weiterhin voll Steuerlich absetztbar. Allerdings sollte man wissen wo man welche eintragungen in seiner Steuererklärung machen muss. Auch kommt es darauf an, an welchen Ort der Arbeitgeber ( ZAF ) die " Erste Tätigkeitsstätte " bescheinigt hat.
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Alt 14.01.2017, 20:10   #34
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Dirk73
Standard AW: Leiharbeiter können volle Fahrtkosten absetzen / wichtig für die Steuererklärung

Wer bestätigt mir wo meine erste Tätigkeitsstelle ist? Die ZAF, oder wer?
Kann ich Fahrtkosten einklagen wenn die Leihbude mir nichts zahlt .. ich wohne zwar nur 4 km vom Einsatzort entfernt .. es ist aber nicht zumutbar im Winter bei Regen und Schnee mit dem Rad zu fahren.

Sitze auch gerade vor der Steuererklärung 2016 und bin mir nicht schlüssig ob ich die volle Wegstrecke abgeben kann
Dirk73 ist gerade online   Mit Zitat antworten
Alt 16.01.2017, 11:20   #35
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Zitat von Dirk73 Beitrag anzeigen
Wer bestätigt mir wo meine erste Tätigkeitsstelle ist? Die ZAF, oder wer?
Deine ZAF bestätigt dir deine Erste Tätigkeitstätte.
Zitat:
Kann ich Fahrtkosten einklagen wenn die Leihbude mir nichts zahlt .. ich wohne zwar nur 4 km vom Einsatzort entfernt .. es ist aber nicht zumutbar im Winter bei Regen und Schnee mit dem Rad zu fahren.
Theoretisch könntest du Fahrtkosten einklagen. Allerdings NUR deine tatsächlichen Aufwendungen ( §670 BGB ) Ob sich der streß und Aufwand tatsächlich lohnt musst du für dich selbst entscheiden.
Wieso sollte es nicht zumutbar sein bei Wind und Wetter mit dem Fahrad zur Arbeit zu fahren ?
Zitat:
Sitze auch gerade vor der Steuererklärung 2016 und bin mir nicht schlüssig ob ich die volle Wegstrecke abgeben kann
Kannst du schon aber dazu brauchst du eine Bescheinigung deiner ZAF das die Erste Tätigkeitsstätte die Adresse deiner ZAF ist. Darüber hinaus sollte man dann auch wissen wo und wie genau in der Steuererklärung man dies einträgt :-)
Hafenkasper ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 16.01.2017, 20:51   #36
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karuso
Standard AW: Leiharbeiter können volle Fahrtkosten absetzen / wichtig für die Steuererklärung

Zitat von Hafenkasper Beitrag anzeigen
Auch kommt es darauf an, an welchen Ort der Arbeitgeber ( ZAF ) die " Erste Tätigkeitsstätte " bescheinigt hat.
Wenn es so einfach wäre mit der Bescheinigung Erste Tätigkeitsstätte wäre bestimmt toll so ist es aber nicht.Ob ein Leiharbeiter die erste Tätigkeitsstätte bei seinem Sklavenhändler hat oder beim Kunden des Sklavenhändlers hat ist an 3 Kriterien zu prüfen erst wenn eines dieser erfüllt ist geht die erste Tätigkeitsstätte auf den Kundem über.Und das prüft das Finanzamt.
Dann muß man aber für einen Kunden nicht für mehrere Kunden

1: unbefristet ("bis auf Weiteres") oder

2: für die gesamte Dauer seines (befristeten oder unbefristeten) Arbeitsverhältnisses oder

3: von vornherein länger als 48 Monate (vier Jahre)

eingestellt worden sein.Also nur für einen Kunden Arbeitsvertrag ist hier wichtig.Und wichtig noch nur für einen Einsatzort.
Da aber die meisten Zeitarbeitsverträge Standardverträge sind und lauten das der Zeitarbeiter sich verpflichtet bei mehreren Kunden an verschiedenen Orten dann noch Deutschlandweit für den Sklavenhändler tätig zu werden ist keiner dieser Kriterien erfüllt.Solange man immer einen Standardvertrag hat ist die erste Tätigkeitsstätte der Sklavenhändler.Oder ist hier jemand anderer Meinung.

Geändert von karuso (16.01.2017 um 21:25 Uhr)
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absetzen, fahrtkosten, leiharbeiter, steuererklärung, volle, wichtig

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