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Zeitarbeit und -Firmen Hier kommt alles hinein, das mit Zeitarbeit zu tun hat...


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Alt 16.09.2017, 20:47   #1
Ellikatze
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Beiträge: 17
Ellikatze
Standard So funktioniert Zeitarbeit - besonders dann, wenn man seine Rechte nicht kennt.

Hallo liebe Userinnen und User,

ich bin seit 5 1/2 Jahren als Teamassistenz/Leitungsassistenz bei einer Zeitarbeitsfirma beschäftigt und möchte euch von meinen Erfahrungen berichten. Zeitarbeitsfirmen funktionieren im Grunde genommen so ähnlich wie die Agentur für Arbeit. Solange du in einem Beschäftigungsverhältnis bist, lassen sie dich in Ruhe. Dann gibt es nur selten Kontakt, z. B. wenn man die unterschriebenen Stundennachweise an den Arbeitgeber schickt oder einen Urlaub beantragt. Oder bei der Weihnachtsfeier.

Schwierig wird es, wenn ein Einsatz beendet ist und man nicht gleich im Anschluss etwas Neues findet. Die kleineren Zeitarbeitsfirmen schicken dir in so einem Fall zum nächstmöglichen Termin die Kündigung, größere Leihfirmen lassen dich deine Überstunden abbauen und versuchen, dich woanders unterzubekommen.

Das Problem an der Sache ist: Denen geht es hauptsächlich darum, dich in einen Einsatz zu kriegen. Auf deine Bedürfnisse nehmen sie dabei überhaupt keine Rücksicht. Beim Vorstellungsgespräch fragen sie dich, wie lange dein Arbeitsweg maximal sein sollte. Ich habe damals geantwortet, das Maximum wäre 1 Stunde. Mittlerweile hatte ich mehrere Einsätze, für die ich 1,5 Stunden oder noch länger fahren musste. Wenn du dich beschwerst, heißt es: "Aber Frau X, das sind doch nur 2 Monate! Die kurze Zeit geht schnell vorbei, und danach finden wir sicher wieder was in Ihrer Nähe." Aber wenn der Kunde dich verlängern möchte, musst du das auch annehmen. So kann es durchaus passieren, dass du ein ganzes Jahr oder noch länger 1,5 bis 2 Stunden (wohlgemerkt in EINE Richtung!) zur Arbeit gurken musst. Der Zeitarbeitsfirma sucht erst dann einen neuen Einsatz für dich, wenn der Kunde dich nicht mehr will und braucht.

Es wird erwartet, dass du jedes Vorstellungsgespräch, welches die Zeitarbeitsfirma für dich ausgehandelt hast, annimmst. Wenn du dich weigerst, redet der Vertriebsdisponent so lange auf dich ein, bis er dich umstimmt. Bleibst du hartnäckig, wird er fies und droht dir subtil mit Kündigung. Wenn du beim Vorstellungsgespräch feststellst, dass die Stelle für dich völlig unpassend ist, darfst du das dem Kunden nicht sofort sagen. Du musst erst mit dem Vertriebsdisponenten von der Zeitarbeit darüber reden, damit er noch die Option hat, dich unter Druck zu setzen und umzustimmen. Du darfst nichts, wirklich gar nichts eigenständig entscheiden und musst vor jeder Handlung die Leute von der Zeitarbeitsfirma um Erlaubnis bitten. Eine andere Zeitarbeiterin hat mal die Verlängerung vom Kunden abgelehnt, weil sie in ihrer Abteilung gemobbt wurde. Als ihr Vertriebsdisponent davon erfuhr, musste sie sich vor ihm rechtfertigen und Vorwürfe gefallen lassen, warum sie vor ihrer Entscheidung nicht mit ihm geredet hat.

Wenn es mehrere interessierte Kunden gibt, dann gilt bei der Zeitarbeit das Motto: Wer zuerst kommt, mahlt zuerst. Ich war mal in der Situation, dass ich ein ganz tolles Vorstellungsgespräch bei einer richtig guten Firma hatte. Der Abteilungsleiter hatte noch zwei weitere Kandidatinnen eingeladen, deren Gespräche in den Tagen nach meinem stattfanden. Danach wollte er sich entscheiden. Nun hat sich aber beim nächsten Tag ein anderer Kunde bei meiner Zeitarbeitsfirma gemeldet und ihnen gesagt, dass er mich ab sofort und ohne Vorstellungsgespräch für mehrere Monate haben wollte. Die Zeitarbeitsfirma hat ihm sofort für mich zugesagt, ohne mich vorher zu fragen, ob ich dorthin wollte. Wenn es nach mir gegangen wäre, hätte ich lieber das Ergebnis des Vorstellungsgesprächs abgewartet. So wurde ich zu einem Kunden geschickt, der mich deutlich schlechter bezahlt hat, nur weil von ihm die schnellere Zusage kam.

Auch die Kunden der Zeitarbeitsfirmen behandeln die Angestellten nicht immer fair. Ich habe schon viele andere Zeitarbeiter im Büro kennengelernt, ihre Erfahrungen decken sich schon sehr mit meinen. Es ist jederzeit möglich, dass der Kunde einen Zeitarbeiter ohne ersichtlichen Grund von heute auf morgen vom Einsatz abmeldet und du ganz plötzlich keinen Job mehr hast. Das kann dir auch passieren, wenn du schon einen Urlaub beantragt hast und dieser bereits vom Kunden und der Zeitarbeitsfirma genehmigt wurde. Wenn du eine Reise gebucht hast, steckst du ganz schön in der Klemme. Du kommst zu einem neuen Kunden und musst ihm sagen, dass du schon einen Urlaub gebucht und bezahlt hast. Damit kommen manche Kunden nicht klar, sie stellen dich dann nicht ein oder schicken dich früher weg. Als Zeitarbeiter hast du absolut keine Planungssicherheit.

Manche Chefs haben viel zu tun und wenig Zeit, um sich um die Personalangelegenheiten zu kümmern. So kam es, dass ich ganz überraschend nach wenigen Tagen von einem für länger geplanten Einsatz abgemeldet wurde. Die Kollegin im Büro konnte mich nicht leiden und hat mich bei den Führungskräften schlecht gemacht. Die haben mich nicht einmal zu der Situation befragt, sondern mich abgemeldet, ohne überhaupt das Gespräch mit mir zu suchen. Ja, die haben mir nicht mal ins Gesicht gesagt, dass ich gehen muss, sondern meinen Vertriebsdisponenten gebeten, das zu tun. Manche Leute, die in einer Firma den gleichen Job machen wie man selbst, aber eine Festanstellung haben, halten sich für was Besseres und verhalten sich im Umgang mit Zeitarbeitern wie Vorgesetzte. Da muss man echt vorsichtig sein.

Viele Kunden nutzen die Leiharbeiter schlicht und einfach aus. Früher dachte ich, dass ein Kunde mich auf jeden Fall übernimmt, wenn er mich immer wieder verlängert und ich sehr lange an der gleichen Stelle arbeite. Das ist ein Irrtum. Manche warten einfach nur ab, bis ein/e passende/r interne/r Kandidat/in gefunden wird und schießen dann den Zeitarbeiter in den Wind. Das ist sehr ärgerlich, wenn man 1 Jahr oder noch länger im gleichen Einsatz war, immer seine Leistung gebracht hat und am Ende trotzdem gehen muss.

Dummerweise habe ich den Fehler gemacht, mich parallel nicht großartig zu bewerben, wenn meine Einsätze so lang waren. Und genau das mache ich jetzt, denn ich habe die Schnauze gestrichen voll von der Zeitarbeit.

LG
Elli
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Alt 16.09.2017, 22:37   #2
Oureweller
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Oureweller
Standard AW: So funktioniert Zeitarbeit

Deine Geschichte ist nicht authentisch. Da musst du noch etwas üben.
Oureweller ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 17.09.2017, 06:27   #3
Ellikatze
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Ellikatze
Standard AW: So funktioniert Zeitarbeit

Schön wär´s. Das ist die Zeitarbeit im Jahr 2017. Leiharbeiter haben die gleichen Pflichten wie festangestellte Mitarbeiter, aber bei weitem nicht die gleichen Rechte.

Privat kenne ich ein paar Leute, die über Zeitarbeitsfirmen in der Produktion gearbeitet haben. Ihnen ging es noch schlechter als mir im Büro. Während kaufmännische Mitarbeiter meistens den Grund für eine vorzeitige Abmeldung gesagt bekommen, werden Produktionshelfer oft ohne die Angabe von Gründen nach Hause geschickt.
Ellikatze ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 17.09.2017, 08:12   #4
Gollum1964
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Standard AW: So funktioniert Zeitarbeit

Zitat von Oureweller Beitrag anzeigen

Deine Geschichte ist nicht authentisch. Da musst du noch etwas üben.
Bist du schon einmal von einer ZAF geknechtet worden?
Ich glaube eher nicht.
Ich habe selber vor über 10 Jahren fast 4 Jahre in 5 verschiedenen ZAF gedient und habe exakt die selben Erfahrungen gemacht.

Ein Beispiel gefällig? ("Wer zuerst kommt, mahlt zuerst")

Ich war bei einer ZAF am Stad(t)rand tätig. Dort bekam ich einen Einsatz bei einer Verlagsfirma als Buchhalter, der mir sehr gefiel. Das aus mehreren Gründen:

- tägliche Pendelzeit 10 Minuten
- wöchentliche Arbeitszeit 35 Stunden (Überstunden waren verpönt)
- berufsnaher Einsatz, da ich Buchhalter bin und als solcher auch eingesetzt wurde, was bei ZAF nicht immer selbstverständlich ist.
- freundliche Mitarbeiter

Nach 4 Monaten hat mir der Buchhaltungsleiter angedeutet, daß er mich gerne fest einstellen würde, da der Verlag sehr gut lief, der Arbeitsumfang anstieg (Überstunden waren ja verpönt) und eine Mitarbeiterin aus der Buchhaltung sich beruflich verändern wollte.
Aber es kam leider anders, wie ich es mir gewünscht habe. Die Stelle wurde zunächst intern ausgeschrieben und ich habe mich darauf beworben und es schien so, als habe ich keine interne Konkurrenz. Leider bin ich dann durch Vitamin B aus dem Feld geschlagen worden. Es stellte sich heraus, daß die Personalchefin eine Freundin hatte, die ebenfalls Buchhalterin war und zufälligerweise wegen Insolvenz kurz zuvor arbeitslos wurde. Diese Person wurde mir dann vor die Nase gesetzt und ich durfte sie dann noch einarbeiten. Sie erwies sich in meinen Augen als etwas "schwierig" von ihrer Art her. Kurz danach wurde ich dann abgemeldet und bekam einen neuen Einsatz bei einem Windräderhersteller im Norderstedter Industriegebiet, was für mich eine tägliche Pendelzeit von ca. 2,5 Std. bedeutete. Der Umgangston, insbesondere ggü. den "Externen" konnte man eher als rauh bezeichnen und die Buchhaltungsleiterin hatte "Haare auf den Zähnen", was sich auf die Stimmung im Buchhaltungsteam niederschlug. Nach ca. 3 Monaten kam es, daß eine festangestellte Buchhalterin krank wurde und wegen eines Krankenhausaufenthaltes länger ausfiel. Daher mußte Ersatz her und es kam eine weitere junge Buchhalterin aus meiner ZAF. Und jetzt wird es interessant:
Während der Mittagspause saßen wir in der Kantine zusammen und redeten über dieses und jenes. Es kam dann das Gespräch darauf, wie wir die Chance auf eine Einstellung bei dem aktuellen Entleiher einschätzten:
Beide waren wir überzeugt, daß wir dort nur temporär vorgesehen waren und außerdem auf Jobportalen extern nach Buchhaltern gesucht wurde. Außerdem fanden wir die Stimmung im Buchhaltungsteam eher "abstoßend" und könnten uns langfristig mit der Unternehmung nicht anfreunden.
Allerdings erwähnte sie beiläufig, daß eine ihrer Freudinnen, die ebenfalls bei der ZAF arbeitete, den Sprung in eine Festanstellung bei einem Verlag geschafft hatte. Sie erwähnte, daß die dortige Buchhalterin, die sie ersetzen sollte, wohl die Probezeit nicht überstanden hat, weil sie sich im Team dort nicht anpassen konnte. Ihre Freundin hatte noch erwähnt, daß eigentlich von dem Verlag eine andere Person präferiert wurde, diese aber laut Aussage der ZAF in einem anderen Einsatz unabkömmlich war. Natürlich war es der Verlag, wo ich vorher eingesetzt war und ich war baff.
Der Fortgang der Geschichte war dann folgender, daß mein Einsatz dort ca. 2 Monate später wie erwartet durch Abmeldung endete. Da man keinen Nachfolgeauftrag für mich hatte, wurde ich dann binnen einer Woche durch die ZAF wieder dem Arbeitsmarkt zugeführt. Sicher hätte ich eine Kündigungsschutzklage vorantreiben können, da ich schon länger als 1 Jahr bei der ZAF tätig war. Ich war aber einfach nur froh, von dieser ZAF weg zu sein.

Glaubt mir oder glaubt mir diese Geschichte nicht. Es ist mir egal.
Gollum1964 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 17.09.2017, 08:40   #5
Ellikatze
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Ellikatze
Standard AW: So funktioniert Zeitarbeit

Zitat von Gollum1964 Beitrag anzeigen
Glaubt mir oder glaubt mir diese Geschichte nicht. Es ist mir egal.
Also ich glaube dir auf jeden Fall. Ich habe meine Erfahrungen gemacht und weiß jetzt genau, wie die ticken. Mich hat dieses "Wer zuerst kommt, mahlt zuerst" 500 Euro pro Monat (so hoch war der Gehaltsunterschied) gekostet. Die ZAF hätte nur 2 Tage bis zur Entscheidung des anderen Kunden warten müssen. Aber nein, Hauptsache mich schnell in den Einsatz bringen. Ich war sehr wütend, weil ich alleine lebte und ständig nebenher arbeiten musste, wenn ich mir außer den Grundkosten noch andere Dinge wie Kleidung, Essen gehen, Thermalbad oder Urlaub leisten wollte. Mich hat das so angekotzt, aber das hat die ZAF null interessiert.

Einmal hatte ich einen Einsatz, für den ich 2 bis 2,5 Stunden in eine Richtung fahren musste. Nach Feierabend stand ich bei 35-40 Grad ewig in der Sonne, weil die Busse fast täglich viel Verspätung hatten. Das musste ich auch nur machen, weil der Kunde sich ohne Vorstellungsgespräch für mich entschieden hatte und die ZAF mich schnell von ihrer Liste streichen konnte.

Die Nachbarin von einer meiner Freundinnen ist Vertriebsdisponentin bei einer ZAF. Sie hat ihr erzählt, dass einige Leiharbeiter im Umgang mit ihren Kolleginnen und Kollegen schon mehrmals handgreiflich geworden sind. Ich bin gegen Gewalt und würde mich sicher nicht so verhalten. Aber irgendwie kann ich diese Menschen trotzdem verstehen. Wenn sie behandelt werden wie der letzte Dreck, ist es klar, dass sie eines Tages ausrasten.
Ellikatze ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 17.09.2017, 08:51   #6
Hexe45
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Standard AW: So funktioniert Zeitarbeit

Danke @Ellikatze für deinen ausführlichen Bericht.
Gibt mir als Außenstehende einen guten Einblick in die eher düstere Arbeitswelt.

Ich halte deinen Bericht für authentisch. Es deckt sich schon mit dem was mir auch meine Pat. über die Leiharbeit erzählen.

Wie schon gesagt dein Bericht war für mich sehr aufschlußreich, was im übrigen auch für den Bericht von gollum gilt.
Hexe45 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 17.09.2017, 09:07   #7
Ellikatze
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Ellikatze
Standard AW: So funktioniert Zeitarbeit

Zitat von Hexe45 Beitrag anzeigen
Wie schon gesagt dein Bericht war für mich sehr aufschlußreich, was im übrigen auch für den Bericht von gollum gilt.
Ich kann dir nur den guten Rat geben, dich von ZAF fernzuhalten. Mir war lange nicht klar, dass ich die ersten Jahre viel Glück hatte. Ich wurde die ersten 3 Jahre im gleichen Unternehmen (aber mehrere Abteilungen/Standorte) eingesetzt. Meistens war es so, dass ich selbst mich gegen Ende eines Einsatzes innerhalb der Firma umgehört habe, wer gerade jemanden suchte und so meine Einsätze fand, ohne dass die ZAF was tun musste. So hatte ich fast immer einen direkten Übergang und keine Lücken zwischen den Einsätzen.

Danach war ich 1 Jahr bei einer anderen Firma, bei der es mir auch sehr gut gefallen hat. Leider beschäftigt diese Firma Leiharbeiter immer nur für maximal 1 Jahr. Seit einem Jahr ist der Wurm drin. Paar Monate hier, paar Monate dort und immer wieder einsatzfreie Pausen zwischendrin. Die ZAF steckt mich seit Herbst 2016 immer wieder in kleine Firmen, obwohl sie ganz genau wissen, dass ich das nicht möchte. Ich bin extra deshalb zur Zeitarbeit gegangen, weil ich nicht mehr in kleinen Firmen arbeiten wollte und wusste, dass die ZAF öfters ihre Mitarbeiter an Weltkonzerne vermitteln. Eine mittelständische Firma wäre natürlich auch ok, aber in sehr kleinen Firmen fühle ich mich einfach unwohl.
Ellikatze ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 17.09.2017, 09:08   #8
franky0815
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Standard AW: So funktioniert Zeitarbeit

Zitat von Ellikatze Beitrag anzeigen
Schwierig wird es, wenn ein Einsatz beendet ist und man nicht gleich im Anschluss etwas Neues findet. Die kleineren Zeitarbeitsfirmen schicken dir in so einem Fall zum nächstmöglichen Termin die Kündigung, größere Leihfirmen lassen dich deine Überstunden abbauen und versuchen, dich woanders unterzubekommen.
i
die vorgehnsweise mit abbau von überstunden ist nicht zulässig, wenn die zaf für dich keine arbeit hat ist das deren problem, nicht deins.
die langen pendelzeiten zum kunden sind arbeitszeit und müssen von der zaf bezahlt werden, genauso die fahrt selbst.

wenn schon jemand sklave bei einer zaf is, dann sollte der zumindest darüber informiert sein was seine rechte sind, bei dir bin ich mir ziemlich sicher das du die nicht kennst, obwohl du schon so lange dabei bist. ( oder grade deswegen bist du solange dabei )
__

"Man traue nie einem erhabenen Motiv für eine Handlung, wenn sich auch ein niedriges finden läßt"
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Alt 17.09.2017, 09:18   #9
Ellikatze
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Ellikatze
Standard AW: So funktioniert Zeitarbeit

Zitat von franky0815 Beitrag anzeigen
die vorgehnsweise mit abbau von überstunden ist nicht zulässig, wenn die zaf für dich keine arbeit hat ist das deren problem, nicht deins.
Ich bin rechtsschutzversichert und habe letztes Jahr mal eine Beratung beim Rechtsanwalt in Anspruch genommen. Er hat mir auch gesagt, dass der Abbau von Überstunden in so einer Lage nicht zulässig ist. Aber wenn ich das durchsetzen möchte, müsste ich eine Kündigung in Kauf nehmen. Und genau das ist das Problem: Ich bin finanziell von dem Geld abhängig, da ich keinen Partner habe, der mir in Notlagen aushelfen könnte und in jüngeren Jahren mein ganzes Geld verprasst und nichts zur Seite gelegt habe. Das bereue ich jetzt sehr.


Zitat von franky0815 Beitrag anzeigen
die langen pendelzeiten zum kunden sind arbeitszeit und müssen von der zaf bezahlt werden, genauso die fahrt selbst.
In den ersten 3 Jahren bekam ich die Fahrten zu den weiter entfernt gelegenen Standorten teilweise von der ZAF bezahlt. In der letzten Zeit war das nicht mehr der Fall. Von Anfang Januar bis April hatte ich einen Einsatz mit ca. 100 Minuten Fahrzeit in eine Richtung. Natürlich habe ich bei der ZAF Fahrtgeld beantragt. Aber ca. 2 Wochen nach Einsatzbeginn hat mich mein Disponent angerufen und gesagt, dass das nicht genehmigt wurde.
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Alt 17.09.2017, 10:04   #10
franky0815
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Standard AW: So funktioniert Zeitarbeit

Zitat von Ellikatze Beitrag anzeigen
vollzitat
wenn du dich freiwillig von der zaf fxxxx lässt bitteschön, eine kündigung weil du deine rechte wahrnimmst ist sehr wahrscheinlich, aber auch dagegen kann man vorgehn.

lass dich mal von deinem anwalt beraten wieviel einkommen im bezug auf überstunden und fahrzeit, fahrgeld die zaf dir gestohlen hat und wieviel davon noch einklagbar wäre weil es noch nicht verjährt ist, da kommt ein ordentliches sümmchen zusammen.

Zitat von Ellikatze Beitrag anzeigen
In den ersten 3 Jahren bekam ich die Fahrten zu den weiter entfernt gelegenen Standorten teilweise von der ZAF bezahlt. In der letzten Zeit war das nicht mehr der Fall.
die zaf muss nicht nur die fahrt bezahlen sondern auf die zeit dafür, die fahrzeit von der zaf zum einsatzbetrieb und zurück ist arbeitszeit!
__

"Man traue nie einem erhabenen Motiv für eine Handlung, wenn sich auch ein niedriges finden läßt"

Geändert von Texter50 (17.09.2017 um 12:09 Uhr) Grund: Böses F-Wort ausgetauscht.
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Alt 17.09.2017, 10:08   #11
Ellikatze
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Standard AW: So funktioniert Zeitarbeit

Ich möchte so schnell wie möglich woanders fest unterkommen und dann bei der ZAF kündigen.

Wie lange kann ich sowas denn einklagen, wann läuft die Frist ab?

Zitat von franky0815 Beitrag anzeigen
die zaf muss nicht nur die fahrt bezahlen sondern auf die zeit dafür, die fahrzeit von der zaf zum einsatzbetrieb und zurück ist arbeitszeit!
Bist du dir da sicher? Wo steht das geschrieben?
Ellikatze ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 17.09.2017, 10:23   #12
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Standard AW: So funktioniert Zeitarbeit

Zitat von Ellikatze Beitrag anzeigen

Wie lange kann ich sowas denn einklagen, wann läuft die Frist ab?



Bist du dir da sicher? Wo steht das geschrieben?
wann die frist abläuft kann dir am besten dein anwalt sagen, das die fahrzeit als arbeitszeit gilt ist tatsache, ich muss den entsprechenden § aber erst suchen.

ein arbeitstag beginnt mit der fahrt von zuhause zu der niederlassung deiner zaf, diese fahrt ist keine arbeitszeit und kann nur steuerlich angerechnet werden als fahrt zur arbeitsstätte, die fahrt von deiner zaf zum kundenbetrieb ist allerdings eine dienstfahrt und somit arbeitszeit.

lies dich mal hier ein da geht es genau um dieses thema:
https://www.elo-forum.org/zeitarbeit...me-nichts.html
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Geändert von franky0815 (17.09.2017 um 10:55 Uhr)
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Alt 17.09.2017, 13:15   #13
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Standard AW: So funktioniert Zeitarbeit

Zitat von Ellikatze Beitrag anzeigen
habe letztes Jahr mal eine Beratung beim Rechtsanwalt in Anspruch genommen. Er hat mir auch gesagt, dass der Abbau von Überstunden in so einer Lage nicht zulässig ist. Aber wenn ich das durchsetzen möchte, müsste ich eine Kündigung in Kauf nehmen.
Du solltest dir dringends einen anderen Anwalt suchen, denn das ist schlichtweg völliger Schwachsinn (und wäre sogar schon Falschberatung, die dem Anwalt bei entsprechender Beschwerde gehörig vor der Anwaltskammer um die Ohren fliegen kann), was der da erzählte.
Wenn jemand seine zustehenden Rechte wahrnimmt, dann ist das nicht einmal ansatzweise ein rechtlich zulässiger und haltbarer Kündigungsgrund und genau das sollte jeder Anwalt auch wissen.
Sollte die ZAF dann dennoch versuchen zu kündigen kann und sollte man also dagegen massiv gerichtlich vorgehen, denn dann wird es wenigstens noch teuer für die (z.B. Abfindung).
__

Die Kunst sich im Sozialrecht erfolgreich behaupten zu können beginnt schon damit, auf der Gegenseite möglichst nicht den Eindruck eines kausalen Zusammenhang zwischen eigener Persönlichkeit und eigenen wirtschaftlichen Verhältnissen entstehen zu lassen.
Couchhartzer ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 17.09.2017, 13:58   #14
dagobert1
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Standard AW: So funktioniert Zeitarbeit

Zitat von Couchhartzer Beitrag anzeigen
Du solltest dir dringends einen anderen Anwalt suchen, denn das ist schlichtweg völliger Schwachsinn (und wäre sogar schon Falschberatung, die dem Anwalt bei entsprechender Beschwerde gehörig vor der Anwaltskammer um die Ohren fliegen kann), was der da erzählte.
Wenn jemand seine zustehenden Rechte wahrnimmt, dann ist das nicht einmal ansatzweise ein rechtlich zulässiger und haltbarer Kündigungsgrund und genau das sollte jeder Anwalt auch wissen.
Die ZAF wird trotzdem versuchen solche LAN loszuwerden, und früher oder später werden sie das auch schaffen.
Insofern ist die Aussage des Anwalts nur ein Hinweis auf die Realität in der ZAF-Welt.
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Alt 17.09.2017, 15:38   #15
Domino
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Standard AW: So funktioniert Zeitarbeit

Zitat von dagobert1 Beitrag anzeigen
Die ZAF wird trotzdem versuchen solche LAN loszuwerden, und früher oder später werden sie das auch schaffen.
Insofern ist die Aussage des Anwalts nur ein Hinweis auf die Realität in der ZAF-Welt.
Trotzdem kein Grund sich nicht zu wehren.
Aufs Geld angewiesen sein bedeutet noch lange nicht, dass ich mich verarschen lassen würde.

Aber leider sehen es viel zu viele anders.
Und deshalb ändert sich in dieser Branche auch nichts.
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Alt 17.09.2017, 15:43   #16
Couchhartzer
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Standard AW: So funktioniert Zeitarbeit

Zitat von Domino Beitrag anzeigen

Aber leider sehen es viel zu viele anders.
Liegt offenbar bei manchem auch augenscheinlich am fehlenden hinreichenden Sprachverständnis, denn "eine Kündigung in Kauf nehmen müssen" war (aufgrund der Endgültigkeitsaussage dieser Behauptung) ganz klar eine Falschberatung des Anwaltes und nur ein "mit einer Kündigung rechnen müssen", wäre (dann aufgrund der Einschränkung durch eine Eventualität) lediglich ein Hinweis gewesen.
__

Die Kunst sich im Sozialrecht erfolgreich behaupten zu können beginnt schon damit, auf der Gegenseite möglichst nicht den Eindruck eines kausalen Zusammenhang zwischen eigener Persönlichkeit und eigenen wirtschaftlichen Verhältnissen entstehen zu lassen.
Couchhartzer ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 17.09.2017, 16:10   #17
Domino
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Standard AW: So funktioniert Zeitarbeit - besonders dann, wenn man seine Rechte nicht kennt.

Auch wenn Gewerkschaften nicht gerne gesehen werden, so rate ich doch, in eine einzutreten.
Dann hat man wenigstens einen günstigen Rechtsschutz.

Und die das nicht möchten, für die gibt es auch noch die Schlichtungsstelle Kuss.
Die Kontakt- und Schlichtungsstelle zur Zeitarbeit | KuSS Zeitarbeit - Kontakt und Schlichtungsstelle
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Alt 17.09.2017, 18:50   #18
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Standard AW: So funktioniert Zeitarbeit - besonders dann, wenn man seine Rechte nicht kennt.

Zitat von Domino Beitrag anzeigen
Auch wenn Gewerkschaften nicht gerne gesehen werden, so rate ich doch, in eine einzutreten.
Dann hat man wenigstens einen günstigen Rechtsschutz.

Und die das nicht möchten, für die gibt es auch noch die Schlichtungsstelle Kuss.
Die Kontakt- und Schlichtungsstelle zur Zeitarbeit | KuSS Zeitarbeit - Kontakt und Schlichtungsstelle
eine rsv hat die te ja nach eigenen angaben.

übrigens diese schlichtungsstelle, du weisst schon wer die leute dort bezahlt?
__

"Man traue nie einem erhabenen Motiv für eine Handlung, wenn sich auch ein niedriges finden läßt"
franky0815 ist gerade online   Mit Zitat antworten
Alt 17.09.2017, 18:56   #19
Domino
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Ja,weiß ich. Aber ich hatte sie mal erfolgreich eingeschaltet. Betraf mich zwar nicht selber, aber ich hatte mich so über eine ZAF aufgeregt, die auf ihrer Homepage die Leiharbeitnehmer mit Fotos anpries.
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Alt 17.09.2017, 20:43   #20
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Zitat von Ellikatze Beitrag anzeigen
Dummerweise habe ich den Fehler gemacht, mich parallel nicht großartig zu bewerben, wenn meine Einsätze so lang waren. Und genau das mache ich jetzt, denn ich habe die Schnauze gestrichen voll von der Zeitarbeit.
Vorab vielen Dank für deine Schilderungen. Sie zeigen einmal mehr, dass Zeitarbeiter zu den ganz großen Verlierern in der Arbeitswelt gehören. Leider gibt es nicht wenige reguläre Arbeitgeber, die nach dem Motto "Einmal Zeitarbeiter, immer Zeitarbeiter" verfahren und Bewerbungen von (ehemaligen) Leihsklaven aussortieren oder in Vorstellungsgesprächen ständig darauf herumreiten. Deshalb ist die Behauptung, dass man aus einer Beschäftigung heraus einfacher Arbeit findet, auch häufig Humbug. Sei darum nicht allzu enttäuscht oder negativ überrascht, wenn man dir bei der Stellensuche deine "Karriere" als Zeitarbeiter unter die Nase reibt.
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Alt 17.09.2017, 21:15   #21
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Hallo Ellikatze,

aus deiner Erzählung lese ich heraus, dass du über eine ZAF verliehen wirst und nicht bei der ZAF direkt arbeitest?

In diesem Fall gebe ich dir den Rat, bzgl. diesem Problem:
Zitat von Ellikatze
Mittlerweile hatte ich mehrere Einsätze, für die ich 1,5 Stunden oder noch länger fahren musste.
Beschäftige dich mal mit den §§ 670 und 612 BGB ~> Fahrten von der ZAF zum Einsatz gehören in die Zuständigkeit der ZAF und sind keine Pendel- sondern Dienstfahrten!

Zitat von Ellikatze
Du kommst zu einem neuen Kunden und musst ihm sagen, dass du schon einen Urlaub gebucht und bezahlt hast.
Wenn du diese Arbeit vom Disponenten mit übernimmst ... selber Schuld

Zitat von Gollum1964
Diese Person wurde mir dann vor die Nase gesetzt und ich durfte sie dann noch einarbeiten.
Und, würdest du heute diese Person einarbeiten?
Ich jedenfalls nicht!

Zitat von Gollum1964
was für mich eine tägliche Pendelzeit von ca. 2,5 Std. bedeutete.
Ok, ich kenne die geografische Situation; dein Zuhause - ZAF-Büro - Einsatzbetrieb, nicht, aber ...
Auch dir; Das war keine Pendel- sondern Dienstzeit!

Zitat von Gollum1964
eigentlich von dem Verlag eine andere Person präferiert wurde, diese aber laut Aussage der ZAF in einem anderen Einsatz unabkömmlich war.
Sei mir nicht böse, aber wenn du dem Verlag SO wichtig gewesen wärest, hätte es bestimmt die Möglichkeit gegeben dich privat zu kontaktieren.
Ich vermute mal, dass der Ex-LAN - subtil - unter die Nase gerieben wurde, dass sie sich, in der neuen Festanstellung, lieber extrem anstrengt um nicht dasselbe Schicksal wie die Vorgängerin zu erleiden.

Zitat von Ellikatze
Aber wenn ich das durchsetzen möchte, müsste ich eine Kündigung in Kauf nehmen.
Das ist kein Argument!
Bekommst du heute die Kündigung bei deiner ZAF, hast du morgen schon zig VGs bei anderen ZAFen inkl. unterschriftsfertigem Arbeitsvertrag!

Zitat von Ellikatze
Aber ca. 2 Wochen nach Einsatzbeginn hat mich mein Disponent angerufen und gesagt, dass das nicht genehmigt wurde.
Also hast du dich abwimmeln lassen.

Poche in Zukunft auf die §§ 670 und 612 BGB! Lasse dir von der Rechtschutzversicherung bei der Durchsetzung helfen und/oder mache keinen Schritt außerhalb des ZAF-Büros ohne dass dir die Wegekosten und -zeit von der ZAF bezahlt werden.

Was ihr im Hinterkopf behalten solltet:
Im § 670 BGB gibt es keinen Hinweis auf das Bundesreisekostengesetz oder auf die Pendlerpauschale (welche für die Einkommensteuererklärung gilt). D. h., könnt ihr die km-Kosten von eurem Auto belegen (z. B. auf der ADAC-Seite), so solltet ihr diese auch von der ZAF einfordern können.
~> Deren Shuttle-Service wird bestimmt nicht mit der 0,30EUR/Entfernungskilometer-Pauschale versucht beim LAN abzurechnen.
AnonNemo ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 18.09.2017, 09:46   #22
Ellikatze
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Ellikatze
Standard AW: So funktioniert Zeitarbeit - besonders dann, wenn man seine Rechte nicht kennt.

Zitat von AnonNemo Beitrag anzeigen
aus deiner Erzählung lese ich heraus, dass du über eine ZAF verliehen wirst und nicht bei der ZAF direkt arbeitest?
Genau.


Zitat von AnonNemo Beitrag anzeigen
Beschäftige dich mal mit den §§ 670 und 612 BGB ~> Fahrten von der ZAF zum Einsatz gehören in die Zuständigkeit der ZAF und sind keine Pendel- sondern Dienstfahrten!
Ok, ich habe den Disponenten angeschrieben und warte jetzt auf seine Antwort.


Zitat von AnonNemo Beitrag anzeigen
Wenn du diese Arbeit vom Disponenten mit übernimmst ... selber Schuld
Das mache ich freiwillig, weil ich mir sicher sein möchte, dass ich meinen Urlaub wirklich antreten kann.


Zitat von AnonNemo Beitrag anzeigen
Sei mir nicht böse, aber wenn du dem Verlag SO wichtig gewesen wärest, hätte es bestimmt die Möglichkeit gegeben dich privat zu kontaktieren.:
Kunden haben oft nicht die Kontaktdaten von Zeitarbeitern und versuchen meistens, diese über die ZAF zu erreichen.


Zitat von AnonNemo Beitrag anzeigen
Das ist kein Argument!
Bekommst du heute die Kündigung bei deiner ZAF, hast du morgen schon zig VGs bei anderen ZAFen inkl. unterschriftsfertigem Arbeitsvertrag!:
Ich habe aber keinen Bock auf ständig wechselnde ZAF. Immerhin habe ich mir mit der langen Betriebszugehörigkeit 30 Urlaubstage im Jahr erarbeitet. Da ist es doch nachvollziehbar, dass ich keine Lust habe, wieder mit Probezeit und 24 Tagen bei einer anderen ZAF anzufangen.


Zitat von AnonNemo Beitrag anzeigen
Also hast du dich abwimmeln lassen.

Poche in Zukunft auf die §§ 670 und 612 BGB! Lasse dir von der Rechtschutzversicherung bei der Durchsetzung helfen und/oder mache keinen Schritt außerhalb des ZAF-Büros ohne dass dir die Wegekosten und -zeit von der ZAF bezahlt werden.
Das habe ich diesmal getan. Habe die Mail schon gestern abgeschickt, aber noch keine Antwort bekommen. Typisch ZAF. Wenn ich was von ihnen will, lassen sie sich Zeit oder reagieren gar nicht.
Ellikatze ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 18.09.2017, 11:34   #23
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Standard AW: So funktioniert Zeitarbeit - besonders dann, wenn man seine Rechte nicht kennt.

Zitat von Ellikatze Beitrag anzeigen
Ok, ich habe den Disponenten angeschrieben und warte jetzt auf seine Antwort.

Das habe ich diesmal getan. Habe die Mail schon gestern abgeschickt, aber noch keine Antwort bekommen. Typisch ZAF. Wenn ich was von ihnen will, lassen sie sich Zeit oder reagieren gar nicht.

die werden da schon drauf reagieren, nur sicher nicht so wie du dir das vorstellst, wenn die alles erfüllen was gesetzlich möglich is wird der gewinn den sie durch dich erwirtschaften sich deutlich schmälern.

was wenn sie keine von deinen forderungen erfüllen wollen, du sagst du bist schon mehrere jahre bei der zaf, da kannst du dir selbst ausrechnen wieviel geld dir in der zeit " gestohlen " wurde, da kommen leicht mehere tausend wenn nicht mehrere zehntausend euro zusammen.

m.m.n. is das was die zafen da abziehn betrug im ganz grossen stil, es gibt zwar schon einige urteile dazu, aber trotzdem machen die munter so weiter wie bisher.

willst du wirklich weiterhin für solche betrüger arbeiten?
__

"Man traue nie einem erhabenen Motiv für eine Handlung, wenn sich auch ein niedriges finden läßt"
franky0815 ist gerade online   Mit Zitat antworten
Alt 18.09.2017, 13:26   #24
Gollum1964
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Gollum1964 Möchte sein Renommee nicht öffentlich anzeigen...
Standard AW: So funktioniert Zeitarbeit - besonders dann, wenn man seine Rechte nicht kennt.

Zitat von AnonNemo Beitrag anzeigen

Ok, ich kenne die geografische Situation; dein Zuhause - ZAF-Büro - Einsatzbetrieb, nicht, aber ...
Auch dir; Das war keine Pendel- sondern Dienstzeit!


Sei mir nicht böse, aber wenn du dem Verlag SO wichtig gewesen wärest, hätte es bestimmt die Möglichkeit gegeben dich privat zu kontaktieren.
Ich vermute mal, dass der Ex-LAN - subtil - unter die Nase gerieben wurde, dass sie sich, in der neuen Festanstellung, lieber extrem anstrengt um nicht dasselbe Schicksal wie die Vorgängerin zu erleiden.
Hallo Anton Nemo,

wegen der "Pendelzeit" hast du natürlich Recht, aber damals war ich noch nicht im Forum und daher auch noch nicht so gut informiert. Da ich mich damals in einer Partnerschaft befand, wohl auch erpressbarer wie heute. Vor gut 10 Jahren wurde bei allen ZAF, wo ich arbeitete, zumindest die Pendelkosten in Form einer HVV-Proficard übernommen. Heute höre ich bei Zwangsbewerbungen nur noch den lächerlichen Ratschlag, die Pendelkosten über die Einkommensteuererklärung am Ende des Jahres beim Finanzamt zurückzuholen. hahaha

Wegen der Geschichte beim Verlag war das die Aussage, die man der Freundin der ZAF-Kollegin seitens der ZAF zukommen ließ. Ich vermute sehr stark, daß die ZAF ggü. dem Verlag geflunkert hat und denen mitgeteilt hat, ich sei bei dem anderen Kunden übernommen worden, also nicht mehr verfügbar. Man hat es sich bei der ZAF also extrem leicht gemacht zu meinen Ungunsten. Ich bin mir sicher, die ZAF hätten mich aus dem Nachfolgeauftrag herausziehen können, da der Entleiher augenscheinlich nicht viel von ZAF-Leuten hielt und sie eh für ersetzbar einschätzte. Aber wie gesagt, man wählte den leichtesten Weg.

Was die Einarbeitung meiner Nachfolgerin angeht, hätte ich natürlich auch Arbeitsverweigerung begehen können und damit die fristlose Kündigung mit allen Folgen riskiert.
Gollum1964 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 18.09.2017, 14:05   #25
Ellikatze
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Zitat von franky0815 Beitrag anzeigen
die werden da schon drauf reagieren, nur sicher nicht so wie du dir das vorstellst, wenn die alles erfüllen was gesetzlich möglich is wird der gewinn den sie durch dich erwirtschaften sich deutlich schmälern.?
Da hast du Recht. Der Disponent hat soeben geantwortet, dass sie mir leider keine Fahrtkosten erstatten können - aus "tariflichen Gründen". Die ganzen Leute aus den anderen Niederlassungen, die mit mir dort gearbeitet haben, bekommen ihre Fahrtkosten erstattet. Das ist jetzt mein nächstes Argument. Auf meine Aussage, dass der Weg von der ZAF bis zum Einsatzort Arbeitszeit ist, hat er gar nicht reagiert.


Zitat von franky0815 Beitrag anzeigen
willst du wirklich weiterhin für solche betrüger arbeiten?
Ich habe schon im Eingangsposting geschrieben, dass ich mich fleißig auf Festanstellungen bewerbe. Was würdest du denn noch an meiner Stelle tun? Allerdings frage ich mich, ob ich nicht so gute Karten habe, weil ich schon länger bei der ZAF bin.


@Gollum: Du warst einfach zur falschen Zeit beim Verlag. Als die eine Frau die Probezeit nicht überstanden hatte und die Stelle wieder frei wurde, warst du schon in einem anderen Einsatz. Die ZAF hatte aber eine Buchhalterin ohne Einsatz, die sie schnellstmöglich irgendwo unterbringen wollte und sie dann in den Verlag gebracht hat. Die ZAF hat sich null Gedanken gemacht, ob und wann jemand von euch vom Kunden übernommen wird. Es ging ihnen nur darum, euch alle so bald wie möglich in die Einsätze zu kriegen.
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