Zeitarbeit und -Firmen Hier kommt alles hinein, das mit Zeitarbeit zu tun hat...


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Alt 30.11.2012, 18:47   #1
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Skull
Standard Kündigung

Hallo Community,

ich hoffe, dass ich mit meiner Frage im richtigen Unterforum bin.

Mein Einsatz beim Kunde ist seit mehreren Tagen beendet und prompt habe ich die Kündigung zum Jahresende erhalten,
weil wohl kein neuer Einsatz für mich vorhanden sei.
Bin seit dem zuhause und warte auf einen neuen Einsatz.

Wie sieht das aus, bin ich nun gezwungen meinen restlichen Urlaub zum Jahresende zu nehmen oder besteht die Möglichkeit diesen auszahlen zu lassen.
Denn die Leihbude hat mir einen Urlaubantrag zugeschickt, den ich unterschreiben soll.

Liebe Grüße
Skull
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Alt 30.11.2012, 19:00   #2
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linchen122
Standard AW: Kündigung

Da hast du schlechte Karten.

Bundesurlaubsgesetz §7 Abs1.

Zitat:
(1) Bei der zeitlichen Festlegung des Urlaubs sind die Urlaubswünsche des Arbeitnehmers zu berücksichtigen, es sei denn, daß ihrer Berücksichtigung dringende betriebliche Belange oder Urlaubswünsche anderer Arbeitnehmer, die unter sozialen Gesichtspunkten den Vorrang verdienen, entgegenstehen. Der Urlaub ist zu gewähren, wenn der Arbeitnehmer dies im Anschluß an eine Maßnahme der medizinischen Vorsorge oder Rehabilitation verlangt.
Du könntest aber krank werden währen dem Urlaub oder kurz davor.

Zitat:
§ 9
Erkrankung während des Urlaubs

Erkrankt ein Arbeitnehmer während des Urlaubs, so werden die durch ärztliches Zeugnis nachgewiesenen Tage der Arbeitsunfähigkeit auf den Jahresurlaub nicht angerechnet
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Alt 30.11.2012, 19:13   #3
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Skull
Standard AW: Kündigung

Ich habe aber gar keinen Urlaubswunsch geäußert.

Vielmehr versuchen die Ihre Kosten zu reduzieren, indem meine einsatzfreie Zeit mit Urlaub verrechnet werden soll.
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Alt 30.11.2012, 19:17   #4
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linchen122
Standard AW: Kündigung

Ein Urlaubswunsch wäre ja auch, dass du grad keinen Urlaub magst. Deswegen gehen die Betrieblichen Interessen vor.
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Alt 30.11.2012, 19:24   #5
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Skull
Standard AW: Kündigung

Hmm...Muss ich den Urlaubsantrag unterschreiben oder nicht?

Laut Urlaubsantrag soll ich für die letzten 2 Wochen unterschreiben.
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Alt 30.11.2012, 19:32   #6
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seadog
Standard AW: Kündigung

Zitat von Skull Beitrag anzeigen
Hmm...Muss ich den Urlaubsantrag unterschreiben oder nicht?

Laut Urlaubsantrag soll ich für die letzten 2 Wochen unterschreiben.
schicke dem netten Unternehmen eine AU (Arbeitsunfähigsbescheinigung) bis zum Jahresende, dann müssen sie Dir den Urlaub anteilig auszahlen. Das sind ja ganz

Ist in meinen Augen eine Frechheit bzw. schon wieder üblich...wie sieht es mit einer Kündigungschutzklage aus?
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Alt 30.11.2012, 19:41   #7
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Skull
Standard AW: Kündigung

Die haben sich natürlich von mir unterschreiben lassen, auf Kündigungsschutzklage zu verzichten.
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Alt 30.11.2012, 19:47   #8
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seadog
Standard AW: Kündigung

Zitat von Skull Beitrag anzeigen
Die haben sich natürlich von mir unterschreiben lassen, auf Kündigungsschutzklage zu verzichten.

Und dann keine Abfindung, keine Auszahlung des Urlaubgeldes, keine Freistellung?

Papier ist geduldig.......frag mal einen Anwalt
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Alt 30.11.2012, 19:52   #9
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Skull
Standard AW: Kündigung

Bin leider nicht im Rechtsschutz. Oder gibt es da kostenlose Möglichkeiten?
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Alt 30.11.2012, 20:58   #10
Hartzeola
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Standard AW: Kündigung

Zitat von Skull Beitrag anzeigen
Die haben sich natürlich von mir unterschreiben lassen, auf Kündigungsschutzklage zu verzichten.
Zitat:
Verzicht auf Kündigungsschutzklage

Das höchste deutsche Arbeitsgericht, das Bundesarbeitsgericht (BAG), hatte einen interessanten Fall zu entscheiden. Es ging darum, dass ein Arbeitnehmer unmittelbar, nachdem ihm die Kündigung ausgehändigt wurde, einen vom Arbeitgeber vorbereiteten formularmäßigen Verzichtsvertrag unterschrieb.

In diesem Verzichtsvertrag hatte sich der Arbeitnehmer verpflichtet, keine Kündigungsschutzklage zu erheben und dies, obwohl ihm hierfür keine Gegenleistung (beispielsweise Abfindung) angeboten wurde.

Ein derartiges Vorgehen des Arbeitgebers hat das BAG als unzulässig angesehen. Nach Meinung des BAG wird durch eine derartige Vereinbarung von der gesetzlichen Regelung des § 4 Satz 1 KSchG abgewichen. Ein solcher, vom Arbeitgeber formularmäßig vorbereiteter Verzicht ohne eine Gegenleistung für den Arbeitnehmer stellt deshalb eine unangemessene Benachteiligung des Arbeitnehmers dar. Ein derartiger Verzichtsvertrag ist somit unwirksam, so dass der Arbeitnehmer gleichwohl noch Klage gegen die ausgesprochene Kündigung erheben kann, vgl. BAG, Urteil zum Aktenzeichen 2 AZR 722/06.
Verzicht auf Kündigungsschutzklage
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Alt 30.11.2012, 23:42   #11
Torsteng
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Torsteng
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Ruf mal beim Gericht an, ob die nicht eine kostenlose Rechtsberatung haben. Dabei können die dir genau sagen was zu machen ist.
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Alt 30.11.2012, 23:57   #12
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Standard AW: Kündigung

Zitat von Skull Beitrag anzeigen
Bin leider nicht im Rechtsschutz. Oder gibt es da kostenlose Möglichkeiten?
m.A

Zu prüfen wäre, ob Kündigungsschutz besteht.

Nicht bestehen tut er in den ersten 6 Monaten.
Weiterhin müssten mindestens 10 Mann in dem Laden beschäftigt sein. (§ 23 Abs.1 S. 3 KSchG)



Ps.:

Eine AU bis Ende, ist ratsam.
__

"Beati monoculi in regione caecorum".

"Zitat aus 300"
Leonidas: "Du hast viele Sklaven, Xerxes, aber wenig Krieger. Es wird nicht lange dauern, bis sie meine Speere mehr fürchten, als Deine Peitschen."
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Alt 30.11.2012, 23:59   #13
Hartzeola
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Standard AW: Kündigung

Zitat von Torsteng Beitrag anzeigen
Ruf mal beim Gericht an, ob die nicht eine kostenlose Rechtsberatung haben. Dabei können die dir genau sagen was zu machen ist.
Zitat:
Beratungshilfe

Was ist Beratungshilfe? [intern]
Rechtsberatung ist grundsätzlich nur durch Rechtsanwälte bzw. Personen möglich, denen die Erlaubnis zur Rechtsberatung erteilt wurde. Gerichte führen keine Rechtsberatung durch.
Justiz in Bayern - Amtsgericht Garmisch - Partenkirchen - Rechtsantragstelle

Falls eine Klage eingereicht wird, kann ein Rechtspfleger mit Klageschrift helfen.
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Alt 01.12.2012, 07:47   #14
Holger01
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Standard AW: Kündigung

Zitat von Skull Beitrag anzeigen
Laut Urlaubsantrag soll ich für die letzten 2 Wochen unterschreiben.
Das geht ja schon mal gar nicht !

Unterschreibe auf keinen Fall rückwrkend.
Die ZAF hat rückirkend mit dir Gewinne gemacht, da darf sie aus den Gewinnen auch deinen Lohn weiterzahlen, wenn du ohne Einsatz bist.

Gleiches gilt, wenn die ZAF versuchen sollte, von dir eine Unterschrift für die Entnahme aus deinem Zeitkonto zu verlangen.

Übrigens: Eine Kündigungsschutzklage hat große Aussicht auf Erfolg; weniger zwecks Rücknahme der Kündigung, mehr aber wegen einer Abfindung; die könntest du tatsächlich zugesprochen bekommen.
Die von einem Arbeitsrichter am häufigsten an die ZAF gestellte Frage lautet: "Sie haben doch noch mehr Kunden. Bemühen Sie sich doch, für den Kläger eine andere Einsatzstelle zu finden."
__

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Alt 01.12.2012, 09:32   #15
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Skull
Standard AW: Kündigung

Zitat von Holger01 Beitrag anzeigen
Das geht ja schon mal gar nicht !

Unterschreibe auf keinen Fall rückwrkend.
Die ZAF hat rückirkend mit dir Gewinne gemacht, da darf sie aus den Gewinnen auch deinen Lohn weiterzahlen, wenn du ohne Einsatz bist.

Gleiches gilt, wenn die ZAF versuchen sollte, von dir eine Unterschrift für die Entnahme aus deinem Zeitkonto zu verlangen.
So sehe ich das eigentlich auch. Die Frage ist ob ich dabei auch im Recht bin!

Bin seit Anfang Mai bei denen beschäftigt und somit ist die Probezeit auch vorbei.
Gibt es für solch einen Zeitrahmen schon eine Abfindung oder gibt es die erst nach einem Jahr?
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Alt 01.12.2012, 10:22   #16
Holger01
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Standard AW: Kündigung

Du bist ja noch recht neu in diesem Forum, hast deine Frage aber schon richtig gepostet.

Lese dich doch noch mehr durch dieses Unterforum "Zeitarbeit und -Firmen", da bekommst du viele weitere Infos.

U.a. hier zur rechtswidrigen Praxis vieler ZAF, Nicht-Einsatzzeiten aus dem Zeitkonto zu finanzieren: http://www.elo-forum.org/zeitarbeit-...ml#post1257227


Dass die Probezeit zuende ist, ist doch für dich gut zwecks längerer Kündigungsfrist. Die ZAF darf dich dann von der Arbeitsleistung freistellen und diese Zeit mit deinem Urlaubsanspruch verrechnen.
Auch darf sie dich aus betrieblichen Gründen (das ist ja wegen Kundenwegfall gegeben) in den Zwangsurlaub schicken. Aber bitte nicht rückwirkend, hierfür gäbe es keine gesetzliche Grundlage, außer du stimmst freiwillig zu und unterschreibst. Aber warum solltest du??


Wundert mich aber, dass die Kündigungszeit so lang ist, gibt es dafür einen Grund?
Zitat von Skull Beitrag anzeigen
Mein Einsatz beim Kunde ist seit mehreren Tagen beendet und prompt habe ich die Kündigung zum Jahresende erhalten

Ich gehe mal davon aus, dass deine ZAF mehr als 10 Mitarbeiter hat? Dann gilt das Kündigungsschutzgesetz.

Wenn du dich damit oder auch arbeitsrechtlich wenig auskennst, empfehle auch ich dir eine Rechtsberatung, z.B. bei der Gewerkschaft, oder bei Mitgliedschaft in einem Sozialverband.
Man muss dafür keine Rechtschutzversicherung haben...


Vorneweg gebe ich dir hier aber schon die Stichworte "Betriebsbedingte Kündigung" § 1 KSchG:
Zitat:
(1) Die Kündigung des Arbeitsverhältnisses gegenüber einem Arbeitnehmer, dessen Arbeitsverhältnis in demselben Betrieb oder Unternehmen ohne Unterbrechung länger als sechs Monate bestanden hat, ist rechtsunwirksam, wenn sie sozial ungerechtfertigt ist.
(2) Sozial ungerechtfertigt ist die Kündigung, wenn sie nicht durch Gründe, die in der Person oder in dem Verhalten des Arbeitnehmers liegen, oder durch dringende betriebliche Erfordernisse, die einer Weiterbeschäftigung des Arbeitnehmers in diesem Betrieb entgegenstehen, bedingt ist.
Quelle: KSchG - Kndigungsschutzgesetz

Bitte dort weiterlesen, da gibt es noch mehr Bedingungen und Ausschlüsse.


Und zur Abfindung, die schlägt der Arbeitsrichter in aller Regel von sich aus vor, um das Verfahren durch einen Vergleich beenden zu können: § 1a KSchG:
Zitat:
(2) Die Höhe der Abfindung beträgt 0,5 Monatsverdienste für jedes Jahr des Bestehens des Arbeitsverhältnisses. § 10 Abs. 3 gilt entsprechend. Bei der Ermittlung der Dauer des Arbeitsverhältnisses ist ein Zeitraum von mehr als sechs Monaten auf ein volles Jahr aufzurunden.
Quelle: wie zuvor.

Die Aufrundung auf ein volles Jahr trifft ja auf dich zu.


Also nochmal mein Tipp: Nichts voreilig unterschreiben, gut einlesen, Ergänzungsfragen stellen, und mit Selbstbewußtsein deine Rechte wahrnehmen. Erstens hast du nichts zu verschenken, vermute ich mal, und zweitens bekommst du von einer ZAF auch nichts geschenkt, weder heute noch nächstes Jahr.
__

[SIZE=2][SIZE=2][SIZE=2][/SIZE][/SIZE][/SIZE]
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Alt 01.12.2012, 11:09   #17
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Standard AW: Kündigung

AU bis zum wirksamwerden der Kündigung einreichen. Anschließend bekommst du diesen ausbezahlt :-)

Die Klausel mit dem Verzicht auf Erhebung einer KSCHKlage ist natürlich nicht so toll :-( Jedoch würde ich an deiner stelle mal prüfen, ob die Klausel nicht doch rechtswidrig ist. Sollte dies so sein, musst du die 3-Woche-Frist zur Klageerhebung beachten
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Alt 01.12.2012, 11:21   #18
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Skull
Standard AW: Kündigung

Zitat von Holger01 Beitrag anzeigen

Dass die Probezeit zuende ist, ist doch für dich gut zwecks längerer Kündigungsfrist. Die ZAF darf dich dann von der Arbeitsleistung freistellen und diese Zeit mit deinem Urlaubsanspruch verrechnen.
Auch darf sie dich aus betrieblichen Gründen (das ist ja wegen Kundenwegfall gegeben) in den Zwangsurlaub schicken. Aber bitte nicht rückwirkend, hierfür gäbe es keine gesetzliche Grundlage, außer du stimmst freiwillig zu und unterschreibst. Aber warum solltest du??
Muss eine Freistellung nicht irgendwo schriftlich festgehalten werden? Denn schriftlich habe ich nichts.

Wundert mich aber, dass die Kündigungszeit so lang ist, gibt es dafür einen Grund?
Kündigung gab es erst letzte Woche, Frist scheint daher soweit OK.

Ich gehe mal davon aus, dass deine ZAF mehr als 10 Mitarbeiter hat?
Möchte keine Zahlen oder Namen nennen, jedoch haben die um ein vielfaches mehr an Personal.
Besten Dank für deinen post.

Werde am Montag einfach mal das Arbeitsgericht aufsuchen und mal hören, was die für Tipps für mich haben.

Und rückwirkende Urlaubsanträge werde ich auch nicht unterschreiben. Mal schauen was kommt.
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Alt 01.12.2012, 13:07   #19
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Thillie82
Standard AW: Kündigung

Zitat von KARLderWEHRER Beitrag anzeigen
Die Klausel mit dem Verzicht auf Erhebung einer KSCHKlage ist natürlich nicht so toll :-( Jedoch würde ich an deiner stelle mal prüfen, ob die Klausel nicht doch rechtswidrig ist. Sollte dies so sein, musst du die 3-Woche-Frist zur Klageerhebung beachten
Da hat Hartzeola schon was zu gepostet:

Zitat von Hartzeola
Verzicht auf Kündigungsschutzklage

Das höchste deutsche Arbeitsgericht, das Bundesarbeitsgericht (BAG), hatte einen interessanten Fall zu entscheiden. Es ging darum, dass ein Arbeitnehmer unmittelbar, nachdem ihm die Kündigung ausgehändigt wurde, einen vom Arbeitgeber vorbereiteten formularmäßigen Verzichtsvertrag unterschrieb.

In diesem Verzichtsvertrag hatte sich der Arbeitnehmer verpflichtet, keine Kündigungsschutzklage zu erheben und dies, obwohl ihm hierfür keine Gegenleistung (beispielsweise Abfindung) angeboten wurde.

Ein derartiges Vorgehen des Arbeitgebers hat das BAG als unzulässig angesehen. Nach Meinung des BAG wird durch eine derartige Vereinbarung von der gesetzlichen Regelung des § 4 Satz 1 KSchG abgewichen. Ein solcher, vom Arbeitgeber formularmäßig vorbereiteter Verzicht ohne eine Gegenleistung für den Arbeitnehmer stellt deshalb eine unangemessene Benachteiligung des Arbeitnehmers dar. Ein derartiger Verzichtsvertrag ist somit unwirksam, so dass der Arbeitnehmer gleichwohl noch Klage gegen die ausgesprochene Kündigung erheben kann, vgl. BAG, Urteil zum Aktenzeichen 2 AZR 722/06.
Eine Freistellung hat auch zwingend in der Kündigung zu stehen. Freistellung unter Anrechnung der vorhandenen Urlaubstage sowie Plusstunden ist auch nur möglich, wenn in der Kündigung darauf hingewiesen wird oder im AV steht, dass bei einer Freistellung Urlaubstage ünd Plusstunden verrechnet werden. Eine Anrechnung ist auch nur bei einer unwiderruflichen Freistellung möglich.
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Alt 01.12.2012, 13:44   #20
KARLderWEHRER
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Hallo,

ich habe schon einmal eine Vorlage für deine Kündigungsschutzklage erstellt:

Max Mustermann
Musterstraße 1
12345 Musterhausen


Max Mustermann | Musterstraße 1 | D-12345 Musterhausen
Einschreiben / Einwurf
Arbeitsgericht Musterhausen Musterhausen, xx.xx.xxx
Musterstraße 2

12345 Musterhausen


Az.: neu
2. Doppel anbei





K L A G E





Des

Max Mustermann

-Kläger-

gegen

die

Muster GmbH,
vertreten durch die Geschäftsführer Alexander Mustermann, Thomas Mustermann und Andreas Mustermann, Musterstraße 2, 12345 Musterhausen

-Beklagte-

wegen: Kündigung


















Ich zeige an, dass ich den Rechtsstreit selbst führe.

Ich erhebe


Klage,



bitte um die Anberaumung eines recht baldigen Termins zur Güteverhandlung und stelle für den Fall deren Scheiterns bereits jetzt folgende Anträge:

1.

Das Gericht stellt fest, dass das Arbeitsverhältnis fortbesteht und nicht durch die Kündigung aufgehoben ist.

2.

Die Beklagte trägt die Kosten des Rechtstreits


Begründung:


1. Allgemeine Informationen:

Der Kläger wurde am xx.xx.xxxx geboren, ist jetzt xx Jahre alt und ledig.

2. Zum Beschäftigungsverhältnis

Der Kläger steht seit dem xx.xx.xxxx als xxxxxx in einem Beschäftigungsverhältnis bei der Beklagten.

Beweis: Arbeitsvertrag als Anlage K1

3. Kündigung durch die Beklagte

Mit Schreiben vom xx.xx.xxxx teilte die Beklagte dem Kläger mit, dass sie dessen Arbeitsverhältnis zum xx.xx.xxxx kündigt

Beweis: Kündigungsschreiben der Beklagten als Anlage K2

Das Kündigungsschreiben ging dem Kläger am xx.xx.xxxx zu. Die Frist zur Klageerhebung nach § 4 KSchG ist somit gewahrt.




Erläuterungen:

a.)


b.)


c.)




-Kläger-





Wenn du dieses verwenden möchtest, musst du noch die passenden Daten ergänzen. Zudem ist ein Grund erforderlich, warum du gegen die Kündigung klagt. Vielleicht weil diese sozial ungerechtfertigt ist?


Ich will dir deine Hoffnung nicht nehmen, aber schlussendlich wird dich dein Laden eh rausschmeißen. Aber vielleicht springt eine hübsche Abfindung für dich raus :-)

Ganz wichtig ist die Einhaltung der 3-Wochen-Frist! Innerhalb dieser muss die Kündigung dem zuständigen Arbeitsgericht zugehen! Andernfalls kannst du das gleich bleiben lassen!

Nimm dir deinen Arbeitsvertrag zur Hand, lies dich dort ein und dann findest du die relevanten daten

Vielleicht zitierst du auch das Urteil des Bundesarbeitsgerichts bezüglich der schriftlichen Einwilligung bezüglich des Verzichts der Kündigungsschutzklage
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Alt 01.12.2012, 14:00   #21
KARLderWEHRER
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Standard AW: Kündigung

Hi,

vielleicht kannst du deinen Arbeitsvertrag und das Kündigungsschreiben mit deinen persönlichen Daten und den Daten deines Arbeitgebers teilweise geschwärzt hier hochladen. Anschließend kann ich dir vielleicht wesentlich besser helfen. Was aber sicherlich nicht verkehrt wäre, hier einen Fachanwalt für Arbeitsrecht aufzusuchen. Jedoch fallen dann Kosten an.
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Alt 01.12.2012, 14:57   #22
Hartzeola
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Zitat von KARLderWEHRER Beitrag anzeigen
Was aber sicherlich nicht verkehrt wäre, hier einen Fachanwalt für Arbeitsrecht aufzusuchen. Jedoch fallen dann Kosten an.
Einen Beretungsschein beantragen:

Zitat:
Beratungshilfe

Wer die für eine Rechtsberatung erforderlichen Mittel nach seinen persönlichen und wirtschaftlichen Verhältnissen nicht aufbringen kann, erhält unter bestimmten Voraussetzungen Beratungshilfe nach dem Gesetz über Rechtberatung und Vertretung für Bürger mit geringem Einkommen (Beratungshilfegesetz).
Justiz in Bayern - Service - Beratungshilfe
Hartzeola ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 01.12.2012, 15:17   #23
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Skull
Standard AW: Kündigung

Sorry Karl, möchte nur ungern etwas hochladen.

Ich schau am Montag mal beim Amtsgericht oder beim Arbeitsgericht vorbei und schau welche Tipps oder Anträge ich bekommen kann. Ich halte euch auf dem laufenden.
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Alt 01.12.2012, 15:32   #24
KARLderWEHRER
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Zitat von Skull Beitrag anzeigen
Sorry Karl, möchte nur ungern etwas hochladen.

Ich schau am Montag mal beim Amtsgericht oder beim Arbeitsgericht vorbei und schau welche Tipps oder Anträge ich bekommen kann. Ich halte euch auf dem laufenden.
Das ist selbstverständlich dein gutes Recht und ich respektiere das! Wenn man mittellos ist, besteht die Möglichkeit, Prozesskostenhilfe zu beantragen. Hier kann ggf. auch der Anwalt behilflich sein. Vielleicht kannst du dich auch direkt mit einem FA für Arbeitsrecht telefonisch in Verbindung setzen und mit ihm dein Anliegen klären. Bitte beachte jedoch unbedingt die 3-Wochen-Frist!
KARLderWEHRER ist offline   Mit Zitat antworten
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