Weiterbildung/Umschulung/Sinnlose Maßnahmen Bitte nur Beiträge posten, die mit Weiterbildung/Umschlung und sinnlose Maßnahmen zu tun haben


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Alt 05.09.2016, 10:32   #26
Reacher
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Moin Leute, ich wollte nur mal ein Update geben. Also, ich war bis heute knapp 3 Wochen krankgeschrieben. Heute war ich dann mal das erste Mal zu Besuch bei dieser Maßnahme. Und es war noch schlimmer, als alles, mit welchem ich rechnete. Am Anfang habe ich einfach mal die anderen Teilnehmer befragt, was bisher so gemacht wurde. Der Alltag bestand bisher aus Basteln und verschiedenen Coaching Formen. Alleine oder in der Gruppe. Die Dozentin, die wir heute hatten, legte mir auch sofort eine Anmeldung und verschiedene Arten von Profilingbögen mit Lebenslauf vor. Natürlich füllte ich nichts aus und meinte, dass ich gerne alle Unterlagen zur Überprüfung mit nach Hause nehmen möchte. Worauf man mir entgegnete, ob ich hier nur sei, um Streit zu führen. So könne man nicht zusammenarbeiten

Die erste Unterrichtsstunde bestand aus Fragen an die Klasse mit folgenden Inhalten: Stärken und Schwächen in Prozenten aufschreiben. Fragen, welche Anforderungen man alles bräuchte, wenn man in einer Küche arbeitet – wobei dann wirklich Antworten an die Tafel geschrieben wurden wie: man muss gut kochen können, Schneidewerkzeuge beim Arbeiten vom Körper weghalten usw. Was sind Anforderungen an einen Maler? Wie sehe der perfekte Mitarbeiter aus. Das ganze wurde dann auf großen Papptafeln mit verschiedenen Stiften niedergeschrieben und gemalt, und dann vorne an der Tafel befestigt.

Da ich mich sehr depressiv und demotiviert fühlte, erklärte mir die Dozentin später, da ich so passiv und kontra mich verhalte – sie mich gerne nach Hause schicken würde, und sie die Arbeit mit mir verweigert. Sie würde dieses auch so in einer Begründung niederschreiben. Also bin ich nach Hause. Vielleicht war das unpassend, aber nach gefühlten 10 Stunden auf unbequemen Stühlen mit Fragen geistloser und anspruchsloser Natur konnte ich einfach nicht mehr.
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Alt 07.09.2016, 12:22   #27
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Zitat von Reacher Beitrag anzeigen
Bin jetzt erst einmal 1 Woche krank geschrieben. Den Krankenschein hat gleich das Jobcenter bekommen. Leider nicht rückwirkend.

Frage:

Ich war jahrelang nicht einmal beim Arzt und musste mir heute eine neue Ärztin suchen, da mein alter Arzt schon in Rente ist. Als ich meiner neuen Ärztin erklärte, dass ich durch diese Maßnahmen des Jobcenters deppressiv werde, ich kurz vor einem kleinem "Burn-Out" stehe und auch noch dazu einen Rechtsstreit mit dem Jobcenter habe, fragte sie mich nach meiner Ausbildung, meinem beruflichem Werdegang und sie wirkte eher so, als ob sie es nicht weiter unterstützend findet, mir einen Krankenschein auszustellen, da sie mich anscheinend für faul und in betrügerischer Absicht handelnd vermutet. Ich wirke auf sie gesund und geistig stabil. Als ich erwiederte, dass man in den Menschen ja nicht hineinschauen könne, wie es ihm denn wirklich gehe, erwiederte sie, dass, wenn ich wirklich psychische Probleme hätte, vor einem "Burn Out" stehen würde, sie mich auch zwangseinweisen lassen könnte. Irgendwie verschlug es mir da dann doch die Sprache.

Könnt Ihr mir dazu etwas sagen?

Also zum einen ist es sehr ungeschickt eine neue Hausärztin mit einer vorgeschobenen Depression zu "überfallen". Wenn du tatsächlich den Eindruck hast an Depressionen zu leiden, was jetzt für mich aus deinem Text heraus als vorgeschobene Entschuldigung für eine Krankschreibung klang, dann lass dir von deiner neuen Hausärztin eine Überweisung zum Facharzt (Psychologe) geben. Mit dem Thema ist nicht zu spaßen und es ist nicht so simpel wie man glaubt, wenn man von "Burn-Out" in den Medien liest.

Zum Thema Zwangseinweisung.
Du wirst in Deutschland nur zwangseingewiesen, wenn du dich selbst oder andere gefährdest oder nachweislich nicht alleine handlungsfähig bist. Da wirst du dann direkt von einem Krankenwagen mit Polizeibegleitung abgeholt und es wird ein gesetzlicher Betreuer bestimmt, wenn du nach der Untersuchung durch Ärzte und Psychologen als gefährlich eingestuft wirst. Entsprechend droht dir da keine Gefahr, sofern du sie nicht bedrohst und somit Anlass zu einer genaueren psychologischen Untersuchung gibst.

Ich kann dir tatsächlich nur raten bei Krankschreibungen auf solche Aktionen zu verzichten. Verzweiflung ist kein Burn-Out, ist keine Depression.

Wenn du tatsächlich unsicher bist, geh zu deinem Hausarzt, lass dir eine Überweisung zum Facharzt geben und suche über den Link nach einem Psychlogen.

Psychotherapie-Informations-Dienst - Erste Schritte - ein Handlungsleitfaden in 7 Schritten
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Alt 09.09.2016, 14:18   #28
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@Unterpriviligiert,

Dankeschön noch einmal für die Hinweise. Hab jetzt eine neue Ärztin mit der ich ganz offen über mein Anliegen und mein Problem reden konnte und die da auch sehr hilfsbereit und verständnisvoll war, und auch weiterhin meine Ansprechpartnerin sein wird und möchte. Die Ärztin, die etwas wirsch und feindselig mir gegenüber erschien, würde ich auch im Allgemeinen als etwas schwierige Person bezeichnen, und wäre auch als normale Hausärztin für mich nicht weiter in Frage gekommen, da sie doch auch so für mich sehr unfreundlich erschien.

Na ja, mag bei jedem anders sein.

Trotzdem noch mal Dankeschön für die Hinweise.


Habe heute ein Schreiben zu meinem Widerspruch bekommen in dem man mir mitteilt, dass die Bearbeitung eine Zeit dauern wird, da eine umfangreiche Prüfung eine längere Zeit beanspruchen wird.

Wortwörtlich steht dort:

Ihr Widerspruch vom 18.08.2016, gegen den Zuweisungsbescheid des Jobcenters vom 01.08.2016 zur Maßnahme 40-AIDA, eingegangen im Jobcenter am 24.08.2016. AZ.: XXXXXXXXXXXX

Sehr geehrter Herr….
am 24.08.2016 ist Ihr o.g Widerspruch gegen den Bescheid des Jobcenters vom 01.08.2016 eingegangen und wurde unter dem Aktenzeichen XXXXXXXXXXXX erfasst.

Für die Bearbeitung des Widerspruchs ist eine umfangreiche Prüfung notwendig, die eine längere Zeit beanspruchen wird.

Mit freundlichen Grüßen
Im Auftrag

Handschriftunterschrift

Name



Hier auch noch mal eine grobe Zusammenfassung einer normalen Unterrichtsstunde mit einer erwachsenen Freiberuflerin als Dozentin:

- Begrüßung anderer Teilnehmer die sich bereits aus vergangen Maßnahmen kannten. Auch die Dozentin kannte bereits etliche Teilnehmer und Teilnehmerinnen.
- Basteln von Brücken zur Erlernung von Teamarbeit
- Vorlagen von Stellenangeboten aus dem Internet die die Dozentin am Wochenende selbst heraussuchte und die Einmaligkeit dieser Stellen betonte.
- Fragen an die Klasse: „Sollte man sich trotz fehlenden Staplerscheins trotzdem bei einer Firma bewerben?“
- Sind Krankenversicherungen wichtig? Sollte man auch ohne Krankenversicherung bei einem Arbeitgeber anfangen?
- Welche Anforderungen werden an einen Maler und Tapezierer gestellt?
- Wie stellt sich ein Chef den perfekten Mitarbeiter vor?
- Aufmalen dieser Eigenschaften mit Buntstiften auf Pappkarten die dann an der Tafel befestigt wurden.
- Ob Sauberkeit in einer Großküche wichtig sei?
- Warum braucht man Kraft als Gebäudereiniger und warum arbeiten mehr Männer als Frauen als Gebäudereiniger. Sollte man sich auch so bei diesen Firmen bewerben ohne die Ausbildung als Gebäudereiniger hinter sich zu haben?
- Aussagen wie „Wichtig sei, bei der Selbsteinschätzung immer ehrlich zu sein“ „Das Anschreiben bei einer Bewerbung ist das Wichtigste“ „Geben Sie Ihre Computerkenntnisse in Prozent an“

Nun gut.

Schönes sonniges Wochenende Euch allen.
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Alt 04.10.2016, 16:54   #29
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Ahoi und zweites Update.

Bin am Freitag zu einem Gespräch zwecks meines Widerspruches zu meiner Sachbearbeiterin eingeladen wurden. Im Schreiben steht:

Durchführung Sozialgesetzbuch Zweites Buch (SGBIII)
Einladung – im Zusammenhang mit Klärung eines Sachverhaltes zu Ihrem Widerspruch vom 24.08.2016

Sehr geehrter Herr….

Sie reichten am 24.08.2016 einen Widerspruch gegen den Zuweisungsbescheid zur Teilnahme an der Maßnahme „AIDA“ ein.

Im Zusammenhang mit der Klärung eines Sachverhaltes Ihres Widerspruches lade ich Sie zu einem Gespräch ein.

Datum/ Adresse.


______________________________________________________________________ __________

Frage: Ist das jetzt schon ein Gespräch für eine eventuelle Sanktion oder kann man mich bereits nach dem Gespräch sanktionieren?

Gibt es noch irgendetwas was ich beachten sollte? Einen Beistand habe ich leider nicht.

Ansonsten – durch das Forum fühle ich mich mittlerweile rechtlich und sprachlich rhetorisch etwas gewappnet. Ich hoffe, mir fallen nur die richtigen Antworten zur rechten Zeit ein und ich lasse mich nicht unnötig reizen.

Liebe Grüße an Euch.
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Alt 04.10.2016, 17:04   #30
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Reacher, ist die Einladung mit einer Rechtsfolgenbelehrung versehen? Falls nicht, musst Du nicht hin. Falls ja, musst Du hin.

Ich würde dort dem Arbeitsvermittler sagen, dass ich mich nicht mündlich zu dem Sachverhalt inkl. meinem Widerspruch äußern werde und als Antwort auf meinen Widerspruch einen Widerspruchs- bzw- Abhilfebescheid verlange.

Erläuterung:

"Widerspruchsbescheid" bedeutet: dem Widerspruch ist nicht oder nur teilweise entsprochen worden.

"Abhilfebescheid" bedeutet: dem Widerspruch ist zu 100% entsprochen worden.
__

Ich bin kein Rechtsanwalt. Für meine rechtlichen Hinweise und Tipps übernehme ich keine Verantwortung.
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Alt 04.10.2016, 18:00   #31
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Zitat von schlaraffenland Beitrag anzeigen
Reacher, ist die Einladung mit einer Rechtsfolgenbelehrung versehen? Falls nicht, musst Du nicht hin. Falls ja, musst Du hin.
Tatsächlich, eine Rechtsfolgenbelehrung oder eine andere Art der Belehrung stehen nicht dabei.

Dankeschön für den Hinweis

Kann ich dies das dann meiner Sachbearbeiterin einfach so am Telefon mitteilen? Also dass ich mich nicht mündlich zu dem Widerspruch äußern werde, und eben einen Widerspruch- bzw. Abhilfebescheid verlange?

Oder kann ich einfach so ganz salopp und ohne Ankündigung den Termin nicht wahrnehmen?

Hab heute morgen auch eine E-Mail von ihr bekommen (ja, ich weiß, ich muss das mal dort löschen lassen) dass ich zu dem Termin auch meine Bewerbungsnachweise mitbringen soll.

Hat diese E-Mail überhaupt einen gesetzmäßigen Wert, da ich das so hier im Forum herausgelesen habe, dass nur schriftlicher und gedruckter Briefverkehr relavant und bedeutsam sei?
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Alt 04.10.2016, 18:23   #32
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Reacher, ich sehe grade anhand Deines Anhangs in Beitrag Nr. 21, dass Du von einer Optionskommune betreut wirst.

Optionskommunen stricken sich ihre Schreiben selbst, sie halten sich nicht an die Regelungen der Jobcenter, die durch die Bundesagentur für Arbeit und die Kommunen gemeinsam betrieben werden, was den Inhalt ihrer Schreiben betrifft. Jobcenter nennen entweder Rechtsfolgenbelehrungen oder nicht. Optionskommunen scheinen, zumindest in Einladungen zu Meldeterminen, gerne mal die Rechtsfolgenbelehrung wegzulassen.

Ich wette deswegen, auch wenn die Einladung keine Rechtsfolgenbelehrung enthält, dass Du ne Sanktion kriegst, wenn Du dort nicht erscheinst. Das machen die einfach so, die Optionskommunen.

Jetzt musst Du entscheiden, was Du tust: Hingehen oder nicht. Ich kann Dir die Entscheidung nicht abnehmen. Aber rein rechtlich dürfen sie Dich nicht sanktionieren, wenn Du dort nicht hingehst. Aber sie werden es trotzdem tun.

Übrigens, selbst wenn in der Einladung der § 59 SGB II in Verbindung mit dem § 309 SGB III genannt wäre, würde der Meldegrund kein zulässiger Meldegrund gemäß § 309 SGB III sein. Dies sind die zulässigen Meldegründe gemäß § 309 SGB III:

Zitat:
1. Berufsberatung,

2. Vermittlung in Ausbildung oder Arbeit,

3. Vorbereitung aktiver Arbeitsförderungsleistungen,

4. Vorbereitung von Entscheidungen im Leistungsverfahren und

5. Prüfung des Vorliegens der Voraussetzungen für den Leistungsanspruch
Die "Klärung eines Sachverhaltes Ihres Widerspruches" fällt nicht unter diese genannten Punkte.
__

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Alt 04.10.2016, 19:00   #33
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Dankeschön, Schlaraffenland.

Wie ich das jetzt nun handhabe, weiß ich auch noch nicht.

Könnt ich auch ein Schreiben verfassen, in dem ich mein Fernbleiben mit der der fehlenden Rechtsfolgenbelehrung begründe und auch anfüge, dass ich mich zu dem Sachverhalt des Termins nicht mündlich äußern möchte? Dann würde ich das Schreiben nämlich einfach bei ihr bzw. im Jobcenter vorbeibringen.
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Alt 04.10.2016, 19:06   #34
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Zitat von Reacher Beitrag anzeigen
Dankeschön, Schlaraffenland.
Gern geschehen.

Zitat:
Wie ich das jetzt nun handhabe, weiß ich auch noch nicht.

Könnt ich auch ein Schreiben verfassen, in dem ich mein Fernbleiben mit der der fehlenden Rechtsfolgenbelehrung begründe und auch anfüge, dass ich mich zu dem Sachverhalt des Termins nicht mündlich äußern möchte? Dann würde ich das Schreiben nämlich einfach bei ihr bzw. im Jobcenter vorbeibringen.
Das kannst Du machen. Dann aber würde ich noch in der Antwort ...

(ist eigentlich der Widerspruch gegen die Einladung laut Schreiben möglich, gibt es eine Rechtsbehelfsbelehrung darin? Falls ja, würde ich im Betreff den Begriff "Widerspruch" verwenden)

... anfügen, dass die Einladung keinen gültigen Meldegrund gemäß § 59 SGB II in Verbindung mit § 309 Abs.2 SGB III nennt, und dass, neben dem Fehlen einer Rechtsfolgenbelehrung in der Einladung, deswegen eine Sanktion in Höhe von 10% rechtlich gesehen unzulässig wäre.
__

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Alt 04.10.2016, 19:17   #35
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Zitat von schlaraffenland Beitrag anzeigen
(ist eigentlich der Widerspruch gegen die Einladung laut Schreiben möglich, gibt es eine Rechtsbehelfsbelehrung darin? Falls ja, würde ich im Betreff den Begriff "Widerspruch" verwenden)

Im Schreiben des Jobcenters findet sich weder eine Rechtsbehelfsbelehrung noch eine Rechtsfolgebelehrung. Keine Paragraphen. Nur "Durchführung Sozialgesetzbuch Zweites Buch (SGBIII)".

Dann folgt die Einladung mit Termin und Ort und den freundlichen Grüßen meiner Sachbearbeiterin. Unten dann noch die Öffnungszeiten. Klingt ein bisschen wie eine Einladung zu einem Geburtstag.
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Alt 04.10.2016, 19:52   #36
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Reacher, noch ein Zusatz: Verlange schriftlich am Besten einen rechtsmittelfähigen Widerspruchs- bzw. Abhilfebescheid. "Rechtsmittelfähig" bedeutet, dass Du dann eine Antwort auf Deinen Widerspruch erhältst, der eine Rechtsbehelfsbelehrung enthält, die Dich dazu berechtigt Klage vor dem Sozialgericht zu erheben.
__

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Alt 11.10.2016, 15:27   #37
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Nächste Phase und nächster Akt.

Stand der Dinge:
- bisher keine Antwort auf meinen Widerspruch zur Maßnahme.

Heute dann ein traditionelles Schreiben meiner Sachbearbeiterin mit der Aufforderung; zum Zweck der Vorbereitung einer aktiven Arbeitsförderleistung sich dann und dann im Jobcenter bei ihr zu melden. Rechtsfolgebelehrung ist mit dabei.

Frage: Muss ich etwas dabei beachten? Irgendwelche Hinweise und Tipps für das Gespräch. Mich wundert nur, dass ich da immer erst zu meiner Sachbearbeiterin muss. Normalerweise erfolgte immer zuerst ein Schreiben, sich dann und dann beim Bildungsträger oder Maßnahmeträger zu melden.

Zum Termin werde ich natürlich hingehen. Sollten dies wieder, nur in einer anderen Form, solch Sinnlosmaßnahme sein, so hoffe ich, dass ich nun weiß, wie ich mich ungefähr zu verhalten habe. Gegen eine Arbeitsgelegenheit mit Mehraufwandsentschädigung habe ich nicht unbedingt etwas, da diese hier doch meistens sehr ruhig und gemächlich sind.

Ansonsten möchte ich noch hinzufügen, und mich bei und in diesem Forum bedanken. Ich lese mittlerweile sehr, sehr viel hier und kann auch nach Außen bereits einige Hilfeleistungen und Hinweise geben. Natürlich verstehe ich noch nicht alles, und habe auch so meine Schwierigkeiten mit dem Beamtendeutsch, doch es wird besser. Vielen Dank an alle, die hier so viel Zeit und Mühe investieren.

Liebe Grüße an Euch alle, die ihr lesen und schreiben, oder in anderer Form dafür sorgen, dass diese Plattform funktioniert
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Alt 13.10.2016, 14:46   #38
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Update XYZ

Ok, dieser Termin war wirklich dafür gedacht, dass mich die Teamleiterin mal persönlich kennenlernt, um dann meine eigene Meinung zum Widerspruch und über die Maßnahme anzuhören. Auch um eine eigene Einschätzung meiner Person.

Zuerst wollte ich mich nicht mündlich äußern, teilte dieses auch mit, aber irgendwie kam es dann doch zum Gespräch. Die Teamleiterin war sehr nett und auch sehr verständnisvoll. Es entwickelte sich ein, so hoffe ich und glaube ich doch, gutes Gespräch.

Resultat:

Man sicherte mir zu, keine Sanktion zu verhängen wenn ich den Widerspruch widerrufe und aufhebe. Für den Abbruch der Maßnahme drohen mir keine Sanktionen und man einigte sich darauf, dass diese Maßnahme nicht zu mir passt. Dazu wird man ein Schreiben zum nächsten Tag (also morgen) vorbereiten. Man möchte sich so ein bisschen Verwaltungskram sparen durch meinen Widerruf.

Außerdem möchte man meine alte EGV außer Kraft setzen (die noch einen Monat gültig ist) und mir eine persönlichere und mildere, individuelle EGV anbieten. Jedenfalls habe ich das so verstanden.

Jedoch möchte man mir auch eine andere Maßnahme die persönlicher und besser arbeiten soll, mir auch anbieten. Auch eine Möglichkeit, über Praktikas wieder ins Berufsleben zu rutschen (Das alte Lied)

Jetzt habe ich ein bisschen Angst, die Leute gegen mich aufzubringen. Das Gespräch heute war wirklich sehr angenehm und sachlich, man merkt aber, dass vordergründig immer nur die Vermittlung zählt. Jetzt fürchte ich mich ein wenig, für Unmut zu sorgen, wenn ich morgen mitteile, dass ich die EGV erst einmal in Ruhe lesen möchte (ist Quatsch, ich weiß) und auch über die neue Maßnahme mich informieren möchte.

Natürlich habe ich Bedenkzeit, fürchte mich aber, dass, wenn ich mich querstelle, mein Widerspruch weiterläuft und es doch zu Sanktionen kommen könnte.

Jobcenter, ich liebe dich
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Alt 13.10.2016, 18:06   #39
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@Reacher

Das Jobcenter möchte etwas von dir und macht deshalb böse Miene zum guten Spiel. Natürlich nimmst du den Widerspruch nicht zurück. Was bringt es dir denn, wenn du an DIESER Maßnahme nicht teilnehmen musst, aber im gleichen Atemzug direkt eine neue nicht notwendige Maßnahme antreten sollst?

Natürlich sind die nett die wollen was von dir. Lass dich nicht verarschen, die sind auf genau solche Situationen geschult, da passiert nichts ohne Hintergedanken.

An solchen Gesprächen nimmt man auch nicht teil, wenn die was wollen dann schriftlich und fertig.
__

Die Würde des Menschen ist unantastbar. Sie zu achten und zu schützen ist Verpflichtung aller staatlichen Gewalt. (Art. 1 Abs. 1 Grundgesetz)
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Alt 13.10.2016, 18:25   #40
Echogamer
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Hallo Reacher,

ich sehe es ganz genauso wie #HIV#.

Der Termin mit der Teamleiterin diente vermutlich nur dazu Dich zu bequatschen,
in der Hoffnung dass Du einknickst und den Widerspruch zurücknimmst.

Ich würde den Widerspruch an Deiner Stelle nicht zurücknehmen.

Hat man Dir beim Gesprächstermin mit der Teamleiterin irgendwas schriftliches über das Gesagte gegeben ? Falls nicht ist es völlig egal was Dir beim Termin gesagt wurde, denn beim JC zählt nur schriftliches. Alles andere ist meistens sowieso heisse Luft
__

Wenn Unrecht zu Recht wird, wird Widerstand zur Pflicht!
(Bertolt Brecht)
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Alt 13.10.2016, 18:48   #41
Reacher
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Reacher
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Zuerst einmal, Dankeschön für Eure Antworten.

Schriftlich wurde bei dem Gespräch nichts festgehalten und ich musste auch nichts unterschreiben. Man sagte mir, dass man zum Freitag die neuen Unterlagen fertig macht, und ich um 9:00 Uhr dann einen Termin habe.

Jetzt bin ich ganz verwirrt.

Wenn ich das alles richtig in Erinnerung habe, kann ich mich auch erst für die neue Maßnahme nach einer Prüfung entscheiden. Da steht noch gar nichts fest. Gegen eine 6 bis 8 Wöchige Maßnahme mit interessanten Menschen hätte ich auch nichts einzuwenden.

Hinzukommt auch, dass ich trotz des Widerspruchs eine Anwesenheitspflicht an der alten Maßnahme hätte, und ich bis jetzt gerade mal einen Tag dort war. Ansonsten unentschuldigtes Fehlen oder mal unregelmäßig krank. Beim Maßnahmeträger habe ich nichts unterschrieben. Dieses unentschuldigte Fernbleiben soll auch nicht gerade zu meinen Gunsten sprechen zwecks einer Sanktion.

Zu Freitag: Ich schau mir das alles ganz genau an und entscheide dann. Die EGV möchte ich nicht unterschreiben sondern zur Prüfung mitnehmen. Bei der Zurücknahme des Widerspruches muss ich morgen mal schauen. Wenn ich es schriftlich bekomme, dass ich auch gleichzeitig ohne Sanktionen aus der Maßnahme komme, dann sicherlich.

Ich muss auch sagen, das waren heute ganz schön viele Eindrücke auf einmal. Sind es immer noch. Auch da ich von Natur ziemlich gutgläubig und vertrauensselig bin.

Ach, das kann ja morgen was werden
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Alt 13.10.2016, 19:03   #42
Reacher
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Oh man, hab eben noch einmal ein paar andere Foren zu dem Thema hier durchgelesen. Ich werde morgen einfach mal nach Bauchgefühl entscheiden. Und ich bedanke mich noch einmal für all Eure Hilfestellungen. Vielleicht unterschreibe ich morgen auch wirklich gar nichts und ziehe weiter in dieses Gefecht.
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Alt 14.10.2016, 16:08   #43
Reacher
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Hallo liebe Leute,

ewig grüßt das Murmeltier und heute geht es weiter. Also ich habe im Jobcenter heute einen Aufhebungsbescheid zur alten Maßnahme unterschrieben. Mit diesem Aufhebungsbescheid komme ich (so hat man es mir erklärt) ohne Probleme und Sanktionen aus der alten Maßnahme heraus. Dazu auch einen Widerruf meines Widerspruches.

Zuerst wollte ich diese Unterlagen mit nach Hause nehmen um sie zu überprüfen, aber die zuständige Teamleiterin wäre erst in einer Stunde anwesend, die über diesen Deal entscheiden könne. Ich hab einfach mal unterschrieben, da das doch alles für mich in dem Moment recht sinnvoll klang

Natürlich hat man mir gleich eine neue (kürzere) Maßnahme mit einem Zuweisungsbescheid mitgegeben und eine neue EGV die meine alte EGV, welche noch einen Monat gültig ist, aufhebt, und in dem die neue Maßnahme bereits vermerkt ist. Diese habe ich nicht unterschrieben und mir Bedenkzeit erbeten.

Die Dauer und die Art der neuen Maßnahme werden erst mit mir und dem Träger abgesprochen und es scheint so, dass diese Maßnahme nur einen Monat und zwei Tage in der Woche mit persönlichen Gesprächen beinhaltet. Je nachdem wie das erste Gespräch verläuft. Gegen solch eine kurze Maßnahme habe ich bis jetzt nicht unbedingt etwas einzuwenden. Ich bin relativ froh, aus dieser 8-Stunden-5-Tage-Und-Ein-Halbes-Jahr Maßnahme heraus zu sein.

Die Dokumente und die neue EGV hängen hinten dran. Meine alte EGV ist noch bis Mitte Oktober gültig. Ich schätze, ich werde die neue Maßnahme besuchen, die Anwesenheit und die Dauer auf das Minimum herunterhandeln, oder eben meine "Erkältung" auskurieren.

Ok – meine Lieblingsfragen: Habe ich jetzt Mist gebaut? Ich muss sagen, ein wenig unter Druck hab ich mich schon setzen lassen und irgendwie ist das alles für mich auch noch neues Land, dem Jobcenter in dieser Form so zu widersprechen. Ich mache da gerade erst meine ersten Schritte.

Die neue EGV werde ich natürlich nicht unterschreiben, muss aber noch ein bisschen üben, wie ich mit dem Jobcenter da am besten umgehe.

So, ich hoffe – ich habe nichts verschlimmert. Jedenfalls danke ich bis jetzt allen Helferinnen und Helfern hier in diesem Forum.

So – ich brauch jetzt erst einmal einen Beruhigungstee

Miniaturansicht angehängter Grafiken (Klicken = große Ansicht)
aufhebungsbescheid-.jpg   aufhebungsbescheid-ii.jpg   egv-neu.jpg   egv-ii-neu.jpg   egv-iii-neu.jpg   egv-iv-neu.jpg   niederschrift-rueckzieher-widerspruch.jpg   zuweisungsbescheid-neue-massnahme-.jpg   zuweisungsbescheid-neue-massnahme-ii.jpg  
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Alt 14.10.2016, 17:00   #44
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Hi Reacher,

zu Deiner neuen EGV:

1. Da steht drin, dass Eingliederungsleistungen (z.B. Bewerbungskosten, Fahrtkosten zu Vorstellungsgesprächen usw.) vom Jobcenter erstattet werden "können". Ich glaube, das Wort "können" ist in diesem Zusammenhang unzulässig, weil Dir kann nicht zugemutet werden, dass Du auf einem Teil Deiner Kosten für Eingliederungsleistungen sitzen bleibst, weil der Regelsatz laut Gesetz keine Kosten für Eingliederungsleistungen vorsieht. Ich glaube auch, dass es entsprechende Gerichtsurteile gibt, nur kenne ich die nicht. @All: Wer kennt entsprechende Gerichtsurteile?

2. Die Kostenübernahme für schriftliche Bewerbungen in Höhe von 3 € pro Bewerbung ist zu gering. Es sollten 5 € sein - so handhaben es zumindest die Jobcenter, die nicht Optionskommunen sind.

3. Der Link zur Stellenbörse jc.salzlandkreis.de/jobcenter/stellenportal/main.htm funktioniert nicht - die Seite ist nicht erreichbar, jedenfalls zur Zeit nicht.

4. Dir werden keine handschriftlichen Bewerbungen erlaubt - was ist, falls mal Dein Drucker kaputtgeht?

5. Deine Bewerbungen sollen Arbeitswilligkeit erkennen lassen - würdest Du Negativbewerbungen verschicken, könnte das Jobcenter Dich (falls die Bewerbung auf einem Vermittlungsvorschlag [VV] mit Rechtsfolgenbelehrung [RFB] beruht) zwei Mal sanktioneren: einmal wegen Verstoß gegen die RFB im VV (=30% Sanktion), und zum anderen wegen Verstoß gegen die EGV (=30% Sanktion), das macht dann eine insgesamte Sanktion in Höhe von 60%, und so was wäre unzulässig.

6. Die "Verpflichtung, bei Bestehen eines Arbeitsverhältnisses alle Handlungen zu unterlassen, welche die Fortsetzung des Beschäftigungsverhältnisses gefährden können" hebelt Deine Arbeitnehmerrechte aus. Was ist, wenn Du z.B. beim neuen Arbeitgeber sagst, Du willst einen Betriebsrat gründen, und Dir wird deswegen gekündigt?

7. "Die zugewiesene Maßnahme wird ab 18.10.2016 ohne unentschuldigte Fehlzeiten besucht" - dies ist unzulässig, denn die Zuweisung in die Maßnahme ist ja schon sanktionsbewehrt. Bei unentschuldigten Fehlzeiten könnte Dich das Jobcenter einmal wegen Verstoß gegen die EGV sanktionieren (=30 %), zum anderen wegen Verstoß gegen die Zuweisung (=30%), das macht zusammen 60%, und das ist unzulässig.
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Ich bin kein Rechtsanwalt. Für meine rechtlichen Hinweise und Tipps übernehme ich keine Verantwortung.
schlaraffenland ist gerade online   Mit Zitat antworten
Alt 14.10.2016, 17:05   #45
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Standard AW: 6-Monatige-Zwangmaßnahme nach § 45 SGB III

Boah, dankeschön Schlaraffenland, was Du da alles erkennst und weißt. Vielen lieben Dank für Deine Zeit und für diese ausführliche Antwort.

Ich hoffe, dass ich dies alles eines Tages auch irgendwie an andere weitergeben kann
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Alt 12.08.2017, 20:15   #46
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Standard AW: 6-Monatige-Zwangmaßnahme nach § 45 SGB III

Und ihr auch mal ein Update und Fazit.

Ich bekam zwar damals eine neue Maßnahme, musste aber nur einmal alle zwei Wochen zu einem kurzen persönlichen Gespräch bei einem Träger erscheinen. Die Dame dort war sehr nett und meistens tranken wir gemütlich Kaffee und erzählten über alles Mögliche. Die neue Maßnahme dauerte knapp 2 Monate, wobei ich auch einfach mal ohne Angabe von Gründen nicht erscheinen brauchte. Die Dame vermerkte dann, dass ich von zu Hause Bewerbungen zu erledigen hatte.

Im Großen und Ganzen – Glück gehabt, und auch hier noch einmal vielen lieben Dank an das Forum hier.
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