Erwerbslosen Forum Deutschland (ELO-Forum) QR-Code des ELO-Forum
Mach mit. klick mich....
Impressum Stichwortsuche Spenden Strafanzeigen Verfahrensrecht Registrieren Hilfe Interessengemeinschaften Kalender Suchen Alle Foren als gelesen markieren

Start > > -> Wie Situation verbessern? Woher Hoffnung?

Weiterbildung/Umschulung/Sinnlose Maßnahmen Bitte nur Beiträge posten, die mit Weiterbildung/Umschlung und sinnlose Maßnahmen zu tun haben


Danke Danke:  15
Thema geschlossen

 

Themen-Optionen Ansicht
Alt 18.09.2010, 11:50   #1
GetASmile->Emailproblem
Emailadresse berichtigen!
 
Registriert seit: 18.09.2010
Beiträge: 4
GetASmile
Frage Wie Situation verbessern? Woher Hoffnung?

Hallo ihr Leute!

Ich habe dann und wann mal in diesem Forum gelesen. Es gab gute Hinweise und hilfreiche Tipps. Jetzt bin ich auch angemeldet (das Lesen reichte bisher gut aus). Alleine schon wegen der eigenen Betroffenheit schaue ich, was sich eigentlich für uns so ändert, welche Vorschläge diese komischen Politiker so machen, wenn es darum geht, zu helfen und Situationen zu verbessern (was nicht wirklich häufig gelingt). Ich fand es z. B. sehr gut, dass die Höhe der Regelsätze kritisiert wurde, bin aber von der Bildungskarte – so wie scheinbar auch viele von euch – nicht so begeistert, weil es den Menschen doch die freie Entscheidung, wo und wie das Geld eingesetzt werden soll, entzieht.
In einem Gespräch mit meiner Nachbarin hat sie mir aber ein paar Fragen gestellt, über die ich noch nicht so wirklich nachgedacht habe:
Was könnten eigentlich diese ganzen Sozialämter, Arbeitsämter, ARGEN oder auch die Politik machen, damit man Arbeit bekommt, nicht hoffnungslos ist und sich die Situation verbessert? Was könnten die machen, um auch denjenigen Chancen zu verschaffen, die lange arbeitslos sind, aber gerne in einen (guten) Job möchten (das was die mit mir bisher gemacht haben, war nämlich echt nicht hilfreich - Bewerbungen kann ich auch selber schreiben ohne das die die durchlesen)? Und – die Frage finde ich auch berechtigt – was könnten die machen, um diejenigen zu motivieren, die überhaupt nicht mehr motiviert sind, weil sie schon seit Jahren keinen Job bekommen (trotz hunderten Bewerbungen)? Was könnten die auch machen, damit die eigenen Kinder nicht die Hoffnung auf einen Job aufgeben, wenn sie schon bei den Eltern sehen, dass die Lage (beinahe und im Moment) hoffnungslos ist? Die Eltern selbst können (wenn sie selbst hoffnungslos sind) ihren Kindern wohl nur schlecht erklären, wieso gerade sie Hoffnung haben sollten in dieser Zeit.
Ich finde die Antwort hierauf nicht sonderlich einfach. Gerade weil es mit bloßen Phrasen nicht getan ist. Was könnten die tatsächlich ernsthaft mit Aussicht auf Erfolg tun? Die bloße Aussage, dass Arbeitsplätze geschaffen werden sollen, ist nämlich relativ einfach, gibt aber keinen Hinweis darauf, wie das überhaupt realisiert werden kann. Man kann einen Arbeitgeber ja auch nicht zwingen, Jobs bereit zu stellen.

Mehr Geld für Bildung ist z. B. ein guter Ansatz (finde ich), aber wo und wie sollte dieses „Mehrgeld“ eigentlich in die Bildung eingesetzt werden?
Was sind da so eure Vorstellungen? Habt ihr ganz eigene Ideen? Ich finde das Thema nämlich echt interessant. Mir fehlt da leider so ein bisschen die Kreativität für.

Lieben Gruß

GetASmile

P.S.: Ich hoffe, ich hab das hier an einer passenden Stelle reingestellt!

Edit: Noch ne Frage: was könnte ich eigentlich zur Verbesserung meiner Situation machen? Irgendetwas das über Bewerbungen schreiben hinaus geht? In welche Richtung könnte ich meinem "Persönlichen Ansprechpartner" (Scheißwort) mal in den Hintern treten?
GetASmile ist offline  
Alt 18.09.2010, 12:07   #2
jockel
Forumnutzer/in
 
Registriert seit: 27.11.2006
Ort: Riesa/Sachsen
Beiträge: 6.041
jockel Enagagiertjockel Enagagiertjockel Enagagiertjockel Enagagiertjockel Enagagiertjockel Enagagiertjockel Enagagiertjockel Enagagiertjockel Enagagiertjockel Enagagiertjockel Enagagiert
Standard AW: Wie Situation verbessern? Woher Hoffnung?

Die Aufgabe der Ämter und Behörden ist im Kapitalismus das Volk auszunehmen wie eine Weihnachtsgans, ihnen zustehende Leistungen zu verweigern und Sanktionsanlässe zu provozieren.

Von der Ecke hat man nie was Gutes zu erwarten, auch wenn zehnmal der Arbeitslose als Kunde bezeichnet wird. In Wirkllichkeit wird man als lästiger Bittsteller runtergemacht und hat für AG zu Billigstbedingungen zu arbeiten, sofern man eine Arbeit aufgezwungen bekommt.

Ämter und Behörden sind Büttel und Lakaien des Kapitals.

In der Bibel steht schon richtig:

Hilft Dir selbst, so hilft Dir Gott! Du mußt Dich eben wie der Lügenbaron von Münchhausen samt Pferd am eigenen Haarschopf selbst aus dem Sumpf ziehen, um das mal bildhaft darzustellen.

Solltest Du mal Erfolg mit amtlicher Hilfe haben, dann liegt es rein zufällig an der "guten Chemie" zwischen Dir und dem Behördenmitarbeiter oder an sein weiches Herz für sozial Hilfebedürftige mal ausnahmsweise was Gutes zu tun.

Das Gesellschaftssystem, die privatwirtschaftlichen Eigentums- und Machtverhältnisse stinken. Das muß man ändern. Das Volk muß wieder das Sagen bekommen.
jockel ist offline  
Alt 18.09.2010, 12:42   #3
GetASmile->Emailproblem
Emailadresse berichtigen!
Threadstarter/in Threadstarter/in
 
Registriert seit: 18.09.2010
Beiträge: 4
GetASmile
Standard AW: Wie Situation verbessern? Woher Hoffnung?

Hallo Jockel.

Deinen Worten entnehme ich, dass du kein Fan der Ämter und Behörden bist. Ist auch absolut verständlich, wenn man sich viele Dinge hier im Forum so durchließt. Mein Ansprechpartner ist auch nicht erste Sahne und so ein bisschen langsam und wenig einfallsreich.

Aber mal Butter bei de Fische: Irgendeine Lösung muss es doch geben. Sich nur hängen zu lassen, kann doch nicht sein. Und ich bin mir ganz sicher, dass es auch irgendwelche Leute beim Sozialamt oder der Arbeitsagentur gibt, die wenigstens mal vor ein paar Jahren den Job angefangen haben, um den Leuten zu helfen. Vielleicht kann man das ja wieder aus ihnen rauskitzeln - irgendwie.

Also - zurück zu der Frage in meinem ersten Beitrag!
GetASmile ist offline  
Alt 18.09.2010, 13:34   #4
minzee->Emailproblem
Emailadresse berichtigen!
 
Registriert seit: 22.02.2008
Beiträge: 269
minzee
Standard AW: Wie Situation verbessern? Woher Hoffnung?

nun, du hast an deinen eigenen erfahrungen als arbeitsloser doch schon gesehen, dass es keine lösung gibt -
es gibt einfach keine guten arbeitsplätze für alle.

das gebahren der arge und arbeitsagentur dient, dies zu vertuschen, den leuten schuldgefühle einzuimpfen, damit die löhne gesenkt werden können und die arbeitsbedingungen verschlechtert, damit eine bestimmte klasse ihren seit lange bestehenden hervorragenden status behält.

natürlich gibt es im einzelfall lösungsmöglichkeiten, insbesondere wenn man noch nicht so lange hineingerutscht ist. das wird durch die arge aber oft eher verhindert als ermöglicht, z.b. werden die meisten richtig guten weiterbildungen über die arge gar nicht finanziert.
glück hat derjenige, der noch bafögmöglichkeiten hat.
der kann von dem sich verbessernden bildungsangeboten profitieren.

ansonsten gilt für den umgang mit der arge und konsorten: kämpfen, kämpfen, kämpfen.
minzee ist offline  
Alt 18.09.2010, 13:52   #5
Feind=Bild
Forumnutzer/in
 
Benutzerbild von Feind=Bild
 
Registriert seit: 23.01.2010
Beiträge: 3.480
Feind=Bild Feind=Bild Feind=Bild Feind=Bild Feind=Bild Feind=Bild Feind=Bild
Standard AW: Wie Situation verbessern? Woher Hoffnung?

Man könnte die Situation mal so nehmen wie sie ist!
Die Statistiken unverfälscht veröffentlichen und nicht Kanzlerinnen-Bilanz-gerecht aufgehübscht. Die du..e Kuh war sich doch neulich tatsächlich nicht zu blöd, zu behaupten, während ihrer Amtszeit sei die Zahl der A.losen von 5 auf 3 Mio. runtergegangen! Glaubt die tatsächlich noch an den Weihnachtsmann?

Es geht aber leider nur um diese verkackten Statistiken, egal wie weit sie von der Realität weg sind. Und kommt irgendo ein windiger Unternehmer daher und bietet an, bei der Statistikbereinigung zu helfen, so werden ihm noch Unsummen hinterhergeworfen, um Leute in irgendwelchen dubiosen Maßnahmen vorzugaukeln, sie würden für ihre Staatsknete was Sinnvolles machen.

Als Antwort auf Deine Frage: Die genannten Behörden sollten aufhören, Leute zugunsten der Statistik zu schaden, in dem sie z.B. den ganzen Tag puzzeln oder Bewerbungen 100x abschreiben, während ein sogenannter Maßnahmeträger dafür noch nen Riesenhaufen Steuergelder einsacken darf.
Dieses Geld sollte stattdessen lieber zugunsten höherer Regelsätze ausgegeben werden.
Die Statistiken dürften nur ehrlichen Zahlen zu Grunde liegen, nicht diesen Fälschungen.
Und der Erfolg der/s Kanzlers/in am Arbeitsmarkt dürfte auch nur mit ehrlichen Zahlen verdeutlicht werden.

Aber bevor es soweit kommt, wird Entscheidendes passieren müssen, was derzeit noch nicht im Entferntesten zu erahnen ist!
__

Klassen-Feinde 1982: Ost - West
Klassen-Feinde 2012: Arm - Reich
Feind=Bild ist offline  
Alt 18.09.2010, 14:54   #6
jockel
Forumnutzer/in
 
Registriert seit: 27.11.2006
Ort: Riesa/Sachsen
Beiträge: 6.041
jockel Enagagiertjockel Enagagiertjockel Enagagiertjockel Enagagiertjockel Enagagiertjockel Enagagiertjockel Enagagiertjockel Enagagiertjockel Enagagiertjockel Enagagiertjockel Enagagiert
Standard AW: Wie Situation verbessern? Woher Hoffnung?

Zitat von GetASmile Beitrag anzeigen
Hallo Jockel.

Deinen Worten entnehme ich, dass du kein Fan der Ämter und Behörden bist. Ist auch absolut verständlich, wenn man sich viele Dinge hier im Forum so durchließt. Mein Ansprechpartner ist auch nicht erste Sahne und so ein bisschen langsam und wenig einfallsreich.

Aber mal Butter bei de Fische: Irgendeine Lösung muss es doch geben. Sich nur hängen zu lassen, kann doch nicht sein. Und ich bin mir ganz sicher, dass es auch irgendwelche Leute beim Sozialamt oder der Arbeitsagentur gibt, die wenigstens mal vor ein paar Jahren den Job angefangen haben, um den Leuten zu helfen. Vielleicht kann man das ja wieder aus ihnen rauskitzeln - irgendwie.

Also - zurück zu der Frage in meinem ersten Beitrag!
Wenn Beamte ihre 3 Jahre Beamtenanwärterzeit abgespult haben, interessiert sie nur die jährliche Soldanhebung nach Dienstjahren und das sie Gründe finden zur frühzeitigen Pensionierung. Die wenigsten üben ihre Jobs aus Berufung aus. Beamte sind lebende Mumien.

Und Sachbearbeiter in Behörden und Ämter haben meist befristet Jobs, werden in Existenzangst und Schrecken gehalten. Also machen Sie Dienst nach Vorschrift. Pünktlich zum feierabend fällt der "Hammer aus der Hand".

Ich habe die Erfahrung gesammelt, Kreativität, Eigeninitiative und andere schöpferische Anforderungsmerkmale werden dort nicht verlangt. Wenn man was als "Kunde" will, muß man ständig nachhaken und nachstoßen, gleichzeitig aber keine schlafenden Hunde wecken, die Dir selbst zusetzen.

20 Jahre Westerfahrung prägen einen 10 Jahre jobsuchenden Arbeitslosen.
jockel ist offline  
Alt 18.09.2010, 15:38   #7
Mitch Miro
 
Registriert seit: 30.11.2009
Beiträge: 673
Mitch Miro Mitch Miro
Standard AW: Wie Situation verbessern? Woher Hoffnung?

Zitat:
Mehr Geld für Bildung ist z. B. ein guter Ansatz (finde ich), aber wo und wie sollte dieses „Mehrgeld“ eigentlich in die Bildung eingesetzt werden?
Das "Mehrgeld" geht vielleicht teilweise zu Bertelsmann, weil die unsere Kids mit ihrem schei*s gehirnwaschen in unseren Schulen. Nein Danke, da soll das "Bildungsgeld" nicht hin. Der Ansatz ist gut, geht aber in die falsche Richtung.
Ich will entscheiden wie mein Kind gebildet wird. Die "Bildung" der Schulen ist genug von staatlicher Seite.

Die Situation kann man nicht wirklich verbessern. Wenn man elo ist dann hat man wenig Kohle. Lernen aus der Not eine Tugend zu machen.Die Hoffnung kann man sich nur selber geben, sie stirbt bekanntlich zuletzt.
Ich habe keine Hoffnung für mich mehr, dass sich meine finazielle Situation irgendwann noch mal ändert. Allerdings habe ich noch Hoffnung, dass es meinen Kindern mal besser gehen kann. Darauf arbeite ich hin. Das gibt mir die Kraft nicht an meiner Situation zu verzweifeln.

Bis jetzt habe ich nur gute Erfahrungen mit meinen SBs gemacht. Ob das immer an der Chemie liegt weiss ich nicht. Bis jetzt 1 Ein-Euro-Jobob, ansonsten weitgehend Ruhe gehabt und schnelle Bearbeitung von Widersprüchen, wenn sie denn notwendig waren.
Mitch Miro ist offline  
Alt 18.09.2010, 17:47   #8
jockel
Forumnutzer/in
 
Registriert seit: 27.11.2006
Ort: Riesa/Sachsen
Beiträge: 6.041
jockel Enagagiertjockel Enagagiertjockel Enagagiertjockel Enagagiertjockel Enagagiertjockel Enagagiertjockel Enagagiertjockel Enagagiertjockel Enagagiertjockel Enagagiertjockel Enagagiert
Standard AW: Wie Situation verbessern? Woher Hoffnung?

Das ist auch so ein Punkt:

Dem Volk gegenüber muß man die Zahlungsströme offenlegen von wem kommt das Geld, wie, an wem die Mittel projektgebunden fließen und welcher Nutzen für wen und was dabei rausspringt. Und alles so, daß keine Abzweigmöglichkeiten für Dritte möglich sind. Das muß vom Volk kontrollierbar und beeinflussbar werden und nicht von Politik- und Ministerial- und Wirtschaftsganoven bestimmt werden.

Dieses Prinzip muß für alle volkswirtschaftlich bedeutsamen, strukturbestimmenden Vorhaben basisdemokratisch laufen, ohne daß wir an Parlamenten die Verantwortung delegieren und abgeben.

Verlangt aber auch in der Bevölkerung mehr Interesse an gesellschaftspolitischen Vorgängen. Deshalb sollte man auch mal was gegen die Werbemedien unternehmen, die Konsumterror und Brot-und-Spiele-Mist verbreiten, denn das lenkt ab von solchen Problemen und führt zur politischen Verblödung des Volkes.
jockel ist offline  
Alt 18.09.2010, 17:59   #9
Mitch Miro
 
Registriert seit: 30.11.2009
Beiträge: 673
Mitch Miro Mitch Miro
Standard AW: Wie Situation verbessern? Woher Hoffnung?

Zitat:
Deshalb sollte man auch mal was gegen die Werbemedien unternehmen, die Konsumterror und Brot-und-Spiele-Mist verbreiten, denn das lenkt ab von solchen Problemen und führt zur politischen Verblödung des Volkes.
TV abschaffen ist ein erster Schritt.
Wenn Werbung in Zeitschriften nervt kann die Zeitschrift angeschrieben werden.
Ansonsten auf Werbung nicht reagieren und nicht hinschauen.
Mitch Miro ist offline  
Alt 18.09.2010, 18:17   #10
jockel
Forumnutzer/in
 
Registriert seit: 27.11.2006
Ort: Riesa/Sachsen
Beiträge: 6.041
jockel Enagagiertjockel Enagagiertjockel Enagagiertjockel Enagagiertjockel Enagagiertjockel Enagagiertjockel Enagagiertjockel Enagagiertjockel Enagagiertjockel Enagagiertjockel Enagagiert
Standard AW: Wie Situation verbessern? Woher Hoffnung?

Zitat von Mitch Miro Beitrag anzeigen
TV abschaffen ist ein erster Schritt.
Wenn Werbung in Zeitschriften nervt kann die Zeitschrift angeschrieben werden.
Ansonsten auf Werbung nicht reagieren und nicht hinschauen.
Nein. Diese Informationsquellen sind zwingend zu erhalten, nur mit den Informationen zu bestücken, die gebraucht werden.
jockel ist offline  
Alt 18.09.2010, 18:32   #11
Mitch Miro
 
Registriert seit: 30.11.2009
Beiträge: 673
Mitch Miro Mitch Miro
Standard AW: Wie Situation verbessern? Woher Hoffnung?

Zitat von jockel Beitrag anzeigen
Nein. Diese Informationsquellen sind zwingend zu erhalten, nur mit den Informationen zu bestücken, die gebraucht werden.
Das wird nicht getan. Ist mehr oder weniger alles schon Staatsfernsehen.
Ich habe meinen abgeschafft und mir gehts gut dabei.
Mitch Miro ist offline  
Alt 18.09.2010, 20:14   #12
GetASmile->Emailproblem
Emailadresse berichtigen!
Threadstarter/in Threadstarter/in
 
Registriert seit: 18.09.2010
Beiträge: 4
GetASmile
Standard AW: Wie Situation verbessern? Woher Hoffnung?

Also eigentlich hatte ich auf andere Dinge als auf "Big Brother is watching you" oder die ablehnende Haltung gegenüber den ARGEN und Co gehofft.

Ok - mit einem höheren Regelsatz lässt es sich einfacher leben. Da bin ich absolut der gleichen Meinung. Aber mit mehr Geld in der Tasche bekommt man nicht automatisch einen Job.

Klar sind die Statistiken alles andere als realistisch. Die wirklichen Arbeitslosenzahlen liegen definitiv höher als das, was uns die Politik vermitteln will. Aber selbst mit den realistisch angegebenen Zahlen ist nichts gewonnen.

Über die Ansicht, die Schule betreibe Gehirnwäsche schweige ich mal einfach hinweg.
GetASmile ist offline  
Alt 18.09.2010, 23:10   #13
Varag
Elo-User/in
 
Registriert seit: 17.08.2009
Beiträge: 138
Varag Möchte sein Renommee nicht öffentlich anzeigen...
Standard AW: Wie Situation verbessern? Woher Hoffnung?

Zitat:
welche Vorschläge diese komischen Politiker so machen, wenn es darum geht, zu helfen und Situationen zu verbessern
.
Verbann diesen Gedanken und den dass es nicht gelingt. Es soll NICHT gelingen. Unsere werten "Volksvertreter" arbeiten nur für einen verflixt geringen Anteil des Volkes, nämlich für die Wohlhabenden und die dessen Geld mal schnell den Weg in die Taschen von Politikern findet. Das einzige was die Politiker tun müssen ist Logik, Ideale, ihr Gewissen, die eigene Meinung etc. zu Hause zu lassen.

Zitat:
Was könnten eigentlich diese ganzen Sozialämter, Arbeitsämter, ARGEN oder auch die Politik machen, damit man Arbeit bekommt, nicht hoffnungslos ist und sich die Situation verbessert?
Von denen kann nur eine Fraktion etwas machen. Die Politik. Sie müsste unbestechlich sein und anfangen, all die oben aufgezählten Dinge wieder mit zu ihrem Arbeitsplatz zu nehmen. Eben FÜR den Großteil der Bevölkerung arbeiten, unpopuläre Entscheidungen treffen (bspw. eingestehen das Arbeitslosigkeit permanent zu nimmt) etc.

Zitat:
Was könnten die machen, um auch denjenigen Chancen zu verschaffen, die lange arbeitslos sind, aber gerne in einen (guten) Job möchten
Du musst dir eines bewusst machen: die Maschinisierung hat viele Arbeitsplätze zerstört (auch wenn dir da der ein oder andere gerne was anderes weis machen möchte). Dazu kamen die steigende Überlebensrate von Kindern bis 15 Jahren und die gestiegene Lebenserwartung der Menschen im allgemeinen. Weniger Arbeit auf mehr Arbeitskräfte...das geht nicht auf, richtig? :)

Es gab in der Süddeutschen mal ein Interview mit Jeremy Rifkin (US Ökonom). "Langfristig wird die Arbeit verschwinden". Ich bin der Meinung das man sich über kurz oder lang von dem Gedanken "Arbeiten um zu überleben" trennen muss und wir zu einem "Arbeiten um sich zu entfalten und um wieder menschlicher zu werden" Grundsatz kommen müssen! Es gäbe sicher ein riesiges Potenzial an Arbeit (als Beispiel seien mal Altenheime genannt da es kürzlich wieder aktuell war) was vorhanden ist, aber nicht genutzt wird weil die (reichere) Bevölkerung sich an dem Umstand, das wir alle älter werden, bereichern wollen. Der vorletzte Absatz (Seite 4) im Interview beschreibt die Lösung des ganzen eigentlich recht gut.

Zitat:
Man kann einen Arbeitgeber ja auch nicht zwingen, Jobs bereit zu stellen.
Stimmt, kann man nicht. Aber dieses Problem löst sich mit der Zeit von alleine. Der Wagen "mehr Gewinn bei billiger werdender Arbeitskraft" fährt sich mit hohem Tempo selbst gegen eine Wand. Irgendwann können wir uns nichts mehr leisten was wir produzieren und dann sollen die obrigen 500 der reichsten Familien mal sehen wie sie ihren Reichtum noch vergrößern wollen, nur um sich sinnlose Luxusartikel zu kaufen oder ihrem Nachwuchs mit Punkt 18/21 eine Benzinfressende Luxuskarrose schenken zu können. Ich bin mir auch recht sicher das diese grenzenlose Gier der Reichen eines Tages ihr eigenes Grab wird.

Was die Bildung angeht, auch hier müsste man wieder den Ansatz "Arbeiten (oder in dem Fall lernen) um sich entfallen zu können" nehmen. Daher müsste Geld eine eher untergeordnete Rolle spielen. Wo man das Geld nun hinkommen lässt lass ich mal absichtlich offen. Mit dem Thema hab ich mich nich sonderlich befasst da ich mit Mitte 30 vermutlich nicht mehr groß in Kontakt mit Schule/Bildung kommen werde :)

Zitat:
Noch ne Frage: was könnte ich eigentlich zur Verbesserung meiner Situation machen? Irgendetwas das über Bewerbungen schreiben hinaus geht? In welche Richtung könnte ich meinem "Persönlichen Ansprechpartner" (Scheißwort) mal in den Hintern treten?
Seinen pAp (die Abkürzung is auch nich besser als die Bezeichnung) in den Hintern treten ist grundsätzlich eine schlechte Idee. Die Damen und Herren sind nichts weiter als Lakaien der Politik und zwar recht weit unten angesiedelt und denken dementsprechend nur an ihr eigenes Wohl um jaaaaaa nich mal auf der anderen Seite des Tisches zu sitzen. Der Staat stellt ihnen nich das Geld zur Verfügung um 7-8 Millionen Arbeitslose aus-/fortzubilden (wohlwissend das sie ein Problem hätten die anschliessend immer noch vorhandene Arbeitslosigkeit zu begründen), aber es wird massiv Geld hingelegt um dem desinteressierten Volk vorzugaukeln: "Wir haben doch gar nich so viele Arbeitslose". Also das einzige was du erreichst ist eine der beliebten Maßnahmen wo du dich 8 Std. am Tag vor einen Rechner setzt und Bewerbungen schreibst, stellen suchst, deinen Lebenslauf "verschönerst", Puzzlest oder irgendeinem Dozenten zuhörst der sich gern selber reden hört. Seit meiner letzten Maßnahme kann ich dazu nur noch eines sagen: Versuch es zu vermeiden und zwar um jeden Preis! 8 Stunden langeweile am Tag zehren verdammt an deiner Psyche (je mehr desto länger die Maßnahme geht).

Wohl dem der gute/viele Kontakte hat um auf diesem Wege zu Arbeit zu kommen. Die Chancen über Pseudofortbildungen / 1 Euro Jobs oder Zeitarbeit in gut bezahlte zu kommen, schätz ich so hoch ein wie die Chance eine Nadel im Heuhaufen zu finden. Von daher: Frag deinen pAp lieber nach nichts (schlafende Hunde wecken), übe dich am besten in Rhetorik (um dich ja nicht von denen einwickeln bzw. zu etwas überreden zu lassen), erkundige dich was deine Rechte sind und such dir eine (oder mehrere :) )Beschäftigung mit der du deine viele Freizeit füllen kannst um nicht dem Wahnsinn zu verfallen.

So, erstmal Schluss für heut, Text ist lang genug geworden.

Bis die Tage,
Varag
Varag ist offline  
Alt 19.09.2010, 04:32   #14
Erolena
Forumnutzer/in
 
Registriert seit: 07.11.2007
Ort: Sachsen
Beiträge: 5.938
Erolena EnagagiertErolena EnagagiertErolena EnagagiertErolena EnagagiertErolena EnagagiertErolena EnagagiertErolena EnagagiertErolena EnagagiertErolena EnagagiertErolena EnagagiertErolena Enagagiert
Standard AW: Wie Situation verbessern? Woher Hoffnung?

Die Menschheit musste immer arbeiten um zu überleben.
Sie kann nicht ohne Auseinandersetzung mit den natürlichen Bedingungen und den von früheren Generationen geschaffenen Voraussetzungen existieren. Insofern ist Arbeit immer "notwendig".

Meiner Ansicht nach schließt der Gedanke, dass Arbeit insgesamt notwendig ist, aber überhaupt nicht aus, dass Arbeit zunehmend kreativer und sinnvoller sein könnte und sein sollte.

Schließlich wird ein ungeheurer Reichtum erzeugt, den man für die Gestaltung der Arbeit und der Lebensbedingungen im weitesten Sinne nutzen könnte.
Durch Technik und Innovationen frei werdende Zeit könnte zu Gunsten der Beschäftigten, der Familien und vieler sozialer, kultureller, ökologischer Anliegen genutzt werden.

Der Arbeitsdruck müsste nachlassen, statt immer weiter anzusteigen. Alleine dieser Punkt müsste zum Nachdenken anregen, ob hier Arbeit "verschwunden" ist. In sehr vielen Bereichen ist nicht die Arbeit sondern das Personal "verschwunden". Für den Rest der Belegschaft wurde die Arbeit nicht weniger, sondern gehetzter, gefährlicher, oberflächlicher, sinnentleerter, weniger erfüllend.
Soll ich das mit der Floskel vom "Verschwinden der Arbeit" schönreden?

Alleine eine artgerechte Tierhaltung, eine sinnvolle Nutzung der Natur statt unverschämtem Raubbau benötigt mehr Arbeitskräfte als die jetzige Verfahrensweise.
Eine regionale Wirtschaftsentwicklung bindet mehr Arbeitskräfte als Hunderttausende über die Autobahnen zu jagen, um in weit entfernten Orten passgerecht zur Verfügung zu stehen.
Dann hätten die Menschen wieder mehr Zeit für Familien, für soziale Kontakte, für Freizeit. Es würden wieder Bedürfnisse entstehen, die ihrerseits Arbeitsplätze erfordern. Denkt man nur an den "gesundgeschrumpften"Kulturbereich.

Menschen, die für unsere Länder produzieren, können ihre Existenz von den Hungerlöhnen nicht sichern, wie z.B. Textilarbeiter in China oder vergiften sich bei der Rosenerzeugung in Lateinamerkika. Diese Arbeit existiert also weiter und wird nur unter wesentlich schlechteren Bedingungen ausgeführt.

Ganze Bereiche werden bei uns aus dem notwendigen Kreislauf herausgelogen. Die "Entsorgung" von Abfällen und gefährlichen Stoffen aus den Industriestaaten in anderen Ländern, in den Ozeanen und Wüsten. Um diese Kreisläufe bei uns zu schließen, wären Arbeitsplätze nötig in der Wissenschaft, in Entwicklung, in der Herstellung. Das ist ja eigentlich dringend "notwendige" Arbeit, die nur unzureichend geleistet wird.

Sind wir auch Akteure im Bereich "verschwundener Arbeit"?
Ich wage nicht zu schätzen, wieviele Menschen, die hier schreiben oder mitlesen, selber Arbeit verrichten, die unbedingt nötig ist, für die aber keine anständige Entlohnung (mehr) bezahlt wird.
Meinen die Verfechter der "verschwindenden Arbeit" nun, dass diese Arbeit gar nicht vorhanden ist - wir also Phantomarbeit leisten?

Aus meiner Sicht ist einiges "verschwunden", aber es scheint mir nicht "die Arbeit" zu sein.
Erolena ist offline  
Alt 19.09.2010, 10:20   #15
jockel
Forumnutzer/in
 
Registriert seit: 27.11.2006
Ort: Riesa/Sachsen
Beiträge: 6.041
jockel Enagagiertjockel Enagagiertjockel Enagagiertjockel Enagagiertjockel Enagagiertjockel Enagagiertjockel Enagagiertjockel Enagagiertjockel Enagagiertjockel Enagagiertjockel Enagagiert
Standard AW: Wie Situation verbessern? Woher Hoffnung?

Zitat von Mitch Miro Beitrag anzeigen
Das wird nicht getan. Ist mehr oder weniger alles schon Staatsfernsehen.
Ich habe meinen abgeschafft und mir gehts gut dabei.
Kein Staatsfernsehen, sondern "freiheitliches" Fernsehen, Rundfunk und Zeitungswesen der AG-Verbände mit Korruptionsspenden deutscher und us-amerikanischer Geheimdienste wie dem BND, Verfassungsschutz, CIA finanziert und ausgehalten.

Mit dem Angebot einer Zigarre, mit der Bestechlichkeit von einigen 100 Millionen Dollars für eine Familiensippe zu CIA-Gnaden fängt alles an. Spuren die Bestochenen nicht, dann folgen von diesen Geheimdiensten angeordnete politische Morde. Und so läufts auch mit der öffentlichen Meinungsbildung über die Medien.

Und wenn man dann die korrupten Hampelmänner für die USA eingekauft hat, kommen Internationaler Währungsfonds und Weltbank ins Land und versdchulden die Betreffenden. Im Präsidium und Vorstand beider Banken sitzen ... US-Konzernvertreter, die vorher in der US-Regierung oder dem CIA ihre Laufbahn nahmen.

Auch den 11. September haben US-Konzerne und der CIA mit ihrer Außen- und internationalen Währungspolitik selbst zu verantworten. Der Anschlag auf das World Trade Center geht auf Kosten der CIA. Die 9 saudiarabischen Flugzeugpiraten, die in die beiden Türme die Flugzeuge rasten, stammen aus Familien, die von den CIA geschmiert und erpresst wurdem.

In den USA hat man zu der Zeit gemerkt, daß der Bush-Sohn ein unfähiger Politiker ist und der Zuspruch unter dem us-amerikanischem Volk begann erheblich zu seinen Ungusten zu kippen. Also inszenierte man ein spektakuläres Großereignis mit Haufen Inlandstoden, um den us-nationalen Kitt wieder zusammenzuschmieren.

So sieht kapitalistische Wirtschaft, Politik und Meinungsbildung aus und man gibt vor es beruhe stattdessen auf freie Wahlen, Demokratie und Rechtsstaat.

siehe Im Dienst der Wirtschaftsmafia

Bekenntnisse eines Economic Hit Man

Ein Economic Hit Man ist ein CIA-gekauftes Subjekt, was den Bestechungsopfern die Zigarre und die 100 Mio. Dollars für die Familie anbietet und gleichzeitig mit Mordkommandos des CIA droht. Wird die Bestechung abgelehnt, kommen von der CIA die "Schakale" und wenn die versagen die "Profikiller".

So läuft Wirtschaft, Politik und Medien zu US-Gnaden auch in der BRD. Die Merkeln und ihre europäischen Wirtschafts-, Finanz- und Politik-Kumpane hängen auf diese Weise an den Majonettenfäden der us-amerikanischen Geheimdienste und huppen nach deren Pfiffen. Die BRD ist eine gekaufte Hinterhofkolonie der USA.

So sieht die westliche, christlich-abendländische, gekaufte Freiheit aus.

Und das ist keine Verschwörungstheorie!!!

Auf diese Weise haben wir auch den Kohl, Merkel und das andere Geschmeiß erhalten und nicht über Wahlen.

Da rege sich noch einer über die Stasi auf. Was die Stasi machte, ist dagegen ein Fliegenschiß, betrachtet man sich die weltweite Wühltätigkeit der USA.
jockel ist offline  
Alt 19.09.2010, 10:26   #16
jockel
Forumnutzer/in
 
Registriert seit: 27.11.2006
Ort: Riesa/Sachsen
Beiträge: 6.041
jockel Enagagiertjockel Enagagiertjockel Enagagiertjockel Enagagiertjockel Enagagiertjockel Enagagiertjockel Enagagiertjockel Enagagiertjockel Enagagiertjockel Enagagiertjockel Enagagiert
Standard AW: Wie Situation verbessern? Woher Hoffnung?

Zitat von GetASmile Beitrag anzeigen
Also eigentlich hatte ich auf andere Dinge als auf "Big Brother is watching you" oder die ablehnende Haltung gegenüber den ARGEN und Co gehofft.

Ok - mit einem höheren Regelsatz lässt es sich einfacher leben. Da bin ich absolut der gleichen Meinung. Aber mit mehr Geld in der Tasche bekommt man nicht automatisch einen Job.

Klar sind die Statistiken alles andere als realistisch. Die wirklichen Arbeitslosenzahlen liegen definitiv höher als das, was uns die Politik vermitteln will. Aber selbst mit den realistisch angegebenen Zahlen ist nichts gewonnen.

Über die Ansicht, die Schule betreibe Gehirnwäsche schweige ich mal einfach hinweg.
Ein höherer Regelsatz wird in ein paar Monaten von den steigenden Lebenshaltungskosten aufgefressen, nutzt also keinem Arbeitslosen. Allein tariflich bezahlte, sv-pflichtversicherte Vollerwerbsarbeit ermöglicht ein annähernd menschenwürdiges Überleben in dieser Gesellschaftsordnung. Immer alles eine Zeit- und Tempofrage, was schneller sich entwickelt - Arbeitsvergütung oder Lebenshaltungskosten samt Inflationsausgleich.

Anständige Arbeit ist das A und O.
jockel ist offline  
Alt 19.09.2010, 10:33   #17
Feind=Bild
Forumnutzer/in
 
Benutzerbild von Feind=Bild
 
Registriert seit: 23.01.2010
Beiträge: 3.480
Feind=Bild Feind=Bild Feind=Bild Feind=Bild Feind=Bild Feind=Bild Feind=Bild
Standard AW: Wie Situation verbessern? Woher Hoffnung?

Zitat von jockel Beitrag anzeigen
... Allein tariflich bezahlte, sv-pflichtversicherte Vollerwerbsarbeit ermöglicht ein annähernd menschenwürdiges Überleben ...
Anständige Arbeit ist das A und O.
Wirklich nur Arbeit allein is das A&O ?
Oder evtl. eine alternative Gesellschaftsform, die sich von der Abhängigkeit von Arbeit löst?
Das BGE ist hier ein Ansatz, der aber noch nicht zu Ende gedacht wurde (oder werden durfte) ...
__

Klassen-Feinde 1982: Ost - West
Klassen-Feinde 2012: Arm - Reich
Feind=Bild ist offline  
Alt 19.09.2010, 11:18   #18
GetASmile->Emailproblem
Emailadresse berichtigen!
Threadstarter/in Threadstarter/in
 
Registriert seit: 18.09.2010
Beiträge: 4
GetASmile
Standard AW: Wie Situation verbessern? Woher Hoffnung?

Guten Morgen!

Ok. Der Mensch ist egoistisch. Und eine Gesamtlösung für alle scheint es nicht zu geben. Von Verschwörungstheorien, Stasi-Machenschaften und der allmächtigen USA jetzt mal komplett abgesehen. (Wenn auch das sicherlich spannend ist, müssen wir ja doch mit der momentanen Realität leben - und sei es, dass die Welt schlecht ist. Eine schlechte Welt ändert ja nichts daran und das System der kompletten Welt werden wir an dieser Stelle nicht ändern können.)
Ich drehe die Frage dann mal um:
Welche Bedingungen müssten für dich da sein, damit du Arbeit hast? Ganz kurzfristig gedacht jetzt. Und da jetzt nicht die Antwort, dass sich jemand finden müsste, der dich einstellt. Sondern wirklich die Antwort darauf, wieso es (abgesehen von zu wenig Arbeitsplätzen für zu viele Menschen) so ist, dass gerade ich keine Arbeit habe / du keine Arbeit hast.
Was ist im Leben schief gelaufen, dass es gerade uns getroffen hat und nicht irgendjemand anderes?
Waren es einfach zu schlechte Schulnoten? Ggf. sogar garkein Schulabschluss? War man zur falschen Zeit am falschen Ort? Ist man mit einer Selbständigkeit gescheitert? Oder hat man seinen Job verloren und findet keinen neuen, weil man "zu alt" ist? Vielleicht ist man auch nicht flexibel genug, weil man alleine sein Kind durchbringen muss?
Klar spielt da jede Menge Schicksal mit rein, aber das kann nicht alles sein.
Wie müssten die Rahmenbedingungen (IN DIESER VERDAMMT NOCH MAL VORHANDENEN REALITÄT UND IN DIESEM POLITISCHEN SYSTEM) sein, damit man wieder eine Chance hat?

Ich weiß z. B., dass mit einem gelockerten Kündigungsschutzgesetz sich auch kleinere Firmen eher leisten könnten, noch eine weitere Person einzustellen. Das tun sie momentan nicht, weil sie dann an die Grenze kommen, dass das Kündigungsschutzgesetz wieder greift. Und wenn es das tut, haben sie bei schlechter Auftragslage das Problem, dass sie die Personen nicht wieder loswerden können und selbst in finanzielle und wirtschaftliche Probleme kommen. Würde man es mit dieser unpopulären Entscheidung, das Kündigungsschutzgesetz zu lockern, versuchen, gäbe das sicherlich einen Anstoß in die Richtung, dass mehr Leute eingestellt würden.

Was wären da eure Ideen?
GetASmile ist offline  
Alt 19.09.2010, 11:35   #19
Feind=Bild
Forumnutzer/in
 
Benutzerbild von Feind=Bild
 
Registriert seit: 23.01.2010
Beiträge: 3.480
Feind=Bild Feind=Bild Feind=Bild Feind=Bild Feind=Bild Feind=Bild Feind=Bild
Standard AW: Wie Situation verbessern? Woher Hoffnung?

Zitat von GetASmile Beitrag anzeigen
..., wieso es (...) so ist, dass gerade ich keine Arbeit habe / du keine Arbeit hast.
Was ist im Leben schief gelaufen, dass es gerade uns getroffen hat und nicht irgendjemand anderes?
Waren es einfach zu schlechte Schulnoten? Ggf. sogar garkein Schulabschluss? War man zur falschen Zeit am falschen Ort? Ist man mit einer Selbständigkeit gescheitert? Oder hat man seinen Job verloren und findet keinen neuen, weil man "zu alt" ist? ...
Ich hab ein NRW-Abi mit 3,1er Durchschnitt, d.h. bei manchen Leuten gelte ich damit als strutzdoof.
Meinen erlernten Metallberuf (FA-Brief mit gut+sehr gut) gab ich vor ca. 7 Jahren aus gesundheitlichen Gründen (Rücken+Kniee) auf, also gelte ich als Ungelernter (&) Behinderter.
Ich bin 39, also schon uuuuuuuuuuuuuuralt.
Meine Selbständigkeit musste ich aus wirtschaftlichen Gründen aufgeben, ergo kann ich nicht mit Zahlen umgehen und man stellt mich nicht mal an der Leergutannahme ein.
Darum bin ich Langzeitarbeits-Loser, Ende nicht absehbar...

Zitat von GetASmile Beitrag anzeigen
Ich weiß z. B., dass mit einem gelockerten Kündigungsschutzgesetz sich auch kleinere Firmen eher leisten könnten, noch eine weitere Person einzustellen. Das tun sie momentan nicht, weil sie dann an die Grenze kommen, dass das Kündigungsschutzgesetz wieder greift. Und wenn es das tut, haben sie bei schlechter Auftragslage das Problem, dass sie die Personen nicht wieder loswerden können und selbst in finanzielle und wirtschaftliche Probleme kommen. Würde man es mit dieser unpopulären Entscheidung, das Kündigungsschutzgesetz zu lockern, versuchen, gäbe das sicherlich einen Anstoß in die Richtung, dass mehr Leute eingestellt würden.
...
Reicht denn nicht die Probezeitlösung mit der Möglichkeit, ohne Angabe von Gründen das Arbeitsverhältnis zu beenden? Muss da gleich der Kündigungsschutz abgeschafft (oder aufgeweicht) werden?
Wes geistes Kind bist Du eigentlich, aus welcher Richtung weht hier der Wind? Dieter Hundt (aka Fieser Hund) würde Dir sicherlich applaudieren, hier wirste nich so viel Zustimmung ernten...

Nicht zu vergessen, daß der Trend eh zu ZAF geht, man sich also gar keine eigenen Mitarbeiter mehr einstellt, sondern nur nach Bedarf welche "leiht"...
__

Klassen-Feinde 1982: Ost - West
Klassen-Feinde 2012: Arm - Reich
Feind=Bild ist offline  
Alt 19.09.2010, 11:48   #20
hartz5
Forumnutzer/in
 
Benutzerbild von hartz5
 
Registriert seit: 28.01.2010
Beiträge: 4.490
hartz5 Enagagierthartz5 Enagagierthartz5 Enagagierthartz5 Enagagierthartz5 Enagagierthartz5 Enagagierthartz5 Enagagierthartz5 Enagagierthartz5 Enagagierthartz5 Enagagierthartz5 Enagagiert
Standard AW: Wie Situation verbessern? Woher Hoffnung?

Zitat:
Ich weiß z. B., dass mit einem gelockerten Kündigungsschutzgesetz sich auch kleinere Firmen eher leisten könnten, noch eine weitere Person einzustellen. Das tun sie momentan nicht, weil sie dann an die Grenze kommen, dass das Kündigungsschutzgesetz wieder greift. Und wenn es das tut, haben sie bei schlechter Auftragslage das Problem, dass sie die Personen nicht wieder loswerden können und selbst in finanzielle und wirtschaftliche Probleme kommen. Würde man es mit dieser unpopulären Entscheidung, das Kündigungsschutzgesetz zu lockern, versuchen, gäbe das sicherlich einen Anstoß in die Richtung, dass mehr Leute eingestellt würden.
Was ist denn Kündigungsschutz heute ? (Die AN, die noch Kündigungsschutz haben, werden ja auch mal älter und wenn die nicht freiwillig gehen, dann gibts für AG immernoch Seminare, wo sie lernen können, wie man teure, weil kündigungsgeschütze AN, loswerden kann)

90 % (gefühlt)aller Jobs laufen über ZAF mit befristeten Verträgen, die von einem Tag auf den anderen beendet werden können...Probezeit

Wenn man aus der Zeitarbeit tatsächlich übernommen wird, dann auch in den meisten Fällen nur befristet und mit einer erneuten Probezeit.

Es ist doch inzwischen möglich, einen befristeten Vertrag 3x (wenn ich mich richtig erinnere) zu verlängern und erst dann muss er unbefristet sein....

WAS hindert kleine Betriebe daran, von der Politik genau die selben materiellen Hilfen einzufordern, wie grosse Firmen sie ohne Skrupel bis zum Äussersten ausreizen ?????????

Die Gesetze sind inzwischen so arbeitgeberfreundlich, dass der, der jemanden nicht einstellt, wahrscheinlich nur noch nicht abgebrüht genug ist, sich einfach dort zu bedienen.........
__



Der menschliche Horizont ist der Abstand zwischen Kopf und Brett









hartz5 ist offline  
Alt 19.09.2010, 13:31   #21
minzee->Emailproblem
Emailadresse berichtigen!
 
Registriert seit: 22.02.2008
Beiträge: 269
minzee
Standard AW: Wie Situation verbessern? Woher Hoffnung?

Zitat von GetASmile Beitrag anzeigen
Also eigentlich hatte ich auf andere Dinge als auf "Big Brother is watching you" oder die ablehnende Haltung gegenüber den ARGEN und Co gehofft.
Die ablehnende Haltung gegenüber Arge und Co resultiert ja auf Erfahrungswerten und ist auch eine Gegenwehr für die tatsächliche drangsalierende Haltung von Arge und Co gegenüber den "Kunden". Insbesondere dem Co ist es oft gleichgültig, ob ihre Massnahmen tatsächlich in einen anständigen Job resultieren. Co geht es mehr und mehr nur um die Aufrechterhaltung ihrer selbst.

Zitat von GetASmile Beitrag anzeigen
Ok - mit einem höheren Regelsatz lässt es sich einfacher leben. Da bin ich absolut der gleichen Meinung. Aber mit mehr Geld in der Tasche bekommt man nicht automatisch einen Job.
Solange man keine Arbeit bekommen kann, braucht man ein anständiges Arbeitslosengeld für ein menschenwürdiges Leben.

Zitat von GetASmile Beitrag anzeigen
Klar sind die Statistiken alles andere als realistisch. Die wirklichen Arbeitslosenzahlen liegen definitiv höher als das, was uns die Politik vermitteln will. Aber selbst mit den realistisch angegebenen Zahlen ist nichts gewonnen.
Natürlich ist mit den realistischen Zahlen viel gewonnen.
Man muss das Übel an der Wurzel packen:
Es kann gar nicht mehr anständige Arbeit für alle geben.
Denn es gibt nicht genug anständige Arbeit.
Die vorhandenen Kapazitäten müssen foglich gerechter verteilt werden.
Und Schluss mit dem kollektiven Mobbing gegen Erwerbslose.
minzee ist offline  
Alt 19.09.2010, 13:50   #22
minzee->Emailproblem
Emailadresse berichtigen!
 
Registriert seit: 22.02.2008
Beiträge: 269
minzee
Standard AW: Wie Situation verbessern? Woher Hoffnung?

Zitat von GetASmile Beitrag anzeigen
Welche Bedingungen müssten für dich da sein, damit du Arbeit hast? Ganz kurzfristig gedacht jetzt. Und da jetzt nicht die Antwort, dass sich jemand finden müsste, der dich einstellt. Sondern wirklich die Antwort darauf, wieso es (abgesehen von zu wenig Arbeitsplätzen für zu viele Menschen) so ist, dass gerade ich keine Arbeit habe / du keine Arbeit hast.
Was ist im Leben schief gelaufen, dass es gerade uns getroffen hat und nicht irgendjemand anderes?
Waren es einfach zu schlechte Schulnoten? Ggf. sogar garkein Schulabschluss? War man zur falschen Zeit am falschen Ort? Ist man mit einer Selbständigkeit gescheitert? Oder hat man seinen Job verloren und findet keinen neuen, weil man "zu alt" ist? Vielleicht ist man auch nicht flexibel genug, weil man alleine sein Kind durchbringen muss?
Bei mir trifft das alles weniger zu und ich würde auch behaupten, dass Mängel im erreichten Bildungsstand ein provoziertes Klischeebild für die Gründe individueller Arbeitslosigkeit ist.
Im Gegenteil, ich kenne viele, die wirklich nicht viel drauf haben, aber dank einer besseren Wiege und Vitamin B nunmehr auf einem guten Arbeitsplatz sitzen.
Ich war während Kindheit und Jugend familiär belastet und dies wurde nirgendswo aufgefangen, so dass ich falsche Entscheidungen im Bildungsweg getroffen habe, die schon bald nicht mehr rückgängig zu machen waren.
Nichtsdestotrotz habe ich ein FH-Diplom mit sehr gut, eine einjährige Zertifikatsweiterbildung mit sehr gut sowie ein abgebrochenes Magisterstudium, welches ich trotz guter bis sehr guter Studienleistungen nach dem Grundstudium abbrechen musste, da es für ein "Zweitstudium" kein Bafög gibt.
In dem Berufsbild des Diploms liegt nicht meine eigentlche Eignung, und so schaffe ich es seit Jahren nicht, auf dem ersten AM eine unbefristete, anständig bezahlte Arbeit zu finden.
minzee ist offline  
Alt 19.09.2010, 13:53   #23
minzee->Emailproblem
Emailadresse berichtigen!
 
Registriert seit: 22.02.2008
Beiträge: 269
minzee
Standard AW: Wie Situation verbessern? Woher Hoffnung?

Zitat von GetASmile Beitrag anzeigen
Wie müssten die Rahmenbedingungen (IN DIESER VERDAMMT NOCH MAL VORHANDENEN REALITÄT UND IN DIESEM POLITISCHEN SYSTEM) sein, damit man wieder eine Chance hat?
Natürlich können sich auch die politischen Rahmenbedingungen ändern, das hat die Geschichte oft genug gezeigt.
minzee ist offline  
Alt 19.09.2010, 15:03   #24
Berlin50
 
Registriert seit: 03.08.2010
Beiträge: 461
Berlin50 Möchte sein Renommee nicht öffentlich anzeigen...
Standard AW: Wie Situation verbessern? Woher Hoffnung?

Ich finde, aus jeder Partei sollten Wirtschaftsleute in ein Gremium delegiert werden, die sich nur mit der Frage beschäftigen, wie und mit welchen Gesetzen kann man den 1. Arbeitsmarkt für viele Arbeitnehmer wiederbeleben. Es sollte Wert auf Nachhaltigkeit und Festigung von Firmen gehen, weniger um Wachstum. Wichtig dabei ist, daß die Parteien an einem Strang ziehen. Dann vermeidet man das ewige Gegeneinander. Das erreicht man aber nur, wenn die wichtigste Frage von allen gemeinsam gelöst wird.

In Deutschland muß ein ganz neuer Wind wehen. Nämlich nicht Wachstum, sondern Stabilisierung. Inlandswirtschaft stärken. Dann wird auch die Arbeitslosigkeit bekämpft. Lg.
__

Kenn die Gesetze nicht, aber viele Tricks.
Berlin50 ist offline  
Alt 19.09.2010, 16:53   #25
arbeitslos in holland
Forumnutzer/in
 
Benutzerbild von arbeitslos in holland
 
Registriert seit: 16.08.2010
Ort: im Datenloch der NSA ;)
Beiträge: 9.576
arbeitslos in holland Möchte sein Renommee nicht öffentlich anzeigen...
Standard AW: Wie Situation verbessern? Woher Hoffnung?

Zitat:
Ich weiß z. B., dass mit einem gelockerten Kündigungsschutzgesetz sich auch kleinere Firmen eher leisten könnten, noch eine weitere Person einzustellen. Das tun sie momentan nicht, weil sie dann an die Grenze kommen, dass das Kündigungsschutzgesetz wieder greift. Und wenn es das tut, haben sie bei schlechter Auftragslage das Problem, dass sie die Personen nicht wieder loswerden können und selbst in finanzielle und wirtschaftliche Probleme kommen. Würde man es mit dieser unpopulären Entscheidung, das Kündigungsschutzgesetz zu lockern, versuchen, gäbe das sicherlich einen Anstoß in die Richtung, dass mehr Leute eingestellt würden.
(personal)manager haben verinnerlicht, nach dem vorbild der amerikaner, in 3 monatsschritten zu planen und zu handeln.

da setzen die zaf an. selbst wenn man über jahre über zaf beim selben kunden ist, wird nicht festeingestellt. das ist betriebswirtschaftlich ein waaaahnsinn

hier in holland läuft das so:

ich stelle mich bei einer zaf vor. das erste was ich zu hören bekomme: wenn ich mich so und so verhalte, bekomme ich in 1/2 jahr einen festvertag

meine antwort: wenn die mich für so doof halten, sollten die mich besser nicht einstellen.

gespräch ende !

wenn ich dann man was vernünftiges bekomme, ist nach 6-12 monaten wieder ende. ich bin 37 und soll noch 30 jahre "durchhalten"

jedes jahr sinken meine chancen und wächst die zahl derer, die für weniger den selben job machen würden. mein nächster schritt ist jetzt, selbständig zu beginnen.

sollte das scheitern oder die lage in europa sich drastisch verändern, ist nicht auszuschliessen, dass ich europa den rücken kehren werde.

the sky is the limit
__

„De wereld is een hooiberg – elk plukt ervan, wat hij kan krijgen“ („Die Welt ist ein Heuhaufen, ein jeder pflückt davon, soviel er kann“

Hieronymus Bosch 1450-1516
arbeitslos in holland ist offline  
Thema geschlossen

Stichwortsuche
hoffnung, situation, verbessern

Themen-Optionen
Ansicht


Ähnliche Themen

Thema Autor Forum Antworten Letzter Beitrag
EinV via Verwaltungsakt (natürlich um Arbeitschancen zu verbessern) Barcode Eingliederungsvereinbarung (EGV +VA) 17 27.05.2010 01:13
Von der Leyen will Voraussetzungen für Kinderzuschlag wesentlich verbessern Mario Nette Archiv - News Diskussionen Tagespresse 7 20.11.2009 18:28
Ausschuss der letzten Hoffnung Paolo_Pinkel Archiv - News Diskussionen Tagespresse 1 28.12.2008 01:31
NRW will Unterstützung für arme Kinder verbessern wolliohne Archiv - News Diskussionen Tagespresse 8 21.11.2007 16:14
Im Alter ohne Hoffnung Kaleika Archiv - News Diskussionen Tagespresse 3 16.11.2007 19:57


Es ist jetzt 10:10 Uhr.


Powered by vBulletin® (Deutsch)
Copyright ©2000 - 2018, Jelsoft Enterprises Ltd.
Search Engine Optimisation provided by DragonByte SEO (Pro) - vBulletin Mods & Addons Copyright © 2018 DragonByte Technologies Ltd.
Feedback Buttons provided by Advanced Post Thanks / Like (Pro) - vBulletin Mods & Addons Copyright © 2018 DragonByte Technologies Ltd.
ELO-Forum by Erwerbslosenforum Deutschland