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Weiterbildung/Umschulung/Sinnlose Maßnahmen Bitte nur Beiträge posten, die mit Weiterbildung/Umschlung und sinnlose Maßnahmen zu tun haben


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Alt 08.12.2009, 09:17   #1
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Bomanns
Daumen runter Sinnlose Maßnahme

Die ARGE SODA Oberhausen zwingt ihre Kunden reihenweise in eine sogenannte Fortbildung beim Zentrum für Ausbildung und berufliche Qualifikation Oberhausen e. V. (ZAQ e. V.). Es handelt sich um eine 20wöchige Maßnahme mit dem Titel Kunden- und Serviceorientierung im beruflichen Alltag. Zur Zeit laufen mehrere solcher Maßnahmen gleichzeitig. Ein laufender Einstieg ist vorgesehen, so daß ständig neue Teilnehmer dazukommen.

Konkret läuft das so ab, daß die ARGE SODA Oberhausen einen Bildungsgutschein aushändigt, der nur beim ZAQ e. V. und dort nur für diesen einen Kurs eingelöst werden kann. Ich wollte nicht in diesen Kurs hinein, weil hier alltägliche Dinge wie "Schriftverkehr", "Organisation des Arbeitsplatzes" und "Umgang mit dem PC" gelehrt werden, die ich seit vielen Jahren beherrsche. Zum Teil wird hier einfach Stoff des Deutschunterrichts der Sekundarstufe 2 behandelt wie Kurzgeschichten, Inhaltsangaben und Bildbeschreibungen.

Die ARGE SODA Oberhausen zwang mich, zum ZAQ e. V. zu gehen und dort einen Schulungsvertrag abzuschließen. Wenn ich das nicht getan hätte, wäre mir das ALG II gekürzt worden. Ebenso lief es bei den anderen Kursteilnehmern.

In § 77 Abs. 3 SGB III ist die Vergabe von Bildungsgutscheinen geregelt. Dort steht: "Der Bildungsgutschein kann zeitlich befristet sowie regional und auf bestimmte Bildungsziele beschränkt werden. Der vom Arbeitnehmer ausgewählte Träger hat der Agentur für Arbeit den Bildungsgutschein vor Beginn der Maßnahme vorzulegen." Das heißt, normalerweise wählt der Arbeitnehmer/Arbeitsuchende selbst einen Träger (= Bildungsinstitut) aus! Die ARGE SODA Oberhausen stellt dieses Prinzip auf den Kopf, indem sie die Arbeitsuchenden in den von ihr gewünschten Kurs bei dem von ihr favorisierten Bildungsträger (ZAQ) hineindrängt.

Ich habe mich mit vielen Kursteilnehmern unterhalten und noch niemanden getroffen, der freiwillig in diese Maßnahme geht. Für das ZAQ e. V. ist es ein gutes Geschäft. Der Kurs kostet 2.952 EUR pro Teilnehmer. Das Geld fließt automatisch von der ARGE SODA Oberhausen zum ZAQ.

Die Stadt Oberhausen ist neben dem Dt. Gewerkschaftsbund und der AWO Mitglied im ZAQ e. V. Vorsitzende des ZAQ sind u. a. Bürgermeisterin Elia Albrecht-Mainz und Oberbürgermeister Klaus Wehling (beide SPD). Wehling ist als Verwaltungschef der Stadt Oberhausen ebenfalls oberster Vorgesetzter der ARGE SODA.
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Alt 08.12.2009, 16:52   #2
Mario Nette
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Standard AW: Sinnlose Maßnahme

Wurde die Maßnahme über eine EGV verordnet?

Hast du schon mal überlegt, eine Beschwerde an das Kundenreaktionsmanagement der dieser ARGE vorgestellten Regionaldirektion der Agentur für Arbeit zu senden? Und ans Kundenreaktionsmanagement des Servicehaus Nürnberg?

Mario Nette
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Ich bin durch Kaufhof gegangen - und das war für mich wie ein Museumsbesuch. (Frank Schwalm)
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Alt 10.12.2009, 04:51   #3
ethos07
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Standard AW: Sinnlose Maßnahme

Hi Boman, du hast doch so viele Infos - mach daraus einen Beitrag zumindest für pr-sozial, dann verbreitet sich diese Missstände schnell. Oder gehe an andere Medien.
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Viele Grüße aus Berlin
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Alt 11.12.2009, 10:22   #4
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Bomanns
Standard AW: Sinnlose Maßnahme

Zitat von Mario Nette Beitrag anzeigen
Wurde die Maßnahme über eine EGV verordnet?
Ja. Ich bin aber erst durch dieses Forum dadurch aufmerksam geworden, daß man offenbar seine Unterschrift unter eine EGV verweigern kann.

Zitat von Mario Nette Beitrag anzeigen
Hast du schon mal überlegt, eine Beschwerde an das Kundenreaktionsmanagement der dieser ARGE vorgestellten Regionaldirektion der Agentur für Arbeit zu senden? Und ans Kundenreaktionsmanagement des Servicehaus Nürnberg
Nein, auf die Idee war ich noch nicht gekommen. Werde ich auf jeden Fall tun. Übrigens haben alle Teilnehmer gestern einen Fragebogen der Bundesagentur für Arbeit bekommen, wo sie die Maßnahme beurteilen sollen. Ich werde mich aber nicht nur an den Fragebogen halten, sondern einen freien Text schreiben.

Danke und viele Grüße aus Oberhausen
Bomanns
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Alt 11.12.2009, 10:36   #5
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Bomanns
Standard AW: Sinnlose Maßnahme

Zitat von ethos07 Beitrag anzeigen
Hi Boman, du hast doch so viele Infos - mach daraus einen Beitrag zumindest für pr-sozial, dann verbreitet sich diese Missstände schnell. Oder gehe an andere Medien.
Danke, ethos07, werde ich machen. Das Presseportal pr-sozial kannte ich noch gar nicht. Von der Lokalpresse in Oberhausen kann ich mir keine Unterstützung erhoffen.

Grüße aus Oberhausen
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Alt 11.12.2009, 11:35   #6
Mario Nette
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Standard AW: Sinnlose Maßnahme

Also wenn genau diese Maßnahme in der EGV steht und die EGV gültig ist, dann kannst du eben nur dagegen angehen, wenn du inhaltlich ansetzt.

Die örtliche Presse würde ich weiterhin im Auge behalten. Momentan ist ja groß in den Medien, dass die Kommunen unglaublich hoch belastet werden. Da macht es sich vielleicht dann doch ganz gut, wenn man der Zeitung schreibt, wofür Kommunen so alles Geld verplempern. Das hier mal wieder SPD und AWO zu finden sind, ist ja schon ein altbekanntes Bild. Du könntest noch überlegen, das beim DGB zur Sprache zu bringen. Und zwar nicht beim lokalen, sondern - ich kenne die Strukturen nicht genau - beim übergeordneten Vorgesetzten.

Zum Fragebogen: Wer hat ihn ausgeteilt und wer hat ihn eingesammelt? Wohin wurden die eingesammelten Exemplare zuerst gegeben? Ich kenne das aus der Uni, dass von Studis als mangelhaft bewertete Kurse trotzdem als erfolgreich verkauft wurden und immer schön weitermachen konnten. Interessanterweise Kurse, bei denen die Dozenten/Professoren die Fragebögen wieder eingesammelt haben ... Man denke sich seinen Teil ...

Mario Nette
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Alt 11.12.2009, 13:51   #7
ethos07
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Standard AW: Sinnlose Maßnahme

Zitat von Bomanns Beitrag anzeigen

...
Nein, auf die Idee war ich noch nicht gekommen. Werde ich auf jeden Fall tun. Übrigens haben alle Teilnehmer gestern einen Fragebogen der Bundesagentur für Arbeit bekommen, wo sie die Maßnahme beurteilen sollen. Ich werde mich aber nicht nur an den Fragebogen halten, sondern einen freien Text schreiben.

Danke und viele Grüße aus Oberhausen
Bomanns
Kannst du uns vielleicht den Fragebogen der BA anonymisiert/geschwärzt hier einstellen? ...würde mich ja mal interessieren, was die da so erfahren möchten.

Wenn man effektiv gegen einen der unzähligen Missstände der HartzIV-Repressionsmaschinierie aktiv werden will, ist nach meiner Erfahrung am besten: man tut das auf möglichst mehreren Kanälen parallel - halt einfach soweit die eigenen Kräfte reichen... ;-).
Denn auf Kooperationen mit anderen Betroffenen zu "hoffen" ist's in der Tat vor Ort ein nie endendes Unterfangen ...

Hast du schon mal oben in der Mitglieder-Karte geschaut ob es aus Oberhausen hier noch andere aktive Forumsuser gibt?

***
edit: ...hab's grad mal gemacht (Oberhausen im Gewusel der Orte, wo sich inzwischen User, eingetragen haben, zu finden war gar nicht einfach... Als bis ca. Anfang dieses Jahres gut aktiver User aus Oberhausen in Erinnerung ist mir avalon. Dem könntest du vielleicht mal eine PN schreiben, und erkunden ob's ganz vielleicht für eine Zusammenarbeit , um diese dummen Maßnahme vor Ort in die Knie zu bekommen, Möglichkeiten vor Ort gäbe? Ich jedenfalls bin nur über solche "Schleichwege" langsam aber stetig zu nützlichen Kontakten auch in dieser unserer großen Hauptstadt hier gekommen - und auch hier stehen wir noch sehr am Anfang der Gegenwehr von unten.
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Viele Grüße aus Berlin
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Alt 11.12.2009, 14:42   #8
Mario Nette
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Standard AW: Sinnlose Maßnahme

Andere Oberhausener aus dem Forum findest du hier: http://www.elo-forum.org/memberlist.php?do=search (bei Ort eben "Oberhausen" eingeben).

Mario Nette
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Alt 12.12.2009, 15:15   #9
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Bomanns
Standard AW: Sinnlose Maßnahme

Zitat von Mario Nette Beitrag anzeigen
Also wenn genau diese Maßnahme in der EGV steht und die EGV gültig ist, dann kannst du eben nur dagegen angehen, wenn du inhaltlich ansetzt.
In der EGV steht:
"Sie suchen sich eine Weiterbildungsmaßnahme gemäß dem am 25.09.2009 ausgehändigten Bildungsgutschein innerhalb dessen Gültigkeitszeitraums und dem angegebenen Bildungsziel. Hierfür können Sie die Weiterbildungsdatenbank Kursnet (...) nutzen."
In dem Bildungsgutschein steht:
"Bildungsziel/Qualifizierungsinhalte: 7142-104 (Ziel-BKZ), Busfahrer/in
Service- und Kundenorientierung im beruflichen Alltag"
Hierdurch ist ein bestimmter Kurs vorgegeben, da es nur eine Maßnahme mit diesem Titel (blau) gibt. Da half mir auch der Verweis auf die Datenbank Kursnet nicht weiter.

Das Bildungsinstitut (ZAQ e. V.) beschreibt die Zielgruppe folgendermaßen (siehe hier):
"Zielgruppe:
Arbeitslose und von Arbeitslosigkeit bedrohte Helfer aus dem Dienstleistungsbereich oder gewerblich/technischen Bereich, die eine Anstellung als Helfer anstreben."
Wohlgemerkt: ein Busfahrer mit Fahrerlaubnis Klasse DE ist kein Helfer, sondern eine Fachkraft. Auf meine Nachfrage beim ZAQ e. V. erklärte mir der Sachbearbeiter: "Ja, [wir nehmen] nicht nur Helfer." Das heißt, im Grunde nimmt man gerne jeden, wenn man nur die Hörsäle füllen kann.

Zitat von Mario Nette Beitrag anzeigen
Zum Fragebogen: Wer hat ihn ausgeteilt und wer hat ihn eingesammelt? Wohin wurden die eingesammelten Exemplare zuerst gegeben?
Der Dozent hat am 10.12.09 den 4seitigen Fragebogen Nr. "BA I FW 218 - 10/04" (siehe hier) ausgeteilt. Die ausgefüllten Fragebogen können beim Dozenten abgegeben werden. Am Kopf des Fragebogens muß die 9stellige Maßnahmenummer eingetragen werden. Als ich den Dozenten gestern nach meiner Maßnahmenummer fragte (sie steht nicht im Vertrag), nannte er sie mir und fügte hinzu, wir brauchten die Nr. aber nicht selbst einzusetzen, sondern das könne das Büro [beim ZAQ e. V.] übernehmen.

Viele Grüße
Bomanns
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Alt 12.12.2009, 15:26   #10
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Bomanns
Standard AW: Sinnlose Maßnahme

Zitat von ethos07 Beitrag anzeigen
Kannst du uns vielleicht den Fragebogen der BA anonymisiert/geschwärzt hier einstellen? ...würde mich ja mal interessieren, was die da so erfahren möchten.
Es handelt sich um den Fragebogen Nr. "BA I FW 218 - 10/04" mit der Überschrift: "Fragebogen für Teilnehmerinnen und Teilnehmern an beruflichen Weiterbildungsmaßnahmen".

Man kann ihn als PDF-Datei herunterladen bei Startseite - www.arbeitsagentur.de unter folgendem Direktlink:

http://www.arbeitsagentur.de/bund/ge...goto?id=196714

Oder bei Startseite - www.arbeitsagentur.de in der roten Kopfleiste den Begriff "Formulare" auswählen und auf der folgenden Seite im Suchfenster den Begriff "FW 218" eingeben.

Viele Grüße
Bomanns
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Alt 12.12.2009, 15:53   #11
Mario Nette
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Standard AW: Sinnlose Maßnahme

Zu deinen Angaben reiche ich noch einige Informationen nach:
DKZ-Datensatz
DKZ-Suchworte
Busfahrer/in - BERUFENET, Berufsinformationen einfach finden

Also ist nur wegen des von dir blauen unterlegten Textes diese eine Maßnahme infrage gekommen. Von "suchen", wie in der EGV steht, kann da keine Rede sein.

Was mit den Fragebögen jetzt passiert, ist spekulativ. Die Möglichkeit, wie ich sie oben hinsichtlich der Uni-Fragebögen angedeutet habe, besteht jedenfalls. Aber: Nichts Genaues weiß man nicht.

Du könntest natürlich darauf bestehen, dass man dich wirklich zum Busfahrer weiterbildet. Schließlich lautet ja so der Name der Maßnahme. Ansonsten: "Was, das hat hier gar nichts mit Busfahren zu tun? Dann war das ja ein Nepp! "

Mario Nette
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Alt 04.01.2010, 19:45   #12
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Bomanns
Beitrag Bericht an die Arbeitsagentur, Abt. Kundenreaktionsmanagement

Zitat von Mario Nette Beitrag anzeigen
Wurde die Maßnahme über eine EGV verordnet?

Hast du schon mal überlegt, eine Beschwerde an das Kundenreaktionsmanagement der dieser ARGE vorgestellten Regionaldirektion der Agentur für Arbeit zu senden? Und ans Kundenreaktionsmanagement des Servicehaus Nürnberg?

Mario Nette
Nachfolgend mein Schreiben vom 28.12.2009 an die

Agentur für Arbeit
Regionaldirektion Nordrhein-Westfalen
Abt. Kundenreaktionsmanagement
Postfach 10 10 40
40001 Düsseldorf:

Maßnahme Nr. 371-131-2009: „Service- und Kundenorientierung im beruflichen Alltag“

Sehr geehrte Damen und Herren,

seit dem 15.10.2009 muß ich an der o. g. Maßnahme teilnehmen. Bildungsträger ist das Zentrum für Ausbildung und berufliche Qualifikation Oberhausen e. V. (ZAQ), Essener Straße 100, 46047 Oberhausen. Am 10.12.2009 habe ich beim ZAQ Ihren „Fragebogen für Teilnehmerinnen und Teilnehmer an beruflichen Weiterbildungsmaßnahmen“ (Nr. BA I FW 218 – 10/04) erhalten.

Ich kann Ihren Fragebogen leider nicht ausfüllen, da Sie offensichtlich von falschen Voraussetzungen ausgehen.

Auf Seite 4 Ihres Fragebogens stellen Sie folgende Frage:
  • Wenn ich noch einmal vor die Wahl gestellt wäre, dann würde ich mich für diesen Lehrgang
[ ] wieder entscheiden.
[ ] nicht noch einmal entscheiden.
Ich habe mich nicht für den Lehrgang entschieden, sondern ich wurde von der Arbeitsgemeinschaft Soziale Dienstleistungen am Arbeitsmarkt (ARGE SODA), Centroallee 277, 46047 Oberhausen in den Kurs hineingezwungen.

Zur Zeit laufen mehrere solcher Maßnahmen beim ZAQ. Ein laufender Einstieg ist vorgesehen, so daß ständig neue Teilnehmer dazukommen und neue Kurse eröffnet werden. Dazu später mehr.

Ich habe den Kurs nun zur Hälfte abgeschlossen und erstatte Ihnen in freier Form Bericht: Am 25.09.2009 hatte ich einen Termin im Jobcenter Sterkrade, Steinbrinkstraße 248, 46145 Oberhausen. Die Sachbearbeiterin, Frau A., schrieb in die neue Eingliederungsvereinbarung, daß ich die o. g. Fortbildung besuchen solle. Ich solle beim ZAQ einen Termin ausmachen.

Die Sachbearbeiterin gab mir eine Broschüre des Kurses mit (siehe Anlage 1). Ich wollte diesen Kurs nicht belegen, weil ich fast alle Themen beherrsche: Deutsch, Organisation des Arbeitsplatzes, Schriftverkehr, Umgang mit dem PC, Microsoft Office und Internet mache ich seit vielen Jahren aus dem Effeff! Ich bin ausgebildeter Informatiker!

Nur in Warenwirtschaft und Lagerhaltung kannte ich mich bisher nicht aus, aber was soll mir das in meinen Berufen als Informatiker und Busfahrer nützen?

Am 12.10.2009 sprach ich beim Jobcenter Sterkrade vor und wurde von Frau K. aufgerufen. Frau K. rief ihre Vorgesetzte, Frau L., an und erklärte mir, ich hätte die Eingliederungsvereinbarung unterschrieben, und daher müsse ich jetzt auch den Kurs besuchen. Sonst werde meine Leistung gekürzt. Darauf sagte ich: „Dann werde ich die Zeit halt sinnlos absitzen.“ Dies quittierte Frau K. mit einem Schulterzucken.

Das Jobcenter Sterkrade ist also spätestens seit dem 12.10.2009 informiert, daß mir dieser Kurs überhaupt nichts nützt. Der Kurs kostet 2.952 EUR!

Interessanterweise steht in der Eingliederungsvereinbarung (siehe Anlage 2): „Sie suchen sich eine Weiterbildungsmaßnahme gemäß dem ... Bildungsgutschein ...“

Im Bildungsgutschein steht aber: „Bildungsziel: Busfahrer/in, Service- und Kundenorientierung im beruflichen Alltag.“

Das heißt, hier wird der Kurstitel (unterstrichen) bereits vorgegeben, so daß ich überhaupt keine Auswahl hatte! Der Bildungsträger (ZAQ) war hierdurch ebenfalls vorgegeben, da es bei keinem anderen Bildungsträger einen Kurs mit demselben Titel gibt.

In § 77 SGB III ist die Vergabe von Bildungsgutscheinen geregelt. Dort steht: "Der Bildungsgutschein kann zeitlich befristet sowie regional und auf bestimmte Bildungsziele beschränkt werden. Der vom Arbeitnehmer ausgewählte Träger hat der Agentur für Arbeit den Bildungsgutschein vor Beginn der Maßnahme vorzulegen." Das heißt, normalerweise wählt der Arbeitnehmer/Arbeitsuchende selbst einen Bildungsträger aus! Die ARGE SODA Oberhausen stellt dieses Prinzip auf den Kopf, indem sie die Arbeitsuchenden in den von ihr gewünschten Kurs bei dem von ihr favorisierten Bildungsträger (ZAQ) hineindrängt.

Im Unterricht wird zum Teil einfach Stoff der Sekundarstufe 2 behandelt wie Kurzgeschichten, Inhaltsangaben und Bildbeschreibungen. Aufgabenblätter kann ich Ihnen gerne übersenden. Ich habe auf dem Freiherr-vom-Stein-Gymnasium in Oberhausen das Abitur abgelegt, und Sie dürfen mir glauben, daß ich die geläufigen Themen des Deutschunterrichts beherrsche. Nach § 85 (4) SGB III dürfte eine Maßnahme, die Schulstoff vermittelt, überhaupt nicht für Bildungsgutscheine zugelassen sein.

Ich habe mich mit fast allen Teilnehmern meines Kurses unterhalten. Hierbei hörte ich immer wieder die gleiche Meinung: alle wurden gegen ihren Willen in den Kurs hineingezwungen. Die Kursteilnehmer fühlen sich wie unmündige Kinder behandelt, die die Schulbank drücken müssen. Daraus haben sie übrigens auch vor den Dozenten kein Hehl gemacht. Der Frust ist enorm, und viele Teilnehmer sind krank geworden.

Die Gründe, warum kein Interesse an der Fortbildung besteht, sind nicht immer die gleichen wie bei mir. Wir haben ca. 60jährige Reinigungskräfte im Kurs, die sich nicht mehr mit Datenverarbeitung beschäftigen möchten und denen das auch nichts nützt. Der Kurs ist ein bunt zusammengewürfelter Haufen von Menschen mit ganz verschiedenen Vorkenntnissen.

Es ist ein laufender Einstieg möglich, so daß die ARGE SODA Oberhausen ständig neue Teilnehmer in den Kurs einweist.

Zudem haben fast alle Kursteilnehmer eine angemeldete Nebenbeschäftigung (400-Euro-Job), der sie auch weiter nachgehen sollen. Über die Abwesenheitszeiten, wo die Schüler dem Nebenjob nachgehen, müssen sie einen Nachweis des Arbeitgebers vorlegen. Diese Zeiten sind natürlich für alle Teilnehmer unterschiedlich, so daß ein ständiges Kommen und Gehen herrscht und die Teilnehmer den Stoff gar nicht kontinuierlich verfolgen können. Sinnvoll wäre doch nur eine Regelung ähnlich dem dualen System der Berufsausbildung, wo zu festen Zeiten Unterricht ist (z. B. jeden Vormittag oder montags/dienstags ganztägig) und man zur restlichen Zeit seiner Arbeit nachgehen kann. Offenbar halten die ARGE SODA Oberhausen und das ZAQ es selbst nicht für nötig, daß die Schüler den Unterrichtsstoff verfolgen.

Vorgesehen sind maximal 39 Stunden pro Woche an Unterrichtszeit. Wenn ein Teilnehmer durch seinen Nebenjob nur 15 oder 20 Stunden anwesend sein kann, bezahlt er trotzdem die volle Kursgebühr. Das ist offensichtlich unökonomisch!

Infolge der hohen Abwesenheitszeiten durch Krankheit und Nebenjob hat das ZAQ jeweils zwei Kurse zu einem zusammengefaßt: Und zwar wurde meine Maßnahme 371/131/2009 mit der Maßnahme 371/140/2009 und die Maßnahme 371/118/2009 mit der Maßnahme 371/126/2009 zusammengeführt. Wohlgemerkt: für alle Teilnehmer wird die volle Kursgebühr von 2.952 EUR fällig!

Ich habe mir natürlich Gedanken gemacht, warum die ARGE SODA Oberhausen möglichst viele Teilnehmer zum ZAQ schicken möchte. Die ARGE SODA würde ihre Kunden sicher nicht zu einem x-beliebigen Bildungsträger in einer anderen Stadt schicken.

Die ARGE SODA Oberhausen wird zumindest zur Hälfte von der Stadt Oberhausen betrieben. Oberbürgermeister Klaus Wehling (SPD) ist oberster Verwaltungschef der Stadt Oberhausen. Damit ist er auch oberster Vorgesetzter der ARGE SODA.

Das ZAQ e. V. wurde 1982 auf Initiative des Sozialdezernenten der Stadt Oberhausen gegründet. Mitglieder dieses Vereins sind heute die Arbeiterwohlfahrt, der Deutsche Gewerkschaftsbund und die Stadt Oberhausen. Oberbürgermeister Klaus Wehling ist gleichzeitig zweiter Vorsitzender des ZAQ. Erste Vorsitzende ist seine Parteigenossin, Bürgermeisterin Elia Albrecht-Mainz. Als Vereinsmitglied hat die Stadt Oberhausen naturgemäß ein großes Interesse am Gewinn des ZAQ.
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Alt 04.01.2010, 20:08   #13
Paolo_Pinkel
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Standard AW: Sinnlose Maßnahme

Zitat:
Sinnvoll wäre doch nur eine Regelung ähnlich dem dualen System der Berufsausbildung, wo zu festen Zeiten Unterricht ist (z. B. jeden Vormittag oder montags/dienstags ganztägig) und man zur restlichen Zeit seiner Arbeit nachgehen kann. Offenbar halten die ARGE SODA Oberhausen und das ZAQ es selbst nicht für nötig, daß die Schüler den Unterrichtsstoff verfolgen.
Sinnvoll wäre, solche Maßnahmen garnicht mehr durch Quersubventionierung künstlich am Leben zu erhalten. Der Wirkungsgrad für betroffene scheint, bei diesem Gießkannenprinzip, offenkundig gering. Dabei sollen Maßnahmen doch auch nach wirtschaftlichen Aspekten (Abs.1 Pkt.4) ausgesucht und vergeben werden? Brisant sind hier die Verstrickungen des OB mit dem Träger und die daraus resultierende Monopolstellung bei der Vergabe solcher Maßnahmen. Neben der RD NRW würde sich auch sicherlich die BA in Nürnberg sowie das BMAS in Berlin freuen.
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Paolo_Pinkel ist offline  
Alt 06.01.2010, 23:48   #14
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Info AW: Sinnlose Maßnahme

Zitat von Paolo_Pinkel Beitrag anzeigen
Sinnvoll wäre, solche Maßnahmen garnicht mehr durch Quersubventionierung künstlich am Leben zu erhalten. Der Wirkungsgrad für betroffene scheint, bei diesem Gießkannenprinzip, offenkundig gering. Dabei sollen Maßnahmen doch auch nach wirtschaftlichen Aspekten (Abs.1 Pkt.4) ausgesucht und vergeben werden? Brisant sind hier die Verstrickungen des OB mit dem Träger und die daraus resultierende Monopolstellung bei der Vergabe solcher Maßnahmen. Neben der RD NRW würde sich auch sicherlich die BA in Nürnberg sowie das BMAS in Berlin freuen.

Stimmt vollkommen!

Nun an alle : In einem solchen Fall ist es m.E. das Wichtigste :

-erst einmal Online-Beschwerde an das Kundenreaktionsmanagement
(Geht halt am schnellsten)
---Dann Notfallgespräch mit dem Teamleiter / in (hin ohne Termin und Notfall anmelden, hat bei mir 2 Minuten Wartezeit ohne alles gekostet)---
-Mit diesem dann die Lage klären (vorher Sehr schlau machen!!!)

Dann Widerspruch mit Anmerkung, dass das ganze noch von dir unter Zurhilfenahme eines juristischen Rahmens geprüft werden muss ( verleiht dir Zeit)..
Meckenheimer ist offline  
Alt 07.01.2010, 18:07   #15
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Bomanns
Idee AW: Sinnlose Maßnahme

Zitat von Meckenheimer Beitrag anzeigen
-erst einmal Online-Beschwerde an das Kundenreaktionsmanagement
(Geht halt am schnellsten)
Der Bundesagentur in Nürnberg werde ich noch eine Online-Beschwerde zuschicken.

Die Beschwerde an die Regionaldirektion NRW in Düsseldorf habe ich schon schriftlich gemacht (am 28.12.09), da habe ich bis heute noch keine Reaktion.

Zitat von Meckenheimer Beitrag anzeigen
---Dann Notfallgespräch mit dem Teamleiter / in (hin ohne Termin und Notfall anmelden, hat bei mir 2 Minuten Wartezeit ohne alles gekostet)
Hätte ich im Oktober machen sollen. Jetzt habe ich die Maßnahme zu ca. 2/3 überstanden, so daß ich das restliche Drittel einfach durchziehen werde.

Was mich nur so aufgebracht hat: alle Leute, die ich in dem Kurs kennengelernt habe, wurden da hineingezwungen und wollten das nicht machen.

Und so wird das auch in Zukunft weitergehen, da ständig neue Kurse beim ZAQ e. V. starten. Es wäre schön, wenn man dieser Bevormundung und Gängelung der Arbeitsuchenden, die nur dem ZAQ Geld verschafft, mal einen Riegel vorschieben könnte.

Zitat von Meckenheimer Beitrag anzeigen
Dann Widerspruch ...
Widerspruch konnte ich nicht erstatten, weil ich keinen Bescheid hatte.

Die Maßnahme wurde über eine EV verordnet. Leider habe ich die EV viel zu voreilig unterschrieben.

Daß man nicht jede EV unterschreiben muß, habe ich erst durch Foren wie dieses erfahren. Da war es leider zu spät.

Grüße
Bomanns
Bomanns ist offline  
Alt 12.06.2010, 15:11   #16
Schorsch Kluni->Emailproblem
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Schorsch Kluni
Standard AW: Sinnlose Maßnahme

Nun, was soll ich sagen .... also ich befinde mich seit geraumer Zeit ebenfalls in einer Maßnahme beim ZAQ. Ich habe leider auch vorschnell die EV unterschrieben, womit ich mich zur Teilnahme verpflichtet habe. Die Maßnahme soll das Ziel haben, die Teilnehmer in eine sozialversicherungspflichtige Beschäftigung zu bringen und somit wieder in den Arbeitsmarkt zu "integrieren". Dies ist dem ZAQ in meinem und ein paar anderen Fällen bislang noch noch nicht gelungen. Nun neigt sich die Maßnahme dem Ende entgegen und das ZAQ gerät nun offenbar seitens der Arge unter Druck, uns doch irgendwie irgendwo unterzubekommen. Und sei es auch nur über irgendeine Leiharbeitsklitsche, bei der man eh spätestens nach 8 Wochen wieder rausgeschmissen wird. Man stelle sich einmal vor: Da ist ein Kollege in Eigeninitiative an eine Praktikumstelle mit Aussicht auf eine Festanstellung gekommen (wo er dann einen Stundenlohn von 11 Euro hätte) und nun sollte er sich trotzdem bei einem solchen Menschenhändler bewerben (bei dem er bei weitem nicht so viel bekommen würde), wo er seinen Job nach relativ kurzer Zeit mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit wieder los wäre. Das zeigt doch ganz klar, daß das ZAQ sich "Integrationserfolge" unbedingt auf die eigenen Fahnen schreiben will und es nicht gerne sieht, wenn Teilnehmer über Eigenbemühungen in einen Job kommen.
Ich werde mal sehen, was sich das ZAQ für mich in den letzten Wochen noch einfallen lassen wird. Mit der Brechstange werde ich mich von denen jedenfalls nicht irgendwohin scheuchen lassen. Und wenn sie es versuchen sollten, werde ich in Sachen Öffentlichkeitsarbeit mal ein paar Geschütze auffahren, die ich schon seit einiger Zeit in petto habe.
Schorsch Kluni ist offline  
Alt 23.06.2010, 18:29   #17
Bomanns->Emailproblem
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Bomanns
Ausrufezeichen ALG2-Empfänger mit Nebenbeschäftigung

Der Kurs Kunden- und Serviceorientierung im beruflichen Alltag beim ZAQ Oberhausen ist ein Sammelsurium von Alltagswissen. Ich habe diese Maßnahme am 26.02.2010 abgeschlossen.

Schwerpunkt ist einfachstes Basiswissen im PC-Bereich. Texte und Tabellen eingeben und Internetseiten aufrufen. Mindestens die Hälfte der Teilnehmer können das schon und langweilen sich zu Tode.
  • Die Teilnehmer, die schon vor dem Kurs mit dem PC umgehen konnten, können es natürlich hinterher auch noch.
  • Diejenigen, die überhaupt keine Computerkenntnisse haben, erwerben sie in diesem Kurs auch nicht, weil sie mit ihrem Aufgabenblatt alleingelassen werden und damit nicht zurechtkommen.
Und dann sind da noch solche Dinge, die wir alle mit 12 oder 14 in der Schule gelernt haben: Bild- und Gegenstandsbeschreibungen, Kurzgeschichten interpretieren, Zeitungsartikel zusammenfassen, Referate halten.

Nach Aussage der ARGE SODA Oberhausen sei diese Maßnahme jetzt vom ZAQ angekauft, und deshalb sollen alle ALG2-Empfänger, die eine Nebenbeschäftigung angemeldet haben, dort eingewiesen werden - unabhängig von ihrer Vorbildung! Das nenne ich ökonomisch!

ARGE SODA und ZAQ haben folgende Idee gehabt: Wer diese Maßnahme besucht, darf seiner Nebenbeschäftigung weiter nachgehen, aber er muß jede Abwesenheit vom Unterricht von seinem Arbeitgeber bestätigen lassen. Das führt natürlich zu einem immensen Papierkram. Böse Zungen behaupten, es handele sich um eine Scheinmaßnahme, die dazu dient, die Arbeitsstunden im Nebenjob zu überprüfen.

Allen, die bereits mit dem PC umgehen können, rate ich:

Unterschreiben Sie nicht vorschnell die vorbereitete Eingliederungsvereinbarung der ARGE SODA, mit der Sie der Teilnahme am Kurs zustimmen!

Wenn Sie die Eingliederungsvereinbarung erst einmal unterschrieben haben, gibt es rechtlich kein Zurück mehr.

Sagen Sie, daß Sie das schon können, und suchen Sie sich eine sinnvolle Fortbildung!
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Alt 24.06.2010, 21:07   #18
hemmi
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hemmi Möchte sein Renommee nicht öffentlich anzeigen...
Standard AW: Sinnlose Maßnahme

Ich bin selbst Opfer einer solchen Maßnahme, ein sogenannter Computerspezialist, des Maßnahmeträgers, wollte mir erklären wie ein Computer funktioniert. Nun wusste der gute Mann nicht daß ich , ausgebildeter, Informationselektroniker bin und lief sich fest. Schließlich fragte er mich wie lange ich mich schon mit Computer beschäftige und was mein erster Computer für einer gewese wäre. Nun mein erster Computer war ein Commoder VC 20, kannte er nicht, ist ja auch logisch wenn ich erst seit der Pentiumphase dabei bin und das das ganze nun schon 30 Jahre andauert, was sein Lebensalter um 2 Jahre überdrifft, ließ ihn dann doch sehr kleinsibig werden.
Seit ich ihm dann noch gezeigt habe wie man einen Administrator abhängt, kocht er mir immer öfter einen Kaffee.
hemmi ist offline  
Alt 25.06.2010, 18:30   #19
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Bomanns
Standard AW: Sinnlose Maßnahme

Das kann ich sehr gut nachvollziehen, habe ich doch 1979 mit dem Commodore PET 2001 angefangen!
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