Erwerbslosen Forum Deutschland (ELO-Forum) QR-Code des ELO-Forum
Mach mit. klick mich....
Impressum Stichwortsuche Spenden Strafanzeigen Verfahrensrecht Registrieren Hilfe Interessengemeinschaften Kalender Suchen Alle Foren als gelesen markieren

Start > > -> EGV trotz Job?

Weiterbildung/Umschulung/Sinnlose Maßnahmen Bitte nur Beiträge posten, die mit Weiterbildung/Umschlung und sinnlose Maßnahmen zu tun haben


Danke Danke:  0
Thema geschlossen

 

Themen-Optionen Ansicht
Alt 15.02.2009, 13:01   #1
Anami
Gast
 
Beiträge: n/a
Unglücklich EGV trotz Job?

Hallo,
bin ganz neu hier in diesem Forum und habe ein Problem.
Oder sagt man Herausforderung dazu?
Meine Frau und ich sind bzw. waren seit Jahrzehnten selbständig, haben gut verdient und konnten uns nicht vorstellen, was das Leben für uns bereit halten sollte. Um es abzukürzen, einige Auftraggeber hielten die Vertäge nicht ein und wir verloren schließlich in einer Kettenreaktion alles.
Hartz 4 war plötzlich Realität.
Die damit verbundenen Erfahrungen erspare ich mir.
Kurz und gut, wir brauchten knapp zwei Jahre, um uns von diesem Schlag zu erholen. Jetzt, nach wirklich intensiven Eigenbemühungen, kommen wir beide mit jeweils ca. 19 Wochenstunden Arbeitszeit auf rund 1.800 Euro netto bereinigtes Einkommen. Da wir noch zwei Kinder haben (9/13) sind wir wohl hier in München noch knapp bedürftig, wenn die Freibeträge abgezogen werden. Möglicherweise sind wir aber mit Kindergeldzuschlag und Wohngeld bereits völlig aus dem Bezug und wissen es nur noch nicht.
Wo ist das Problem?
Nun, unsere SB behauptet nun, dass wir uns weiterhin für Eingliederungsmaßnahmen bereit halten müssen, da 19 Wochenstunden zu wenig seien. Sie will uns zu einer EGV zwingen, die uns in letzter Konsequenz zwingt, unsere Tätigkeit wieder einzustellen, damit wir für ihre Termine zur Verfügung stehen. Ziel müsste sein, in den 1. Arbeitsmarkt vermittelt zu werden. Aktuell will sie Sanktionsmaßnahmen durchsetzen..., eine Absenkung der Regelleistung um 30%, weil ich den Sinn der EGV nicht ganz einsehe.

Kann ich diese Furie irgendwie stoppen?

Lässt man uns jetzt in Ruhe weiter arbeiten, bin ich sehr sicher, bald (maximal 3 Monate) aus dem Bezug zu sein und endlich wieder auf eigenen Füßen zu stehen.

Hat igrendjemand eine Idee? Unsere SB behauptet, solange wir auch nur einen Cent von der ARGE bekämen, könnte sie mich/uns zur Teilnahme an Eingliederungsmaßnahmen zwingen und unsere Tätigkeit (sozialversicherungspflichtig) müsste im Zweifel eingestellt werden.
 
Alt 15.02.2009, 13:23   #2
physicus
Forumnutzer/in
 
Registriert seit: 01.03.2008
Beiträge: 6.742
physicus Enagagiertphysicus Enagagiertphysicus Enagagiertphysicus Enagagiertphysicus Enagagiertphysicus Enagagiertphysicus Enagagiertphysicus Enagagiertphysicus Enagagiertphysicus Enagagiertphysicus Enagagiert
Standard AW: EGV trotz Job?

Zitat:
Nun, unsere SB behauptet nun, dass wir uns weiterhin für Eingliederungsmaßnahmen bereit halten müssen, da 19 Wochenstunden zu wenig seien. Sie will uns zu einer EGV zwingen, die uns in letzter Konsequenz zwingt, unsere Tätigkeit wieder einzustellen, damit wir für ihre Termine zur Verfügung stehen. Ziel müsste sein, in den 1. Arbeitsmarkt vermittelt zu werden. Aktuell will sie Sanktionsmaßnahmen durchsetzen..., eine Absenkung der Regelleistung um 30%, weil ich den Sinn der EGV nicht ganz einsehe.
diese EGV NICHT unterschreiben, sanktionen sowie abwesenheit gehören nicht in eine EGV
Zitat:
„Die ausdrücklich im Gesetz festgelegten Rechtsfolgen von Meldepflichtverletzungen (Krankheit, Arbeitsaufnahme, Umzug) und Ortsabwesenheiten dürfen nicht durch eine abweichende Regelung in der Eingliederungsvereinbarung umgangen und durch Sanktionierung nach § 31 Abs. 1 . S.1 Nr. 1b ersetzt werden.


Zitat:
Es ist nicht zulässig, Regelungen zu Mitwirkungs- und Meldepflichten in der Eingliederungsvereinbarung festzulegen und Verstöße gegen diese Festlegungen infolgedessen nach § 31 Abs. 1 S. 1 Nr. 1 b zu sanktionieren, denn die Tatbestände und Rechtsfolgen zu Meldepflichtverletzungen sind in § 31 Abs. 2. eigenständig geregelt. Rechtsfolgen wiederholter Pflichtverletzungen nach Absatz 2 regelt § 31 Abs. 3 S. 3 (Minderung um 10%, 20%, 30% usw.).“


am besten wäre es wenn du die egv, die du hoffentlich nochnnicht unterschrieben hast, hier mal einstellst, die namen etc geschwärzt.
dann können wir schaun wie wir dagegen vorgehen können, das die sicher fehlerhaft ist scheint klar zu sein.

wenn du sie nicht unterschreibst wird sie per VA erlassen, dann haben sie aber keine handhabe zu sanktionieren und du kannst gegen den VA widerspruch einlegen, dazu sagst du hier nochmal bescheid, dabei hilft dir dann sicher auch jemand.

Zitat:
Hat igrendjemand eine Idee? Unsere SB behauptet, solange wir auch nur einen Cent von der ARGE bekämen, könnte sie mich/uns zur Teilnahme an Eingliederungsmaßnahmen zwingen
zwingen geht nur wenn du die EGV unetrschreibst dann haben sie eine handhabe.

Zitat:
unsere Tätigkeit (sozialversicherungspflichtig) müsste im Zweifel eingestellt werden.
völliger unfug, sozialversicherungspflichtige arbeit geht immer vor, die musst du auch nicht beenden.

fazit: die "furie" ist völlig inkompetent!
frag sie doc mal ob sie die Db der BA schon kennt und sich dort mal eingelesen hat...
sollte sie nicht wissen was das ist, heir ist der link ;) http://wdbfi.sgb-2.de/

auszug aus der Db:
Zitat:
Unzulässige Einträge in der Eingliederungsvereinbarung

Anliegen:
Ist es zulässig, Regelungen zu Meldepflichten und Ortsabwesenheiten in der Eingliederungsvereinbarung festzulegen und Verstöße gegen diese Festlegungen infolgedessen nach § 31 Abs. 1 S. 1 Nr. 1 b zu sanktionieren?
Antwort:
Nein, diese Verfahrensweise ist nicht zulässig.

Die Tatbestände und Rechtsfolgen zu Meldepflichtsverletzungen sind in § 31 Abs. 2. eigenständig geregelt. Rechtsfolgen wiederholter Pflichtverletzungen nach Absatz 2 regelt § 31 Abs. 3 S. 3 (Minderung um 10%, 20%, 30% usw.).
Unerlaubte Ortsabwesenheiten führen nach § 7 Abs. 4a SGB II zum vollständigen Verlust des Leistungsanspruchs für die Dauer der Abwesenheit. Die Rechtsfolge ist demnach auch hier eigenständig im Gesetz geregelt.

Die ausdrücklich im Gesetz festgelegten Rechtsfolgen von Meldepflichtsverletzungen und Ortsabwesenheiten dürfen nicht durch eine abweichende Regelung in der Eingliederungsvereinbarung umgangen und durch Sanktionierung nach § 31 Abs. 1 . S.1 Nr. 1b ersetzt werden.
mfg physicus
__

JobCenter we have Just Chaos

Meine Beiträge stellen keine Rechtshilfe dar, sondern sind lediglich Erfahrungswerte und meine Meinung, welche ich weiter gebe.
physicus ist offline  
Alt 15.02.2009, 15:09   #3
Mobydick
Gast
 
Beiträge: n/a
Standard AW: EGV trotz Job?

Zitat:
Nun, unsere SB behauptet nun, dass wir uns weiterhin für Eingliederungsmaßnahmen bereit halten müssen, da 19 Wochenstunden zu wenig seien. Sie will uns zu einer EGV zwingen, die uns in letzter Konsequenz zwingt, unsere Tätigkeit wieder einzustellen, damit wir für ihre Termine zur Verfügung stehen. Ziel müsste sein, in den 1. Arbeitsmarkt vermittelt zu werden. Aktuell will sie Sanktionsmaßnahmen durchsetzen..., eine Absenkung der Regelleistung um 30%, weil ich den Sinn der EGV nicht ganz einsehe.
Was bedeutet: "Sie will uns zu einer EGV zwingen"? Hat sie dir eine vorgelegt, oder hat sie nur das angekündigt? Wenn sie diese vorlegt, steck sie trotz allem Druck, den sie mit Sicherheit machen wird damit du sofort unterschreibst, einfach "zwecks sorgfältiger Prüfung" ein. Gehe zur sorgfältigen Prüfung in eine Erwerbsloseninitiative oder stell sie hier ins Forum rein.

Diese EGV enthält mit großer Wahrscheinlichkeit die Maßnahme, die dich zur Aufgabe deiner Tätigkeit zwingt. Wenn du das so unterschreibst, kannst du das nachher nicht ohne weiteres rückgängig machen und gehst auch noch "freiwillig" zur Maßnahme. Da müsste ein Gegenvorschlag ausgearbeitet werden, in der diese Maßnahme weggelassen wird. Da sind garantiert auch noch andere Unzulässigkeiten enthalten.

Anstelle der Maßnahme müsste man der Frau ein gutes, sinnvolles Angebot für deine Integration machen. So z.B. eine Fortbildung deiner Wahl ("wenn Sie Geld für eine sinnlose Maßnahme haben, haben Sie ja auch Geld für eine sinnvolle", ist immer das beste Argument). Ansonsten müsste man die EGV der SB sehen und man braucht von dir ein paar Infos, wie du dir deine Integration vorstellst.
 
Alt 15.02.2009, 18:04   #4
Anami
Gast
 
Beiträge: n/a
Standard AW: EGV trotz Job?

Hallo,
vielen Dank schon einmal für die ersten Antworten.
Ich sehe schon, dass ich noch etwas ungenau war.
Also: unsere SB unterscheidet zwischen mir und meiner Frau.
Meine Frau hatte im Oktober letzten Jahres eine EGV unterschrieben. In dieser hieß es, sie sollte einer Maßnahme 50+ zugewiesen werden. Es stand aber auch geschrieben, dass veränderte Umstände eine Anpassung zur Folge haben.
Im Januar begann sie nun mit der sozialversicherungspflichtigen Tätigkeit (mit etwas mehr als 15 Stunden/Woche). Hier gibt es, genau wie be mir, eine kleine Besonderheit. Wir sind beide sozialversicherungspflichtig nach dem Künstlersozialgesetz.
Sie meldete also ordnungsgemäß diese Tätigkeit und wies darauf hin, dass sie mit mehr als 15 Wochenstunden tätig ist, wodurch sie gem. § 119 SGB III dem Arbeitsmarkt nicht mehr zu Verfügung steht.
Anfang Februar kam eine Einladung zum ersten Termin dieser Maßnahme 50+.
Dieser Termin kollidierte mit der vertraglich geregelten Arbeitszeit.
Also benutzte sie das mitgeschickte Formblatt und kreuzte artig an, dass sie durch Aufnahme einer Tätigkeit mit mehr als 15 Wochenstunden dem Arbeitsmarkt nicht mehr zur Verfügung steht und diesen Termin beim besten Willen gar nicht wahrnehmen kann.

Jetzt kam ein Anhörungsbogen mit der Ankündigung, den Regelsatz um 30% zu senken, weil die Teilnahme an der Maßnahme verweigert wurde. Unsere ganzen Schreiben werden schlicht ignoriert.

Problematik: das durch diese Tätigkeit erzielte Einkommen übersteigt bereits den Regelsatz um das 2xfache, d.h., es mindert bereits den von der Stadt München gezahlten Mietanteil. Eine Senkung von 30% von Null erscheint mir irgendwie eigenartig.

Nun gut: mir wurde letzte Woche eine EGV vorgelegt, obwohl auch ich mit Beginn 1.2. in Arbeit bin. Ebenfalls nach dem KSG pflichtversichert und vertraglich geregelt mit 19 Wochenstunden. Ich habe diese EGV nicht unterschrieben, wobei mir unsere SB bereits mitteilte, dass der VA schon unterwegs sei.

Ich darf mich also auf Montag oder Dienstag freuen...

Was ich nicht verstehe ist folgendes:
Von November 06 bis April 07 hatte ich eine Teilzeitstelle mit 20 Wochenstunden.
In der Zeit wurde ich im Computer unserer SB überhaupt nicht geführt, d.h. keine Termine, keine EGV, kein Stress. Offensichtlich wurde ich als Einkommensaufstocker behandelt.

Das soll jetzt anders sein, wieso? Ich verdiene sogar viel mehr als damals.

Was passiert denn in den Fällen, in denen trotz Arbeit das Einkommen nicht reicht?
Müssen diese ALG II Bezieher dann auch Maßnahmen über sich ergehen lassen, um die Bedürftigkeit zu beenden?

Zu unseren Perspektiven:
Mittlerweile setzt ein Empfehlungsmarketing ein, wir erhalten (mit großer Wahrscheinlichkeit) nächste Woche weitere Verträge, sodass wir aus dem Bezug herausfallen, knapp, aber immerhin. Und da unser Tun nicht von der Finanzkrise abhängig ist, haben wir auch gute Perspektiven.

Trotzdem habe ich das unbestimmte Gefühl, es ist besser, sich gegen die Vorgehensweise dieser jungen Dame zu wehren.
 
Alt 15.02.2009, 18:32   #5
physicus
Forumnutzer/in
 
Registriert seit: 01.03.2008
Beiträge: 6.742
physicus Enagagiertphysicus Enagagiertphysicus Enagagiertphysicus Enagagiertphysicus Enagagiertphysicus Enagagiertphysicus Enagagiertphysicus Enagagiertphysicus Enagagiertphysicus Enagagiertphysicus Enagagiert
Standard AW: EGV trotz Job?

Zitat:
Jetzt kam ein Anhörungsbogen mit der Ankündigung, den Regelsatz um 30% zu senken, weil die Teilnahme an der Maßnahme verweigert wurde. Unsere ganzen Schreiben werden schlicht ignoriert.
die werden nicht nur ignoriert, die sind meistens nie angekommen, so zumindest die behauptung in den ARGE'n.
schreiben an diese stellen sollte man immer nachweislich abgeben, das haist sich den empfang bestädigen lassen, ich weis das ist lästig weil man immer hin muss zur AGRE, aber atm die beste möglichkeit einen nachweis zu haben.

Zitat:
Problematik: das durch diese Tätigkeit erzielte Einkommen übersteigt bereits den Regelsatz um das 2xfache, d.h., es mindert bereits den von der Stadt München gezahlten Mietanteil. Eine Senkung von 30% von Null erscheint mir irgendwie eigenartig.
das nennt man eigentlich inkompetenz, wenn einer von 0,- euro etwas mit 30% sanktionieren will...
da ihr ja sowieso über dem regelsatz liegt, durch euer beider einkommen, würde ich mir in dem falle keine gedanken über die sanktionierung machen, würde aber sportlicherweise einen widerspruch einlegen.
dann hat die SB was zu tun, schliesslich hat sie euch auch arbeit verschafft (papierkrieg).

Zitat:
Nun gut: mir wurde letzte Woche eine EGV vorgelegt, obwohl auch ich mit Beginn 1.2. in Arbeit bin. Ebenfalls nach dem KSG pflichtversichert und vertraglich geregelt mit 19 Wochenstunden. Ich habe diese EGV nicht unterschrieben, wobei mir unsere SB bereits mitteilte, dass der VA schon unterwegs sei.
das kann sie ja gerne tun, würde aber an eurer stelle ein müdes lächeln auf mein gesicht zaubern.
gegen diesen VA würde ich auch widerspruch einlegen, weil er schon mit blick auf euer einkommen völlig unbegründet ist.
man müsste sich die EGV mal genauer anschaun um eventuell noch mehr fehler zu finden, die gibts sicher.

Zitat:
Von November 06 bis April 07 hatte ich eine Teilzeitstelle mit 20 Wochenstunden.
In der Zeit wurde ich im Computer unserer SB überhaupt nicht geführt, d.h. keine Termine, keine EGV, kein Stress. Offensichtlich wurde ich als Einkommensaufstocker behandelt.
Das soll jetzt anders sein, wieso? Ich verdiene sogar viel mehr als damals.
sehe ich auch so, du warst sicher nur aufstocker, geändert hat sich da nichts, höchstens das ihr direkt aus der hilfe rausfallt, wenn ihr über dem satz liegt, das widerrum würde eine EGV ebenso unsinnig aussehen lassen wie einen verhängten VA wegen unterschriftsverweigerung.

Zitat:
Was passiert denn in den Fällen, in denen trotz Arbeit das Einkommen nicht reicht?
Müssen diese ALG II Bezieher dann auch Maßnahmen über sich ergehen lassen, um die Bedürftigkeit zu beenden?
wenn das einkommen nicht reicht, dann bist du aufstocker, ist die tätigkeit eine sozialversicherungspflichtige, seid ihr nicht gezwungen, euch für sinnlosmaßnahmen verpflichten zu lassen.
im vordergrund steht immer eine beendigung der zahlungen, aber dazu haben die garnicht die möglichkeit euch in eine arbeit zu vermitteln, welche auf dem ersten arbeitsmarkt bestand hätte und euch nicht wieder nach 6 monaten zur ARGE führen würde.

Zitat:
Mittlerweile setzt ein Empfehlungsmarketing ein, wir erhalten (mit großer Wahrscheinlichkeit) nächste Woche weitere Verträge, sodass wir aus dem Bezug herausfallen, knapp, aber immerhin. Und da unser Tun nicht von der Finanzkrise abhängig ist, haben wir auch gute Perspektiven.
das wünsche ich euch, dann könnt ihr auch auf derart inkompetente leute wie die kleine SB'in verzichten;)

Zitat:
Trotzdem habe ich das unbestimmte Gefühl, es ist besser, sich gegen die Vorgehensweise dieser jungen Dame zu wehren.
das ist mal richtig, es sollten sich alle wehren die meinen dort verarscht zu werden, denn meistens ist es nichts anderes.
die meisten SB wissen nicht mal was sie eigentlich für einen bullshit verzapfen, schon weil die ganzen EGV's formblätter sind und nichts weiter.
sie schmieren dann einfach nur noch ihren besonderen senf unter 2. und meinen richtig gute arbeit verrichtet zu haben.

mfg physicus
__

JobCenter we have Just Chaos

Meine Beiträge stellen keine Rechtshilfe dar, sondern sind lediglich Erfahrungswerte und meine Meinung, welche ich weiter gebe.
physicus ist offline  
Alt 15.02.2009, 19:48   #6
Mobydick
Gast
 
Beiträge: n/a
Standard AW: EGV trotz Job?

Zitat:
Jetzt kam ein Anhörungsbogen mit der Ankündigung, den Regelsatz um 30% zu senken, weil die Teilnahme an der Maßnahme verweigert wurde. Unsere ganzen Schreiben werden schlicht ignoriert.


Ich blicke hier nicht ganz durch: Ich deine Frau überhaupt noch bedürftig? D.h., bezieht sie überhaupt noch irgend eine Leistung: Wenn ja, dann muss sie die Anhörung ausfüllen. Die probieren es eben mal, ob sie da nicht doch noch etwas kürzen können. Deine Frau möchte doch bitte in die Anhörung reinschreiben: „Die Maßnahme wurde prinzipiell nicht verweigert. Wie bereits am….. mitgeteilt, lässt sie sich mit meiner sozialversicherungspflichtigen Stellung zeitlich nicht vereinbaren.“ Sie möchte das bitte nachweislich abgeben.

Zitat:
Nun gut: mir wurde letzte Woche eine EGV vorgelegt, obwohl auch ich mit Beginn 1.2. in Arbeit bin. Ebenfalls nach dem KSG pflichtversichert und vertraglich geregelt mit 19 Wochenstunden. Ich habe diese EGV nicht unterschrieben, wobei mir unsere SB bereits mitteilte, dass der VA schon unterwegs sei.

Ich darf mich also auf Montag oder Dienstag freuen..
.

Die EGV musst du schon unterschreiben. Es muss ab er nicht der Text der SB sein, der meist nicht in Ordnung ist und sich mit deinen Vorstellungen für eine Integration gar nicht deckt. Wenn du so etwas vorgelegt bekommst, müsstest du das „zwecks Prüfung“ einstecken. Damit kannst du in eine Erwerbsloseninitiative gehen, oder sie hier ins Forum anonymisiert reinstellen. Man müsste sehen, was so alles zu dir nicht darin passt und dementsprechend einen Gegenvorschlag mit deiner Vorstellung für eine Eingliederung in Arbeit ausarbeiten. Meist sind SB ziemlich sprachlos, wenn du einen Gegenvorschlag (anstelle von deren unterschriebenen Text) einreichst. Wenn der Gegenvorschlag gut gemacht ist, hörst du sehr oft gar nichts mehr von deiner SB.

Da du nun einen VA erhalten wirst, müsste ein Widerspruch eingereicht werden. Wenn darin auch noch eine Maßnahme oder ein Ein-Euro-Job enthalten ist, müsste man auch noch eine einstweilige Anordnung beim Sozialgericht einreichen, damit du die Maßnahme vor Klärung (d.h. bevor der Widerspruchsbescheid nicht vorliegt) nicht antreten musst. Warte noch bis Dienstag auf den VA. Wenn er nicht kommt, hat die SB geblufft. Melde dich hier noch mal mit der EGV wegen dem Gegenvorschlag . Ansonsten setze hier den VA für Widerspruch und evtl. EA rein.


Zitat:
Was ich nicht verstehe ist folgendes:
Von November 06 bis April 07 hatte ich eine Teilzeitstelle mit 20 Wochenstunden.
In der Zeit wurde ich im Computer unserer SB überhaupt nicht geführt, d.h. keine Termine, keine EGV, kein Stress. Offensichtlich wurde ich als Einkommensaufstocker behandelt.

Das soll jetzt anders sein, wieso? Ich verdiene sogar viel mehr als damals.
Was passiert denn in den Fällen, in denen trotz Arbeit das Einkommen nicht reicht?

Müssen diese ALG II Bezieher dann auch Maßnahmen über sich ergehen lassen, um die Bedürftigkeit zu beenden?


Solange du oder deine Bedarfsgemeinschaft irgendwie noch eine Leistung vom Amt beziehst, sollte eine EGV abgeschlossen werden. Auch wenn du eine Arbeit hast, sollte vereinbart werden, wie du dich von der Bedürftigkeit befreien kannst.

Zitat:
Zu unseren Perspektiven:
Mittlerweile setzt ein Empfehlungsmarketing ein, wir erhalten (mit großer Wahrscheinlichkeit) nächste Woche weitere Verträge, sodass wir aus dem Bezug herausfallen, knapp, aber immerhin. Und da unser Tun nicht von der Finanzkrise abhängig ist, haben wir auch gute Perspektiven.

Trotzdem habe ich das unbestimmte Gefühl, es ist besser, sich gegen die Vorgehensweise dieser jungen Dame zu wehren.


Wenn ihr beide komplett aus dem Bezug raus seid, kann die SB euch nichts mehr.
 
Thema geschlossen

Stichwortsuche
trotz

Themen-Optionen
Ansicht


Ähnliche Themen

Thema Autor Forum Antworten Letzter Beitrag
EVG trotz Job heike2309 ALG II 5 06.02.2009 17:46
400 € Job trotz AU OldMama Schwerbehinderte / Gesundheit / Rente / Pflege 3 21.01.2009 15:52
EGV per VA trotz gültiger EGV Peha1 Eingliederungsvereinbarung (EGV +VA) 5 29.10.2008 09:43
1,30€ Job trotz ALG I ?? Stadtmeister ALG I 12 29.10.2008 01:52
GEZ trotz ALG 2 norbiba Allgemeine Fragen 17 07.05.2007 09:31


Es ist jetzt 06:48 Uhr.


Powered by vBulletin® (Deutsch)
Copyright ©2000 - 2018, Jelsoft Enterprises Ltd.
Template-Modifikationen durch TMS
Search Engine Optimisation provided by DragonByte SEO (Pro) - vBulletin Mods & Addons Copyright © 2018 DragonByte Technologies Ltd.
Feedback Buttons provided by Advanced Post Thanks / Like (Pro) - vBulletin Mods & Addons Copyright © 2018 DragonByte Technologies Ltd.
ELO-Forum by Erwerbslosenforum Deutschland