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Alt 07.11.2017, 20:18   #1
Roadhog
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Roadhog
Standard Nach Abbruch des Studiums - Zweitausbildung Finanzieren

Hallo!
Ich bin hier noch sehr grün mit dem Thema, ich wäre darum dankbar, wenn man mir meine Unwissenheit etwas nachsieht.

Zum Thema:

Ich habe nach der Erstausbildung als Koch mein Abi nachgeholt und schließlich ein Studium begonnen, dass ich nach 5 Jahren leider ohne Abschluss beenden musste. Mein Ziel ist jetzt eine (verkürzte) Ausbildung als IT- Systemintegrator zu machen, um endlich in dem Bereich arbeiten zu können. Das Jobcenter ist aber anscheinend der Auffassung, ich könne doch einfach weiterhin als Koch arbeiten, da ich dort ja einen Facharbeiter hätte. Damit wären dann fast 10 Jahre meines Lebens komplett sinnlos gewesen, da ich als Koch ja kein Abitur und auch keine Studiumserfahrung brauche.

Wichtig: Ich bin 31 Jahre alt.

Ich habe nach der abgeschlossenen Ausbildung als Koch nie in diesem Beruf gearbeitet (mehr als 10 Jahre) und bin darin auch nicht sonderlich gut, ich habe diese Ausbildung damals nur auf Druck meiner Eltern beendet. Da ich auch damals keine Arbeit fand und eh nur immer "was mit Computern" machen wollte, habe ich mich eben für Abitur und Studium entschieden.

Nun ist es ja so, dass die Finanzierung einer Zweitausbildung etwas schwierig ist. Die Frau beim Jobcenter hat mir nur gesagt, dass das "womöglich" nicht funktioniert. Bafög kann ich nicht mehr bekommen und BAB wird nur in Ausnahmefällen gewährt. Dafür müsste ich "nicht vermittelbar" sein, also keine Anstellung als Koch bekommen. Das wäre ja durchaus möglich, aber da der Sklavenbetrieb vom Jobcenter mich in den Beruf zwingt, den sie für richtig halten, komme ich kaum darum, als Koch zu arbeiten. Wenn ich es nicht tue, droht die Sanktion. Man stellte mir schon in Aussicht, einen "Erfrischungskurs" zu bezahlen. Nehme ich den Job als Koch an, würde ja logischerweise sofort die Ausnahmeklausel für BAB entfallen. Allein mit Vergütung und Wohngeld kommt man nicht weit.

Als ich dann nachfragte, wie denn das sei "mit dem Recht auf freie Berufswahl" schüttelte sie nur den Kopf. "Gibts nicht".

Menschenwürde anscheinend auch nicht mehr.

Der Beruf "Koch" ist keine Raketenwissenschaft, die nehmen mich früher oder später sowieso, das ist so sicher wie das Ahmen in der Kirche. Eigentlich würde ich mich ja über Arbeit freuen, aber nicht in diesem Kontext.

Nun, was jetzt? Game Over? Kein "Leben" mehr übrig? Muss ich jetzt ein Lebenslang als Sklave arbeiten in einem Beruf, der nicht nur wirtschaftlich schlecht ausgestaltet ist, sondern mir auch null Freude bereitet? Abitur und Studium in die Mülltonne?

Hat man denn auch mit 30+ ein Recht aus Weiter- und Ausbildung?
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Alt 07.11.2017, 22:26   #2
Helga40
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Helga40 Helga40 Helga40 Helga40 Helga40 Helga40 Helga40 Helga40 Helga40 Helga40 Helga40
Standard AW: Nach Abbruch des Studiums - Zweitausbildung Finanzieren

Das Recht auf freie Berufswahl bedeutet nicht, dass man dir auf immer und ewig jeglichen Ausbildungswunsch erfüllen muss. Immerhin hast du ja eine Ausbildung und such für das Studium hat man dir keine Steine in den Weg gelegt.

Im Alg1 gibt es keinen Berufsschutz, im ALG2 erst recht nicht. Dir steht der Weg zu McDoof und Burger Kotz offen oder jeder andere Anlernberuf ist eine Option für dich. Auch wenn es hart klingt: für das Ergreifen eines Wunschberufes hattest du über 10 Jahre Zeit.
__

"Rules and responsibilities. These are the ties that bind us. If we did otherwise, we would not be ourselves. I will do what I have to, and I will do what I must. The only announcement is, that there is no announcement... quote the Raven, nevermore." - RAVEN
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Alt 07.11.2017, 23:23   #3
erwerbsuchend
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Standard AW: Nach Abbruch des Studiums - Zweitausbildung Finanzieren

Zitat von Roadhog Beitrag anzeigen
Menschenwürde anscheinend auch nicht mehr.

Der Beruf "Koch" ist keine Raketenwissenschaft, die nehmen mich früher oder später sowieso, das ist so sicher wie das Ahmen in der Kirche. Eigentlich würde ich mich ja über Arbeit freuen, aber nicht in diesem Kontext.
Was ist aus deiner Sicht so schrecklich an dem Beruf des Kochs? Vielleicht solltest du es mal positiv sehen, wenn du gut in dem Job bist, kannst du es weit bringen, eventuell sogar den einen oder anderen Michelin-Stern erkochen. Solltest du Interesse an fremden Kulturen haben, stünde dir die gesamte Welt offen, entweder in einem Restaurant an Land oder an Bord von Kreuzfahrtschiffen.

Zitat von Roadhog Beitrag anzeigen
Muss ich jetzt ein Lebenslang als Sklave arbeiten in einem Beruf, der nicht nur wirtschaftlich schlecht ausgestaltet ist, sondern mir auch null Freude bereitet? Abitur und Studium in die Mülltonne?
Hast du im Fach Geschichte geschlafen oder weißt du wirklich nicht, was Sklaven tatsächlich durchmachen mussten? Wie war das nochmal im alten Rom oder im antiken Griechenland? Wirst du im Vergleich dazu gezwungen, bei einem bestimmten AG zu arbeiten oder kannst du dir diesen frei aussuchen, sofern du eine entsprechende räumliche und zeitliche Mobilität hast?

Übrigens ist Koch ein Beruf, den man schlecht digitalisieren und automatisieren kann. Gegessen wird immer

Zitat von Roadhog Beitrag anzeigen
Hat man denn auch mit 30+ ein Recht aus Weiter- und Ausbildung?
, aber wer verbietet dir denn, dass du dich weiter- oder fortbildest? Auf eigene Kosten kannst du das jederzeit tun. Es gibt derzeit nunmal keinen rechtlichen Anspruch, dass dir mit 31 der Staat eine 2. Ausbildung finanziert, obwohl du im erlernten Beruf arbeiten könntest.

Warum hast du überhaupt Koch gelernt? Standen damals keine anderen Berufe zur Auswahl?
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Alt 08.11.2017, 00:35   #4
Roadhog
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Roadhog
Standard AW: Nach Abbruch des Studiums - Zweitausbildung Finanzieren

Zitat:
Was ist aus deiner Sicht so schrecklich an dem Beruf des Kochs? Vielleicht solltest du es mal positiv sehen, wenn du gut in dem Job bist, kannst du es weit bringen, eventuell sogar den einen oder anderen Michelin-Stern erkochen. Solltest du Interesse an fremden Kulturen haben, stünde dir die gesamte Welt offen, entweder in einem Restaurant an Land oder an Bord von Kreuzfahrtschiffen.
Nun, mir gefällt der Job eben überhaupt nicht. Ich hatte damals eine "spezielle" Ausbildung, bei der man nicht mal richtig in einem
Betrieb arbeitete, mir fehlte schon nach der Ausbildung die Praxis. Die Praktikas die wir machen mussten, haben mir schon gereicht. Entweder war es purer Stress und ein sehr raues Klima vorherrschend, oder man war am Rand der Pleite und hatte
an einem Tag vll. 10 Gäste, die man bedienen musste. Natürlich kann man es als Koch sehr weit schaffen, aber dann muss man eben auch sehr gut darin sein. Das bin ich aber leider nicht. Ich hatte die Prüfung schon verbockt, nur mit viel Glück bestand ich die Wiederholungsprüfung.

Des weiteren kommt dann noch die schlechte Bezahlung und unflexible Arbeitszeit dazu.

Warum also sollte ich in diesem Beruf arbeiten wollen?
Als ITler verdient man besser, hat bessere Arbeitszeiten und außerdem verfüge ich bereits über die nötigen Kenntnisse. Ich bin ein ungeschliffener Diamant, der nur noch eine kurze Ausbildung braucht, mehr nicht. Das Abitur habe ich nur deswegen nachgeholt. Wenn ich jetzt als Koch arbeite, habe ich 10 Jahre umsonst vertrödelt. Ich weiß ganz einfach, dass ich mehr kann, als in der Küche zu stehen und irgendwelche Kartoffeln zu schälen. Das würde mich einfach unglücklich machen.


Zitat:
Hast du im Fach Geschichte geschlafen oder weißt du wirklich nicht, was Sklaven tatsächlich durchmachen mussten? Wie war das nochmal im alten Rom oder im antiken Griechenland? Wirst du im Vergleich dazu gezwungen, bei einem bestimmten AG zu arbeiten oder kannst du dir diesen frei aussuchen, sofern du eine entsprechende räumliche und zeitliche Mobilität hast?

Übrigens ist Koch ein Beruf, den man schlecht digitalisieren und automatisieren kann. Gegessen wird immer
Irgendwo hast du recht, aber mit dieser ganzen Harz-4-Exkrement hier, fällt mir auch kein bessere Analogie ein. Wenn die "starke" deutsche Wirtschaft nur darauf aufbaut, dass man Leute zum Arbeiten gehen zwingt, egal ob sie dafür geeignet sind oder nicht, dann ist das für mich schon fast Sklaverei. Wenn es nun noch 0 € Jobs gibt, dann ist's nicht mehr weit.

Und aussuchen kann man sich nur bedingt den AG. Warum soll ich als Callcenter-Agent bei Firma XYZ Arbeiten, obwohl ich es nicht will und es nichts für mich ist? Wenn das Jobcenter sagt, ich solle 10 Meter hoch springen, dann muss ich das tun, wenn ich am Ende des Monats noch Geld für ein Stück Brot haben möchte.

Es kann halt einfach nicht sein, dass mein Leben mit dem Abschluss einer Ausbildung nun entschieden ist. Das akzeptiere ich nicht. Und ich finde es weitaus effektiver, wenn jeder auch das macht, was er will und kann.

Zitat:
aber wer verbietet dir denn, dass du dich weiter- oder fortbildest? Auf eigene Kosten kannst du das jederzeit tun. Es gibt derzeit nunmal keinen rechtlichen Anspruch, dass dir mit 31 der Staat eine 2. Ausbildung finanziert, obwohl du im erlernten Beruf arbeiten könntest.
Du verstehst aber schon das Problem, oder? Natürlich kann ich mich weiterbilden. Ich habe sogar hier VV für meine Wunschausbildung bekommen, aber das bringt mir nichts, wenn ich so etwas nicht finanzieren kann. Von Luft und Liebe kann ich nicht leben.

Du kannst halt einfach nicht 10 Jahre ackern für einen Job in der IT-Branche um danach als Koch für paar Ludens in der Küche zu stehen. Kein Mensch würde das wollen.

Vielleicht ist die einzige Möglichkeit, mir einen Nebenjob zu suchen und damit dann eben noch die Ausbildung zu finanzieren.

Zitat:
Warum hast du überhaupt Koch gelernt? Standen damals keine anderen Berufe zur Auswahl?
Wenn du meine Beiträge lesen würdest, wüsstest du, dass ich damals auf Druck meiner Eltern den Koch noch beendet hatte.


@Helga40

Du hast recht, mein Traumjob sollte es jetzt sein, irgendwo bei MCDoof BürgerKotz zu braten. Danke für den hilfreichen Beitrag.
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Alt 08.11.2017, 12:56   #5
Caye
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Caye Caye Caye Caye Caye
Standard AW: Nach Abbruch des Studiums - Zweitausbildung Finanzieren

Bei einer betrieblichen Ausbildung sollte das Azubigehalt inkl. evtl. Zuschuss zu den ungedeckten Kosten der Unterkunft ausreichen, um auf ALG II-Niveau zu kommen. Ja, das geht nicht in jedem Ausbildungsberuf, leider, aber in der IT sollte das hinkommen.

Bei einer schulischen Ausbildung könnte das mit dem Schüler-Bafög durchaus noch klappen. Beim Abi auf dem zweiten Bildungsweg wird die Frist, bis zu der die geförderte Ausbildung begonnen werden muss, nach hinten verschoben. Wenn du eine schulische Ausbildung anstrebst, solltest du das recherchieren und einen Antrag auf Vorabentscheidung stellen.
Aber meines Wissens ist das von dir gewünschte ja eher eine betriebliche Ausbildung.
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Alt 08.11.2017, 15:35   #6
Gollum1964
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Standard AW: Nach Abbruch des Studiums - Zweitausbildung Finanzieren

Hallo Roadhog,

willkommen in der Hartz4-Realität.
Nehme mein Beispiel: Abitur, Bundeswehr, Studium mit Abschluß, über 20 Jahre qualifizierte Berufserfahrung als Buchhalter und nebenbei diverse Fortbildungen. Dann mit 51 der berufliche Bruch aufgrund Insolvenz meiner Firma. Mit knapp 54 in ALG2 angekommen nun Zwangsbewerbungen:
wenn als Buchhalter, dann fast nur noch über ZAF;
aber auch gerne als Datenerfasser, Büroassistent und ganz beliebt in letzter Zeit als CC-Agent zum Mindestlohn.
Was die Frage bzgl. Weiterbildungen angeht: wird grundsätzlich für Leute ab 50 nicht mehr gewährt und sie haben doch diverse Abschlüsse, machen sie was draus!
Wäre ich noch in deinem Alter, würde ich mir überlegen, D den Rücken zu kehren. Es soll nicht in allen Staaten (selbst in den USA) der Stellenwert von Zeugnissen und Abschlüssen so hoch sein wie hier. Wer dort eine gewisse Begabung und Motivation für ein Fach mitbringt, auch wenn er nicht den entsprechenden Abschluß hat, dem wird eine Chance gegeben, sich zu bewähren.

Ich will dir nicht den Mut nehmen, aber wenn du in ALG2 angekommen bist, würde ich mir keine allzu großen Hoffnungen auf behördlicher Unterstützung durch das Jobcenter machen.
Die wollen dich möglichst schnell unterbringen, egal als was und zu welchen Gehalts- und Arbeitsbedingungen. Deine vorherige berufliche Vita und deine Neigung ist denen eigentlich egal.
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Alt 08.11.2017, 16:24   #7
Roadhog
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Roadhog
Standard AW: Nach Abbruch des Studiums - Zweitausbildung Finanzieren

Klingt ja vielversprechend. Nun ja, hab ich aber auch schon gehört, dass hier in D ein ziemlicher Zertifikaten-Fetisch herrscht.


@Caye

Nun, ich hatte den Koch in der dualen Ausbildung abgeschlossen, ich denke damals hatte ich schon Bafög bekommen. Soweit ich weiß, gibt es für eine zweite Ausbildung kein Bafög mehr.

Ich hab auch gerade gesehen, dass man in der IT-Ausbildung durchaus schon eine satte Vergütung von 800€ im ersten Lehrjahr bekommt. Mit einer Verküzung auf zwei Jahre könnte ich schon gleich im zweiten LJ beginnen und hätte mit Wohngeld zusammen vll. sogar genug, um irgendwie über die Runden zu kommen.
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Alt 08.11.2017, 17:00   #8
Gaestin
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Standard AW: Nach Abbruch des Studiums - Zweitausbildung Finanzieren

zehn Semester Studium. Hoffentlich gibt es einen Arbeitgeber,
der Interesse hat, einen 31jährigen einzustellen. Bei wie vielen hast Du es bisher versucht? Zahlen sie die satten 800? Nehmen sie Dich im zweiten Lehrjahr?
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Alt 08.11.2017, 17:54   #9
Helga40
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Standard AW: Nach Abbruch des Studiums - Zweitausbildung Finanzieren

Zitat:
@Helga40

Du hast recht, mein Traumjob sollte es jetzt sein, irgendwo bei MCDoof BürgerKotz zu braten. Danke für den hilfreichen Beitrag.
Was hättest du lieber gehört? Sinn und Aufgabe des JCs ist es nicht, deinen Wunschtraumberuf zu finanzieren, an dem du dich im Übrigen offensichtlich x Semester erfolglos versucht hast, sondern, dich schnellstmöglich aus dem ALG 2 zu befördern.

Als Alleinstehender mit einer halbwegs verwertbaren Ausbildung kann das über jeden Hilfsarbeiterjob sein, den es gibt. Noch beschränkt sich deine Vermittlerin auf 2 Berufe. Das kann ganz schnell aufhören.

So ist die Realität. Freunde dich damit an oder werde selber aktiv. Es hindert dich niemand, dir einen Arbeitgeber zu suchen, der dir aufgrund deiner x Semester Vorbildung den Einstieg in die Ausbildung und 2000 Euro netto anbietet.... Oder so ähnlich.
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Alt 08.11.2017, 18:13   #10
Roadhog
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Roadhog
Standard AW: Nach Abbruch des Studiums - Zweitausbildung Finanzieren

Zitat:
zehn Semester Studium. Hoffentlich gibt es einen Arbeitgeber,
der Interesse hat, einen 31jährigen einzustellen. Bei wie vielen hast Du es bisher versucht? Zahlen sie die satten 800? Nehmen sie Dich im zweiten Lehrjahr?
Ich muss es halt versuchen, aber jemanden als Koch einzustellen, der seit über 10 Jahren nie irgendwas in der Richtung gearbeitet hatte, ....das klingt für mich ja auch nicht nach einer tollen Lösung.

Ich bekomme ja sogar VV's in der Richtung, da wird es ja dann witzig, wenn ich die "pflichtgemäß" annehmen muss, aber keinerlei finanzielle Hilfe bekomme.

Wie dem auch sei, ich wollte nur mal sehen, was die Leute hier darüber denken. Letztendlich werde ich mich mal an die IHK wenden und ein Termin beim Arbeitsvermittler machen, die müssten ja genau bescheid wissen.

Zitat:
Was hättest du lieber gehört?
Weniger griesgrämige Antworten, die mich ohnehin nicht weiterbringen. Ich weiß selber, dass es mit einer Zweitausbildung 30+ schwer wird, aber als "Kotzekocher" bei MCDoof muss ich trotzdem nicht anfangen.

Zitat:
So ist die Realität. Freunde dich damit an oder werde selber aktiv. Es hindert dich niemand, dir einen Arbeitgeber zu suchen, der dir aufgrund deiner x Semester Vorbildung den Einstieg in die Ausbildung und 2000 Euro netto anbietet.... Oder so ähnlich.
Nochmal: Darum geht es nicht. Ich erwarte gar nicht, dass ich da "kein Erfolg" mit den Bewerbungen hätte, es geht eben nur um die Finanzierung eben einer solchen Ausbildung. Aber hey, das steht ja auch in der Überschrift des Topics. Müsste man also nur mal lesen.
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Alt 08.11.2017, 18:14   #11
erwerbsuchend
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Standard AW: Nach Abbruch des Studiums - Zweitausbildung Finanzieren

Zitat von Roadhog Beitrag anzeigen
Des weiteren kommt dann noch die schlechte Bezahlung und unflexible Arbeitszeit dazu.
Das kann dir aber bei jedem AG in jeder Branche passieren, dass du schlechte Arbeitsbedingungen und ein niedriges Einkommen hast. Das ist nicht spezifisch nur im Bereich der Gastronomie so. Auch im IT-Bereich gibt es durchaus AG, die schlecht zahlen. Nicht jeder ITler hat finanziell ausgesorgt, viele ITler landen im 1st- und 2nd-Level-Support an der Hotline im Bereich Zeitarbeit.

Wenn du jedoch im Bereich IT arbeiten willst, wieso hast du dann keine Berufsausbildung in diesem Bereich gemacht? Es gibt einige IT-Berufe, für die man nicht studieren muss und aus denen man sich auch entsprechend fort- und weiterbilden kann.

Zitat von Roadhog Beitrag anzeigen
Ich weiß ganz einfach, dass ich mehr kann, als in der Küche zu stehen und irgendwelche Kartoffeln zu schälen. Das würde mich einfach unglücklich machen.
Sofern du damit eintönige ungeliebte Arbeiten meinst, diese gibt es auch im Bereich IT.

Zitat von Roadhog Beitrag anzeigen
Und aussuchen kann man sich nur bedingt den AG. Warum soll ich als Callcenter-Agent bei Firma XYZ Arbeiten, obwohl ich es nicht will und es nichts für mich ist?
Wie ich schon schrieb, wenn du die nötige Mobilität hast, kannst du dir durchaus den AG aussuchen.

Zitat von Roadhog Beitrag anzeigen
Wenn das Jobcenter sagt, ich solle 10 Meter hoch springen, dann muss ich das tun, wenn ich am Ende des Monats noch Geld für ein Stück Brot haben möchte.
, auch wenn du das übertrieben meinst, aber auch für das JC gibt es Grenzen. Ein ALG 2-Empfänger hat auch Rechte, die er einklagen kann, sofern es anders nicht geht.

Zitat von Roadhog Beitrag anzeigen
Es kann halt einfach nicht sein, dass mein Leben mit dem Abschluss einer Ausbildung nun entschieden ist. Das akzeptiere ich nicht. Und ich finde es weitaus effektiver, wenn jeder auch das macht, was er will und kann.
Nochmal, du kannst dich jederzeit privat auf eigene Kosten fort- und weiterbilden oder komplett neu ausbilden lassen. Es gibt keine gesetzliche Grundlage, auf Grund derer man ohne weitere Begründung eine Zweitausbildung vom Staat finanziert bekommen sollte, sofern es dafür keine bestimmten Gründe gibt. Dies trifft aber meistens nur bei gesundheitlichen Gründen zu.

Zitat von Roadhog Beitrag anzeigen
Ich hab auch gerade gesehen, dass man in der IT-Ausbildung durchaus schon eine satte Vergütung von 800€ im ersten Lehrjahr bekommt. Mit einer Verküzung auf zwei Jahre könnte ich schon gleich im zweiten LJ beginnen und hätte mit Wohngeld zusammen vll. sogar genug, um irgendwie über die Runden zu kommen.
Fängt man nicht auch bei einer verkürzten Ausbildung im ersten Lehrjahr an und beendet diese entsprechend ein halbes Jahr eher? Damit würdest du finanziell mit dem Azubi-Gehalt des 1. Lehrjahres starten. Diese 800,00 EUR sind die brutto oder netto? Auch Azubis zahlen schließlich die SV.
erwerbsuchend ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 08.11.2017, 18:40   #12
Roadhog
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Roadhog
Standard AW: Nach Abbruch des Studiums - Zweitausbildung Finanzieren

Zitat:
Das kann dir aber bei jedem AG in jeder Branche passieren, dass du schlechte Arbeitsbedingungen und ein niedriges Einkommen hast. Das ist nicht spezifisch nur im Bereich der Gastronomie so. Auch im IT-Bereich gibt es durchaus AG, die schlecht zahlen. Nicht jeder ITler hat finanziell ausgesorgt, viele ITler landen im 1st- und 2nd-Level-Support an der Hotline im Bereich Zeitarbeit.
Das stimmt, aber wir gehen hier ja vom normalen Arbeitsverhältnissen aus, oder glaubst du Köche arbeiten in der Regel immer auf Traumschiffen und in gehobenen Restaurants? Never ever.


Zitat:
Wenn du jedoch im Bereich IT arbeiten willst, wieso hast du dann keine Berufsausbildung in diesem Bereich gemacht? Es gibt einige IT-Berufe, für die man nicht studieren muss und aus denen man sich auch entsprechend fort- und weiterbilden kann.
Bingo, du hast meinen Fehler erkannt. Ja, ich hätte das Studium nie anfangen sollen. Ich ärgere mich auch darum in Grund und Boden, das kannst du wissen.

Ich bin auch weit gekommen, hatte fast meinen Bachelor, aber aufgrund von 2-3 Modulen war da am Ende einfach kein weiterkommen. Natürlich habe ich alles probiert, hab ja schließlich nicht nach dem zweiten Semester aufgehört. "Beißt die Zähne zusammen" oder "halte durch", das sind so die Parolen, die man gerne hört. Nur ist es hier so, dass all die wirklich schlauen Leute, schon gleich nach dem 2 Semester aufgehört hatten. Ich wollte es wohl wissen.

Und deswegen ist es für mich auch schwer zu ertragen, man strengt sich an, versucht alles mögliche (inkl. Krankenhausaufenthalte) und wird dafür am Ende bestraft, wohingegen die Faulen und Drückeberger jetzt in ihren Büros sitzen und ihre 2.5 oder 3. im Monat scheffeln. Ich hab nur Schulden und sonst nix. Da ärgert man sich blau und grün.

Genau, ich habe Schulden, noch ein Grund einen "vernünftigen" Beruf zu ergreifen. Ich habe keine Lust als Koch mit meinen paar Ludens erst mal 20 Jahre Altlasten abzuzahlen.

Ich will nicht hier rum jammern, aber vll. hilft das, meine etwas verzwickte Situation besser zu verstehen.



Aber selbst wenn ich das Studium nicht begonnen hätte, die selbe Situation hätte sich trotzdem ergeben. Zweitausbildung, bleibt Zweitausbildung.

Zitat:
Sofern du damit eintönige ungeliebte Arbeiten meinst, diese gibt es auch im Bereich IT.
Ja gut, Punkt für dich. Aber ich warte lieber 20 PC's, als den ganzen Tag Kartoffeln zu schälen, für ersteres gibt es in der Regel dafür auch mehr Geld.

Zitat:
Wie ich schon schrieb, wenn du die nötige Mobilität hast, kannst du dir durchaus den AG aussuchen.
Ich hab kein Auto, sitze hier im Osten-Deutschlands. Das sagt jetzt denke ich schon viel, sehr viel.

Heißt auch, wenn es eine neue Ausbildung gibt, dann muss ich umziehen.

Noch eine Sache die das JC sicher nicht so gerne hört.

Zitat:
auch wenn du das übertrieben meinst, aber auch für das JC gibt es Grenzen. Ein ALG 2-Empfänger hat auch Rechte, die er einklagen kann, sofern es anders nicht geht.
Das war dramatisiert, sicher habe ich auch Rechte. Ein ALG2 Empfänger hat in der Regel aber weniger Rechte als ein normaler deutscher Bürger.


Zitat:
Fängt man nicht auch bei einer verkürzten Ausbildung im ersten Lehrjahr an und beendet diese entsprechend ein halbes Jahr eher? Damit würdest du finanziell mit dem Azubi-Gehalt des 1. Lehrjahres starten. Diese 800,00 EUR sind die brutto oder netto? Auch Azubis zahlen schließlich die SV.

Daran habe ich noch nicht gedacht, mm, dann komme ich wohl wirklich nicht drumherum mir noch einen Nebenjob zu suchen. Wie gesagt, für BAB sehe ich da kaum eine Chance.
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Alt 08.11.2017, 18:59   #13
erwerbsuchend
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Das stimmt, aber wir gehen hier ja vom normalen Arbeitsverhältnissen aus, oder glaubst du Köche arbeiten in der Regel immer auf Traumschiffen und in gehobenen Restaurants? Never ever.
Nein, das glaube ich nicht. Ich wollte damit nur darlegen, dass es dir auch im Bereich IT passieren kann, dass du eine schlechte Stelle bekommst. Nicht alles im Bereich IT ist HighEnd. Es wird im Bereich IT eben auch sehr viel im Bereich Support gesucht, der meistens über Hotlines abgebildet wird. Diese Hotlines sind meistens an CC ausgelagert und werden hauptsächlich über ZAF besetzt.

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Nur ist es hier so, dass all die wirklich schlauen Leute, schon gleich nach dem 2 Semester aufgehört hatten. Ich wollte es wohl wissen.
, aber dann ist das deine eigene Entscheidung gewesen, für die du niemanden, außer dich selbst verantwortlich machen kannst.

Zitat von Roadhog Beitrag anzeigen
Genau, ich habe Schulden, noch ein Grund einen "vernünftigen" Beruf zu ergreifen. Ich habe keine Lust als Koch mit meinen paar Ludens erst mal 20 Jahre Altlasten abzuzahlen.
Dann hoffe ich für dich, dass du nicht in die Privatinsolvenz musst. Während dieser Zeit interessiert es deinen Insolvenzverwalter noch weniger als deinen SB, in welchem Job du arbeiten möchtest. Es interessiert nur, wie du an Erwerbseinkommen kommst, um deine Gläubiger zu bedienen.

Zitat von Roadhog Beitrag anzeigen
Zweitausbildung, bleibt Zweitausbildung.
Ja, und dennoch gibt es immernoch keine gesetzliche Grundlage, warum man dir in deiner Situation eine Zweitausbildung vom Staat finanzieren sollte.

Zitat von Roadhog Beitrag anzeigen
Ja gut, Punkt für dich. Aber ich warte lieber 20 PC's, als den ganzen Tag Kartoffeln zu schälen, für ersteres gibt es in der Regel dafür auch mehr Geld.
Bist du dir da vollkommen sicher, dass es im Bereich IT für einfache Tätigkeiten mehr Geld gibt, als für einfache Tätigkeiten in anderen Branchen? Nicht tarifgebundene IT-Unternehmen sind nur an den allgemeinen Mindestlohn von 8,84 EUR/h brutto gebunden.

Zitat von Roadhog Beitrag anzeigen
Ich hab kein Auto, sitze hier im Osten-Deutschlands. Das sagt jetzt denke ich schon viel, sehr viel.
Nein, das sagt so erstmal gar nichts. Wer umzugsbereit ist, der kann überall einen Job finden. Wenn du dagegen unbedingt in deiner Heimat bleiben möchtest, was ich durchaus verstehen kann, dann musst du aber auch mit den entsprechenden wirtschaftlichen Bedingungen klarkommen.

Zitat von Roadhog Beitrag anzeigen
Noch eine Sache die das JC sicher nicht so gerne hört.
Beruflich notwendige Umzüge werden vom JC bezahlt.

Zitat von Roadhog Beitrag anzeigen
Das war dramatisiert, sicher habe ich auch Rechte. Ein ALG2 Empfänger hat in der Regel aber weniger Rechte als ein normaler deutscher Bürger.
Auch für einen ALG 2-Empfänger gilt das GG. Nur wer sich Rechte nehmen lässt, hat weniger Rechte.

Zitat von Roadhog Beitrag anzeigen
Daran habe ich noch nicht gedacht, mm, dann komme ich wohl wirklich nicht drumherum mir noch einen Nebenjob zu suchen.
Ein Nebenjob ist aber nur dann möglich, wenn der Ausbilder dies auch genehmigt. Sollte dir ein Nebenjob gewährt werden, dann solltest du dich vorher informieren, welche finanziellen Belastungen auf dich zukommen, also welche Abgaben insgesamt mit deinem Azubi-Gehalt zu zahlen wären.
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Alt 08.11.2017, 22:26   #14
Wholesaler
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Standard AW: Nach Abbruch des Studiums - Zweitausbildung Finanzieren

Das fehlende Auto ist natürlich ein Vermittlungshemmnis. Vom Jobcenter brauchste nix erwarten. An deiner Stelle würde ich die erforderliche Anzahl an Bewerbungen schreiben, um zu vermeiden, dass du sanktioniert wirst. Ganz wichtig: Zeitarbeit meiden! Ohne fahrbaren Untersatz haste gute Chancen, von denen aussortiert zu werden. Auf jeden Fall auf Ausbildungsstellen in deinem gewünschten Beruf bewerben. Es gibt Unternhemen, die nehmen ganz gerne ältere Azubis, da die reifer sind als 18-jährige Schulabgänger. Wenn nichts anderes übrig bleibt, muss du Privatinsolvenz anmelden. Es gibt gewisse Pfändungsfreigrenzen. Die Ausbildungsvergütung liegt i. d. R. darunter. Wenn es mit der Ausbildung klappt, haste diesbezüglich erst einmal Ruhe.
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Alt 09.11.2017, 17:56   #15
noillusions
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P-Inso sehe ich hier auch eher als Chance.

@Roadhog:

Wie sieht es denn mit gesundheitlichen Problemen bzgl. Koch aus? Vielleicht ist der Beruf für dich nicht mehr zumutbar? Du darfst dann natürlich nicht so krank sein, dass auch der "IT-Systemintegrator" (Berufsbezeichnung kenne ich gar nicht) nicht ginge.

Oder du findest lange keinen Job sonstwie, dann fördert das JC vielleicht eine Umschulung, aber sicher nicht auf die Schnelle.
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Alt 10.11.2017, 17:41   #16
Thani
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Ein Freund von mir hat exakt das gleiche Spiel mit dem Jobcenter durch.

Wenn ich nichts überlesen habe macht ihr hier aber einen großen Fehler und werft zwei Themen in einen Topf.

Ihr müsst hier ganz klar zwischen Berufswahl und Lebensunterhalt trennen.

In deiner Berufswahl kann dich das Jobcenter nicht einschränken. Du kannst dich auf jede Stelle bewerben, die du willst.

ABER

Im Gegenzug ist das Jobcenter auch nicht verpflichtet deinen Lebensunterhalt zu decken, wenn du dich zum Beispiel auf eine Azubi-Stelle mit geringem Einkommen bewirbst. BaFög wird zu 95% nichts. Bekannter bekam auch keines OBWOHL er nachgewiesen hat, dass er in seiner ersten Ausbildung länger erfolglos nach einem Job gesucht hat.

Sprich wenn du die Ausbildungsstelle willst, kannst du dich jeder Zeit dafür entscheiden, musst aber mit den 700€ im Monat auskommen und nochmal zwei Jahre bereit sein am Existenzminimum zu leben. Zusätzlich kannst du ja am Wochenende zum Beispiel nen Nebenjob machen. In den meisten IHK-konformen Ausbildungsverträgen sind Nebenjobs unter der Maßgabe erlaubt, dass sie deine Ausbildung nicht beeinträchtigen. Im Kino Karten abreißen oder sowas, geht aber immer. Sowas wie Morgens um 4 vor der Arbeit noch Zeitungen austragen aber halt nicht allein schon wegen Arbeitszeitgesetz.

Ich würde mich mal an die IHK wenden, vor allen Dingen da die Ausbildungen dieses Jahr ja schon alle angefangen haben. Bei denen werden aber manchmal Restplätze gemeldet.

Ach ja und ich würde mich in dem Bereich auf 3 Jahre Ausbildung einstellen. Wenn du nicht gerade Informatik studiert hast ist der Einstieg direkt ins zweite Lehrjahr sonst allein wegen der Menge an Stoff die da vorausgesetzt wird sonst einfach zu hart und deine Noten sollten möglichst gut sein.
Thani ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 10.11.2017, 18:07   #17
Billieboy
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Billieboy
Standard AW: Nach Abbruch des Studiums - Zweitausbildung Finanzieren

Dazu fällt mir ein, das es durchaus Firmen gibt, die Studienabbrecher einstellen. Das wäre theoretisch auch noch eine Lösung.

Du hättest natürlich das Problem, ohne richtigen Berufsabschluss zu arbeiten. Was aber nicht heißt, das Du als Hilfsarbeiter bezahlt wirst. Wenn Du gut bist, und Tätigkeiten eines Facharbeiters oder vielleicht irgendwann eines Ingenieurs ausführst, sollte es auch möglich sein, im weiteren Verlauf ein entsprechendes Gehalt auszuhandeln.


Ich würde allerdings auch auf Teufel komm raus eine Umschulung anstreben. Evtl. findest Du eine Firma, die dir da eine Brücke baut?

Du könntest ja mal vorstellig werden und einfach deine Karten auf den Tisch legen.
Vielleicht macht Dir jemand ein ganz konkretes Angebot.

Mit dem könntest Du dann beim Amt aufschlagen und Tatsachen anbieten. So das die sehen "OK, der hat sich aus eigenem, Antrieb drum gekümmert und ist motiviert" oder so in der Art. Dann zahlen sie vielleicht 2 Jahre Ausbildungsbeihilfe und sind dich los.

Koch gegen deinen Willen wäre doch sinnlos, was nützt ein Job, auf den man keinen Bock hat?
Kein Arbeitgeber wäre mit Dir lange glücklich und Du fällst früher oder später dem Amt wieder vor die Füße, ab einem gewissen Alter dann entgültig.
Billieboy ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 12.11.2017, 18:13   #18
Gollum1964
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Standard AW: Nach Abbruch des Studiums - Zweitausbildung Finanzieren

Zitat von Billieboy Beitrag anzeigen

Koch gegen deinen Willen wäre doch sinnlos, was nützt ein Job, auf den man keinen Bock hat?
Kein Arbeitgeber wäre mit Dir lange glücklich und Du fällst früher oder später dem Amt wieder vor die Füße, ab einem gewissen Alter dann entgültig.
Hallo,

volle Zustimmung meinerseits.
das setzt aber voraus, daß man in seinem Jobcenter einen empathischen SB zugeteilt bekommt, was leider in vielen Fällen nicht gegeben ist.
Gollum1964 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 12.11.2017, 18:19   #19
Caye
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Caye Caye Caye Caye Caye
Standard AW: Nach Abbruch des Studiums - Zweitausbildung Finanzieren

Ich hatte als Studienabbrecher mit 29 keinerlei Probleme, im technisch-handwerklichen Bereich Ausbildungsstellen zu bekommen.

Wenns in der Kochausbildung BAB gab, gibt es das jetzt nicht mehr, das ist klar. Gäbe es in der IT vermutlich aber eh nicht, da das Azubigehalt schon sehr hoch ist.
(BAB ist aber kein Bafög, bei Interesse an einer rein schulischen Ausbildung würde darauf immer noch ein Anspruch bestehen - vorausgesetzt, die Fristverschiebung übers 30. Lebensjahr hinaus wegen Abi auf dem zweiten Bildungsweg kommt hin)
Wohngeld wäre möglich, da BAB dem Grunde nach ja schon nicht mehr drin ist (ist in diesem Fall also eher positiv).
Bei 800 Brutto dürften knapp 700 Netto herauskommen (Steuern zahlt man da ja noch nicht). Damit und mit Wohngeld kommt man schon hin.
Caye ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 12.11.2017, 23:21   #20
Roadhog
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Roadhog
Standard AW: Nach Abbruch des Studiums - Zweitausbildung Finanzieren

Danke für eure Antworten.
Ich denke ich werde erst mal versuchen eine Stelle als Koch zu kriegen, schon allein, damit mir das dumme JC nicht die ganze Zeit auf die Nerven geht mit ihren Sinnlos-Maßnahmen und Sanktionen.

Eine Ausbildung kann ich dann ja trotzdem noch im nächsten Jahr beginnen. Bewerben kann ich mich ja schon mal.

Ich mache erst mal nächste Woche ein Termin beim IHK und schau was die mir sagen können.

Ich halte euch auf den Laufenden.
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Alt 13.11.2017, 08:36   #21
Birgit63
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Birgit63 Birgit63 Birgit63
Standard AW: Nach Abbruch des Studiums - Zweitausbildung Finanzieren

Du hast von 5 Jahren Studium geschrieben und dass du "fast" deinen Bachelor geschafft hast. Nach 5 Jahren "nur" fast den Bachelor? Den Bachelor macht man m. E. nach 3 Jahren (6 Semestern). Da hättest du schon die Reißleine ziehen müssen. Eine zweite Ausbildung muss man sich leisten können. Oder eben die Eltern unterstützen einen (haben wir bei unserer Tochter gemacht). Du kannst auch neben der Ausbildung jobben gehen (Supermarkt, Tankstelle, Gastronomie). Am Wochenende sollte das möglich sein.
Birgit63 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 13.11.2017, 16:43   #22
Thani
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Thani
Standard AW: Nach Abbruch des Studiums - Zweitausbildung Finanzieren

Zitat von Birgit63 Beitrag anzeigen
Den Bachelor macht man m. E. nach 3 Jahren (6 Semestern). Da hättest du schon die Reißleine ziehen müssen.
6 Semester sind Regelstudienzeit und damit quasi das absolute Minimum wenn alles genau nach Plan läuft. Theoretisch geht es auch in weniger müsste man halt Prüfungen vor ziehen, ist aber sehr selten auf Grund der Stoffmenge, des Stundenplans und oft auch wegen Prüfungsordnungen. Realistisch sind (laut Statista) aber eher 8 Semester. Maximalstudienzeit ist 9, mit "Tricks" sogar 10.
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Alt 13.11.2017, 17:09   #23
Gaestin
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Standard AW: Nach Abbruch des Studiums - Zweitausbildung Finanzieren

2 bis 3 Module fehlen. Wenn es mit einem Job klappt, würde ich versuchen auf eigene Kosten diese Module nachzuholen
um den Bachelor zu haben. Kann man nebenher machen.

Hier gibt es beispielsweise das berufsintegrierte Studium,
wo Leute länger studieren aber in ihrer Firma bleiben und
zum Teil freigestellt werden.
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Alt 13.11.2017, 18:23   #24
Roadhog
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Standard AW: Nach Abbruch des Studiums - Zweitausbildung Finanzieren

Bei uns waren es 10 Semester, die wir maximal im Bachelor sein können. Da braucht man auch keine Tricks.

Die meisten schließen mit 7-8 Semestern ihren Bachelor ab. Man kann es auch in 6 Semestern schaffen, aber das ist im MINT-Bereich immer so ne Sache, weil der Stoff viel und schwer ist. Außerdem kann man ja auch noch viele Sachen nebenher machen: Arbeiten gehen, Kinder kriegen, Tutor-Tätigkeit, Fachschaft, etc, da wirds dann sicher nichts mit 6 Semestern.

Zitat:
Du hast von 5 Jahren Studium geschrieben und dass du "fast" deinen Bachelor geschafft hast. Nach 5 Jahren "nur" fast den Bachelor?
Es waren ja zwei Studiengänge. Beim ersten Mal war es die doofe Elektrotechnik, die mir zu schaffen machte, ich hatte nie Physik im Abi und musste da schon nach 3 Monaten rechnen wie Albert Einstein.

Beim zweiten Studiengang war es die hardwarenahe Programmierung, wo die meisten auch immer raus flogen, weil der Dekan eben darauf bestand, dass alle, die den IT-Bachelor haben wollen, wie Linus Torvalds programmieren können müssen (hatte den strengen Militärsprech drauf und war ohne Ende arrogant).
Die, die es schafften, waren meisten Freaks (*ick brogramiere fon frü bis abenndz! und ernere mich von TK Pizza! Den ich bin hakka!*), Überflieger (Stephen Hawkings, die schon den Dr. haben und einfach noch weitere Bachelor nebenher sammeln zum Zeitvertreib), oder einfach Leute, die sich gut durch schummeln konnten (BWL-Typen mit schmierigen Hipster-Frisuren und iPhones, die einen immer mit ihren Colgate-weißen Zähnen anlächeln und so tun, als seien sie der nächste Steve Jobs).

Natürlich hätte ich das auch kommen sehen können, aber wie es halt so ist, schiebt man die schweren Module vor sich her nur um am Ende feststellen zu müssen, dass man da weder die Motivation für hat, noch die Kraft, sich da noch mal nach Jahren intensiv einzuarbeiten. Ich wusste ja schon 2 Jahre vor dem Aus, dass ich als Programmierer niemals arbeiten werde.

Da kamen dann bei mir noch psychische Leiden dazu (inkl. andauernder Krankenhausaufenthalte) und dann war der Sack halt dann auch mal zu.

Natürlich könnten jetzt die griesgrämigen IT-Freaks ankommen und behaupten "Hey, du kannst nicht (gut) Programmieren! Und DU willst in die IT? Hahaha, geh lieber Taxi Fahren!

Dazu sei folgendes gesagt:

1. Der IT-Sektor besteht nicht nur aus "programmieren". Nur das Berufsfeld "Fachinformatiker in Anwendungsentwicklung" hat damit massiv zu tun. Bei den anderen Berufen reichen Grundlagen aus, die ich locker auch noch hin bekomme.

2. Das Niveau auf der Uni ist wesentlich höher. Ich sollte ein halbes Betriebssystem entwickeln (z.B. Treiber).

3. Es kommt darauf an, mit was man programmiert. SQL und Datenbanken liegen mir westlich mehr, als C++ mit dem Zeigergewichse.


Ich wollte das hier eigentlich nicht aufdröseln, weil es für den Topic nicht wichtig ist. Aber naja, vll. auch ganz unterhaltsam.


Zitat:
2 bis 3 Module fehlen. Wenn es mit einem Job klappt, würde ich versuchen auf eigene Kosten diese Module nachzuholen
um den Bachelor zu haben. Kann man nebenher machen.

Hier gibt es beispielsweise das berufsintegrierte Studium,
wo Leute länger studieren aber in ihrer Firma bleiben und
zum Teil freigestellt werden.
2-3 Module haben Probleme gemacht, heißt natürlich nicht, dass am Ende nur 2-3 Module übrig blieben. Ich hatte am Ende knapp über 120 CP.

In die Uni kriegen mich keine 10 Pferde mehr. Das war bisher die schlimmste Zeit meines Lebens und da kann ich gerne verzichten auf den Terror. Zumal ich halt diese 2-3 Module eben nicht geschafft habe. Die würde ich auch jetzt nicht schaffen und in 10 Jahren auch nicht. Ist halt sicher blöde, wenn es nur an bestimmten Sachen scheiterte. Wirtschaft und Mathe waren für mich zwar auch nicht immer leicht, aber die hab ich immer abschließen können.

Der Informatik-Teil war meistens sehr schlimm. Programmieren sie dies, programmieren sie das. Die ersten drei Semester waren machbar, aber im vierten wurde das Niveau noch mal merklich angehoben und ich stieg aus. Zur Prüfung wurde man dann meistens nicht zugelassen, da reichte es schon aus, dass mal ein Programm nicht richtig funktionierte.
__

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