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Start > > -> Aviba & Co. - Zwei Maßnahmen nach §45 SGB III

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Alt 04.10.2017, 18:49   #1
Zweasley
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Registriert seit: 04.10.2017
Beiträge: 1
Zweasley
Standard Aviba & Co. - Zwei Maßnahmen nach §45 SGB III

Kurz zu mir: Ich bin seit dem Frühjahr im ALG-I-Bezug und seitdem im IT-Bereich arbeitssuchend. Meine berufliche Situation ist eigentlich nicht schlecht und ich bin auch zuversichtlich, bis zum Ende des Jahres wieder in Lohn und Brot zu sein, allerdings habe ich zuletzt als Bewerber einige seltsame Dinge erlebt, über die man sicherlich auch ein Buch schreiben könnte.

Ich habe bei meinem SB1 eine EGV unterzeichnet, in der ich mich zur Teilnahme an einem „Beratungstermin im Rahmen der Aktivierungsoffensive“ bereit erklärt habe. An zwei von diesen Terminen habe ich teilgenommen, sie bestanden jeweils aus einem Vortrag mit einem anschließenden Einzelgespräch bei SB2.

SB2 hat mir bereits im Sommer im ersten Einzelgespräch (Aktivierungsoffensive) gezeigt, dass er den Zahlenraum von 1 bis 12 beherrscht und mir aufgrund der Dringlichkeit nahegelegt, Strategien zu entwickeln. (Ich liebe inhaltsleere Floskeln.) Dies sei am besten im Rahmen einer Maßnahme möglich, die ich sofort antreten könne.

Als offener Mensch habe ich nachgefragt, worum es dabei genau geht, allerdings hat mir SB2 das weder erklären können, noch überhaupt wollen. Stattdessen hat er seine hellseherischen Fähigkeiten bemüht: „Ich merke schon, sie wollen das nicht.“ – Widerspruch war da auch völlig zwecklos und SB2 erklärte mir, dass ich diese Maßnahme sowieso antreten müsse, weil sie Standardprocedere bei allen sei, deren Arbeitslosigkeit länger als 6 Monate andauere.

Bei einem zweiten Termin im Rahmen der Aktivierungsoffensive gab es ein weiteres Einzelgespräch mit SB2, das sich etwas glücklicher entwickelte. Wir kamen also drauf, dass mir der Erwerb einer aktuellen Zertifizierung im IT-Bereich helfen könne. Das wollte SB2 aber nicht alleine entscheiden und hat deswegen SB1 im Haus angerufen. „Aha, etwas faul.“, hat SB2 dann beim Telefonat laut wiederholt, während er mir ins Gesicht geschaut hat. Ich habe keinen Schimmer, wen er damit gemeint haben könnte.

Tenor des Gesprächs: Ich soll erst mal diese Maßnahme absolvieren und wenn sich der Zustand meiner Arbeitslosigkeit dann noch nicht erledigt hat, könnte man über eine Förderung im Rahmen einer Zertifizierung nachdenken.

Von SB3 habe ich dann die Zuweisung zu einer nicht näher bestimmten Maßnahme „Schulung, Coaching und Vermittlung“ erhalten, der auch ein Flyer beigefügt war (Angebot A & Flyer A). Der Zuweisung fehlt eine Rechtsbehelfsbelehrung. Ich kann im Moment also noch nicht qualifizieren, ob es eine vorbereitende Handlung oder schon ein Verwaltungsakt ist.

Abgesehen von den üblichen Unzulänglichkeiten, die mich außer Stande setzen, das Angebot überhaupt prüfen zu können, ist der Flyer sehr interessant:
„Ziel des Projekts ist es zu klären, ob und in welchem Berufsbereich ein beruflicher (Wieder-)Einstieg möglich ist und welche Rahmenbedingungen und Unterstützungen hierzu notwendig sind.“

Rechtlich gesehen, steht es mir wohl zu, eine solche Maßnahme mit einem entsprechenden Gutschein in Anspruch zu nehmen. Das entscheide dann aber erst mal ich. Im Rahmen einer Zuweisung wird es blöd: Es wird eine Maßnahme zugewiesen, deren Sinn darin besteht, herauszufinden, welche Maßnahmen Sinn machen. Dieser Punkt muss ja im Rahmen des Ermessens vorab geklärt sein.

Damit das aber noch nicht reicht, habe ich von SB1 eine zweite Zuweisung erhalten. Der zweiten Zuweisung lag wieder ein Flyer bei.

Zuweisungsbeginn und –ende beider Maßnahmen überschneiden sich. Viel hilft halt viel und ich bin im Moment am rätseln, was denn nun als nächstes passiert.

Angehängte Dateien
Dateityp: pdf Angebot_A.pdf (1,08 MB, 26x aufgerufen)
Dateityp: pdf Angebot_B.pdf (1,14 MB, 18x aufgerufen)
Dateityp: pdf SuB_Flyer_A.pdf (1,25 MB, 19x aufgerufen)
Dateityp: pdf SuB_Flyer_B.pdf (132,8 KB, 18x aufgerufen)

Geändert von Zweasley (04.10.2017 um 19:34 Uhr)
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Alt 04.10.2017, 19:32   #2
Curt The Cat
Redaktion
 
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Registriert seit: 18.06.2005
Ort: in der Stadt mit x
Beiträge: 6.909
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Standard AW: Bin im ALG1-Bezug, EGV unterschrieben und der Teilnahme an einem „Beratungstermin" zugestimmt. Was erwartet mich nun

Moinsen Zweasley und willkommen hier ...!

Ich war mal so frei und hab' den Titel Deines Fadens etwas abgerundet. Ein ganzer Satz oder eine vollständige Frage ist immer freundlich und soviel Zeit muß sein - ergänzend verweise ich auch auf die Forenregel #11
Zitat:
11. Themen/Threads erstellen
Beim Erstellen neuer Themen/Threads ist darauf zu achten, eine aussagekräftige Überschrift zu wählen. Themen mit nichtssagenden, allgemeinen Überschriften,oder wie z.B. Alle Reinschauen!!! oder Hilfeee!!! oder Aviba & Co, § 45 SGB III, sowie Topics mit irreführenden Angaben werden von den Moderatoren i.d.R ohne Ankündigung entfernt!
Unser TechAdmin hat sich die Mühe gemacht und den Editor für die Überschrift auf 110! Zeichen erweitert. Da passt deutlich mehr als ein bis drei Worte rein ...

Erhellendes zum Thema findet man auch hier ... ->klick

Ich wünsche Dir weiterhin einen angenehmen Aufenthalt hier im Forum.


__

Beste Grüße aus der Stadt mit x
von
Curt The Cat


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Alle meine Beiträge und Antworten entspringen meiner pers. Meinung und Erfahrung, stellen daher keinerlei Rechtsberatung dar !
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An alle iOS- & Androidkrieger - Bitte formuliert aussagefähige Sätze!

"Wo Unrecht zu Recht wird, wird Widerstand zur Pflicht" - Bertold Brecht ... deshalb
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Alt 04.10.2017, 19:54   #3
Sonne11
Elo-User/in
 
Benutzerbild von Sonne11
 
Registriert seit: 22.03.2015
Beiträge: 936
Sonne11 Möchte sein Renommee nicht öffentlich anzeigen...
Standard AW: Aviba & Co, § 45 SGB III

Hallo!
Bist Du bereit den Statistikmanipulierern Arbeit zu bereiten und Dich damit unbeliebter zu machen, als Du es eh schon bist?

Ich bin kein Experte was SGB III angeht, also alles nur Denkanstöße!

--Zuweisung ab September rückwirkend wohl nicht rechtmäßig?
--Die Zuweisungen unterschlagen die Möglichkeit eines Widerspruchs! Man wird behaupten wollen, es sein kein Verwaltungsakt. Da Dein Widerspruch eine aufschiebende Wirkung hätte! Zuweisungen waren bisher immer Verwaltungsakte mit Rechtsbehelfsbelehrungen, jetzt geht man den modernen Weg, da alles nur noch schlecht und Betrug ist, warum dann die AfA und das JC nicht? Einfach die RBB weglassen und Elo seiner Rechte beschei***!

Widerspruch auf jeden Fall! Gerne auch behaupten, dass es ein formeller Verwaltungsakt ist mit allen Anzeichen, die bereits als Begründungen bekannt geworden sind! Die Zuweisung ist komplett unbestimmt, ein Flyer ist Werbung und mehr nicht!

Ich sehe das Logo "ESF"! Also SB Arbeit machen, fragen nach § 13-15 SGB I, ob die MN ESF finanziert ist und um genaue Erklärung bitten, warum genau diese MN, wo doch andere Vorgehensweisen mit SB abgesprochen wurden! Genau so etwas möglichst unterstellen, da Du Vorschläge gemacht hast!

Nächstes Schreiben, Datenweitergabe und Speicherung an den ESF und Behörden die mit dem ESF zusammenhängen untersagen. Wenn es tatsächlich eine ESF Maßnahme ist, ist hier dann Schluss!

Nächstes Schreiben, Datenweitergabe an Dritte, hier Träger untersagen, die nicht ganz klar durch den Gesetzgeber verlangt werden und für Anmeldung und Durchführung der MN nötig sind. Selektiven Datenzugriff kann man nicht erzwingen, dies wäre so nicht zulässig! Also untersagen!

Nächstes Schreiben, Antrag auf Weiterbildung wie mit dem SB am.....2017 besprochen! Einfach diese Worte benutzen um das zu unterstellen, was bereits tatsächlich diskutiert wurde "Erwerb einer aktuellen Zertifizierung im IT-Bereich helfen könne." Dieses Schreiben würde SB in Nöte bringen, denn warum dann eine MN? Beantrage es einfach und fordere eine schriftliche Antwort!

Die Zuweisung ist komplett bestimmt und unbegründet! Kein Eingliederungskonzept ersichtlich! Auch deshalb, weil keine EGV gleichzeitig vereinbart und begründet wurde! Da Du eine EGV hast, blieb denen nur übrig eine Zuweisung aufzuzwingen! Diese wurde dann ohne RBB ausgehändigt!

Mal sehen was andere Usern noch so einfällt.

Verträge und Zusatzvereinbarungen musst Du natürlich beim MT nicht unterzeichnen! Wäre dann der letzte Schritt!

Nachtrag: selektiven Datenzugriff untersagen! Wie oben beschrieben! Zudem sehe ich nirgends, dass erwähnt wird, wer die Kosten für die MN übernimmt? Das wäre mir dann im Widerspruch sehr wichtig zu erwähnen! Ohne bestimmte und feste Zusage, kann man doch gar nichts antreten!!!???

Geändert von Sonne11 (04.10.2017 um 20:11 Uhr)
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Alt 05.10.2017, 02:37   #4
Zeitkind
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Standard AW: Aviba & Co, § 45 SGB III

Zitat von Sonne11 Beitrag anzeigen
Wenn es tatsächlich eine ESF Maßnahme ist, ist hier dann Schluss!
Genau. Und in diesem Beitrag steht auch, warum.
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