Weiterbildung/Umschulung/Sinnlose Maßnahmen Bitte nur Beiträge posten, die mit Weiterbildung/Umschlung und sinnlose Maßnahmen zu tun haben


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Alt 10.09.2017, 21:29   #1
edampfer
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edampfer
Standard Maßnahmeunterlagen akzeptabel? Und weitere Fragen

Hallo zusammen,

ich muss morgen per Zuweisung 8ten Tag zur Maßnahme. Mittlerweile weiß ich, dass es keine gute Entscheidung war diese anzunehmen und ich nicht mehr so leicht raus komme. Muss wohl bis zum Ende der Maßnahme durchhalten. Bis jetzt habe ich dort noch nichts unterschrieben ausser die Anwesenheitsliste. Letzte Woche wurde mir eine aktualisierte MT-Vereinbarung, Hausordnung und EDV-Ordnung vorgelegt, sind im Anhang. Könnt Ihr drüber schauen und sagen ob man diese akzeptieren kann?

Andere Fragen wären noch:
Mit welcher Begründung könnte man das Profiling abschlagen? Da werden Sachen abgefragt wie:
"Welche berufliche Alternativen können Sie sich vorstellen?"
Quellen der Stellensuche und Häufigkeit
Einschätzung des Motivationsgrades für die Arbeitssuche
Gesundheitliche Einschränkungen (freiwillige Angaben)
Berufliche Kenntnisse und Fähigkeiten anfertigen

Kann die natürlich reinstellen, aber sind ganze 14 Seiten und ich wollte es hier nicht so zumüllen.

Und muss man eigentlich den Akquisenachweis führen bzw vorzeigen?

Miniaturansicht angehängter Grafiken (Klicken = große Ansicht)
tnv1.jpg   tnv2.jpg   edv-ordnung1.jpg   edv-ordnung2.jpg   hausordnung.jpg   zuweisung1.jpg   zuweisung2.jpg  
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Alt 11.09.2017, 14:42   #2
FrauStahl
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FrauStahl
Standard AW: Maßnahmeunterlagen akzeptabel? Und weitere Fragen

Ich persönlich würde den Maßnahmevertrag nicht unterschreiben:

1. Besteht die erste Seite sowieso nur aus Pflichten, die du ohnehin von Gesetzeswegen her hast. Es gibt keinen Grund die nochmal vertraglich festzulegen.

2. Ist der Teil mit der Datenweitergabe immer freiwillig. Darauf wirst du aber nicht hingewiesen. Außerdem steht da sehr verklausuliert auch etwas davon, dass deine Daten auch an irgendwelche Dritten weitergegeben werden können. Sehr dubios.

3. Steht da allgemein ziemlich viel nach dem Motto "Das wird nochmal gesondert vertraglich geregelt".

Ich sehe überhaupt keinen Grund, warum man das unterschreiben sollte.

Vor allen Dingen, weil du:

4. Ja eine Zuweisung hast, die zur Teilnahme an der Maßnahme vollkommen ausreichen muss. Obwohl ich auch die Frage aufwerfen will, ob die Zuweisung überhaupt rechtens ist. Dort steht nämlich nicht mal, welches Ziel die Maßnahme hat, welche Vermittlungshemmnisse hier beseitigt werden soll, welche Kenntnisse vermittelt werden, oder auch nur irgendwas, was dir erlauben würde zu beurteilen, ob die Maßnahme für dich zumutbar/nützlich ist.
FrauStahl ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 11.09.2017, 17:23   #3
0zymandias
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Standard AW: Maßnahmeunterlagen akzeptabel? Und weitere Fragen

Ich möchte konkret und recht entschieden davon abraten, dass Dingsbums zu unterschreiben.

Nur mal die EGV-Geschichte betrachtet:

Es wird gedroht. Und zwar recht herzhaft.
Mir ist dabei so ungefähr klar, was straf- und zivilrechtlich an Katastrophen auf wehrlosen Bürgern abgeladen werden kann,
aber das Disziplinarrechtliche will mir dabei nicht so recht in den Kopf.
Haben die eine eigene Gerichtsbarkeit? Oder hat man hinter meinem Rücken eine Ethikkommission der Erwerbslosen ins Leben gerufen, vor der man dann in den Staub geworfen wird?
Und viel wichtiger noch: Warum sollte ich solche Drohungen auch nur näherungsweise bestärken, z.B. durch Unterschrift?

Dabei lasse ich mal außer acht, dass sogar das Essen im PC-Raum strafrechtlich verfolgt wird.
(Obwohl es natürlich wichtig werden kann, wenn man erst an Wasserwerfern und Patrouillen vorbei zur Tastatur kommen muss.)

Die Sache mit dem USB-Stick und meinen Daten:
Die Daten gehören mir, ihr Layout ist das Ergebnis meiner geistigen Arbeit.
Kurz: Meins.

Warum sollte ich jemandem erlauben, darauf seinen Fuß zu stellen?
Es soll auf fremden USB-Sticks gespeichert werden, die dann in Sicherheitsverwahrung genommen werden und ich muss mir die Erlaubnis holen, darauf untertänigst zugreifen zu dürfen.
Das nenne ich mal die Aufgabe von Rechten, die ziemlich anlasslos sein dürfte.
Sie ist auch konkret widersinnig, denn wenn ich mich an Sonn- und Feiertagen mit den aktuellen Datensätzen bewerben will, steht wohl kaum ein Ansprechpartner des Gulags Gernegroß zur Verfügung.

Dass übrigens zwei Teilnehmer an einem PC (!) arbeiten sollen, halte ich für ein ganz schön böswilliges Gerücht, das der MT immerhin selbst schriftlich zum Besten gab.
Daraus kann man schon mal die Effizienz des Tüdelidüs anzweifeln.

Man verpflichtet sich, für die E-Mailbenutzung die Erlaubnis der Elo-Gärtner einzuholen.
Muss ich da noch über einen fehlenden Flow in der Bewerbungstätigkeit räsonieren und die für erwachsenengerechte Pädagogik unpassende Anmaßung eigens erwähnen?
(In aberwitziger Weise wird sogar in diesem Unpunkt tatsächlich mit strafrechtlicher Verfolgung gedroht. Geht's noch? )

Für mich zündet thermonukleare Sprengsatz gegen Ende in dem faszinierenden Satz:

"[...] behält sich vor, die Nutzung der PCs durch geeignete Mittel (schriftliches Nutzungsprotokoll, Anfang und Ende der individuellen PC-Nutzung) zu dokumentieren sowie die Nutzung des Internets mit geeigneten Mitteln digital zu protokollieren."

Das ist schon verdammt nahe an der Nachstellung und könnte ich nicht unterschreiben.
Damit ist nämlich alles möglich, vom Supervisor-Programm, das alle drei Sekunden einen Screenshot anfertigt, über den Keylogger, der jede Tastatureingabe und damit jedes Passwort mitschneidet, bis hin zur Aktivierung der Webcam.

Öh-nö-nö-nö, nicht mit diesem Erwerbslosen!
__

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Alt 11.09.2017, 22:30   #4
edampfer
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edampfer
Standard AW: Maßnahmeunterlagen akzeptabel? Und weitere Fragen

OK, wenn ich dem ganzen richtig folge, soll die Haus- & EDV Ordnung im Vertrag abgenickt werden, zusätzlich später Dinge "in einer separaten Vereinbarung geregelt." Und ja, stimmt. Es ist bereits in der Zuweisung so ziemlich alles geregelt. Sind schon einige Stopschilder, wo es nicht weitergeht. Kann eigentlich das Nichtunterschreiben als nicht "aktive Teilnahme" ausgelegt werden? Weil in der Zuweisung ja explizit darauf hingewiesen wird.
Habt Ihr Vorschläge, wie man das Profiling und die Bewerbungsnachweise ggü dem MT abwehrt?

Ich muss zugeben, die haben dank mir schon die EDV Ordnung abgeändert. In der ersten Version wurde noch von Disketten geredet und die Teilnehmer bekamen USB-Sticks. Ich habe auch eins bekommen, (neuverpackt, etc.) aber dankend abgelehnt und am Ende des ersten Tages ihn wieder dem Dozenten in die Hand gedrückt. Er war zwar etwas perplex, aber ich habe ihn auf die nicht unterschriebene Ordnung hingewiesen und es war Ruhe. Am nächsten Tag habe ich die Info von anderen Teilnehmern bekommen, wenn ich den Stick haben möchte, sollte ich ihn wieder abholen. Bis jetzt nicht wieder abgeholt.

Heute wurde es auch sehr komisch tagsüber: ich wurde tatsächlich gefragt, ob ich Zeitung lesen möchte. Hab darauf gesagt, ich habe die lokale Zeitung online bereits gelesen und dort wären für meinen Beruf keine neuen Stellen. "Ne, ne! Allgemein, was in der Welt los ist. bisschen Politik usw" Nachdem ich das auch abgelehnt habe, kam die glorreiche Idee, ich sollte doch mal einfach in der Umgebung paar Firmen abklappern und mich "initiativ" bei denen bewerben.
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Alt 11.09.2017, 23:30   #5
Vidya
 
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Standard AW: Maßnahmeunterlagen akzeptabel? Und weitere Fragen

Zitat von 0zymandias Beitrag anzeigen
Es soll auf fremden USB-Sticks gespeichert werden, die dann in Sicherheitsverwahrung genommen werden und ich muss mir die Erlaubnis holen, darauf untertänigst zugreifen zu dürfen.
Diese LAV Maßnahmen sind bundesweit mit vollkommen identischer Konzeption ausgeschrieben worden. Nur die geschuldete Vermittlungsquote schwankt zwischen 15 -20 Prozent, je nach Bundesland. Wie dem auch sei -was der Träger hier fordert inkl. dessen Vertragswerk zu unterzeichnen, dies steht so in keinem der LAV Konzeptionen des REZ der BA so drin. Und der Anbieter verstößt in der Sache mit dem USB Stick sogar gegen die Vorgaben im Leistungsverzeichnis. Denn da steht ganz klar drin -der Teilnehmer erhält vom Auftragnehmer einen USB Stick -der in sein Eigentum übergeht. Also nichts mit Sicherheitsverwahrung!!!

Zitat von 0zymandias Beitrag anzeigen
Dass übrigens zwei Teilnehmer an einem PC (!) arbeiten sollen, halte ich für ein ganz schön böswilliges Gerücht, das der MT immerhin selbst schriftlich zum Besten gab.
Die gleichzeitige Nutzung von einem PC durch mehrere Telinehmer ist laut Leistungsverzeichnis auch ausgeschlossen.

Siehe Anhang Leistungsbeschreibung LAV Maßnahme-Beispiel aus NRW. Ist aber Zufall -und die aus anderen Bundesländern sind mit identsichem Text ausgetatte.

Insofern finde ich die Mißachtung des Träger gegenüber seinem Auftragggeber BA und dessen Vorgaben an die Ausrichtung der Maßnahme völlig inakzeptabel.

Ich persönlich würde mich da gleich an den Prüfdienst der BA wenden und mich beschweren. Auf jeden Fall sehe ich hier auch gar keine Notwendigkeit der Zuweisung . Im Gegenteil. Die Konzeption besagt, dass erst in der Teilnahme Vermittlungshemmnisse festgestellt werden sollen.

Kommt mir so vor -wie eine Einweisung in ein Krankenhaus -zur Befunderstellung ohne irgendeine eine vorherige Diagnose.

Diese Art der Maßnahme erscheint mir vollkommen nutzlos und einzig der Statistik geschuldet. Für solch eine magere Konzeptionsvorgabe der BA -hier solch einen Aufriss an Vertragsunterlagen dem Teilnehmer zumuten zu wollen -das ist schlichtweg unanehmbar.

Insbesondere -was die PC-Nutzung anbetritt. Die Liste möglicher Fehlhandlungen ist lang. Siehe:

BSI - G 3 Gefahrdungskatalog Menschliche Fehlhandlungen - IT-Grundschutz-Kataloge

Die Vorgaben des Trägers halte ich für vollkommen unzumutbar -schon im Hinblick auf die eigentliche Konzeption
einer LAV. Siehe Anhang.

Angehängte Dateien
Dateityp: pdf Leistungsbeschreibung LAV Standard Vorgaben der BA.pdf (157,0 KB, 25x aufgerufen)
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Alt 12.09.2017, 21:23   #6
edampfer
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edampfer
Standard AW: Maßnahmeunterlagen akzeptabel? Und weitere Fragen

Vielen Dank fürs raussuchen von der Leistungsbeschreibung und darin die direkten Hinweise. So kann man sich in etwa dran orientieren, was eingehalten werden sollte.
Bin mir noch nicht sicher, ob ich wirklich zu meiner SB gehen werde. Die Argumente sind gut, keine Frage. Im Moment ist es dort noch auszuhalten und irgendwie sind die Dozenten mehr auf Abstand. Wahrscheinlich bin ich der erste dort, der nicht sofort alles unterschrieben hat. Worüber ich aber immer wieder grübeln muss, ob das als Nichtaktivität ausgelegt werden kann.
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Alt 12.09.2017, 23:06   #7
Vidya
 
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Standard AW: Maßnahmeunterlagen akzeptabel? Und weitere Fragen

Zitat von edampfer Beitrag anzeigen
Worüber ich aber immer wieder grübeln muss, ob das als Nichtaktivität ausgelegt werden kann.
Selbst die BA hat in Ihrer Konzeption so etwas nicht vorgesehen.
Es gibt Maßnahmen, wo die Unterzeichnung einer gesonderten Teilnehmervereinbarung vorgesehen ist -jedoch kenne ich das nur aus Konzepten, die eine freiwillige Teilnahme vorsehen -insbesondere bei denen mit ESF Beteiligung. Der Vertrag ist schlichtweg unakzeptabel. Daran musst Du nicht mitwirken -schon gar nicht aktiv. Solche Verträge würden zudem privatrechtliche Bedeutung bekommen -also in Deinen Privatbereich hineinwireken können. So etwas kann erzwungener Teil von irgendwelchen Aktivtäten sein -oder dir als Nichtaktivität ausgelegt werden. Es gibt Vertragsfreiheit in Deutschland. Nicht umsonst wurde die MÖGLICHKEIT dessen nur in Maßnahmen mit ESF Beteiigung übernommen -jedenfalls kenne ich das nur so.
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Alt 13.09.2017, 17:00   #8
0zymandias
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Standard AW: Maßnahmeunterlagen akzeptabel? Und weitere Fragen

Für inaktiv würde ich jemanden halten, der unreflektiert alles und jedes unterschreibt.

Das würde ich eher als einen vertretbaren Standpunkt ansehen.
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Alt 13.09.2017, 21:38   #9
edampfer
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edampfer
Standard AW: Maßnahmeunterlagen akzeptabel? Und weitere Fragen

Es wurde heute wieder nach den Unterlagen verlangt und ich konnte dank euren guten Argumenten den Dozenten wieder ohne Unterschrift gehen lassen. Er sagte, er wird sich erkundigen und die Teilnehmervereinbarung (TNV) zur "Rechtsabteilung" abgeben und dort soll draufgeschaut werden. Solchen Fall hätte er bis jetzt noch nicht gehabt. Er wirkte meinem Empfinden nach gelassen.

Hoffentlich dauert das ganze noch paar Wochen, dann ist die Maßnahme durch. Der einzige Vorteil an dieser Maßnahme ist, dass Briefe + Briefmarken + Mappen kostenfrei zur Verfügung stehen. Solange will ich das natürlich mitnehmen.
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Alt 15.09.2017, 05:44   #10
Zeitkind
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Standard AW: Maßnahmeunterlagen akzeptabel? Und weitere Fragen

Zitat von edampfer Beitrag anzeigen
... er wird sich erkundigen und die Teilnehmervereinbarung (TNV) zur "Rechtsabteilung" abgeben und dort soll draufgeschaut werden.
Davon ändert sich das BGB auch nicht.
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Alt 15.09.2017, 11:11   #11
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Standard AW: Maßnahmeunterlagen akzeptabel? Und weitere Fragen

Zitat von edampfer Beitrag anzeigen
[...]Er wirkte meinem Empfinden nach gelassen. [...]
Wäre ich als Kolonnenführer einer Drücker-Brigade auch.
Da das Kind die Bonbons willig angenommen hat und zufrieden darauf rum lutscht:
Zitat von edampfer Beitrag anzeigen
[...] dass Briefe + Briefmarken + Mappen kostenfrei zur Verfügung stehen. Solange will ich das natürlich mitnehmen.
Hast du von deinem SB noch nicht mitgeteilt bekommen, daß insbesondere fremdbestimmt übergeholfene Bewerbungs- und Fahrtkosten - auf Antrag - erstattungsfähig sind?
Jaaa, das vergessen die gelegentlich.

Mit der Annahme vermeintlicher Geschenke handelst du schlüssig und willigst stillschweigend eine Vertragsübereinkunft ein.
Wie auch immer die aussehen mag.
Darüber kann hinterher gar trefflich gestritten werden.

Belies dich bei Gelegenheit über konkludentes Handeln.
Das Wissen schadet selbst außerhalb des JC-Dunstkreises nicht.

Da meine Aktivitäten wegen eines Aufrufs zur Verhaltensänderung hinsichtlich meiner Browsereinstellungen auf Eis gelegt wurden, kann ich dir erst heute meine 2 Cent auf die Einschätzung der Mit-Forenten drauf legen:

Damit nicht so viele Fragen gestellt werden, die in der Vergangenheit unzählige Male gestellt und bereits X-fach beantwortet wurden, werfe ich die Gebetsmühle zur Maßnahmeabwehr noch Mal an:
In deinem eigenen Interesse arbeitest du die Beiträge, die sich hinter den unterstrichenen Links verbergen, gut durch - und ziehst eigene Schlüsse daraus.
Zitat:
Da im Zusammenhang mit sinnbefreiten=unerwünschten Maßnahmen stets die selben Fragen hochgewühlt werden, kopiere ich aus einem Post mit passenden Querverweisen.

Es gibt zu tun.
Sobald die Schularbeiten gemacht sind, können eigene Strippen gezogen und kluge Fragen an JC-SBs gestellt werden.

Such dir die für dich passenden Highlights aus dem Pfeilköcher:
Verfasser AnonNemo:
- Verhalten beim Träger - Maßnahmeabwehr
- Erklärung, warum kein Vertrag beim Träger unterschrieben wurde - es sei bereits alles geregelt -
- Vermittlungsgutschein und das Bewerben bei privaten Dienstleister - ZAF
- Bewerbungsbemühungen, Jobbörse, anonymes Profil, Referenznr, ZAF abwehren
- Vermittlungsvorschlag (VV), Jobbörse, anonymes Profil, Referenznr, ZAF abwehren

Verfasser Ozymandias:
- Keine Sanktion bei Arbeitsangeboten eines Maßnahmeträgers
- VA mit AGH-Zwang - Antwortschreiben
- VA, Datenfreigabezwang an MT macht VA rechtswidrig
- Maßnahmenverweigerung lt SG Berlin nicht sanktionierbar
- Maßnahme länger als EGVA - nicht zulässig
- Argumente gegen Maßnahme in VA

Verfasser Schikanierter:
- Wie bestimmt muss ein Angebot einer Massnahme sein, um unanfechtbar zu sein?
- Angebot einer Maßnahme ist i.d.R. ein VA und nicht vorbereitendes Verwaltungshandeln
- Maßnahmezuweisung wird gekonnt auseinandergenommen
Hier ein Faden des Users "Simor", der sich dem Thema sehr gewitzt stellte.
Einer seiner smart-ass-Schachzüge:
SOFORT sämtliche FREIWILLIG erteilten "Einverständniserklärungen" bezüglich seiner Datenverwurstung zurückzunehmen. (Widerruf)

Wer (noch) nichts zurückzunehmen=zu widerrufen hat, VERBIETET vorsorglich.
Konkrete Verbote hinsichtlich Datenverwurstung durch Dritte können ebenfalls vorsorglich gegenüber JC UND Trägern ausgesprochen werden.
Wem die Datenverwurstung via VA aufs Auge gedrückt wurde, widerspricht zeitnah.
Vorlagen findest du im Forum.

Alles schriftlich und nachweisbar auf den Weg bringen.
Versteht sich.
__

Mostly harmless...
„Willst du den Charakter eines Menschen erkennen, so gib ihm Macht.“ (A. Lincoln)
„Der Elo geht so lange zum JC, bis er bricht." (Aus unveröffentlichten Werken des Ozymandias)
Pixelschieberin ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 17.09.2017, 14:28   #12
edampfer
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edampfer
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Freitag wurde mir vom Dozenten eine gute Nachricht (seiner Meinung nach) verkündet: Nach Rücksprache mit der SB wurde es akzeptiert, dass ich die TNV nicht zu unterschreiben brauche und einfach anwesend sein muss. Es solle auch nicht an die Große Glocke gehängt werden, da ich eine Ausnahme bin.

Ich persönlich habe erwartet, dass ich zur SB eingeladen werde und nicht mehr zum MT brauche. Die Tage vergehen da immer langsamer und wird es auch sehr ungemütlich

Donnerstag kam gleichzeitig ein neuer Dozent. Dieser hat mich nach einer Firma gefragt und ob ich da nicht anrufen wolle. Ich sagte, ich werde mich da schriftlich bewerben. Freitag fragte er mich, ob ich mich da schon beworben hätte, was ich natürlich noch nicht gemacht habe. Etwa halbe Stunde später legte er mir ein Zettel hin mit den Kontaktdaten zu der Firma und sagte: Ich habe da angerufen, Sie schreiben eine Bewerbung und fahren hin.

Später habe ich herausgefunden, dass er den Ansprechpartner dort persönlich kennt. Habe das ganze abgeblockt und gesagt, dass ich mich selbst um Stellen kümmere, alles schriftlich mache und keinen Vormund brauche. Wow, dachte ich, es steht noch nicht mal fest, ob der Gute auf Vollzeit oder Halbzeit ist oder überhaupt bereits angestellt ist und ich soll mich bei seinen Bekanntschaften bewerben. Mittlerweile wünschte ich mir, ich hätte hier vor der Unterschrift der Zuweisung um Rat gebeten.

Zitat von Pixelschieberin Beitrag anzeigen
Hast du von deinem SB noch nicht mitgeteilt bekommen, daß insbesondere fremdbestimmt übergeholfene Bewerbungs- und Fahrtkosten - auf Antrag - erstattungsfähig sind?
Jaaa, das vergessen die gelegentlich.
Verstehe ich das richtig? Es kann sein, dass ich das später evtl wieder bezahlen muss?

Ich werde mir die Links noch anschauen.
edampfer ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 17.09.2017, 14:42   #13
Sonne11
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Zitat von edampfer Beitrag anzeigen
Dieser hat mich nach einer Firma gefragt und ob ich da nicht anrufen wolle. Ich sagte, ich werde mich da schriftlich bewerben. Freitag fragte er mich, ob ich mich da schon beworben hätte, ... Etwa halbe Stunde später legte er mir ein Zettel hin mit den Kontaktdaten zu der Firma und sagte: Ich habe da angerufen, Sie schreiben eine Bewerbung und fahren hin.
Ich sehe ein unbezahltes Probearbeiten ääähhh, ich meine unbezahltes Praktikum kommen. Am besten 6 Wochen lang mit Weisungebefugnis des AG und Leistungskontrolle.

Aber da haben wir es, Verbot der Datenweitergabe an Dritte hätte bestimmt einen unbekannten Anruf, Weitergabe irgendwelcher personenbezogener Daten von Dir und persönlicheres verhindert. Frage "Dozenten" doch was weitergegeben wurde, an wen und wie oft!

Denke daran, wer Dir weisungsbefugt ist!

Zitat von edampfer Beitrag anzeigen
Freitag wurde mir vom Dozenten eine gute Nachricht (seiner Meinung nach) verkündet: Nach Rücksprache mit der SB wurde es akzeptiert, dass ich die TNV nicht zu unterschreiben brauche und einfach anwesend sein muss.
Also konkludent handeln? Ab jetzt Toaster mitbringen und Strom verbrauchen, Akkus laden, am Handy 24/7 sein und stääändig Pausen machen, wann man will, weil man doch ständig Knieschmerzen hat. Bist Du zufällig Kettenraucher? Ist nur Spaß!

Bezogen auf mein geschriebenes: Man bewertet jetzt Dein handeln so, dass Du zwar nicht unterschreibst, aber davon Kenntnis hast und Du Dich trotzdem an alles halten wirst! Hast ja Kenntnis über den Inhalt. (mein Denken, meine Einschätzung darüber)

Ich persönlich würde jetzt nicht nur behaupten, dass ich die Unterlagen nicht unterschreibe, sondern dass ich allem aus den Unterlagen Widerspreche und mir der MT nicht weisungsbefugt sein wird, währen der Maßnahme. Und Datenweitergabe natürlich noch untersagen, wenn Du es noch nicht hast (Siehe Anruf zum AG durch MT)

Ungefähr so: "die mir vom MT zur Unterschrift ausgehändigten Unterlagen werde ich nicht unterschreiben und stimme deren Inhalt nicht zu"

Oder ganz dramatisch: sich die Unterlagen einscannen, die Originale mit durchgestrichemem Unterschriftenfeld zurückgeben.

Könnte man das?

Geändert von Sonne11 (17.09.2017 um 15:14 Uhr)
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Alt 17.09.2017, 15:22   #14
edampfer
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edampfer
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Zitat von Sonne11 Beitrag anzeigen
Ich sehe ein unbezahltes Probearbeiten ääähhh, ich meine unbezahltes Praktikum kommen. Am besten 6 Wochen lang mit Weisungebefugnis des AG und Leistungskontrolle.
Ja, das versuchen die mir immer wieder aufzuzwingen, aber hier wird auf Probezeit verwiesen, dank diesem Forum!

Das Problem ist, der MT macht eh alles mit, jeder Teilnehmer lädt das Handy auf, hält sich eh nicht an die EDV Ordnung, manche gehen einkaufen, weil kaum Aufischt von Dozenten da ist. Dozent 1 meistens morgens da und vor mittag gehen. Dozent 2 kommt nach Mittag, ist zwischendurch mal da und natürlich am Schluss um uns nach Hause gehen zu lassen.

Zitat von Sonne11 Beitrag anzeigen
Bist Du zufällig Kettenraucher?
Nur wegen dem Namen?

Zitat von Sonne11 Beitrag anzeigen
Oder ganz dramatisch: sich die Unterlagen einscannen, die Originale mit durchgestrichemem Unterschriftenfeld zurückgeben.
Ich glaube, ich habe jetzt komplett verstanden, warum ich die Unterlagen immer noch habe.

Ich setze mich noch gleich an so ein Schreiben hin, danke für die Tipps
edampfer ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 17.09.2017, 20:25   #15
AnonNemo
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Zitat von Vidya
Denn da steht ganz klar drin -der Teilnehmer erhält vom Auftragnehmer einen USB Stick -der in sein Eigentum übergeht. Also nichts mit Sicherheitsverwahrung!!!
Ich weiß, du magst @Pixelschieberin nicht, aber dazu hat sie - und auch Andere - schon des Öfteren auf einen Fallstrick hingewiesen:
Konkludentes Handeln.

Ich kenne diese Vorgabe aus Leistungsverzeichnis nicht.
Ich habe keinen und werde auch keinen Einblick in diese Verträge bekommen.
~> Deshalb lehne ich dieses Geschenk dankend ab ... und kaufe mir für ca. 20EUR einen guten 64GB-Mini-Stick selber, sollte ich einen brauchen!
Deren 2GB-Werbegeschenke können sie behalten
*überquellende Schublade zudrücken*

Zitat von Vidya
erhält vom Auftragnehmer einen USB Stick -der in sein Eigentum übergeht. Also nichts mit Sicherheitsverwahrung!!!
Doch Sicherheitsverwahrung, des auf mich übergegangenen USB-Sticks ... zwar nicht aus dem Leistungsverzeichnis der BA sondern durch die MT-Verträge!
Siehe EDV-Benutzerordnung Nr. 8.

Was mir im § 10 der MT-Teilnahmevereinbarung aufgefallen ist:
MT ist verpflichtet, sämtliche erhobenen und verarbeiteten Daten noch zwei Jahre nach Beendigung der Maßnahme zur Verwendung durch den Bedarfsträger vorzuhalten.
Nach welcher Rechtsgrundlage?
Wann beginnt die Nachhaltefrist zu laufen? Meinem Zuweisungsende oder dem Maßnahmezeitraum.

Bei AViBA weiß ich, dass der Maßnahmezeitraum über 12 Monate ist, und die Teilnehmer permanent - für 8 Wochen - zugewiesen werden.

In der EDV-Benutzerordnung Nr. 7:
... nicht erlaubt Datenträger in den Raum mitzubringen (Virenschutz).
Uiuiui, Handy, Digicam, MP3-Player, privater USB-Stick usw. mitbringen verboten ... auch wenn man sie gar nicht an den MT-PC anschließen möchte.
~> Finde ich wirklich nett, dass der MT dafür Sorge trägt, dass von seinem virenverseuchten PC nichts auf meinen sauberen Stick fliegen kann.

Aha, weil ich Einfluss darauf habe, dass der Dozent die 2te Nr. 11 der EDV-Benutzerordnung einhält!
~> Ich meine das Dingens mit dem EDV-Raum verlassen und nicht die Netzinstallation

So so, bei Nichtbeachtung wird der PC neu eingerichtet und ggf. eine Gebühr erhoben.
Da hat wohl jemand keine Ahnung, dass es möglich ist, den PC so einzurichten, dass er jedes Mal im Ursprungszustand hochfährt ... mir fällt da der korrekte Fachbegriff nicht ein.

Ich muss sagen; eine super strukturierte EDV-Ordnung:
Die Nr. 11 kommt 2x vor und auf der Seite 2 beginnt die Nummerierung wieder bei eins ... welche - ihre Wichtigkeit betonend - gleich 3x vorkommt.
~> Von solchen Genies soll ich mich beraten/schulen lassen
Da hat wohl ein Möchtegern Word-Experte keine Ahnung von den Fallstricken bei der automatischen Nummerierung.

Huch, interessante Erklärung in der Hausordnung (ganz unten):
Die ... man höre und staune! ... EDV-Benutzerordnung habe ich gelesen, verstanden und erkenne sie durch meine Unterschrift in jedem Punkt an.

Zitat von edampfer
Wahrscheinlich bin ich der erste dort, der nicht sofort alles unterschrieben hat.
Mit Sicherheit nicht!
Oder glaubst du, dass ein MT offen zugibt, WIE man sich gefahrlos seiner Verwurstung entziehen kann?

Nee, da wird bewusst der Herden-/Gruppentrieb hervorgehoben; Wie, Sie wollen gegen den Strom schwimmen? Dann wird Sie die Gruppe nicht mehr lieb haben oder beschützen können ... und mir wird ein schöner Batzen leicht verdientes Geld flöten gehen!

Zitat von Vidya
Nicht umsonst wurde die MÖGLICHKEIT dessen nur in Maßnahmen mit ESF Beteiigung übernommen
... und dort auch nur, um zu beweisen, dass der Teilnehmer freiwillig an der ESF-Maßnahme teilnimmt.
AnonNemo ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 17.09.2017, 21:32   #16
Vidya
 
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Vidya Vidya Vidya Vidya Vidya Vidya Vidya Vidya
Standard AW: Maßnahmeunterlagen akzeptabel? Und weitere Fragen

Zitat von AnonNemo Beitrag anzeigen
...einen Fallstrick hingewiesen:
Konkludentes Handeln.
Vielen Dank für diesen Aufhänger. Doch die Befürchtungen dessen sind generell wohl bald Geschichte. Jedenfalls, was die Verträge mit Trägern betrifft. Die BA hat in Ihren neuen Ausschreibungen vorgesehen, dass die Träger die Teilnehmer zu Hausordnung etc. nur noch informieren sollen. Nix mehr mit extra Vertrag oder sonstigen Vereinbarungen extra. Obwohl nachfolgende Einschränkung hierbei nicht sein muss:

Zitat von AnonNemo Beitrag anzeigen
Ich kenne diese Vorgabe aus Leistungsverzeichnis nicht... und werde auch keinen Einblick in diese Verträge bekommen.
Somit muss sich ein Teilnehmer auch jetzt schon nichts mehr gefallen lassen. Konkludentes Handeln verbleibt somit nur im Hinblick auf die Teilnahme der Maßnahme als solche. Und hier sehe ich keinen Grund, eine Maßnahme anzunehmen oder dort zu verbleiben -wenn derjenige keine Vermittlungshemmnisse hat und deshalb auch keine festgestellt werden können.

Ich sehe hier wirklich eine Gefahr: Je länger hier jemand verbleibt -umso mehr können ihm nachher irgendwelche unterstellt werden -warum sonst verbleibt man dort?

Zitat von AnonNemo Beitrag anzeigen
Doch Sicherheitsverwahrung, des auf mich übergegangenen USB-Sticks ... zwar nicht aus dem Leistungsverzeichnis der BA sondern durch die MT-Verträge!Siehe EDV-Benutzerordnung Nr. 8.
Und genau deswegen sind diese Klauseln unzulässig, wie auch der Vertrag des MT überhaupt.

Zitat von AnonNemo Beitrag anzeigen
...Bei AViBA weiß ich, dass der Maßnahmezeitraum über 12 Monate ist, und die Teilnehmer permanent - für 8 Wochen - zugewiesen werden.
Die Maßnahmezeiträume sind nicht durchgängig und überall 12 Monate. Das schwankt -je nach Loszuordnung auf die einzelnen Bundesländer und Jobcenter oder AfA -von aktuell 8 Monaten bis zu 1,5 Jahren. Dies weiß ich, wegen schon wieder neu geplanten Zuweisungen von 1610 Teilnehmern im Raum Berlin-Brandenburg (17 Lose= Städte) und 643 Teilnehmern in NRW -ab 2018 (9 Lose= Städte/Regionen) zu dieser Standard Maßnahme.

Nachtrag:

Die vorher angebenen Zeiträume beziehen sich auf den Zuweisungskorridor und (meistens) nicht auf die Vertraglaufzeit mit den Trägern. Mir fällt in dem Zusammenhang noch eine andere geplante AVIBA Maßnahme der AA Hannover ein, deren Zuweisungskorridor für maximal 250 Teilnehmer am 02.01.2018 beginnt und am 01.01.2019 (vorkläufig) endet. Der Vertrag mit dem Träger soll aber hier eine Laufzeit bis 28.02.2019 haben, was darauf hin deutet, dass hier eine Verlängerung durch die BA angestrebt sein könnte.

Zitat von AnonNemo Beitrag anzeigen
Sie sind, um die (Sozial-)Steuerzahler zu entlasten, verpflichtet den MT-Vertrag zu unterschreiben.
Was hat der Steuerzahler mit privatrechtlichen Verträgen zu tun, deren unbestimmt kostenträchtiger Inhalt zudem nur dazu geeignet sein kann, den Teilnehmer gänzlich vom Arbeitsmarkt auszuschließen, wenn die Träger die darin meist angekündigten unbezifferten Schadenersatzforderungen umsetzen. Welcher AG nimmt den Elo dann noch -mit einem dadurch entstandenen möglichen Schuldtitel, aus dem 30 Jahre vollstreckt werden kann?.

Also bitte!!! Auch Richter können weiter denken-als ein "Oink" schifft.

Geändert von Vidya (17.09.2017 um 22:11 Uhr)
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Alt 17.09.2017, 21:45   #17
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Zitat von Vidya
Die BA hat in Ihren neuen Ausschreibungen vorgesehen, dass die Träger die Teilnehmer zu Hausordnung etc. nur noch informieren sollen. Nix mehr mit extra Vertrag oder sonstigen Vereinbarungen extra.
Dann werde ich wohl abwarten müssen, ob mein SG-Richter sich von der, schon sehr lange im GG enthaltenen, Vertragsfreiheit beeindrucken lässt, oder mir wieder erklärt; Sie sind, um die (Sozial-)Steuerzahler zu entlasten, verpflichtet den MT-Vertrag zu unterschreiben. Weil Sie es nicht gemacht haben, ist die Sperrzeit zu Recht verhängt worden und Ihre Klage weise ich hiermit ab.

Was glaubst du, sollte er sich vom GG nicht beeindrucken lassen, was ihn dann diese BA-Vorgabe interessiert?
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Alt 18.09.2017, 17:07   #18
edampfer
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Zitat von Vidya Beitrag anzeigen
Ich sehe hier wirklich eine Gefahr: Je länger hier jemand verbleibt -umso mehr können ihm nachher irgendwelche unterstellt werden -warum sonst verbleibt man dort?
Ich sag ja, mittlerweile will ich da so schnell wie möglich raus. Ich frage mich nur, wie ich da sanktionsfrei wieder rauskomme? Ich weiß, ich habe mich viel zu spät an euch gewandt. Meine weitere Hoffnung ist der Verbot der Eingabe meiner Daten in deren PCs.
Das konkludente Handeln hat man irgendwo schon mal gehört, aber irgendwie ist es mir bei dieser Sache nicht so eingefallen, geschweige den Ausdruck auf Anhieb gekannt. Wie dem auch sei, ich werde morgen die gesamten Unterlagen abgeben, mit einem Schreiben und dem schönen Satz von @Sonne11:
Zitat:
die mir vom MT zur Unterschrift ausgehändigten Unterlagen werde ich nicht unterschreiben und stimme deren Inhalt nicht zu
und mir eine Kopie als Empfang geben lassen, auch wenn es bis zur Geschäftsführung des MTs muss.

Bezüglich der Datensache:
Da hier zwei Teilnehmer aus Mod.Vorlagen dabei sind, könnt Ihr mir sagen, ob die beiden richtig sind:

Bei w_loeschung_Daten brauche ich doch nur den Punkt "Telefon- und E-Mail Angaben sind nicht notwendig (sondern freiwillig)" stehen zu lassen und ist für ALG1 zulässig, oder muss nur das SGB III angepasst werden? (Verwirrt mich etwas )
Vielen Dank schon mal für diese und weitere wichtige Dokumente, die Ihr zur Verfügung stellt
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Alt 18.09.2017, 19:34   #19
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Zitat von edampfer Beitrag anzeigen
mit einem Schreiben und dem schönen Satz von @Sonne11:

und mir eine Kopie als Empfang geben lassen, auch wenn es bis zur Geschäftsführung des MTs muss.
Dann füge doch dem "schönen" Satz noch so etwas wie:
"Gesetzlich bin ich nicht zur Zustimmung weiterer privatrechtlicher Vereinbarungen und Pflichten außerhalb des Rechtskreises SGB verpflichtet. Ich halte mich an die Zuweisung"

.....zu.

Schade, dass nicht andere User meinen Ratschlag kommentieren. Aber Ich würde mit Vorsicht/Voraussicht weiter agieren und die Sache nicht stehen/ruhen lassen. Wenn das nämlich keine Wirkung zeigt, würde ich weiter gehen und das vom JC nun nach und nach einfordern.
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Alt 18.09.2017, 20:43   #20
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Zitat von edampfer Beitrag anzeigen
[...] Verstehe ich das richtig? Es kann sein, dass ich das später evtl wieder bezahlen muss? [...]
Nein, daß das JC dir deine Bewerbungskosten - auf vorherigen Antrag - zu bezahlen hat.
Es gibt ein Vermittlungsbudget.
Das ist dafür gedacht.
Oft ist der jeweilige Erstattungsbetrag in EGV oder VA in Stein gemeißelt.
Dazu braucht es keinen Umweg über eines Träger Gnade.
Zitat von edampfer Beitrag anzeigen
[...] mit einem Schreiben und dem schönen Satz von @Sonne11:
Zitat:
die mir vom MT zur Unterschrift ausgehändigten Unterlagen werde ich nicht unterschreiben und stimme deren Inhalt nicht zu
Wie immer steckt der Teufel im Detail.
Ich würde mich nicht so weit aus dem Fenster hängen und den gesamten Vertragsinhalt in Bausch und Bogen verwerfen.
Manch SG-Richter könnte sich davon negativ beeindrucken lassen.
So daß du von ihm in die Kategorie des SBs - Querulant, dem es mal tüchtig zu zeigen ist - gesteckt wirst.

Deutsch ist eine präzise Sprache.
Mit unglücklich gewählten Vokabeln kannst du dir schön ins eigene Knie schießen.
Korrekturvorschlag - ins Unreine gedichtet:
Zitat:
Die mir am dd.mm.yy von [MT-Name hier eintragen] zur Unterschrift ausgehändigten Vertragsunterlagen enthalten Passagen, die meine Rechte zu unterlaufen/auszuhebeln suchen.
Rechte, die mir nur weiterhin vom Gesetzgeber zugestanden werden, sofern ich nichts Gegenteiliges vereinbare.
Nach eingehender Beratung mit meinem Rechtsbeistand werde ich davon absehen, Verträge zu unterzeichnen, die meine Rechte zu beschneiden suchen.

Desweiteren untersage ich der [MT-Name hier eintragen]
[...]
Jetzt kommt deine offizielle Verbotsliste.

Zu diesem Anschreiben ließe ich keinerlei Diskussion zu.
Es ist (d)eine Willenserklärung, die sie zur Kenntnis nehmen und sich daran halten sollen.
Feddisch.
Ich bin auch nicht deren Erklärbär.
Sollen sie sich von ihrem Anwalt auseinander klamüsern lassen, was ich gemeint haben könnte.
Der hat doch den Vertrag nicht grundlos so und so ausgetüftelt.
Mich hat der Erkenntnisgewinn auch Geld gekostet.
Nur um Nänänä sagen zu können, schlaue ich die nicht auf.
Außerdem wollte ich keinerlei Angriffsfläche für etwaige Drücker-Manipulations-Techniken bieten.


Viel Erfolg.
__

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Alt 19.09.2017, 15:33   #21
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Tut mir leid, dass gestern keine Antwort mehr kam, war einfach zu fertig wegen anderen privaten Angelegenheiten und habe die Schreiben zu heute auch nicht geschafft.

Zitat von Pixelschieberin Beitrag anzeigen
Nein, daß das JC dir deine Bewerbungskosten - auf vorherigen Antrag - zu bezahlen hat.
Es gibt ein Vermittlungsbudget.
Das ist dafür gedacht.
Oft ist der jeweilige Erstattungsbetrag in EGV oder VA in Stein gemeißelt.
Dazu braucht es keinen Umweg über eines Träger Gnade.
Dass Bewerbungskosten übernommen werden, ist bereits bekannt. Wurden auch schon mal erstattet. Aber während der Maßnahme hiess es, dass man alles direkt vor Ort bekommt und solange man in der Maßnahme ist, kann man keine Anträge dafür bei der Agentur stellen. Wahrscheinlich bin ich auf eine Falschauskunft reingefallen

Die Verbotsliste wird als Schreiben aus der Vorlage "Datenweitergabe MT Fensterbrief" aufgesetzt. Ist die Fristsetzung beim Träger auch 14 Tage?
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Alt 19.09.2017, 16:10   #22
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Was willst du denn befristen?
Dein Verbot gilt ab Eingang in deren Machtbereich.
Die Beweislast liegt beim Absender.
Das entnehmen sie deiner Formulierung.
Begriffe wie unverzüglich, ab sofort, etc. machen deinen Willen deutlich.
__

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Alt 19.09.2017, 16:23   #23
edampfer
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Die Frist zum aushändigen der gespeicherten Daten und Löschung.
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Alt 19.09.2017, 16:43   #24
Gemcitabine
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Puh,
wenn man letztlich doch die ganze Zeit in der Maßnahme absitzt und dazu reichlich seine Nerven aufreibt und sich noch in seiner Freizeit damit immer wieder beschäftigt,
scheint das eine Geisterfahrt zu werden.

Würden sich sehr viele solchen Maßnahmen zu entziehen versuchen, hätte man sicher dieses Schlupfloch längst geschlossen. Ich habe bisher noch nicht mal eine einzige Person (real) kennengelernt, die allein die EGV nur mit nach Hause genommen hätte; von nicht unterschreiben ganz zu schweigen.

Der anderen Pech (oder Unwissenheit) ist unser Glück.... ich habe heute erst wieder einer Freundin eingetrichtert, doch mal endlich ihre Fahrtkosten zu Meldeterminen aufzutischen.

Dampfer, ich hoffe, dir fällt noch ein kluger Schachzug ein, um aus der Nummer frühzeitig herauszukommen.
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Alt 19.09.2017, 19:25   #25
edampfer
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Zitat von Gemcitabine Beitrag anzeigen
...Dampfer, ich hoffe, dir fällt noch ein kluger Schachzug ein, um aus der Nummer frühzeitig herauszukommen.
Meine Hoffnung ist, dass der MT morgen keine Lust mehr auf mich hat und mich schmeisst (natürlich schriftlich geben lassen)

Wenn das nicht fruchtet und ich die beiden Sachen abgezeichnet bekommen habe, zur SB gehen und sie auf einige Missstände hinweisen:
  • Maßnahme hat letztendlich kein Ziel in der Vereinbarung
  • MT versucht eigene, über die Zuweisung hinaus, unfaire Vereinbarungen abzuschliessen
  • Bis jetzt ein einziger Vermittlungsvorschlag (mit sofortigem Anruf beim Arbeitgeber vom Dozenten, falls er überhaupt einer ist, oder doch nur ein "Praktikant")
  • Sicherheitsleuchten sind nicht alle funktionstüchtig und ich im Notfall da nicht anwesend sein möchte.

Abwarten
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