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Start > > -> Sinnlose Maßnahme nach § 131a Abs. 2 SGB III

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Alt 01.09.2017, 08:46   #1
Ant133
Elo-User/in
 
Registriert seit: 01.09.2017
Beiträge: 1
Ant133
Daumen runter Sinnlose Maßnahme nach § 131a Abs. 2 SGB III

Hallo,

ich brauche mal einen dringenden Rat.
Zur Vorgeschichte:
Ich war bis 31.12.2016 25 Jahre !!!! in der IT-Abteilung einer Firma beschäftigt. Ab 01.01.2017 habe ich mich arbeitlos (ALG I) gemeldet und meiner Beraterin auch gleich mitgeteilt, dass ich mich voraussichtlich ab Juli selbstständig (Onlinehandel) machen möchte. Ich musste dann erstmal zum Existenzgründerseminar, was ich selbst finanzieren durfte. Ständig bekam ich Vermittlungsvorschläge, auf die ich mich auch brav beworben habe. Der Grund wurde bald klar, als ich meine Beraterin auf Existenzgründerzuschuss ansprach. Sie meinte das könne ich zum spätestens 31.07. gern probieren, aber sie lehne es sowieso ab, da sie ja offene Stellen für mich hat. Ich habe mich belesen und stellte fest, dass sie Recht hat.
Im Juli hatte ich dann wieder ein Sinnlosgespräch bei ihr und sie fragte was nun mit der Selbständigkeit ist. Ich sagte, dass ich mir das überlegt habe , noch nicht soweit sei und das Ganze erst zum 01.01.18 (bis 31.12.17 läuft mein ALG I) starten will. Sie meinte sofort und gleich sarkastisch: "Na mal sehen ob sie so bis Jahresende bei mir durchkommen: icon_evil: .
Beim nächsten Termin im August empfing sie mich mit den Worten: "Heute habe ich schlechte Nachrichten für Sie, gute für uns". Sie habe vom 04.09.2017 - 02.03.2018 die Maßnahme "Digitale Kompetenzen" für mich. Ich lerne da alles zu z. B. Virenschutz, Suchdiensten, digitaler Verständigung etc.. Um es mal überspitzt auszudrücken am Ende der Maßnahme kann ich E-Mails etc. schreiben. Ich argumentierte, dass ich aufgrund meiner bisherigen Tätigkeit da vollkommen fit bin. Nein ich müsse, sagte sie.
Ich habe mich dann an den Arbeitgeberservice gewendet und eine Beschwerde aufgegeben. Gestern nun hatte ich ein Gespräch mit meiner "Beraterin" und deren Chefin. Die Maßnahme könne doch nicht schaden und mir zusätzliches Wissen vermitteln. Sie schlagen mir vor, da nächste Woche hin zu gehen und einen Eingangstest machen zu lassen, wie weit ich bin. Vlt. könne man dann die Maßnahme auf 2 - 3 Monate verkürzen und diese speziell auf mich zuschneiden (bei 16 Teilnehmern haha ). Ich müsse der Agentur für Arbeit nun mal für 30 Stunden die Woche zur Verfügung stehen und diese Dauer hat die Maßnahme nun mal. Ich dürfe keinesfalls die Zeit der Arbeitslosigkeit nutzen, um eine Selbständigkeit aufzubauen. Sie können mich auch beim Zoll anzeigen, wegen Schwarzarbeit. Sie müssen diese Maßnahme allen Langzeitarbeitssuchenden kaufmännischen Angestellten anbieten. All meine Argumente nutzten nichts und ich ging unverrichteter Dinge wieder.
Ich sehe den Verlauf nächste Woche so: Ich schreibe den Eingangstest mit, der Bildungspartner (mit welchem bereits über mich gesprochen wurde) stellt fest das ich noch dieses, jenes und welches lernen muss und verkürzt aber die Zeit der Maßnahme bis 31.12. (Ende meines ALG I). Natürlich wird nichts speziell auf mich zugeschnitten-geht ja gar nicht bei 16 Personen!!!! So sind die fein raus, der Bildungspartner verdient wenigstens bis 31.12. an mir. Die Arbeitsagentur muss mir nicht noch bis 02.03. ALG I zahlen, ich schöne die Statistiken und alle angeblich so raren Plätze dieser Maßnahme sind belegt.
Wie kann ich mich trotzdem noch wehren? Habe ich dazu überhaupt rechtliche Grundlagen? Oder bleibt nur der Gang zum Arzt um mich krank schreiben zu lassen (das will ich eigentlich nicht)? Oder Anwalt? Mir geht es hier ums Prinzip, hier werden jemanden der einen Plan hat, Steine in der Weg gelegt. Ich habe die nächsten Wochen so viel zu tun und überhaupt keine Zeit für diese Maßnahme, die mir überhaupt nichts bringt.
Sorry das war jetzt lang.
Ant133 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 01.09.2017, 17:16   #2
erwerbsuchend
Forumnutzer/in
 
Registriert seit: 18.06.2017
Beiträge: 1.151
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Standard AW: Sinnlose Maßnahme nach § 131a Abs. 2 SGB III

@ Ant133,

um deine Chancen beurteilen zu können, dieser Maßnahme zu entgehen, wäre es am besten, wenn du deine Unterlagen zu dieser Maßnahme in anonymisierter Form hier hochladen könntest, also Zuweisung oder Maßnahmeangebot, EGV usw. Es kann gut sein, dass diese Unterlagen Formfehler aufweisen, die du zu deinem Vorteil auslegen und damit der Maßnahme entgehen kannst.

Wie weit bist du bei der Planung deiner Selbstständigkeit? Hast du bereits einen Businessplan aufgestellt? Wie sieht deine Finanzierung aus oder bist du ausschließlich auf Förderleistungen von AfA oder JC dafür angewiesen?
erwerbsuchend ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 01.09.2017, 18:21   #3
Gollum1964
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Registriert seit: 12.03.2015
Beiträge: 620
Gollum1964 Möchte sein Renommee nicht öffentlich anzeigen...
Standard AW: Sinnlose Maßnahme nach § 131a Abs. 2 SGB III

Zitat von Ant133 Beitrag anzeigen

Die Arbeitsagentur muss mir nicht noch bis 02.03. ALG I zahlen.
Hallo Ant133,

mal von der Sinnhaftigkeit der Maßnahme abgesehen, verstehe ich diesen Satz nicht ganz. Ich war in 2015 auch noch in ALG1-Bezug und habe eine SAP-Fortbildung gemacht. Ein positiver Effekt war, daß ich dadurch meinen ALG1-Bezug um 50 % der Maßnahmendauer verlängern konnte. Wieso geht das bei dir nicht?
Bist du ab 01.01. aufgrund der Selbständigkeit vollkommen vom Amt unabhängig?
Selbst dann würde sich ein Restanspruch auf ALG1 ergeben, falls deine Selbständigkeit fehlschlägt und du innerhalb von 4 Jahren wieder ALG1 beziehen müsstest.
Die Sinnlosigkeit der Maßnahme bestände in deinem Fall natürlich weiterhin. Vielleicht läßt dein SB noch mit sich reden, wenn du ihm eine Alternativmaßnahme vorschlägst, die für dich sinnvoller ist. Damit wäre dann beiden Parteien gedient.
Gollum1964 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 01.09.2017, 19:46   #4
armwieinekirchenmaus
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Benutzerbild von armwieinekirchenmaus
 
Registriert seit: 09.04.2016
Beiträge: 294
armwieinekirchenmaus armwieinekirchenmaus armwieinekirchenmaus
Standard AW: Sinnlose Maßnahme nach § 131a Abs. 2 SGB III

Hallo,
bitte lese dich hier und hier ein.

Ich würde schnellstmöglich sofern ein Bescheid vorliegt Widerspruch erheben.

In jedem Fall würde ich schnellstmöglich schriftlich einen Antrag (auf Aufklärung, Beratung und Auskunft gemäß § 13, 14, 15 SGB I) stellen. Als Inhalt würde ich sämtlich Fragen aus dem Link einkopieren.

Zudem gibt es zwei Möglichkeiten. entweder mit Fristsetzung und Paragrafennennung oder ohne.

Die Vorgehensweise ohne Fristsetzung und Paragrafennennung spekuliert auf eine späte Antwort des SB. Bevor diese Fragen nicht beantwortet sind, kannst Du die Maßnahme leider nicht antreten.

Ohne anonymisierte Unterlagen kann nicht zielführend geholfen werden.

Übrigens: deine Termine sind nicht optimal verlaufen. Die Reaktion des SB kann ich nachvollziehen. Wie reagiert Damals SB wenn dir der Kunde unterschwellig suggeriert bis 31.12 arbeitslos, dann ab 01.01 selbständig. Da darfst Du dich nicht wundern über die Sinnlosmaßnahme. Am Besten so wenig wie möglich und unkonkret wie möglich. Immer kurz und knapp halten. Standardantwort : das ist eine sehr gute Frage. Ich werde mir darüber zuhause Gedanken machen.

Meiner Kenntnis nach kann eine Existensförderung überhaupt nur dann in Frage kommen, wenn noch mindestens 6 Monate Restanspruch ALG 1 bestehen.

Ja, die Bezugsdauer des ALG 1 wird um 50% der Sinnlosmaßnahme verlängert.
armwieinekirchenmaus ist offline   Mit Zitat antworten
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131a, maßnahme, sinnlose

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