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Alt 09.04.2017, 13:34   #1
trebron
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trebron
Standard Umschulung führt zu nichts, schlechtes Arbeitszeugnis an die DRV

Hallo liebe Foris,

durch gesundheitliche Einschränkungen konnte ich in meinen alten Beruf nicht mehr arbeiten. Das übliche folgte: Reha, Berufsfindung, Umschulung in einem Bildungswerk mit neuen Facharbeiterbrief.

Während der Umschulung kamen die Sanktionen gegen über Russland und kurz nach der Umschulung fing die VW-Affäre an. Leider ist dadurch auch mein neuer Beruf betroffen. Trotz starker Bemühungen habe ich keinen Job bekommen, natürlich fehlen auch noch die nötigen Erfahrungen. Ein Jahr war ich nach der Umschulung Arbeitslos ALG1, meldete mich in der Zwischenzeit bei der DRV um abzuklären zwecks eventueller Weiterbildungen. Leider ohne Erfolg. Man bot mir ein Langzeitpraktikum (6 Wochen Bewerbungstraining und 4 1/2 Monate Praktikum) über einen Institut an.

Da die damalige Situation für mich nahezu unerträglich war und auch bereits ins ALG2 rutschte, versuchte ich es mit dem Langzeitpraktikum in der Hoffnung darüber einen Job zu bekommen. Leider war es genauso schwierig ein Praktikumsplatz zu finden, wie bei der Jobsuche und es klappte erst auf dem letzten Drücker mit dem Praktikum.

Das Praktikum verlief von Anfang an dann sehr schlecht, eine neue Mitarbeiterin wurde zwei Tage nach meinen Praktikumsantritt fest angestellt. Man hatte daher kein Arbeitsplatz für mich als Praktikanten, dieser wurde erst nach sechs Wochen teilweise zur Verfügung gestellt. Eine Jobübernahme gab es dann natürlich auch nicht. Aber um meine Erfahrungen zu erweitern, machte ich dort auch auf Anrat des Institutes weiter.

Nebenbei bemühte ich mich wieder für einen Praktikumsplatz um noch schnell wechseln zu können. Ich schaut mich auch in anderen Berufen um und bekam dann ein Monat vor Praktikumsende noch die Chance in andere Firma mit Jobgarantie rein zu schauen. Komischerweise wurde am gleichen Tag als mein Praktikum begann auch hier ein neuer Mitarbeiter fest eingestellt. Ob noch ein weiterer Mitarbeiter gebraucht wird, hielt man sich plötzlich recht bedeckt. Trotzdem machte ich dort meine Arbeit. Nach zwei Wochen schob man mich in eine andere Abteilung, angeblich weil in der alten nichts mehr zu tun gab. Auch dort machte ich noch zwei Wochen lang, meines Erachten einen tollen Job. Das Feedback der Kollegen war sehr positiv.

Leider kam es zu keiner Übernahme, man erklärte mir dass denen meine gesundheitlichen Einschränkungen aufgefallen sind. Meine Arbeit war nicht Mega hervorragend aber okay. Also hieß es für mich wieder Arbeitssuchend zu melden. Ich habe dann noch mal einen Termin bei der DRV gemacht um zu lauschen, was es noch für Möglichkeiten gibt. Leider musste ich an diesen Tag erfahren, dass die letzte Praktikumsfirma ein miserables Urteil geschrieben hat. Ich wäre zu langsam, mir fehlte das nötig Know-how, meine Soziale Kompetenzen sind nicht in Ordnung und ich war völlig demotiviert. Natürlich kann man sich selber schlecht einschätzen, aber es gibt doch einige Gründe die das Geschriebene widerlegen.

Dieses Schriftstück wurde über das Institut an die DRV weitergeleitet. Jetzt habe ich natürlich das Gefühl dass ich mich da rechtfertigen muss, da die DRV mir jetzt einen Stempel "Ich habe kein Bock zum arbeiten" auf gedrückt hat. Ich kann mir gut vorstellen, wenn ich nochmals etwas bei der DRV beantragen muss, dass dieses zu meinem Verhängnis wird. Ich selber habe dieses Schriftstück nicht. Es wurde hinter meinen Rücken zur DRV weitergeleitet. Auch ein Arbeitszeugnis habe ich nicht erhalten.
Sollte ich mich jetzt wehren? Mich rechtfertigen? Macht es überhaupt Sinn? Wie ist es mit der Akteneinsicht? Ist dieses Schreiben überhaupt gültig?

Ich fühle mich seit dem ziemlich mies. Es ist deprimierend das man durch Krankheit aus das alten Leben gerissen wurde. Dass die Umschulung nicht den gewünschten Effekt gebracht hat kommt noch oben rauf. Jetzt verliert man auch noch die Ehre.

Ich würde mich sehr auf Antworten freuen.
LG trebron

Geändert von trebron (09.04.2017 um 13:58 Uhr)
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Alt 09.04.2017, 13:49   #2
HartzVerdient
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Standard AW: Umschulung führt zu nichts, schlechtes Arbeitszeugnis an die DRV

Hallo

Zunächst! Ein Praktikum ist ein Praktikum und wird in der Regel NIE zu einer Festanstellung führen. Du bist nur der Bodensatz im Unternehmen, der für alle Möglichen und Unmöglichen Drecksarbeiten herhalten muss und getreten wird. Auch ich musste diese Erfahrung machen.

Zitat von trebron Beitrag anzeigen
Leider musste ich an diesen Tag erfahren, dass die letzte Praktikumsfirma ein miserables Urteil geschrieben hat. Ich wäre zu langsam, mir fehlte das nötig Know-how, meine Soziale Kompetenzen sind nicht in Ordnung und ich war völlig demotiviert.
Ein Praktikumszeugnis hat weniger Gewichtung, als ein wirkliches Arbeitszeugnis.

Aber!

Hier fehlen mir nun weiterreichende Angaben. Um was für ein "Urteil" handelt es sich, wem liegt dieses Urteil vor und wie konkret lautet der Wortlaut ?

Wenn genau die von dir genannten "Worte" und "Sätze" in schriftlicher und nachweisbarer Forum vorliegen, dann kann man dagegen vorgehen.

Du hast im Übrigen das gleiche Recht ein Praktikumszeugnis zu verlagen, wie als würdest du ein Arbeitszeugnis verlangen können. Es gibt dabei ein einfaches als auch erweitertes Arbeitszeugnis.

Auch dieses Zeugnis hat gewissen Anforderungen zu genügen wie z.B.:
- Form
- Gewisse Wortwahl bei der Formulierung
- Grußformeln
- Arbeitsleistung
- Arbeitsmotivation
- Umgang mit Mitarbeitern, Chefs und Kunden usw.

Ich gehe da jetzt nicht ins Detail...

Auch so ein Zeugnis muss in der Zeugnissprache "mindestes eine 4" entsprechen. Laut Arbeitsrecht hat der Arbeitgeber ein Anspruch auf ausreichende Arbeit. Alles was schlechter als 4 kommuniziert wird, kann den Arbeitgeber in "ernsthafte Schwierigkeiten" brigen, wenn man es vor das Arbeitsgericht bringt. Der Arbeitgeber muss rechtfertigen, warum und weshalb deine Arbeitsleistungen schlecht sind, warum und wieso dein Zusammenarbeiten mit Kollegen schlecht war und wieso deine Motivation nicht gegen ist...

... und viel cooler ...

Der Richter würde fragen, was der Arbeitgeber den dagegen getan habe, um diese Situation zu verbessern... Und dann steht der Arbeitgeber da mit seiner Kinnlade auf die Tischplatte knallen...

Ein Arbeits- als auch Praktikumszeugnis sollte daher "Wohlwollend" und nicht am "Weiterkommen" behindern und die "Wahrheit" reflektieren. Alles Weitere wäre eine Sache für eine Klage...

Aber wie gesagt... Uns fehlen die Information, wie dieses "Urteil" vorliegt... Schriftlich ? Wurde dir das mündlich mitgeteilt, wenn ja von wem ? usw... und... Kannst du das schriftlich bekommen...

PS: Bitte einige Absätze in deinem Text einbauen. Der liest sich sonst extrem schwer!
__

"Eines Tages, möglicherweise jedoch nie, werde ich dich um eine kleine Gefälligkeit bitten."
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Alt 09.04.2017, 13:55   #3
trebron
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trebron
Standard AW: Umschulung führt zu nichts, schlechtes Arbeitszeugnis an die DRV

Danke für Deine Antwort ;)

Dieses wurde in schriftlicher Form an das Institut für Arbeitseingliederung geschickt, welches es an die DRV weiter geleitet hat. Der DRV liegt es also schriftlich vor. Zu mir kam natürlich nichts. Und ja, es ist wirklich so, der Arbeitgeber hat nichts getan. Weder hat mich irgendjemand in dieser Firma auf Fehler hingewiesen noch wurde im Abschlussgespräch darüber etwas gesagt.
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Alt 09.04.2017, 14:12   #4
HartzVerdient
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Standard AW: Umschulung führt zu nichts, schlechtes Arbeitszeugnis an die DRV

Ich würde an deiner Stelle folgendes machen:

1) Eine Abschrift (Kopie) der Beurteilung vom Institut der Arbeitseingliederung anfordern.
2) Ein "qualifiziertes Arbeitszeugnis" (Praktikumszeugnis) von diesem Arbeitgeber anfordern.

Danach einen Abgleich starten. Bin mal gespannt, ob man dir seitens des Arbeitgeber auch so ein schlechtes Zeugnis ausstellt.. Danach kann sich der Arbeitgeber erklären, wieso man dir z.B. ein besseres Zeugnis ausgestellt hat, als das was man dem Institut für Arbeitsgliederung hat zukommen lassen...
__

"Eines Tages, möglicherweise jedoch nie, werde ich dich um eine kleine Gefälligkeit bitten."
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