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Alt 07.03.2017, 15:23   #1
Tinkerbella
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Registriert seit: 07.03.2017
Beiträge: 2
Tinkerbella
Frage Umschulung/Externenprüfung und Förderungen... Hilfe im Dschungel

Hallo ihr Lieben,
ich bin ganz frisch hier und ziemlich verwirrt
Kurz zu mir: habe nach dem Realschulabschluss eine Ausbildung zur medizinisch-technischen Radiologieassistentin angefangen. Direkt danach bin ich zur Zeitarbeit und habe so den Schritt ins Büro geschafft. Und dort bin ich dann 10 Jahre (unglücklich) hängen geblieben. 2010 wurde ich schwanger und bin in Elternzeit gegangen. Für mich war klar: niemals wieder dorthin zurück. Da wir "auf dem Land" wohnen war es auch eher schwierig (Klein)Kind und Job zu vereinen (hätte immer jeweils 1 Std Fahrzeit gehabt) und so habe ich mich aus der Elternzeit heraus mit einer Tierheilpraxis selbstständig gemacht. Ich bin damit nicht reich geworden, aber es plätscherte so vor sich hin. 2015 bin ich an Krebs erkrankt und es erfolgte die Total-OP. Man wollte mich dann noch zur Radiochemo und anschließender Reha "überreden" aber ich wollte keine weitere Therapie und ich wollte schnell wieder weiter machen. Leider hat es dann doch länger gedauert bis ich wieder richtig fit war und bis dahin musste ich viele Kunden abgeben - die dann natürlich auch nicht wiedergekommen sind. Außerdem war die körperliche Arbeit (habe nur Pferde behandelt) anfangs noch sehr anstrengend. Letztes Jahr bin ich dann in den Vertrieb eingestiegen was bombastisch anlief jedoch musste ich das Ganze Ende 2016 beenden. Seitdem suche ich einen Job in Festanstellung weil ich zum einen endlich mal wieder festes Gehalt verdienen will bzw. muss und zum anderen schwingt immer wieder die Angst mit, dass ich wieder erkranke - und dann als Selbstständige wieder ohne alles da stehe. Als MTRA komme ich natürlich nicht mehr rein - möchte ich auch gar nicht. Einen Bürojob finde ich als ungelernte Wiedereinsteigerin auch nicht. Ich habe seefahrtsbezogene Kentnisse, aber auch hier komme ich ohne "Schein" nicht in Reedereien rein
Ich bin bei der AfA als arbeitssuchend gemeldet. Anspruch auf ALG habe ich nicht, da ich die letzten Jahre nicht eingezahlt habe (dann wäre auch wirklich GAR NICHTS mehr vom Geld übrig geblieben). Ich bekomme mich online nicht arbeitslos gemeldet ohne Leistungen beziehen zu wollen (die ich dann ja doch nicht bekomme) oder ich bin zu dämlich das zu finden Ich wäre bereit nochmal eine komplette Ausbildung zu machen, aber mit fast 37 will mich keiner in meinem Wunschberuf ausbilden (gibt auch nicht viele Ausbildungsplätze). Jetzt geht die Überlegung in Richtung Umschlung bzw. Nachholen des Berufsabschlusses. Theoretisch kämen mMn sowohl die AfA als auch die RV in Frage. Aber ich habe keine Ahnung wie ich mich an wen wenden muss Ich denke eine Umschulung in meinem Wunschberuf gäbe es nicht, von daher würde ich dann die Externenprüfung zur Kauffrau für Büromanagement mit 6 Monate Prüfungsvorbereitung vorziehen, allerdings weiß ich wieder nicht, ob meine 10 Jahre Bürotätigkeit anerkannt werden würden Es muss doch irgendwo da draußen jemanden geben der einen anständig beraten kann? Vielleicht könnt ihr mir hier ja schonmal ein wenig helfen, das wäre groooßártig
Tinkerbella ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 26.03.2017, 10:17   #2
BerndB
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BerndB BerndB
Standard AW: Umschulung/Externenprüfung und Förderungen... Hilfe im Dschungel

Zitat von Tinkerbella Beitrag anzeigen
Es muss doch irgendwo da draußen jemanden geben der einen anständig beraten kann?
Ja, die AfA.
Du sagst selbst, dass du in deinen Beruf nicht mehr reinkommst. Das müsste für die AfA Grund genug sein, eine Ausbildung/Umschulung zu finanzieren. Finanzieren bedeutet bei dir, Kosten der Maßnahme, Fahrkosten, Kinderbetreuung, ggf. doppelte Haushaltsführung...... Natürlich findest du schwer einen Arbeitgeber. Es gibt aber oft auch Ausbildungen, die von einem Bildungsträger durchgeführt werden und mit längeren betrieblichen Praktikas kombiniert sind. Diesen Betrieb suchst du gemeinsam mit dem Bildungsträger. Es gibt natürlich keinen Lohn.
Beispiel (sicher nicht passend):
Fundstelle: KURSNET - Startseite
Kauffrau für Büromanagement

Falls du den Beruf gesundheitlich nicht mehr ausüben kannst oder darfst: Ärztliche Untersuchung bei der AfA beantragen. Dann wird dies geklärt und auch wer zahlen muss.

Was deine AfA so plant, findest du in der Bildungszielplanung. Dort sind oft solche Maßnahmen mit Praktikas grob aufgeschlüsselt. Wenn deine AfA die nicht veröffentlicht hat, nachfragen.
__

Meine Beiträge stellen nur meine Meinung zu in der Regel unvollständig geschilderten Sachverhalten dar. Rechtssichere Antworten kann nur ein Anwalt oder die AfA geben. Außerdem gibt es immer zwei Meinungen.

Geändert von BerndB (26.03.2017 um 11:30 Uhr)
BerndB ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 26.03.2017, 13:03   #3
BurnsTorn
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Beiträge: n/a
Standard AW: Umschulung/Externenprüfung und Förderungen... Hilfe im Dschungel

Vorab @Tinkerbella: Für die Zukunft, setze in deinen Postings bitte ein paar Absätze. Das erleichtert die Lesbarkeit.

Zitat von Tinkerbella Beitrag anzeigen
Ich wäre bereit nochmal eine komplette Ausbildung zu machen, aber mit fast 37 will mich keiner in meinem Wunschberuf ausbilden (gibt auch nicht viele Ausbildungsplätze).
Um dir zu helfen, bitte ich um Spezifizierung:

1) Warum genau hast du deine Erstausbildung abgebrochen? (Wegen Krebs?)
2) Gibt es einen alternativen Umschulungswunsch zu Büromanagement?
3) Suchst du eine Umschulung in Teilzeit oder Vollzeit?
4) Hast du bereits Bewerbungen um einen Ausbildungs- oder Umschulungsplatz getätigt?
5) Wenn ja, was war das Ergebnis?
6) Wie lange hast du sv-pflichtig gearbeitet, also in die Rentenversicherung eingezahlt?
7) Hast du einen Grad der Behinderung und hst du schon mal Reha-Leistungen erhalten?

Zitat von Tinkerbella Beitrag anzeigen
Jetzt geht die Überlegung in Richtung Umschlung bzw. Nachholen des Berufsabschlusses. Theoretisch kämen mMn sowohl die AfA als auch die RV in Frage. Aber ich habe keine Ahnung wie ich mich an wen wenden muss
Wenn du mindesten 15 Jahre lang in die RV eingezahlt hast oder eine EMR erhältst, weil du aufgrund gesundheitlicher Probleme deinen Beruf nicht mehr ausüben kannst, kommt die DRV als Umschulungsträgerin in Betracht. Auf Basis deiner Schilderungen vermute ich aber, dass das bei dir nicht der Fall ist. Ergo wäre dann das JC für dich zuständig.

Allerdings ist es im JC eher schwierig, eine Umschulung genehmigt zu bekommen, zumal der Fokus - politisch gewollt - seit Jahren eher auf kurzen Qualifizierungen denn auch fundierten mehrjährigen Ausbildungen/Umschulungen liegt. Grundsätzlich gilt als Voraussetzung für eine Umschulung in deinem Fall, dass du mindestens 3 Jahre beruflich tätig gewesen sein musst und eine reguläre Ausbildung nicht in Frage kommt (aufgrund Alter oder sonstiger Gründe).

Dann ist eine Umschulung bei Ungelernten möglich. Nachlesen kannst du das z.B. in den fachlichen Hinweisen der BA, die du hier findest (ab Seite 12). Eine Voraussetzung ist aber, dass die Umschulung notwendig sein muss, um dich einzugliedern. Hieran hakt es im SGB II Bezug laut Logik der Vermittlungsfachkräfte regelmäßig, weil im SGB II der Vermittlungsvorrang gilt, man also immer sagen kann: "Als Helferin bei ZAY XYZ werden Sie schon was finden."

Auch muss es Bedarf in dem Umschulungsberuf geben. Im Büro-Bereich dürfte es enorm schwierig werden, eine komplette Umschulung finanziert zu bekommen, zumal der Umschulungsberuf Büromanagement nicht viel mehr als ein "Parkplatz" mit sehr geringer Integrationsschance ist. Es haben einfach zu viele Leute das gelernt und es gibt da eine massive Fachkräfte-Schwemme im Bereich Bürokommunikation, zumal das der klassische Umschulungsberuf für "körperlich Kaputte" ist und die Konkurrenz gigantisch ist.

Davon abgesehen ist es sehr wahrscheinlich, dass du nach erfolgreich abgeschlossener Umschulung trotzdem nur als "Frontdesk-Tippse" oder "Callcenter-Drückerin" einen mies bezahlten Stress-Job ergatterst, weil die besseren Jobs (auf dem Einstiegs- und Street-Level) heute eher mit BWL-Bachelors, VWA-Betriebswirten oder Industriekaufleuten besetzt werden (indes hättest du mit erfolgreich abgeschlossener Umschulung oder Anerkennung später die Chance, eine IHK-Aufstiegsfortbildung zu absolvieren).

Zitat von Tinkerbella Beitrag anzeigen
Ich denke eine Umschulung in meinem Wunschberuf gäbe es nicht, von daher würde ich dann die Externenprüfung zur Kauffrau für Büromanagement mit 6 Monate Prüfungsvorbereitung vorziehen, allerdings weiß ich wieder nicht, ob meine 10 Jahre Bürotätigkeit anerkannt werden würden
Für genau so eine Beratung ist eigentlich dein pAp im JC verantwortlich (was nicht heißt, dass er auch Ahnung hat). Der sollte sich über sowas für dich informieren oder dir Möglichkeiten aufzeigen, wo du passende Beratung findest, etwa bei der lokalen IHK oder bei einem Bildungsträger, der auf solche Externen-Prüfungen vorbereitet.

Mein Tipp: Frag bei deiner lokalen IHK nach, ob deine Vorerfahrung anerkannt würde. Wenn ja, bittest du um ein Beratungsgespräch bei deinem pAp und fragst freundlich nach einem Bildungsgutschein für die Vorbereitung auf die Externenprüfung (es gibt diverse große Bildungsträger, die das anbieten). Falls dein pAp das ablehnt, melde dich wieder. Dann kann ich bei einem schriftlichen Antrag und ggfs. Widerspruch helfen.
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Alt 26.03.2017, 20:17   #4
BerndB
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BerndB BerndB
Standard AW: Umschulung/Externenprüfung und Förderungen... Hilfe im Dschungel

Zitat von Tinkerbella Beitrag anzeigen
Ich bin bei der AfA als arbeitssuchend gemeldet. Anspruch auf ALG habe ich nicht,....
Bedeutet das, dass du auch vom Jobcenter kein ALG II erhältst und erhalten wirst?
__

Meine Beiträge stellen nur meine Meinung zu in der Regel unvollständig geschilderten Sachverhalten dar. Rechtssichere Antworten kann nur ein Anwalt oder die AfA geben. Außerdem gibt es immer zwei Meinungen.

Geändert von BerndB (26.03.2017 um 20:59 Uhr)
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Alt 18.04.2017, 21:56   #5
Tinkerbella
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Tinkerbella
Standard AW: Umschulung/Externenprüfung und Förderungen... Hilfe im Dschungel

Vielen Dank für eure Antworten und sorry, dass ich länger nicht reingeschaut habe - ich dachte es kommt nichts mehr

Ich bin arbeitssuchend gemeldet seit dem 17.01. Daraufhin habe ich ein Schreiben und einen Infoflyer bekommen. Und weiter passierte... nichts. Damals sagte die Dame in der Hotline, dass mir keine Leistungen zustehen würden - zumindest kein ALG I. Gegen ALG II habe ich mich bisher selber immer geweigert weil ich Angst habe, dort nicht mehr heraus zu kommen.

Da weiter nichts passierte, auch keine Stellenvorschläge, habe ich am 08.03. erneut per Mail um einen Termin gebeten und es passierte wieder nichts. Anfang April habe ich wieder die Hotline bemüht und der nette Herr dort war etwas überrascht dass ich angab keinen Sachbearbeiter bzw. Fallmanager zu haben. Man versprach mir, bei dem SB Druck zu machen und siehe da - kommenden Montag habe ich das Erstgespräch (und aufgrund der vorangegangenen Zähigkeit graut es mir).

In der Zwischenzeit habe ich diverse Bewerbungen auf Stellenangebote, Ausbildungen und auch Praktika geschrieben und nur Absagen bekommen. Ich hatte ein Vorstellungsgespräch in einer Reederei und eine inoffizielle Zusage (Info über eine Mitarbeiterin) - aber solange ich den Arbeitsvertrag nicht in der Hand halte, glaube ich es nicht (und ich warte schon länger darauf).

Ich habe mich hingesetzt und überlegt, wo ich wirklich arbeiten möchte und es ist definitiv nicht Kauffrau für Büromanagement. Es wäre eine Grundlage, auf der ich aufbauen könnte (z.B.Weiterbildung Fremdsprachenkorrespondentin), aber ohne Job fehlt es wieder an Geld für Weiterbildungen. Ich könnte als Speditionskauffrau in die Schifffahrt (besonders mit meinen Vorkenntnissen) einsteigen und es gibt viele Stellenagebote als Speditöse (und gute Weiterbildungsmöglichkeiten). Ja, auch dieser Job ist mies, schlecht bezahlt und stressig. Aber ich mag Stress
Es gäbe auch eine geförderte Weiterbildung als Speditions- und Lagerlogistiker mit Schwerpunkt Lager, Zoll, Recht, Außenhandel (oder Büroassistenz, Wirtschaftsenglisch, BWL). Das Ganze geht nur 16 Wochen - und ich bezweifle stark, dass es die Arbeitschancen steigert, oder?
Bezüglich der Zeiten wäre ich flexibel. Mein Kind wäre gut für einen Vollzeitjob bzw. Vollzeitausbildung/umschulung untergebracht.

Ich habe mind. 10 Jahre sozialversicherungspflichtig gearbeitet + Elternzeit. Also leider nicht genug für die DRV.
Ich habe keinen GdB, mir würde aber einer zustehen (mind. 50%). Aber auch hier habe ich mich bisher geweigert, da er nicht unbedingt zum Vorteil verhilft (die Reederei würde mich NICHT damit einstellen) Habe ich aber im Hinterkopf und wäre für die Beantragung auch noch "in der Zeit". Und nein, ich habe bisher keine Reha-Leistungen in Anspruch genommen.
Tinkerbella ist offline   Mit Zitat antworten
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