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Start > > -> ESF-LZA MAßnahme / aktueller Lagebericht aus Trier

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Alt 06.03.2017, 16:08   #1
zebulon
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zebulon
Standard ESF-LZA MAßnahme / aktueller Lagebericht aus Trier

Hallo zusammen,

kurz die Vorgeschichte.
Ende November erhielt ich eine Einladung zum Jobcenter Trier in eine Außenstelle im Industriegebiet eines Randstadtteils wegen dieser Maßnahme. Nachdem ich zwischen den Feiertagen nochmal telefonisch von einer Frau Sch(X)eider (Name geändert) kontaktiert wurde, lehnte ich die Maßnahme im Jänner schriftlich ab. In der letzten Februarwoche wurde ich dann aber trotzdem zu einer Stellenbörse im Rahmen dieses Förderprogramms eingeladen. Morgen ist dieser Termin.

Bei der Einladung im November waren zwei Frauen anwesend, eine jüngere quasi als Kontakterin und Gesprächsführerin und eine ältere Frau von vielleicht 50, die die Entwicklung des Gesprächs bzw. das Verhalten und/oder das Auftreten des ähhh...Eingeladenen beobachtete und sich vermutlich entweder Notizen machte oder vielleicht einen Prüfbogen mit Kriterien abhakte.

Zu Beginn wurde ich von der Gesprächsführerin gefragt, ob ich mich schon selber bezüglich ESF informiert hätte, was ich verneinte. Darauf hin war die Gesprächsführerin sehr eifrig und erlärte mir, das "ich nun in eine Maßnahme sei". Ich antwortete darauf verblüfft und etwas sarkastisch, das ich bisher immer davon ausgegangen bin, dass das auch noch von meiner Unterschrift abhängig sei. Was die beiden Jobcentermitarbeiterinnen nicht wussten: Ich hatte bei dieser Frage gelogen. Ich wusste beispielsweise schon das die Maßnahme nur auf freiwilliger Basis erfolgen darf.

Daraus ergibt sich folgendes Bild: Die Mitarbeiter stellen diese Frage bewusst am Anfang, weil sie dann gleich die 'Unwissenden' abfischen können und denen die Sache so darstellen, als sei das eine unvermeidbare Zuweisung, quasi alternativlos. Den Informierten erzählen sie dann gegebenenfalls eine andere Märchen-Variante. Das alles erinnert an die Vorgehensweise von Drückerkolonnen und ist schon gleich am Anfang alles andere als vertrauenerweckend.

Nun bekam ich ja trotzdem für morgen diese Einladung. Darin steckt eine kleine Falle. Diejenigen die das schon abgelehnt haben, denken vielleicht sie bräuchten deshalb da nicht hinzugehen. Aber das sind zwei getrennte Sachen. Termine müssen unabhängig von dieser Entscheidung trotzdem wahrgenommen werden (Dies ist eine Einladung nach Paragraph sowieso..blablabla) sonst könnte es trotzdem eine Sanktion geben.
Ich mach es jetzt so: Ich geh' morgen hin und lass mir kurz bestätigen das ich beim Termin anwesend war und unterschreibe nichts, auch keine EGV, und gut ist es.

Sollte morgen noch etwas berichtenswertes passieren, melde ich mich nochmal.
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"Das Wesen des Faschismus ist es, ein System für schützenswerter zu halten als die darin lebenden Menschen." - ADORNO

"Durch die Aufspaltung der Wähler in das politische Parteiensystem können wir sie dazu bringen, ihre Energie für Kämpfe aufzubrauchen, für Fragen die keinerlei Bedeutung haben." / Montagu Norman, Gouverneur der Bank of England 1920-1944.

"Der schlauste Weg,
Menschen passiv und folgsam zu halten, ist,
das Spektrum akzeptierter Meinungen strikt zu limitieren, aber innerhalb des Spektrums sehr lebhafte Debatten zu erlauben." / Noam Chomsky
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Alt 06.03.2017, 17:52   #2
Sonne11
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Standard AW: ESF-LZA MAßnahme / aktueller Lagebericht aus Trier

Hallo!
Erstelle zwei gleiche Schreiben, wo Du mitteilst, dass Du der Datenweitergabe und Datenverarbeitung bezüglich ESF (und an der ESF direkt) nicht zustimmst und sogar untersagst!

Lasse einen Zettel da und den anderen als Nachweis unterschreiben lassen! Dann hat sich die Sache erledigt, bevor sie überhaupt angefangen hat!

Einfach schweigen ist etwas suboptimal, da die Bauernfänger es weiterhin versuchen werden.

Es dreht sich alles um die Zustimmung des Teilnehmers! Wenn die ganz dumm kommen, kannst Du sogar an den ESF dein Verbot der Speicherung und Verarbeitung direkt mitteilen.
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Alt 06.03.2017, 19:20   #3
Zeitkind
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Standard AW: ESF-LZA MAßnahme / aktueller Lagebericht aus Trier

Zitat von zebulon Beitrag anzeigen
Ich mach es jetzt so: Ich geh' morgen hin und lass mir kurz bestätigen das ich beim Termin anwesend war und unterschreibe nichts, auch keine EGV, und gut ist es.
Sehr gut. Schließlich wollen wir Erwerbslose keine Steuergelder verschwenden.
Die SB meinen, mit der Aussage, daß es eine ESF Maßnahme ist, hätten sie Dich ausreichend informiert.
Im Vorfeld würde ich mir jetzt die entsprechende ESF-Förderrichtlinie raussuchen.
Normalerweise findet man diese in den Publikationen des Landes-ESF oder seines JC, manchmal auch deutliche Vorgaben zur Handhabung der Förderung.
In der ESF-Bibliothek Deines Landes bin ich nicht fündig geworden. Aber ich konnte auch nicht alle Dokumente durchsehen.
Die übergeordnete ESF-Bundesförderrichtlinie sollte sowieso ausreichen (Seiten 1 bis 3).
Ich habe auch noch ein sehr interessantes Papier der Drückerkolonne gefunden. Jetzt schwant mir auch, warum dort keine Förderrichtlinie zu finden ist.

Hier gibt es hilfreiche Infos zum ESF bzw. LZA
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Alt 06.03.2017, 21:42   #4
zebulon
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zebulon
Standard AW: ESF-LZA Maßnahme / aktueller Lagebericht aus Trier

Die Förderrichtlinie hab ich mir schon durchgelesen. Der Link von dir ist aber glaube ich eine vealtete Version. Aktuell dürfte das Dokument hier sein:
https://www.bva.bund.de/SharedDocs/D...cationFile&v=9

Dazu ein paar Anmerkungen von mir:

Zitat:
1.1 Zuwendungszweck

Neben den häufig komplexen Problemlagen langzeitarbeitsloser Männer und Frauen kommt auf der Seite der Arbeitsnachfrage erschwerend hinzu, dass die Mehrheit der Arbeitgeber nicht in Betracht zieht, Langzeitarbeitslose einzustellen.
Zumindest DAS räumen sie mittlerweile ein.
Zitat:
2.1 Förderfähige Zielgruppe

Die Teilnahme am Programm ist freiwillig. Die Programmteilnahme wird in die Eingliederungsvereinbarung aufgenommen.
da steht die Freiwilligkeit nochmal explizit. Wenn man die EGV unterschrieben hat, ist es anschließend natürlich nicht mehr freiwillig.

Zitat:
2.2.1 Betriebsakquisiteure in den Jobcentern

Zuwendungsfähig sind die Personal- und Sachausgaben für Betriebsakquisiteure sowie Ausgaben für deren tätigkeitsbezogene Qualifizierungen. Für tätigkeitsbezogene Qualifizierungen sind Ausgaben bis zur Höhe von insgesamt 1500 Euro während der Projektlaufzeit zuwendungsfähig.
Das kriegt der Betriebs-Aquisiteur

Zitat:
2.2.2 Intensives individuelles Coaching der Teilnehmenden nach Aufnahme eines voll sozialversicherungspflichtigen Beschäftigungsverhältnisses

Das Coaching kann durch Personal des Jobcenters oder durch Dritte erbracht werden, die im Wege eines Vergabeverfahrens ermittelt werden.
Die üblichen Verdächtigen. Bewerbertrainingsfirmen & co. als Nutznießer der 'Beschäftigungs-Simulation' lassen grüßen.

Zitat:
Insbesondere sollen bedarfsorientiert gefördert werden:

– interkulturelle Kompetenzen (z. B. Verständnis und Toleranz für sowie im Umgang mit anderen Kulturen, Traditionen und Religionen)
Maßnahme und Coaching werden als Multikulti-Propaganda Instrument mißbraucht. Man fragt sich ob das nicht überhaupt der Hauptzweck dieser Maßnahme ist

Zitat:
2.2.3 Qualifizierungsmaßnahmen für Teilnehmer
Folgende Qualifizierungsmaßnahmen für Teilnehmer können nach Bedarf gefördert werden:
– arbeitsplatzbezogene berufliche Qualifizierungen. Die Träger der Qualifizierungsmaßnahmen müssen gemäß den §§ 176 ff. SGB III zugelassen sein.
Siehe oben, Bewerbertrainingsfirmen & co. als Nutznießer

Zitat:
2.2.4 Mobilitätshilfen für die Teilnehmer
Die Mobilität der Teilnehmer kann gefördert werden. Zuwendungsfähig sind:
– im begründeten Einzelfall können die Kosten für einen Führerschein bzw. ein Zuschuss für den Erwerb eines Fahrzeugs oder die Instandsetzung eines vorhandenen fahruntüchtigen Fahrzeugs übernommen werden. Die Entscheidung ist zu begründen und zu dokumentieren. Hierbei ist nachzuweisen, dass ohne Führerschein bzw. Fahrzeug der Arbeitsplatz nicht mit vertretbarem Aufwand erreicht werden kann.
d.h. man kriegt diese 1500.- Euro auch nur dann. Das hat die Gesprächspartnerin zu mir SO nicht gesagt. Erfährt man wahrscheinlich erst wenn man den Vertrag bzw. die EGV mit der Teilnahmezusage unterschrieben hat. Deswegen fragte sie auch am Anfang ob man sich auch über die Maßnahme schon informiert hat. Wenn man das mit 'ja' beantwortet, passt sie ihre Märchen-Erzählung den entsprechenden Umständen an

Zitat:
Die Zuwendungsempfänger (Jobcenter und Arbeitgeber) sind verpflichtet, im Rahmen der Finanzkontrolle durch die in Nummer 7.10 genannten Stellen mitzuwirken und die erforderlichen Auskünfte zu erteilen. Die im Zusammenhang mit den beantragten Zuwendungen stehenden Daten werden auf Datenträgern gespeichert. Mit seinem Antrag erklärt sich der Antragstellende bzw. der Arbeitgeber damit einverstanden, dass die Daten an die Europäische Kommission und an die mit der Evaluierung beauftragten Stellen weitergegeben werden können.
Da geht es darum, ob Jobcenter und Arbeitgeber mit der Datenweitergabe einverstanden sind. Ob bzw. das WIR damit einvertanden sein müssen, steht hier nicht.

Zitat:
7.12 Berichtspflichten
Die Zuwendungsempfänger sind dazu verpflichtet, zu folgenden Terminen über den Umsetzungsstand des Projekts zu berichten...
Man beachte, das mit 'Zuwendungsempfänger' nicht WIR gemeint sind, sondern Jobcenter und Arbeitgeber. Deutlicher kann man es nicht mehr zeigen, um wessen Erhalt bzw. wessen Jobs es hier geht.

Zitat:
7.15 Liste der Vorhaben
– Name des Begünstigten (Nennung ausschließlich von juristischen Personen und nicht von natürlichen Personen)
wer ist hier mit 'Begünstigter' gemeint ? Vermutlich auch Jobcenter und Arbeitgeber.
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Alt 07.03.2017, 09:58   #5
zebulon
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Standard AW: ESF-LZA MAßnahme / aktueller Lagebericht aus Trier / Nachtrag

Ich hab's genau so durchgezogen wie angekündigt und mir einfach die Anwesenheit auf der Einladung bestätigen lassen. Ich war vielleicht drei Minuten in dem Sitzungssaal. Mein Eindruck auf die Schnelle:
Die Leute werden verarscht. Arbeitgeber die offiziell als solche erkennbar gewesen wären habe ich keine gesehen. Aus den Gesprächsfetzen die ich mitbekommen habe ging hervor, das das Personal der Jobcenter den Leuten weiter vorgaukelt, sie seien an ihrer Arbeitslosigkeit selber schuld. Es gab einen Tisch an dem saß eine Person die ich aber auch nicht als Representant eines Arbeitgebers identifizieren würde, die Daten der Eingeladenen aufgenommen hat. Meinem Eindruck nach ist das also noch nicht mal eine Arbeits-Simulation, sondern eher eine Arbeitsverwaltungs-Simulation. Die Jobs in dieser Simulation stehen wohl mittelfristig auf dem Spiel. Die wollten auf jeden Fall keinen Stress in ihrem abgeschlossenen Universum und haben mich dann relativ schnell durchgeschleust, so das ich nicht laut werden musste. Nicht vergessen, es ist Wahljahr.
Vielleicht helfen die Infos dem ein oder anderen in Trier.
schöne Grüße
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Alt 19.05.2017, 21:05   #6
Surfing
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Standard AW: ESF-LZA MAßnahme / aktueller Lagebericht aus Trier

Hi, ich hatte heute auch ein Gespräch. Fakt ist, hier wird eine 6-wöchige Maßnahme vorgeschalten (Bewerbungstraining). Weitere Infos erhalte ich bald.
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Alt 20.05.2017, 10:06   #7
zebulon
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Standard AW: ESF-LZA MAßnahme / aktueller Lagebericht aus Trier

Ist das in Trier?
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Alt 21.05.2017, 05:32   #8
Regensburg
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Standard AW: ESF-LZA MAßnahme / aktueller Lagebericht aus Trier

Hu Hu zeb :-)
Zitat von zebulon Beitrag anzeigen
Zu Beginn wurde ich von der Gesprächsführerin gefragt, ob ich mich schon selber bezüglich ESF informiert hätte
Ja, ich habe mich informiert - es ist Freiwillig

Ich weiß - zu spät - aber vielleicht hilfreich für die nächste ESF Opfer.

Schönen Sontag und LG aus der Ostfront
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Alt 21.05.2017, 23:56   #9
Surfing
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Standard AW: ESF-LZA MAßnahme / aktueller Lagebericht aus Trier

Zitat von zebulon Beitrag anzeigen
Ist das in Trier?
Stadt Nürnberg. Alles ist komplett freiwillig, auch die Teilnahme an der Maßnahme. Wenn einem im Vorgespräch etwas nicht passt kann man gehen. Allerdings sollen die, die das ESF-Programm angefangen haben, aber ohne "Eingliederung", in ein anderes Projekt. Das ist nicht freiwillig.
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Alt 22.05.2017, 12:01   #10
zebulon
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zebulon
Standard AW: ESF-LZA MAßnahme / aktueller Lagebericht aus Trier

Zitat:
Allerdings sollen die, die das ESF-Programm angefangen haben, aber ohne "Eingliederung", in ein anderes Projekt. Das ist nicht freiwillig.
Da sind wir schon gleich bei einem Grundproblem innerhalb von HartzIV. Sowas wie Freiwilligkeit gibt es da genau aus dem Grund nämlich nicht. Wenn du bei sowas nicht mitmachst, schikanieren sie dich halt mit anderen Folterwerkzeugen aus ihrem umfangreichen Baukasten. Man kann sich dann trotzdem noch wehren, aber es ist halt mühseelig und man muß sich ständig auf dem Laufenden halten. Nicht jeder hält diesen Druck aus, sondern gibt auf und wird apathisch. Dann bestimmen zukünftig andere sein Leben.

Mein Eindruck was diese ESF-LZA Maßnahmen angeht ist mittlerweile Folgender:

Die Arbeitgeber haben an diesem 'Förderkonzept' meistens auch kein Interesse. Ich will nicht sagen das die Leute die man dafür in Betracht zieht, generell nicht mehr geeignet sind einen Job auszuüben, aber dadurch das die schon lange laufend diesem Druck ausgesetzt sind, sind die nervlich und körperlich völlig am Ende (geht mir im Prinzip auch so). Dieser permanente Druck ist also auch mit ein Grund warum die Leute dann nach relativ kurzer Zeit wirklich zu nichts mehr zu gebrauchen sind. Die werden nämlich krank dadurch.

Kurz vor dieser ESF-LZA Initiative wurde hier von verschiedenen Bekannten mit (beruflicher) Anbindung an den sozialindustriellen Komplex, folgende frohe Kunde per Mundpropaganda verbreitet ( Man behalte im Hinterkopf, das wir kurz vor den Bundestagswahlen stehen): "Liebe HarzIV-Leute, bald wird euer Leiden ein Ende haben. Ihr dürft euch jetzt eine Tätigkeit AUSSUCHEN" Auf die Frage, wie das denn konkret aussehen soll, konnte das anschließend niemand genau sagen. Vermute mal das damit diese ESF-LZA Maßnahmen gemeint gewesen sind.

'Aussuchen' würde für mich konkret heißen, ich bekomme zum Beispiel eine Liste mit freien (konkreten) Stellen mit genauer Stellenbeschreibung, aus der ICH mir eine Stelle aussuchen kann. Für 4 Wochen (oder wegen mir auch bis drei Monate) kriegt der Arbeitgeber diese Lohnsubvention ( müssen das wirklich gleich 70% sein? ). Wenn das nach dem festgelegten Zeitraum nicht funktioniert, kann der Arbeitgeber dich ohne Konsequenzen entlassen oder man selbst kann da wieder raus, wenn man das nicht weiter machen will weil man zu dem Schluss gekommen ist, das einem diese Tätigkeit nicht liegt, oder man dafür ungeeignet ist.

Wie sieht es aber nun bei diesen ESF-LZA Maßnahmen wirklich aus? Inwieweit hat man selber bis zur welchen Phase Einfluss auf diese Entwicklung, bzw. kann das noch selber steuern? Genau weiß ich das natürlich nicht, aber was ich im Vorfeld erlebt habe, lässt mich nichts Gutes ahnen. (Siehe meine Schilderung vom Vorgespräch bzw. die anschließende Einladung zu einem weiteren Termin, obwohl ich die Maßnahme schon schriftlich abgelehnt hatte ) Es wäre ganz gut wenn jemand, der das gerade aktuell durchmacht, dazu mal was fundiertes schreiben könnte.


Ich vermute das man, WENN überhaupt eine Wahlmöglichkeit bestehen sollte, diese nur in einem sehr engen Korridor von bestimmten Jobs besteht, wo tatsächlich noch Personalmangel herrscht. Jobs, die wirklich niemand sonst machen will. Exemplarisch nenne ich jetzt mal 'Altenpflegehelfer', wobei es bestimmt noch andere Tätigkeiten gibt, wo es schwer sein dürfte Leute zu bekommen die das machen wollen. Im Grund genommen wären das alle Tätigkeiten, die besonders belastend, gesundheitsschädlich sind und/ oder besonders schlecht bezahlt werden.
Auf Altenpflege komme ich deswegen, weil meine Arbeitsvermitlerin dieses Thema beim letzten Termin vorsichtig angesprochen hat. Außerdem habe ich eine Bekannte, die seit Jahren als Aufstockerin in diesem Bereich arbeitet. Sie hat das vor HartzIV zuweilen selbsständig gemacht und sich damit zusätzlich noch Geld verdient.

Was ist an der Altenpflege nun so schlimm? Zählen wir doch mal auf:

Die Arbeit ist körperlich stark belastend. Sie ist eine psychische Belastung weil man dauernd mit Krankheit, Tod und Sterbeprozess zu tun hat. Es ist meistens im Schichtdienst. Der Zeitdruck ist sehr hoch.
( Diese kleinen Autos vom häuslichen Pflegedienst beispielsweise, waren in der Regel noch schneller wie ich in meiner Zeit als Auslieferungsfahrer unterwegs, und ich stand damals schon gehörig unter Zeitdruck. Wie oft bin ich von diesen kleinen Flitzern gnadenlos geschnippelt worden )

Die Tätigkeit wird extrem schlecht bezahlt. Zumindest wenn man als Helfer da arbeitet, bekommt man selten mehr als den Mindestlohn. Bei diesen ganzen Nachteilen ist es klar, das sich da bei dem HartzIV-Lumpenproletariat ein Vermeidungsverhalten entwickelt, was diese Jobs angeht. Da greift dann die ESF-LZA Maßnahme vermutlich ein, denn...

Meine Bekannte die in diesem Bereich arbeitet, hat mittlerweile die Schnauze voll und will da raus, nur geht das aber jetzt nicht mehr. Selber kündigen kann sie nicht, sonst gibt es eine Sperre. Intern hat sie keine Möglichkeit, da mal an einer weniger belasteten Stelle zu arbeiten, weil dort sitzen in der Regel diejenigen, 'die Vitamin B haben'

Also wenn der Plan ist über ESF-LZA diese Stellen zu besetzen, muß man damit rechnen, dass, sobald man die Kontrolle über den weiteren Fortgang verloren oder abgegeben hat, die Tür hinter einem zugeschlagen wird. Anschließend wird der Schlüssel im Schloß rumgedreht und weggeworfen. Vermutlich ist das dann auch der Hintergrund des Zwangs-Coachings. Da soll das Schäflein mit Lügen und sanftem Druck bei der Stange gehalten werden, damit es nicht noch kurz vor Vertragsunterzeichnung bzw. bevor eventuell auch andere, rechtliche Mechanismen greifen, aus diesem Prozess ausschert.

Man muß sich klar machen, das HartzIV eine faschistische Form der Arbeitsverwaltung ist. Unter 'faschistisch' stellen sich die meisten Leute stiefeltretende Nazis mit Hakenkreuz-Armbinde in einem nationalistischen Kontext vor. Das ist jedoch nur eine Sonderform von Faschismus. Faschismus ist nicht nur ein politisch-ideologisches Konzept, sondern auch ein Wirtschaftsprinzip. Mussolini selbst hat es so beschrieben:

"Faschismus ist die perfekte Verschmelzung der Macht von Regierung und Konzernen (Großkapital)" (...zu Ungunsten der Arbeitnehmer") könnte man noch hinzufügen. Soll sich jetzt jeder selber ein Bild machen in was für einem System wir heute leben.

Wie könnte die Alternative zu so einem System aussehen? Da gibt es einen Hinweis von Götz Werner im Zusammenhang mit seinem Konzept vom bedingunslosen Grundeinkommen. Demnach erhöht man so lange die Löhne, bis sich genug Personal findet, das diese ungeliebten Jobs macht. In unserem korrupten Finanz- und Wirtschaftssystem hat man sich aber dazu entschieden, das Geld lieber über Kapitalrenditen oder korrupte Fördermechanismen an den wohlhabenderen Teil der Gesellschaft bzw. die Kozerne direkt zu verteilen. Da bleibt eben für Löhne und Sozialleistungen nicht mehr viel übrig. Dafür hat man ja dann diese faschistische Arbeitsverwaltung die sicherstellen soll, dass diese Arbeiten trotzdem von dem Lumpenproletariat getan werden müssen. Allerdings hab ich meine Zweifel, dass das noch sehr lange weiter so funktioniert.
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Alt 22.05.2017, 16:14   #11
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Es gab ja vorher den Pakt50. Wenn kein neues Programm gekommen wäre, hätten die SB die das gemacht haben ihren Job verloren. Das wird ein Grund sein, warum es das ESF-Programm gibt. Und klar wird mit hohen AG-Zuschüssen gelockt.
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Alt 22.05.2017, 16:43   #12
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Standard AW: ESF-LZA MAßnahme / aktueller Lagebericht aus Trier

Ja, auf jeden Fall spielt der Umstand, das diejenigen in dieser Arbeitsverwaltung IHRE Jobs nicht verlieren auch eine große Rolle. Diese Jobs sind aber sinnlos. Die können den Arbeitgebern nur Steuergelder in den Rachen werfen ( Nebenbei gesagt kann man das auch als staatlich geförderte Sklaverei ansehen ). Aber damit degradiert man die Leute auf der anderen Seite zur reinen Verfügungsmasse um die Existenz dieser Arbeitsverwalter zu rechtfertigen und steckt sie dafür regelrecht in ein Gefängnis.
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Alt 01.06.2017, 12:12   #13
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Standard AW: Nachtrag: ESF-LZA Maßnahme / aktueller Lagebericht aus Trier

Gestern hatte ich einen Termin im hiesigen Jobcenter zu einer Veranstaltung mit dem Thema: "Minijobs - da geht noch mehr". Ein paar
Tage vorher wurde ich von einem Callcenter aus Wetzlar (im Auftrag vom Arbeitsamt ) telefonisch an diesen Termin erinnert, eine Dienstleistung die ich nicht in Auftrag gegeben habe. Ist auch vorher noch nie vorher passiert.

Zu der Veranstaltung waren etwa 30 Teilnehmer geladen, etwa 2/3 Männer und 1/3 Frauen, die meisten deutlich über 50. Alle Teilnehmer hatten einen Minijob. Zu meiner Überraschung war der Hintergrund dieser Veranstaltung der, dass man die Teilnehmer wieder bequatschen wollte, diesen ESF-LZA Maßnahmen zuzustimmen. Hauptsächlich sollte das so laufen, das die Minijobber ihre Chefs überreden sollen, sie irgendwie länger zu beschäftigen. Im Verlauf der Veranstaltung wurden die Minijobs äußerst schlecht geredet. Der Fokus lag insbesondere darauf, in einer langwierigen Rechnung zu zeigen, dass man durch Minijobs keinen vernünftigen Rentenanspruch erwerben kann. Was tunlichst verschwiegen wurde war der Umstand, dass man durch die Rentenansprüche, die man in diesen Vollzeit-Hungerlohnjobs noch erwerben kan, bei den meisten Teilnehmern wohl auch kaum ausreicht über die Grundsicherungsgrenze zu kommen. Daher wird die Frage welche Rentenansprüche sie noch erreichen können, für die Teilnehmer selber in Bezug auf in ihrem Job eher nachrangig gewesen sein.
Darüberhinaus hat man versucht, für die Rister-Rente zu klappern. Auch hier wurde unterschlagen das dieses Modell keinen Sinn macht oder sogar kontraproduktiv ist, wenn man die Grundsicherung nicht mehr überschreiten kann.

Am Schluss wurde dann nochmal die Förderung der ESF-LZA Maßnahme erklärt ( 70% Lohnkostenzuschuss für den Arbeitgeber ) Dabei ging mir folgende Analogie zum Phänomen der Deflation durch den Sinn. Kurz zur Erinnerung: Deflation ist ein Zustand, bei dem die umlaufende Geldmenge im Verhältnis der Waren und Dienstleistungen zu gering ist. In der Theorie führt dies dazu, das die Kaufkraft der Haushalte sinkt und die Händler gezwungen sind, die Preise zu senken um den Absatz aufrecht zu erhalten. Bleibt dieses Mißverhältnis zwischen Geld- und Gütermenge länger bestehen, kann das zu einer sich selbst verstärkenden deflationären Spirale führen. Durch die periodischen Senkungen der Preise ( nicht weil billiger produziert werden kann, sondern weil der Händler verzweifelt die Waren loswerden muß um seine Kredite zu bedienen, das muß man unterscheiden ) macht sich bei den potentiellen Kunden eine abwartende Haltung breit. Diese spekulieren darauf, das es im weiteren Verlauf zu noch größeren Preisverfällen kommt. Durch diesen Mechanismus werden Unternehmen in Produktion und Handel zusehends in den Bankrott getrieben. Soweit aus der Geldtheroie. Was hat das mit Lohnkostenzuschüssen zu tun ? Die Praxis, dem Arbeitgeber mit diesen Zuschüssen die Einstellung von Langzeitarbeitslosen schmackhaft zu machen ist ja nicht neu. Jetzt sind die Zuschüsse wieder erhöht worden. Das hat zwei mögliche Auswirkungen: Die Arbeit als solche unterliegt dadurch einem, von außen herbeigeführten Entwertungsprozess. Arbeitgeber könnten, analog zu dem deflationären Modell in der Geldtheorie, zu dem Schluss kommen, dass man mit Einstellungen, wenn sie nicht zwingend notwendig sind, noch abwartet weil Subventionen möglicherweise in Zukunft noch erhöht werden.

Mir ist aufgefallen, wenn ich diese Gedankengänge weiterverfolge, das in den offiziellen Betrachtungen über die Zusammenhänge von Arbeitsmarkt, Angebot an Arbeitskräften, und allgemeiner wirtschaftlichen Rahmenbedingungen, solche Zusammenhänge völlig ausgeblendet bleiben.

Warum fehlen zum Beispiel 'Fachkräfte',obwohl wir auf dem Arbeitsmarkt ein sattes Überangebot an Arbeitskräften haben, besonders auch jetzt durch diese Zuwanderung.

Ich war gestern vor diesem Termin noch in einem Vorstellungsgespräch. Bei diesem Job ging es um einen anstrengenden Bereitschaftsdienst und zwar Tag und Nacht eine ganze Woche lang. Die Gesamtarbeitszeit betrug tatsächlich einen kompletten Arbeitsmonat in eine Woche komprimiert, also über 160 Stunden. Umgerechnet kam ich dann auf einen Stundenlohn von unter 2,70 €. Wie ist sowas möglich? Ich weiß nicht ob für Bereitschaftdienste andere Mindestlohngrenzen gelten, ich hab' das auch nicht mehr weiterverfolgt weil das dann für mich auch aus anderen Gründen nicht in Frage kam.

Ich hab mich dann Aufgrund dieser Einblicke von gestern gefragt, ob es sein kann das in den vergangenen Jahren durch Agenda 2010 und HartzIV eine sich selbst verstärkende Entwertung und Preisverfall von Arbeitskraft losgetreten wurden, was man jetzt nicht mehr stoppen kann. Um nochmal den Bogen zurück zu der Analogie mit der Deflation zu spannen: Seit damals, gemeint ist hier die Weltwirtschaftskrise in den 30er Jahren, ist die größte Angst bei den Finanz- und Wirtschaftseliten die, dass man nochmal in so eine deflationäre Abwärtsspirale geraten könnte, weil diese ab Überschreitung eines gewissen Scheitelpunkts, sich als nicht mehr beherrschbar erwiesen hat. Der Punkt, wo das garantiert nicht mehr beherrscht werden kann ist hier spätenstens der, wo so viele Unternehmen in den Bankrott gegangen sind, dass massive Schäden im Wirtschaftskreislauf eintreten werden. Im Fall der der vermuteten deflationären Lohnverfalls-Spirale wäre das dann der Fall, wenn die Menschen die dem Arbeitsmarkt zur Verfügung stehen sollen, psychisch und körperlich so weit zerstört worden sind, das sie dem Arbeitsmarkt für immer verloren sind. Instrumente wie Lohnkostenzuschüsse oder 'stabilisierende, aktivierende Trainingsmaßnahmen' dienen dabei sowieso eher nur dem sozialindustriellen Komplex oder der Gewinnmaximierung und Erlangung von Konkurrenzvorteilen einzelner Unternehmen und wirken dabei für die betroffenen Personen eher noch abwärtstrendverstärkend, weil diese sich in dieser Situation nur noch stärker stigmatisiert fühlen.

Vielleicht kann ja jemand hier mit diesen Überlegungen was anfangen.
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"Das Wesen des Faschismus ist es, ein System für schützenswerter zu halten als die darin lebenden Menschen." - ADORNO

"Durch die Aufspaltung der Wähler in das politische Parteiensystem können wir sie dazu bringen, ihre Energie für Kämpfe aufzubrauchen, für Fragen die keinerlei Bedeutung haben." / Montagu Norman, Gouverneur der Bank of England 1920-1944.

"Der schlauste Weg,
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das Spektrum akzeptierter Meinungen strikt zu limitieren, aber innerhalb des Spektrums sehr lebhafte Debatten zu erlauben." / Noam Chomsky

Geändert von zebulon (01.06.2017 um 12:27 Uhr)
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Alt 01.06.2017, 17:33   #14
Sonne11
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Standard AW: ESF-LZA MAßnahme / aktueller Lagebericht aus Trier

Das Hartz 4 System ist ja dafür gedacht, dass Menschen die in diesem System überleben müssen, weil sie dort hineingeraten sind, sich nur noch für Arbeit ohne "Anerkennung" geeignet fühlen. Diese wird gleichzeitig sehr gering entlohnt. Wenn noch ein Bewusstsein für die eigenen Fähigkeiten besteht, wird dies versucht durch Intensivbetreuung, Maßnahmen oder sonstigen Entwertungsmehthoden zu unterbinden.

Es werden auch Erwartungen gestellt, die oft nicht erfüllt werden können, dann wird sanktioniert um weiter das Selbstwertgefühl nach unten zu schulen! Es muss klar gezeigt werden, wer Schuld ist! DU!

Das gewollte Ziel der AG, es geht auch fast zum Nulltarif würde ohne das System nicht erfüllt.

Da die Gesetzte aber nicht für die betroffenen gemacht werden, erklärt sich doch alles von selbst. Jeder weiß bis heute, wer die Agenda 2010 hauptsächlich mitgeplant hat. Die Arbeitgeber, ZAF.

Welcher normale Mensch würde zu einem Arbeitgeber gehen, der ihn nur mit 70% Subvention nimmt? Richtig trainiert, denkt das ESF Opfer aber, es hätte die Erlösung gefunden!

Es werden Stellen dank ESF mit erfahrenen und tüchtigen Menschen besetzt, die vieles können und wissen. Man hat sie aber erfolgreich verhartzt, wenn sie lang genug alles miterlebt haben. Nicht mit denen, die morgens nicht aufstehen können und dann am Kiosk den Tag verbringen. Oder denen man lieber gar keine Verantwortung überträgt. Die nimmt ein Arbeitgeber nicht! Auch nicht mit 70%. weil es nicht lange klappen wird!

Man sieht auf den ESF Veranstaltungen, wer eingeladen wurde. Da wird sehr vieles klar!

Ich freue mich schon auf das ESF+ Projekt! Wo zum ESF noch weitere Förderungen möglich werden und man zum Nulltarif sich jemanden heraussuchen kann! Ach Quatsch jemanden, gaaanz viele!

Ach ja, die Freiwilligkeit muss auch abgeschafft werden § 2 SGB II über alles!
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Alt 01.06.2017, 17:49   #15
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Standard AW: ESF-LZA MAßnahme / aktueller Lagebericht aus Trier

zebulon, # 13:

brilliante Analyse zum Thema Entwertung von Arbeitskraft.
Genauso ist es.
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Alt 02.06.2017, 11:01   #16
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kette666
Standard AW: ESF-LZA MAßnahme / aktueller Lagebericht aus Trier

Mein Sachbearbeiter hat mir das auch mal aufgedrängt mit dieser ESF Massnahme.

Natürlich, ohne überhaupt zu erwähnen, dass diese freiwillig ist.


Hab dann EGV unterschrieben(Wusste es zu dem Zeitpunkt noch nicht besser) und lese dann später, wie das ist freiwillig?
Hab dann ein Schreiben geschickt, ich möchte aus persönlichen Gründen nicht daran teilnehmen.
Haben sie akzeptiert, aber seitdem kann das Jobcenter mich gar nicht mehr leiden.
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Alt 02.06.2017, 11:58   #17
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Standard AW: ESF-LZA MAßnahme / aktueller Lagebericht aus Trier

Zitat von kette666 Beitrag anzeigen
Haben sie akzeptiert, aber seitdem kann das Jobcenter mich gar nicht mehr leiden.

Mich können sie schon seit zehn Jahren nicht mehr leiden.

Vielleicht noch ein kurzer Nachtrag zu meinem längerem Post darüber über die negative Wirkung von Lohnkostenzuschüssen die ich da gar nicht auf dem Radar hatte. Zusätzlich dazu, das in diesem System die Arbeit durch äußere Faktoren entwertet wird, gibt das Instrument der Vergabe von Lohnkostenzuschüssen den Jobcentern noch die Macht als Verteilerinstanz von Arbeitsstellen in die Hand. Das heißt DIE bestimmen dann zukünftig, wer welchen Arbeitsplatz bekommt. Die Arbeit wird dann nach Proporz vergeben. Das könnte auch für Arbeitgeber, die noch versuchen unabhängig von Jobcentern ihre Arbeitskräfte durch eigene Entscheidung einzustellen ein Nachteil sein.
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Alt 13.08.2017, 14:38   #18
zebulon
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Standard AW: ESF-LZA MAßnahme / aktueller Lagebericht aus Trier / Nachtrag

Um das Thema nochmal wiederzubeleben:

Ich hatte wegen dieser Maßnahme schon wieder eine Einladung zu einer Informationsveranstaltung. Es war diesmal ein anderer Maßnahmeträger. Ziel war dort noch nicht einmal die Suche nach einer Arbeitsstelle mittels Zuschüssen, sondern die Suche nach einer PRAKTIKUMSSTELLE. In dem Schreiben wurde großartig angekündigt, die LZA--ESF Fördermöglichkeiten hätten sich geändert, man könne sofort Geld verdienen blablabla..

Als nach einer Viertelstunde rumgeeiere der vermutlichen Sozialarbeiterin keine konkreten Infos aus dieser Richtung kamen und sich stattdessen rausstellte, dass alles alter Wein in neuen Schläuchen war, sogar mit dem abgespeckten Ziel eben der Suche nach Praktikumsstellen, bat ich darum mir die Teilnahme an dieser Veranstaltung nun zu bestätigen. Daraufhin lehnte die Gesprächsführerin die Verantwortung ( welche eigentlich ?) ab und schickte mich mit dem Wisch zu einem Abteilungsleiter des JOBCENTERS, der extra wegen dieser Veranstaltung an diesem Tag in einem angegliederten Büro saß. Dort wurde es dann wirklich grotesk. Erst meinte der Teamleiter: "Moment noch.....ähhh...Ich MUSS ihnen doch helfen". Anschließend erklärte er in dem Büro ( anwesend waren noch der Institutstleiter, der fast weinend in einer Ecke vor dem Computer saß und einem Jungspund, vermutlich ein Praktikant ) das hier ja alles freiwillig wäre und wir würden ja in einem freiheitlichen Land leben und er hätte ja für alles Verständnis usw. blablabla.. ( am Ende stand jedoch ein unausgesprochenes 'aber...' ).
Ich sagte ihm daraufhin das ich nun eigentlich nur den Maßnahmevertrag haben wolle. Ja, das bekommen sie selbstverständlich. Darauf brauchte der fast weinende Institutsleiter ungewöhnlich lange für diesen Ausdruck hinzubekommen, bestimmt eine Viertelstunde, während der folgenden Minuten der Teamleiter mir unverhohlen mit der Existenzvernichtung durch Entzug der Leistung drohte. Ich hatte ihn vorher gewarnt, dass ich unter den Umständen wie ich sie jetzt wahrnehme, nichts unterschreiben werde. Daraufhin meinte er, das sei alles schon vor den Sozialgerichten klar ( in seinem Sinne ) entschieden, worauf ich dann meinte, das solle er bitte mir überlassen. Wenn ich eine Rechtsauskunft bräuchte, dann würde ich mich BESTIMMT NICHT AN IHN WENDEN. Daraufhin er, er würde mich sanktionieren bis ich zusammenbreche oder so. Ich hätte es jetzt nämlich mit IHM zu tun ( statt mit diesen Subalternen wie bisher, meinte er wohl ). Ich fragte daraufhin, mit welcher Rechtsgrundlage er das tun wolle? Er meinte, wenn ich nicht zu dieser Maßnahme erscheinen würde, würde ich von ihm sanktioniert.

Zwischendurch sei angemerkt, das ich bisher weder eine EGV in die Richtung bekommen habe, noch einen VA der mich dazu nötigen soll. Ich vermute mal das man den Anschein von Zwang unbedingt vermeiden will, weil diese ESF-LZA Maßnahmen wie sie von der EU angelegt wurden, nicht unter Zwang durchgeführt werden dürfen. Da begäbe man sich von Seiten des JOBCENTERS in eine juristisch kritische Lage.

Also...., wenn ich nicht zu der Maßnahme erscheinen würde, würde ich sanktioniert. Ich sagte daraufhin, dass er mich wohl mißverstanden hätte. Als Ich sagte, ich würde nichts unterschreiben, dann würde das nicht zwangsläufig bedeuten, das ich nicht zu der Maßnahme erscheinen würde wenn man mich mit einem VA dazu nötigen würde. Ich würde es dann aber auch im Nachhinein trotzdem nicht unterschreiben. Ob ihm klar ist, zu welchem Problem das für ihn führen würde ? ( Es wird dann so sein, das der Institutsleiter nicht mit ihm abrechnen kann, das hab' ich aber nur für mich gedacht ). Es sei noch angemerkt, das der Verlauf des Geprächs, das was der Teamleiter am Anfang über Freiwilligkeit und freiem Land in dem wir leben, mittlerweile komplett konterkarierte. Er verlegt sich anschließend auf die Drohung, mich mit Stellenangeboten zuzuwerfen, auch unterhalb meiner Qualifikation, und jede Bewerbung würde nachgeprüft usw.. Also mit anderen Worten war ihm wohl klar dass er die Maßnahme mit einer VA nicht mehr durchsetzen kann und auch keine andere Maßnahme aus demselben Grund, egal ob ESF-LZA oder nicht. So bleibt ihm nur noch diese Drohung. Das dürfte aber schon an Personalmangel scheitern. Außerdem schicke ich sowieso alle Bewerbungen weg und die Nachweise ans JOBCENTER, so what? Er meinte dann, aber bisher hätte ich mich nicht auf niederqualifizierte Stellen bewerben müssen. Aber das tue ich sowieso parallel schon von alleine, es gibt diese offenen Stellen gar nicht. Dann war ich es endgültig leid und rief in den Raum: "KANN ICH NUN ENDLICH BITTE DIE VERTRAGSUNTERLAGEN HABEN ?!!" Daraufhin bekam ich die vom Institutsleiter. Ich fragte den Temleiter anschließend ob er mir noch was sagen wolle oder ob er noch was vergessen hätte, mit dem er mir noch drohen könne. Das verneinte er und daraufhin bin ich gegangen. Schauen wir also mal was nun passiert.
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Alt 13.08.2017, 15:50   #19
Kerstin_K
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Standard AW: ESF-LZA MAßnahme / aktueller Lagebericht aus Trier

Zitat von zebulon Beitrag anzeigen
Wie könnte die Alternative zu so einem System aussehen? Da gibt es einen Hinweis von Götz Werner im Zusammenhang mit seinem Konzept vom bedingunslosen Grundeinkommen. Demnach erhöht man so lange die Löhne, bis sich genug Personal findet, das diese ungeliebten Jobs macht.
Das kann aber auch nicht funktionieren, weil dann entweder die Arbeitgeber pleite gehen oder aber das Produkt bzw. im Fall der Altenpflege die Dienstleistung so teuer wird, dass das niemend mehr bezahlen kann, was auch zur Insolvenz führt.
__

Viele Grüße aus Hannover
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Alt 13.08.2017, 20:01   #20
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Standard AW: ESF-LZA MAßnahme / aktueller Lagebericht aus Trier

Wenn Du hier nachgelesen hättest, dann hättest Du die richtigen Fragen inne FInger gehabt, um die Leuts in Verlegenheit zu bringen:

ESF - LZA - das "neue" Monsterprogramm für Langzeitarbeitslose

Dann wüßtest Du auch, welche Unterlagen man Dir vorlegen muss und was Du damit anstellen darfst!
__

Unterbrich niemals Deinen Gegner im JC, wenn er gerade einen Fehler begeht.
Frei nach Sunzi


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Alt 14.08.2017, 08:45   #21
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zebulon
Standard AW: ESF-LZA MAßnahme / aktueller Lagebericht aus Trier

@Texter 50

Anstatt mir das so hinzuklatschen wäre ein kleiner Tipp sinnvoll gewesen wo genau ich in diesem Thread nach was suchen soll. Hab ich was prinzipiell falsch gemacht?
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Alt 14.08.2017, 10:10   #22
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Standard AW: ESF-LZA MAßnahme / aktueller Lagebericht aus Trier

Du hast es gemacht wie Du es wolltest, würde jeder anders machen. Ist halt Deine Art. Irgendwann lernt man sich die Worte zu sparen, wenn es um solche Geschehnisse geht! Wenn man das so liest "müsst ihr" dort echt viel gelabert haben.

Kann man sich sparen, wenn man seine Rechte weiß und das Vorgehen etwas geplant hat.

Die Vorlauf-Maßnahme zum ESF Monsterprogramm kann man nicht zuweisen! Und den Rest hat man bereits hier gesagt wie: keine Bewerbungsunterlagen aushändigen, keine Zustimmungen, von sich aus Datenweitergabe und Speicherung an ESF und bezüglich ESF untersagen. Dann erledigt sich alles fast von selbst. Und es ist besser ohne irgendwelche Verträge zu gehen, als die Kenntnis davon zu haben. Die eigene Reaktion und Antwort ist nämlich ohne Unterlagen zu haben viel einfacher.

Und wenn es nur eine Infoveranstaltung war, hätte man sich vieles sparen können, besonders mit den Unterlagen, auf die Du anscheinend gewartet hast. Man hätte auch einfach gehen können ohne Bestätigung, wenn man zu Teamleitern geschickt wird. Warum sollte man von sich aus zu den Kötern?

Du hast jetzt einfach den Fehler gemacht so sehr auf Dich die Aufmerksamkeit zu lenken, dass Du sicher besonders behandelt wirst oder man sich Auswege suchen wird, Dich anders einzugliedern. Hast ja die Art der Unterhaltung mitbekommen.
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Alt 14.08.2017, 12:47   #23
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zebulon
Standard AW: ESF-LZA MAßnahme / aktueller Lagebericht aus Trier

Hallo Sonne11,

das mag sein. Das ist aber auch Teil des Gesamtproblems, das sich die Leute alle wegducken. Wenn ich das nun nicht mache, dann ist das doch auch etwas Konstruktives für die Gemeinschaft ,weil alle daraus was lernen, oder sie können den Vorgang begleiten mit Tipps und Beistand. Wer mein Post aufmerksam durchliest, dem fällt auf das die Freiwilligkeit dieser ESF-LZA Maßnahme bzw. auch alle anderen Maßnahmen insofern relativ sind, weil das nach dem Prinzip folgt, wenn ich A nicht zustimme weil es freiwillig ist, dann drückt man mir B auf, was unangenehmer ist und vielleicht nicht mehr freiwillig. Wenn ich das verweigere, dann kommt C, was für mich vielleicht noch unangenehmer ist usw.. So funktioniert das doch. Das ist dasselbe Prinzip wie der Mafia-Pate, der dir ein Angebot macht das du nicht ablehnen kannst. Weil du nämlich sonst zusammengeschlagen wirst und wenn du dann nicht spurst, bringt man dich halt um.
Mein Ansatz hier ist ja nicht auf die ESF-LZA Maßnahme beschränkt, sondern versucht den Mechanismus grundlegend auszuhebeln. Daraufhin krieg ich dann von Texter 50, der sich mit seiner Recherche sicher viel Mühe gemacht hat, diesen Tritt in den *****.
Viel nützlicher wäre es gewesen, wenn man aus diesen ganzen Informationen eine kompakte Handlungsmethode kondensiert hätte, die einem wirklich hilft, vor allen Dingen den weniger schlauen Betroffenen. Irgendwie verliert man hier die Lust noch irgendwas einzustellen. Es kommt einem wie verschwendete Zeit vor.
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Alt 14.08.2017, 15:59   #24
erwerbsuchend
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Zitat von zebulon Beitrag anzeigen
Wer mein Post aufmerksam durchliest, dem fällt auf das die Freiwilligkeit dieser ESF-LZA Maßnahme bzw. auch alle anderen Maßnahmen insofern relativ sind, weil das nach dem Prinzip folgt, wenn ich A nicht zustimme weil es freiwillig ist, dann drückt man mir B auf, was unangenehmer ist und vielleicht nicht mehr freiwillig. Wenn ich das verweigere, dann kommt C, was für mich vielleicht noch unangenehmer ist usw..
@ zebulon,

deine Sichtweise hat einen kleinen Haken. Wer sagt denn, dass die Teilnahme an einer Maßnahme A tatsächlich davor schützt nicht doch noch nach Ablauf der Maßnahme A der Maßnahme B oder C zugewiesen zu werden? Viele SB stellen die Elos gar nicht vor die Wahl, welche Maßnahme sie lieber haben wollen, weil es auch letztlich egal ist, denn das JC kann jederzeit eine Zuweisung erstellen.
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Alt 14.08.2017, 16:43   #25
zebulon
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zebulon
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Zitat von erwerbsuchend Beitrag anzeigen
@ zebulon,

deine Sichtweise hat einen kleinen Haken. Wer sagt denn, dass die Teilnahme an einer Maßnahme A tatsächlich davor schützt nicht doch noch nach Ablauf der Maßnahme A der Maßnahme B oder C zugewiesen zu werden? Viele SB stellen die Elos gar nicht vor die Wahl, welche Maßnahme sie lieber haben wollen, weil es auch letztlich egal ist, denn das JC kann jederzeit eine Zuweisung erstellen.
Das ist doch hier völlig wurscht und das kompliziert die Angelegenheit unnötig. Meine Vorgehensweise besteht ja gerade darin, das man letztendlich verhindert das der Maßnahmeträger mit dem JOBCENTER oder der Fördergeld-Stelle abrechnen kann, egal auf welche oder wieviele Maßnahmen man euch schicken will. Lest ihr eigentlich, worauf ihr da eine Antwort schreibt? ( seufz..., das hier ist echt sinnlos )
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