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Alt 27.02.2017, 16:56   #1
OpfersNam
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Registriert seit: 08.10.2011
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Frage Soll ins "Beschäftigungsorientierte Fallmanagement"

Hallo ihr Leute im Forum! Habe in der letzten Zeit viel gelesen hier und muss nun auch mal ein aktuelles Problem zur Diskussion stellen.

Das Jobcenter hatte mich (50+) eine Weile in Ruhe gelassen, vermutlich hielten die mich wegen verschiedener gesundheitlicher Einschränkungen für nicht vermittelbar. War mir auch recht so. Bin bei ein paar kleinen ehrenamtlichen Projekten dabei und war halbwegs stabilisiert. Nun hat mich aber das Jobcenter wiederentdeckt und nach einigen verpassten Terminen drastisch sanktioniert (30%, komplette Einstellung der Leistung angedroht).

Der pAp will mich nun in das sogenannte "BESCHÄFTIGUNGSORIENTIERTE FALLMANAGEMENT (BF)", eine Sonderabteilung im Haus, zwängen/entsorgen. Muss nichtmal schlecht gemeint sein. Angeblich gibt es dort weniger Druck und es geht wohl um Beschäftigungsmassnahmen, vermutlich würde auch Frührente geprüft, nicht aber mehr um Arbeit im ersten Arbeitsmarkt. Dem Flyer zufolge wollen die sich wie ein Kraken mittels Einsatz von quasi sozialarbeiterischer Methoden umfangreich in mein Leben einschalten: Sozialtherapeutische Ansprechpartner, Schuldenberatung, Beschäftigungsmassnahmen usw. Alles, was ich eigentlich ausserhalb des Jobcenter halten wollte und beschäftigen kann ich mich sinnvoll und gesellschaftsdienlich selber, ohne das ganze krankmachende sanktionsbelastete Brimborium vom jobcenter.
Ist man denen nicht dann auf Gedeih und Verderb ausgeliefert, wenn man das mal zugelassen hat?
Ist das nicht auch riskant, wenn das schiefgeht und man komplett die Hosen runtergelassen hat?

Ich hatte im Termin beim pAp nach schlafloser Nacht und geplatzter Beistandsbegleitung schon einiges ausgeplappert (Schulden, manchmal längere Zeit die Post vernachlässigt als leider wahre Entschuldigung für die verpassten Meldetermine, psychische Probleme etc.), was der pAp nun wohl als willkommenen Anlass interpretiert, mich besonders intensiv betreuen zu müssen. Also quasi den Teufel mit dem Belzebub austreiben. Die existenziell unsichere Abhängigkeit vom Jobcenter macht doch auch die Probleme und da will ich ganz sicher nicht mehr sanktionsbewehrte Termine dort, wenn es sowieso auch nach deren Einschätzung nicht mehr zu existenzsichernder Arbeit führt.

Das BF - laut Flyer ein freiwilliges(!) Angebot - wurde vom pAp zunächst im Termin wie ein Vorschlag mal so in den Raum geworfen, ob ich mir das vorstellen könne. Dann nahm die Sache im Termin selber aber eine komische Wendung. Es war dann plötzlich die Rede von einer Frist, zu der ich mich dazu erklären soll und endete damit, dass ER den Termin bei der Stelle bis dann und dann machen wird, (wenn ich nicht widerspreche?). Mir ist nichtmal ganz klar wie wir verblieben sind. Klar ist, dass ich das BF - jedenfalls derzeit im vergifteten Sanktionsklima, wo das Jobcenter einfach nur eine existenzielle Bedrohung ist und ich mit Sicherheit nicht mehr sanktionsbewehrte Termine dort haben möchte - nicht will.

Was wird der pAp machen, wenn ich schriflich mitteile, dass ich das BF derzeit nicht will?
Irgendwie muss ich ja reagieren. Ist das dann schon mangelnde Mitwirkung?
Bin für jeden Hinweis dankbar!

Geändert von OpfersNam (27.02.2017 um 17:12 Uhr) Grund: Formatierung
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Alt 27.02.2017, 19:08   #2
MisterU
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Beiträge: 76
MisterU
Standard AW: Soll ins "Beschäftigungsorientierte Fallmanagement"

Hallo,

um eine Einschätzung geben zu können wäre es gut, wenn Du die vorhandenen Unterlagen/Anschreiben dazu hier anonymisiert hochladen könntest.
Das Jobcenter hat mehrere Wege um eine Maßnahme anzubieten, und je nach dem wie das Jobcenter die Maßnahme anbietet gibt es verschiedene Mitteln um diese abzuwehren.

mfg,
U
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Alt 27.02.2017, 20:28   #3
Sonne11
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Beiträge: 1.307
Sonne11 Möchte sein Renommee nicht öffentlich anzeigen...
Standard AW: Soll ins "Beschäftigungsorientierte Fallmanagement"

Hallo!
Vieles klingt bekannt. Wenn Du weißt, dass es dieses Forum hier gibt, hättest Du auch bei Eigenverschulden der Sanktionen hier schreiben können. Die vielen Menschen sind mitfühlend und hätten Dir bestimmt geholfen, die Sanktionen zumindest anzugreifen.

Aber zurück! Lernen und Handeln durch Beobachtung:

Deine Idee mit dem Schreiben ist gut. Einfach dem Handeln zuvorkommen. Schön nach pAp-Syle formulieren und keine Handlungsmöglichkeiten offen lasse. Fertig!

Meine persönliche Meinung:
Sehr geehrter pAp,

wie mit Ihnen beim Termin am .......besprochen und vereinbart, möchte ich ihnen, nachdem ich mich informiert und beraten habe mitteilen, dass ich an dem freiwilligen .....................nicht teilnehmen werde. Sie haben mich gebeten, Ihnen meine Entscheidung mitzuteilen, dies habe ich nun getan.

Wenn Dir etwas besseres/eigenes einfällt, wie Du mit den Worten und Methoden eines pAp Deine Entscheidung mitteilen kannst, dann tue es. Warte nicht ab!

Gut wäre dieses schreiben mit Nachweis einzureichen, warum muss man wohl nicht erklren.
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Alt 27.02.2017, 21:17   #4
BurnsTorn
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Beiträge: n/a
Standard AW: Soll ins "Beschäftigungsorientierte Fallmanagement"

Zitat von OpfersNam Beitrag anzeigen
Was wird der pAp machen, wenn ich schriflich mitteile, dass ich das BF derzeit nicht will?
Was der pAp tun wird, kann dir hier niemand sagen. Wir können ja nicht in dessen Kopf gucken. Wenn er sich an die Regularien zur Einschaltung des FM des BA hält, wird er deinen Entschluss, das FM nicht machen zu wollen, akzeptieren. Denn es gilt in der Tat noch immer die Grundlage: FM ist freiwillig.

Interessante Infos dazu, dass diese Freiwilligkeit aber sehr wohl mit Druck ausgesprochen werden soll, sie gefälligst anzunehmen, findest du in diesem Dokument (S. 15).

Zitat daraus (rot und kursiv von mir):

"Einmal kann die Beratung dem einzigen Zweck dienen, unwillige und unmotivierte Kunden dazu zu ermuntern, das eigentliche Beratungsangebot anzunehmen. Sie soll dabei die Brücke schlagen zwischen dem - manchmal gegen seinen Willen überwiesenen - Kunden und dem Fallmanager. Sie soll den Kunden dazu gewinnen, sich an der inhaltlichen Erörterung von Vermittlungshemmnissen zu beteiligen. Dabei sind die Vorteile der Mitarbeit, aber auch nachteilige Folgen einer Nichtbeteiligung aufzuzeigen. Sie soll ihn dazu bewegen, mehr oder weniger freiwillig ein Arbeitsbündnis mit dem Fallmanager einzugehen. Dieser „Aushandelungsprozess im Vorfeld“ stellt allerdings den Ratsuchenden in gewisser Weise unter Zeitdruck und Erfolgszwang. Das Wissen um die Sanktionsgewalt seines Gegenübers zwingt zur mehr oder weniger ausgeprägten Zusammenarbeit. Von daher erfüllt diese Form der „Beratung“ nicht ohne weiteres die normativen Bedingungen, wie sie üblicherweise für „Beratung“ gelten. Es ist ein immanenter Konflikt aller mit rechtlicher Sanktionsbewehrung ausgestatteter sozialer Dienstleister."

Einige weitere Infos zum FM findest du in diesem Thread.
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Alt 28.02.2017, 12:47   #5
OpfersNam
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Beiträge: 176
OpfersNam Möchte sein Renommee nicht öffentlich anzeigen...
Standard AW: Soll ins "Beschäftigungsorientierte Fallmanagement"

Danke für eure Antworten!
Im Anhang ist der Flyer.

Miniaturansicht angehängter Grafiken (Klicken = große Ansicht)
beschaeftigungsorientiertesfallmanagement-bf-1_640-.jpg   beschaeftigungsorientiertesfallmanagement-bf-2_640.jpg  

Geändert von OpfersNam (28.02.2017 um 13:25 Uhr)
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Alt 28.02.2017, 18:46   #6
Sonne11
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Sonne11 Möchte sein Renommee nicht öffentlich anzeigen...
Standard AW: Soll ins "Beschäftigungsorientierte Fallmanagement"

Flyer sind unverbindliche Werbung. Es wird die freundliche, freundschaftliche Masche gefahren. Aber irgendwann wollen auch Ergebnisse erzielt werden!

Wenn Du es nicht willst, ist doch alles gesagt! Mag sein, dass manche Menschen diese Betreuung brauchen, dann sollen sie diese auch bekommen.

Schnellstens schriftlich und nachweislich klare Worte mitteilen und fertig, bevor es zu ungewollten Terminen oder mehr Nachdruck kommt!
Sonne11 ist gerade online   Mit Zitat antworten
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