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Weiterbildung/Umschulung/Sinnlose Maßnahmen Bitte nur Beiträge posten, die mit Weiterbildung/Umschlung und sinnlose Maßnahmen zu tun haben


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Alt 23.02.2017, 13:31   #1
SandraRight
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SandraRight
Standard medizinische Rhea und weiteres Vorgehen

Hallo Zusammen,

wegen untragbaren Zuständen in meinem Beruf musste ich vor über zwei Jahren das Unternehmen wechseln. Am Anfang war alles toll und super im neuen Betrieb, besonders die Arbeitszeiten, nach einer Weile habe ich erst gemerkt, dass es mit dem Betriebsklima und den Organisationsstrukturen nicht zum Besten gestellt ist.

Da ich in meinen erlernten Beruf nicht mehr arbeiten kann, weil er mich damals in einen Zusammenbruch mit Burn Out brachte, stehe ich jetzt wieder kurz vor einem. Mir wurde jetzt eine medizinische Rhea genehmigt.

Wie muss ich bei der Rhea vorgehen? Ich habe drei Gutachten, zwei von Fachärzten und eines vom Hausarzt. Ich möchte mit Anfang 40 noch eine neue Ausbildung machen, die meinen Fähigkeiten und Neigungen entspricht, damit ich längerfristig dem Arbeitsmarkt zur Verfügung stehe. Den alte Beruf werde ich nicht mehr ausüben, komme was wolle . Allerdings weiß ich natürlich auch, dass mir die ganzen involvierten " Sozialunternehmen" hüstel nicht so einfach eine Umschulung die vielleicht insgesamt 40 000 Euro Kostet bezahlen werden, so ohne weiteres. Ich werde höchstwahrscheinlich arbeitsfähig entlassen, weil ich eben noch in Arbeit bin.

Dennoch zermalmt mich die ganze untragbare Situation und bringt mich oftmals einfach in einen Teufelskreislauf aus Verzweiflung, Wut und Ohnmacht. In den alten Beruf der mich komplett unterfordert hat und unzählige Überstunden kostete mit Wochenstunden über 60 kann ich wie schon geschrieben nicht zurück. In andere Berufe kann ich mich nicht bewerben, da keine Berufserfahrung.

Wie soll ich am besten bei der Rhea vorgehen und wie wäre es , wenn ich arbeitsunfähig entlassen werde? Dann muss ich wieder zu den Ärzten rennen und den mein Leid klagen und die Zeit geht ins Land verstreicht ungenützt.

Wie wehrt man sich gegen moderen Verklavung? Nicht missverstehen, ich will arbeiten und etwas tun, aber es darf mich von der Zeit nicht mehr als 40 Stunden in Anspruch nehmen und etwas verdienen möchte ich auch noch. Wahrscheinlich bin ich einfach verblendet und sehe nicht den harten Kampf zwischen DRK, MDK und KK? Wenn ich hier so mitlese, graut mir auch schon davor.

Ich fühle mich aktuell einfach abgekämpft und energielos.

Vielleicht mag jemand was hoffnungsvolles Schreiben?

Liebe Grüße
Sandra
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Alt 23.02.2017, 16:01   #2
schlaraffenland
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Standard AW: medizinische Rhea und weiteres Vorgehen

SandraRight, es ist möglich, dass Du zwar arbeitsfähig aus der Reha entlassen wirst, aber im Entlassungsbericht stehen wird, dass Du nur 3 bis unter 6 h erwerbsfähig in Deinem bisherigen Beruf bist. So war es bei mir. Und während meines Aufenthalts in der Klinik wurde mir wohl deswegen geraten, einen Antrag auf Bewilligung der "Leistungen zur Teilhabe am Arbeitsleben" (LTA) bei der Rentenversicherung zu stellen, damit sind unter anderem Umschulungen gemeint.

Nach 8 Monaten erhielt ich einen Bescheid von der Rentenversicherung, in dem mir "dem Grunde" nach die LTA bewilligt wurden.

Mein erstes Gespräch beim zuständigen Reha-Berater der Rentenversicherung war ernüchternd. Ich war damals 46 Jahre alt. Er meinte zu mir, dass er nur bis zum Alter von 42 Jahren Umschulungen bewilligt. Stattdessen bot er mir eine Praktikumsmaßnahme an. Diese absolvierte ich, ohne jedoch darüber einen neuen Job gefunden zu haben.

Dann stellte ich einen schriftlichen Antrag auf Bewilligung einer Umschulung bei der Rentenversicherung. Da zum Glück mein alter Reha-Berater nicht mehr zuständig war, bewilligte mir der neue Reha-Berater eine Umschulung.
__

Ich bin kein Rechtsanwalt. Für meine rechtlichen Hinweise und Tipps übernehme ich keine Verantwortung.
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Alt 03.03.2017, 17:03   #3
SandraRight
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SandraRight
Standard AW: medizinische Rhea und weiteres Vorgehen

Hallo schlaraffenland ,

erst mal vielen Dank für den Erfahrungsbericht.
Ich versuche auf alle Fälle einen Antrag auf Teilhabe am Arbeitsleben während der medizinischen Rhea zu stellen. Auch wenn die sich von der DRV fragen werden, warum, die ist doch noch in Arbeit und auch wenn ich arbeitsfähig entlassen werde, muss mein Wege irgendwo weiter gehen. Meinen erlernten Beruf hat keine Zukunft für mich, weil er mich unterforderte, mich komplett ausbrennen ließ. Natürlich wird das alles nicht so einfach, ich mache diesen Kampf schon länger mit und die Kostenträger schieben dich von einem zum Anderen.

Bei mir hieß es immer, sie sind doch in Arbeit, warum brauchen Sie eine Umschulung? Ich möchte eine angstfreie Zukunft, einen Beruf der meine Kräfte nicht überstrapaziert und mich auch persönlich nährt.

Ich schreibe mal nach der medizinischen Rhea. Wie es lief und was alles daraus wurde. 8 Monate warten, wie überbrückt man diese Zeit? Bei mir ist das aktuelle Arbeitsverhältnis durch Missgunst der Kollegen sehr belastet, ich weiß nicht wie lange ich diesem Klima stand halten kann. Mein Umfeld meint dann immer nur, such dir doch was anderes. Kopfschüttel in alten Beruf geht nicht mehr, in andere komme ich nicht rein.

LG
Sandra Right
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Alt 03.03.2017, 17:21   #4
schlaraffenland
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Standard AW: medizinische Rhea und weiteres Vorgehen

Hi SandraRight,

Zitat von SandraRight Beitrag anzeigen
erst mal vielen Dank für den Erfahrungsbericht.
Gern geschehen.

Zitat:
Ich versuche auf alle Fälle einen Antrag auf Teilhabe am Arbeitsleben während der medizinischen Rhea zu stellen. Auch wenn die sich von der DRV fragen werden, warum, die ist doch noch in Arbeit und auch wenn ich arbeitsfähig entlassen werde, muss mein Wege irgendwo weiter gehen. Meinen erlernten Beruf hat keine Zukunft für mich, weil er mich unterforderte, mich komplett ausbrennen ließ. Natürlich wird das alles nicht so einfach, ich mache diesen Kampf schon länger mit und die Kostenträger schieben dich von einem zum Anderen.
Ich weiß nicht, ob Boreout ein Grund ist für die DRV Dir die LTA zu bewilligen. Boreout ist meiner Meinung nach keine Krankheit im Sinne der ICD-10-Klassifizierung. Aber ich wünsche Dir viel Erfolg bei Deinem Unterfangen.

Zitat:
Bei mir hieß es immer, sie sind doch in Arbeit, warum brauchen Sie eine Umschulung? Ich möchte eine angstfreie Zukunft, einen Beruf der meine Kräfte nicht überstrapaziert und mich auch persönlich nährt.
Der Gesetzgeber sieht die Gewährung von LTA unter folgenden medizinischen Voraussetzungen vor:

Zitat:
(1) Zur Teilhabe am Arbeitsleben werden die erforderlichen Leistungen erbracht, um die Erwerbsfähigkeit behinderter oder von Behinderung bedrohter Menschen entsprechend ihrer Leistungsfähigkeit zu erhalten, zu verbessern, herzustellen oder wiederherzustellen und ihre Teilhabe am Arbeitsleben möglichst auf Dauer zu sichern.
SGB 9 - Einzelnorm

"Behindert" bedeutet hier aber nicht, dass nur Leute im Rollstuhl LTA bewilligt bekommen. Der Begriff behindert" ist weiter gefasst.

Dies ist auch wichtig zu wissen:

Zitat:
(4) Bei der Auswahl der Leistungen werden Eignung, Neigung, bisherige Tätigkeit sowie Lage und Entwicklung auf dem Arbeitsmarkt angemessen berücksichtigt.
SGB 9 - Einzelnorm

Achtung: Das Wort "angemessen" ist ein so genannter unbestimmter Rechtsbegriff. Das heißt, er muss je nach Einzelfall unterschiedlich ausgelegt werden.

Zitat von SandraRight
Ich schreibe mal nach der medizinischen Rhea. Wie es lief und was alles daraus wurde.
Ja, mache das bitte, das Forum freut sich immer über Feedbacks. Du kannst natürlich auch während der Reha hier schreiben, falls Du Zugang zum Internet in der Reha-Klinik hast.

Zitat von SandraRight
8 Monate warten, wie überbrückt man diese Zeit?
Meinst Du das in finanzieller oder psychischer Hinsicht?

Bei mir war es so: Nach dem Aufenthalt in der Reha-Klinik rutschte ich in Hartz IV, weil a) mein Anspruch auf ALG I aufgebraucht war und b) die Reha-Klinik mich arbeitsfähig entließ.

Psychisch gesehen habe ich die Warterei auf den Bewilligungsbescheid schon gut verkraftet.

Zitat von SandraRight
Bei mir ist das aktuelle Arbeitsverhältnis durch Missgunst der Kollegen sehr belastet, ich weiß nicht wie lange ich diesem Klima stand halten kann. Mein Umfeld meint dann immer nur, such dir doch was anderes. Kopfschüttel in alten Beruf geht nicht mehr, in andere komme ich nicht rein.
Ich schlage vor, falls die Reha-Klinik Dich arbeitsfähig entlässt (das ist schon recht wahrscheinlich, aber ich kann das natürlich nicht genau beurteilen), dass Du Dich direkt anschließend krankschreiben lässt. Ich glaube, das sollte gehen. Kann das ein anderer User vielleicht bestätigen?
__

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Alt 04.03.2017, 10:06   #5
SandraRight
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SandraRight
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Hallo schlaraffenland,


Zitat:
Ich weiß nicht, ob Boreout ein Grund ist für die DRV Dir die LTA zu bewilligen.
Ich hatte schon bei meinem ersten BurnOut ( nicht Boreout - wobei ich mich unterfordert fühlte) einen Antrag auf Teilhabe zum Arbeitsleben gestellt und auch einen Widerspruch eingelegt. Damals hieß es, da ich in Arbeit bin, brauche ich keine Umschulung. Das Arbeitsamt die Rheaabteilung, teilte mit, dass Sie mir eine Umschulung nicht zutrauen, weil mein BurnOut noch nachwirkt.Ich solle erst mal das Behandeln, arbeitslos sein und dann kann weiter verhandelt werden.


Der derzeitige Beruf ist artverwandt, ich verdiene wirklich gut für wenig Tun. Manche würden sich glücklich schätzen, allerdings sind die Umstände schrecklich.

Von Anfang an wurde gegen mich gearbeitet, ständig wurde ich kritisiert und angegriffen( Neidfaktor ziemlich hoch- weil durch Arbeit wenig Anerkennung). ZB ich schrieb ein Protokoll zu einer Gesprächsrunde und dokumentierte einen Arbeitsablauf. Das brachte mir Zustimmung und Anerkennung. Missgünstige Kollegen hetzten dann gegen mich, ich würde zu viel Reden und das was ich sage, hätte nicht Hand und Fuss. ZB. Ich hatte einen Kunden am Telefon, nach dem Gespräch sagte man dann – also mit deinem Geschwätz machst du die ja verrückt. ZB. Ich schreibe zu viele Mails, ich gebe Info weiter usw. ZB. Soll ich ein Programm zum Laufen bringen, es hängt sich auf der Server muss neu gestartet werden und der Kollege bekommt einen Brüllanfall ( ich frage ob es noch lauter geht???) so zynisch und tot fühle ich mich durch die Umstände.

Schlussendlich hat der Chef nun eine neue Mitarbeiterin eingestellt und möchte mich damit unter Druck setzen, dass ich gehe. Er will Ruhe im Laden, ich störe. Die Kollegen sind seitdem noch giftiger und haben sich auch über mich beim Chef beschwert. Sie lügen, aber das Klima ist jetzt wirklich das Letzte, dass wünsche ich niemanden. Ich habe mir eine Fachärztin gesucht die sagt nur lapidar: Der MDK wird mich anschreiben, ich kann Sie nicht krankschreiben, meine Hausärztin sagt ähnliches, ich solle mich der Situation stellen. Jetzt hat mein Chef vorgeschlagen, dass ich mit den intriganten Kollegen in eine Runde komme und dass alles Mal ausdiskutiert wird. Ich habe ja Angst, dass man versucht mir hiermit einen Strick zu drehen, dass schlussendlich ich eine Kündigung erhalten soll, weil erstens die Nachfolge feststeht und zweitens weil das Betriebsklima vergiftet ist. Wobei ich bei der offenen Diskussionsrunde denn Gegnern argumentativ überlegen wäre, die Anschuldigungen sind lachhaft und aus der Luft gegriffen, sogar der Chef sagte, er schätze mich dann doch nicht so ein. Allerdings kostet der andauernde Konflikt wirklich Kraft und Nerven, und glücklich und zufrieden bin ich schon lange nicht mehr auf Arbeit. Aber es ist alles so ausweglos. Ich bin froh, dass ich zur Rhea darf, unter eine Art Käseglocke wo ich einfach mal Ruhe und Kraft tanken kann. Aber was wird danach. Irgendwie will ich mich nicht weg mobben lassen, den Gegnern die Stirn bieten, anderseits kostet es enorm viel Kraft.

Sorry, dass ich das hier jetzt so ausführlich schreibe, aber es brennt mir auf den Nägeln.
Natürlich hoffe ich, dass die medizinische Rhea im Abschlussbericht eine Umschulung in Betracht zieht. Aber ob ich die dann wirklich bekomme, steht dann doch wieder auf ein anderes Blatt.

Ich nehme an, dass folgendes passieren wird:
Man wird im Abschlussbericht eine Umschulung vorschlagen.
Ich gehe weiterhin zur verhassten Arbeitsstelle - stelle mich der Konfliktsituation und kündige irgendwann selber?? Oder lerne in der med.Rhea mich besser abzugrenzen gegen missgünstige Personen? Mein Freund meint auch, ich bin zu freundlich und zu lieb, ich solle mal ordentlich auf den Tisch schlagen oder mit eben fiesen Tricks zurück schlagen.

LG
Sandra
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Alt 04.03.2017, 10:13   #6
schlaraffenland
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SandraRight, Deine Situation, mit der zu tun hast, tut mir leid.

Mein einziger Tipp: Suche Dir einen anderen Psychiater, der Dich aus dem Verkehr zieht (krank schreibt), und zwar so lange, bis Du Krankengeld beziehst, und dann bleibst Du erstmal im Krankengeldbezug. Wenn Du aus dem Krankengeld heraus eine medizinische Reha-Maßnahme machst, dann sind wahrscheinlich die Chancen höher, dass man Dir die LTA bewilligt.

Ich bin aus dem Krankengeld in die Reha-Klinik, habe dort einen Antrag auf LTA gestellt, diesem Antrag wurde dann von der DRV entsprochen.

Vielleicht/Wahrscheinlich schaffst Du es auf diese Weise, dass Du die Räumlichkeiten Deines Arbeitgebers nie wieder betreten musst.
__

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Geändert von schlaraffenland (04.03.2017 um 10:28 Uhr)
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Alt 05.03.2017, 10:49   #7
SandraRight
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SandraRight
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Hallo schlaraffenland,

kannst du mir noch sagen, mit welchen gesundheitlichen Gründen ich in Reichweite einer Umschulung komme. Fakt ist, der alte Beruf hat mich durch hohes Arbeitspensum ausbrennen lassen, ich bekam aufgrund der Tätigkeiten Depressionen auch wegen Unterforderung. Zudem bin ich einfach nicht mehr belastbar für eine 60 + Stunden Woche.

Zitat:
1) Zur Teilhabe am Arbeitsleben werden die erforderlichen Leistungen erbracht, um die Erwerbsfähigkeit behinderter oder von Behinderung bedrohter Menschen entsprechend ihrer Leistungsfähigkeit zu erhalten, zu verbessern, herzustellen oder wiederherzustellen und ihre Teilhabe am Arbeitsleben möglichst auf Dauer zu sichern.
Ich bin durch erlernten Beruf ausgebrannt und depressiv geworden. Mit einer Umschulung würde man erstens meine Ressourcen sparen, da nur 40 Stunden und darüber hinaus hätte ich eine berufliche Perspektive die sich auch günstig auf meine Psyche auswirken könnte. Der umgeschulte Beruf hat keine Schichtarbeit, keine 60 + und würde mich geistig beschäftigen, ergo keine sinnlosen Gedanken mehr.

Zitat:
Zitat:
Ich weiß nicht, ob Boreout ein Grund ist für die DRV Dir die LTA zu bewilligen.
Der wirkliche Grund ist ja das BurnOut und ich fühle mich nicht mehr in der Lage diesen Beruf auszuüben.
SandraRight ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 05.03.2017, 11:43   #8
en Jordi
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Zitat von SandraRight Beitrag anzeigen
kannst du mir noch sagen, mit welchen gesundheitlichen Gründen ich in Reichweite einer Umschulung komme. Fakt ist, der alte Beruf hat mich durch hohes Arbeitspensum ausbrennen lassen, ich bekam aufgrund der Tätigkeiten Depressionen auch wegen Unterforderung. Zudem bin ich einfach nicht mehr belastbar für eine 60 + Stunden Woche.
Hallo Sandra,

da nennst du die Gründe doch schon selbst. Du kannst im jetztigen Beruf nicht mehr arbeiten, ohne deine Gesundheit zu gefährden. Wenn die Gutachter das auch so sehen, wird das reichen. Allerdings bin ich da ein wenig unsicher, wenn schon deine behandelnden Ärzte dich darin nicht unterstützen. Eine durchgehende AU ist schon Voraussetzung für alles Weitere, denke ich. Sonst wird man dir das nicht abnehmen.

Mit Burnout bekommst du keine Leistungen. Das ist eine Z-Diagnose, die zusätzlich zu einer anderen gestellt wird. Schau mal in deine Unterlagen. Da wird zusätzlich eine Belastungsstörung oder eine Depression vorliegen.

Du hast jetzt aber eine Reha bewilligt bekommen, was bedeutet, dass schon schwerwiegende gesundheitliche Einschränkungen anerkannt wurden. Jetzt musst du abwarten, wie die Ärzte dort dich einschätzen.

Ich wünsche dir, dass du da eine Perspektive findest.
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Alt 05.03.2017, 12:53   #9
schlaraffenland
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Hi SandraRight,

en Jordi schrieb:

Zitat von en Jordi
da nennst du die Gründe doch schon selbst.
Das sehe ich auch so. Depressiv sein und ausgebrannt sein, das würde vom Arzt wahrscheinlich als Erschöpfungsdepression (Umschreibung von Burnout nach ICD-10) klassifiziert werden.

Du solltest Dir aber einen Facharzt suchen, der Dich auch sofort krankschreibt, und zwar am Besten vor Antritt Deiner medizinischen Reha. Damit solltest Du die Chancen auf Bewilligung von LTA erhöhen.

Als ich meine medizinische Reha machte, hatte ich eine Frau in meinen Anwendungen (also eine Mitpatientin), die kam, ohne AU zu sein, direkt von der Arbeit in die Reha-Klinik. Einen Tag vor Beginn der medizinischen Reha hatte sie noch gearbeitet, so weit ich mich erinnern kann. Sie wurde von der Reha-Klinik arbeitsfähig entlassen und musste am 1. Tag nach dem letzten Tag der medizinischen Reha sofort wieder arbeiten gehen. Ich schätze sie anhand ihrer damaligen Erzählungen so ein, dass sie an einer arbeitsbedingten Erschöpfungsdepression litt.

Du solltest deswegen besser AU sein, bevor Du die medizinische Reha antrittst.
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Alt 05.03.2017, 13:11   #10
SandraRight
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SandraRight
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Hallo Zusammen,

ich leide unter anderem an Depressionen und PTBS sowie chronischer Arthrose.
Als ich vom alten AG zum neuen AG wechselte, bekam ich ein Gutachten, dass ich wegen Schichtdienst, Depressionen und Arbeitsplatzkonflikten ( Überstundenanzahl) gekündigt habe vom Facharzt.

In der neuen Arbeitsstelle habe ich sehr gute Arbeitszeiten dennoch machte sich als bald die Depression bemerkbar und die Arthrose verschlimmerte sich so das ich chronische Schmerzen hatte. Ich suchte mir also eine Therapeutin wegen der Depression - ging zum Arbeitsamt teilte denen mit, dass ich meinen Beruf nicht mehr ausüben kann und eine Umschulung möchte. Ich wurde in die Rheabateilung von der Afa gesteckt, durfte Test machen, entband meine Ärzte von der Schweigepflicht und immer hieß es, sie müssen erst gesund werden, dürfen nicht mehr depressiv sein, wir trauen ihnen die Belastungen einer Umschulung nicht zu??? Als ich auf den aktuellen Beruf verwies und die Aufgaben wurde das als nichtig gesehen. Ende vom Lied ich wurde vom aktuellen Betrieb übernommen, in ein unbefristet Arbeitsverhältnis - Ziel erreicht. Sie schrieben mir dann, dass die Rheaabteilung Ihre Aufgaben für mich eingestellt haben.

Doch jetzt gibt es Mobbingattacken, wir sind zu viele einer muss weg hat man mir klipp und klar gesagt und meine Depression hat sich verschlimmert, daher habe ich nach verschiedenen böswilligen Angriffen eine medizinische Rhea beantragt. Ich gehe nicht in AU zur Rhea - erhoffe mir aber das die Klinik irgendwie die Ausweglosigkeit erkennt - wo soll ich mich jetzt bewerben? Mobbing ist kein Umschulungsgrund - aber in alten Beruf kann ich nicht zurück lt. Gutachten!

Rhea geht am Donnerstag los und geht 5 Wochen, danach werde ich wieder arbeiten gehen, aber auch nochmal das Arbeitsamt besuchen , aus gesundheitlichen Gründen möchte ich nicht kündigen, höchstens die Situation eskaliert weiterhin,dann muss ich mir bessere Fachärzte suchen.

LG
Sandra
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Alt 05.03.2017, 13:19   #11
en Jordi
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Zitat von SandraRight Beitrag anzeigen
Rhea geht am Donnerstag los und geht 5 Wochen, danach werde ich wieder arbeiten gehen, aber auch nochmal das Arbeitsamt besuchen , aus gesundheitlichen Gründen möchte ich nicht kündigen, höchstens die Situation eskaliert weiterhin,dann muss ich mir bessere Fachärzte suchen.
Hallo nochmal. Du bekommst doch jetzt die Reha von der DRV bewilligt, oder? Dann müsste man herausfinden, wer Kostenträger für berufliche Rehaleistungen ist. Das kannst du alles währende der Reha mit den Sozialarbeitern in der Klinik abklären. Vielleicht kommt auch eine Wiedereingliederung beim jetztigen AG in Frage. Wenn die scheitert, muss man weitersehen.

In dem Sinn, lass es auf dich zukommen, mach dich schlau und fordere, was dir zusteht.
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Alt 05.03.2017, 14:32   #12
schlaraffenland
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SandraRight, ein Burnout kann je nach Schweregrad ein paar Jahre dauern, ehe er abgeklungen/überstanden ist.

In einer meiner beruflichen Reha-Maßnahmen (keine Umschulung, sondern eine Praktikumsmaßnahme) war eine Frau, die hatte einen Burnout. Auf meine Frage hin, warum sie keine Umschulung machen möchte, meinte sie, nein, die würde sie nicht schaffen wegen ihres noch nicht abgeklungenen Burnouts.

Man/frau muss schon geistig auf der Höhe und fit sein um eine Umschulung zu schaffen. Ich selber habe eine Umschulung abgebrochen, weil mich die Unmenge an Lehrstoff, die ich jeden Tag zu bewältigen hatte, und die strenge Notengebung überforderte. Obwohl ich Akademiker bin. Die Umschulung begann ich im Alter von 48 Jahren. Ich glaube, mein Alter bzw. meine altersbedingte schlechte Merkfähigkeit und meine psychischen Erkrankungen (meinen echten Burnout hatte ich damals vor 9 Jahren, er war also längst abgeklungen) waren die Ursachen für meinen Abbruch der Umschulung.

Ich will Dir aber natürlich nicht Deinen Wunsch auf eine Umschulung abspenstig machen. Will Dir nur meine Erfahrungen mitteilen. Jeder Mensch ist aber anders: Was ich an Erfahrungen gesammelt habe, muss deswegen für Dich nicht gelten.
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Alt 05.03.2017, 14:52   #13
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SandraRight
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Hallo schlaraffenland,

ich habe mein BurnOut seit 2012. Ich habe davor immer zwei Jobs gehabt( +210 Stunden per Monat waren eher die Regel als die Ausnahme) - oftmals Tag und Nacht gearbeitet, anstrengende und belastende Beziehungen gehabt die mich sehr aufgerieben haben. Dennoch habe ich zwischen 2012 und 2014 eine Fortbildung absolviert ohne diese ich gar nicht den jetzigen Job ergattern hätte können. Darauf verwies ich ja auch nochmal beim Arbeitsamt, sehen Sie ich habe Autodidakt die anerkannte Prüfung absolviert. Ich schrieb der Afa auch ein zweiseitiges Motivationsschreiben warum es toll wäre, eine Umschulung zu erhalten und welche positive Folgen es für die Afa hätte. Naja hat alles nicht den gewünschten Effekt gehabt. Ich traue mir eine Umschulung zu,auch wenn es anstrengend wird. Die Afa macht das aus Schikane, ich habe Arbeit also brauche ich keine Umschulung. Erst wenn ich länger aus dem Beruf ausfalle über AU, kann darüber nachgedacht werden, allerdings werde ich auch nicht jünger, wäre mein Einwand! Irgendwann fehlt mir dann tatsächlich die Berufserfahrung.


Der aktuelle Beruf hat keinerlei Zukunft, es sehr speziell und jeder kann nach einer kurzen Einarbeitungszeit das machen. Die Afa denkt zu kurzfristig, ich eher langfristig. Und meine Motivation gegenüber der Demontage sinkt langsam immer mehr.

Hurra Rhea ich komme, ich erhole mich und dann schaue ich weiter. Alles wird gut werden, trotz allem.

LG
Sandra
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Alt 05.03.2017, 15:07   #14
schlaraffenland
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Hi SandraRight,

okay, dann bist Du also auch unter starker Belastung immer noch leistungs- und lernfähig. Ich wünsche Dir viel Erfolg bei Deinem Ziel eine Umschulung bewilligt zu bekommen. Ja, ich verstehe Dich. Irgendwann ist es zu spät für eine berufliche Umorientierung, deswegen sollte so etwas auch zeitnah passieren.

5 Wochen Reha-Aufenthalt für Dich, das kann aber auch als ein gutes Zeichen gewertet werden. Denn die Frau, von der ich vorhin berichtet hatte, die direkt von ihrer Arbeit zur Reha fuhr und direkt im Anschluss an die Reha wieder arbeiten gehen musste und mir zu Folge an einer Erschöpfungsdepression litt, der wurden nur 3 Wochen Reha-Aufenthalt bewilligt. Du bekommst also gleich am Anfang 2 Wochen mehr bewilligt. Da scheint der Kostenträger, die DRV, wohl erkannt zu haben, dass Du mehr Erholung/Rehabilitation brauchst als andere Leute, also kränker bist. Das kann man als ein gutes Zeichen werten.

LG + Kopf hoch.

schlaraffenland
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