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Start > > -> AVGS01 - Einzelcoaching - Wie weiter vorgehen?

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Alt 21.01.2017, 14:38   #1
Bahamut
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Bahamut Möchte sein Renommee nicht öffentlich anzeigen...
Standard AVGS01 - Einzelcoaching - Wie weiter vorgehen?

Hallo Leute.

Ich befinde mich gerade in einer ähnlichen Position wie der Threadersteller aus diesem Thread: https://www.elo-forum.org/weiterbild...ml#post2097956

Bei mir gibt es allerdings 2,3 Punkte, die sich etwas unterscheiden könnten und deshalb würde ich gern vorher euren Rat haben bevor ich irgendwas mache, was mich später in Schwierigkeiten bringen könnte.

Erst mal ein kleiner Text zu meiner Vorgeschichte. Der ist in meinen Augen relevant, damit ihr nachvollziehen könnt, wie ich in das Einzelcoaching reingerutscht bin.

Letztes Jahr im Februar gab ich meiner alten Sachbearbeiterin Bescheid, dass bei mir der Verdacht auf Asperger bestehen würde und ich deshalb einen Termin bei der Charité wahrnehmen würde. Ich bekam dann auch relativ schnell einen Termin im Sommer, der sich aber ein mal verschoben hatte weil an dem Tag des Termins kein Arzt zur Verfügung stand. Bei einem zweiten Termin klappte dann jedoch alles und man sagte mir, dass ich kein Asperger hätte, man dafür aber stark vermutet, dass ich an Hochsensibilität leiden würde (starke Reizüberflutungen durch zu viele Menschenmassen, Lärm, Geräusche, Gerüche etc. sind da so das Hauptsymptom). Man riet mir, zu einem Tiefenpsychologen zu gehen, da ich wohl auch seelische Leiden hätte, die die Hochsensibilität verstärken würde.

Also suchte ich nach Tiefenpsychologen, die sich in dem Gebiet auskennen und stellte fest, dass keiner darauf spezialisiert war. Bei einem normalen Psychologen war ich schon mal vor ein paar Jahren. Dort konnte mir aber nicht geholfen werden. Man teilte mir überall mit, dass die Forschung über Hochsensibilität noch nicht ausreichend genug sei, um eine klare Diagnose dafür stellen zu können.

Nun blieb mir also nichts anderes übrig, als auf einen neuen Termin beim Jobcenter zu warten.
Den bekam ich dann auch diese Woche. Zunächst mal wies man mir erneut eine neue Arbeitsvermittlerin zu (die Dritte seit Juni 2015). Zum Glück musste ich aber nicht schon wieder alles erneut erzählen, da alles im PC vermerkt gewesen ist (unter anderem auch die Auswertung des psychologischen Dienstes bei dem ich letztes Jahr gewesen bin). Ich unterhielt mich dann mit meiner neuen Arbeitsvermittlerin und das Verständnis war auch vorhanden. Sie wollte mich in nichts vermitteln, was mir zusätzlichen Stress beschert hätte (wegen ständigen Reisen in andere Bundesländer für Maßnahmen etc.).

Was dann zum Schluss dabei herausgekommen ist sind zwei Punkte...

1.) Man bot mir an, dass ich ein Einzelcoaching mitmachen könnte, wo ich für 2 Tage in der Woche hin müsste und das über einen Zeitraum von 8 Wochen. Die Arbeitsvermittlerin rief gleich beim Maßnahmeträger an und vereinbarte einen Termin für Montag. So ein Coaching habe ich 2011 schon mal gemacht und darüber dann auch damals einen Job gefunden. Allerdings hielt das nur ein Jahr, da ich eben aufgrund der Hochsensibilität viele Fehler gemacht habe, unkonzentriert war, zu langsam gearbeitet habe und nicht flexibel genug gewesen bin. Die Arbeitsvermittlerin meinte aber zu mir, dass sich seit 2011 ja einiges verändert hat, was so gesehen ja auch stimmt und man es deshalb erneut probieren könnte. Ihr müsst wissen, dass ich dann ab 2013 eine zweijährige Umschulung gemacht habe, die ich dann auch bestanden habe. Allerdings fand ich im Anschluss natürlich keinen Job.

2.) Sollte dabei nichts herauskommen überlegt man, einen Amtsarzt einzuschalten der dann darüber entscheiden soll, zu was ich überhaupt in der Lage bin und in welchen Jobs man mich einsetzen könnte bzw. ob es überhaupt Sinn macht zu versuchen, mich weiterhin zu vermitteln.

Ich war damit erst mal einverstanden. Die Personen vom Einzelcoaching kenne ich noch von 2011, mit ihnen kann man wirklich gut über alles Reden und deswegen habe ich da erst mal auch zugesagt und für Montag gleich einen Termin vereinbart bzw. die Arbeitsvermittlerin hat bei einem Maßnahmeträger angerufen. Ich habe mir erst mal kurz und bündig alles auf einer A4 Seite aufgeschrieben, was die Gründe dafür waren und sind, dass ich meine Jobs in der Vergangenheit nie lange behalten konnte und werde ihnen das so schildern in der Hoffnung, dass sie Verständnis zeigen und sagen, dass sie mich nicht vermitteln können oder, dass die Chancen schlecht stehen. Denn das werden sie eh. Seit ich mit der Umschulung fertig bin habe ich um die 150 Bewerbungen rausgeschickt und der Großteil davon hat noch nicht mal geantwortet.


Nun habe ich in dem Thread, den ich oben verlinkt habe gelesen, dass so ein AVGS01 mich nicht dazu verpflichtet, bei einem Maßnahmeträger zu unterschreiben sondern nur die Möglichkeit dazu besteht, sich einen zu suchen. Eine neue Eingliederungsvereinbarung besteht momentan noch nicht bei mir und die soll ich wohl erst bekommen, sofern ich beim Maßnahmeträger für das Einzelcoaching unterschrieben habe. Die würden das dann weiterleiten. Ich schätze mal, dass die sich schon abgesprochen haben, nachdem der Termin bei meiner Arbeitsvermittlerin vorbei war und ich das dann Montag gleich alles unterschreiben soll.

Meine Frage ist nun... Wie gehe ich da jetzt sinnvoll vor, ohne mir selbst in irgendeiner Form zu schaden? Dass ich eine neue Eingliederungsvereinbarung erst einmal mit nach Hause zum Prüfen nehme weiß ich ja, aber was ist mit dem Maßnahmeträger? Kann ich nach dem Gespräch ehrlich sagen, dass ich nicht daran glaube, dass das Coaching etwas bringt oder wird man mir das beim Jobcenter später so auslegen, dass ich nicht motiviert genug bin, einen Job zu finden? Ich bin mir sicher, dass der Maßnahmeträger sicherlich wieder etwas für mich finden würde (da es dann zunächst mal sowieso erst in ein 2 wöchiges Praktikum gehen würde) aber ich weiß auch, dass ich das eben wegen der Hochsensibilität nicht lange durchhalten werde.


Danke schon mal für eure Ratschläge.
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Alt 22.01.2017, 01:44   #2
Sonne11
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Standard AW: AVGS01 - Einzelcoaching - Wie weiter vorgehen?

Na dann ist es doch sinnvoll erst den "Amtsarzt" einzuschalten und zu wissen was zugemutet werden kann!

Und dann Maßnahmen anzubieten und anzutreten.

Und damit hast Du einen sehr guten Grund! Wie soll der MT anhand Deiner Einschränkungen mit Dir arbeiten? Willst Du alles persönliche verraten und streiten wenn man dich unbedingt vermitteln will, Du aber meinst es passe aus gewissen "Gründen" nicht??

Und ja, wenn Du eine Maßnahme über den freiwilligen und von Dir zu beantragenden AVGS machst, dann musst Du Vereinbarungen unterschreiben. Bin mir auch sicher, dass Schadensersatzklauseln enthalten sind. Dann braucht man einen sehr guten Grund um abzubrechen oder etwas abzulehnen. MT möchte ja sein Geld!
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Alt 22.01.2017, 03:26   #3
Bahamut
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Zitat von Sonne11 Beitrag anzeigen
Na dann ist es doch sinnvoll erst den "Amtsarzt" einzuschalten und zu wissen was zugemutet werden kann!

Und dann Maßnahmen anzubieten und anzutreten.

Und damit hast Du einen sehr guten Grund! Wie soll der MT anhand Deiner Einschränkungen mit Dir arbeiten? Willst Du alles persönliche verraten und streiten wenn man dich unbedingt vermitteln will, Du aber meinst es passe aus gewissen "Gründen" nicht??

Und ja, wenn Du eine Maßnahme über den freiwilligen und von Dir zu beantragenden AVGS machst, dann musst Du Vereinbarungen unterschreiben. Bin mir auch sicher, dass Schadensersatzklauseln enthalten sind. Dann braucht man einen sehr guten Grund um abzubrechen oder etwas abzulehnen. MT möchte ja sein Geld!


Die Sache, dass es sinnvoller wäre, zu erst einen Amtsarzt einzuschalten und dann zu schauen, was noch machbar ist halte ich ebenfalls für die bessere Variante. Nur das ging relativ schnell, wo das mit dem Einzelcoaching vorgeschlagen wurde und dann gleich dort bei einem MT angerufen wurde, weshalb ich gar nicht so schnell schalten konnte um das selbst zu äußern.

Die Frage ist nur, wie ich das jetzt am Montag (also Morgen) am Besten beim MT kommuniziere ohne, dass es so rüberkommt, als wäre ich nicht motiviert, um dieses Einzelcoaching anzunehmen? Die legen das ja dann gern so aus, auch wenn dieses Einzelcoaching eine freie Entscheidung von mir selbst ist.
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Alt 22.01.2017, 12:31   #4
Sonne11
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Standard AW: AVGS01 - Einzelcoaching - Wie weiter vorgehen?

Du hast keine Verpflichtungen gegenüber dem MT, gar keine! Das mit dem Termin ist natürlich sehr geschickt und so wie Du erkennst, dass alles nach Vorstellung des JC laufen soll, solltest Du die Sache nach Deiner Vorstellung laufen lassen. Es geht hier um Dich und nicht um Statistiken!

-Freundlich ist man zu Dir weil man Dich steuern möchte
-Du hast KEINE EGV die Dich zu etwas verpflichtet! (AVGS)
-Erst Gesundheit klären, dann Maßnahmen
-Ohne das zumindest vermutete Einschränkungen festgestellt worden sind "Amstarzt" sollte KEINE EGV vorgeschlagen oder abgeschlossen werden!

Man hat Dir keine Zeit gegeben, sondern geschickt sofort einen Termin mit MT vereinbart. Jetzt hattest DU die Zeit um zu überlegen. Also keinen Kopf machen!!

Wenn Du gaaaanz freundlich sein willst, kannst Du dem MT absagen. Begründung wäre: es gäbe noch etwas mit dem JC zu regeln! Du musst es aber nicht, hast keine Verpflichtungen gegenüber dem MT.

Dem JC mitteilen, dass verlangt wird die gesundheitlichen Einschränkungen feststellen zu lassen. Wenn Einschränkungen erkennbar sind, hat das JC kein Ermessensspielraum! Erwähnen kannst Du eben das Logische: AVGS möchtest Du nicht beantragen ( als "Wink" ) da Du nicht dem MT nicht festgestellte gesundheitliche Einschränkungen mitteilen kannst und musst, es also keine Diskussionen über die Zumutbarkeit geben darf, sondern diese vorher festgestellt werden sollen.

AVGS und EGV ist klar, wird dann so geregelt, dass wenn Elo die Maßnahme abbricht oder "Weisungen des MT" nicht befolgt und MT den Elo los werden möchte, sanktioniert werden kann.

Über "Motivation" kannst Du nachdenken, wenn deine vermuteten Einschränkungen festgestellt sind! Oder wie ich es Dir sehr wünsche, nicht festgestellt werden!
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Alt 22.01.2017, 13:01   #5
Bahamut
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Standard AW: AVGS01 - Einzelcoaching - Wie weiter vorgehen?

Alles klar, ich danke dir für die ausführliche Erläuterung.
Damit kann ich definitiv etwas anfangen.

Ich werde dann zumindest um einen guten Willen zu zeigen trotzdem Morgen beim MT vorbeischauen und das dann genau so erklären. Ist wohl auch am Besten, dann keine Unterlagen (die AVGS01) mitzunehmen. Und sollte ich tatsächlich eine EGV mitgeschickt bekommen werde ich diese wohl ablehnen mit der Begründung, dass es zunächst ratsamer wäre, sich erst um eine Feststellung darüber zu kümmern, in wie weit Einschränkungen bei mir vorgenommen werden müssten oder eben nicht.
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Alt 22.01.2017, 13:25   #6
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Wenn es das Einfachste ist, dann gehe hin, ist Deine Entscheidung, aber ein kurzer Anruf mit unterdrückter Nummer würde reichen! Du musst nichts unternehmen, den Termin hast nicht Du vereinbart!

Die EGV solltest Du nicht abwarten! Fordere die Untersuchung (Feststellung) doch vom JC! Auch wenn Du keine Behandlung oder Diagnosen hast, sollte man Einschränkungen durch die AfA (die leiten dies ein) feststellen lassen! Die SB kann sich dann auch nicht herausreden! Du musst nicht über Deine persönlichen Dinge mit SB reden! Diagnosen bekommen die nicht zu Gesicht!

Du füllst dann halt den Erklärungsbogen für die Untersuchung geschickt aus, damit man nicht nach Aktenlage entscheidet, sondern dich untersucht.

Kannst Dich auch hier wieder melden!
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Alt 22.01.2017, 13:34   #7
Bahamut
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OK dann hätte ich diesbezüglich nur eine Frage erst mal...

Wie genau läuft das ab mit dem Amtsarzt?
Muss ich da ein formloses Schreiben an das Jobcenter schicken oder gibt es dafür ein bereits vorgedrucktes Formular?
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Alt 22.01.2017, 13:44   #8
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Formloses Schreiben an das JC. Du schreibst es geschickt, damit man keine Ausrede findet!

"Wie mit Herrn/Frau besprochen FORDERE ich Sie auf meine vorhandenen und dem JC bekannten gesundheitlichen Einschränkungen und Beeinträchtigungen feststellen zu lassen, bevor Eingliederungsvereinbarungen angeboten und Maßnahmen zugewiesen werden" u.s.w.

Drehe das so, dass das JC, wenn es sich weigert Dich untersuchen zu lassen, sehr dumm dasteht, da das Alles schon sehr lange bekannt ist! Nachweislich zukommen lassen!

Denke Dir etwas schönes aus!

Dann kommen vom JC Forderungen für Entbindungen und Unterlagen, mehr zu Thema findest Du im Forum, allein wenn Du "Schweigepflichtentbindung" eingibst.

Dies macht man dann auch möglichst geschickt. Aber so weit ist es noch nicht.
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Alt 22.01.2017, 13:59   #9
Bahamut
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Ok, vielen Dank erneut für deine schnelle Hilfe.
Dann kann ich das Heute gleich noch alles erledigen und Morgen einreichen, super.

Wenn es etwas Neues zum Thema gibt, dann werde ich mich wieder melden.
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Alt 01.02.2017, 16:52   #10
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So, es gibt Neuigkeiten zum Thema.

Zunächst mal eine Informationen für alle Leute, die sich in einer ähnlichen Situation befinden...
Ein formloses Schreiben mit der Aufforderung, den ärztlichen Dienst einzuschalten ist wohl laut Aussage des SB's nichtig und wird IMMER abgelehnt. Das hängt wohl damit zusammen, dass der SB bzw. das Jobcenter selbst erkennen und darüber entscheiden müssen, ob es sinnvoll wäre, den ärztlichen Dienst überhaupt einzuschalten oder ob vorher noch andere Maßnahmen getroffen werden müssten.

Bei mir war es nun so, dass der Antrag zwar abgelehnt wurde, man sich aber nach langem Gespräch und entsprechenden Argumenten dennoch darauf einigen konnte, den ärztlichen Dienst einzuschalten.
Nun ist es so, dass ich wie von Sonne11 bereits erwähnt eine Schweigepflichtentbindung mitbekommen habe. Diese gelten für den behandelnden Arzt/Psychologen, der Rentenversicherung, Reha-Zentrum, MDK, Berufsgenossenschaft, den Arzt für das Gesundheitsamt, dem Sozialgericht und für den Arzt, der das Schwerbehindertenrecht durchführt.

Ich wurde darüber in Kenntnis gesetzt, dass ich davon nichts unterschreiben MUSS.
Wenn das der Fall sein sollte, dann werde ich zum Termin eingeladen und ärztlich als auch psychologisch begutachtet. Sollte ich doch etwas davon unterschreiben dann nur das, was halt auch zutreffend ist und dann würde man wohl nach Aktenlage entscheiden. Außerdem bekam ich noch einen Gesundheitsfragebogen mitgeschickt.

Meine Frage dazu: Es gab ein paar Dinge die ich aufgezählt habe, wo eine Diagnose vorliegt aber auch welche, wo keine vorliegt weil ich beispielsweise einen Psychologen in der Verwandtschaft habe und das dort alles privat abgelaufen ist. Wenn ich mich dafür entscheiden sollte, mich bei einem Termin untersuchen zu lassen, machen die das dann gründlich oder eher oberflächlich? Ich möchte nicht, dass man meinen Fall nach Aktenlage entscheidet weil ich so keine Möglichkeit bekomme, persönlich zu erklären, zu was ich mich noch in der Lage fühle und warum das so ist.

Außerdem bekam ich noch eine EGV mitgeschickt, die ich dann zusammen mit allen anderen Unterlagen so schnell wie möglich unterschrieben zurückbringen soll. Ich werde die EGV mal hochladen. Sie gilt nur für 3 Monate weil mein SB der Meinung ist, dass das mit dem ärztlichen Dienst keine 6 Monate gehen würde und nach einem Befund die EGV sowieso wieder abgeändert werden müsse.

Miniaturansicht angehängter Grafiken (Klicken = große Ansicht)
egv-februar1.jpg   egv-februar2.jpg   egv-februar3.jpg  
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Alt 01.02.2017, 19:18   #11
Kerstin_K
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Die EGV ist komplett ueberfluessig.
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Alt 01.02.2017, 19:33   #12
Bahamut
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Zitat von Kerstin_K Beitrag anzeigen
Die EGV ist komplett ueberfluessig.
Begründung?

Ich habe ja selbst nicht vor, die EGV zu unterschreiben, will wegen so einer kleinen EGV aber auch nicht gleich wieder zum Amtsgericht rennen. Denn als ich das mal getan habe wies man mich darauf hin, dass ich auch erst mal mit dem SB reden und sagen kann, welche Punkte mir nicht gefallen und man dann nach einem Kompromiss schaut. Soll heißen, dass ich trotzdem einen Grund dafür brauche, das nicht zu unterschreiben.
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Alt 01.02.2017, 19:51   #13
Kerstin_K
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Das ist sehr einfach: Eine EGV soll nur mit erwerbsfaehigen HE abgeschlossen werden. Deine Erwerbsfaehigkeit ist derzeit nicht geklaert, deshalb keine EGV.
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Alt 01.02.2017, 20:02   #14
Bahamut
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Zitat von Kerstin_K Beitrag anzeigen
Das ist sehr einfach: Eine EGV soll nur mit erwerbsfaehigen HE abgeschlossen werden. Deine Erwerbsfaehigkeit ist derzeit nicht geklaert, deshalb keine EGV.
Macht auf jeden Fall Sinn.
Dann hätte ich dazu aber noch eine weitere Frage...
Wenn ich jetzt meine Unterlagen, die ich mitbekommen habe alle ausfülle bzw. einen Teil davon nicht ausfülle/unterschreibe (die EGV und die Schweigepflichtentbindung) und das meinem SB gebe, dann wird er das ja sicher gleich noch vor Ort prüfen und entweder direkt persönlich fragen, was das für eine komische Begründung sein soll oder ich werde wieder Post mit einem nächsten Termin bekommen, wo dann danach gedrängelt wird, dass ich die EGV unterzeichne.

Bisher war es bei mir immer so, dass ich die erste Zeit meine EGV's unterschrieben habe und erst 1 mal beim Amtsgericht wegen einer EGV gewesen bin, die dann abgeändert wurde, ich dann aber trotzdem nach der Änderung unterschrieben habe. Wenn ich da jetzt gar nichts unterschreibe, dann können die meine Unterschrift auch irgendwie ohne meine Einwilligung erwirken habe ich hier schon öfters gelesen. Muss ich mich da auf irgendwas einrichten oder ist es üblich, dass ein SB das so hinnimmt, wenn man die EGV nicht unterschreibt?
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Alt 01.02.2017, 21:18   #15
yukiko
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deine Unterschrift kann niemand irgendwie "erwirken". Und es herrscht Vertragsfreiheit in Deutschland, jeder kann selbst entscheiden, was er unterschreibt und was nicht.

Wenn du die EGV nicht unterschreibst, kann der SB diesen nicht-unterschriebenen Vertrag per Verwaltungsakt erlassen. Das ist aber überhaupt kein Problem, im Gegenteil sogar viel besser als ein unterschriebene EGV (Vertrag), weil du dagegen rechtlich mit einem Widerspruch und ggf einer anschließenden Klage vorgehen kannst.

Diese Möglichkeit verschenkst du, wenn du einen EGV-Vertrag unterschreibst, weil du dich ja mit deiner Unterschrift mit allem einverstanden erklärst, was da drin steht. Deshalb ist es immer besser, den VA (ersetzenden Verwaltungsakt der EGV) abzuwarten, wenn du mit den Inhalten nicht einverstanden bist.
__

Das ist nur meine Meinung ohne Gewähr
~> "goldene Überlebensregeln":
1 Nur mit Beistand nach § 13 SGB X hingehen, alles mitschreiben
2 Nicht provozieren lassen, stets nach Rechtsgrundlagen fragen
3 Auf "heikle" Fragen mit Gegenfragen antworten
4 Alles schriftlich und nachweisbar kommunizieren
5 Bei "Unklarheiten" *Antrag auf Auskunft und Beratung nach §§ 13-15 SGB I* stellen
6 Das "Amt" mag keine Arbeit :bigsmile:
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Alt 02.02.2017, 14:09   #16
Sonne11
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Zitat von Bahamut Beitrag anzeigen

Bisher war es bei mir immer so, dass ich die erste Zeit meine EGV's unterschrieben habe und erst 1 mal beim Amtsgericht wegen einer EGV gewesen bin, die dann abgeändert wurde, ich dann aber trotzdem nach der Änderung unterschrieben habe. Wenn ich da jetzt gar nichts unterschreibe, dann können die meine Unterschrift auch irgendwie ohne meine Einwilligung erwirken habe ich hier schon öfters gelesen. Muss ich mich da auf irgendwas einrichten oder ist es üblich, dass ein SB das so hinnimmt, wenn man die EGV nicht unterschreibt?
Du meinst Sozialgericht? Das Amtsgericht hat damit nichts zu tun. Und bei Sozialgericht stellt man Anträge um etwas zu erwirken oder man klagt gegen etwas.

Dir wurde bestimmt erklärt und es steht auch auf einem Blatt, dass Du die ausgefüllten Unterlagen verschlossen an den SB reichen sollst! Diese gehen den SB nämlich nichts an! Wenn Du Ärzte von der Schweigepflicht entbinden WILLST, streichst Du den Text mit der Frist durch und trägst 2-3 Monate ein! Da steht nämlich etwas von 2-3 Jahren (Entbindung) und dieses sollte man nicht erlauben!

Schreibe in den Bogen, dass Du Diagnosen zum Untersuchungstermin mitbringen wirst! Keine beifügen!

Um tatsächlich untersucht zu werden solltest Du keine Krankheiten, also Diagnosen benennen, sondern die Einschränkungen ausführen! Schreibe viel rein! Dann wird man kaum nach Aktenlage beurteilen können!

Ein formloses Schreiben an das JC, mit einer Aufforderung ist also nichtig? Es ist eine Mitteilung, gerne kann man so etwas auch als Antrag formulieren! Da wollte nur jemand zeigen, dass du gefälligst nicht bestimmen sollst! Was soll den das JC selbst feststellen? Du sagst schon sehr lange, dass Einschränkungen vorhanden sind und es passiert nichts.
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