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Start > > -> Wurde aus Maßnahme rausgeworfen - was jetzt?

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Alt 06.01.2017, 19:19   #1
leon177
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Registriert seit: 19.12.2016
Beiträge: 17
leon177
Standard Wurde aus Maßnahme rausgeworfen - was jetzt?

Hallo,

als unwissender Neuling habe ich damals eine EGV mit Maßnahmeverpflichtung unterschrieben, an der Maßnahme teilgenommen, und die Maßnahmeverordnung mit Datenschutzverzichtserklärung unterschrieben (soviel zu der schlimmen Vorgeschichte).

Da es sich offenbar um eine sog. "sinnlose Maßnahme" handelte, habe ich auf Anraten eines Forenmitglieds dem Jobcenter einen Brief geschrieben um den bisherigen Maßnahmeverlauf darzulegen und einen Antrag auf Auskunft gestellt, worin das Jobcenter doch bitte "dezidiert, schriftlich, nachvollziehbar begründen und erläutern soll, inwieweit diese Maßnahme inklusive der Inhalte für mich als zielführend erachtet wird." Meine kurze Frist wurde (wahrscheinlich aufgrund der Feiertage und Jahreswechsel) nicht eingehalten, aber ich habe vor ein paar Tagen beim Maßnahmeträger mündlich erfahren (so ungefähr, Wortlaut weiß ich nicht mehr)
Zitat:
Ich habe mit XXXXX vom JC über Ihr Schreiben gesprochen. Die Maßnahme ist für Sie mit sofortiger Wirkung beendet. Sie dürfen jetzt gehen.
Das war vor paar Tagen, komischerweise habe ich bis heute nichts vom JC gehört. Ich habe natürlich Angst dass ich angelogen wurde, und wenn ich nächste Woche einfach fernbleibe mir dann prompt eine Leistungssperre reinfliegt. Leider gab es keine Zeugen als ich mündlich rausgeworfen wurde. Die Betreuerin hat mich sogar extra in ein Einzelzimmer beordert und die Tür zugemacht.
Was soll ich tun? So lassen, und mich nicht mehr drum kümmern? Eventuell initiativ auf das JC zugehen mit "wann darf ich mit der Bearbeitung meines Schreibens vom 2X.12.2016 rechnen?" Soll ich dem JC mitteilen dass ich rausgeworfen wurde? So wie ich es im Forum lese ist es ja gar nicht unwahrscheinlich dass ich bald ein Schreiben vom JC bekomme mit "ich habe erfahren dass Sie die Teilnahme an der Maßnahme verweigert haben, und deshalb kürze ich Ihre Leistungen...".
Soll ich jetzt auch schon vorsorglich dem Maßnahmeträger einen Widerspruch für die Datenschutzverzichtserklärung zukommen lassen, und ihm auffordern, all meine Daten zu löschen?

Danke
leon177 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 06.01.2017, 19:34   #2
Kalinda
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Beiträge: 70
Kalinda
Standard AW: Wurde aus Maßnahme rausgeworfen - was jetzt?

Hallo Leon,

ich bin zwar kein ELO, habe aber mittlerweile hier sehr viel gelesen (aus Interesse, weil man hier fürs Leben lernt!).
Von daher kann ich Dir schon mal eines deutlich sagen:

Alles was mündlich ist, ist für'n *****! (pardon)

Deswegen würde ich - an Deiner Stelle, erstmal so verfahren, als hätte es das Mündliche nie gegeben. Nur schriftliches zählt! Also agierst Du so, wie vorgehabt.

Zitat:
Eventuell initiativ auf das JC zugehen mit "wann darf ich mit der Bearbeitung meines Schreibens vom 2X.12.2016 rechnen?"
Wenn, dann NUR schriftlich!

Zitat:
Soll ich dem JC mitteilen dass ich rausgeworfen wurde?
Wenn, dann NUR schriftlich. Ich würd da aber erstmal abwarten, ob da eine Reaktion auf Dein Schreiben kommt. Waren ja erstmal viele Feiertage ...

Zitat:
Soll ich jetzt auch schon vorsorglich dem Maßnahmeträger einen Widerspruch für die Datenschutzverzichtserklärung zukommen lassen, und ihm auffordern, all meine Daten zu löschen?
Ich glaube es ist nicht schädlich, wenn man dem Maßnahmeträger schon mal seine Daten entzieht. Aber
bestimmt werden später noch die erfahrenen User hier was zu sagen und Ratschläge geben.
Kalinda ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 06.01.2017, 20:06   #3
Rotwolf
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Registriert seit: 25.07.2013
Beiträge: 741
Rotwolf Rotwolf Rotwolf Rotwolf Rotwolf Rotwolf
Standard AW: Wurde aus Maßnahme rausgeworfen - was jetzt?

Ob die Maßnahme sinnvoll ist, wird hier in #1 das JC gefragt.
Das ist auch gut so.

Zitat:

Eine vom Jobcenter angebotene Maßnahme zur Aktivierung und beruflichen Eingliederung in Arbeit muss hinreichend bestimmt und für den Antragsteller zumutbar sein.

Der Leistungsträger muss bei der Zuweisung zur Maßnahme sein Ermessen
ordnungsgemäß und erkennbar ausüben. SG Braunschweig, Beschluss vom 08.12.2014 - S 33 AS 653/14 ER

https://www.elo-forum.org/weiterbild...massnahme.html

Tacheles Rechtsprechungsticker KW 02/2015
Das heißt:
Das JC kann -hier- nur sanktionieren, wenn es darlegt welchen Grund es für die Maßnahme gibt und ob sie dir überhaupt in deiner jetztigen Lage was bringt.

Wahrscheinlich kann Dir das JC auf deine Anfrage dazu nichts begründen. Maßnahmeträger + JC haben sich abgesprochen. Deshalb - vermutlich - auch der Rauswurf beim Maßnahmeträger .
__

Lebe als Herrscher des Lebens und nicht als Sklave !
Rotwolf ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 06.01.2017, 20:13   #4
Aufgewacht
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Beiträge: 27
Aufgewacht
Ausrufezeichen AW: Wurde aus Maßnahme rausgeworfen - was jetzt?

Hallo,

ich bin zwar noch nicht lange hier, doch ich kann Deine Situation nachvollziehen, da ich in einer ähnlichen Situation bin. Nachdem was ich bislang an Literatur gelesen habe, kommt es auf den Charakter Deines SB beim JC an ... Ich lese leider haarsträubende Geschichten ... NIEMALS EGV UNTERSCHREIBEN; KEINE DATENSCHUTZERKLÄRUNG;

Folgendes würde mir durch den Kopf gehen ...
Wenn Du Dir keine Sperre leisten kannst bzw. riskieren willst, dann kümmer Dich darum, sonst wirst Du willkürlich gekümmert. Werde aktiv, auch wenn es Dir schwerfällt

Verschaffe Dir evtl. Zeit durch Deinen Arzt - lege Krankmeldung, z. B. wegen Orientierung... NIEMALS BURNOUT... vor. Lass Dir vom MT den Ausschluss schriftlich geben. Fordere es schriftlich mit Frist an. Mach Dir Notizen ...
Ich würde spätestens um 8 Uhr beim JC auf der Matte (und nen Beistand organisieren); sei wachsam, auch wenn der SB nett erscheint; wenn Du was nicht verstehst, Frage ... und frage, wie es weitergeht ...

Wenn SB nicht einsichtig ist und Sperre verhängt, .... Anhörungsbogen abwarten sofort ausfüllen und zurück damit - Kopien anfertigen ... Wenn Die Sperre da ist(Bescheid) - SOFORT - zum Sozialgericht und Einspruch/Klage einlegen - Wegen Mittellosigkeit... Schau, dass Du bei Gericht nen Juristen dabei hast ...
----> Besorge Dir schnellstmöglich die Literatur von Inge Hannemann ...Höchst interessant! Bilde Dich weiter
Viel Glück !!!
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Alt 06.01.2017, 20:14   #5
doppelhexe
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doppelhexe Enagagiertdoppelhexe Enagagiertdoppelhexe Enagagiertdoppelhexe Enagagiertdoppelhexe Enagagiertdoppelhexe Enagagiertdoppelhexe Enagagiertdoppelhexe Enagagiertdoppelhexe Enagagiertdoppelhexe Enagagiertdoppelhexe Enagagiert
Standard AW: Wurde aus Maßnahme rausgeworfen - was jetzt?

ICH persönlich würde ganz normal zur maßnahme gehen. und wenn ich drauf angesprochen würde, dann denen sagen, das mündlich leider nicht beweiskräftig ist und ich schon was schriftliches brauche über den abbruch der maßnahme durch den MT. datenlöschung-dingens gleich mitnehmen!

oder eben gleich beim jobcenter melden, das man "ohne angabe von gründen" rausgeworfen wurde, wohl aufgrund der anfrage ans jobcenter...

auf keinen fall würde ich einfach abwarten...
doppelhexe ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 06.01.2017, 20:23   #6
Rotwolf
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Beiträge: 741
Rotwolf Rotwolf Rotwolf Rotwolf Rotwolf Rotwolf
Standard AW: Wurde aus Maßnahme rausgeworfen - was jetzt?

Und Eins jetzt schon aus taktischen Gründen im Vorfeld:

Falls SB doch eine Sanktion Dir aufbrummt.
Du hast dann den Sanktionsbescheid im Sanktionszeitraum erhalten.
>
Also wenn die Sanktion am 1. Feb. 17 beginnt hast du den Sanktionsbescheid am 6. Feb. 17 erhalten.

Wichtig !!!
dabei ist, dass dieser Bescheid ohne Einschreiben oder sonstigen Postzustellungsnachweis vom JC versendet wird.
In den meisten Fällen kommt es ohne Zustellung.

Schau dir dazu Das mal an: https://www.elo-forum.org/erfolgreic...-erhalten.html

Die §§, rechtlichen Ausführungen u.s.w. aus dem Link werden dann für Widerspruch und Klage angepasst. Schreib mich privat an, wenn du diese Taktik mit den anderen Tipps später verwenden möchtest .
__

Lebe als Herrscher des Lebens und nicht als Sklave !
Rotwolf ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 07.01.2017, 10:48   #7
Simor
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Beiträge: 21
Simor Simor
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Hallo Leon,

mit exakt der gleichen Formulierung hatte mich die Lehrgangsleiterin der Firma Mikropartner in Stade auch aus der Hirnlos-Maßnahne entlassen. Allerdings vor versammelter Mannschaft (habe Zeugen).
Nun streite ich mich mit dem JC.

Das Ganze wird wohl vor dem SG geklärt werden.

Schau mal unter meinem Thread "Mikropartner eine Warnung" da habe ich alles dokumentiert.
Simor ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 07.01.2017, 13:28   #8
Solanus
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Solanus Möchte sein Renommee nicht öffentlich anzeigen...
Standard AW: Wurde aus Maßnahme rausgeworfen - was jetzt?

Zu erst einmal, Deine Mitteilung ans JC war gerechtfertigt und ist zulässig. Deswegen kann Dich keiner bestrafen.

Weiterhin unbedingt zur Maßnahme gehen. Wenn die Dich loswerden wollen, dann sollen sie es Dir schriftlich geben. Andernfalls dokumentierst Du Deine Bereitschaft zur Maßnahme durch Deine Anwesenheit.

Wollen die Dich trotzdem loswerden, dann müssen sie halt die Polizei rufen. Mehr als dass die Herren Dich hinaus begleiten passiert nicht, aber DU hast eine Tagebuchnummer unter der der Vorgang abgelegt wird. Diese müssen die Polizisten Dir mindestens mitteilen.

Wichtig immer bei solchen Dingen, die eigene Bereitschaft zur Maßnahme signalisieren....
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Alt 07.01.2017, 14:02   #9
yukiko
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Standard AW: Wurde aus Maßnahme rausgeworfen - was jetzt?

Hallo Leon,
Zitat:
habe ich auf Anraten eines Forenmitglieds dem Jobcenter einen Brief geschrieben um den bisherigen Maßnahmeverlauf darzulegen und einen Antrag auf Auskunft gestellt, worin das Jobcenter doch bitte "dezidiert, schriftlich, nachvollziehbar begründen und erläutern soll, inwieweit diese Maßnahme inklusive der Inhalte für mich als zielführend erachtet wird."
hast du goldrichtig gemacht! Nun bleib auf deiner Linie, dann hast du´s bald überstanden. Das JC wird sich voraussichtlich nicht melden, bis es weiss ob es dich sanktionieren werden kann. Das wird voraussichtlich der Fall sein, wenn du auf deren Falle reinfällst und dort nicht mehr erscheinst.

Deshalb JETZT umso wichtiger denn je: dort wieder aufzuschlagen und sich das eigene Erscheinen nachweisbar bestätigen oder (evtl durch Mitleidende) bezeugen zu lassen.

So wie meine Vorredner schon geschrieben haben: ignoriere das Gesagte, sondern schalte "auf Durchzug". Lass dir von denen schriftlich geben, dass du dort nicht erwünscht bist, und hab keine Angst falls sie die Polizei rufen. Im Gegenteil, denen kannst du dann auch erzählen, dass du dort sein MUSST, um einem Verwaltungsakt gerecht zu werden, um nicht sanktioniert zu werden. Und du möchtest dich daran nicht durch den MT behindern lassen, weil du sonst sanktioniert und in deiner Existenz bedroht wirst.

Du bist schon nah dran, jetzt mach keine Fehler, sonder weiter so! Lass dich von denen nicht einschüchtern, das ist alles Schall und Rauch und dir kann nichts passieren! Du "WILLST" schließlich an dieser Maßnahme teilnehmen, weil du dich "gesetzeskonform verhalten" willst

Lies dir evtl auch mal den Thread hier durch (zur Ermutigung):
https://www.elo-forum.org/erfolgreic...ktionslos.html

Und gegenüber dem JC würde ich - wie oben schon gesagt wurde - einn Beschwerdeschreiben absetzen mit der Frage, wie das jetzt weitergehen soll, und was das für ein komisches "Geschäftsgebahren" sei...

Ja und dem MT und dem JC die pauschale Datenweitergabe überflüssiger Daten schriftlich untersagen - sind 2 unterschiedliche Vorlagen hier on Board - bitte nicht verwechseln:
https://www.elo-forum.org/antraege-k...hilfesuchende/
__

Das ist nur meine Meinung ohne Gewähr
~> "goldene Überlebensregeln":
1 Nur mit Beistand nach § 13 SGB X hingehen, alles mitschreiben
2 Nicht provozieren lassen, stets nach Rechtsgrundlagen fragen
3 Auf "heikle" Fragen mit Gegenfragen antworten
4 Alles schriftlich und nachweisbar kommunizieren
5 Bei "Unklarheiten" *Antrag auf Auskunft und Beratung nach §§ 13-15 SGB I* stellen
6 Das "Amt" mag keine Arbeit :bigsmile:
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Alt 07.01.2017, 15:25   #10
gila
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gila Möchte sein Renommee nicht öffentlich anzeigen...
Standard AW: Wurde aus Maßnahme rausgeworfen - was jetzt?

Ich würde mich hier überhaupt nicht verrückt machen - auch "Elos" sind erwachsene mündige Menschen, denen im Zweifel auch Glauben geschenkt werden muss.
Wieso sollte jemand anzweifeln, dass eine Frau X (deren Namen du sicher hast) dir am XX.12. bei Vorsprache mitteilte, dass sie mit dem JC Rücksprache gehalten hat und man sei zu dem Schluß gekommen, dass du die Maßnahme nicht mehr besuchen musst.

Wieso wertest du das unbedingt als "Rauswurf"? Ich wäre hier ganz "naiv" und würde das als "gwünschtes Ergebnis" werten, nachdem dem JC auf dein Schreiben hin nix anderes eingefallen ist ... und würde dem JC dies kurz rückmeldend mitteilen so wie es war - Am XX.12. teilte mir Frau X. mit, sie habe bereits mit Ihnen RS gehalten und ich müsse an der Maßnahme nicht weiter teilnehmen. Ich gehe davon aus, dass dieses Gespräch mit Ihnen und Frau X. auf mein Schreiben vom 2X.12. stattfand.
Hierzu bitte ich noch um gfl. Beantwortung.
__

Wer berühmt genug ist, muss nicht fürchten, zur Vernunft gebracht zu werden.
aus: "Altersglück" - Vom Segen der Vergesslichkeit
Autor: Dietmar Bittrich (Gummibärchenorakel)
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Alt 07.01.2017, 16:36   #11
Pixelschieberin
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Pixelschieberin Möchte sein Renommee nicht öffentlich anzeigen...
Standard AW: Wurde aus Maßnahme rausgeworfen - was jetzt?

Ergänzend zu Gilas smart move:

Betreff: Eine arglose aber nachweisbare Sachstandsanfrage aus dem Anschreiben machen.
Tenor - ins Unreine gedichtet:
Zitat:
Frau Bla Sülz (Ansprechpartner bei Träger XY) teilte mir am dd.mm.yy mit, daß Sie (Name des SBs) mit ihr übereingekommen sind, daß meiner Anfrage vom dd.mm.yy hinsichtlich der der Maßnahme durch sofortige Beendigung derselben zu begegnen sei.
Je nach Temperament noch etwas Öl ins Feuer?
Gemessen an meinen Kenntnissen und Fähigkeiten wolle man sich nicht vorsätzlich gegen das Gebot der Wirtschaftlichkeit stellen.

Bedauerlicherweise liegt mir Ihre schriftliche Bestätigung noch nicht vor.
Bitte teilen Sie mir mit, ob die Auskunft, die ich von Frau Frau Bla Sülz erhalten habe, korrekt war.
Sollte das nicht der Fall sein, (wovon momentan nicht auszugehen ist,) bitte ich um zeitnahe Nachricht und Auskunft, wie ich mich zu verhalten habe.

Vorsorglich mache ich darauf aufmerksam, daß ich die lt. Gesetzgeber freiwillig abzugebende Einverständniserklärung zur Verwertung personenbezogener Daten, die den vom Gesetzgeber gesteckten Rahmen überschreiten, widerrufen - und somit untersagt habe.

MfG,
Der HE, der sich voller Vorfreude die Hände reibt
Selbstverfreilich muß der Widerruf/das Verbot nachweisbar abgesetzt werden.
Bei sowas bediene ich mich der Methode "doppelt gemoppelt".

Je nach Vertrauensbasis kannst du dem JC im selben Zug das selbe Verbot aussprechen.
Sicher ist sicher.
Spart Porto.


Falls SB das nächste Mal fragt:
- Zwecks Wahrung deiner Rechte auf informationelle Selbstbestimmung
- Du hast jetzt einen Eindruck gewonnen, an welche "Empfänger" deine Daten gestreut werden.
Am Tonfall zu hören, NICHT äußern: In diese Typen hast du das Vertrauen gänzlich verloren.
__

Mostly harmless...
„Willst du den Charakter eines Menschen erkennen, so gib ihm Macht.“ (A. Lincoln)
„Der Elo geht so lange zum JC, bis er bricht." (Aus unveröffentlichten Werken des 0zymandias)
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Alt 08.01.2017, 07:26   #12
leon177
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Beiträge: 17
leon177
Standard AW: Wurde aus Maßnahme rausgeworfen - was jetzt?

Vielen Dank an alle, Eure Antworten helfen mir sehr.

Die Verfahrensweise von gila und Pixelschieberin scheinen weniger konfrontativ und auch etwas weiterführender zu sein. Ich finde es ein wenig komisch gleich Waffen rauszufahren um auf Kriegskurs zu gehen, zumal ich bisher eigentlich recht "nett" behandelt wurde, und auch nicht wirklich den Eindruck gewinnen konnte dass die (JC und MT) mir richtig eins reinwischen wollen.

Ich werde die Papiere gleich fertigmachen und am Montag versenden.

Danke nochmal
leon177 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 08.01.2017, 12:58   #13
yukiko
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Standard AW: Wurde aus Maßnahme rausgeworfen - was jetzt?

Zitat von leon177 Beitrag anzeigen
Ich finde es ein wenig komisch gleich Waffen rauszufahren um auf Kriegskurs zu gehen,
Ich weiss nicht auf welchen Beitrag du dich beziehst, aber in #9 ging es mir eigentlich ganz schlicht um die Beweisbarkeit. Und da du selbst geschrieben hast, dass du keinerlei Zeugen für die Aussage des MT hast, KÖNNTE es sein, dass hinterher behauptet wird, dass solche Aussagen niemals getätigt worden sind. Das MUSS nicht passieren, wäre aber nicht das erste Mal, dass MTs sowas tun.

Das heisst, wenn du rein auf dieser nicht-nachweisbaren-mündlichen Aussage dort nicht mehr erscheinst, KÖNNTEST du ein Problem bekommen, weil MT und JC in sich in freundschaftlicher Allianz die Hände reibend einig darüber sein KÖNNTEN, dass du die Maßnahme "schuldhaft abgebrochen" hast...

Sicherlich stünde im Ernstfall "Aussage gegen Aussage". Aber dass die Aussage eines ELO vor Gericht die gleiche "Wertigkeit" hat wie die von mindestens 1 MT-SB, kann man dann nur hoffen

Ich finde, solche Unwägbarkeiten muss man nicht unbedingt provozieren oder riskieren, wenn sie sich auf einfache Art und Weise vermeiden lassen. Aber wenn du Lust auf, und die Nerven für solche "Pokerspiele" hast, dann nur zu

mir persönlich wäre es meine Nervenruhe wert, dort noch einmal aufzuschlagen und mich dummdreist dort wieder "einzugliedern" - wohlgemerkt entsprechend präpariert und nachweisbar...aber letzendlich entscheidest und trägst du die Konsequenzen selbst.

Zitat:
zumal ich bisher eigentlich recht "nett" behandelt wurde, und auch nicht wirklich den Eindruck gewinnen konnte dass die (JC und MT) mir richtig eins reinwischen wollen.
das stellt sich für mich aber ein wenig anders dar:
Zitat von #1
Ich habe natürlich Angst dass ich angelogen wurde, und wenn ich nächste Woche einfach fernbleibe mir dann prompt eine Leistungssperre reinfliegt. Leider gab es keine Zeugen als ich mündlich rausgeworfen wurde. Die Betreuerin hat mich sogar extra in ein Einzelzimmer beordert und die Tür zugemacht.
das findest du "nett"?

Nachtrag:
Zitat:
Ich finde es ein wenig komisch gleich Waffen rauszufahren um auf Kriegskurs zu gehen,
abgesehen davon, dass ich damit dann hier raus bin aus dem Thread, würde ich es abschließend noch ganz "nett" und fair von dir finden, wenn du noch kurz genauer erläutern würdest, wer dir dazu inwiefern geraten haben soll..
__

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Alt 08.01.2017, 13:58   #14
faalk
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Standard AW: Wurde aus Maßnahme rausgeworfen - was jetzt?

Zitat von leon177 Beitrag anzeigen
zumal ich bisher eigentlich recht "nett" behandelt wurde, und auch nicht wirklich den Eindruck gewinnen konnte dass die (JC und MT) mir richtig eins reinwischen wollen.
Merken, es gibt keine netten SBs. Das ist deren Taktik, damit der ELO um den Finger gewickelt wird. Trotzdem haben die SBs immer in Hintergrund "sparem,sparen,schnell los werden" wie auch immer.

Zu Anfang meiner ELO Zeit dachte ich auch, oh die SB ist aber nett. Fragte immer wie es einen den geht, ob man sonst noch Fragen hat etc. "weichspül" pp. Bis dann so das ca. erste halbe Jahr rum war, ohne vermittlung trotz dutzende von VV. Da hat sich die Stimmung der SB schlagartig geändert. Maßnahmen wurden auf den Tisch gehauen, samt Sanktion usw.

Seit dem Tag habe auch ich dann auch dank des belesens hier im Forum meine Taktik geändert. Die SBs suchen und suchen um den ELO das Leben noch schwerer zu machen.

Noch ist deine SB nett, kann sich aber schnell ändern. Vielleicht wird diese Änderung gerade durch dein Aktuelles "Problem" vollzogen.

Immer daran denken. Nett ist die kleine Schwester von Sch.....
faalk ist gerade online   Mit Zitat antworten
Alt 08.01.2017, 14:49   #15
Pixelschieberin
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Standard AW: Wurde aus Maßnahme rausgeworfen - was jetzt?

Zitat von leon177 Beitrag anzeigen
[...] Die Verfahrensweise von gila und Pixelschieberin scheinen weniger konfrontativ [...]
Das täuscht.
Feg mal das auf freundlich getrimmte rhetorische Beiwerk weg.
Dann siehst du die abisolierten Leitungen zwischen den Zeilen hervorblitzen.

Es gibt bei derartigen Intrigen mehrere Herangehensweisen.
Ich hätte keinen Nerv, mich den Amigos ohne Beistand zu stellen.
Nicht, wenn es auch anders geht.
Die Gefahr, daß unisono mehrere "Honoratioren" gegen mich aussagen werden, wäre mir zu groß.
Natürlich kann ich die Glaubwürdigkeit lohnabhängiger Beschäftigter anzweifeln.
Aber murmle ich bei Gericht "Schulterschluß", laufe ich Gefahr, als Konspirationstheoretiker abgestempelt zu werden.

Daß die sich absprechen, wissen alle. Nur wird das keiner zugeben!

Deshalb bevorzuge ich eine nachweisbare Korrespondenz, die den Spielball/Bumerang im gegnerischen Feld hält.
Wenn ich die Allianzen noch durch - nun aktenkundige - Reporte spalten kann, wo wenigstens einer die Hosen runter lassen/Farbe bekennen muß: um so besser.

Bei Gilas und meinem Vorschlag ist hoffentlich nachzuvollziehen, daß der HE auf die Beratungs- und Auskunftspflicht seines SB abzielt.
Wenn der nicht antwortet, ist's im Sanktionsfall am Richter, zu entscheiden, wer welche Pflichten versäumt hat.
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Alt 08.01.2017, 16:38   #16
yukiko
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Standard AW: Wurde aus Maßnahme rausgeworfen - was jetzt?

Zitat von Pixelschieberin Beitrag anzeigen
Bei Gilas und meinem Vorschlag ist hoffentlich nachzuvollziehen, daß der HE auf die Beratungs- und Auskunftspflicht seines SB abzielt.
Wenn der nicht antwortet, ist's im Sanktionsfall am Richter, zu entscheiden, wer welche Pflichten versäumt hat.
Abzielen heisst nicht treffen und wir haben alle schon Pferde vor Apotheken k... aber was soll das

versteh schon was du meinst und soweit sind wir garnicht "auseinander", zumal wir uns darüber einig sind, nach Möglichkeit der größtmöglichen Nervenschonung handeln zu wollen wobei mein "Vorschlag" halt darauf abzielt, dem ganzen Amigo-Clan inkl. evtl. Gerichtsbarkeiten von VORNHEREIN den Wind aus den Segeln zu nehmen.

Scheint zwar erstmal kurzfristig-vordergründig etwas stressiger zu sein, würde mir persönlich nach 1 "vollbrachten Aktion" daraufhin aber langfristig einen wesentlich entspannteren Schlaf verschaffen so ist halt jeder anders gestrickt^^.

P.S.: ich würde mir für den nächsten Termin beim MT zudem noch zusätzlich nen netten Menschen als psychisch-moralischen Beistand zumindest vor der MT-Haustür "parken", der im Notfall evtl. per Telefon herbeizitiert werden kann - als Deeskalations-Zwischen-Strategie sozusagen.
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Das ist nur meine Meinung ohne Gewähr
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1 Nur mit Beistand nach § 13 SGB X hingehen, alles mitschreiben
2 Nicht provozieren lassen, stets nach Rechtsgrundlagen fragen
3 Auf "heikle" Fragen mit Gegenfragen antworten
4 Alles schriftlich und nachweisbar kommunizieren
5 Bei "Unklarheiten" *Antrag auf Auskunft und Beratung nach §§ 13-15 SGB I* stellen
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Alt 09.01.2017, 10:20   #17
gila
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gila Möchte sein Renommee nicht öffentlich anzeigen...
Standard AW: Wurde aus Maßnahme rausgeworfen - was jetzt?

Zitat von leon177 Beitrag anzeigen
Vielen Dank an alle, Eure Antworten helfen mir sehr.

Die Verfahrensweise von gila und Pixelschieberin scheinen weniger konfrontativ und auch etwas weiterführender zu sein. Ich finde es ein wenig komisch gleich Waffen rauszufahren um auf Kriegskurs zu gehen, zumal ich bisher eigentlich recht "nett" behandelt wurde, und auch nicht wirklich den Eindruck gewinnen konnte dass die (JC und MT) mir richtig eins reinwischen wollen.

Ich werde die Papiere gleich fertigmachen und am Montag versenden.

Danke nochmal
Aus jahrelangen eigenen Erfahrungen ist eine Vorgehensweise (zunächst mal) "1:1" sicherlich erstmal das, was "logisch und vernünftig" erscheint - gleichzeitig protokollierende Funktion hat und das eigene Bemühen um Klarheit und "Pflichtbewusstsein" zeigt.

Auch mit Blick auf eine "eventuelle" und "könnte"-Situation sowie auf eine "eventuelle" Vorlage bei einem Gericht - "sollte" da was "absichtlich" oder nicht "missverstanden" oder "schikanös" gehandhabt werden, wird sich eine - zunächst mal - eher nüchterne Vorgehensweise mit nachweislichem Schriftverkehr/Protokoll ganz sicher als vorteilhafter erweisen.

Man kann nicht auf jede "könnte"-Situation präpariert vorgehen, da auch jeder der Beteiligten anders gestrickt ist und man letztlich nicht weiß, was wirklich an Echo zurück kommt.
Und wenn du bisher einen eher "guten Draht" hattest und bisher im Großen und Ganzen "korrekt" behandelt wurdest (auch wenn das mit einer nicht passenden Maßnahme sicher nicht ganz "korrekt" war, sondern eher dem Druck geschuldet, der auf dem JC-SB vielleicht lastet) - muss ja nicht von DIR nun eine andere Linie eingeläutet werden. Dass du den "Mumm" hattest, den Maßnahmequatsch schriftlich zu kritisieren, "könnte" ja schon allein für ein "Unwohlsein" beim SB sorgen - welcher Art auch immer ... ergäbe erneuten Raum für seitenlange Spekulationen.

Viele andere lassen das über sich ergehen - oder meckern wochenlang hier um - TUN aber nichts dergleichen, um einen offensichtlichen Kappes (i.V.m. Steuergeldverschwendung!) qualifiziert zu hinterfragen.

Aber zunächst ist die Situation wie sie IST - und du machst sie nun einfach sachlich "aktenkundig".
Der SB ist am Zug. Man wird SEHEN, wie er darauf eingeht und DANN ist noch genug Raum für weitere "Krieglisten".
__

Wer berühmt genug ist, muss nicht fürchten, zur Vernunft gebracht zu werden.
aus: "Altersglück" - Vom Segen der Vergesslichkeit
Autor: Dietmar Bittrich (Gummibärchenorakel)
gila ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 13.01.2017, 21:56   #18
leon177
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leon177
Standard AW: Wurde aus Maßnahme rausgeworfen - Merkwürdige Antwort erhalten

Danke für die Antworten, und entschuldige meine unpräzisen Kommentare, die waren unangebracht und haben unnötig Ärger verursacht.
Ich habe das mit der Sachstandsfrage als Alternative zur "einfach ganz normal weiter zur Maßnahme hingehen, obwohl ich rausgeworfen wurde" vorgezogen, weil ich es nunmal besser fand da nicht nochmal hinzugehen, und ich auch mit einem halbwegs lächelndem Tschüss verabschiedet wurde.

Ich hatte den "netten" Eindruck vom SB/MT weil man mich nicht beleidigt und nicht angeschrien hat, und die Aktivitäten, auch wenn sie sinnlos waren, eigentlich erträglich waren. Dass das aber eine Fassade ist merke ich jetzt auch. Möglicherweise hat sich die Stimmung aber auch, wie gila vermutet, erst mit der "Beschwerde" gekippt - auch wenn ich das nicht als Beschwerde gemeint habe. Ich bin ja generell nicht faul oder unmotiviert, ich sehe auch Handlungsbedarf um aus der Bedürftigkeit rauszukommen, die EGV habe ich mehr oder weniger freiwillig vor Ort unterschrieben. Ich war nur der Meinung dass die Inhalte zumindest nicht sonderlich zielführend waren, und da ich ja möglichst schnell voran komme möchte, ohne meine Zeit und Energie mit sinnlose Maßnahmeaktivität zu verschwenden, habe ich da eine Anfrage gestellt.

Aber zurück zum Thema:

Ich habe dort hingeschrieben, und eine merkwürdige Antwort erhalten.
Erstmal was ich der SB geschrieben habe (fast exakt von Pixelschieberin übernommen):
Zitat:
Sehr geehrte SB,

Frau XXX (Ansprechpartner bei Träger YYY) teilte mir am XX.01.2017 mit, dass Sie mit ihr übereingekommen sind, dass meiner Anfrage vom 2X.12.2016 hinsichtlich der Maßnahme durch sofortige Beendigung derselben zu begegnen sei.

Bedauerlicherweise liegt mir Ihre schriftliche Bestätigung noch nicht vor.
Bitte teilen Sie mir mit, ob die Auskunft, die ich von Frau XXX erhalten habe, korrekt war.
Sollte das nicht der Fall sein, (wovon momentan nicht auszugehen ist,) bitte ich um zeitnahe Nachricht und Auskunft, wie ich mich zu verhalten habe.

Mfg,
Als komische Antwort erhielt ich kurz und knapp:
Zitat:
Anfrage Bescheid -Beendigung Maßnahme

Ihre Anfrage zu einem schriftlichen Bescheid bezüglich der Beendigung der Maßnahme kann derzeit nicht erfolgen. Die Maßnahme wurde zum XX.01.2017 beendet. Die Maßnahme wurde über die Eingliederungsvereinbarung vereinbart. Demnach können nur über eine neue Eingliederungsvereinbarung neue Ziele vereinbart werden, welche wir beim Termin persönlich besprechen werden.
Ich habe auch die Einladung mit RFB (Meldepflicht, Sanktionsandrohung) für nächste Woche erhalten.

Meine Fragen:
1. Ich habe doch gar nicht nach einem Bescheid gefragt? Und die SB bestätigt mir ja mit dem Schreiben doch sowieso schon, dass die Maßnahme beendet wurde, auch wenn etwas komisch formuliert.

2. Wie es aussieht geht es mit einer neuen EGV weiter, wahrscheinlich komme ich dann in die nächste Maßnahme? Irgendwelche Tipps? Diesmal EGV zur Prüfung mitnehmen und nicht unterschreiben? Ich habe schon konkrete Pläne für die Zukunft (wodurch ich erstmal kein ELO mehr wäre), soll ich die auch erläutern, oder das Gespräch einfach auf mich wirken lassen?

Danke.
leon177 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 14.01.2017, 05:57   #19
Kerstin_K
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Standard AW: Wurde aus Maßnahme rausgeworfen - was jetzt?

EGV niemals sofort vor Ort unterschreiben.
Kerstin_K ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 14.01.2017, 13:51   #20
Pixelschieberin
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Pixelschieberin Möchte sein Renommee nicht öffentlich anzeigen...
Standard AW: Wurde aus Maßnahme rausgeworfen - was jetzt?

Mach dich im Dunstkreis des JC vom bisher Gelernten frei.
Insbesondere was soziale Kompetenzen angeht, Fairness und wirtschaftiches Handeln.
So wenig wie möglich aus dem Nähkästchen plaudern.
Es wird gegen dich verwendet werden, sobald sich die Chance bietet.
SBs werden dich ohne mit der Wimper zu zucken hin hängen sobald deren Chefs mit dem Zaunpfahl "Zeitvertag? Verlängerung? Wenn nicht so-und-so?" winken.

Meine Erfahrung:
Gespräche mit JC-SBs und deren Amigos sind unkontrollierbarer als wenn du "Blöd"-Reportern Interviews gäbst.
Wer Akteneinsicht beantragt, wundert sich stets, welche Einschätzungen über ihn zu Papier gebracht wurden.
Dabei ist völlig irrelevant, ob der Verfasser ihm je das Wasser wird reichen können.
Säße SB sonst DORT?
Wer zu Schnappatmung auf Grund von Empörung neigt, erspart sich diese Nachforschung - sollte sie lediglich auf Neugier basieren.
Mir reichten die Einlassungen, verfaßt von Klippschule-Unterkante-Oberlippe-Geschafft-Absolventen, die ich in der Gerichts-Korrespondenz zu sehen bekam.
Darin wurde sich tatsächlich darüber beklagt, was vermeintlich zwischen den Zeilen meiner Briefe hervorsprang. Ich würde behaupten, der Träger-Fuzzi, der mich kraft seiner Wassersuppe mit negativen Adjektiven belegen durfte, habe keine Ahnung. (Von was auch immer, ließen sie offen)
Nichts lag mir ferner. Sowas würde ich NIE bahaupten.


Mein Fazit:
Absurdes Theater ist nachvollziehbarer.
__

Mostly harmless...
„Willst du den Charakter eines Menschen erkennen, so gib ihm Macht.“ (A. Lincoln)
„Der Elo geht so lange zum JC, bis er bricht." (Aus unveröffentlichten Werken des 0zymandias)
Pixelschieberin ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 14.01.2017, 15:21   #21
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Standard AW: Wurde aus Maßnahme rausgeworfen - Merkwürdige Antwort erhalten

Ich versuche mal, dieses vertrocknete Schriftwerk satzweise zu übersetzen:
Zitat:
Ihre Anfrage zu einem schriftlichen Bescheid bezüglich der Beendigung der Maßnahme kann derzeit nicht erfolgen.
"Ihre Anfrage ... kann nicht erfolgen..." als Antwort auf eine Anfrage?
Meine Synapsen geraten durcheinander, wenn ich den Sinn dieses Satzes ergründen will.
Zitat:
Die Maßnahme wurde zum XX.01.2017 beendet.
Ohne Begründung läßt der Schreiber alle Optionen offen. Eine Taktik, um durch Ungewißheit Angst zu erzeugen.
Zitat:
Die Maßnahme wurde über die Eingliederungsvereinbarung vereinbart.
Hier wird die Drohung schon etwas offener. Der Schreiber erhöht das Angstpotential und erinnert vorbereitend an die Vereinbarung.
Zitat:
Demnach können nur über eine neue Eingliederungsvereinbarung neue Ziele vereinbart werden, welche wir beim Termin persönlich besprechen werden.
Offensichtlich die Vorbereitung auf den Abschluß einer neuen EGV.
Zitat von leon177 Beitrag anzeigen
Ich habe auch die Einladung mit RFB (Meldepflicht, Sanktionsandrohung) für nächste Woche erhalten.
Was steht denn als Meldezweck in dieser Vorladung?
Zitat von leon177 Beitrag anzeigen
Wie es aussieht geht es mit einer neuen EGV weiter, wahrscheinlich komme ich dann in die nächste Maßnahme?
Irgendwelche Tipps? Diesmal EGV zur Prüfung mitnehmen und nicht unterschreiben?
Was Ziele und Inhalt einer neuen EGV betrifft kann Dir hier keiner voraussagen.
Für die sog. EGV sollte man generell sein Recht auf Gewährung einer Prüfungsfrist (diese beträgt i.d.R. 14 Tage) einfordern und wahrnehmen.
Selbst wenn man teilweise mit deren Inhalt einverstanden ist, so tangiert Dich alleine die regelmäßige RFB einer EGV grundsätzlich in Deinen Rechten.
Oder bist Du mit den Sanktionsandrohungen tatsächlich einverstanden?
Daß es sich um einseitige Vereinbarungen handelt, erklärt doch schon die Auferlegung als VA bei Nichteinverständnis.
Wenn Du also nicht unterschreibst, erhälst Du Dir zumindest das Recht, gegen den ersatzweise erlassenen VA vorzugehen.
Was Deine konkreten Pläne angeht, hat das @Pixelschieberin deutlich auf den Punkt gebracht.
Zitat von Pixelschieberin Beitrag anzeigen
So wenig wie möglich aus dem Nähkästchen plaudern.
Es wird gegen dich verwendet werden, sobald sich die Chance bietet.
Zeitkind ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 14.01.2017, 17:59   #22
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Standard AW: Wurde aus Maßnahme rausgeworfen - was jetzt?

Habe mir ähnliches zwischen den Zeilen wie Aufgewachter gedacht, bei folgendem Punkt sogar noch einen Zacken schärfer:

Zitat:
Demnach können nur über eine neue Eingliederungsvereinbarung neue Ziele vereinbart werden
Sagt für mich aus, es besteht eine EGV, diese beinhaltet die Teilnahme an der Maßnahme <<< neue Ziele können nur über eine neue EGV vereinbart werden, aber wohl nicht über eine Beendung, von wem auch immer.

Zitat:
welche wir beim Termin persönlich besprechen werden
Im schlimmsten Fall wird man beim nächsten Termin: Abbruch durch Elo vorsetzen, sollte dem so sein, äußere Dich nicht dazu und nimm so wie so einen Beistand mit.

"Ich möchte mich dazu nicht mündlich äussern, bitte schicken Sie mir diesen Vorwurf schriftlich zu"
__

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Viele Grüße,
DoppelPleite
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Alt 14.01.2017, 22:58   #23
leon177
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leon177
Standard AW: Wurde aus Maßnahme rausgeworfen - was jetzt?

Danke für die Hinweise.

Zitat:
Was steht denn als Meldezweck in dieser Vorladung?
Scheint ein Standardvordruck zu sein:
Zitat:
Bitte kommen Sie zum unten genannten Termin in das JC XXXXX
dd.mm.2017 um YY Uhr Raum ZZ.
Ich möchte mit Ihnen Ihre aktuelle berufliche Situation besprechen.
Dies ist eine Einladung nach § 59 SGB II in Verbindung mit § 309 Abs. 1 SGB III.
usw.
Ich glaube auch dass ich beim 1. Mal zu naiv war mit "oh, Sie wollen mir helfen? Ein Projekt das mir beim Bewerbungsschreiben hilft? Das klingt gut, und da ich zurzeit sowieso nichts zu tun habe nehme ich auch gerne daran teil..." (lacht mich ruhig aus, aber so erscheint es dem ELO-Neuling nunmal wenn plötzlich eine EGV angeboten wird)
Diesmal werde ich mich besser verhalten.
leon177 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 15.01.2017, 16:27   #24
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Standard AW: Wurde aus Maßnahme rausgeworfen - was jetzt?

Ich habe den Thread nur überflogen, vielleicht wurde das schon angemerkt:

Zitat:
Ich habe mit XXXXX vom JC über Ihr Schreiben gesprochen. Die Maßnahme ist für Sie mit sofortiger Wirkung beendet. Sie dürfen jetzt gehen.
Ich verstehe das nicht Recht. Du setzt ein Schriftstück auf, was für das Jobcenter bestimmt ist und erfährst vom Träger, daß man über dein Schriftstück für das JC gesprochen hat? Das JC reicht hier dein Schriftstück einfach an einen Dritten weiter? War dein Schriftstück für das JC für den Träger via Weiterleitung bestimmt? Mit dem Datenschutz wird das nicht vereinbar sein, Korrespondenz einfach weiter zu reichen, meine persönliche Meinung.
__

DonOs ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 15.01.2017, 16:34   #25
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Standard AW: Wurde aus Maßnahme rausgeworfen - was jetzt?

Zitat von DonOs Beitrag anzeigen



Ich verstehe das nicht Recht. Du setzt ein Schriftstück auf, was für das Jobcenter bestimmt ist und erfährst vom Träger, daß man über dein Schriftstück für das JC gesprochen hat? Das JC reicht hier dein Schriftstück einfach an einen Dritten weiter? War dein Schriftstück für das JC für den Träger via Weiterleitung bestimmt? Mit dem Datenschutz wird das nicht vereinbar sein, Korrespondenz einfach weiter zu reichen, meine persönliche Meinung.
Über ein Schriftstück kgesprochen heisst ja nicht, dass das JC das Schriftstück weitergegegeben hat. Das kann ja auch so gelaufen sein, dass das JC sich mit dem MT in Verbindung gesetzt hat so in der Art: "Herr X hat uns geschrieben und sich beschwert über folgende Dinge. Was ist da gelaufen? Wie stellt sich das aus ihrer Sicht dar?"
__

Viele Grüße aus Hannover
Kerstin_K ist offline   Mit Zitat antworten
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