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Alt 06.01.2017, 12:25   #1
Pascal88
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Registriert seit: 29.08.2015
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Pascal88
Standard Probearbeit bezahlen lassen ohne Verainbarung

Hey Leute.

Habe von mitte Novemver bis anfang Dezember Probearbeiten gemacht. Es wurde nichts Unterschrieben und es gab absolut keine Vereinbarungen.

Nun höre und lese ich das man Probearbeiten bezahlen lassen ann und selbst meine Mutter sagte mir das ich nach dem 2ten Tag Geld verlangen kann.

Nun habe ich gelesen das ich, selbst wenn nichts vereinbart wurde, üübllichen Lohn fordern kann.

Weiß da jemand was genaueres?

grüße
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Alt 06.01.2017, 13:55   #2
jockel
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jockel jockel jockel jockel jockel jockel jockel jockel jockel jockel jockel
Standard AW: Probearbeit bezahlen lassen ohne Verainbarung

Zitat von Pascal88 Beitrag anzeigen
Hey Leute.

Habe von mitte Novemver bis anfang Dezember Probearbeiten gemacht. Es wurde nichts Unterschrieben und es gab absolut keine Vereinbarungen.

Nun höre und lese ich das man Probearbeiten bezahlen lassen ann und selbst meine Mutter sagte mir das ich nach dem 2ten Tag Geld verlangen kann.

Nun habe ich gelesen das ich, selbst wenn nichts vereinbart wurde, üübllichen Lohn fordern kann.

Weiß da jemand was genaueres?

grüße
Kostenloses Praktikum oder Probearbeiten oder wie man diesen Mist auch immer bezeichnet, ist rechtswidrig.

Probearbeiten muß auf Grundlage eines schriftlichen Probearbeitsvertrag immer bezahlt werden.

Kostenlose Firmenpraktikas kann es in Ausnahmefällen geben, wenn Du in Ausbildung als Azubi oder Student bist und Lehrgeld oder Stipendium erhälst. Mindestens muß es eine Aufwandsentschädigung geben.

Hast Du die Ausbildungsnachweise bereits in der Tasche, dann dienen diese Praktikas nicht mehr der Ausbildung und müssen voll bezahlt werden oder es zählt zum kriminellen Unternehmerverhalten, was strafbar ist - Stichwort Wucher.

Kostenloses Praktikum oder Probearbeiten - Wie lange kannst Du ohne Arbeitsverdienst überleben? Kannst Du umsonst in einen Supermarkt "einkaufen gehen", die Waren aus den Regalen holen und ohne Bezahlung an der Kasse vorbeimaschieren nur weil ein Arbeitgeber raffgierig ist? Kannst Du Dich in eine Wohnung umsonst einmieten?

Da würde man Dich Dieb und Räuber nennen.l

Arbeiten lassen ohne Gegenleistung - ist kriminelles Unternehmehmerverhalten - ist Wucher und Diebstahl Deiner Arbeitskraft. Der Arbeitgeber wird zum kriminellen Spekulanten, Wucherer und Dieb.

Das geht alles nicht kostenlos! Also verlangt jede Leistung sofort eine Gegenleistung - so müßte der Normalzustand sein. Dieses kostenlos Arbeiten ist eine bodenlose Frechheit der Unternehmer - die pure Ausbeutung und Unterdrückung.

Grundsätzlich - man arbeitet nicht für einen Handschlag umsonst - das ist von Seiten des Unternehmers außerdem eine organisierte Steuerhinterziehung und Hinterziehung von Sozialversicherungsbeiträgen zur Kranken-, Pflege-, Renten-, Arbeitslosen- und Unfallversicherung und es ist vom Unternehmer ein krimininelles Verhalten - eben Schwarzarbeit - auch Sittenwidriges Rechtsgeschäft durch Lohn-Wucher genannt (siehe § 138 BGB und § 291 StGB).

Also grundsätzlich arbeitet man nur gegen einen schriftlichen Arbeitsvertrag und nie anders. Das zur eigenen Sicherheit.

Zitat:
Was gehört mindestens inhaltlich in einen schriftlichen Arbeitsvertrag?
  • Der eigene Name und Anschrift sowie Name und Anschrift des Arbeitgebers
  • Der Beginn des Arbeitsverhältnisses
    • Bei befristeten Arbeitsverhältnissen: die vorhersehbare Dauer des Arbeitsverhältnisses
  • Der Arbeitsort oder, falls Du nicht nur an einem bestimmten Arbeitsort tätig sein sollest, ein Hinweis darauf, dass Du an verschiedenen Orten beschäftigt wirst
  • Eine kurze Charakterisierung oder Beschreibung der von Dir zu leistenden Tätigkeit (nennt man auch Arbeitsplatz- oder Stellenbeschreibung)
  • Die Zusammensetzung und die Höhe des Brutto-Arbeitsentgelts
    • einschließlich der Zuschläge, der Zulagen, Prämien und Sonderzahlungen sowie anderer Bestandteile des Arbeitsentgelts und deren Fälligkeit
  • Die vereinbarte tägliche und wöchentliche Arbeitszeit
  • Die Dauer des jährlichen Erholungsurlaubs
  • Die Fristen für die Kündigung des Arbeitsverhältnisses
  • Ein in allgemeiner Form gehaltener Hinweis auf die Tarifverträge, Betriebs- oder Dienstvereinbarungen, die auf das Arbeitsverhältnis anzuwenden sind
Weitere typische Inhalte eines Arbeitsvertrages
  • Dauer einer vereinbarten Probezeit
  • Kündigungsfrist während der Probezeit
  • Hinweis auf Pflicht, Überstunden zu leisten
  • Hinweis auf Anzeige- und Nachweispflichten bei Arbeitsverhinderung
Weitere spezielle Regelungen wie z.B. für die Überlassung eines Dienstfahrzeuges

Auch wenn es keine gesetzliche Schriftform für Arbeitsverträge gibt, schon aus Beweisgründen solltest Du nie auf einen schriftlichen Arbeitsvertrag verzichten. Oder wie willst Du sonst beweisen, dass (bei einer 6-Tage-Woche) z.B. nicht der gesetzliche Urlaubsanspruch von 24 Werktagen vereinbart wurde, sondern dass Du 30 Tage Urlaub vereinbart hast?

Wichtig: Befristung nur in schriftlicher Form wirksam

Bei befristeten Arbeitsverträgen ist in § 14 Abs. 4 Teilzeit- und Befristungsgesetz ausdrücklich vorgeschrieben, dass die Befristung nur wirksam ist, wenn sie in Schriftform erfolgt ist. Mündlich vereinbarte Befristungen sind daher unwirksam.

Die Folge: Der Arbeitsvertrag besteht insgesamt, allerdings als unbefristeter Vertrag. Für den Arbeitgeber ist es dann deutlich schwerer sich von Dir zu trennen. Du solltest also nicht zu intensiv nachfragen, wenn Du die mündlich vereinbarte Befristung im Arbeitsvertrag nicht findest. Ein unbefristester Arbeitsvertrag ist die Grundform und jedesmal besser als eine Befristung.

Quelle: Welche Formerfordernisse für Arbeitsverträge gelten | Arbeitsrecht.org
Wie willst Du sonst gegenüber der Krankenkasse, der Rentenkasse, der Pflegeversicherung und Arbeitslosenversicherung (sprich Arbeitsagentur oder Jobcenter) nachweisen, daß Du Deinen Arbeitnehmeranteil zu diesen Sozialversicherungsbeiträgen bezahlt hast und im Gegenzug Anspruch auf Leistungen aus diesen Versicherungsarten hast.

Außerdem entsteht mit Schwarzarbeit für Dich nie eine Altersrente. Dir fehlt ja der Nachweis.

Das nachträgliche Einfordern von Arbeitslohn ohne schriftlichen Arbeitsvertrag ist ein Problem.

Du mußt detailliert die Art der beauftragten und erbrachten Arbeitsleistungen, ihre Dauer und ihren Wert schlüssig und glaubhaft nachweisen - am besten durch einen schriftlichen Arbeitszeitnachweis, den Dein Vorgesetzter oder noch besser der Arbeitgeber täglich unterschreibt.

Und dann gibt es im Arbeitsrecht noch die Ausschluß- und Verjährungsfristen. Wenn Du diese überschreitest, siehst Du in den Mond.

Wenn Dich ein Arbeitgeber auffordert bei ihm sich zu bewerben oder zu arbeiten, dann nur mit schriftlicher Einladung - damit Du Deine Bewerbungs- und Fahrtkosten nachträglich einfordern kannst - § 670 BGB - Ersatz von Aufwendungen.

Der Arbeitgeber muß gegen Vorlage der Fahrscheine und Übernachtungsbelege die tatsächlichen Kosten bezahlen und nicht nur eine mickrige Pauschale oder die PKW-Kilometerkosten von 20 Cent/km wie es die Arbeitsagenturen und Jobcenter machen.

Zitat:
§ 670 BGB - Ersatz von Aufwendungen

Macht der Beauftragte zum Zwecke der Ausführung des Auftrags Aufwendungen, die er den Umständen nach für erforderlich halten darf, so ist der Auftraggeber zum Ersatz verpflichtet.
Arbeite in Zukunft nie wieder ohne schriftlichen Arbeitsvertrag umsonst. Du machst nur den Max.

Ja diese Dinge bringt man Dir nie in der Schule und Berufsausbildung bei. Das erfährst Du erst hinterher, wenn Du den Schaden hast, von Gleichgesinnten und Gleichbetroffenen.

Arbeitgeber sind Deine natürlichen Feinde und keine Menschenfreunde oder Seelsorger. Sei immer mißtrauisch und nicht leichtgläubig und vertrauensseelig. Werde Mitglied in einer Branchengewerkschaft des DGB und arbeite nur in Betrieben mit mehr als 20 Beschäftigte, denn dort gibt es in der Regel Betriebs- oder Personalräte, die von den Branchengewerkschaften angeleitet werden.
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Alt 06.01.2017, 14:33   #3
Zeitkind
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Standard AW: Probearbeit bezahlen lassen ohne Verainbarung

Zitat von Pascal88 Beitrag anzeigen
Habe von mitte Novemver bis anfang Dezember Probearbeiten gemacht.
Es wurde nichts Unterschrieben und es gab absolut keine Vereinbarungen.
War diese Probearbeit vom JC genehmigt? In der Regel wird eine solche dann nämlich als Maßnahme umdeklariert.
Die Frage einer nachträglichen Bezahlung erübrigt sich in jedem Fall, denn solltest Du die Probearbeit geleistet haben,
ohne das JC darüber zu informieren, können da ganz andere Probleme auf Dich und den AG zukommen.
Zitat von Pascal88 Beitrag anzeigen
Nun höre und lese ich .... und selbst meine Mutter sagte mir ....
Das verwundert mich, denn Du bist ja so neu nicht im Forum.
Zitat von Pascal88 Beitrag anzeigen
Nun habe ich gelesen das ich, selbst wenn nichts vereinbart wurde, übllichen Lohn fordern kann.
Quellen zu nennen, wäre schon hilfreich.
Ohne jegliche Vereinbarungen nachträglich Lohn einzufordern zu wollen, ist ein schweres Unterfangen.
Unter gewissen Voraussetzungen ist es aber nicht aussichtslos:
Gerichtsurteil des LAG Rheinland-Pfalz vom 05.08.2015 (Quelle:dgbrechtschutz.de)
Bei der Überlegung von Aufwand und Nutzen, solltest Du die Anrechnung einer ggf.
erklagten, nachträglichen Entlohnung beachten.
Außer dem Recht, hättest Du so eigentlich mehr Ärger, als wirklichen Nutzen.
Also, besser vor dem Schaden klug sein...

Ich empfehle Dir auch diesen Artikel von arbeits-abc.de zu studieren.
Ergebnis einer einfachen Suchanfrage mit Stichwort "Probearbeit".
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Alt 06.01.2017, 15:27   #4
Pascal88
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Pascal88
Standard AW: Probearbeit bezahlen lassen ohne Verainbarung

war vom JC genehmigt. war auch das letztemal das ich probearbeiten mache. wollte es eigentlich nicht machen da e sja probezeit gibt.

quelle weiß ich jetzt nicht aber gibt dazu genügend sachen wenn man bei google sucht. nur frage ich lieber hier nach wo dieleute meienr erfahrung mehr ahnung haben.

man muss auch zwishen probearbeit und einfühlungsvvermögen unterscheiden. probearbeit hat wohl bezahlt zu weden da man leistet und das andere ist nur um sich den betrieb mal anzugucken. Ist nciht bezüglich bezahlung vereinbart hat der übliche lohn bezahlt zu werden.

KA inwieern das stimmt. vlt hat ja jemand erfahrungen gemacht

wäre mir definif wert es zu versuchen selbst wenn es angerechnet wird einfach nur um den betrieb eins auszuwischen. ich meine wir reden hier von ca 400-600 euro netto (klar wird angerechnet aber darum gehts nciht)
Pascal88 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 06.01.2017, 15:37   #5
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Standard AW: Probearbeit bezahlen lassen ohne Verainbarung

Und noch was, damit Ordnung in eine Loseblattsammlung und in Dein Erwerbsleben kommt:

Alle Arbeitsverträge und Lohnscheine, alles was mit Arbeitsagentur und Jobcenter zusammenhängtm schön in zeitlicher Reihenfolge lückenlos und thematisch in Ordner abhängen, damit nichts wegkommt. Darauf baut sich über Jahrzehnte Deine Altersrente mal auf.
jockel ist offline   Mit Zitat antworten
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