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Alt 01.01.2017, 17:44   #1
HartmutK
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Beiträge: 2
HartmutK
Frage Zuweisung Berufliche Rehaeinrichtung entgegen dem Ratschlag meiner Ärzte

Ich benötige momentan leider eine berufliche Reha, welche ich auf Anraten meines Facharztes bei der Arbeitsargentur gestellt habe. Meine Reha wurde noch nicht bewilligt, ich habe direkt morgen einen Termin und denke dort wird mir die Entscheidung dann mitgeteilt. Eigentlich wollte ich bis dahin warten und mich danach hier registrieren und mein Problem schildern. Aber mir geht es echt nicht gut, daher frage ich jetzt vorsorglich.



Vorweg: Aufgrund einer ernsten und nicht behandelbaren Persönlichkeitsstörung habe ich bisher immer in einem Einzelarbeitsplatz gearbeitet. Bis zu dem Vorfall weswegen ich eine Reha benötigt hat das auch wunderbar funktioniert. Die Reha brauche ich weil ich zu viel und hart gearbeitet habe und nicht wegen meiner PKS.


Sowohl mein FA als auch meine Therapeutin setzen voraus, dass ich in eine Rehaeinrichtung in meiner Nähe gehe, die ich ambulant erreiche. Obwohl ich nicht weiß, ob mein Antrag bewilligt wird war ich zum Gespräch schonmal dort. Es schaut ganz gut aus.

Jetzt entscheidet aber die Arbeitsargentur, wohin ich gehe. Und der der Rehasachbearbeiter meinte mit beschönigten Worten schonmal zu mir "Das kann ich mir abschminken. Ich habe da etwas für Sie im Auge, wo sie stationär ins Wohnheim gehen."

Mit anderen Menschen zusammenzuleben ist für mich Stress. Auf der Arbeit geht es, aber zum Feierabend brauche ich dann wirklich komplett meine Ruhe. Zwei Experten sind dagegen, das ist dem SB aber egal. Der wird mich auch entgegen dem Rat dorthin schicken. Zu einer Untersuchung des psychiologischen Dienstes will er mich nicht schicken, kostet die ja nur Geld. Jetzt habe ich Angst. Nicht primär wegen dem Wohnheim, sondern weil meine Reha dann eventuell scheitert und was dann passiert.



Kann ich da irgendwas machen?
Sollte der Antrag nicht bewilligt werden muss ich mich hier erstmal zu den Widerspruchsrechten belesen. Wäre ja dann aber noch schöner wenn ich mich monatelang durchklage und dann wohihn gesteckt werde, wo ich die Reha abbrechen muss.
HartmutK ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 02.01.2017, 13:26   #2
alchemilla
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Beiträge: 113
alchemilla Möchte sein Renommee nicht öffentlich anzeigen...
Standard AW: Zuweisung Berufliche Rehaeinrichtung entgegen dem Ratschlag meiner Ärzte

Hallo HartmutK,

darf ich fragen um welche Art Reha es sich handelt und für welche Dauer sie angesetzt ist? Ich habe bisher nur Erfahrungen mit 1. Reha-Umschulung über Afa und 2. Reha über DRV. Dort sollte ich eine stationäre Reha antreten, Ort und Beginn hatte man mir schon mitgeteilt. Ich habe dann um eine ambulante Reha in einer Klinik vor Ort gebeten, damit ich täglich nach Haus kann. Es ging problemlos, kostet ja auch weniger- ein wichtiger Aspekt.

Nicht allein der Rehaberater entscheidet darüber, ob eine bestimmte Reha für dich sinnvoll ist, nur weil er etwas gut findet (oder grade einen Platz frei hat, den er voll kriegen will), muss es nicht das Richtige für dich sein.

Deine Ärzte, die dich gut kennen, können vermutlich am ehesten abschätzen, ob du diese Reha überhaupt durchhalten kannst und ob es Sinn macht, sie überhaupt anzutreten. Wenn die Erfolgsaussichten von vornherein so ungünstig sind und dein Krankheitsbild dagegen spricht, mag sich der SB noch so sehr auf diese bestimmte Reha versteifen, es wäre nur rausgeschmissenes Geld. Und das sieht die Afa nicht gern.

Versuch mit deinen Ärzten zusammen eine ambulante Reha durchzusetzen. Gib nicht auf, es geht um deine Gesundheit. Keiner, am wenigsten du, hat etwas davon, wenn du durch eine Zwangsreha in deiner Therapie zurückgeworfen wirst, oder sie gar nicht erst antrittst und deshalb Probleme mit der Afa bekommst.

Alles Gute und ein frohes, erfolgreiches Jahr. Herzliche Grüße,
alchemilla ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 03.01.2017, 00:13   #3
HartmutK
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Beiträge: 2
HartmutK
Standard AW: Zuweisung Berufliche Rehaeinrichtung entgegen dem Ratschlag meiner Ärzte

Danke, das klingt ja erstmal beruhigend. Meine Psychiotherapeutin meinte zu mir, sie könnte auch nur nochmal mit dem SB reden, aber hat keinerlei Entscheidungskraft.

Ich habe keine Ahnung welche Art der Reha es wird. Wieder so eine Sache: Da ich bereits in stationärer Psychiatrie war und dort recht schnell abgeklärt wurde, dass ich außer einem Burnout (und der PKS mir der ich in meinem Berufszweig aber nie Probleme hatte) nichts habe wäre eine rein berufliche Reha am besten für mich. 6-8 Wochen oder so, um mich wieder fit zu machen. Die Psychiatrie hat mich schon soweit runter gebracht, dass ich mit normaler Begleitung durch meine Therapeutin eine eine kleine Reha anfangen kann. Der SB hat aber angedeutet, dass er eine medizinisch-berufliche für mich besser hält. Und die geht über ein halbes Jahr. 6 Wochen im Wohnheim könnte ich vielleicht versuchen, aber bei 6 Monaten geht mir garantiert vorher die Luft aus.
HartmutK ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 03.01.2017, 04:42   #4
Doppeloma
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Doppeloma Doppeloma Doppeloma Doppeloma Doppeloma Doppeloma Doppeloma Doppeloma Doppeloma Doppeloma Doppeloma
Frage AW: Zuweisung Berufliche Rehaeinrichtung entgegen dem Ratschlag meiner Ärzte

Hallo HartmutK,

Zitat:
Danke, das klingt ja erstmal beruhigend. Meine Psychiotherapeutin meinte zu mir, sie könnte auch nur nochmal mit dem SB reden, aber hat keinerlei Entscheidungskraft.
Das dürfte soweit wohl stimmen, dass deine Psychotherapeutin keinen Einfluss auf die Entscheidungen der AfA nehmen kann.
Irgendwie verstehe ich noch nicht, um welche Art Reha es nun überhaupt gehen soll ... in der Regel ist die DRV für solche (medizinischen) Reha-Maßnahmen zuständig und nicht die AfA bei beruflicher Reha mag das anders aussehen, da ist das von den bisherigen Beitragszeiten abhängig.

Zitat:
Ich habe keine Ahnung welche Art der Reha es wird.
Genau das meine ich damit, es kann ja nicht sein, dass du als Betroffener noch nicht mal genau weißt, worum es dabei überhaupt gehen soll ...
Zudem hat man bei Reha immer ein gesetzliches Mitspracherecht ... in der Regel stellt man auch den Antrag wissentlich SELBER ...

§ 9 SGB IX Wunsch- und Wahlrecht der Leistungsberechtigten

Vielleicht solltest du dich mal an den Vorgesetzten / Geschäftsleitung deiner AfA wenden, wenn der SB da (scheinbar) sehr selbstherrlich seine eigenen Ansichten durchsetzen will.

Zitat:
Wieder so eine Sache: Da ich bereits in stationärer Psychiatrie war und dort recht schnell abgeklärt wurde, dass ich außer einem Burnout (und der PKS mir der ich in meinem Berufszweig aber nie Probleme hatte) nichts habe wäre eine rein berufliche Reha am besten für mich. 6-8 Wochen oder so, um mich wieder fit zu machen.
Ich weiß nicht was man dir dort nun wieder erzählt hat dazu, eine "berufliche Reha" von 6 - 8 Wochen könnte höchstens eine Wiedereingliederung bei einem vorhandenen Arbeitgeber sein ...
So was in der Richtung "Hamburger Modell" bei den Krankenkassen, falls dir das was sagt ... Arbeitsbeginn mit 2 / 3 Stunden pro Tag und langsame Steigerung auf die frühere Wochen-Arbeitszeit.

Das findet dann aber nicht in einer Reha-Klinik statt, ein solcher Reha-Aufenthalt (ambulant oder auch stationär) könnte der Wiedereingliederung aber voraus gehen ...

Zitat:
Die Psychiatrie hat mich schon soweit runter gebracht, dass ich mit normaler Begleitung durch meine Therapeutin eine eine kleine Reha anfangen kann.
Was verstehst du darunter ?
Warum hast du keinen solchen Reha-Antrag an die DRV gestellt (mit Hilfe deiner Therapeutin), die AfA ist doch für reguläre medizinische Reha-Maßnahmen gar nicht zuständig und leitet das sonst nur zu gerne direkt an die Rentenkasse weiter.

Weil es die AfA dann (bei Beweilligung einer DRV-Reha) zunächst mal überhaupt kein Geld mehr kostet, die DRV zahlt in dieser Zeit Übergangsgeld.

Ich war selbst in einer psychosomatischen Reha über die DRV, allerdings nicht unbedingt auf meinen eigenen Wunsch, mich hat die KK (dringend) darum gebeten, als ich längere Zeit AU gewesen bin, damit sie mal das Krankengeld einsparen kann.

Mir haben diese 6 Wochen damals mehr geschadet als genutzt, ich war froh wenigstens meine "Wunschklinik" am Wohnort zu bekommen, für ambulant war mir das aber alles zu belastend (entspricht dann einem vollen Arbeitstag), trotzdem konnte ich so viel (therapiefreie) Zeit zu Hause verbringen.

In dieser Klinik waren aber auch einige ambulante Patienten, die das so haben wollten.
War aber eine DRV-Reha, dass es was in der Art auch von der AfA gibt ist mir nicht bekannt.

Zitat:
Der SB hat aber angedeutet, dass er eine medizinisch-berufliche für mich besser hält.
Das hat doch kein Arbeitsberater zu entscheiden, was dir gesundheitlich zumutbar ist und "gut tun muss" ... was bitte versteht der denn unter "medizinisch-beruflich", das gibt es in der Regel nur nacheinander und nicht "als bunte Mischung" ...

Zu solchen Entscheidungen gehört zunächst mal die Untersuchung beim ÄD der AfA (ich meine den allgemeinen ÄD, nicht den psychologischen Dienst), ein SB ist doch gar nicht in der Lage deine Gesundheit zu beurteilen und welchen Belastungen du aktuell gewachsen sein könntest, es sei denn er hat das passende Medizinstudium absolviert.

Zitat:
Und die geht über ein halbes Jahr. 6 Wochen im Wohnheim könnte ich vielleicht versuchen, aber bei 6 Monaten geht mir garantiert vorher die Luft aus.
Wohin soll dich das dann führen, in einen neuen /anderen Beruf sicher nicht, solche Umschulungen dauern ca. 2 Jahre und finden dann tatsächlich meist in einem Berufsförderungswerk statt, oft mit Internats-Unterbringung.

Ich verstehe noch nicht was für eine medizinische "Reha-Weiterbildung" das sein soll und am wenigsten kann ich nachvollziehen, warum die DRV (als eigentlicher Reha-Träger) so gar nichts damit zu tun haben soll ...

Hast du mal irgendwas (einen Antrag) dazu unterschrieben und eine Kopie davon erhalten, du musst doch wissen (dürfen) was konkret man überhaupt mit dir vor hat ... ???

MfG Doppeloma
__

Ich gebe hier nur meine persönlichen Erfahrungen wieder und bitte diese nicht als Rechtsberatung aufzufassen!

Keine Einzelfall-Beratung per PN, alle Fragen bitte im Forum stellen !!!
Doppeloma ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 06.01.2017, 19:49   #5
Aufgewacht
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Beiträge: 6
Aufgewacht
Standard AW: Zuweisung Berufliche Rehaeinrichtung entgegen dem Ratschlag meiner Ärzte

Hallo Hartmut,

Dein Sachbearbeiter ist kein Arzt, kein Psychotherapeut ...

Halte Dich an Deinen Psychiater / Arzt des Vertrauens!!! Nimm Kontakt mit der Rentenversicherung auf

Es ist Dein Leben, Deine Gesundheit !!! Lass es Dir nicht von der Arbeitsagentur zerstören
Pass auf ... Bei psychischen Problemen gibt es leider viel zu oft menschenunwürdige Entscheidungen
Gehe notfalls zum Anwalt, Sozialgericht ... Lasse Dich beraten!!! Besorge Dir das Buch von Inge Hannemann
Viel Glück für Dich !!!
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Alt 09.01.2017, 00:11   #6
dragonflyer
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dragonflyer
Standard AW: Zuweisung Berufliche Rehaeinrichtung entgegen dem Ratschlag meiner Ärzte

Sollte die berufliche Reha über ein BfW sein, da ist das "Wohnheim" das sogenannte Internat, wo jeder ein Einzelzimmer mit eigenem Badezimmer hat, sprich Du hast da dann Deine Ruhe, die Mahlzeiten werden in der Kantine eingenommen und der Unterricht erfolgt eben in den Klassenräumen.
__

Entweder man kuscht beim Amt, oder man kämpft. Ich habe mich für letzteres entschieden

Interessenschwerpunkt: gesetzl. Sozialversicherungen
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