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Alt 30.12.2016, 10:43   #1
FrankFurter
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FrankFurter
Standard Berufliche Reha - Ärger mit der Knappschaft

Hallo, liebe Leser und Leserinnen !
Ich bin sehr verzweifelt und fühle mich im Stich gelassen und fürchte um meine Existenz.
Von 2006 bis heute habe ich bereits 4 schwere Wirbelsäulenoperationen hinter mir und außerdem stark
fortgeschrittene Wirbelsäulenarthrose.
Die letzte OP war im Dezember 2015 an zwei Halswirbeln.
Seit letztem Oktober bin ich nun 50 Jahre alt.
Nach der ambulanten Reha habe ich Antrag auf LTA bei der Knappschaft Bahn-See gestellt.
Da ich keine körperlichen Arbeiten mehr ausführen darf und nichts mehr schweres heben, bin ich offiziell berufsunfähig.
Ich habe gute Computerkenntnisse und bin sehr kreativ, daher möchte ich eine Ausbildung als Game-Designer am SAE-Institut machen. Langes sitzen ist für mich kein Problem. Nur Stehen und langes Laufen geht nicht.
Am SAE-Instituthaben bereits viele Leute diese Ausbildung absolviert, von der jeweiligen Rentenversicherung übernommen.
Ich hatte nur ein kurzes Gespräch bei einem sehr jungen Mann, dem ich sämtliches Infomaterial übergeben hatte.
Ohne dies anzusehen, meinte er sofort, das wäre zu teuer, die Laufzeit mit 24 Monaten zu lang, obwohl dieser Zeitraum auf der Knappschaft-Homepage angegeben ist.
Nach über einer Woche rief er mich an und teilte mir mit, daß es abgelehnt sei weil ich nun auch noch zu alt wäre.
Also zu lange, zu teuer und mit 50 zu alt ?!
Bis heute habe ich keine schriftliche Ablehnung erhalten....."mündlich müsse ausreichen", bekam ich zu hören.
Nach langem recherchieren fand ich tatsächlich heraus, daß alle Leute, welche diese Ausbildung gefördert bekommen bei der Deutschen RV zugehörig sind. "Die Knappschaft finanziert sowas grundsätzlich nicht !"
Gibt es etwa eine Zweiklassengesellschaft der Rentenversicherten ???
Man hat mir inzwischen einen Bescheid per Post zukommen lassen, daß mein Antrag bewilligt wurde, jedoch mit der Aufforderung, mich bei einem privaten Arbeitsvermittler zu melden, wohin man mich nun abgeschoben hat !
Das ist alles, was die Knappschaft für mich bisher getan hat !
Bis Februar 2017 beziehe ich noch ALG1, danach ist meine größte Angst in Hartz4 zu fallen.
Was kann ich tun ? Wer hilft in solchen Fällen ?
Wenn hier jemand einen guten Rat für mich hat, freue ich mich sehr über eine Antwort !
Vielen Dank, Gruß Frank.
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Alt 30.12.2016, 12:15   #2
Kerstin_K
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Kerstin_K Kerstin_K Kerstin_K Kerstin_K Kerstin_K Kerstin_K Kerstin_K Kerstin_K Kerstin_K Kerstin_K Kerstin_K
Standard AW: Berufliche Reha - Ärger mit der Knappschaft

Mit 50 bekommt kaum jemand noch eine Umschulung,
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Alt 30.12.2016, 13:47   #3
ZynHH
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ZynHH ZynHH ZynHH ZynHH ZynHH ZynHH ZynHH ZynHH ZynHH ZynHH ZynHH
Standard AW: Berufliche Reha - Ärger mit der Knappschaft

Zitat:
Gibt es etwa eine Zweiklassengesellschaft der Rentenversicherten ???
Natürlich.....Es gibt sogar noch mehr Klassen....Selbst zwischen drv Land ( lva) und drv Bund (bfa) gibt es weiterhin gravierende Unterschiede.....
__

Mahalo


"Wenn das die Lösung ist, möchte ich mein Problem zurück."
ZynHH ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 30.12.2016, 20:33   #4
FrankFurter
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FrankFurter
Standard AW: Berufliche Reha - Ärger mit der Knappschaft

Zitat von Kerstin_K Beitrag anzeigen
Mit 50 bekommt kaum jemand noch eine Umschulung,
Das kann man aber so nicht hinnehmen, schließlich soll man ja inzwischen bis 67 arbeiten, wer weiß ob bald nicht noch länger ! Das ist lächerlich, wenn man was machen will und KEIN Hartz4 beziehen möchte....
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Alt 30.12.2016, 20:36   #5
FrankFurter
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Beiträge: 4
FrankFurter
Standard AW: Berufliche Reha - Ärger mit der Knappschaft

Das ist eine völlig inakzeptable Situation und ein Skandal !
Ich habe in der Vergangenheit viel verdient und viel Steuern bezahlt, ist mein Geld weniger wert nur weil ich bei der Knappschaft gelandet bin ?
Da muß man doch was gegen unternehmen können
FrankFurter ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 30.12.2016, 20:46   #6
schlaraffenland
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schlaraffenland Möchte sein Renommee nicht öffentlich anzeigen...
Standard AW: Berufliche Reha - Ärger mit der Knappschaft

Frankfurter, mein ehemaliger Reha-Berater der Rentenversicherung meinte zu mir "Sie kriegen keine Umschulung bewilligt, da Sie älter als 42 sind." Das war seine persönliche Grenze. Nur durch einen Reha-Beraterwechsel kam ich an eine Umschulung.

Stelle schriftlich einen Antrag auf Bewilligung einer Umschulung und fordere einen rechtsmittelfähigen Antwort-Bescheid ein. Gegen die möglicherweise ablehnende Antwort kannst Du dann Widerspruch und ggf. Klage einreichen.
__

Ich bin kein Rechtsanwalt. Für meine rechtlichen Hinweise und Tipps übernehme ich keine Verantwortung.
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Alt 09.01.2017, 00:17   #7
dragonflyer
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Benutzerbild von dragonflyer
 
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Ort: Essen-Borbeck
Beiträge: 109
dragonflyer
Standard AW: Berufliche Reha - Ärger mit der Knappschaft

Die Begründung "zu alt für neue Ausbildung" entbehrt jeder Rechtsgrundlage und ist ein Verstoss gegen das Altersdiskriminierungsgesetz.....

Rechtsmittelfähigen Bescheid anfordern, und Fachanwalt für Thema berufliche Reha einschalten, bitte drauf achten, dass der Anwalt in dem Bereich etwas Erfahrung hat.

Meines Wissens nach hatte sich vor 2 oder 3 Jahren jemand bis zum Bundessozialgericht durchgeklagt und gewonnen, war jenseits der 55 oder sogar 60 gewesen, also nicht aufgeben.
Mein Exmann hatte seine berufliche Reha erfolgreich mit 52 Jahren abgeschlossen (24Monate Umschulung an einem BfW).
__

Entweder man kuscht beim Amt, oder man kämpft. Ich habe mich für letzteres entschieden

Interessenschwerpunkt: gesetzl. Sozialversicherungen
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