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Alt 08.09.2007, 20:15   #1
djaliced
Elo-User/in
 
Registriert seit: 08.09.2007
Ort: Bremen
Beiträge: 2
djaliced
Standard Vermittlunsgsvorschlag trotz Umschulung?!

Zu meiner Situation: Ich bin seit ca. 1,5 Jahren arbeitslos und bin von AlgI in ALgII gerutscht, sprich Harz4. Gelernt hab ich damals (97) Industriemechaniker. Und ich habe vor ca. 2 Monaten eine Umschulung begonnen. Die Umschulung ist ausserbetrieblich (2/3 Schule 1/3 betriebliches Praktikum) und läuft über einen Bildungsgutschein der BAgIS.

... als ich Donnerstag Abend in meinen Briefkasten geschaut habe, dachte ich -das kann nur ein Missverständnis- sein. Einen Vermittlungsvorschlag von der BAgIS trotz Umschulung?! Darauf hin hab ich meinen Arbeitsvermittler gleich eine E-Mail geschrieben und darauf aufmerksam gemacht dass es wohl ein Missverständnis sei, da ich ja eine Umschulung mache.
Am Freitag hab ich auch gleich Antwort bekomme. Zitat:"Sie müssen Sich leider - trotz laufende Umschulung - bewerben."
Darauf hin ging mir nur noch solche Gedanken durch dem Kopf:
- Das soll wohl ein Scherz sein oder haben wir Freitag den 13.?
- Ich soll eventuell meine Umschulung abbrechen und in meine alten Beruf zurück von dem ich eh so gut wie kein Plan mehr von habe und mir meine Zukunft versauen lassen.
- Kein wunder, irgendwo muss ja die PISA-Studie her kommen, das "deutsche Folk" immer schön dumm halte. (Soll nicht rassistisch gemeint sein)
- usw. usw. usw.

Dazu muss ich sagen das die Umschulung die ich mache, Fachinformatiker Anwendungsentwicklung ist und noch nicht mal in entferntesten artverwandt mit Industriemechaniker. Und Anwendungsentwickler wollte ich schon immer lernen, bloß als ich damals meine Ausbildung angefangen habe gab es den Beruf noch nicht. Sprich der Anwendungsentwickler ist mein Traumberuf.

Mit "dicken Hals" machte ich mich dann auf den Weg in Richtung Schule. Ich hab mich gleich in der Schule mit dem Koordinator (dem Chef der Umschulung) in Verbindung gesetzt. Der war genau so erstaunt wie ich. Denn das hat er selber noch nicht gesehen, dass man einen Vermittlungsvorschlag bekommt trotz Umschulung.
Denn mein Wissensstand war immer so, das man Arbeitsuchen gemeldet ist wenn man eine Weiterbildung macht und nicht bei einer Umschulung. Genau das Sagte auch mein "Chef". Daraufhin haben wir einen Arbeitsvermittler der BAgIS angerufen, der sich in Sachen Recht relativ gut auskennt.
Und der hat uns das sogar noch bestätigt. Darauf hin wollte ich natürlich wissen was denn genau in meiner Akte steht. Dann bekam ich doch glatt die Infos zu meiner Akte, die ich eigentlich so nicht erhalten durfte aber halt zum Vorteil für mich. Hier mal der stand:
(123 und xyz sind halt nur Synonyme für die Ausbildungsschulen)

- Umschulung von 123 akzeptiert.
- Den Status arbeitsuchend auf nicht arbeitsuchend gesetzt.
- Akzeptierung aufgehoben von 123

(an dieser stelle muss ich noch erwähnen das 123 kurz vor Beginn der Umschulung eine Absage verteilt hat, da sie nicht genug Mitglieder zusammen bekommen haben und ich innerhalb einer Woche einen Platz bei xyz bekommen habe )

- Den Status wieder auf arbeitsuchend gesetzt.
- Umschulung von 123 akzeptiert.

Wo ist denn nun "Den Status arbeitsuchend auf nicht arbeitsuchend gesetzt." hin, nach dem die Umschulung das 2. mal akzeptiert wurden ist. Sprich von xyz. Als Info hab ich noch bekommen, dass es sich wohl überschnitten haben muss. Schlicht einfach vergessen.

Mit diesem Hintergrundwissen hab ich "meinen" Arbeitsvermittler angerufen und mal nachgefragt. Hab ihn das mit dem Status natürlich nicht erzählt ,weil ich das Wissen ja eigentlich nicht haben dürfte.

Als Antwort hab ich dann bekommen das ich ja noch den Status Arbeitsuchen habe weil ich ja die Eingliederungsvereinbarung unterschrieben habe und die Umschulung ausserbetrieblich ist, sprich reine Schule mit 1/3 der Ausbildungszeit als betriebliches Praktikum.

Jetzt meine Fragen:
- Ist das wirklich so?
- Muss nicht jeder die Eingliederungsvereinbarung unterschreiben der von AlgI in AlgII rutscht (Harz4)?
- Und was soll der "quatsch" mit ausserbetrieblich?

Hier nochmal ein Auszug der Eingliederungsvereinbarung:
Herr xxxx xxxx verpflichtet sich,
Orstabwesenheit vorher mit dem persönlichen Ansprechpartner abzustimmen, alle Möglichkeiten zu nutzen, um den eigenen Lebensunterhalt aus eigenen Mitteln und Kräften zu bestreiten und an allen Maßnahmen zur Eingliederung mitzuwirken, insbesondere: Verpflichtung an der Beruflichen Weiterbildung / Umschulung zum Fachinformatiker in der Zeit vom voraussichtlich xx.xx.2007 bis ausschließlich xx.xx.2009 teilzunehmen.
djaliced ist offline  
Alt 10.09.2007, 01:08   #2
ThomasF
Gast
 
Beiträge: n/a
Standard meine persönliche Einschätzung

Hallo,

im Prinzip wäre es den ARGEn Gesellen schon lieber wenn du eine Arbeit hättest anstatt HIV und eine Schulung bezahlt zu bekommen. Insofern ist es verständlich dass sie dir mit diesem Unsinn kommen.
Dennoch würde ich dir empfehlen das Antwort-Blatt der Aufforderung dahin gehend auszufüllen, daß du dich nicht beworben hast. Als Grund gibst du an: Schulung/Ausbildung gemäß der EGV vom tt.mm.jj
Mit etwas Glück reicht das schon aus. Falls nicht mußt du halt das ganze Programm mit der Anhörung und dem Widerruf über dich ergehen lassen.
Alternativ kannst du dich auch bewerben und dem AG mitteilen wann dein Kurs zu ende ist. Das dürfte eine Absage zur Folge haben. Birgt aber die Gefahr, daß sich der Arbeitgeber über die sinnlose Bewerbung beschwert.



Zitat von djaliced Beitrag anzeigen
Jetzt meine Fragen:
- Ist das wirklich so?
- Muss nicht jeder die Eingliederungsvereinbarung unterschreiben der von AlgI in AlgII rutscht (Harz4)?
- Und was soll der "quatsch" mit ausserbetrieblich?
... zum ersteren: theoretisch bist du auch während einer Schulung verpflichtet dich zu bewerben. Vernünftigerweise, weil Seminare sauteuer sind, wird erst in der Endphase auf die Pflicht gepocht.
... zum zweiteren: nicht jedem wird eine EGV vorgelegt. Dieses Wahnwerk wurde sogar jahrelang von vielen BA/ARGEn vernachlässigt. Und: nicht jeder dem eine vorgelegt wird, der unterschreibt sie auch.
... zum dritten: die meisten schulischen Ausbildungen werden nicht bezahlt und verwirken das Recht auf Förderung. Bei dir scheint die Sache aber anders zu liegen, denn deine Ausbildung wurde vom Arbeitsamt (und dem §16 SGB III) abgesegnet. Offengesagt bin ich baff weil du eine sinnvolle (!!!) Schulung bekommen hast. Bisher dachte ich die wären abgeschafft geworden. Dein SB scheint derselben Meinung zu sein. Und zieht jetzt am nächstbesten Strohhalm, eben seiner Verwunderung daß du außerbetrieblich geschult wirst, anstatt sich in das Dritte Buch Sozialgesetzbuch einzuarbeiten.
 
Alt 10.09.2007, 17:57   #3
djaliced
Elo-User/in
Threadstarter/in Threadstarter/in
 
Registriert seit: 08.09.2007
Ort: Bremen
Beiträge: 2
djaliced
Standard

Erstmal danke für die Tipps.
Wenn man von Sinn spricht ...hm na ja ich sehe da keinen. :-)
Man stelle sich vor man steht 4 Wochen vor der Prüfung und bekommt so ein Schreiben ins Haus geflattert.

Aber nochmals Danke...
djaliced ist offline  
Alt 10.09.2007, 18:05   #4
Borgi->Emailproblem
Emailadresse berichtigen!
 
Registriert seit: 09.04.2007
Ort: NRW
Beiträge: 1.262
Borgi
Standard

Ich weiß zwar nicht, ob das ein Trost ist, aber es gibt in Deutschland richtig viele Arbeitslose. Offiziell sind es mehr, aber mindestens 3,5 Millionen kommen da schon zusammen. Nicht jeder Bewerber bekommt auch Arbeit!
__

Ein Aufsichtsratposten ist das höchste Parteiamt, das die Wirtschaft ihren Politikern verleiht.
(aus "Der Privatdemokrat" ©Elmar Kupke)

Von mir kann man garantiert keine Rechtsberatung erwarten!
Borgi ist offline  
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trotz, umschulung, vermittlunsgsvorschlag

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