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Alt 16.08.2007, 14:34   #1
Copius
Gast
 
Beiträge: n/a
Standard Kostenerstattung Bildungsgutschein?

Hallo,

ich schreibe hier für meinen Sohn, dessen Online-(Zugangs)-Möglichkeiten sehr beschränkt sind. Er lebt in eheähnlicher Gemeinschaft mit seiner Partnerin, die als Lehrerin z.Zt. noch keine feste Anstellung hat, sondern nur Vertretungsstellen zugewiesen bekommt. Daher rührt ein Anspruch auf ALG II. Mein Sohn wartet auf einen Studienplatz, und hat von seiner Beraterin einen Bildungsgutschein in Aussicht gestellt bekommen. Ihm ist allerdings unklar, welche (auch finanziellen) Folgen das haben könnte. Es wäre ja möglich, dass seine Lebenspartnerin in Kürze eine "richtige" Anstellung bekommt und dann keine "Bedürftigkeit" mehr vorliegt. Seine Sorge ist, dass er dann die Kosten für die Maßnahme als Darlehen auf's Auge gedrückt kriegt, was er nicht möchte. Er meint, so etwas schon einmal gelesen zu haben. Die Beraterin gibt sich da blauäugig. Ein weiteres Szenario wäre, dass er in der Weiterbildungszeit einen Studienplatz zugewiesen bekommt und antreten müsste. Hätte er in diesem Fall die Kosten für den abgebrochenen Lehrgang selbst zu tragen?

Danke im Voraus für evtl. Antworten, H.S.
 
Alt 16.08.2007, 15:49   #2
ThomasF
Gast
 
Beiträge: n/a
Standard Studium ist kein schwerwiegender Grund eine Maßnahme abzubrechen

Zitat von Copius Beitrag anzeigen
Hallo,

ich schreibe hier für meinen Sohn, dessen Online-(Zugangs)-Möglichkeiten sehr beschränkt sind. Er lebt in eheähnlicher Gemeinschaft mit seiner Partnerin, die als Lehrerin z.Zt. noch keine feste Anstellung hat, sondern nur Vertretungsstellen zugewiesen bekommt. Daher rührt ein Anspruch auf ALG II. Mein Sohn wartet auf einen Studienplatz, und hat von seiner Beraterin einen Bildungsgutschein in Aussicht gestellt bekommen. Ihm ist allerdings unklar, welche (auch finanziellen) Folgen das haben könnte. Es wäre ja möglich, dass seine Lebenspartnerin in Kürze eine "richtige" Anstellung bekommt und dann keine "Bedürftigkeit" mehr vorliegt. Seine Sorge ist, dass er dann die Kosten für die Maßnahme als Darlehen auf's Auge gedrückt kriegt, was er nicht möchte. Er meint, so etwas schon einmal gelesen zu haben. Die Beraterin gibt sich da blauäugig. Ein weiteres Szenario wäre, dass er in der Weiterbildungszeit einen Studienplatz zugewiesen bekommt und antreten müsste. Hätte er in diesem Fall die Kosten für den abgebrochenen Lehrgang selbst zu tragen?

Danke im Voraus für evtl. Antworten, H.S.
... wenn die Partnerin eine feste Anstellung findet und die Bedarfsgemeinschaft neu berechnet werden muß, dann hat dies keinen Einfluß auf bereits bewilligte Lehrgänge. Wenn sie mehr verdient während er ALG2 bezieht und den Kurs besucht, dann wird sein Taschengeld gekürzt.

... anders sieht es aus, wenn er den Kurs anfängt und aus nicht schwerwiegendem Grund abbricht. Dann muß er die Gebühren aus eigener Tasche bestreiten, wobei in irgendeinem Vertrg festgehalten ist, ob alles, oder 60%, oder der Anteil der noch bis Kursende anfällt.
Schwerwiegende Gründe sind: psychische Verwirrung durch Mobbing, langwierige Krankheiten mit Krankenhausaufenthalt, Aufnahme einer Arbeitsstelle.

Die Aufnahme eines Studiums ist kein schwerwiegender Grund. Wenn dein Sohn den Studienplatz sicher hat, dann weiß er auch, daß er den Kurs nicht abschließen kann (falls sich hier die Zeiten überschneiden).

Interessant wären noch die Fälle wenn sich die Zeiten nicht überschneiden, oder wenn es eine Abendschule wäre.
Wenn der Kurs fertig ist bevor das Semester anfängt, dann kann er ihn problemlos mitnehmen.
Wenn sich das Ende eines Abendkurses mit dem Anfang des Studiums überschneidet und beide gleichzeitig gemacht werden können, dann liegt es am Wohlwollen des Sachbearbeiters. Aber vermutlich würde er die letzten Prozent der Schulung noch hinnehmen um sich den Aufwand weiterer Bearbeitung zu ersparen.
 
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