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Start > > -> Zur Teilnahme an Massnahme gezwungen

Weiterbildung/Umschulung/Sinnlose Maßnahmen Bitte nur Beiträge posten, die mit Weiterbildung/Umschlung und sinnlose Maßnahmen zu tun haben


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Alt 16.09.2014, 18:43   #1
SMF69->Emailproblem
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Registriert seit: 16.09.2014
Beiträge: 2
SMF69
Standard Zur Teilnahme an Massnahme gezwungen

Hallo an ALLE,

ich bin neu hier und hoffe dass ihr mir mit Rat und Tat weiterhelfen könnt!


Heute hatte ich einen Termin bei meinen zuständigen Berater.

Sollte meine Eigenbemühungsnachweise vorlegen!.

Was ich auch brav getan habe!

Dann musste ich eine neue Eingliederungsvereinbarung unterschreiben und im gleichem Atemzug sagte er mir dass er mich in eine Massnahme stecken wird.

Ich soll zum x-ten Mal an einer Massnahme teilnehmen welche insgesamt 12 Wochen dauert.

Im Einzelnen:
Teil 1: 2 Wochen Orientierung und Bewerbung
Mo-Fr 08.00-12.00Uhr Gruppentraining

Also nichts anderes wie Bewerbungstraining

Teil 2: 10 Wochen Assistierte Vermittlung in Arbeit
Mi 08.00-12.00Uhr Gruppentraining

Inhalte Teil 1 und 2:
Standortbestimmung
Bewerbungsunterlagen sichten und aktualisieren
Bewerbungsstrategie entwickeln und reflektieren
Konkrete Bewerbungsaktivitäten umsetzen
Vorstellungsgespräche üben
Überblick über den Arbeitsmarkt gewinnen
Chancen und Möglichkeiten erarbeiten
Rahmenbedingungen , Berufskunde
Stärken analysieren , Perspektiven entwickeln
Berufliche Ziele und Zukunft konkret planen
Kommunikation und Körpersprache , Farb-/Stilberatung

Muss ich solch sinnlose Massnahme mitmachen?!
Ich bin 44 Jahre alt und weis wie ich Bewerbungen schreiben bzw. ich mich bei Vorstellungsgesprächen zu präsentieren habe.


Was kann ich dagegen unternehmen?

Habt ihr Tips , Ratschläge , konkrete Beispiele usw. für mich dass ich diesen Irrsinn nicht mitmachen muss?!!!


Wäre über jede Hilfe von Euch dankbar

Gruß SMF
SMF69 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 16.09.2014, 20:36   #2
gizmo
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Blinzeln AW: Zur Teilnahme an Massnahme gezwungen

Hallo und Herzlich Wilkommen SMF.

Zitat von SMF69 Beitrag anzeigen
Hallo an ALLE,

ich bin neu hier und hoffe dass ihr mir mit Rat und Tat weiterhelfen könnt!


Heute hatte ich einen Termin bei meinen zuständigen Berater.

Sollte meine Eigenbemühungsnachweise vorlegen!.

Was ich auch brav getan habe!

Dann musste ich eine neue Eingliederungsvereinbarung unterschreiben und im gleichem Atemzug sagte er mir dass er mich in eine Massnahme stecken wird.

Ich soll zum x-ten Mal an einer Massnahme teilnehmen welche insgesamt 12 Wochen dauert.

Im Einzelnen:
Teil 1: 2 Wochen Orientierung und Bewerbung
Mo-Fr 08.00-12.00Uhr Gruppentraining

Also nichts anderes wie Bewerbungstraining

Teil 2: 10 Wochen Assistierte Vermittlung in Arbeit
Mi 08.00-12.00Uhr Gruppentraining

Inhalte Teil 1 und 2:
Standortbestimmung
Bewerbungsunterlagen sichten und aktualisieren
Bewerbungsstrategie entwickeln und reflektieren
Konkrete Bewerbungsaktivitäten umsetzen
Vorstellungsgespräche üben
Überblick über den Arbeitsmarkt gewinnen
Chancen und Möglichkeiten erarbeiten
Rahmenbedingungen , Berufskunde
Stärken analysieren , Perspektiven entwickeln
Berufliche Ziele und Zukunft konkret planen
Kommunikation und Körpersprache , Farb-/Stilberatung

Muss ich solch sinnlose Massnahme mitmachen?!
Ich bin 44 Jahre alt und weis wie ich Bewerbungen schreiben bzw. ich mich bei Vorstellungsgesprächen zu präsentieren habe.


Was kann ich dagegen unternehmen?

Habt ihr Tips , Ratschläge , konkrete Beispiele usw. für mich dass ich diesen Irrsinn nicht mitmachen muss?!!!


Wäre über jede Hilfe von Euch dankbar

Gruß SMF
Denke, wenn du dich hier eingelesen hast wird dir der Mob nicht noch mal so kommen können.

Gebe dir erstmal ein paar Regeln mit so das dir das nicht wieder passieren kann.

1. EGV nicht unterschreiben, mit nach Hause nehmen und hier posten. Eine EGV ist ein Öffentlich rechtlicher Vertrag, den muss man nicht abschiessen.

2. Ab jetzt alles Schriftlich machen mit Eingangstempel auf einer Kopie des Antrages etc.

3. Wenn schon EGV dann EGV/VA( EGV per Verwaltungsanweisung), hier kann man Widerspruch einlegen.
----------------

Bitte EGV hier mal posten.
----------------

Jetzt ein wenig Info:

http://www.elo-forum.org/attachments...reinbarung.pdf
---------------

Das mal so:

http://www.elo-forum.org/attachments...g_zum_amt-.pdf

http://www.elo-forum.org/attachments...sbeziehers.pdf

----------------

Mein Vorschlag ist hier das du einen A-Reha Antrag stellst, weist du was ein A-Reha Antrag ist?
---------------
---------------

Mal so eine Frage kennst du dich mit der KDU aus?

Mehr dann.
__

Wer andern eine Grube gräbt, den schupst man selbst hinein! Übrigens, fachkundige SB`s im JC gibt es genauso häufig wie Schneebälle in der Hölle!

"WARUM TUHE ICH MIR DAS AN"
gizmo ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 16.09.2014, 23:03   #3
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Beiträge: 2
SMF69
Standard AW: Zur Teilnahme an Massnahme gezwungen

Nein leider kenne ich mich weder mit A-Reha noch mit KDU aus!

Kannst du mich bitte aufklären?!

Wäre super von dir


EGV kann ich erst morgen scannen, hab selbst keinen scanner!
Muss das bei einem Freund machen!

Danke im Voraus

Grüßle SMF
SMF69 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 16.09.2014, 23:30   #4
Texter50
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Standard AW: Zur Teilnahme an Massnahme gezwungen

OK, EGV ist unterschrieben, was aber für die WUndertüte nix ausmacht.
Die kann das SB Dir jederzeit aufs Auge drücken.

Ein Weg besteht darin, man geht zum ersten Veranstaltungstag und schnappt sich alle Zettel, die da verteilt werden (oder versucht die Zettel mittem Handy zu fotografieren).
Vor Ort wird in die Anwesenheitsliste eingetragen: Anwesend, SMF69
Die Zettel nimmt man dann mit und stellt die hier ein.

Wichtich: man sagt nie, man will das nicht machen, sondern man möchte die Zettel in Ruhe durchlesen.

Dann schauen sich die Leuts hier das Zeuchs an und können weitere Tipps geben.
In der Wundertüte wird so wenig geredet, wie irgends möglich.

Das ist jetzt ein allgemeiner Hinweis, ohne die EGV zu kennen.
Wichtich: erst mal durchschaufen und die Ruhe bewahren!
__

Unterbrich niemals Deinen Gegner im JC, wenn er gerade einen Fehler begeht.
Frei nach Sunzi


Texter50 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 17.09.2014, 07:59   #5
gelibeh
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Standard AW: Zur Teilnahme an Massnahme gezwungen

Du hast das Recht, alles was Du unterschreiben sollst, in Ruhe zu prüfen. Auch Unterlagen bei einem Maßnahmeträger. Dazu steckt man die erst ein und sagt danach, dass man die in Ruhe prüfen wird. Dann muss man die Nerven behalten, denn die könnten drohen oder sonstwas. Immer wieder sagen, dass man die Maßnahme ja mitmachen will, aber man Verträge immer in Ruhe prüft.

Wie oft hast Du denn so eine Maßnahme schon gemacht?

Und für die Zukunft. Man muss keine EGV unterschreiben. Du hast auch hier das Recht, die zur Prüfung mit nach Hause zu nehmen. Der SB kann Dir maximal eine EGV als Verwaltungsakt zu schicken. Gegen den kannst Du aber Widerspruch erheben, wenn Dir der nicht gefällt.
__

§1
Eine EGV nie sofort unterschreiben, Du hast das Recht die zur Prüfung mitzunehmen. Falls der SB mit einem Verwaltungsakt droht, ist das auch nicht schlimm, denn gegen den kannst Du Widerspruch einlegen. Das Nichtunterschreiben eine EGV kann nicht sanktioniert werden.
§2
Möglichst immer mit einem Beistand nach § 13 SGBX zum Jobcenter gehen. Das kann jeder machen, der braucht nur zuzuhören und Protokoll schreiben. Einen Beistand können die nur schriftlich ablehnen.
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Alt 17.09.2014, 08:32   #6
BurnsTorn
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Beiträge: n/a
Standard AW: Zur Teilnahme an Massnahme gezwungen

Zitat von SMF69
Dann musste ich eine neue Eingliederungsvereinbarung unterschreiben und im gleichem Atemzug sagte er mir dass er mich in eine Massnahme stecken wird.
Wie andere schon sagten: 1) Eine EGV muss man - egal wie sehr der "Betreuer" im Amt droht - nicht unterschreiben! Es ist bzgl. der Chance, der Maßnahme entgehen zu können bzw. eine etwaige Sanktion vom Sozialgericht gekippt zu bekommen, sogar ausdrücklich besser, sie nicht zu unterschreiben. Denn eine VA-EGV (ein einseitig, ohne deine Unterschrift/Zustimmung erlassener Eingliederungs-Verwaltungsakt) wird vom Sozialgericht viel leichter gekippt als eine unterschriebene EGV, bei der der „Kunde“ ja schon eine Zustimmung signalisiert hat.

Dass die "Berater" im Jobcenter das so nicht sagen, liegt wohl in der Natur der Sache. Merke dir für die Zukunft einfach: Wenn du mit dem Inhalt der EGV nicht einverstanden bist, versuche ihn mit dem "Betreuer" zunächst mal zu verhandeln, also die strittigen Punkte abgeändert zu bekommen. Wenn das nichts bringt, lehne die Unterschrift ab.

Die Folge ist, dass dir die EGV dann als einseitiger Verwaltungsakt aufs Auge gedrückt wird. Gegen den kannst du Widerspruch und - bei Ablehnung des Widerspruchs - Klage vor dem Sozialgericht einreichen. Zur Maßnahme hingehen müsstest du - ob EGV oder EGV-VA – aber sowieso erstmal (außer es wird durch das Sozialgericht eine aufschiebende Wirkung des VA festgestellt, was eher unwahrscheinlich ist)

Zitat von SMF69
Ich soll zum x-ten Mal an einer Massnahme teilnehmen welche insgesamt 12 Wochen dauert.
Hier wäre ein Angriffspunkt, trotz unterschriebener EGV nochmals das Gespräch mit deinem "Betreuer" im Amt zu suchen, um die Maßnahme doch noch zu kippen. Denn wenn du schon zum x-ten Mal (oder sagen wir mal: zumindest schon dreimal) an so einer Maßnahme teilgenommen hast, erscheint nicht plausibel, warum ausgerechnet die vierte Teilnahme jetzt zum Erfolg führen soll. Ich würde um einen kurzfristen Termin bitten.

Wenn das von Amtswegen nicht möglich ist, gehst du direkt ohne Termin zum Jobcenter (ggfs. mit Beistand, also Begleitperson). Da bestehst du dann auf eine Vorsprache bei deinem "Betreuer". Sollte das nicht möglich sein, verlangst du dessen Teamleiter, um dein Anliegen vorzutragen. Bevor du das tust, lege dir deine Begründung zurecht, was alles gegen die Maßnahmeteilnahme spricht. Das wären z.B.:

- Du hast die EGV nur unterschrieben, weil dir Druck gemacht wurde. Du fühltest dich nicht ausreichend informiert über deine Rechte.
- Du hast ja schon ohne Integrationserfolg an mehreren solcher Maßnahmen teilgenommen. Die Erfolgsaussichten sind also gering.
- Du hast Hemmnisse/Probleme (etwa gesundheitlicher Art), die durch die Maßnahme nicht aus der Welt schaffen lassen.
- Du bist motiviert und aktiv, nur eben nicht für diese Maßnahme. Etwas qualitativ hochwertiges würdest du gerne besuchen.

In Ergänzung zum zuletzt gesagten: Es bietet sich an, dass du deinerseits ein Angebot für eine "Maßnahme" machst, um deinen Willen und deine Aktiviertheit zu zeigen. Das ist nötig, weil im Jobcenter oft der neoliberale Irrsinns-Glauben herrscht, dass nur ein aktiver "Kunde" (aktiv egal zu was) ein guter "Kunde" sei. Deine Chancen, sanktionsfrei aus der Maßnahme genommen zu werden, steigen, wenn du z.B. sagst:

"Diese Maßnahme bringt mir gar nichts, das ist verschwendete Zeit. Schauen sie sich meine Bewerbungsunterlagen an. Die sind gut, die wurden schon mehrmals professionelle durchgesehen. Daran liegt es nicht. Es liegt am Arbeitsmarkt und daran, dass ich schon lange arbeitslos bin. Ich brauche - wenn überhaupt - eine echte, hochwertige Fortbildung. Die angebotene Maßnahme ist das aber nicht. Daher geben Sie mir stattdessen einen Bildungsgutschein für (was auch immer dir gefällt). Das würde mir wirklich helfen. Die BA sagt doch immer, dass es Fachkräftemangel gäbe. Fachkraft wird man aber sicher nicht durch solche Maßnahmen. Da muss eine hochwertige Qualifikation her."

Mit so einem Bildungsgutschein für etwas, was dir zusagt, kannst du dir (in gewissem Rahmen) selbst aussuchen, was für eine Fortbildung du machst. Da würde es sich dann anbieten, irgendwas zu suchen, was mit einem anerkannten Zertifikat/Abschluss, etwa von der HWK/IHK oder sonst einem bekannten Institut (kein Bildungsträger!) abschließt.

Zitat von SMF69
Teil 2: 10 Wochen Assistierte Vermittlung in Arbeit
Mi 08.00-12.00Uhr Gruppentraining
Argument dagegen: Du hast (am besten seit Jahren schon!) eine behandlungsbedürftige Sozialphobie (hat sich auch schon bei den letzten Maßnahmen gezeigt!). Du hast deswegen auch schon einen Arzt aufgesucht (am besten heute gleich hingegen!). Gruppentraining geht für dich gar nicht, weil du Angst hast, in Gruppen aufzutreten und zu sprechen. Ggfs. wird dann vom „Betreuer“ oder Teamleiter das "Angebot" gemacht, dir statt der Maßnahme eine AVGS-Maßnahme (Einzelcoaching) aufzudrücken.

Tipp von mir: Nimm das an. Das ist das kleinere Übel! Damit fährst du immer noch besser als mit der Gruppenmaßnahme, denn die Einzelcoachings gehen deutlich kürzer. Die hat man in der Regel nach 2 Wochen hinter sich. Und 2 Wochen verschwendete Zeit (und Steuergelder) sind besser als 12 verschwendete Wochen.

Zitat von SMF69
Muss ich solch sinnlose Massnahme mitmachen?!
Oftmals leider ja. Es kommt auf deine Risikobereitschaft und „Kaltschnäuzigkeit“ an. Ich kann dir versichern: Wer wirklich abgebrüht und rechtlich versiert ist, der muss an keiner Maßnahme teilnehmen. Das trifft aber nur auf wenige „Kunden“ zu, weil es eben Information und Wehrhaftigkeit bedarf. Es ist verständlicherweise aber nicht leicht, standhaft zu sein, wenn man mit der Kürzung oder Streichung des Existenzminimums bedroht wird.

Daher gilt zumeist: Wenn du wirklich zu 100% sichergehen willst, dass bei deiner Weigerung der Teilnahme bzw. bei einem Abbruch keine Leistungskürzung erfolgt, musst du die Maßnahme mitmachen und dich immer den Befehlen des Amtes fügen. Deine Chance, aus der Maßnahme herauszukommen, steigt aber massiv, wenn du bereit bist, argumentativ und rechtlich gegen die Zuweisung vorzugehen. Dazu findest du in diesem Unterforum zahlreiche Tipps.

Zitat von SMF69
Habt ihr Tips , Ratschläge , konkrete Beispiele usw. für mich dass ich diesen Irrsinn nicht mitmachen muss?!!!
Wie gesagt: Am erfolgversprechendsten scheinen mir: Gespräch mit der Teamleitung deines "Betreuers" suchen. Der Teamleiter wird u.a. daran beurteilt, dass es zu keiner allzu großen Anzahl an "Kunden"-Beschwerden in seinem Team kommt. Er will seinem Mitarbeiter zwar nicht in den Rücken fallen (und treibt den ja geradezu an, immer Maßnahmen zu befüllen!), er hat aber genauso auch ein ureigenes Interesse daran, dass die "Kunden" hinreichend zufrieden sind.

Wenn also wirklich mal ein „Kunden“ sich offensiv beschwert (was schon extrem selten vorkommt), wird der Teamleiter eher geneigt sein, Argumenten gegen die Maßnahme bzw. für alternative Maßnahmen (BGS) offener gegenüberzustehen als dein "Betreuer". Denn er will nicht, dass eine offizielle Beschwerde deinerseits ergeht.

In Ergänzung dazu kommt das Argument mit der Sozialphobie und der daraus resultierenden Schwierigkeit, Gruppensituationen zu ertragen, ganz gut. Wenn du "abgebrüht" genug bist, kannst du auch sagen, dass es dir derzeit so dreckig geht, dass du dich völlig unfähig siehst, an der Maßnahme teilzunehmen. Du bittest dann um Feststellung deiner Leistungsfähigkeit beim ärztlichen Dienst und hast gute Chancen, dass du nicht an der Maßnahme teilnehmen musst, weil ja gar nicht sicher ist, ob du überhaupt hinreichend leistungsfähig bist.

Dafür musst du, wenn du eigentlich nix hast, aber schon gut schauspielern können und solltest dich - um beim ÄD bzw. auch beim Hausarzt einen ausreichend guten Hypochonder geben zu können, im Vorfeld über das von dir simulierte Krankheitsbild informieren. Solch eine Schauspielerei mag etwas absurd erscheinen, aber absurde Gegebenheiten (Maßnahmen ohne Sinn und Verstand) erfordern manchmal eben eine dementsprechende Reaktion. Und im Jobcenter ist vieles absurd. Viel Erfolg!
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Alt 17.09.2014, 09:43   #7
Texter50
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Beiträge: 7.585
Texter50 Möchte sein Renommee nicht öffentlich anzeigen...
Standard AW: Zur Teilnahme an Massnahme gezwungen

Für die Argumente, gegen die Maßnahme anzugehen, kannste aus dem verlinkten Trööt sicher ne Menge an Infos ziehen :

https://www.elo-forum.org/weiterbild...argumente.html

@ BurnsTorn: nicht kurz aber sehr anschaulich, der Beitrach oben drüber. Danke!
__

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Frei nach Sunzi


Texter50 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 17.09.2014, 09:45   #8
BurnsTorn
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Standard AW: Zur Teilnahme an Massnahme gezwungen

Zitat von Texter50 Beitrag anzeigen
@ BurnsTorn: nicht kurz
Dabei habe ich mich so bemüht......Siehst du: Kurz geht!
  Mit Zitat antworten
Alt 17.09.2014, 10:13   #9
Buddy u Terence
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Beiträge: n/a
Standard AW: Zur Teilnahme an Massnahme gezwungen

Maßnahme Vertrag nicht unterschreiben:

Eine entsprechende Verpflichtung zur Unterzeichnung eines Vertrages mit einem Maßnahme Träger ist aber weder dem Gesetz zu entnehmen, d.h. das SGB II sieht keine entsprechende Verpflichtung vor und eine etwaige Nichtunterzeichnung eines Vertrages mit einem Maßnahme Träger ist insbesondere nicht über Absenkungstatbestände nach § 31 SGB II zu sanktionieren. Durch die Nichtunterzeichnung des streitigen Vertrages [...] hat die Antragstellerin somit auch keinen Anlass für den Abbruch der Maßnahme gegeben.
SG Ulm, Az. S 11 AS 3464/09 ER

Schon der Umfang der Unterlagen sowie die Vielzahl und die Bedeutung der behandelten Inhalte rechtfertigen es ohne weiteres, dass der Antragsteller sich bis zum nächsten Morgen Zeit nehmen wollte, um die Formulare zu prüfen und seine Entscheidung zu überdenken. Welche "organisatorischen Gründe" im Bereich des Maßnahme Trägers dem entgegengestanden haben sollen, hat dieser nicht konkretisiert. Letztlich kommt es darauf aber auch nicht an, denn ggf. müsste der Maßnahme Träger seine Abläufe anders organisieren.

Es ist jedenfalls unverhältnismäßig, einen erwerbsfähigen Leistungsempfänger mit der Notwendigkeit einer sofortigen Unterschrift unter eine Vielzahl von Dokumenten unter Druck zu setzen, bloß um einen Maßnahme Träger die Arbeitsabläufe zu erleichtern. Wie allgemein beim Abschluss von wichtigen Verträgen üblich, ist auch hier ein gewisser Zeitraum für die Prüfung der Rechtmäßigkeit und der Rechtsfolgen zuzubilligen (vgl. auch Sonnhoff, in : jurisPK-SGB II, 2. Aufl. 2007, § 31 Rn. 39 zum früheren Sanktionstatbestand der Weigerung, eine angebotene Eingliederungsvereinbarung abzuschließen, in § 31 Abs. 1 Nr. 1 Buchst. a SGB II in der bis zum 31.03.2011 geltenden Fassung).
SG Hamburg, 20.12.2012, S 38 AS 3756/12 ER

Darüber hinaus ist durch das Grundgesetz im Artikel 2 die Vertragsfreiheit garantiert (als Ausfluss der allgemeinen Handlungsfreiheit)



Unentgeltliches Praktikum kann jederzeit sanktionslos abgebrochen werden:
Entgegen der Ansicht der Antragsgegnerin hat sich der Antragsteller durch den Abbruch des Praktikums nicht geweigert, eine Arbeit, Ausbildung oder Arbeitsgelegenheit fortzuführen. Denn bei dem unentgeltlichen Praktikum handelt es sich nicht um eine Arbeit, Ausbildung oder Arbeitsgelegenheit im Sinne des § 31 Abs. 1 Nr. 1 Buchst. c) SGB II.
LSG NRW Beschluss vom 02.05.2008 AZ: L 7 B 321/07 AS/ER


Ist es nicht egal was er beim Amt unterschreibt? So lange er den Maßnahmevertrag nicht unterschreibt( wo es meiner Meinung nach ja für MT und Jobcenter drauf ankommt) können die Ihn eh nichts.

Der MT bekommt ja erst Geld wenn der Teilnhemer den Vertrag unterschrieben hat. Und wenn der Teilnehmer aus welchen Grund auch immer den Mt-Vertag nicht unterschreibt. Weil dieser ja nicht gesetzlich dazu verpflichtet ist was wollen die dann machen.
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Alt 17.09.2014, 11:10   #10
gizmo
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Blinzeln AW: Zur Teilnahme an Massnahme gezwungen

Zitat von SMF69 Beitrag anzeigen
Nein leider kenne ich mich weder mit A-Reha noch mit KDU aus!

Kannst du mich bitte aufklären?!

Wäre super von dir


EGV kann ich erst morgen scannen, hab selbst keinen scanner!
Muss das bei einem Freund machen!

Danke im Voraus

Grüßle SMF
Schon eine ganze Menge Info hier gekommen, denke warten mal bis die EGV hier gepostet ist.

Habe da mal ein paar Fragen.
War bei der EGV eine Rechtsbehelfsbelehrung mit dabei?
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Für die Leseratten mal das:

Jurawelten
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Du schreibst das du schon länger ohne Job bist, hast du gesundheitliche Einschränkungen und bist daher schwerer zu Vermitteln?
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A-Reha Antrag Beruflich stellen kann jeder, hier wird dann die Tauchlichkeit festgestellt wie weit eine Verwendung im ersten Arbeitsmarkt noch möglich ist. Kost nix und EGV zerbröselt. Es müssen auch keine zwingenden Gründe vorliegen um diesen Antrag zu stellen.
---------------

Die Aussage alleine das man sich Beruflich neu orientieren will reicht schon aus um einen A-Reha Antrag zustellen. Man möchte halt wissen wie man noch Gesundheitlich da steht um im ersten Arbeitsmarkt wieder Fuss zu fassen.
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Ebenso wird über ein A-Reha Antrag ein möglicher Kostenträger ermittelt. Beispiel:
Keine grossen körperlichen Leiden, trotzdem leichte Sportverletzung am Knie durch Handball. Letzter Einsatz im Lager mit viel Lauferei und Schlepperei. A- Reha Antrag gestellt.
Beantragung eines Lehrgangs Lagerwirtschaft mit Word und Excel. Jetzt ist ein Einsatz möglich in der Verwaltung das Lagers.
----------------

Deutsche Rentenversicherung - Berufliche Rehabilitation
-----------------

Schweifen wir mal ab in die KDU = Kosten der Unterkunft,
hier nur eine Frage, wird deine Warmmiete ganz vom Jobcenter getragen ohne das du aus deinem Regelsatz etwas dazu steuerst?
----------------

Mehr dann
__

Wer andern eine Grube gräbt, den schupst man selbst hinein! Übrigens, fachkundige SB`s im JC gibt es genauso häufig wie Schneebälle in der Hölle!

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gizmo ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 17.09.2014, 11:12   #11
Charlot
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Standard AW: Zur Teilnahme an Massnahme gezwungen

Zitat von BurnsTorn Beitrag anzeigen
Dabei habe ich mich so bemüht......Siehst du: Kurz geht!
Nicht immer liegt in der Kürze die Würze
__

Alle meine Beiträge stellen lediglich meine persönliche Meinung dar
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