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Alt 12.12.2013, 15:01   #1
Luna87
Elo-User/in
 
Registriert seit: 19.02.2009
Beiträge: 75
Luna87
Standard Berufliche Reha - Einladung zum Medizinischen Dienst

Hallo,

es geht um einen Bekannten.
Dieser war vor ca. 8 Monaten in einer Psyichatrie aufgrund einer schweren Depression,er wurde entlassen mit Medikamenten etc.
Ist nun bei einem Psychiater in Behandlung,bekommt KEINE Medikamente mehr.
Nun möchte er eine Berufliche Reha in einem Zentrum machen und hat hier einen Antrag bei der Agentur für Arbeit gestellt (er bekommt noch Krankengeld kein ALGI oder II,weiterhin krankgeschrieben)

Er war vor einigen Wochen bei seiner Sachbearbeiterin,diese wiederholte mehrfach das sie sich nicht sicher sei ob er schon stabil genug dafür sei so ganz ohne Medikamente etc.
Der MDK von der Agentur hat Unterlagen vom Krankenhaus,dem Zentrum,seinem Psychiater und dem Hausarzt vorliegen.

Nun bekam er heute Post das er am Montag zu einer freiwilligen Untersuchung kommen soll.

Für mich hört es sich momentan so an das die Agentur ihn an die Rentenversicherung verweisen will,damit er erstmal eine Reha bekommt und sie ihn los sind,die Reha ihn vielleicht so wieder hinbiegt das er diese Berufliche Reha gar nicht braucht.
Da wie gesagt die Sachbearbeiterin immer wieder sagte das sie sich nicht sicher sei ob er das überhaupt schafft.

Nun will er am Montag auch unbedingt dort hin,weiss allerdings nicht wie er sich richtig verhält.

Was meint ihr dazu?
Luna87 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 12.12.2013, 17:27   #2
schlaraffenland
Forumnutzer/in
 
Benutzerbild von schlaraffenland
 
Registriert seit: 11.02.2008
Ort: Hier
Beiträge: 7.829
schlaraffenland Investor/inschlaraffenland Investor/inschlaraffenland Investor/inschlaraffenland Investor/inschlaraffenland Investor/inschlaraffenland Investor/inschlaraffenland Investor/inschlaraffenland Investor/inschlaraffenland Investor/inschlaraffenland Investor/inschlaraffenland Investor/in
Standard AW: Berufliche Reha - Einladung zum Medizinischen Dienst

Es kann in der Tat sein, dass die Agentur für Arbeit ihn aus Kostengründen zur Deutschen Rentenversicherung (DRV) schieben will.

Die DRV würde, so weit ich das aus eigener Erfahrung beurteilen kann, ihn zuerst in eine medizinische Reha (Kur) stecken. Dort würde dann festgestellt werden, ob er in seinem alten Beruf noch (teilweise) arbeiten kann. Wenn Einschränkungen in dieser Hinsicht festgestellt werden, dann käme ein Antrag auf berufliche Reha (in der Regel ist damit eine Umschulung gemeint) in Frage.

Es kann aber auch sein, dass er aus einer medizinischen Reha als vollschichtig arbeitsfähig in seinem alten Beruf entlassen wird, also 100%ig rehabilitiert. Dann gibt es keinen Weg hin zu einer beruflichen Reha.

In meinem Fall wurde in der Reha-Klinik festgestellt, dass ich im alten Beruf nur 3 bis 6 h pro Tag arbeiten kann. Noch während meines Aufenthalts in der Reha-Klinik wurde mir empfohlen einen Antrag auf berufliche Reha zu stellen. Dies habe ich dann in der Reha-Klinik gemacht. Nach 8 Monaten kam der positive Bescheid von der DRV: die berufliche Reha (die so genannten Leistungen zur Teilhabe am Arbeitsleben) wurden bewilligt.

Allerdings bewilligt die DRV Umschulungen Betroffenen nicht, wenn sie ein gewisses Alter erreicht haben. Mir hat mein Reha-Berater der DRV gesagt, dass diese Schwelle bei 42 Jahren liegen würde. Ich weiß aber von 2 Fällen, da hat der zuständige Reha-Berater Personen, die mindestens 45 Jahre alt waren, jeweils eine Umschulung bewilligt. Es hängt vom jeweiligen Reha-Berater ab, ob er bei fortgeschrittenem Alter eine Umschulung bewilligt oder nicht.

Wenn man im fortgeschrittenen Alter ist, und einem wurden Leistungen zur Teilhabe am Arbeitsleben bewilligt, dann besteht die Gefahr, dass man statt in eine Umschulung in eine Integrationsmaßnahme gesteckt wird. Ich wurde in so eine Maßnahme gesteckt: 3 1/2 Monate Unterricht, der mich nicht weiter brachte (PC-Kurs in WORD und ECXEL, Gesundheitsmanagement, Kochen, Bewerbungstraining, um ein paar Topics zu nennen) und 6 1/2 Monate Praktika. Ich habe über diese Integrationsmaßnahme keinen Job gefunden.
__

Ich bin kein Rechtsanwalt. Für meine Handlungsempfehlungen und Rechtsauslegungen übernehme ich keine Haftung. Dieser Beitrag ist keine Rechtsberatung.
schlaraffenland ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 12.12.2013, 17:44   #3
Anna B.
Forumnutzer/in
 
Registriert seit: 05.07.2011
Beiträge: 7.798
Anna B. Möchte sein Renommee nicht öffentlich anzeigen...
Standard AW: Berufliche Reha - Einladung zum Medizinischen Dienst

Hallo,

nach meinem Wissen ist jetzt zuerst die DRV dran....der Leistungsträger ist nicht die Afa....das hätte die SB bei der Afa aber auch wissen müssen...

er muß einen Antrag bei der DRV stellen...einen Antrag auf berufliche REHABILITATION:..

schau genau hier:

Deutsche Rentenversicherung - Berufliche Rehabilitation

die DRV wird die Voraussetzungen prüfen und dann ggf. eine medizinische REHA oder eine berufliche REHA bewilligen...

die Afa ist nicht zuständig...

oh, wie blöd sind die dort...

manchmal glaube ich, ich könnte mich heute dort bewerben und wäre mit meinem Wissen sicherer als die dort..

der Link führt übrigens zu den ganzen Formularen und Informationen, die er benötigt....

viel Erfolg

achja...und wieder ein SB bei der Arbeitsbehörde, an dem ein kleiner Arzt verloren gegangen ist?..Woher will diese Verwaltungstante wissen, ob er ohne Medikamente belastungsfähig ist oder nicht?...wer führt eine medizinische Behandlungstherapie durch? ein Arzt, ein Psychiater oder ein SB der Afa und Co.?

was bilden diese ....diese...."Fachleute" sich eigentlich ein?

Ihre eigenen Rechtsgrundlagen kennen sie nicht...wollen sich aber in ärztliche Arbeitsfelder einbringen.......ich kann nur sagen: Schuster bleib bei deinen Leisten..
__

Gruß
Anna

Meine Beiträge sind keine Rechtsberatung
Anna B. ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 12.12.2013, 18:11   #4
pillepalle
Gast
 
Beiträge: n/a
Standard AW: Berufliche Reha - Einladung zum Medizinischen Dienst

@Anna B.: Soweit alles richtig. Aber falls die 87 das Geburtsjahr von Luna ist und der Bekannte in einem ähnlichen Alter, ist es ziemlich wahrscheinlich, dass tatsächlich die AfA zuständig ist für die berufliche Reha und nicht die DRV.

@Luna87: der Termin beim medizinischen Dienst muss nicht unbedingt was Schlimmes bedeuten. Die SB muss sich ganz einfach, bevor sie so was bewilligt, absichern, dass der "Kunde" die Reha dann z.B. auch wirklich schafft. Und dies geht eben entweder über den medizinischen Dienst. Oder evtl. könnte Dein Bekannter auch versuchen, von seinem Psychiater ein Schreiben zu erhalten, in dem dieser die berufliche Reha empfiehlt und bescheinigt, dass Dein Bekannter dazu in der Lage ist.

Aber der Weg über den medizinischen Dienst ist üblich und bedeutet erstmal nichts Schlimmes.
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Alt 12.12.2013, 18:16   #5
Anna B.
Forumnutzer/in
 
Registriert seit: 05.07.2011
Beiträge: 7.798
Anna B. Möchte sein Renommee nicht öffentlich anzeigen...
Standard AW: Berufliche Reha - Einladung zum Medizinischen Dienst

die DRV ist zuständig...

siehe Link und siehe die Anträge...
__

Gruß
Anna

Meine Beiträge sind keine Rechtsberatung
Anna B. ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 12.12.2013, 18:19   #6
pillepalle
Gast
 
Beiträge: n/a
Standard AW: Berufliche Reha - Einladung zum Medizinischen Dienst

"Versicherungsrechtliche Voraussetzungen

Diese erfüllen Sie, wenn...

-Sie zum Zeitpunkt der Antragstellung bereits eine Wartezeit von 15 Jahren zurückgelegt haben.

Zu der Wartezeit von 15 Jahren zählen wir Pflichtbeiträge und freiwillige Beiträge, Kindererziehungszeiten und Zeiten aus dem Versorgungsausgleich mit."

Wenn man das nicht erfüllt, kann man sich den Umweg über die DRV sparen und den Antrag direkt bei der AfA stellen. (Hab ich so gemacht und hat problemlos geklappt.)
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berufliche, dienst, einladung, medizinischen, reha

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