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Alt 05.05.2013, 10:35   #1
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Davila Möchte sein Renommee nicht öffentlich anzeigen...
Standard Argumente für Umschulung

Hallo zusammen,

eine Bekannte von mir will eine Umschulung machen. Das Arbeitsamt will sie aber nicht genehmigen, obwohl sogar eine konkrete Beschäftigungszusage eines Arbeitgebers für die Zeit nach der Umschulung vorliegt.

Welche Argumente kann man zugunsten der Umschulung anführen? Gibt es da irgendwelche maßgeblichen Paragraphen?

Danke euch für eure Hilfe!
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Alt 05.05.2013, 10:56   #2
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Standard AW: Argumente für Umschulung

Das Wichtigste ist zunächst, dass man mit dem argen Gesindel nicht spricht, sondern ANTRÄGE stellt! Nur diese Sprache verstehen die. Am besten wird sein, wenn du dir den "Antrag auf Teilhabe am Arbeitsleben" hier herunterlädst, ausfüllst und der Rentenkasse zuschickst. Danach nimmt die Sache von ganz alleine seinen Lauf.
==> Deutsche Rentenversicherung - Rehabilitation - Antragspaket Leistungen zur Teilhabe am Arbeitsleben
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"Hartz-IV ist die arbeitsmarktpolitische Endlösung der Erwerbslosenfrage." - Moi -

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Alt 05.05.2013, 11:01   #3
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Davila Möchte sein Renommee nicht öffentlich anzeigen...
Standard AW: Argumente für Umschulung

Hi Paolo,

danke für deine Antwort. Genau so einen Antrag will meine Bekannte ja auch stellen und ich will ihr dabei helfen.

Aber bei deinem Link geht es doch um berufliche Rehabilitation für Kranke, wenn ich das richtig verstehe. Und krank ist sie nicht, nur arbeitslos.

Naja...sagen wir besser, auch nicht kränker als ich...
Davila ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 05.05.2013, 11:02   #4
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Standard AW: Argumente für Umschulung

Zitat von Davila Beitrag anzeigen
Hi Paolo,

danke für deine Antwort. Genau so einen Antrag will meine Bekannte ja auch stellen und ich will ihr dabei helfen.

Aber bei deinem Link geht es doch um berufliche Rehabilitation für Kranke, wenn ich das richtig verstehe. Und krank ist sie nicht, nur arbeitslos.

Naja...sagen wir besser, auch nicht kränker als ich...
Ist sie ganz sicher nicht krank? Wenn keine gesundheitlichen Einschränkungen vorliegen, dann dürfte es mit einer Umschulung schwierig werden. Hat sie denn eine abgeschlossene Berufsausbildung?
__

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Paolo_Pinkel ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 05.05.2013, 11:15   #5
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JohnThompson ist zur Zeit noch ein unbeschriebenes Blatt
Standard AW: Argumente für Umschulung

Grundsätzlich steht die Pflicht, jede zumutbare Arbeit anzunehmen im Vordergrund. (Zeitarbeitsfirmen suchen immer Hilfsarbeitersklaven!)

- Schriftlichen Antrag stellen mit detaillierter Beschreibung der Umschulung
- Einstellungszusage des Arbeitgebers beilegen
- Nachweis erbringen, dass es keine Vermittlungschancen im erlernten Beruf gibt (Es darf wenige - gar keine Stellenangebote im erlernten Beruf geben! Wenn es Stellen gibt, aber deine Freundin nur nicht genommen wurde, wäre das schlecht!)
- außerdem sollte sie schon (sehr) lange arbeitslos sein!

Die Chancen sind aber nicht sehr gut, sofern sie aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr im erlernten Beruf arbeiten kann bzw. dieser nicht bereits vollkommen ausgestorben ist (z.B. Schumacher oder ähnliches)

Letztlich ist es eine Ermessensentscheidung des Amtes. Möglich wäre bei Ablehnung nur Widerspruch + Klage vor dem Sozialgericht. Das Gericht würde dann prüfen, ob das Amt sein Ermessen fehlerfrei ausgeübt hat. Dauert natürlich alles und deshalb sollte schnellstmöglich ein Verwaltungsakt erwirkt werden, auch wenn dieser abschlägig sein sollte.
JohnThompson ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 06.05.2013, 13:33   #6
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Beiträge: 8
Rosinenbrötchen Möchte sein Renommee nicht öffentlich anzeigen...
Standard AW: Argumente für Umschulung

Nur so eine Idee:
Eventuell genügt ja schon eine Weiterbildung um die Arbeit aufnehmen zu können, dann könntet Ihr einen Kompromiss vorschlagen um zum Ziel zu kommen.
Rosinenbrötchen ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 10.05.2013, 02:24   #7
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Beiträge: 24
Davila Möchte sein Renommee nicht öffentlich anzeigen...
Standard AW: Argumente für Umschulung

Zitat von JohnThompson Beitrag anzeigen
deshalb sollte schnellstmöglich ein Verwaltungsakt erwirkt werden, auch wenn dieser abschlägig sein sollte.
Problem: Das Amt weigert sich, einen schriftlichen Bescheid auszustellen, obwohl sie das ausdrücklich verlangt hatte. Es kommen immer nur unverbindliche Ablehnungsschreiben ohne Rechtsfolgebelehrung, also keine Bescheide.

Kann man einen Bescheid einklagen? Wenn ja, wie?
Davila ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 10.05.2013, 08:02   #8
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Fritz Fleißig Möchte sein Renommee nicht öffentlich anzeigen...
Standard AW: Argumente für Umschulung

Bei mündlichen Verwaltungsakten besteht Anspruch auf einen schriftlichen Bescheid (§ 33 Abs. 2 SGB X).

Allerdings liegt in dem von dir geschilderten Fall offensichtlich bereits ein solcher schriftlicher Bescheid (Verwaltungsakt) vor. Die Behörde hat hier einen Antrag endgültig abgelehnt und das deiner Bekannten schriftlich mitgeteilt. Damit kann hier Widerspruch und später erforderlichenfalls Klage eingereicht werden. Die fehlende Rechtsbehelfsbelehrung bewirkt lediglich, daß die Widerspruchsfrist nicht einen Monat, sondern ein Jahr ab Zugang des Bescheides beträgt.

Noch als Anmerkung: eine Rechtsfolgebelehrung (Erläuterung, welche Folgen ein bestimmtes künftiges Verhalten voraussichtlich haben wird) ist etwas anderes als eine Rechtsbehelfsbelehrung (Erläuterung, was man gegen den Bescheid rechtlich tun kann).
Fritz Fleißig ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 14.05.2013, 01:33   #9
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guinan Möchte sein Renommee nicht öffentlich anzeigen...
Standard AW: Argumente für Umschulung

Zitat von JohnThompson Beitrag anzeigen
Letztlich ist es eine Ermessensentscheidung des Amtes. Möglich wäre bei Ablehnung nur Widerspruch + Klage vor dem Sozialgericht. Das Gericht würde dann prüfen, ob das Amt sein Ermessen fehlerfrei ausgeübt hat. Dauert natürlich alles und deshalb sollte schnellstmöglich ein Verwaltungsakt erwirkt werden, auch wenn dieser abschlägig sein sollte.
Gibt es schon irgendjemanden, der wegen Ermessensfehlgebrauch geklagt hat? Nichtmal die Beratungsstellen kannten Fälle. Ermessen heißt, die können einfach nein sagen.
guinan ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 14.05.2013, 08:13   #10
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JohnThompson ist zur Zeit noch ein unbeschriebenes Blatt
Standard AW: Argumente für Umschulung

Zitat von guinan Beitrag anzeigen
Ermessen heißt, die können einfach nein sagen.
Nö.


Ermessen bedeutet, dass das Handeln der Behörde auf der Rechtsfolgenseite nicht fest vorgeschrieben ist. z.B. wenn im SGB steht "die Behörde kann", "die Behörde darf". Kein Ermessen hat die Behörde wenn sie etwas "muss".

Bei der Ausübungen des Ermessens darf die Behörde keine Ermessensfehler begehen. Eine Ermessensentscheidung ist rechtswidrig, wenn die Behörde die gesetzlichen Grenzen des Ermessens überschreitet oder von dem Ermessen in einer dem Zweck der Ermächtigung nicht entsprechenden Weise Gebrauch macht. Typische Ermessensfehler sind der Ermessensnichtgebrauch, der Ermessensfehlgebrauch und die Ermessensüberschreitung.
JohnThompson ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 14.05.2013, 08:58   #11
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Rarusu Möchte sein Renommee nicht öffentlich anzeigen...
Standard AW: Argumente für Umschulung

Zitat von JohnThompson Beitrag anzeigen
Nö.
Eine Ermessensentscheidung ist rechtswidrig, wenn die Behörde die gesetzlichen Grenzen des Ermessens überschreitet oder von dem Ermessen in einer dem Zweck der Ermächtigung nicht entsprechenden Weise Gebrauch macht. Typische Ermessensfehler sind der Ermessensnichtgebrauch, der Ermessensfehlgebrauch und die Ermessensüberschreitung.
Zudem gibt es da noch die Selbstbindung der Verwaltung.
Rarusu ist offline   Mit Zitat antworten
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Stichworte
argumente, umschulung

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