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Alt 24.03.2013, 09:48   #1
Annarella
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Annarella Möchte sein Renommee nicht öffentlich anzeigen...
Frage Höhe des Übergangsgeldes

Hallo.

mir wurde nach langem Kampf mit dem JC und anschließend mit der Deutschen Rentenversicherung Bund endlich eine berufliche Reha (Teilhabe am Arbeitsleben) genehmigt. Es ist eine einjährige Vollzeit-Ausbildung.

Nun gingen mir mit dem Bescheid auch die Formulare für das Übergangsgeld zu. Nun wird es ein wenig kompliziert:

Bei mir ist es so, dass ich seit 2010 Alg 2 beziehe. Davor habe ich von 2004-2010 studiert, Bafög bekommen und nur Nebenjobs gehabt, war nirgendwo versicherungspflichtig und dauerhaft angestellt. Von 2002 bis 2004 hatte ich einen sehr kleinen Teilzeitjob (8-12 h wöchentlich) in meinem ehemaligen erlernten Beruf. Den letzten Vollzeitjob hatte ich von 1988 bis 2001. Das war im öffentlichen Dienst und ich hatte daher ein anderes Gehaltsniveau (höher) als tariflich in meinen Beruf in der freien Wirtschaft bezahlt wird. Von 2001 bis 2002 war ich dort im ÖD allerdings auch noch ein Jahr beurlaubt (ohne Fortzahlung der Bezüge). Ich erfülle also diese 15 Jahre Einzahlung in die gesetzliche Rentenversicherung, habe aber keine Ahnung, worauf sich die Berechnung des Übergangsgeldes beziehen soll.

Da ich so viele verschiedene Angaben zur Berechnung des Übergangsgeldes finde, bin ich nun total verunsichert.

Mit welcher Grundlage wird mein Übergangsgeld berechnet? Wie hoch wird es sein? Bekomme ich das überhaupt von der Rentenversicherung oder bekomme ich weiterhin Alg 2 vom JC?


Den Bogen für den Arbeitgeber habe ich nun kurzerhand an meine letzte Vollzeitstelle geschickt. Dort soll eine 'fiktive' Berechnung des Gehalts eingetragen werden, so gib es die Rentenversicherung vor. Natürlich hege ich die Hoffnung, dass dort die Summe als Berechnungsgrundlage höher als der ortsübliche Tariflohn ausfallen wird, es ist aber natürlich auch mein letzter Arbeitgeber, bei dem ich dauerhaft sozialversicherungspflichtig angestellt war.



Ich habe die Links, die ich durch das Forum hier fand, auch schon durchsucht, aber dennoch weiß ich nicht, was denn nun gilt bzw verstehe ich vieles auch nicht. Für mich ist das alles verwirrend.

Das habe ich noch gefunden: bergangsgeld - Soziales & Recht - betanet

Hier steht auch etwas, aber das klingt für mich wieder anders: Übergangsgeld sichert das Einkommen in der Übergangszeit


Kann mir jemand helfen oder aus seiner persönlichen Erfahrung sagen, wie das wohl berechnet wird und welches Einkommen dann zugrunde gelegt wird? Oder ob ich weiterhin Alg 2 bekomme, das aber deutlich geringer wäre als das hier:


Die Berechnungsgrundlage für das Übergangsgeld beträgt bei allen Trägern 80 % des letzten Bruttoverdienstes, ist jedoch höchstens so hoch wie der Nettoverdienst.

68 % dieser Berechnungsgrundlage für die übrigen Versicherten.

Quelle ist der erste Link.

Hier steht wiederum, dass die letzte Beschäftigung nicht länger als 3 Jahre zurückliegen darf - aber es steht nicht drin, was denn ist, wenn sie doch länger als 3 Jahre zurück liegt (oder gilt dann der Satz darunter??): http://www.deutsche-rentenversicheru...4156/G0550.pdf


Würde mich über Eure Antworten und Einschätzungen freuen!
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Alt 24.03.2013, 10:52   #2
schlaraffenland
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Standard AW: Höhe des Übergangsgeldes

Hi Annarella,

mir ist auch nur die Regelung mit der 3-Jahresfrist bezüglich des letzten sozialversicherungspflichtigen Jobs bekannt, was die Berechnung der Höhe des Übergangsgeldes betrifft.

Falls das Dir bewilligte Übergangsgeld nicht für den Lebensunterhalt reicht, also unter den Dir bisher bewilligten ALG-II-Leistungen liegt, dann sollte Dir das JC nicht nur das Übergangsgeld auf Deine ALG-II-Leistungen aufstocken, sondern Du solltest einen Zuschlag vom Jobcenter bekommen, so meine Vermutung. Es gibt einen Mehrbedarf für Bezieher von ALG II, denen Leistungen zur Teilhabe am Arbeitsleben bewilligt worden sind, siehe § 21 SGB II:

Zitat:
(4) Bei erwerbsfähigen behinderten Leistungsberechtigten, denen Leistungen zur Teilhabe am Arbeitsleben nach § 33 des Neunten Buches sowie sonstige Hilfen zur Erlangung eines geeigneten Platzes im Arbeitsleben oder Eingliederungshilfen nach § 54 Absatz 1 Satz 1 Nummer 1 bis 3 des Zwölften Buches erbracht werden, wird ein Mehrbedarf von 35 Prozent des nach § 20 maßgebenden Regelbedarfs anerkannt. Satz 1 kann auch nach Beendigung der dort genannten Maßnahmen während einer angemessenen Übergangszeit, vor allem einer Einarbeitungszeit, angewendet werden.
SGB 2 - Einzelnorm
__

Ich bin kein Rechtsanwalt. Für meine rechtlichen Hinweise und Tipps übernehme ich keine Verantwortung.
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Alt 24.03.2013, 11:12   #3
Annarella
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Standard AW: Höhe des Übergangsgeldes

Danke Dir!

Also bedeutet das, im Zweifel bekäme ich mindestens meinen normalen Regelsatz Alg 2 inkl KdU plus 35 Prozent des Regelbedarfs. Das wäre ja nicht sooo schlecht und immerhin etwas mehr, als ich jetzt zur Verfügung habe.

Ich werde morgen auch noch mal die Info-Hotline der Rentenversicherung anrufen, vllt können die mir auch schon vor der Berechnung etwas dazu sagen.

Würde mich aber trotzdem noch für weitere Meinungen oder persönliche Erfahrungsberichte interessieren.
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Alt 24.03.2013, 11:34   #4
schlaraffenland
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Standard AW: Höhe des Übergangsgeldes

Zitat von Annarella Beitrag anzeigen
Danke Dir!

Also bedeutet das, im Zweifel bekäme ich mindestens meinen normalen Regelsatz Alg 2 inkl KdU plus 35 Prozent des Regelbedarfs. Das wäre ja nicht sooo schlecht und immerhin etwas mehr, als ich jetzt zur Verfügung habe.
Ich kann Dir nicht versichern, dass dem so sein wird, aber es sieht danach aus.

Zitat:
Ich werde morgen auch noch mal die Info-Hotline der Rentenversicherung anrufen, vllt können die mir auch schon vor der Berechnung etwas dazu sagen.
Das ist eine gute Idee.

Zitat:
Würde mich aber trotzdem noch für weitere Meinungen oder persönliche Erfahrungsberichte interessieren.
Sehe ich auch so.
__

Ich bin kein Rechtsanwalt. Für meine rechtlichen Hinweise und Tipps übernehme ich keine Verantwortung.
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