Weiterbildung/Umschulung/Sinnlose Maßnahmen Bitte nur Beiträge posten, die mit Weiterbildung/Umschlung und sinnlose Maßnahmen zu tun haben


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Alt 06.01.2013, 18:15   #1
Sani73
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Sani73 Möchte sein Renommee nicht öffentlich anzeigen...
Standard Vermittlungsquoten von Maßnahmen

Hallo,

kann man irgendwo nachlesen wie die Vermittlungsquoten nach Maßnahmen zu sehen sind?

Bei mir läuft noch ein LTA Antrag inzwischen im Widerspruch. Dieser wird aber so wie es aus sieht bei der DRV erfolgreich sein.

Ich mache mir nun Gedanken was ich dann machen möchte. Ich habe mir bereits RPK Reha | unser Angebot | ExundJob - Integrationsfirma in Wunstorf dann angeschaut und es kam mir vor wie eine bessere Arbeitsbeschaffungsmaßnahme vor. Wäsche von Mitarbeitern waschen und bügeln, Fenster putzen, Rasen mähen usw.Das habe ich bei mir zuhause und brauche ich nicht um beruflich wieder Fuß zu fassen. Ich kann mir auch nicht vorstellen das ich danach einen Arbeitsstelle haben werde.

Mein SB von der AfA gab mir einmal einen Flyer über diese Maßnahme: Pro Domo
Hört sich zwar schon besser an aber ich habe denn noch Zweifel ob mich das weiterbringen könnte.

Mein SB schein vergessen zu haben das er mir diese Möglichkeit genannt hat denn seit dem werde ich nur von Gutachter zu Gutachter geschickt obwohl klar ist das ich meinen Beruf nicht mehr ausüben kann.

Gruß
Sani
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Alt 06.01.2013, 19:24   #2
schlaraffenland
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schlaraffenland Möchte sein Renommee nicht öffentlich anzeigen...
Standard AW: Vermittlungsquoten von Maßnahmen

Zitat von Sani73 Beitrag anzeigen
Mein SB von der AfA gab mir einmal einen Flyer über diese Maßnahme: Pro Domo
Hört sich zwar schon besser an aber ich habe denn noch Zweifel ob mich das weiterbringen könnte.
Ich bezweifle das auch. Ich bin zur Zeit Rehabilitand und absolviere zur Zeit eine 10monatige Maßnahme für psychisch Vorerkrankte der DRV, in der man 6 1/2 Monate lang Praktika machen soll. Über Praktika sollen wir einen Job in einem alternativen Berufsbereich finden.

Ich finde das Konzept meiner Maßnahme mehr oder weniger schwachsinnig, zumindest, was mich betrifft. Als Praktikant ist man eigentlich immer im Nachteil, wenn man in einem neuen Berufsbereich Fuß fassen will. Weil es dort immer Leute gibt, die eine entsprechende Ausbildung vorweisen können, und die werden natürlich lieber angestellt als ein angelernter, nennen wir ihn mal "Hilfsarbeiter".

Bei uns in der Maßnahme gibt es z.B. folgende Leute:

- die Bankkauffrau, die nach ihrem 3. Burnout im Bankbereich nicht mehr arbeiten will/kann
- die IT-Fachkraft, die ein Linux-Zertifkat als Junior-Administrator hat
- ein Mensch, der in der Gastronomie mehrmals Geschäftsführer war

Die Leute sind psychisch gesehen unterschiedlich stark angeschlagen. Den Unterricht in der Maßnahme würde ich als pillepalle bezeichnen.

Hier eine Auswahl an Fächern: Bewerbungstraining (der Standard in jeder Maßnahme), WORD, EXCEL (letztere bedeutungslos für den Linux-Junior-Admin), Gesundheitsmanagement, Kommunikation, Arbeitsrecht (das ist wohl das sinnvollste Fach), Ernährung.

Und dann gibt es auch ab und an "Projekte", wo alle zusammen an einem Projekt arbeiten. Das erste Projekt, das wir gemacht haben, bestand darin, dass wir einen Stadtspaziergang organisiert haben: jeder sollte zu einer Sehenswürdigkeit einen Text erarbeiten, den er dann beim Stadtspaziergang vortrug.

Die Vorgängergruppe unserer Maßnahme (die Maßnahme fängt jede 4 Monate von Neuem an) hatte unserer Gruppe ihr Projekt vorgestellt: ihr Auftrag war es, zwei Geschäftsideen vorzustellen. Sie stellten uns ihr Konzept eines Nachbarschaftsladens für Jugendliche und einen Laden vor, in dem Kaffee, Süßigkeiten und Kuchen serviert werden. Beide Geschäftsideen auf rein fiktiver Basis. Ein Businessplan wurde uns nicht vorgestellt. Das Ganze wurde uns in Form einer Powerpoint-Präsentation vorgestellt. Am Ende der Präsentation gab es zur Verköstigung selbstgemachte Süßigkeiten.

In der Maßnahme haben wir auch gekocht. Wir sind in 2 Gruppen aufgeteilt. Gruppe 1 hat Gruppe 2 bekocht, ein paar Tage später bekochte Gruppe 2 Gruppe 1. Uns stand für den Einkauf ein Etat von 1 Euro pro zu bekochender Person zu.

Vor Weihnachten wurden wir zum Backen von Plätzchen verdonnert, Anordnung der Maßnahme-Chefin. Es wurden 42 (?!) Kaffeetassen mit Plätzchen befüllt, die dann die Chefin oder das BFW zu Weihnachten verschenkt hat. Die hierfür nicht benötigten, überschüssigen Plätzchen wurden von uns im Rahmen eines weihnachtlichen Beisammenseins verköstigt.

Ach ja, letzte Woche, da haben wir an 3 Tagen u.a. folgendes gemacht:

- im Fach "Beruflichtes Training" haben wir am 1. Tag eine Preisliste über Schreibwarenartikel erhalten, anhand dieser Preisliste sollten wir 15 Rechnungen schreiben.

- im Fach "Berufliches Training" haben wir am 2. Tag folgende Aufgabe erhalten: Du bist in einer Firma angestellt. Die Internet-Verbindung ist zur Zeit defekt. Suche für mehrere Kollegen die schnellste Zugverbindung von A nach B heraus. Den Teilnehmern wurden zum Erledigen dieser Aufgabe ausgedruckte Zugfahrpläne ausgehändigt

- am 3. Tag haben wir nach dem EXEL-Unterricht eine Entspannungsübung gemacht. Hierfür wurde eine CD mit Geräuschen vorgespielt (das Rauschen eines Baches; Vogelgezwitscher).

Für mich ist diese Maßnahme eine Beschäftigungstherapie. Sie bringt mich beruflich wahrscheinlich kein Stück weiter.

Die Dozenten, Sozialpädagogen und Psychologen sind aber alle nett zu uns.

Es gibt aber auch Leute in der Maßnahme, die sind psychisch so angeschlagen, dass sie die Maßnahme abbrechen mussten. Will damit sagen: für einige Teilnehmer ist die Maßnahme offensichtlich passend, andere wiederum (mindestens ich) bin unterfordert und sehe eigentlich keinen Sinn in der Maßnahme.

Sani, versuche lieber ne Umschulung bewilligt zu kriegen, das ist weitaus sinnvoller als eine Maßnahme wie ich sie gerade besuche oder wie "Pro Domo". Es sei denn, Du bist psychisch so angeschlagen, dass "Pro Domo" richtig für Dich ist.

Ich habe keine Umschulung bewilligt bekommen von der DRV mit der Begründung, ich sei zu alt. Die Bewilligungsgrenze für Umschulungen liegt offensichtlich bei 42 Jahren. Ich bin 47.
__

Ich bin kein Rechtsanwalt. Für meine rechtlichen Hinweise und Tipps übernehme ich keine Verantwortung.
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Alt 06.01.2013, 22:02   #3
Sani73
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Sani73 Möchte sein Renommee nicht öffentlich anzeigen...
Standard AW: Vermittlungsquoten von Maßnahmen

Hallo schlaraffenland,

das hört sich ja nicht so gut an.

Ich möchte erstmal Testen was ich noch leisten kann und vor allem wie.
Ich habe nicht nur mit meiner Psyche ein Problem sondern auch mit einigen Gelenken.
Durch mein letztem richtigen Arbeitsverhältniss habe ich selbst das Vertrauen in mir verloren. Ich habe zwar versucht noch 2-3 x in meinem Beruf Fuß zu fassen aber das ging gar nicht. Sei es Psychisch noch Körperlich.

Wenn mir jemand sagt das ich wieder in meinem Beruf zurück soll, bekomme ich richtig Angst und Panikanfälle.

Das macht die Situation natürlich auch nicht besser.

Gruß
Sani
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Alt 07.01.2013, 00:42   #4
Torchwood->Emailproblem
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Torchwood
Standard AW: Vermittlungsquoten von Maßnahmen

Ich habe mal einen "Jobcoach" (ich benutze die Anführungszeichen bewusst) während einer Maßnahme nach den Vermittlungsquoten seiner Firma gefragt.

Seine Aussage: 20% der Teilnehmer können vermittelt werden, die Hälfte davon ist aber nach weniger als 6 Monaten schon wieder arbeitslos.

Wenn ich jetzt mal das Schönreden davon abziehe, gehe ich von einer realistischen (Langzeit-) Vermittlungsquote von 5% aus.

Bravo.
Torchwood ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 10.01.2013, 19:02   #5
seppel3003->Emailproblem
Emailadresse berichtigen!
 
Registriert seit: 26.04.2012
Beiträge: 11
seppel3003
Standard AW: Vermittlungsquoten von Maßnahmen

Zitat von Torchwood Beitrag anzeigen
Ich habe mal einen "Jobcoach" (ich benutze die Anführungszeichen bewusst) während einer Maßnahme nach den Vermittlungsquoten seiner Firma gefragt.

Seine Aussage: 20% der Teilnehmer können vermittelt werden, die Hälfte davon ist aber nach weniger als 6 Monaten schon wieder arbeitslos.

Wenn ich jetzt mal das Schönreden davon abziehe, gehe ich von einer realistischen (Langzeit-) Vermittlungsquote von 5% aus.

Bravo.
Das kann ich nur bestätigen.

In meiner letzten Maßnahme war auch davon die Rede, dass 20 % der Teilnehmer vermittelt werden können.

Es ist jedoch keiner der Teilnehmer vermittelt worden.
seppel3003 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 10.01.2013, 19:16   #6
Lernfähiger
Gast
 
Beiträge: n/a
Standard AW: Vermittlungsquoten von Maßnahmen

Zitat von Sani73 Beitrag anzeigen
Hallo,

kann man irgendwo nachlesen wie die Vermittlungsquoten nach Maßnahmen zu sehen sind?

Bei mir läuft noch ein LTA Antrag inzwischen im Widerspruch. Dieser wird aber so wie es aus sieht bei der DRV erfolgreich sein.

Ich mache mir nun Gedanken was ich dann machen möchte. Ich habe mir bereits RPK Reha | unser Angebot | ExundJob - Integrationsfirma in Wunstorf dann angeschaut und es kam mir vor wie eine bessere Arbeitsbeschaffungsmaßnahme vor. Wäsche von Mitarbeitern waschen und bügeln, Fenster putzen, Rasen mähen usw.Das habe ich bei mir zuhause und brauche ich nicht um beruflich wieder Fuß zu fassen. Ich kann mir auch nicht vorstellen das ich danach einen Arbeitsstelle haben werde.

Mein SB von der AfA gab mir einmal einen Flyer über diese Maßnahme: Pro Domo
Hört sich zwar schon besser an aber ich habe denn noch Zweifel ob mich das weiterbringen könnte.

Mein SB schein vergessen zu haben das er mir diese Möglichkeit genannt hat denn seit dem werde ich nur von Gutachter zu Gutachter geschickt obwohl klar ist das ich meinen Beruf nicht mehr ausüben kann.

Gruß
Sani
Wäsche von Mitarbeitern waschen? bügeln? u.s.w....Pro Domo?[früher Reinigungsmittel] was ein zynischer Name der Maßnahme,diese Penner...
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maßnahmen, vermittlungsquoten

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