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Start > > -> (Langzeit)Arbeitslosigkeit. Wie geht ihr bei der Bewältigung des Alltags damit um?


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Alt 18.08.2017, 16:11   #26
[HartzFear]
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Standard AW: (Langzeit)Arbeitslosigkeit. Wie geht ihr bei der bewältigung des Altags damit um?

Zitat von erwerbsuchend Beitrag anzeigen
@ [HartzFear],

warum meinst du, versagt zu haben?
Wieso siehst du dich im ständigen Vergleich und Wettbewerb mit anderen Leuten?
Es geht nicht um den Materiellen Schw*nzvergleich, sondern darum, dass sich seit mehreren Jahren nichts positives im Leben job- und einkommenstechnisch verändert, obwohl man sich anstrengt. Ich weiß auf der einen Seite, dass ich nichts dafür kann und ich um Grunde alles richtig gemacht habe. Nichtsdestotrotz bleibt dieses seltsame Gefühl gepaart mit den Gedanken, wie das wohl in Zukunft weitergehen soll.
Zitat:
Welche Konsumgüter meinst du unbedingt haben zu müssen, die andere auch haben?
Wie schon oben gesagt. Es geht nicht mal um Konsumgüter, sondern um das Gefühl der "ökonomischen Freiheit". So möchte ich es mal nennen. Sich z.B. einen Urlaub leisten zu können und sich zu fragen, wo das Geld dafür herkommen soll oder ob man von einem JC die OA genehmigt bekommt.
Zitat:
Bist du dir wirklich sicher, dass Menschen, die sich materiell vieles oder alles erfüllen können, wirklich glücklicher und zufriedener sind?
Eins weiß ich ganz sicher, nämlich das Liebe, Gesundheit und Glück unabhängig von materiellen Einflüssen ist. Glücklicher sind oder können diese Menschen sicherlich nicht sein. Allerdings können sie im Gegensatz zu mir am Leben aktiv(er) teilnehmen.
Zitat:
Solche Menschen stehen aber noch enger im Wettbewerb, immer das neuste und beste haben zu müssen, wenn der Nachbar was neues hat, um sich ihrerseits wieder an die Spitze setzen zu müssen.
Ja, natürlich. Weil sie sich mit gleichgesinnten umgeben. Und bessere gibt es immer. Aber wie schon gesagt. Darum geht es mir nicht. Es geht nicht um Konsum oder wer hat mehr, sondern, wie soll ich das in Worte fassen? Es geht darum, dass Leben unbeschwert, selbstbestimmt und frei führen zu können.

Zitat:
Ich will dir damit sagen, dass du auch ohne diesen Rüstungswettlauf mit Konsumgütern, ein glückliches und erfülltes Leben leben kannst. Konsum ist nicht der Mittelpunkt des Lebens.
Wenn dein Freundeskreis nur aus solchen Konsumgläubigen besteht, dann solltest du eher darüber nachdenken, dir neue Freunde zu suchen, die mit dir auf einer Wellenlänge liegen.
Mein Freundeskreis ist sehr überschaubar. Und er besteht aus Menschen, die für meine Situation Verständnis haben, weil ein Teil davon selber mal erwerbslos gewesen ist und die Umstände rund um diesen Behördenwahn kennen. Es ist wohl meine Selbstreflektion über das, was ich bis jetzt geschafft habe, wo ich stehe und wo das alles hinführen mag. Vielleicht ist das auch ein Anflug von Midlifecrisis oder einer depressiven Verstimmung. Ich weiß es nicht.

Zitat:
Ich weiß, dass es schwer ist, aber man muss sich gedanklich von diesem Konsum- und Neidsystem verabschieden.
Was das angeht, bin ich geerdet. Ich musste von kleinauf mit wenig auskommen. Das was ich habe, habe ich mir selbst erwirtschaftet, erspart oder wie auch immer.


Zitat:
Inwiefern tickt deine biologische Uhr? Was meinst du unbedingt errreichen zu müssen?
Naja. Wie ich eingangs sagte. Ich fühle mich wie ein Zaungast des Lebens. Sehe die Jahre ins Land ziehen ohne das sich für mich persönlich etwas positives ändert - trotz Bemühungen. Dann sehe ich, dass die Problematik - z.B. die lange Arbeitslosigkeit, die man mir immer latent oder offen in Vorstellungsgesprächen vorhält, anstatt die Lebensleistung trotz der widrigen Umstände zu sehen - sich mit jedem Tag, Woche, Monat, Jahr nur verschlimmert. Dadurch schlussfolgere ich, dass meine Chancen, jemals wieder in den 1. Arbeitsmarkt zu kommen ins aussichtslose schwindet. Und das bringt mich dann zu der Überlegung, ob das alles überhaupt noch Sinn macht. Also so Dinge wie Bewerbungen schreiben, Stellensuche, Hoffnung auf eine bessere Zukunft usw. Vielleicht wäre es auch besser, sich mit der Situation so abzufinden. Sich einzugestehen, dass es so verfahren ist, dass man keine Chance mehr auf Besserung mehr hat und diese Bemühungen einstellt und einfach nur noch lebt.
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Alt 18.08.2017, 19:07   #27
saschaa
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Standard AW: (Langzeit)Arbeitslosigkeit. Wie geht ihr bei der bewältigung des Altags damit um?

auf der Straße muss man nicht unbedingt landen. Gefängnis wäre auch eine Möglichkeit :)

Jetzt im Ernst. Warum sollte man draußen unter der Brücke schlafen und sich Sorgen um die nächste Mahlzeit machen, wenn man währenddessen ein Zimmer haben kann, und täglich warme Mahlzeit hat. Gibts Strom, kann man Hobbies nachgehen.
Man raubt ne Bank aus und wenns klappt halt super! :) wenn nicht trotzdem gut :D
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Alt 18.08.2017, 19:17   #28
Allimente
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Standard AW: (Langzeit)Arbeitslosigkeit. Wie geht ihr bei der bewältigung des Altags damit um?

Zitat von [HartzFear] Beitrag anzeigen
Was mich auch noch interessiere würde. Wie geht ihr im Zwischenmenschlichen Bereich damit um?
Da habe ich keine Erfahrung, ich bin seit über 30 Jahren glücklich mit meiner Partnerin zusammen. Wir hatten schon viele gute Jahre und auch schlechte Jahre. Insgesamt habe ich wohl ziemliches Glück meine Frau/Familie und Freunde zu haben.

Dir kann ich nur raten, dich nicht so sehr auf Wünsche/Wunschdenken zu fokussieren, sondern aus dem, was Du hast, dass für dich Beste zu machen. Ich weiß auch, dass es nicht so einfach ist, schon gar nicht, wenn man sich alleine und einsam fühlt. Aber eins kann ich Dir garantieren, geh offen auf die Menschen zu und Du wirst feststellen, dass es ganz viele Menschen gibt, die ähnlich denken, die freuen sich über Kontakt. Klingt wie eine Phrase, aber geteiltes Leid/Glück ist halbes/doppeltes Leid/Glück - da ist schon was dran.
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Alt 19.08.2017, 00:33   #29
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Standard AW: (Langzeit)Arbeitslosigkeit. Wie geht ihr bei der bewältigung des Altags damit um?

Zitat von Allimente Beitrag anzeigen
Da habe ich keine Erfahrung, ich bin seit über 30 Jahren glücklich mit meiner Partnerin zusammen. Wir hatten schon viele gute Jahre und auch schlechte Jahre. Insgesamt habe ich wohl ziemliches Glück meine Frau/Familie und Freunde zu haben.
Da möchte ich dir herzlich zu deinem Glück gratulieren. Ich habe leider (zu) oft die Erfahrung gemacht, dass wenn es auf das Thema heraus läuft, was man beruflich so macht und man dies erzählt man schon teils in den Reaktionen ablesen kann, dass es nicht zum Vorteil ist. Vermutlich sausen bei vielen dann die von den Medien erfolgreich eingepflanzten Vorurteile durch den Kopf. Besonders bei Menschen, die im Berufsleben stehen. In Puncto "Liebe" scheint dieses Stigma wohl eine fast unüberwindbare Barriere zu sein.

Ich habe eben nochmal meinen Thread durch den Kopf gehen lassen, als ich in der Badewanne lag und habe versucht den Richtigen Ausdruck zu finden für meine Gemütslage. Ich glaube am besten beschreibt das Gefühl "nicht gebraucht zu werden" die Lage ganz gut.

Zitat:
Dir kann ich nur raten, dich nicht so sehr auf Wünsche/Wunschdenken zu fokussieren, sondern aus dem, was Du hast, dass für dich Beste zu machen. Ich weiß auch, dass es nicht so einfach ist, schon gar nicht, wenn man sich alleine und einsam fühlt. Aber eins kann ich Dir garantieren, geh offen auf die Menschen zu und Du wirst feststellen, dass es ganz viele Menschen gibt, die ähnlich denken, die freuen sich über Kontakt. Klingt wie eine Phrase, aber geteiltes Leid/Glück ist halbes/doppeltes Leid/Glück - da ist schon was dran.
Ich werde versuchen diesen Deinen Ratschlag zu beherzigen.
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Alt 19.08.2017, 01:43   #30
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Standard AW: (Langzeit)Arbeitslosigkeit. Wie geht ihr bei der bewältigung des Altags damit um?

Zitat von Allimente Beitrag anzeigen
Aber eins kann ich Dir garantieren, geh offen auf die Menschen zu und Du wirst feststellen, dass es ganz viele Menschen gibt, die ähnlich denken, die freuen sich über Kontakt. Klingt wie eine Phrase, aber geteiltes Leid/Glück ist halbes/doppeltes Leid/Glück - da ist schon was dran.

Deine Sichtweise ist sicherlich auch durch Dein Umfeld geprägt. Heirbei meine ich auch Dein Wohnumfeld. Meine persönliche Erfahrungen waren ähnlich und die Kontaktbereitschaft und die Offenheit von Menschen auch größer, ab der Linie Frankfurt -weiter Richtung Süden. Im Norden von Deutschland sieht es da eher mau aus -was die Kontaktbereitschaft und die Offenheit angeht. Nirgendwo leben mehr Singles als in Berlin . Und das merkt man hier auch im Miteinander . Berlin ist sehr provinziell, was die Mentalität der Einwohner in Mehrzahl angeht. Ansonsten herscht hier eher überwiegend eine Ellenbogen Mentalität und auch viel Ignoranz. Hier macht jeder sein eigenes Ding und ist nicht sehr aufgeschlossen. Jedoch wächst hier inzwischen auch eine neue Generation heran, die wesentlich zugänglicher und kontaktfreudiger ist. Das macht Hoffnung für die Zukunft. Bringt aber dem einzelnen Arbeitslosen wenig.

Wer also in Deutschland südlicher wohnt, der hat sicherlich gute Chancen, was die Kontaktaufnahme angeht.

Das Gefühl "nicht gebraucht zu werden" tangiert mich eigentlich weniger. Weil daraus auch ein Vorteil gesehen werde kann. Man schwebt weniger in der Gefahr verbraucht und möglicherweise auch mißbraucht zu werden.

Mich stört am meisten die Gewissheit, das die Arbeitslosigkeit ganz sicher mein Bestreben nach Selbstverwirklichung verhindert hat. Und mir stattdessen der Staat nur noch eine Existenz als fremdbestimmte Marionette innerhalb der Hartz iV Diktatur zumutet.

Ich empfinde dies allein als doppelte Bestrafung -ohne zu wissen, wofür ich so bestraft werde und warum so endgültig und perspektivlos.
__

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Danke [HartzFear], Allimente, Mutter Beimer bedankte(n) sich...
Alt 19.08.2017, 10:41   #31
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Geändert von Curt The Cat (19.08.2017 um 11:57 Uhr) Grund: Ich hätte Dich bereits mehrfach aufgefordert, Dich mit der Zitierfunktion vertraut zu machen ...!
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Alt 19.08.2017, 12:26   #32
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Standard AW: (Langzeit)Arbeitslosigkeit. Wie geht ihr bei der bewältigung des Altags damit um?

Zitat von Vidya Beitrag anzeigen
Deine Sichtweise ist sicherlich auch durch Dein Umfeld geprägt. Heirbei meine ich auch Dein Wohnumfeld.
Ich wohne im Herzen Deutschlands, im Ruhrpott. Kann gut sein, dass die Menschen hier grundsätzlich etwas offener sind. Aber ich persönlich bin recht kontaktfreudig und habe keine Probleme offensiv auf Menschen zuzugehen. Aber da ist sicher jeder Mensch anders gestrickt.

Ich werde eigentlich nie als Hartz4-Empfänger gesehen oder eingestuft, was sicher auch an meinem Auftreten liegt. Die meisten sind immer ganz verwundert, wenn ich es denn überhaupt erwähne, dass ich zur Zeit keinen Job habe. Nun ja, einfach ist das alles sicher nicht, aber es ist auch nicht so schlimm (für mich), dass ich mich hängen lasse und mein Leben nicht mehr genieße.
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Alt 19.08.2017, 12:45   #33
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Standard AW: (Langzeit)Arbeitslosigkeit. Wie geht ihr bei der bewältigung des Altags damit um?

Sie meinen? Was habe ich falsch gemacht? In meinem vorherigen Beitrag konnte ich das nicht mehr herein nehmen, weil ich den Beitrag nach üner 10 Stunden nicht mehr ändern konnten.
Zitat von Allimente
Ich wohne im Herzen Deutschlands, im Ruhrpott. Kann gut sein, dass die Menschen hier grundsätzlich etwas offener sind. Aber ich persönlich bin recht kontaktfreudig und habe keine Probleme offensiv auf Menschen zuzugehen. Aber da ist sicher jeder Mensch anders gestrickt.
Da sehe ich eher auch nicht so die Probleme für mich. Was mich latent etwas belastet oder herunter zieht ist immer die Erwerbslosigkeit als Stigma für sich genommen, die einem immer nachteilig ausgelegt wird - zumindest empfinde ich das so.
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Alt 19.08.2017, 14:44   #34
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Standard AW: (Langzeit)Arbeitslosigkeit. Wie geht ihr bei der bewältigung des Altags damit um?

Zitat von Vidya Beitrag anzeigen
Im Norden von Deutschland sieht es da eher mau aus -was die Kontaktbereitschaft und die Offenheit angeht.
Ich denke, das ist ein Klischee. Vor allem kommt es darauf an, in welchen Interessensgruppen man sich bewegt.
Im tiefsten Norden habe ich zu Beginn meiner Erwerbslosigkeit ein Ehrenamt als Vorleser in einer Kita angenommen und konnte mich vor positiver Resonanz kaum retten.
Sich ehrenamtlich einbringen ist ein sehr wirksamer Schlüssel, Kontakte zu den richtigen Menschen zu finden. Nicht nur, daß man gebraucht wird.
Nach nun schon Jahren sich geradezu ein Netzwerk entwickelt, von welchem ich selbst am meisten profitiere.

Und was das eigene Dasein betrifft, ist man doch selbst derjenige, welcher die Verwendung seiner Lebenszeit bestimmt.
Wer sich von unerfüllbaren Ansprüchen nicht löst, verbleibt in einem Hamsterrad.
Es gibt einfach zu viele schöne Dinge, welche man auch ohne große Mittel tun kann.
Wer sie nicht entdeckt, sollte seine Sinne schärfen. Und zwar nicht auf andere, sondern sich selbst und seine unmittlebare Umgebung.
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Danke Seepferdchen bedankte(n) sich...
Alt 19.08.2017, 15:45   #35
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Standard AW: (Langzeit)Arbeitslosigkeit. Wie geht ihr bei der bewältigung des Altags damit um?

Zitat von [HartzFear] Beitrag anzeigen
Sich einzugestehen, dass es so verfahren ist, dass man keine Chance mehr auf Besserung mehr hat und diese Bemühungen einstellt und einfach nur noch lebt.
Dann kriegste noch größere Probleme als du eh schon hast. Gib weiterhin dein Bestes und mehr kannste nicht machen. Wer kämpft, kann verlieren. Wer nicht kämpft, hat schon verloren.
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Alt 19.08.2017, 17:43   #36
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Standard AW: (Langzeit)Arbeitslosigkeit. Wie geht ihr bei der bewältigung des Altags damit um?

Zitat von Vidya Beitrag anzeigen

Deine Sichtweise ist sicherlich auch durch Dein Umfeld geprägt.

Im Norden von Deutschland sieht es da eher mau aus -was die Kontaktbereitschaft und die Offenheit angeht.
Hallo Vidya,

dem kann ich nicht ganz zustimmen. Ich bin eher der Meinung, daß die Akzeptanz und Empathie ggü. Erwerbslosen eher abhängig davon ist, ob man auf dem Land oder in der Stadt wohnt.
Ich habe meine Kindheit und Jugend auf dem Dorfe verbracht und bin dann später studien- und berufsbedingt in Städte gezogen. Ich hatte in jungen Jahren große Probleme, mich mit dem dörflichen Leben abzufinden. Wer da nicht im Schützenverein oder im Fußballverein Mitglied war und abends in der Kneipe ordentlich einen mitbecherte, der gehörte nicht richtig dazu. Ich weiß von einem Bekannten aus Jugendjahren, der ebenfalls nach der Ausbildung arbeitslos wurde und solange von seinen Dorfkollegen geschnitten wurde, bis er irgendwann wegen paranoider Schizophrenie in der Klappse gelandet ist.
Der Vorteil in Städten ist sicherlich, daß man es nicht jedem recht machen muß und man selber wählen kann, mit welchen Leuten und Vereinen man sich auseinandersetzen möchte.
Auf dem Dorfe gibt es immer Meinungsführer und wenn man denen nicht nach dem Mund redet oder einen gewissen gesellschaftlichen Status aufweist, ist man automatisch stigmatisiert. Ich stelle mir das Schicksal eines Langzeitarbeitslosen besonders in der bayrischen Provinz mit Sicherheit trostloser vor als beispielsweise in Hamburg.
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Alt 19.08.2017, 17:52   #37
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Zitat von Wholesaler Beitrag anzeigen

Dann kriegste noch größere Probleme als du eh schon hast.

Wer nicht kämpft, hat schon verloren.
und die 100%-Sanktion seitens des Jobcenters schon so gut wie sicher.
Gollum1964 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 19.08.2017, 18:37   #38
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Missverstanden? Die Floskel in Fettschrift bezog sich darauf, dass er (weiterhin) alles versuchen soll. Dass er eine Vollsanktion bekommt, wenn er sich nicht mehr bewirbt, ist sonnenklar. Und deshalb hat er in dem Fall noch größere Schwierigkeiten als bereits vorhanden.

Eine weitere Unannehmlichkeit für Erwerbslose ist die Tatsache, dass Arbeit in Deutschland einen (für meine Begriffe viel zu) hohen Stellenwert hat. Das fängt bereits bei ganz banalen Dingen an. Vor ein paar Wochen unterhielt ich mich mit jemanden und wir kamen auf das Alter zu sprechen. Ich bat ihn darum, dieses zu schätzen. Antwort:"Sag mir lieber, wie lange du bereits gearbeitet hast!" Bei solchen oder ähnliche Fragen ("Was machst du momentan?") greife ich auch schon einmal zu einer Notlüge. Das ist sonst nicht meine Art. Ich habe allerdings keine Lust, mich ständig rechtfertigen zu müssen. Dumme Sprüche ("Wer Arbeit sucht, der findet auch welche.") und "gute" Ratschläge (Zeitarbeit) bleiben mir ebenfalls erspart.

Ich hab noch einen Amazon-Gutschein. Vielleicht verwende ich den dafür:

Und, was machst du so?: Frohliche Streitschrift gegen den Arbeitsfetisch: Amazon.de: Patrick Spat: Bucher

Geändert von Curt The Cat (21.08.2017 um 19:10 Uhr)
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Alt 21.08.2017, 16:27   #39
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@ Aufgewachter

Das mit dem Ehrenamt ist vielleicht eine gangbare Alternative, die ich Erwägung ziehen sollte. Ich meine mich grau erinnern zu können, dass es für die Vergabe eine zentrale Webseite mit "Stellenangeboten" gab. Weßt du da genaueres, wer in so einem Fall der Ansprechpartner ist.

In Bezug auf meinen Beitrag zum Thema Einstellen der Aktivitäten. Da habe ich mich wohl missverständlich ausgedrückt. Natürlich würde ich weiterhin Meldeaufforderungen nachkommen, mit auf VV bewerben, so ich sie denn bekommen würde und mich auch eigeninitiativ bewerben, wenn ich etwas passendes finde. Ich würde es eben nur mit minimalen Elan und Optimismus machen, denn schließlich möchte ich auch keine Sanktion riskieren. Wobei sich die Anzahl meiner Bewerbungen auch in überschaubaren Grenzen hält. Zum Glück ist dahingehend nichts in meiner EGV konkretisiert.

@ Wholesaler

Ich verstehe deine Botschaft. Siehe oben. Diesen Gefallen werde ich dem JC sicherlich nicht machen. Aber wie sieht es denn aus, wenn die EGV dazu nichts konkretisiert, ich seit mehreren Wochen AU bin, von JC sowieso keine VV bekomme und mich lediglich auf (geringe) Stellen bewerbe, die ich mir gesucht habe? Kann man dahingehend von Seiten des JC etwas konstruieren?
Zitat von Wholesaler
Ich habe allerdings keine Lust, mich ständig rechtfertigen zu müssen. Dumme Sprüche ("Wer Arbeit sucht, der findet auch welche.") und "gute" Ratschläge (Zeitarbeit) bleiben mir ebenfalls erspart.
Genau sowas geht mit total auf den Senkel! Aber bei diesen Beispielen kann man eindrucksvoll sehen, welche nachhaltigen
"Fortschritte" gewisse Printmedien und Privatsender erreicht haben.
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Alt 21.08.2017, 19:20   #40
Texter50
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Zitat von [HartzFear] Beitrag anzeigen
...
- trotz intensiver Bewerbungsaktivität keine Beschäftigung, fühle mich angesichts der Fachkräftemangel-Debatte wie im falschen Film.
Nöö, Du bist nicht im falschen Film, was dir der verlinkte Film zeigt.
*Das Märchen vom Fachkräftemangel*

Der Fachkräftemangel ist genau so ehrlich wie die Zahlen, die Du immer im präsentiert bekommst.
Da wird auch erzählt: 2,5 Mio Arbeitslose. Was da verschwiegen wird, da sind noch 3,5 Mio Leuts ohne Arbeit, die wurden nur in ne andere Kiste gesteckt.
Selbst wenn es die 2 Mio Stellen geben würde, von denen gerne die Rede ist, bleiben da immer noch 4 Mio ohne Job.

In diesem Sinne: lasse Dir nicht Deine restliche Lebenszeit vermiesen.
__

Crane, Pool & Schmidt - und ich bin Schmidt...
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Alt 21.08.2017, 21:13   #41
atasteofbunny
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Ich kann dich gut verstehen, HartzFear! Bin auch Single, lebe alleine, leide unter dem wenigen Geld und dem Gefühl, nicht gebraucht zu werden mein ganzen Leben habe ich darauf hingearbeitet, erfolgreich im Beruf zu sein, und jetzt - seit Februar letzten Jahres erwerbslos! Das ist für viele hier wahrscheinlich nicht besonders lang, aber mir kommt es wie eine Ewigkeit vor und mittlerweile bin ich mir wirklich nicht mehr sicher, ob ich in diesem Leben noch mal eine Stelle, die meinen Vorstellungen entspricht, finden werde. Diskriminierung als Arbeitslose erlebe ich zwar selten, aber ich finde es einfach doof, zu Hause herumzuhängen, ich mag meinen Beruf und will ihn ausüben!!! So langsam macht sich bei mir auch der Gedanke breit: Was machst du, wenn du tatsächlich nix mehr findest? Wie sieht dein Alltag mit dem wenigen Geld langfristig aus? Meine Hobbies liegen schon seit Jahren still (auch als Erwerbstätige hatte ich dafür nicht genug Geld, und dann immer nur befristete Verträge ...), aber langfristig ALG II, da muss man ja an allem sparen, nicht nur an den Hobbies, auch an Lebensmitteln, Medikamenten, Fahrtkosten ... SchXXXX.

Mittlerweile bewerbe ich mich nicht nur in meiner Nähe, sondern bundesweit. Ob ich damit bessere Chancen habe, ich weiß es nicht, hoffe es aber sehr. So ein Umzug in eine fremde Gegend ist ja auch nicht ohne, aber für eine gute (!) Stelle würde ich es wagen. Ich gehe optimistisch an meine Bewerbungen. Noch ...

Ein Ehrenamt kann ich dir empfehlen, ich habe eins und das ist schon eine schöne Sache, wo man sich ohne Leistungsdruck einbringen kann. Mit einer bezahlten Arbeit ist es natürlich nicht zu vergleichen, aber auf jeden Fall eine Gelegenheit, aus dem Alltagsgrau der Arbeitslosigkeit eine Weile herauszukommen.

Zu Stellenbörsen für Ehrenämter, ich kenne z. B. Aktivoli. Ich habe mir meine Tätigkeit allerdings ergoogelt, also mir überlegt, was ich gern machen möchte und dann gesucht, ob es sowas in meiner Nähe gibt. Gibt es

Alles Gute wünsch ich dir
atasteofbunny
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Alt 22.08.2017, 12:40   #42
Urbex
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Dieses ätzende Gefühl, soviel Zeit vergeudet zu haben, gepaukt zu haben, sich den Allerwertesten aufgerissen zu haben, anstatt, auf Partys zu gehen (was mir eh nicht liegt) oder einfach mehr das gemacht zu haben worauf ich Lust hatte, das Leben zu leben, anstatt Wissen in sich reinzuhämmern........und dann.......Hartz4.

Die schei*se mit dem gebraucht werden habe ich ständig, ich werde ständig von Menschen gebraucht, mache ich eigentlich auch gerne, aber ich merke dann immer wieder wo ich bin (im Nirgendwo), es hält mich von eigenen Sachen ab, zu denen ich mich manchmal wirklich schon zwingen muß, weil es mich immer wieder erwischt, einfach alles schxxxse zu finden.

Ich habe immer wieder was neues versucht aus dem Ganzen rauszukommen aber irgendwie gibt es kein Weiterkommen.
Manchmal ist die Hoffnung völlig am Boden, aber ich gebe nicht auf, auch wenn ich manchmal körperlich und geistig ziemlich angeschlagen bin.

Mit den Problemen als Single kann ich nur sagen, daß es am Selbstverständnis liegt und nicht am Hartz4.
Ich hatte einen ultraasozialen Nachbarn, der war Harzer und hat das Leben genossen, zog sich Dinge rein, empfand sich selbst als das Tollste was es gibt, bekam die Weiber reienweise ab.
Es waren keine hässlichen, sie hatten sogar gute Jobs, bezahlten ihm sogar teilweise die Miete und kauften ihm auch Kleidung. Ist das nicht geil?
Na ja, bei seiner offensichtlichen dissoziativ psychopathischen Persönlichkeitsstörung ist das auch kein Wunder. Daß sich Menschen immer wieder von Niedrigtrieblern benutzen lassen währe nichts Neues.
An diesem Beispiel kann man jedoch gut erkennen, daß unsere Situation nicht unbedingt maßgeblich fürs Alleinesein ist. Andererseits, wieviele gut verdienende Singles gibt es, ich glaube das werden nicht wenige sein?
Das dicke Problem ist nur, man kann soviel, darf aber nicht, man kann auch nicht ohne was zu tun. Das läßt sich aus dem eigenen Betrachtungswinkel einfach nicht ändern, das Vertrauen in das Leben ist im Axxxrsch. Man ist immer fremdbestimmt, immer im Kampf gegen etwas, immer im Mangel. Das Gehirn merkt sich diese "Miese Zeit" und baut neuronale Verbindungen in diese Richtung auf, so daß immer mehr Energie in "Alles ist Schxxxxsse" fließt und es wird immer mehr.

Toll für die jenigen unter euch, die den einen oder anderen "eigenen" Lichtblick hier posten, diese sind nämlich äußterst wichtig. Wenn man etwas hat was einem persönlich gut tut, egal ob ein Ehrenamt oder Hobby oder was auch immer, dann werden in diese Richtung auch neuronale Brücken im Gehirn produziert, das Beste währe, dafür zu sorgen, daß diese positiven "Verbindungen" so zahlreich wie es nur geht "bewerkstelligt" werden und die Jenigen, die sich aus dem Leid gebildet haben immer weniger werden.

Auch wenn man sich erstmal zwingt den ersten Schritt zu tun, einfach mal raus ins Grüne oder irgendwas anzufangen was auch nur schwach im Hinterkopf vorsichherglimmt und sowas wie Neugier oder Freude insichträgt. Dieser Sache einfach eine Chance geben sich bei einem "vorzustellen", ohne Erwartungen, daß dieses zum Retter oder sonstwas wird. Es geht darum, das Gehirn zu "reparieren" und die Chance zu geben es auf das zu programmieren, was einen nicht weiter runterzieht.
Das ist kein Hokuspokus, das ist Wissenschaft.

Klingt vielleicht erstmal ein Bisschen komisch, aber es geht.
Ich weiß, daß es nicht einfach ist, aber was ist dann schon einfach? Selbst bei mir, wo es funktioniert hat, treten auch immer wieder Tage auf an denen ich einfach im Eimer bin. Ich hätte das was ich machte besser machen können, mehr neuronale Brücken in positiver Richtung aufbauen können, aber ich bin nun mal ein Grießgram und tat mein Bestet. Das Gute ist, ich bin immer noch drann und versuche es weiter, auch wenn es mir in letzter Zeit wieder an Energie fehlte mich in dieser Sache genügend zu beachten.

Findet etwas was mit dieser Situation nichts zu tun hat und versucht wieder etwas Neugier für etwas zu empfinden und den ganzen Mist einfach, wenn auch nur für kurz zu vergessen.
Mir hilft es auch schon, wenn ich mit dem Rad in den Wald fahre. Manchmal stehe ich vor dem Wald und merke, Schxxx das funktioniert nicht mehr, kaum bin ich aber drin, sehe ich, daß es funzt, es geht mir schlagartig gut und schon ist das Leid ein Stück verblaßt. Der Wald ist nur eine Sache.
Jeder hat etwas anderes und es lohnt sich danach zu suchen, immer da wo Neugierte, Leichtigkeit oder Freude, wenn auch nur in Spitzen auftaucht, da bitte weiter nachgraben.

Grüsse
Urbex
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Alt 22.08.2017, 17:42   #43
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Standard AW: (Langzeit)Arbeitslosigkeit. Wie geht ihr bei der Bewältigung des Alltags damit um?

So Hartz 4 Probleme- nächsten Monat eine OP-Ambulant. Muss dann das Taxi für die Hin+Rückfahrt bezahlen - notwendig laut OP-Broschüre jemanden für die nächtens 2-3 Tage als 'Aufpasser' greifbar zu haben ...Taxikosten+die jetzt auffälligen,durch Hartz 4 fehlenden 'Kontakte'.Das ist das was ich aus , den zweiten Bildungsweg begleitenden Hauspflege kenne: Menschen, die ohne soziale Kontakte -sich dabei teilweise nicht mal einsam fühlend, den Tod entgegenlebend.
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Alt 22.08.2017, 19:00   #44
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Standard AW: (Langzeit)Arbeitslosigkeit. Wie geht ihr bei der Bewältigung des Alltags damit um?

Zitat von atasteofbunny
Mittlerweile bewerbe ich mich nicht nur in meiner Nähe, sondern bundesweit. Ob ich damit bessere Chancen habe, ich weiß es nicht, hoffe es aber sehr. So ein Umzug in eine fremde Gegend ist ja auch nicht ohne, aber für eine gute (!) Stelle würde ich es wagen. Ich gehe optimistisch an meine Bewerbungen. Noch ...
Aufgrund meiner chronischen Erkrankung bin ich räumlich nicht flexibel. Soll heißen, dass lange Pendelzeiten nicht möglich sind. Ergo kann ich nur in einem begrenzten Radius suchen. Natürlich habe ich mir auch schon die Alternative überlegt, für einen Job in eine andere Stadt, Bundesland oder sogar Land zu ziehen. Es scheitert nicht unbedingt am Willen, sondern vielmehr an ökonomischen Gesichtspunkten. So ein Umzug kostet ja mit Kaution, ggf. doppelten Mietzahlungen wegen Kündigungsfrist und Umzugskosten locker mehrere Tausend Euro, die ich nicht habe. Ich habe auch nicht das familiäre oder soziale Netzwerk, dass mir mal eben diese Sorge leihweise abnimmt. Und ob man vom JC die Kosten in einem solchen Fall auch nur annähernd in Gänze ersetzt bekommt wage ich auch mal zu bezweifeln.
Zitat von Urbex
Dieses ätzende Gefühl, soviel Zeit vergeudet zu haben, gepaukt zu haben, sich den Allerwertesten aufgerissen zu haben, anstatt, auf Partys zu gehen (was mir eh nicht liegt) oder einfach mehr das gemacht zu haben worauf ich Lust hatte, das Leben zu leben, anstatt Wissen in sich reinzuhämmern........und dann.......Hartz4.
Ganz genau das ist es. Da opfert man Mühe, Zeit und Energie, um eine solide Grundlage zu schaffen, weil ja Bildung, Bildung, Bildung "der Schlüssel" ist, wie es immer so schön heißt. Und dann steht man im Grunde genommen wieder am Ausgangspunkt, weil man nicht weiter gekommen ist.
Zitat von Urbex
Das dicke Problem ist nur, man kann soviel, darf aber nicht, man kann auch nicht ohne was zu tun. Das läßt sich aus dem eigenen Betrachtungswinkel einfach nicht ändern, das Vertrauen in das Leben ist im Axxxrsch. Man ist immer fremdbestimmt, immer im Kampf gegen etwas, immer im Mangel. Das Gehirn merkt sich diese "Miese Zeit" und baut neuronale Verbindungen in diese Richtung auf, so daß immer mehr Energie in "Alles ist Schxxxxsse" fließt und es wird immer mehr.
Na toll! Das sind ja schöne Aussichten! Und wie kann da halbwegs gegensteuern? Autosuggestion? Ich habe keine sonderlichen Hobbies. Ich versuche lediglich halbwegs regelmäßig Sport zu machen. Z.B. Schwimmen oder Red fahren.
Zitat von 293949
Das ist das was ich aus , den zweiten Bildungsweg begleitenden Hauspflege kenne: Menschen, die ohne soziale Kontakte -sich dabei teilweise nicht mal einsam fühlend, den Tod entgegenlebend.
Das ist ja das, was leider auch wissenschaftlich bewiesen wurde. Ich glaub das die Psyche da maßgeblich die treibend Kraft ist.
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Alt 22.08.2017, 21:14   #45
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Standard AW: (Langzeit)Arbeitslosigkeit. Wie geht ihr bei der Bewältigung des Alltags damit um?

@HartzFear

Ja eben das ist ja die Psyche,......Hmmmm ich dachte ich hätte das schon so gut ich konnte beschrieben, aber wahrscheinlich war ich mal wieder zu schnell.

Autosuggestion brauchst du da nicht oder andere spezielle Dinge.

Wenn es doch bei dir Schwimmen und Sport ist und dich das wirklich glücklich macht, dann wende dich dem noch mehr zu, aber niemals mit Zwang.

Je mehr man auf die Fresse bekommt, desdo mehr von den Synapsen gehen den Programmierweg, JETZT unglücklichsein.

Vielleicht währe an deinem Beispiel ja dieses Manöver zu fahren:
Du sitzt zu Hause, merkst der Schxxxxß kommt wieder, du lässt dich hängen, machst dir negative Gedanken. Das Beste währe dann sofort daran zu denken wie geil das letzte Workout war, wie du dich da gefühlt hast, was du da gemacht hast, wie sah es dort aus. Dann, wenn du schon sabberst, dann befriedige es und
nimm deine Sachen sofot und geh schwimmen oder pumpen....ich weiß ja nicht welchen Sport du machst.

Und je öfter du deine stratigischen Mechanismen eiskalt fährst umso kleiner wird das Futter für dein Selbstserstörungsprogramm, sogar noch besser, du wirst innerlich stärker, hast mehr das Gefühl von Behütet sein durch sich selbt und empfindest dich als mehr lebendig, weil du dadrch mehr von den synaptischen Verbindungen geknüpft hast, die den Autobilot Glücklichsein innehaben. Je ofter du DENEN Futter gibst umso besser wird es und umso kleiner werden die "Leid-Verbindungen", die beien ihre Verknüpfungen dann nämlich ab.

Aber es wird natürlich immer wieder Rückfälle geben, das ist normal, im Moment, habe ich recht wenig Energie, aber das wird wieder.

Manchmal muss man sich dann einfach (nur für den ersten Schritt) aufraffen, wenn es einem wirklich spaß macht, dann geht der rest dann aus Lust und ohne Zwang.

Grüße
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Alt 22.08.2017, 21:34   #46
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Standard AW: (Langzeit)Arbeitslosigkeit. Wie geht ihr bei der Bewältigung des Alltags damit um?

@293949

Du kannst dir eine Hilfe vom Staat holen, ich weiß zwar nicht genau wie das heißt, muss mich mal erkundigen, aber da gibt es sowas, wenn du jemanden brauchst, dann gibt es solche Hilfsdinger, die schicken dir Jemanden, mit dem machst du dir dann Termine (regelmässig), der kann bei dir putzen kommen, oder mit dir Kochen, oder einkaufen gehen (das ist meißt das was gemacht wird) In deinem Fall kann der Jenige auf dich aufpassen, aber leider nicht rund im die Uhr soweit ich weiss.

Das tut mir Leid das du alleine bist, ich bin es weitestgehend auch, aber he, ich brauch keinen, denn ich hab mich selbst.
Man merkt, dass es dir echt schxxx geht, so gehts mir ab und zu auch und das sage ich nicht nur so.....wenn du nur wüsstest, aber ich konnte mir ein Wenig selber helfen mal hier mal da, es ist das Wissen, das mir half und ich kann nur dankbar sein, daß mir dieses zu Tage wurde, das Internet ist voll davon.

Hast du schonmal daran gedacht zu einem Psychologen zu gehen? Ich kenne dich nicht und ich weiß nicht was du alles erlebt hast, aber es wird garantiert das eine oder andere geben, das dich dorthin gebracht hat, daß du auf den Tod wartest.
Das kenne ich. Aber ich komme da immer wieder raus, hätte ich das Wissen nicht, würde ich wahrscheinlich nur noch vor mich hinvegetieren, wer weiss. Ich will dir nichts aufdrengen, aber ich habe meine versteckten Feinde gefunden und ich verstehe jetzt.
Ich wünsche dir so sehr, daß dir eine Hilfe zukommt, denn ohne meine Hilfe (Wissen darüber) hätte ich nichts.

Grüße
Urbex
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Alt Gestern, 11:39   #47
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Zitat von Urbex
Wenn es doch bei dir Schwimmen und Sport ist und dich das wirklich glücklich macht, dann wende dich dem noch mehr zu, aber niemals mit Zwang.
Naja. Mit dem Glücklich sein ist das so ne Sache. Eigentlich bin ich nicht so der Sportfreak. Ich mache das lediglich, um mich ab und zu zu bewegen. Gäbe es noch Alternativen? Ich bin eher so der Typ, der zufrieden ist, wenn er seine Ruhe hat und sich nicht sonderlich bewegen muss :-)
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Alt Gestern, 13:19   #48
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@ Aufgewachter
Das mit dem Ehrenamt ist vielleicht eine gangbare Alternative, die ich Erwägung ziehen sollte.
Ich meine mich grau erinnern zu können, dass es für die Vergabe eine zentrale Webseite mit "Stellenangeboten" gab.
Weßt du da genaueres, wer in so einem Fall der Ansprechpartner ist?
Der Ansprechpartner ist Dein Umfeld. Überlege selbst, was Du am liebsten machen würdest
und suche dementsprechende Stellen in Deinem Wohnort auf. Das kann beispielsweise Schule, Kita, Soziale Beratungsstelle, Krankenhaus, Tafel oder Altersheim sein.
Als Freizeitmusiker, Spazierbegleiter, Besucher von Kranken, welche keine Angehörigen haben, Vorleser, Hausaufgabenhilfe etc. wird man dort immer gebraucht.

Ich fand das Vorlesen und Musizieren für Kinder interessant und bin einfach in die nächste Kita gelatscht.
Die Leiterin hat mich herzlich empfangen und nach einigen Formalitäten fing ich ein paar Tage später dort an.
Führungszeugnis bekomme ich inzwischen alle zwei Jahre von meiner Stadt kostenfrei zugesandt.
Momentan arbeite ich in einem Kinderheim - Fahradwerkstatt, Heimzeitung und als Zuhörer.
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Alt Gestern, 19:50   #49
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....
Eine chronische Erkrankung habe ich auch ich hoffe einfach mal, dass ich auch am neuen Wohnort gute Ärzte finde. Das mit den Umzugskosten finde ich auch schwierig, vor allem die doppelten Mietzahlungen, aber immerhin hätte ich dann ja volles Gehalt, und eventuell ist es ja möglich, einen Nachmieter zu finden, dann hätte sich das erledigt. Da ich in einer Stadt lebe, in der kleine, günstige Wohnungen begehrt sind, sollte ich eigentlich schnell einen Nachmieter finden.

Ich weiß allerdings nicht, ob die Arbeitgeber heutzutage gern Leute einstellen, die mehrere hundert Kilometer weit entfernt wohnen, oder sich dann nicht doch lieber für jemanden entscheiden, der nicht umziehen müsste. Vielleicht mache ich mir da auch zu große Hoffnungen ...
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Alt Gestern, 21:29   #50
Gollum1964
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Zitat von atasteofbunny Beitrag anzeigen

Ich weiß allerdings nicht, ob die Arbeitgeber heutzutage gern Leute einstellen, die mehrere hundert Kilometer weit entfernt wohnen, oder sich dann nicht doch lieber für jemanden entscheiden, der nicht umziehen müsste. Vielleicht mache ich mir da auch zu große Hoffnungen ...
Hallo,

daß mit den beruflichen Umzug ist eine heikle Sache und kann theoretisch sogar von Arbeitslosen verlangt werden.
Ich denke mal, daß je höher man qualifiziert ist und das noch in einem Mangelberuf, desto besser stehen die Chancen, daß sich sogar der Arbeitgeber reinhängt, um dir bei der Wohnungssuche zu unterstützen.
In Wald und Wiesen Berufen (z.B. meiner als Buchhalter), wo überall der Bedarf gesättigt ist, dürfte fast immer der einheimische Bewerber bevorzugt werden, da er quasi von heute auf morgen anfangen könnte und auch besser in seinem privaten Umfeld integriert ist. Es ist ja meist auch nicht sehr einfach, als Arbeitsloser erst mal eine (bezahlbare) Wohnung zu finden und sich dort im neuen Umfeld zu integrieren.
Ich persönlich habe schon 4 Umzüge hinter mir und würde in meinem Alter das nur noch durchziehen, wenn mir eine wirklich attraktive Stelle angeboten wird, jedoch mit Sicherheit nicht für eine ZAF oder einen prekären Mindestlohnjob.
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