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Alt 28.04.2018, 11:25   #1
SoLaLa
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Standard Maßnahme Mobiles Coaching, was ist das und wofür?

Hi,

mir wurde eine Maßnahme vorgeschlagen. MT wäre die USS GmbH mit der Maßnahme "Mobiles Coaching" 6 Monate a 2 mal die Woche.
Den Flyer hab ich nun leider nicht mehr der liegt noch irgendwo im Park oder Cafe :-/, vl. haben ihn die Tauben geholt..bei Interesse :-).

Stand nichts besonderes drin alles schön und toll wie ihr ja wisst.
Kompetenzen, Allgemeine Hilfe, Jobtraining, Gespräche, Bewerbungsunterlagen, Outdooraktivitäten "hä?" usw.

Ich frag mich ehrlich wie das 6 Monate ablaufen soll... am ende rennt man vom einen Praktikum zum anderen oder wird schön in eine ZAF vermittelt. Und so persönlich wollt ich eigentlich auch nicht werden bei den Maßnahmen. Am Ende landet alles wieder beim JC und kommt in die Stasi Akte.

Kennt jemand diese Maßnahme, oder hatte schon das Vergnügen?
Mir geht es es um die Maßnahme nicht wie ich sie vermeide, da wurde mir schon gut geholfen dank dem tollen Forum hier.

Grüße
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Alt 28.04.2018, 16:08   #2
Bettelstudent
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Bettelstudent
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Standard AW: Maßnahme Mobiles Coaching, was ist das und wofür?

Hallo,

guckst du hier: https://www.uss.de/home.html Mit einem Wort der Versicherungsvertreter kommt nach Hause :-) Wäre mir nur recht,lass den Herrn Krause kommen Wie Sie wollen sitzen? Tut mir leid, aber für neue Stühle habe ich kein Geld,Sie werden mit der Kiste da vorlieb nehmen müssen.Und darf ich Ihnen ein frisches Glas Wasser aus der Leitung anbieten ?
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Alt 28.04.2018, 16:16   #3
Dinobot
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Standard AW: Maßnahme Mobiles Coaching, was ist das und wofür?

Zitat von SoLaLa Beitrag anzeigen
Ich frag mich ehrlich wie das 6 Monate ablaufen soll... am ende rennt man vom einen Praktikum zum anderen oder wird schön in eine ZAF vermittelt. Und so persönlich wollt ich eigentlich auch nicht werden bei den Maßnahmen. Am Ende landet alles wieder beim JC und kommt in die Stasi Akte.
Stichwort Stasi Akte: wink: Zunächst einmal kenne ich die Leistungsbeschreibung aus der Ausschreibung dieser Maßnahme aus einem Landkreis in Brandenburg - sofern man ALG II bekommt. zum Beispiel.

Könnte Dir daher zusammenfassend den Ablauf und die Idee sowie die Absicht dahinter schildern. Bräuchte aber erst einmal ein Feedback -ob Du ALG II bekommst.

Ansonsten wäre es ja für Dich uninteressant. Solltest du nicht im Land Brandenburg wohnen, so ist das nicht weiter tragisch, denn die Maßnahme ist bundesweit wohl einheitlich konzipert, was Teilnehmer aus dem ALG II betrifft, weil über das REZ der BA für das jeweilige Jobcenter in Abständen bundesweit immer neu eingekauft.

Trifft also ALG II Bezug auf Dich zu?

Zitat von Bettelstudent Beitrag anzeigen
guckst du hier: https://www.uss.de/home.html Mit einem Wort der Versicherungsvertreter kommt nach Hause :-) Wäre mir nur recht,lass den Herrn Krause kommen Wie Sie wollen sitzen? ?
Die Frage erübrigt sich. Denn laut meiner Informationen aus der einheitlichen Leistungsbeschreibung soll der Träger dafür seinen eigenen Kleinbus mitbringen. Als Beratungsraum für Einzelgespräche , ausgestattet mit Tisch und Sitzgelegenheit. Ferner muss das Fahrzeug Klimaanlage und Standheizung besitzen. Ergänzend auch einen PC Arbeitsplatz zur Dokumentation mit einem Sozialpädagogen.

Das alles -weil diese Maßnahme für besondere Teilnehmer gedacht ist:

Bis 35 Jahre alt. Mit umfassenden Stabislierungsbedarf. Sie sollen (angeblich) vielfältige Hemmnisse aufweisen, insbesondere im Bereich der Mitwirkungsfähigkeit/ Mitwirkungsbereitschaft und einen Mangel an Schlüsselqualifikationen besitzen und gering ausgeprägte Sozialkompetenzen . Insbesondere wird denen eine fehlende Bereitschaft in der Zusammenarbeit attestiert. Und deshalb seien sie nicht zu erreichen und dieses Maßnahme deswegen erforderlich. So in etwa wird der Teilnehmerkreis umrissen.

Sozialarbeit sei das maßgebende und über die gesamte Maßnahme begleitende Instrument für den Maßnahmeerfolg. Sie soll kontinuierlich zum Entwicklungsstand des Teilnehmers eingesetzt und erweitert werden. Hierzu werden dann bis zu 7 Aufgaben des Pädagogen geannt, insbesondere soll er als Vertrauensperson fungieren...

Ergänzend soll der Träger Möglichkeiten für gemeinnützige Tätigkeiten schaffen. Für die die Umsetzung dessen muss der aber vorher mit dem Jobcenter sprechen, steht jedenfalls so in der Standard Leistungsbeschreibung drin. Dieser Teil soll zusätzlich erfolgen. Des Weiteren ist ein Praktikum bei einem Arbeitgeber vorgesehen -bis zu 6 Wiochen.

Das ganze soll anhand eines individuellen Aktivierungs -und Eingliederungsplan erfolgen. Das Jobcenter behält sich übrigens vor, jederzeit in diese Pläne Einsicht nehmen zu können.

Soviel ergänzend dazu.

Geändert von Dinobot (28.04.2018 um 16:59 Uhr)
Dinobot ist gerade online   Mit Zitat antworten
Alt 28.04.2018, 16:40   #4
SoLaLa
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SoLaLa
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Standard AW: Maßnahme Mobiles Coaching, was ist das und wofür?

Zitat von Dinobot Beitrag anzeigen
Bräuchte aber erst einmal ein Feedback -ob Du ALG II bekommst.

Trifft also ALG II Bezug auf Dich zu?
ja ich bin so "einer"
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Alt 28.04.2018, 18:00   #5
Dinobot
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Standard AW: Maßnahme Mobiles Coaching, was ist das und wofür?

Zitat von SoLaLa Beitrag anzeigen
ja ich bin so "einer"
Danke für die Antwort. Dann fasse ich nachfolgend die wichtigsten Vorgaben zur Ausführung der Maßnahme zusammen und entspreche damit hoffentlich Deinem vorherigen Beitrag dazu:

Zitat von SoLaLa Beitrag anzeigen
Stand nichts besonderes drin alles schön und toll wie ihr ja wisst.Kompetenzen, Allgemeine Hilfe, Jobtraining, Gespräche, Bewerbungsunterlagen, Outdooraktivitäten "hä?" usw.
So, dann beleuchten wir das nochmal genauer, anhand der Standard Vorgaben:


Gespräche

Abbau vorhandener Motivations - und Vermittlungshemmnisse. Steigerung des Selbstwert- und Lebensgefühls sowie auf die Verbesserung der persönlichen Leistungsfähigkeit für eine sv Beschäftigung zu erreichen.. Ausbau der Motivation. Ausgerichtet am individuellem Bedarf des Teilnehmers.

Erfassung beruflich relevanter Fähigkeiten und Fertigkeiten sowie der Motivation des Teilnehmers. Hierbei soll ein umfassendes Bild über die Eingliederungshemmnisse und die physische und psychische Befindlichkeit der Teilnehmer gewonnen werden., welches im Aktivierungs- und Eingliederungsplan des Teilnehmers dokumentiert werden soll. Es sollen
gemeinsam konkrete Zielsetzungen festgelegt werden.. Hierbei soll das Jobcenter in geeigneter Form einbezogen werden..

*In den Aktivierungsprozess sollen darüber hinaus Stabilität schaffende Faktoren/ Einflüsse z.B. Vorbild für die Familie, Existenzsicherung für die Kinder in die Motivationsförderung und Zielerreichung eingebunden werden. Der Motivations- und Eingliederungsprozess soll insofern durch Anreize und ein gestärktes Wertesystem unterstützt werden. Dies soll durch intensive Sozialarbeit erreicht werden*

.* Zu den Aufgaben des Sozialpädagogen gehören insbesondere:
1. Aufsuchende Sozialarbeit
2. Aufbau von verlässlichen Beziehungsstrukturen
3. Stabilisierung des Teilnehmers dahingehend, dass Termine im Verlauf der Maßnahme zunehmend in
den Räumlichkeiten des Trägers stattfinden
4. Entwicklung einer Lebens- und Berufsperspektive
5. Funktion als Ansprechpartner und Vertrauensperson
6. Koordinierung und kontinuierliche Dokumentation der individuellen Förderverläufe
7. Begleitung des Übergangs in weiterführende Qualifizierungsangebote.

*Zusätzliche Aufgaben des Sozialpädagogen sind mindestens:
• Alltagshilfen • Hilfestellung bei Problemlagen (z.B. Krisenintervention) • Entwicklungsfördernde Beratung und Einzelfallhilfe • Punktuelle Familienarbeit (Transparenz des Qualifizierungsprozesses, Unterstützung der Integration) • Verhaltenstraining
• das Zusammenwirken der verschiedenen Akteure in der Maßnahme sicherstellen.
• Zielvereinbarungen mit den Teilnehmern treffen und die Umsetzung kontrollieren und dokumentieren • Erstellen und Fortschreiben des Aktivierungs- und Eingliederungsplanes in Absprache mit den Teilnehmern und den in der Maßnahme eingesetzten Mitarbeitern (Inhalt, Zeitpunkt und Gesprächsteilnehmer sind zu dokumentieren und dem Teilnehmer im Original auszuhändigen) • Zielvereinbarungen mit den Teilnehmern treffen und die Umsetzung kontrollieren und dokumentieren • Zusammenarbeit mit der Sucht- und Schuldnerberatung *


*Definition der erfolgreichen Eingliederung;

Ein Teilnehmer gilt als erfolgreich eingegliedert, wenn er • eine mindestens 15 Stunden wöchentlich umfassende versicherungspflichtige Beschäftigung oder eine betriebliche Ausbildung nach dem Berufsbildungsgesetz (BBiG) bzw. Handwerksordnung (HwO) drei Monate ununterbrochen ausgeübt hat.

Im Rahmen der Sozialarbeit ist eine Beziehung zu den Teilnehmern aufzubauen. Insofern ist es
wichtig, die Teilnehmer durch den Sozialpädagogen dort aufzusuchen, wo sich diese regelmäßig aufhalten (zu Hause, Freundeskreis, Treffpunkte). Im Verlauf der Maßnahme (spätestens im letzten Drittel) sollen die Kontakte immer mehr in die Räumlichkeiten des Auftragnehmers verlagert werden, um so eine geregelte Tagesstruktur herzustellen und Verantwortlichkeiten herauszubilden. Bei auftretenden Problemen setzt sich der Sozialpädagoge mit dem persönlichen Ansprechpartner des Bedarfsträgers in Verbindung, um in Fallkonferenzen nach gemeinsamen Lösungen zu suchen.

*Bewerbungstraining
• Erstellung vollständiger, individueller Bewerbungsunterlagen, so dass der Teilnehmer diese selbst je nach Stellenangebot neu erstellen kann
.
Ziel ist die Verbesserung der bildungsmäßigen Voraussetzungen für weitergehende
Qualifizierungsangebote sowie die Erweiterung der sprachlichen und schriftsprachlichen Kompetenzen.


*Motivationsförderung/ Freizeitpädagogik
Um nachhaltig einen ganzheitlichen Ansatz zu verfolgen sind ergänzend freizeitpädagogische Aktivitäten durch Zusatzangebote außerhalb des in B.1.3 definierten persönlichen Zeitbudgets zu planen und durchzuführen. Hierbei sind neben Einzelprojekten ausdrücklich auch Gruppenangebote zulässig. Hierzu können z.B. gemeinsame Ausflüge und Sportveranstaltungen, kulturelle Exkursionen oder ähnliche Aktivitäten zählen. Sofern es der Entwicklungsstand einzelner Teilnehmer erlaubt, sollen dabei entsprechende Aktivitäten zur Förderung der überregionalen Mobilität auch zu Zielen außerhalb des definierten Einzugsgebietes stattfinden.
Entsprechend ergänzende Angebote sind mindestens in einem Umfang von 4 Zeitstunden monatlich vorzuhalten. Die im Rahmen der Motivationsförderung und Freizeitpädagogik durchgeführten Aktivitäten sind im Aktivierungs- und Eingliederungsplan zu dokumentieren.

Daneben soll es noch Inhalte mit folgenden Oberbegriffen geben:

Wirtschaftliches Verhalten
Berufsorientierung
Gesundheitsorientierung inkl.
Gemeinsames Einkaufen und Zubereiten geben.

*Quelle, hilfsweise hier : mobiles Coaching - § 16 I SGB II i.V.m § 45 I S.1 SGB III Stand: 24.07.2017 Geschäftsnummer: 901-17-45ind-59034 vom REZ der BA BB/SAT in 10969 Berlin.
Vertragsende hier: 31.07.2018.

So -nun bist Du im Bilde. Was die Maßnahme bezweckt, bzw. wie die Umsetzung "mobiles Coaching" standardtechnisch angedacht ist. Ob Dein Träger alle Vorgaben so umsetzt?. Keine Ahnung, ist aber anzunehmen. bis zum Beweis des Gegenteils.
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Alt 28.04.2018, 21:18   #6
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Standard AW: Maßnahme Mobiles Coaching, was ist das und wofür?

Danke dein Beitrag hat mir sehr geholfen @Dinobot.

Ich bin mir aber einfach nicht sicher ob ich das machen soll, möchte ja nicht unnötig sanktioniert werden wenn mir was nicht recht ist. Im Grunde kommt ja jede Hilfe recht, bloß aus Erfahrung weis ich das man bei Maßnahmen nie weis was da kommt.

Hatte letztens ein Bewerbercoaching das komplett negativ ausgefallen ist, mit viel ärger und demotivation. Ich bin froh wenn ich mit den ganzen Gutmenschen MT nichts mehr am Hut habe, das hat sich so entwickelt aus eigener Erfahrung.

Die Entscheidung fällt mir irgendwie schwer.

Hat den der MT irgendwelche Vorgaben zu erfüllen, ich meine eine zu erfüllende Zielsetzung. Also andere Träger werden ja bei Erfolg extra belohnt oder ?.. dementsprechend werden sie nun mal aggressiv.
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Alt 28.04.2018, 23:10   #7
Dinobot
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Standard AW: Maßnahme Mobiles Coaching, was ist das und wofür?

Zitat von SoLaLa Beitrag anzeigen
Hat den der MT irgendwelche Vorgaben zu erfüllen, ich meine eine zu erfüllende Zielsetzung. Also andere Träger werden ja bei Erfolg extra belohnt oder ?.. dementsprechend werden sie nun mal aggressiv.
Es gibt eine Vorgabe der Eingliederung von 20 Prozent mindestens. Für dieses Art Maßnahme meistens als Standard. Die Definition einer erfolgreichen Eingliederung hatte ich vorher schon beschrieben .Hierfür bekäme der Träger dann 2000 Euro pro Teilnehmer. Ziel wäre zudem :

*Gegenstand der Leistung nach § 16 Abs. 1 SGB II i. V. m. § 45 Abs. 1 S. 1 SGB III ist ein individuelles
Einzelcoaching der Teilnehmer mit dem Ziel
• des Abbaus von multiplen Vermittlungshemmnissen und
• der Aktivierung durch Aufbau von Motivation und Leistungsbereitschaft.

Darüber hinaus sollen, soweit die primären Ziele erreicht wurden, eine
• Integration in versicherungspflichtige Beschäftigung und
• Stabilisierung der Beschäftigungsaufnahme erfolgen.*

*Diese Maßnahmen können alle Aktivitäten umfassen, die auf die dauerhafte berufliche Eingliederung in eine versicherungspflichtige Beschäftigung im Sinne des § 25 Abs. 1 S. 1 SGB III unter Verringerung und Vermeidung der Hilfebedürftigkeit i.S. d. § 1 Abs. 1 S. 1 SGB II gerichtet sind.*

Aggressivität wäre da eher kontraproduktiv, wenn das anvisierte Vertrauensverhältnis erreicht werden soll. Da als Pädagogen auch ehemalige Mitarbeiter der BA eingesetzt werden könnten, sollte sich das Vertrauensverhältnis vorsichtshalber dann auf das Wesentliche beschränkt werden - so jedenfalls meine Meinung dazu. Überhaupt wäre unverbindliches Verhalten und die Abwehr der Beantwortung von pauschalen Fangfragen sowie eine engagiert unbedarfte Grundhaltung nicht die schlechteste Wahl . Welchen Päd. Du bekämst - keine Ahnung. Nicht immer stimmt die Chemie Das wäre dann schon mal ein schlechter Anfang. Es gibt zudem weiter wissenswerte Sachlagen ,die Du wissen solltest:

*Die Leistungserbringung ist auf den einzelnen Teilnehmer auszurichten und erfolgt zunächst im Rahmen der aufsuchenden Sozialarbeit in Form eines mobilen Büros unmittelbar im direkten Wohnumfeld der Teilnehmer. Im weiteren Maßnahmeverlauf sollen die Kontakte immer mehr in die Räumlichkeiten des Auftragnehmers verlagert werden. *

Ist nicht jedermanns Sache. Die Gefahr der privaten Datenerhebung kann nicht ausgeschlossen werden , insbesondere weil die Träger an die Jobcenter berichten sollen.

* Im Verlauf der Maßnahme (spätestens im letzten Drittel) sollen die
Kontakte immer mehr in die Räumlichkeiten des Auftragnehmers verlagert werden, um so eine geregelte Tagesstruktur herzustellen und Verantwortlichkeiten herauszubilden. Bei auftretenden Problemen setzt sich der Sozialpädagoge mit dem persönlichen Ansprechpartner des Bedarfsträgers (Jobcenters) in Verbindung, um in Fallkonferenzen nach gemeinsamen Lösungen zu suchen.*

Zu Deinen Gunsten im Streitfall, denn die Beratung über den Zugriff wird sehr oft durch die Jobcenter unterlassen:

*Der Teilnehmer wird im Vorfeld durch den Bedarfsträger über das Maßnahmeangebot und den Zugriff des Auftragnehmers auf seine selektiven Bewerberdaten in VerBIS beraten. Im Anschluss wird dem Auftragnehmer der Zugriff auf die selektiven Bewerberdaten in VerBIS gewährt. *

Und

*Die Einstellung eines Lichtbildes ist nur dann zulässig, wenn der Teilnehmer dies ausdrücklich wünscht, er die vollumfänglichen Nutzungsrechte bzw. Urheberrechte an dem einzustellenden Lichtbild besitzt, über alle möglichen Risiken einer evtl. unkontrollierten Verbreitung im Internet durch den Auftragnehmer informiert wurde und die Einstellung des Lichtbildes dennoch schriftlich erklärt hat. *

Möglicherweise problematisch erachte ich diese Formulierung, weil zu schwammig und nicht weiter erklärt::

*Der persönliche Ansprechpartner des Bedarfsträgers entscheidet in Abstimmung mit dem Auftragnehmer über den Ausschluss einzelner Teilnehmer aus der Maßnahme bzw. den Abbruch. Dies gilt auch für Teilnehmer, die durch ihr Verhalten den Erfolg der Maßnahme gefährden oder deren Ablauf nachhaltig stören.*

Wer bestimmt wann welches Verhalten eine „Gefährdung“ oder „Störung“ darstellt?

Unseriöse Träger benutzen solche Formulierungen gerne mal als Druckmittel gegen Teilnehmer. Hier erscheint also Vorsicht geboten.

Über die den Abschluss eine gesonderten Teilnehmervertrages mit dem Träger ist dort nur der Abschluss einer Vereinbarung über eine betriebliche Erprobung vorgesehen. Hierfür stellt die BA Formular verlinkt zur Verfügung, welches der Träger dann nutzen soll.

*Quelle, hilfsweise hier : mobiles Coaching - § 16 I SGB II i.V.m § 45 I S.1 SGB III Stand: 24.07.2017 Geschäftsnummer: 901-17-45ind-59034 vom REZ der BA BB/SAT in 10969 Berlin.
Vertragsende hier: 31.07.2018.
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Alt 29.04.2018, 21:01   #8
SoLaLa
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SoLaLa
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Standard AW: Maßnahme Mobiles Coaching, was ist das und wofür?

Super aufschlussreich, von mir aus gesehen gibt es keine Fragen mehr. Dankeschön!
SoLaLa ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 29.04.2018, 21:18   #9
Gemcitabine
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Gemcitabine Gemcitabine Gemcitabine Gemcitabine
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Standard AW: Maßnahme Mobiles Coaching, was ist das und wofür?

Ist das euer Ernst oder kommt jetzt gleich die versteckte Kamera aus dem Versteck gehüpft!!??

Wenn du Stabilisierungsbedarf hast, dann such dir einen kompetenten Therapeuten, der mit dir zusammen die entsprechend passende Therapieform &Therapiekonzepte auskaspert (5 Probesitzungen, die du dann auch jederzeit ohne Sanktionen beenden kannst).

Gesundheitsorientierung, wenn du da Bedarf haben solltest, gibts diverse Angebote bei den Krankenkassen, allerdings mit eher leicht veralteten viel zu sehr pauschalisierenden Inhalten, besser selbständig informieren.

Sogar Ergotherapeuten kann man sich ganz ohne JC organisieren, weiß ich allerdings jetzt auf Anhieb nicht wie (ich kenne eine Dame, die hat sowas, tut ihr auch gut und bringt sie weiter).

Wozu brauchst du Sozialarbeiter und Sozialpädagogen? Befindest du dich noch in der Entwicklung und Entstehung? Oder lebst auf der Straße? Bist auf Bewährung?
Keine Ahnung, wozu der selbstbestimmte mündige volljährige Bürger sozialpädagogische Betreuung braucht.

Das ist ja alles nur ein schlechter Witz, oder.
Gemcitabine ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 29.04.2018, 21:59   #10
SoLaLa
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Standard AW: Maßnahme Mobiles Coaching, was ist das und wofür?

Hatte ich auch schon woanders gelesen, ...das man seine Gesundheit nicht in einer Maßnahme "behandeln" lässt.

Noch dazu das etliche private Daten womöglich mit dritten geteilt werden sollen "JobCenter".

Ziemlich perfide finde ich diese Maßnahme schon... art typisch wiedermal.

Ich weis was dich so auf die Palme bring, war reine Informationssammlung, die Entscheidung viel mir danach sehr leicht.

Aber ich bin nicht derjenige der hier sagen muss das diese Maßnahme absoluter Mist ist, die einem mehr Schaden kann als helfen.

Könnt ihr ruhig ausdiskutieren hier, habt meine Erlaubnis dafür,

liebe Grüße

Geändert von SoLaLa (29.04.2018 um 22:01 Uhr) Grund: aus der wurde die
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