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Start > > -> Bin ich mit 61 Jahren noch als Informatiker vermittelbar?

Ü 50 Spezielles Forum für über 50jährige


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Alt 10.01.2018, 19:18   #26
hubi1612
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Beiträge: 11
hubi1612
Standard AW: Bin ich mit 61 Jahren noch als Informatiker vermittelbar?

Tja, und was muß ich wirklich an Unterlagen mitbringen? An anderer Stelle hier im Forum wurde u.a. auch erwähnt, dass Zeugnisse die auch nichts angingen, aber das sind doch gerade die Bewerbungsunterlagen!
Und ist das nicht schon gleich eine Kriegserklärung, wenn ich beim Termin sage, dass der Gesundsbogen den SB nichts angeht!?
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Alt 10.01.2018, 21:49   #27
Bitas
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Beiträge: 358
Bitas Bitas Bitas
Standard AW: Bin ich mit 61 Jahren noch als Informatiker vermittelbar?

Ja es ist eine Kriegserklärung, aber eine die Du 100%tig gewinnst, weil die SB sich letztendlich an die Gesetze halten muss.
Wenn es dir egal ist, wer alles über deine Krankheiten bescheid weiß, kannst du auch alles abgeben....dann wärst du der nächste Duckmäuser über den sich AfA und Co freuen.
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Alt 11.01.2018, 03:28   #28
Doppeloma
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Cool AW: Bin ich mit 61 Jahren noch als Informatiker vermittelbar?

Hallo hubi1612,

Zitat:
heute habe ich meine 1. Einladung zu Termin bei der Betreuerin erhalten.
Das ist deine "Vermittlungs-Fachkraft" (einfacher als SB= Sachbearbeiterin bezeichnet hier im Forum), "Betreuer" gibt es im "Seniorenheim" ...

Zitat:
"Ich möchte mit Ihnen Ihre aktuelle berufliche Situation besprechen" : Ist das der Standard-Spruch oder was besagt das?
Ja, das ist der Standardspruch aus dem Reservoir der AfA-Textbausteine, das bedeutet Alles oder Nichts deine Arbeits-Vermittlung betreffend.

Zitat:
Außerdem soll ich Bewerbungsunterlagen, Lebenslauf und Gesundheitsfragebogen mitbringen.
Was genau versteht sie unter "Bewerbungs-Unterlagen", da würde ich erst mal nachfragen, nimm ein fiktives Anschreiben mit und der Lebenslauf darf auch gerne "fiktiv" sein, damit sie sehen kann, wie du das so aufsetzen würdest ...

Das erspart dir (hoffendlich) einen Bewerbungs-Kurs, echte Anschreiben fertigt man immer passend zum Stellen-Angebot, die sind dann für den potentiellen AG und nicht für die SB gedacht.

Ansonsten soll sie erst mal klarstellen was konkret sie haben will, Zeugnisse (aller Art) gibt es NICHT, höchstens Nachweise über Berufsabschlüsse = FERTIG ...

Und alles NUR vorlegen wenn sie das beim Termin dann auch noch sehen will ... die sind manchmal sehr vergesslich ...

Zitat:
Ist wohl auch normal, oder.
Wozu bitte sollst du einen Gesundheitsfragebogen ausfüllen, das ist eher NICHT "normal", wenn man wegen Arbeitslosigkeit zur AfA kommt.

In der Regel ist das nur erforderlich wenn du (im Gespräch) gesundheitliche Einschränkungen für die Vermittlung "andeutest" und deswegen der ÄD beauftragt werden soll, die SB sind keine Ärzte und haben daher keinen Anspruch auf konkrete gesundheitliche Problem-Informationen.

Das würde ich also erst mal hinterfragen, warum du das überhaupt ausfüllen und abgeben sollst, Routine-mäßig wird man bei Arbeitslosigkeit jedenfalls NICHT zum Arzt geschickt.
Ein Vermittler - SB braucht keinen Gesundheitsfragebogen, um dich in Arbeit zu bringen.

Zitat:
Das ganze sieht mir wie eine Standardeinladung aus, wo nur noch der Name und Termin eingesetzt wurde. Wahrscheinlich besagt das alles garnichts.
Höre dir doch einfach an bei dem Termin was dir das sagen soll, schließlich hat man dich eingeladen, dann soll man dir auch erklären wofür genau.

Achte darauf, dass du eine vorgelegte Eingliederungs-Vereinbarung (EGV) direkt zur Prüfung (zu Hause) in die Tasche verschwinden lässt, nach einem kurzen Blick auf dieses "Vertragswerk", es gibt keinen Grund das ungeprüft zu unterschreiben.

Machst du sonst bei Verträgen sicher auch nicht, dann soll sie dich erst mal zur örtlichen Arbeitsmarktlage informieren, da sollte sie ja "auf dem Laufenden" sein, welche AG was mit dir und deinen Kenntnissen und Erfahrungen anfangen könnten.

Die "Alten Hasen" werden doch (angeblich) überall gebraucht und gesucht, lass dich auch informieren welche Bedeutung der § 140 SGB III im Bezug auf deine Vermittlung hat und wenn ihr dann "die Tränen der Verzweiflung in die Augen treten sollten", dann verabschiedest du dich freundlich bis zum nächsten Mal.

Zum Arzt (ÄD der AfA) musst du nur wenn es auch plausible Gründe dafür gibt und dann nimmst du ALLE medizinischen Unterlagen besser nur DIREKT dort mit zum Termin ...

Sollte sie vor haben dich erst medizinisch "prüfen" zu lassen, hat sie das zu begründen und über deine berufliche Situation lohnt es sich dann auch erst DANACH zu sprechen, wenn deine gesundheitlichen "Leistungsgrenzen" vom ÄD geklärt sind ...

Gut wäre wenn du einen Beistand (§ 13 SGB X) als Begleitung mitnehmen kannst, das sorgt meist für die nötige Ruhe und Sachlichkeit in den Gesprächen zur "beruflichen Situation" ...

MfG Doppeloma
__

Ich gebe hier nur meine persönlichen Erfahrungen wieder und bitte diese nicht als Rechtsberatung aufzufassen!

Keine Einzelfall-Beratung per PN, alle Fragen bitte im Forum stellen !!!
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Alt 11.01.2018, 11:07   #29
hubi1612
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Beiträge: 11
hubi1612
Standard AW: Bin ich mit 61 Jahren noch als Informatiker vermittelbar?

Moin Doppeloma
werde deinen Rat befolgen und "nur" fiktives Anschreiben und Lebenslauf mitnehmen zum 1. Termin. Wenn der SB das nicht genügt, stell ich mich halt dumm (das fällt mir nicht schwer!), dass ich nicht genau weiß, was genau mit Bewerbungsunterlagen" gemeint sei.
Das mit dem Gesundheitsfragebogen ist schon richtig, denn als ich mich persönlich arbeitslos gemeldet habe, habe ich angegeben, dass ich gesundheitliche Probleme habe und einen (Schwer)behinderungsgrad von 40%. Damals wurde mir gesagt, ich solle den Fragebogen ausfüllen und verschlossen zum Termin im JC zwecks Weiterleitung an ÄD mitbringen.
Und das mit der EGV ist schon klar, ich habe noch nie einen Vertrag direkt unterschrieben.
Und die Bedeutung des § 140 SGB III zu hinterfragen finde ich auch gut. Dann wird mir vllt auch klar, welches Gehalt überhaupt zumutbar für mich ist. Das habe ich nämlich immer noch nicht so genau verstanden, wenn man zB über BBG (Beitragsbemessungsgrenze) gelegen hat.Da muß ich wohl mal zu Beiträgen in der Richtung suchen.
Danke nochmals für die Tipps.
hubi1612 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 12.01.2018, 00:08   #30
Doppeloma
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Cool AW: Bin ich mit 61 Jahren noch als Informatiker vermittelbar?

Hallo hubi1612,

Zitat:
werde deinen Rat befolgen und "nur" fiktives Anschreiben und Lebenslauf mitnehmen zum 1. Termin. Wenn der SB das nicht genügt, stell ich mich halt dumm (das fällt mir nicht schwer!), dass ich nicht genau weiß, was genau mit Bewerbungsunterlagen" gemeint sei.
Sehr gut, genau so machst du das, denn Bewerbungs-Unterlagen stellt man generell immer passend zum Stellen-Angebot zusammen, so ist dir das zumindest bisher bekannt gewesen.

Da braucht man mit 61 Jahren bestimmt keine Schulzeugnisse mehr beizulegen ...

Auch ein AG muss bei einer Bewerbung nicht dein ganzes Leben kennen lernen, wenn es um eine ganz konkrete Aufgabenstellung geht, genügt es eine zielgerichtete Bewerbung dafür zusammenzustellen.

Ich habe manches "Unwichtige" dabei gerne mal weg gelassen, was für die vakante Stelle keine Bedeutung gehabt hätte, auch mein Lebenslauf wurde gelegentlich etwas "angepasst", um das übersichtlicher zu halten.

Zitat:
Das mit dem Gesundheitsfragebogen ist schon richtig, denn als ich mich persönlich arbeitslos gemeldet habe, habe ich angegeben, dass ich gesundheitliche Probleme habe und einen (Schwer)behinderungsgrad von 40%.
Es ist ein Grad der Behinderung (GdB 40), Schwerbehinderung beginnt erst bei GdB 50 ...

Warum hast du dich noch nicht (mit einem Schwerbehinderten) gleichstellen lassen für höheren Kündigungsschutz, dann wäre dein AG dich wahrscheinlich gar nicht so "leicht" los geworden ...

Aktuell bringt der Antrag aber nicht mehr viel, Arbeitslosen gibt die AfA nur ungerne eine "Gleichstellung" (zusätzliches Vermittlungshemmnis)...

Zitat:
Damals wurde mir gesagt, ich solle den Fragebogen ausfüllen und verschlossen zum Termin im JC zwecks Weiterleitung an ÄD mitbringen.
Was die dazu so "sagen" ist uninteressant, medizinische Unterlagen gehen NUR medizinisches Personal was an und darum solltest du auch dafür Sorge tragen, dass solche Sachen NUR DIREKT von dir zum ÄD der AfA gegeben werden.

Du bist NICHT beim JC (JobCenter) die sind NUR für Hartz 4 / ALG II zuständig ...

Wann hast du denn den Termin ?

Wenn die Zeit noch reicht, solltest du dir einige relevante (aktuelle) Unterlagen vom Arzt ausdrucken lassen und dann zusammen mit dem Fragebogen (Kopie für dich selbst machen) besser DIREKT beim ÄD (gegen Eingangsbestätigung) abgeben.

Üblicherweise sitzen die im gleichen Gebäude und die Mitarbeiter der AfA sind auch verpflichtet dir Auskunft zu geben wo du die findest und wann da Jemand anzutreffen ist.

Nur aus deinen eigenen Angaben im Fragebogen wird nämlich KEIN Arzt beurteilen wollen, welche Arbeiten du noch machen könntest und welche nicht.

Die Eingangsbestätigung (vom ÄD) nimmst du dann mit (auch Kopie für dich sichern) zum Beratungstermin, das hat der SB zu genügen und sie kann den ÄD beauftragen.

Damit ist der Termin eigentlich schon gelaufen, denn zur "beruflichen Situation" gibt es nicht mehr viel zu besprechen, ehe das ÄD-"Gutachten" dann fertig ist.

Die SB bekommt dann den Teil B (Leistungs-Einschätzung) vom ÄD und den Teil A (medizinischer Teil) solltest du dir bei Gelegenheit dann auch mal dort abholen gehen, der unterliegt nämlich der ärztlichen Schweigepflicht und bleibt beim ÄD "unter Verschluss".

Zitat:
Und das mit der EGV ist schon klar, ich habe noch nie einen Vertrag direkt unterschrieben.
Das ist eine sehr gute Einstellung und ist von den SB auch zu akzeptieren, im ALGI / AfA -Bereich gibt es aber auch teilweise bei den SB die Ansicht, so ein Vertrag wäre auch ohne deine Unterschrift verbindlich ...

Lass sie dann in dem Glauben ... es lohnt sich nicht darüber diskutieren zu wollen, dass ein Vertrag IMMER die Unterschriften beider / aller Vertragspartner benötigt, um irgendeine Bedeutung zu erlangen.

Auch zum Ende deiner Prüfungszeit musst du selbst keine Angaben / Vorschläge machen ... das kommt von der SB oder es bleibt eben völlig offen ...

Zitat:
Und die Bedeutung des § 140 SGB III zu hinterfragen finde ich auch gut. Dann wird mir vllt auch klar, welches Gehalt überhaupt zumutbar für mich ist.
Der SB wird vor Allem schnell klar, dass du zumindest marginale Kenntnisse zu deinen Rechten aus dem SGB III hast und z.B. "Pförtner" kaum eine (finanziell) zumutbare Tätigkeit darstellen dürfte.

Zitat:
Das habe ich nämlich immer noch nicht so genau verstanden, wenn man zB über BBG (Beitragsbemessungsgrenze) gelegen hat.
Das wird sie dir auch nicht konkret berechnen und erklären können, als "Faustregel" gilt Minimum dein ALGI-Betrag als NETTO-Einkommen muss wieder erreicht werden können (mit Stundenlohn ohne "Extras").

Eigentlich gilt das erst nach 6 Monaten Arbeitslosigkeit, davor ist das sogar noch höher angesetzt, aber machen wir das mal nicht komplizierter als es schon ist.

Dabei ist aber zu beachten, dass die Kosten für diese Tätigkeit (also die täglichen Fahrtkosten und sonstige Aufwendungen) erst abzuziehen sind ehe der Betrag noch mindestens so hoch wie dein ALGI sein muss.

Ich denke eher NICHT, dass man für dich noch eine finanziell zumutbare Arbeit finden wird, die weiteren Bedingungen (Pendelzeiten usw.) sind dann wohl schon als nebensächlich zu betrachten.

Deine Bewerbungen dürfen sich natürlich auch auf den "zumutbaren" Stellenmarkt beschränken, hier hat sie hoffendlich sehr gute Kenntnisse zur örtlichen Arbeitsmarktlage.

Denn es muss auch realistisch bleiben (für die Vorgabe in einer EGV) wie oft du dich so berwerben sollst (im Monat z.B.) das hängt ja von der Nachfrage nach deinen speziellen Kenntnissen am Arbeitsmarkt mit ab ... wird aber von den SB meist NICHT beachtet.

Sozialrichter sehen das aber gar nicht gerne wenn man sich in einer seltenen Sparte unrealistisch oft bewerben musste und dann mal wegen mangelnder Berwerbungsaktivitäten gesperrt werden soll.
Denn Sinnlos-Bewerbungen, NUR um "Zahlen" zu erfüllen sehen sie auch nicht als den Zweck der staatlichen Arbeitsvermittlung an.

So wäre es schon angebracht über zu hohe Bewerbungsforderungen verhandeln zu wollen, zumal sich die AfA meist auf: "Wir senden Ihnen VV zu, soweit es geeignete Stellen gibt" zurück zieht, als sehr nebulöse Verpflichtung.

Immerhin wird auf dem genau gleichen Arbeitsmarkt nach Stellen gesucht, also sollte hier auch "Angebot und Nachfrage" beachtet werden.

Entweder nimmt die AfA auch die Verpflichtung auf sich, dir (im Monat z.B.) mindestens X "passende / zumutbare" VV zu schicken ODER du bewirbst dich auch nur dann wenn es "passende / zumutbare" Stellen-Angebote tatsächlich gibt ... OHNE feste Bewerbungs-Zahl.

Finde ich richtig FAIR diesen Verhandlungs-Vorschlag für die EGV ... das wird deine SB aber (vermutlich) ganz anders sehen wollen.

Lass dich nicht aus der Ruhe bringen, es lohnt sich nicht.
Wenn die Arbeit für dich hätten wäre dein Briefkasten schon voll jeden Tag, seit du dich "Arbeitsuchend" gemeldet hast.

Da darfst du gerne mal die direkte Frage danach stellen wann die AfA ihrer Vermittlungspflicht mal nachkommen wird ... anstatt nur (meist sehr einseitig) Forderungen an dich zu stellen ... von einem Vertrags-Inhalt sollten ja eigentlich beide Seiten ihre Vorteile haben können ...

MfG Doppeloma
__

Ich gebe hier nur meine persönlichen Erfahrungen wieder und bitte diese nicht als Rechtsberatung aufzufassen!

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Doppeloma ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 12.01.2018, 10:20   #31
hubi1612
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Threadstarter/in Threadstarter/in
 
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Beiträge: 11
hubi1612
Standard AW: Bin ich mit 61 Jahren noch als Informatiker vermittelbar?

Moin Doppeloma
vielen Dank für die ausführlichen Erläuterungen.
Zu GdB : Jaja, ich finde nicht immer die richtigen Begriffe.
2016 war ich bei einer Rentenberatung, hatte meine damalige Firma mal für alle angeboten. Und da kam auch das Thema Schwerbehinderung und früher in Rente auf ohne Abschläge. Habe ich dann mal beantragt. Aber noch bevor ich den Bescheid hatte, kam halt die Kündigung. Ehrlich gesagt, hätte mir auch nichts genutzt von wegen Kündigungsschutz bzw schwerer kündigen. 2 Jahre vorher wurde einer Kollegin mit hochgradig Zucker(> 50% GdB) trotzdem gekündigt, und das ganz regulär mit Anhörung bei Amt für Gleichstellung(?).
BTW, der Termin ist in einer Woche, und zwar bei der AfA Saarbrücken. Hat schon jmd Erfahrung mit den SBlern im Saarland? Aber da wird es wohl solche und solche geben.
Schönen Tag noch
hubi1612 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 01.02.2018, 23:46   #32
workohol
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Beiträge: 1
workohol
Lächeln AW: Informatiker mit 61 Jahren noch vermittelbar

Zitat von hubi1612 Beitrag anzeigen
....mit Altsystemen meinte ich eher Software, nicht diese alten Hobel, die in Assembler und Cobol programmiert sind. Diese Software war in einem Produktionsbetrieb eingesetzt, war in Borland Pascal programmiert und lief ausschließlich unter DOS. Das ging ja noch relativ gut bis Windows XP, da gab's noch eine sog. DOS-Box, aber ab Win7 war da Schluß.
Hallo Hubi162,
ich bin vorhin per Zufall auf dieses Forum gestossen, habe mich gleich registriert, mich mal in der Senioren-Abtlg umgesehen und bin dann hier gelandet.

Ich bin auch schön längere Zeit im Ruhestand, war allerdings seit Beginn meines Berufslebens selbständig und konnte mich bis vor ca. 2 Jahren auch nicht beklagen.

Dann habe ich einen schweren Unfall durchlebt und seitdem krebse ich ein bißchen mit Sozialhilfe rum, weil ich auch viel mit meiner Wiederherstellung beschäftigt war. Jetzt geht es gesundheitlich langsam wieder aufwärts und ich überlege, was ich beruflich noch anfangen könnte, denn das Geld reicht hinten und vorn nicht und ich fühle mich noch zu fit, um nur Enten im Stadtpark zu füttern.

Wenn ich Dich richtig verstehe, dann bist Du mehr oder weniger bei DOS (TurboPascal) stehen geblieben und hast die visuellen Betriebssysteme (Apple, Windows, Android, Linux), sowie die visuelle Weiterentwicklung von T-Pascal (Delphi) nicht durch eigene Programmierung kennengelernt.

Delphi halten nicht wenige SW-Entwickler immer noch für eine der besten Prog.sprachen und fast gleichwertig mit C++, obwohl es darum ziemlich still geworden ist. Ich habe jahrelang in Delphi entwickelt, darunter eine Videotext-Börsen-SW.

Ich habe, ausser C++, fast alle üblichen Win-Prog.Sprachen ausprobiert, inkl. Web- und DB-Programmierung und kenne mich auch sonst mit allen-Win-Versionen, angefangen von W95 bis Win10 und mittlerweile auch mit Linux ganz gut aus, habe auch schon mehrfach als Kursleiter gearbeitet, zeitweise für die Arb.agentur über einen Sub-Unternehmer. Zuletzt ehrenamtlich bei der Senioren-Weiterbildung.

So viel zum Hintergrund.

Mein Ansatz ist natürlich ein etwas anderer als bei jemandem, der sein Leben lang abhängig war und es ist fast unmöglich, da Ratschläge zu erteilen, weil das zwei vollkommen verschiedene Welten sind. Aber wenn ich richtig verstehe, leidest Du nicht unter dem Druck, woher Du morgen das Geld herbekommst, um Deinen Kühlschrank zu füllen.

Da könntest Dir also in aller Ruhe überlegen, wozu Du Dich noch imstande fühlst und worauf Du Bock hast. Das ist das Allerwichtigste, dass Du etwas für Dich Interessantes machst, was Dir eine gewisse Lebensfreude vermittelt und was Dich morgens neugierig auf den Tag aus dem Bett springen lässt. Zunächst mal vollkommen unabhängig davon, ob und wieviel Du damit verdienst. Das kommt später. Denn nur das, was man gern macht, macht man auch gut.

Ganz oben steht dabei, dass Du nicht allein zuhaus hockst und grübelst. Das bringt nichts. Sieh zu, dass Du unter Leute kommst, egal ob beim Bund Naturschutz, bei der Unterstützung von Flüchtlingen, z.B. beim Deutsch-Unterricht oder Nachhilfe oder sonstwas. Es gibt Tausende Möglichkeiten, sich ehrenamtlich irgendwo nützlich zu machen, besonders, wenn man gewohnt ist, seinen verstand zu benutzen und sich mit Computern auskennt. Das wird an jeder Strassenecke verlangt.


Du lernst dann neue Leute, neue Ideen und vielleicht auch vollkommen neue Seiten und Fähigkeiten an Dir selbst kennen und an diesem Faden entlang kannst Du auch wieder einen ganz neuen Einstieg in ein bezahltes Berufsleben finden, egal ob freiberuflich oder angestellt.

Das wäre mein Rat.

Und noch eins!
Wenn Du den ganzen Tag an Dein Alter denkst und was Du alles nicht kannst in diesem Alter, dann macht Dich das automatisch alt! Denk nicht dran, was Du nicht kannst, sondern überlege, was Du alles noch kannst oder können möchtest und dann tu etwas dafür.
workohol ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 03.02.2018, 22:38   #33
hubi1612
Elo-User/in
Threadstarter/in Threadstarter/in
 
Registriert seit: 29.12.2017
Beiträge: 11
hubi1612
Standard AW: Bin ich mit 61 Jahren noch als Informatiker vermittelbar?

Hallo workohol
Danke für deinen Beitrag. Aber ich bin nicht zu Tode betrübt, dass ich keinen Job im Moment habe. Bin auch rundherum sehr beschäftigt mit Renovierung des Hauses (da hat man ja die ganzen Jahre keine Zeit dazu gehabt), auch in einem Verein (> 500 Mitglieder) als Schriftführer tätig, als Vater von 3 erwachsenen Kindern und Opa mit der Familie schon eingespannt, als Betreuer einer dementen Mutter von fast 98 ! Jahren und einer kranken Schwiegermutter und ... Also bestimmt keine Langeweile und nicht keine sozialen Kontakte.
Aber die alten Zeiten der aktiven Programmierung vermisse ich schon etwas. Obwohl, als einer der wenigen technisch versierten Mitglieder im Verein habe ich ständig noch mit Computern und OSen zu tun, mal ein XP durch Ubuntu ersetzen oder eine defekte Platte tauschen und neu aufsetzen. Manchmal überkommst mich und ich verbessere noch etwas mein Java-Programm, das eine PV-Anlage mitloggt und für eine eigene Homepage die Daten/Grafiken aufbereitet.
War mal schön von einem Kollegen was zu hören, obwohl ich bis auf letztes Jahr eigentlich immer angestellt war, und nur eine kurze Zeit (5 Monate) als Freiberufler tätig war.
Viele Grüße, Hubi
hubi1612 ist offline   Mit Zitat antworten
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