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Start > > -> Erfahrung mit dem "Projekt mitnmang" in Hamburg ?

Ü 50 Spezielles Forum für über 50jährige


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Alt 05.10.2006, 17:36   #1
nakamura
Gast
 
Beiträge: n/a
Standard Erfahrung mit dem "Projekt mitnmang" in Hamburg ?

Hallo liebe Mitstreiter Ü50,

ich habe heute einen Brief von dem Projekt "mitnmang" erhalten.
Weiß jedoch in keiner Weise etwas damit anzufangen und habe in der
Suche dieses Forums nur einen Hinweis diesbezüglich gefunden.
Der Hinweis hier bezieht sich lediglich auf eine Entscheidung des
Hamburger Landessozialgerichtes.

Ist irgend jemand hier, der mir seine Erfahrung über ein solches Projekt
"mitnmang" mitteilen kann? Das Schreiben sieht auf den ersten Blick aus,
als ob es von der ARGE kommt. Beim Lesen jedoch fällt deutlich auf, das dies
nicht der Fall ist. Auch wird davon "abgeraten", sich mit den
Arbeitsvermittler in Verbindung zu setzen, was ich ein wenig merkwürdig
finde.

Das "Projekt" findet sich unter anderem unter diesr Adresse im Internet:
http://www.mitnmang.de/deutsch/startseite/index.php

Da ich mittlerweile gut gelernt habe zwischen den Zeilen Drittanbieter zu
lesen, möchte ich nicht verschweigen, das mit dieses "Angebot" ein wenig
süffisant und abgestanden vorkommt.
Irgendwie darauf bedacht, einen Bauern zu fangen.

Ich bitte Euch, mir Eure Erfahrungen mit "mitnmang" aus Hamburg mitzuteilen. Danke :)

MfG,
nakamura
 
Alt 06.10.2006, 20:42   #2
Zwergenmama->Emailproblem
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Registriert seit: 10.05.2006
Beiträge: 308
Zwergenmama
Standard

Was ich merkwürdig finde ist, daß Du dich nicht mit deinem Sachbearbeiter in Verbindung setzen sollst, auf deren Seite aber ausdrücklich die ARGE Hamburg als Partner angegeben wird.

"Ziel von mitnmang ist es, über 50-jährigen Langzeitarbeitslosen den Wiedereinstieg in das Berufsleben zu ermöglichen. Zunächst wird von jedem Teilnehmer ein persönliches Profil erstellt. Es dient dazu, Kursangebote mit bestimmten Schwerpunkten zu empfehlen. Darüber hinaus steht mitnmang seinen Kunden auch mit Coaching im Job zur Seite und vermittelt Praktika, die idealerweise zu einer festen Anstellung führen. Die Projekteinhalte sind handlungsorientiert ausgerichtet und berücksichtigen die Arbeitsplatzpotenziale in Hamburg."

Hört sich an, als wenn private Arbeitsvermittler an's Werk sollen.
Zwergenmama ist offline  
Alt 06.10.2006, 21:00   #3
Ralf Hagelstein->Emailproblem
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Registriert seit: 19.06.2005
Ort: Hamburg
Beiträge: 795
Ralf Hagelstein
Standard

"mitnmang" ist eines der Lieblingsprojekte unseres Wirtschaftssenators Gunnar Uldall.
__

"Zynisch ist nicht der Satiriker, sondern die Gesellschaft." Gabriella Lorenz

PeNG! Aktive Erwerbslose und Geringverdiener e.V.
Hamburg
Ralf Hagelstein ist offline  
Alt 07.10.2006, 19:43   #4
nakamura
Gast
 
Beiträge: n/a
Standard Grenzen

Ja, ich habe auch das Gefühl, das hier die Grenzen zwischen Behörden und privater Wirtschaft vermischt werden, bzw. vermischt werden sollen.

In dem Schreiben werden 6 private Institute erwähnt, aus denen sich "mitnmang" zusammen setzt. Das Schreiben sieht so aus, als ob es sich hier um die ARGE SGB II handelt, es fehlen aber grundlegende Dinge.
Im Briefkopf fehlen Telefonnummer, Zeichen, Mitarbeiter....
Da mir die Adresse(Zentrale) nicht bekannt ist, "meine ARGE" sich komplett an einem anderen Ort befindet, habe ich beschlossen das Schreiben zu ignorieren.

Zweilichtige Werbung, aufgemacht wie Phishing im Internet gibt es ja zur genüge. Solange ich nichts von der mir bekannten ARGE höre und sehe, sehe ich mich nicht gezwungen zu reagieren. Eventuell betrachte ich diesen Brief unter dem Eindruck einer ARGE SGB II sogar als arglistige Täuschung, da hier private Institutionen den Eindruck einer Behörde erwecken wollen. Inwieweit das nun tzutreffen ist, lasse ich mal dahingestellt sein, da ich zuwenig Informationen habe. Den Weg, das Schreiben vorerst zu ignorieren halte ich daher für das Beste in diesem Moment. Im Zweifesfall habe ich so ein Schreiben nie erhalten. Post verschwindet ja heutzutage auf vielfältigen Wegen....

Sollte sich etwas Neues ergeben, was auch immer , dann werde ich hier darüber berichten, damit sich andere gut und besser vorbereiten können.

MfG,
nakamura
 
Alt 17.11.2006, 00:23   #5
nakamura
Gast
 
Beiträge: n/a
Standard Schreiben

Hallo liebe Leute und Mitstreiter,

ich habe gestern ein Schreiben der ARGE Hamburg bekommen.
Im Schreiben werde ich aufgefordert, mich bei dem "Projekt Mitnmang"
unverzüglich zu bewerben. Im Schreiben steht aber auch
ausdrücklich und in großen Lettern, das es sich nicht um ein Stellenabgebot handelt.

Kein Stellenangebot, keine Bewerbung? *gg*
Naja, wir sind es ja gewohnt, das die ARGEN ein beträchtliches Maß
an "Privatlogik" walten lassen. Jedenfalls solange, bis dem ein Gericht
den, oder mehrere Riegel vorschiebt.

Ich habe mich dort heute telefonisch gemeldet und sogleich unaufgefordert die Information bekommen, das diese Tage "Hunderte" von Hamburger über 50 Jahre von den ARGEN angeschrieben wurden.

Was ich aus dem Telefongespräch erfahren konnte, etwas wenig, aber immerhin, war: das es sich bei dem "Mitmang-Projekt" um ein Projekt der ARGEN handelt und verschiedenen "Leisungsträgern" der Hansestadt Hamburg. Bequemerweise wurde ein Büro in der Innenstadt der Hansestadt eröffnet, indem sowohl Angestellte der ARGEN sitzen sollen, als auch Angestellte dieser Leistungsträger.
In Bezug aud Datenübermittlung und Datenschutz fingen bei mir gleich die Alarmglocken an zu klingen, aber heftigst. Kaum gedacht, kam schon die Frage nach meinem Gesundheitszustand. Ich fragte die Dame am Telefon, mit WEM ich gerade spreche? Mit einer Angestellten der ARGE, oder mit einer Angestellten der Leistungsträger? Sie sagte mir frei, das sie eine Angestellte der Leistungsträger wäre. Meine Frage, wie sie dazu kommt mich über meinen Gesundheitszustand, der fundamental meiner Privatsphäre zuzurechnen sei, zu befragen, brachte sie ein wenig völlig aus dem Tritt. Sie sagte zwar noch, das sie das "Jeden" der sich beim "Mitmang-Projekt" meldet frage, aber sie kam sichtlich in Verlegenheit. Ich sagte ihr frei heraus, das ich nicht mir einer Angestellten der Privatwirtschaft meine persönlichen Dinge besprechen werde und verbat mir weitere Fragen in diese Richtung.

Kurzum: Ich bekam einen Termin, ich nehme an, das das Gespräch in den nächsten Tagen ein Mitarbeiter der ARGE führen wird.

Noch kurz zu meinen Schlußfolgerungen: Hier soll der Datenschutz weichgekocht werden. Eine Gewöhnung soll schleichend in die Gemüter der Leute einziehen, sodaß sie eines Tages es als ganz normal empfinden, wenn die private Wirtschaft über die intimsten Dinge der Einzelnen verfügen. Denn wer garantiert Datenschutz und Intimsphäre, wenn sich staatliche Angestellte und Private Räumlichkeiten teilen.

Werde weiteres bekannt geben, nach meinem Gespräch.

MfG,
nakamura
 
Alt 17.11.2006, 01:53   #6
Ralf Hagelstein->Emailproblem
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Registriert seit: 19.06.2005
Ort: Hamburg
Beiträge: 795
Ralf Hagelstein
Standard

Schön, dass Du hier darüber berichtest. Hört sich spannend an.

Zu den Trägern; Einer ist die HAB, und die gehört der FHH.
__

"Zynisch ist nicht der Satiriker, sondern die Gesellschaft." Gabriella Lorenz

PeNG! Aktive Erwerbslose und Geringverdiener e.V.
Hamburg
Ralf Hagelstein ist offline  
Alt 17.11.2006, 04:28   #7
nakamura
Gast
 
Beiträge: n/a
Standard Karussel fahren

Zitat:
Zu den Trägern; Einer ist die HAB, und die gehört der FHH.
Das ist ja fast wie Karussel fahren.
Egal wo und wie du einsteigst, es begegnen einem immer wieder dieselben "Gesichter". Vodertür, Hintertür, egal, die bekannt dummdreist und menschenverachtenden Spezies stehen immer parat und bereit.

Gerade über die Hamburger HAB habe ich im TV einiges schon sehen dürfen, speziell aus Hamburg Eidelstedt. Na, das kann ja was werden...

MfG,
nakamura
 
Alt 19.11.2006, 15:39   #8
egjowe->Emailproblem
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Registriert seit: 16.10.2005
Beiträge: 565
egjowe
Standard Re: Schreiben

Zitat von nakamura
...Kein Stellenangebot, keine Bewerbung? *gg*

...indem sowohl Angestellte der ARGEN sitzen sollen, als auch Angestellte dieser Leistungsträger.

...In Bezug aud Datenübermittlung und Datenschutz fingen bei mir gleich die Alarmglocken an zu klingen, ..."
...Hier soll der Datenschutz weichgekocht werden.

MfG,
nakamura
es handelt sich bestimmt um die gmbh "plus*punkt".

http://www.pluspunkt-hh.de/index.php?id=92

mitnmang ist eine maßnahme, zu der die arge jemanden verpflichten kann, hieran teilzunehmen.
coaching in sachen bewerbung und stellenrecherche sind wohl die schwerpunkte dieser maßnahme.
das coaching findet in größeren zeitlichen abständen statt.
jedenfalls war es vor monaten noch so.
ma der argen waren bei den gesprächen nicht dabei.

hinsichtlich der fragebogen (daten) gehe ich eher von unbedarftheit und unwissenheit aus, als dem vorwurf, persönliche daten sammeln zu wollen.
in einem anderen freiwilligen projekt dieser gmbh hatten einige teilnehmer deutlich auf mängel bezüglich der datenabfrage hingewiesen und auch einige abfragen unbeantwortet gelassen.
dort scheint man sich über das thema datenschutz weiterhin wenig gedanken gemacht zu haben.

stellenangebote wird es wohl erst nach beendigung der maßnahme geben.
hierzu möchte man dann gerne den vermittlungsgutschein einkassieren.
ob dieser während der maßnahme von der gmbh eingelöst werden darf, kann ich nicht mit sicherheit beantworten.
wenn allerdings keine direkten angebote während der zeit gemacht werden, ist davon auszugehen.
__

************************************

Die einen wollen FRIEDEN ,
die anderen KEINEN KRIEG .
Soetwas erzeugt natürlich Spannungen.
************************************

alles geschriebene gibt lediglich meine meinung bzw. meinen heutigen kenntnisstand wieder.
es stellt keine beratung dar und darf auch so nicht verstanden werden.
egjowe ist offline  
Alt 20.11.2006, 01:27   #9
nakamura
Gast
 
Beiträge: n/a
Standard Danke

@egjowe, danke für die Info :)

Sollte denn in der Tat kein Mitarbeiter der ARGE dort sitzen, es sich
tatsächlich um ein privater Vermittler handeln, dann wäre die
Zuweisung allein schon rechtswirdrig.

Persönliche und arbeitstechnische Fragen werden von mir gegenüber
privaten Vermittlern nicht beantwortet werden.
Aber ich will und werde hier und jetzt nicht ins Detail gehen.
Gut vorbereitet bin ich, auch was die Unterstützung meiner Anwälte
angeht. Und nun? Nun bin ich gespannt, was kommen wird, diese
Woche :)

MfG,
nakamura
 
Alt 20.11.2006, 04:58   #10
egjowe->Emailproblem
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Registriert seit: 16.10.2005
Beiträge: 565
egjowe
Standard Re: Danke

Zitat:
Sollte denn in der Tat kein Mitarbeiter der ARGE dort sitzen, es sich
tatsächlich um ein privater Vermittler handeln, dann wäre die
Zuweisung allein schon rechtswirdrig.
ein wenig anders sehe ich das schon !
es handelt sich hier um eine ausbildungsmaßnahme.
keine zuweisung in einen job im niedriglohnbereich.
vermittlung nur in den ersten arbeitsmarkt.
einzelcoaching 1-2mal im monat für eine stunde.
coach konnte bei unzufriedenheit gewechselt werden.
in zwei tagen treffe ich mit einem ehemaligen teilnehmer von mitnmang zusammen.
werde mich noch mal genauer bei ihm informieren.
ich hatte dort selbst an einem anderen projekt auf freiwilliger basis mitgemacht.
wird dir vor ort vielleicht auch angeboten.
na ja, wenn fragen sind, beantworte ich die gerne.

viel glück !
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Die einen wollen FRIEDEN ,
die anderen KEINEN KRIEG .
Soetwas erzeugt natürlich Spannungen.
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alles geschriebene gibt lediglich meine meinung bzw. meinen heutigen kenntnisstand wieder.
es stellt keine beratung dar und darf auch so nicht verstanden werden.
egjowe ist offline  
Alt 03.12.2006, 17:26   #11
nakamura
Gast
 
Beiträge: n/a
Standard Keine Maßnahme

Zitat:
mitnmang ist eine maßnahme, zu der die arge jemanden verpflichten kann, hieran teilzunehmen.
Hallo @egjowe,

soweit wie ich das bis heute verstanden habe, ist "Mitnmang" keine
Maßnahme an sich. "Mitnmang", so wie ich es kennenglernt habe, dient dem
Zweck, Erwerbslose über 50 Jahre an private Vermittler weiterzuleiten.
Wenn man so will eine Art "Outsourcing" für Erwerbslose über 50!

Ich könnte noch einiges mehr schreiben, aber hierzu ist es zu früh.
Als typischer Fall von "Knieschuss" möchte ich nicht "enden"....
Das ich hierzu noch eingehender Stellung nehmen werde, ist klar, aber
erst, wenn die Zeit hierzu reif ist.

MfG,
nakamura
 
Alt 05.12.2006, 12:38   #12
bega->Emailproblem
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Registriert seit: 18.09.2006
Ort: Hamburg
Beiträge: 5
bega
Standard

Also, ich bin zur Zeit in einem Ein-Euro-Job bei der SBB als Maßnahmeträger. Die SBB hat auch mitnmang Angebot. Hier werden Leute herangezogen, die bereits eine Ein-Euro-Job Maßnahme hinter sich haben und innerhalb von 6 Monaten werden die Teilnehmer gezielt gecoacht und weitergebildet an jeweils 1-2 Tagen pro Woche. Aufgenommen in diese Maßnahme werden nur Leute die einen hohen Vermittlungsgrad haben. Daher die Frage nach der Gesundheit. Es dürfen keine Vermittlungshemmnisse vorliegen, wie z.B. Krankheit, Überschuldung, etc.
Für diese Maßnahme gibts keine MAE, es werden aber die Kosten für die Monatskarte übernommen.
Ob das ganze Sinn macht sei dahingestellt, aber das ganze ist definitiv eine Pflichtveranstaltung und Verweigerung führt zu Sanktionen seitens der ARGEn.
Birgit
bega ist offline  
Alt 06.12.2006, 19:09   #13
nakamura
Gast
 
Beiträge: n/a
Standard Nun ja....

Zitat:
Ob das ganze Sinn macht sei dahingestellt...
Eigentlich der springende Punkt, nicht wahr?
So ewas sollte ja schon Sinn machen; konkret denke ich hier an
Fortbildungen, Weiterbildungen und Umschulungen. Wären das Punkte
der Maßnahmen wären wir schon einen gewaltigen Schritt weiter.

Das das alles weniger bis gar keinen Sinn macht, liegt wohl eher daran,
das es einen Pott an Geldern gibt, aus dem Abgegriffen werden kann.
Nicht für Erwerbslose...., wohlgemerkt.

Beispiel:
Da hat jemand 4 Fortbildungen durch die BA.
Bestandteil jeder Fortbildung war ein 14tägiger Kurs in Punkto
Bewerbungen, etc. Was macht es für einen Sinn, in diesem Falle
noch einen Kurs der gleichen Art draufzulegen? Nonsens, nicht wahr.

Wenn ich nicht irre, dann ist es nur der ARGE vorbehalten ein Profiling
zu erstellen. Erst nach so einem Profiling durch die ARGE ist dann zu
entscheiden, ob der Proband/Erwerbslose für eine solche Maßnahme
in Frage kommt. Ein Profiling durch den Maßnahmeträger: Gesundheit,
Schulden, Süchte haben zu unterbleiben. Auch das hinwirken des
Erwerbslosen durch den Maßnahmeträger in Bezug auf Bewerbungsaktivitäten
hat zu unterbleiben und ist nur den Behörden vorbehalten.

Und so weiter, und so fort...
Sicherlich gehört gute Vorbereitung und Kenntnis in Rechtsfragen
dazu, sich diesem Prozedere auszusetzen. Was aber noch viel wichtiger
ist, ist der Mut, sich unangenehmen Dingen, wie Repressalien und mehr
gegenüber den Behörden und Maßnahmeträgern zu stellen.

Diese haben zwar Drohungen und Drohgebärden zur Verfügung, in der
Regel jedoch schmelzen diese Nebelkerzen vor den Sozialgerichten
auf Null, wenn klar ist, das es sich bei einigen Dingen um Rechtsbruch
handelt. Wer sich einschüchtern läßt hat verloren, und mit dem ist fast
wirklich alles anzustellen.

Gruß,
nakamura
 
Alt 08.12.2006, 14:01   #14
_gast
Gast
 
Beiträge: n/a
Standard

Ich war im ersten Durchlauf bei "mitnmang" Rackow. Bisher habe zum Thema "mitnmang" nur in den Foren

www.argezeiten.de

und

www.peng-ev.de

berichtet.

Dort einfach "mitnmang" in die Suchfunktion eingeben; dann gibt es da schon mal weitere Informationen.

Ich werde mich zum Thema in diesem Forum wieder melden.
 
Alt 11.12.2006, 19:57   #15
_gast
Gast
 
Beiträge: n/a
Standard

Aus gut informierten Kreisen wurde gerade vermeldet, daß eine ausländische Unternehmensberatung ihre Arbeit im Zusammenhang mit dem Projekt "mtnmang" aufgenommen hat.
Das würde nicht verwundern: ist doch der Gesamtprojektleiter Stefan Fleischauer ehemaliger Unternehmensberater. Nachdem es mit seiner Firma nicht mehr so klappte, landete Herr Fleischauer als Hartz IV - Betroffener in einer Maßnahme bei SBB, einem Träger, der auch jetzt für "mitnmang" tätig ist. Aus dieser Maßnahme gelangte Herr Fleischauer Anfang November 2005 in das ARGE - Hauptquatier im Wiesendamm, wo er die Gesamtprojektleitung übernahm. Das Projekt hatte im Oktober 2005 begonnen.

Auch Herr Senator Uldall, studierter Volkswirt, Uni Hamburg, war ursprünglich Unternehmensberater bei Mummert & Partner. Herr Uldall schreibt mit Konterfei die Eröffnung zu "mitnmang" im Internet.

Auf der Internetseite der team.arbeit hamburg wird dem Projekt "mitnman" eine besondere Priorität eingeräumt.

Alles Anzeichnen dafür, daß man diesem Projekt für über 50 - jährige Langzeitarbeitslose besonderes Gewicht einräumt. Weshalb auch immer.

An der erfolgreichen Vermittlung in sozialversicherungspflichtige Arbeit kann es eher nicht liegen, denn hier ist auch im dritten Quartal dieses Projekts noch keine Zahl genannt worden, weder in absoluten Zahlen noch prozentual. Das wird schon seinen Grund haben; wenn ich gute Quoten haben, weshalb sollte ich die nicht werbewirksam einsetzen.

Aber hier herrscht schweigen im Walde.

Nichts desto trotz sugerriert eine eigens für PR - Arbeit eingesetzte Firma über entsprechende Medien Erfolg. Geschickt werden Aktivitäten nach vorn gestellt. Es gibt Schilderungen einzelner Teilnehmer, aber eine empirisch saubere Datenerhebung und entsprechende Veröffentlichungen haben bisher nicht stattgefunden.

Das ist um so erstaunlicher, als die Lavaetz - Stiftung, die auch für Uldall`s Behörde arbeitet, mit der wiisentschaftlichen Begleitung betraut ist.

Erstaunlich ist in diesem Zusammenhang auch, daß mit der wissentschaftlichen Beglezung durch Lavaetz erst zu Beginn des 2. Quartals dieses Projekts begonnen wird.

Das erste Quartal, an dem ich beim Träger Rackow teilnahm, kann damit gar nicht erfasst werden. Und hier geschahen erstaunliche Dinge.

Vorgesehen war die " Ausbildung zum Mentoren für Jugendliche ", die bei der Berufsfindung begleiten sollten.

Es gab zu diesem Thema schlicht und einfach kein Konzept. Es gab auch keine Perspektive für sozialversicherungspflichtige Arbeitsplätze.

Wenn ich als Person einen Vertrag mit dem Träger gehabt hätte, hätte ich eine Strafanzeige wegen Betrugs gestellt.

Aber Vertragspartner war die ARGE.

Nach einer schriftlichen Beschwerde der Teilnehmer erschien Herr Stefan Fleischauer , um zu schlichten.

Die Projektleiterin, die eingestanden hatte, man habe wenig Vorbereitungszeit gehabt, sonst hätten die Fördergelder nicht mehr zur Verfügung gestanden, wurde abgelöst. Das war nach etwa 3 Monaten.

Neuer Projektleiter wurde Herr Wolfram Hafner. Das Projekt wurde umdefiniert.

Herr Hafner hatte ebenso wie Herr Fleischauer als Betroffener Hartz IVler in der besagten SBB - Maßnahme gesessen. Beide wirkten recht vertraut und duzten sich. Das muß die Arbeit ja nicht schlechter machen.

Was ärgerlich war: Herr Hafner hatte Pläne, die oftmals mit den Plänen der Teilnehmer nicht in Übereinstimmung zu bringen waren.

Ich habe seit ca. 10 Jahren als Coach und Berater im In -Ausland gearbeitet, und bin auch jetzt wieder dabei, eine eigene Existenz aufzubauen.

Ich schlug Herrn Hafner Anfang des Jahres 2006 un einem 4 - Augengespräch vor, konstruktiv zusammenzuarbeiten.
Ich hatte die Idee einer Beratungs -und Vermittlungsgesellschaft schon als Konzept in die Maßnahme mitgebracht.
Dieses Konzept sah einen ausgefeilten, ganzheitlichen Beratungsansatz vor und einen zweischienigen Vermittlungsansatz; Einzel -und multiplikatorische Vermittlung.

Herr Hafner hörte aufmerksam zu und sagte gar nichts.

Ich viel am nächsten Tag im Forum aus allen Wolken, als Herr Hafner meine Ideen vom Vortage als seine eigenen vortrug.

Ich machte das Plenum darauf aufmerksam, daß essich hier um meine Ideen handelte und erläuterte die Situation.

Die Leute waren einfach baff und schwiegen.

Nun wußte ich, mit welcher Art von Mensch ich es zu tun hatte.

Wir versuchten nun, in einem Unterprojekt weiter an unserer Gründungsiddee zu arbeiten.
Aber Herr Hafner hatte wohl anderes für uns vorgesehen.

Herr Hansen, ein anderer Kumpel von der SBB - Ma9nahme, erschien au der Bildfläche bei Rackow.

Er hatte ein relativ großes Projekt ( Volumen 60 Mio. Euro ) vorbereitet und bedeute uns, daß hafner im avisiert hätte, wir stünden ihm zur Seite.

Wir machten ihm klar, daß wir schon mit eigenen Plänen beschäftigt seien, und das jetzt ja wohl ein Ziel der Maßnahme sei.

Darauf kam es immer wieder zu Störingen und Behinderungen unserer Projektarbeit.

3 Wochen vor Schluss der Maßnahme wurde im Freitagsforum die öffentliche Resonanz in der Presse diskutiert. Herr hafner meinte sinngemäß, das Projekt käme dabei nicht so gut weg.

Als mein Teilprojektleiter eine volkswirtschaftliche Kosten - Nutzen - Analyse ins Gespräch brachte, unterband Herr Hafner die Diskussion und meinte, wir müssten auf Rackow -- Ebene bleiben.

Darauf hin fragte ich ihn nach der Vermittlungsquote in sozialversicherungspflichtige Arbeit bis dato.

Diese Situation überforderte Herr hafner so, daß er mich des Raumes verwies. Dazu muß man wissen, daß Herr hafner, ein dynamischer Enddreißiger und Marketingmann, über die geforderte 30% Vermittlungsquote hinaus seine persönliche Meßlatte auf 50% Vermittlung gelegt hatte.

Zum Zeitpunkt meiner Frage war eine Person durch die Maßnahme vermittelt, wir wußten nicht, ob in sozialversicherungspflichtige Arbeit.

Die Teilnehmer waren ob meines Raumverweises aufgebracht.
Herr Hafner wiegelte ab.

Am nächsten Tag hatte ich die Mitteilung meiner "Ausschulung" im Briefkasten.

Es gab keine Anhörung von seiten der Geschäftsführung Rackow oder der Gesamtprojektleitung.

Der Gesamtprojektleiter gab als Begründung sozial unverträgliches Verhalten meinerseits an.
 
Alt 12.12.2006, 02:47   #16
nakamura
Gast
 
Beiträge: n/a
Standard Interessant

.
Zitat:
....ein dynamischer Enddreißiger und Marketingmann
Interessant ja. An anderen Stellen lese ich solche Beschreibungen von
Personen immer mit der vorherigen Definition der dissoziativen
Persönlichkeit.

Danke für diese Informationen.
Dieses sog. Projekt Mitnmang scheint recht merkwürdig zu sein, aber ich
glaube das es mir an mehreren Stellen gelungen ist...., wie soll ich
sagen..."Unverträgliches" nachzuweisen. Ich könnte es zwar anders
ausdrücken, aber nicht heute und morgen, und nicht hier und jetzt.

Die Dinge müssen erst konkret, Schwarz auf Weiss und unter Dach und
Fach sein. Die haben das zwar alles sehr schlau angefangen, aber so schlau
nun wiederum doch nicht.
Und!, wäre dieser Pott von 5 Millionen Euro Fördergeldern nicht, den es gilt abzusahnen,
dann würde es heute eh kein Projekt mehr mit diesem Namen geben.

Aber harren wir der Dinge, die da noch kommen.
Momentan sieht es sehr gut aus, weniger gut für "Mitnmang"

Gruß und Danke nochmals,
nakamura
 
Alt 14.12.2006, 11:28   #17
bega->Emailproblem
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Registriert seit: 18.09.2006
Ort: Hamburg
Beiträge: 5
bega
Standard Mitnmang und SBB

Also wenn ich das so lese mit den ganzen ehemaligen Ein-Euro-Job´lern von der SBB, dann bekomm ich ja glatt wieder Hoffnung auf Job und Karriere :D
Bin auch bei der SBB im Projekt "Best Ager" 50+ Selbstvermarktungsagentur als Ein-Euro-Job.
Aber mal im Ernst: hier laufen ja auch eine ganze Zahl an mitnmang Leuten rum und wie mir mein Projektleiter sagte, werden dafür nur Leute genommen, die eine hohe Vermittlungschance haben. Wenn ich mir die Leutz dann aber mal so ansehe: Migranten mit geringen Deutschkenntnissen, sehr einfach "gestrickte" Teilnehmer mit geringen Vorkenntnissen, etc. Sprich: wenn man überhaupt von Vermittlungserfolg sprechen will, dann ausschließlich für Bewerber in den Niedriglohnsektor oder auf Mini-Job Basis.
Aber immerhin die Statistik wird geschönt, denn auch diese Leutz bei mitnmang gelten nur noch als "arbeitssuchend" nicht als "arbeitslos".
In diesem Sinne :Frohe Weihnachten
Gruß Birgit
bega ist offline  
Alt 16.12.2006, 15:38   #18
Auf Kurs Attac-Nr.0077078
Gast
 
Beiträge: n/a
Standard Mitnmang-Geplänkel

ohne Kommentar:
 
Alt 16.12.2006, 15:45   #19
Auf Kurs Attac-Nr.0077078
Gast
 
Beiträge: n/a
Standard Mitnmang-Geplänkel

ohne Kommentar:
 
Alt 12.03.2007, 12:03   #20
_gast
Gast
 
Beiträge: n/a
Standard

Hat jemand hier im Forum irgendwelche Neuigkeiten zum Hamburger 50+ Projekt "mitnmang"?
 
Alt 21.03.2007, 11:39   #21
willi54->Emailproblem
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Registriert seit: 21.03.2007
Beiträge: 2
willi54
Standard seeeeehr Interessant

hallo liebe mitbetroffenen,
bin heute eher durch zufall auf dieses Forum gestossen.
Ich habe eigentlich die gleichen Erfahrungen mit mitnmang erlebt und wurde im Januar 07 auch schon von der SBB GmbH,mit bekanntn Briefkopf
vorgeladen, dort sollte ich einen Bewerbungsbogen ausfüllen und Unterschreiben der angeblich zur Erstellung eines Profils und Erfassung weiterer Daten dienen sollte. Als ich mich mit der Erklärung " Sie haben meinen Namen und meine Adresse, sonst wäre ich nicht hier,", weigerte das Formular auszufüllen, wurde mir mit Kürzung von Leistungen der ARGE gedroht. Zufällig hatte ich am gleichen Tag einen Termin mit dem Vermittler der ARGE. Deshalb lehnte ich weiterhin jegliche angaben von Daten ab. Plötzlich wurde mir angeboten die Daten auch später anzugeben, ich solle aber trotzdem das Formular Unterschreiben.
Was ich natürlich nicht machte.:p

Die ARGE wusste ( wie erwartet ) von nichts. Ha Ha Ha
Mein Berater hat mir empfohlen bei weiterer Kontaktaufnahme seitens mitnmang oder ähnlichen Institutionen ( oder Verbrechern ) sofort die ARGE zu Informieren.
Ich habe übrigens von der SBB bis heute nichts mehr gehört.

gruß

Willi54
willi54 ist offline  
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