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Alt 12.12.2015, 23:18   #1
VIFI
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Beiträge: 3
VIFI
Standard Wie geht es weiter???

Ich (56) habe gestern von meinem AG erfahren, dass er mir aus wirtschaftlichen Gründen nach 28 jährige Betriebszugehörigkeit zum Jahresende 2016 betriebsbedingt kündigen wird. Kündigung werde ich in der nächsten Woche bekommen. In der Firma wird seit 8-10 Jahren praktisch alle 2 Jahre restrukturiert. Solch eine Maßnahme eine läuft nun gerade und dieser werde ich zum Opfer fallen. BR wird bis Jahresende einen Sozialplan ausgehandelt haben, der, wie die bisherigen, wohl eine großzügige finanzielle Regelung vorsieht.

Meine Fragen nun:

Soll ich mich sofort arbeitssuchend melden? Kündigung habe ich aber noch nicht.

Soll ich bis Ende der nächsten Woche warten?

Oder soll ich bis September 2016 warten?

Was muss ich alles beachten?


Es mag sein, dass dieses bereits x-mal durchgekaut ist....aber ich habe zur Zeit keinen klaren Kopf, obwohl noch 1 Jahr das Einkommen gesichert....

Danke schon einmal für Eure Antworten.
VIFI ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 13.12.2015, 13:08   #2
Cerberus
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Beiträge: n/a
Standard AW: Wie geht es weiter???

Ich denke, man sollte warten, bis man das schriftlich bekommen hat.
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Alt 13.12.2015, 15:32   #3
schlaraffenland
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Beiträge: 7.845
schlaraffenland Investor/inschlaraffenland Investor/inschlaraffenland Investor/inschlaraffenland Investor/inschlaraffenland Investor/inschlaraffenland Investor/inschlaraffenland Investor/inschlaraffenland Investor/inschlaraffenland Investor/inschlaraffenland Investor/inschlaraffenland Investor/in
Standard AW: Wie geht es weiter???

VIFI, da Du sehr wahrscheinlich Anspruch auf Arbeitslosengeld I haben wirst, gilt für Dich das Sozialgesetzbuch (SGB) III. Hier ein Auszug aus dem § 38 SGB III:

Zitat:
(1) Personen, deren Ausbildungs- oder Arbeitsverhältnis endet, sind verpflichtet, sich spätestens drei Monate vor dessen Beendigung persönlich bei der Agentur für Arbeit arbeitsuchend zu melden. Liegen zwischen der Kenntnis des Beendigungszeitpunktes und der Beendigung des Ausbildungs- oder Arbeitsverhältnisses weniger als drei Monate, haben sie sich innerhalb von drei Tagen nach Kenntnis des Beendigungszeitpunktes zu melden ...
So wie ich den von mir unterstrichenen Satz verstehe, musst Du Dich nicht innerhalb von 3 Tagen nach Erhalt Deiner Kündigung bei der Agentur für Arbeit (AfA) arbeitssuchend melden. Weil Dein Beschäftigungsverhältnis ja länger als noch 3 Monate andauert.

Wann genau Du Dich bei der AfA arbeitssuchend melden musst, weiß ich nicht. Beachte jedoch bitte Folgendes aus dem § 159 SGB III:

Zitat:
(6) Die Dauer einer Sperrzeit bei Meldeversäumnis oder bei verspäteter Arbeitsuchendmeldung beträgt eine Woche.
Sperrzeit bedeutet: Du bekommst während der Dauer der Sperrzeit kein Arbeitslosengeld I, und Dein Gesamtanspruch auf Arbeitslosengeld I verringert sich um die Dauer der Sperrzeit.
__

Ich bin kein Rechtsanwalt. Für meine Handlungsempfehlungen und Rechtsauslegungen übernehme ich keine Haftung. Dieser Beitrag ist keine Rechtsberatung.
schlaraffenland ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 13.12.2015, 19:51   #4
Wutbuerger
Forumnutzer/in
 
Registriert seit: 21.08.2012
Beiträge: 4.813
Wutbuerger Möchte sein Renommee nicht öffentlich anzeigen...
Standard AW: Wie geht es weiter???

Ehe ich etwas schriftliches in der Hand habe würde ich gar nichts machen .
Erst wenn du einen Kündigungstermin hast weißt du wann die 3 Monate vor Arbeitsende sind .Es sei denn du möchtest jetzt schon Vermittlungsvorschläge , dann kannst du dich ja arbeitssuchend ohne Leistung melden
Ob in dem Alter die Chancen auf eine neue Stelle noch gut stehen ?
Hat man gesundheitliche Einschränkungen , wäre jetzt die Zeit einen GdB oder EM Rente zu beantragen .
Wutbuerger ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 13.12.2015, 20:01   #5
Cerberus
Gast
 
Beiträge: n/a
Standard AW: Wie geht es weiter???

Zitat von Wutbuerger Beitrag anzeigen
Ehe ich etwas schriftliches in der Hand habe würde ich gar nichts machen .
:dank:
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Alt 13.12.2015, 20:34   #6
Texter50
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Beiträge: 7.585
Texter50 Möchte sein Renommee nicht öffentlich anzeigen...
Standard AW: Wie geht es weiter???

Warten, bis Du was auf Papier inner Hand hast.

Das gut abheften und weiter warten.
Drei Monate, bevor Dein letzter Arbeitstag sein wird (die Kündigungsfrist um ist), nachweisbar bei der AfA melden - erst mal arbeitssuchend.
Ein paar Tage eher wird nicht schaden.
Mach das bitte nachweisbar schriftlich, gerne als Fax mit Sendebericht.

Man wird sich von der AfA aus mit Dir in Verbindung setzen.
Bekommste nen Termin, kannste da während Deiner Arbeitszeit hingehen, Dein Cheffe zahlt das. Also: keine Freizeit / Urlaub dafür nehmen.
Kommste mit Zetteln, die man Dir vonner AfA aus aufs Auge drückt nicht klar, stelle das Zechs hier anonymisiert ein.

Alle Deine Urlaubstage nehmen, bevor der Arbeitvertrag endgültig endet.
Einen Ordner kaufen, in den Du den Unfug der AfA einheften kannst.

Bissu soweit, dass man Dir Zettel inne Hand drückt, nimm sie mit und stelle sie hier anonymisiert ein.
Dann kann man weiter sehen.

Für das ALG I selber muss man eh am ersten Tag der Arbeitslosigkeit persönlich bei der AfA vorsprechen und die Taler beantragen.

Soweit nach den heutigen Spielregeln der AfA, wenn ich es recht verstanden habe...
__

Unterbrich niemals Deinen Gegner im JC, wenn er gerade einen Fehler begeht.
Frei nach Sunzi


Texter50 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 14.12.2015, 18:34   #7
AnonNemo
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Beiträge: 3.516
AnonNemo Möchte sein Renommee nicht öffentlich anzeigen...
Standard AW: Wie geht es weiter???

@schlaraffenland:
@VIFI wird Ende 2016 entlassen!
Also muss er/sie sich frühestens September 2016 arbeitssuchend melden.

Dein unterstrichener Satz würde gelten, wenn @VIFI Ende diesen Jahres entlassen wird.

Btw:
Mit (dann) 57 hat man Anspruch auf wie viele Monate ALG1? 18 oder sogar 24?
Berücksichtigt bitte, dass @VIFI möglicherweise sogar 58 sein könnte, da wir seinen/ihren Geburtsmonat nicht wissen. Und auch nicht wissen müssen!!

@VIFI:
Du solltest dir schon mal Gedanken machen, bzw. in den nächsten 9 Monaten unverbindlich informieren, über:
Kündigungsschutzklage (auch wenn der BR einen Sozialplan gemacht hat! Du kannst deinen BR besser einschätzen, ob er Arbeitgeber- oder -nehmerfreundlich eingestellt ist.)
Abfindung (nach 28 Jahren dürfte ein Batzen zusammenkommen)
Vorruhestand (57/58 Jahre alt plus 2(?) Jahre ALG1, dann mit der Abfindung(?) die Zeit bis zur Rente mit 63(?) überbrücken.)
Eintritt in die Gewerkschaft
Arbeitsrechtschutzversicherung
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Alt 14.12.2015, 21:54   #8
Linuxfan
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Beiträge: 600
Linuxfan Möchte sein Renommee nicht öffentlich anzeigen...
Standard AW: Wie geht es weiter???

28 Jahre Betriebszugehörigkeit sprechen auf jeden Fall für Loyalität und Erfahrung. Ich bin wesentlich jünger als Du aber vielleicht hilft es doch Kontakte zu Personalberatern, Headhuntern etc. aufzunehmen.

Ich würde empfehlen, die Fühler nach einer neuen Stelle auszustrecken. Ist jedenfalls gut, dass Dir dein Arbeitgeber gesagt hat, bis 2016 beschäftigen wir dich noch. Gibt ja auch Firmen, die von heute auf morgen kündigen. Du hast also ein Zeitfenster und dies gilt es zu nutzen.

Ich würde die Loyalität in die Firma jedenfalls massiv runterfahren. Die haben Dir gekündigt und Du nicht denen.

So Sachen wie "Von der Wiege bis zum Grab" gibt es meines Erachtens nicht mehr so wie früher. Flexibilität ist das neue Omen.

Jetzt den Kopf in den Sand stecken und eventuell zu sagen: "Mit Ü50 will mich sowieso keiner mehr" ist der falsche Weg. Mach das bloß nicht. Du hast 28 Jahre lang für die Firma gearbeitet aber die Firma muss sich auch fortlaufend anpassen. Da gibt es natürlich Reibereien.

Du hast deine Stärken: Loyalität und Erfahrung und wahrscheinlich auch ein Netzwerk in deiner Branche bzw. Tätigkeitsfeld. Dies gilt es die kommende Zeit zu nutzen.

Immerhin haben Sie dir nicht gesagt: Morgen brauchen sie nicht mehr zu kommen. So etwas machen andere durch.
Linuxfan ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 15.12.2015, 16:44   #9
Fritz Fleißig
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Fritz Fleißig Möchte sein Renommee nicht öffentlich anzeigen...
Standard AW: Wie geht es weiter???

Na ja, ich möchte nicht unken. Aber Betriebstreue, Loyalität und Erfahrung interessieren die heutige Unternehmerschaft bei Älteren doch nicht mehr. Jedenfalls solange es nicht um eine Stelle in Vorstand oder Geschäftsführung geht. Der "normale" ältere Arbeitnehmer wird eher als Belastung empfunden. Das mag allenfalls bei gesuchten Fachkräften mit ganz speziellen Kenntnissen noch ein bißchen anders sein. Aber die würde man sowieso nicht entlassen.

Ich würde auch empfehlen, hier vor allem eine möglichst hohe Abfindung herauszuholen. Die Frage ist auch, wie gut der Betriebsrat hier verhandeln kann und was er überhaupt taugt. Wurde ja schon angesprochen. Eventuell eigenen Anwalt hinzuziehen.

Und vor allen Dingen, wie ebenfalls schon empfohlen: seine Pflicht erfüllen, aber sich nicht kaputtarbeiten. Das honoriert jetzt keiner mehr.
__

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Fritz Fleißig ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 16.12.2015, 08:03   #10
Fritz Fleißig
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Fritz Fleißig Möchte sein Renommee nicht öffentlich anzeigen...
Standard AW: Wie geht es weiter???

@vifi

Noch eine ergänzende Anmerkung. Wurde weiter oben schon mal kurz erwähnt, ist aber sehr wichtig, so daß es nicht untergehen sollte.

Du gibst an, daß du voraussichtlich nächste Woche die schriftliche Kündigung deines Arbeitgebers bekommen wirst. Eine eventuelle Kündigungsschutzklage muß unbedingt binnen drei Wochen nach Erhalt des Kündigungsschreibens beim Arbeitsgericht eingereicht werden. Wird diese Frist versäumt, ist fast immer nichts mehr zu machen.

Wenn eine Kündigungsschutzklage nicht rechtzeitig eingereicht wird, hast du kein Druckmittel mehr, um dich gegen die arbeitgeberseitige Kündigung zu wehren und bessere Konditionen für eine Abfindung auszuhandeln. Es wird manchmal auch gezielt versucht, die Gekündigten mit letztlich ergebnislosen Verhandlungen so lange hinzuhalten, bis diese Frist vorbei ist. Zurücknehmen kannst du eine laufende Klage hingegen immer noch.

Laß dich also auf keinen Fall unter Zeitdruck setzen, zumal derzeit nicht klar ist, was der Betriebsrat hinsichtlich Sozialplan erreichen wird.

Randbemerkung: Früher galt es auch es ausgesprochen schlechter Stil, Kündigungen langjähriger Beschäftigter unmittelbar vor Weihnachten zu verschicken, wenn es nicht unbedingt notwendig war. Solche Fragen des gegenseitigen Umgangs scheinen heute aber niemanden mehr zu interessieren. Was zählt, ist nur noch Geld und Profit.
__

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Fritz Fleißig ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 21.12.2015, 22:58   #11
VIFI
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VIFI
Standard AW: Wie geht es weiter???

Nun mal kleines Update:

Kündigung tatsächlich Ende November erhalten.

Gekündigt zum 31.10.16 wahrscheinlich freigestellt ab Mai 16

Sozialplan fertig: Neben viel blabla folgende Leistungen: Monatsgehalt x Faktor 1,85 x Jahre Betriebszugehörigkeit. Macht in meinem Fall rund 52 Gehälter.. zzgl. Outplacementberatung max 6T€ (kann man aber auch auf die Abfindung zuschlagen lassen). Keine Ahnung ob das alles gut ist, bin aber selbst nun doch einigermaßen beruhigt.
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Alt 21.12.2015, 23:50   #12
AnonNemo
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Standard AW: Wie geht es weiter???

Hallo VIFI,
Zitat:
wahrscheinlich freigestellt ab Mai 16
... heißt aber, soweit ich weiß; du musst dich drei Monate vor der Freistellung (31.01.2016) Arbeitssuchend melden und deine ALG1-Zeit beginnt ab dem Freistellungsdatum (01.05.2016) an zu laufen!

Informiere dich deswegen!

AnonNemo
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Alt 22.12.2015, 08:23   #13
Fritz Fleißig
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Standard AW: Wie geht es weiter???

Danke für die Rückmeldung.

52 Monatsgehälter Abfindung sind ein sehr gutes Angebot. Der Normaltarif beträgt 1/2 Brutto-Monatsgehalt pro Jahr der Betriebszugehörigkeit.

Wenn die ordentliche Kündigungsfrist eingehalten wurde, wird auch nichts auf das ALG angerechnet, beziehungsweise das ALG ruht nicht für eine bestimmte Zeit.

Eine "ALG-Zeit" beginnt erst mit tatsächlicher Zahlung von ALG zu laufen, also hier wohl ab 1. November 2016. Das Arbeitsverhältnis ist auch erst an diesem Tag beendet, also ab hier die Dreimonatsfrist für die Arbeitssuchendmeldung rückwärts rechnen. Das ist jedenfalls mein Verständnis von § 38 SGB III.
__

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Fritz Fleißig ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 22.12.2015, 16:29   #14
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Standard AW: Wie geht es weiter???

@Fritz Fleißig:
Ich habe darauf hingewiesen, weil ich es von einer Insolvenz mit Massenentlassung so erlebt habe.

Einer vom BR hat mir erzählt;
Der BR-Vorsitzende hatte ihm die Freistellung schmackhaft gemacht, mit dem Argument:
Vergleiche dich mal mit dem anderen aus dem BR, der keine Freistellung bekommt ... der muss die ganze Kündigungsfrist weiterarbeiten, und du kannst dich in der Zeit - in Ruhe - bewerben.

Daraufhin der BR zu mir:
Blöder Vergleich, der BR-Kollege bekommt seinen Lohn bis zum Kündigungsdatum weiterbezahlt und bei uns beiden fängt die ALG1-Zeit übermorgen an !
Und so war es auch.

Ich bin mir im Klaren, dass eine normale und eine insolvenzbedingte Freistellung, vom Amt, verschieden gehandhabt werden können.
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Alt 22.12.2015, 17:10   #15
Roter Bock
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Standard AW: Wie geht es weiter???

Hallo ViFi,

die Abfindung ist vergleichsweise hoch - ein gutes Schnäppchen. Das gibt mehrere 10,000 Euro schätze ich.

Achte bitte darauf das die Kündigungsfrist nach 622 BGB eingehalten wird. Sonst geräts Du in einen "Ruhenszeitraum" in dem die AfaA nichts zahlt.

Die Outplacemend - Beratung kannst Du haken. In Deinem Alter bringen die Dich auch nicht unter. Nimm wenn es geht lieber mehr Abfindung.

Leider musst Du Steuern auf die Abfindung zahlen. Ich würde versuchen nachzuverhandeln - ein Teil in 2016 bekommen und den Rest in 2017. Damit senkst Du Deine Steuerlast.

Bist Du schon lange unverheiratet mit einer Partnerin/Partner zusammen? Es ist eure Entscheidung aber bei mir und meiner Frau passte es und wir zogen im Jahr in dem wir die Abfindung versteuern mussten von 12.000 Euro die ich gezwungen dem Staat in den Rachen werfen mussten wieder 7.000 Euro raus durch Steuerklassenwechsel (3 für mich und 5 für die Frau).

Du brauchst faktisch keine Arbeit mehr anzufassen, wenn Du alles gut einteilst, überlegst und unserer bescheuerte Gesetzgebung ins Kalkül ziehst. Das ist auch besser so - denn von der AfA kommt Jobmäßig nur Sch...e.

Es gibt jetzt 2 "Aufrisse" die Du machen solltest.

1. Alle Finanzen auf den Tisch packen.
2. Deine Gesundheit checken.

Zu 1. Es wäre peinlich wenn Du nach 2 Jahren ALG I Bezug feststellst, das Du nach Auffassung des JobCenters zuviel Geld hast um ALG II zu erhalten. Das musst Du vermeiden.Es gibt legale Möglichkeiten. Wenn der Staat nicht dafür sorgt, das Arbeitgeber ältere Arbeitslose einstellen müssen, dann liege Ihm wenigstens auf der Tasche.

Zu 2. Gesundheitliche Probleme helfen dabei "Schrott Jobs" zu umgehen. Geh auch ruhig mal zu Fachärzten.

Wenn Dein Geld dann (nach Abzug der Steuern..) reichen würde ein Haus zu kaufen - dann mache es. Kaufe nicht zu gross (90 qm Fläche, Grundstück nicht allzu üppig) wegen der Regeln im ALG II. Notfalls aufs Dorf ziehen. Aber das sind nur Vorschläge von mir. Ich kann nur raten womit ich selbst gut gefahren bin.

Roter Bock
GDB 100 dank meiner Arbeitgeber, Krebs und EM-Rentner
__

Wir führen Sie jetzt auf ein Amt, und zwar ein Amt für Arbeitsvermittlung. Früher wurde dort Arbeit gesucht, jetzt sucht man Arbeiter, aber sonst hat sich nichts geändert. Kriegen tut man beide nicht. Helmut Qualtinger
Roter Bock ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 27.01.2017, 20:20   #16
VIFI
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VIFI
Standard AW: Wie geht es weiter???

Ich hole dieses Thema mal wieder hoch.....

Habe nun doch bis Oktober 16 arbeiten müssen und habe den ALG1 Bescheid mit Bewilligungsbescheid Nov 16 bis April 18, also 18 Monate.
Beziehe seit Nov 16 ALG 1
Mitte November 16 Termin beim SB gehabt
Normales bla bla, nichts unterschrieben, habe dem SB allerdings gesagt das ich mich Anfang Januar mal zum Stand der Dinge schriftlich äußere.
Ein paar Bewerbungen geschrieben, täglicher Blick in die Jobbörse und andere Online Dienste, Kontakte (tel/pers) zu ehemaligen Dienstleistern, mit denen ich im Berufsleben zu tun hatte
Heute Anruf vom SB, wollte wissen wie" Stand der Dinge " ist (Mein Kind war am Telefon und hat gesagt, Vater wird sich melden)

Frage, was soll ich dem SB nun mitteilen?

Habe mich gerade an das ruhige Leben gewöhnt....
VIFI ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 27.01.2017, 21:18   #17
Zeitkind
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Standard AW: Wie geht es weiter???

Zitat von VIFI Beitrag anzeigen
Frage, was soll ich dem SB nun mitteilen?
Garnichts. Wenn der SB unbedingt etwas mit Dir zu besprechen hat, darf er sich gerne an den üblichen und rechtssicheren Postweg halten.
Du bist übrigens nicht verpflichtet, per Telefon oder E-Mail mit den Behörden zu kommunizieren.
Und Du hast das Recht, diese preisgegebenen Daten nachträglich aus Deinem Profil löschen zu lassen.
Das aber mußt Du schriftlich erledigen, z.B. mit dieser Vorlage:
Antrag auf Löschung bereits erhobener- , aber nicht erforderlichen Daten - Textvorlage
Den ersten Satz der Überschrift solltest Du darin streichen, da ja ALG1.

Wundere Dich nicht, wenn ich Dich an die leider notwendigen Gepflogenheiten gewöhne,
denn wenn Du erstmal vom JC "betreut" wirst, dreht sich der Wind und die Form der
Rechtssicherheit wird Grundlage jeglicher Kommunikation.
Mit 57 bist Du ja noch relativ glimpflich davongekommen, ich habe gleiches schon mit 52 durchgemacht.
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