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U 25

Alles für junge Erwachsene unter 25


Kontoausgleich = Zufluss?

U 25

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Alt 24.12.2009, 22:27   #1
Diana
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Diana
Standard Kontoausgleich = Zufluss?

Hallo Foris

ich habe mal eine Frage an Euch. Meine Tochter hatte von ihrer Bank einen minimalen Dispokredit bekommen als sie noch 12 monatelang das Praktikantengeld vom Fachabi bekam. Als das Praktikum vorbei war war dann auch keine Kontenbewegung mehr vorhanden, der Dispokredit war ausgelastet. Die Bank wandelte den Dispokredit in ein Minus um, kündigte ihr das Konto und schickte ihr einen Mahnbescheid. Nun hatte sie in den Ferien zwei Wochen gearbeitet um diese Summe der Bank geben zu können, damit es nicht zum Vollstreckungsbescheid und somit Negativeintrag bei der Schufa kommt.
Zählt dieses Geld nun auch mit als Zufluss und wird mir als Vorstand der BG mit angerechnet, somit wieder abgezogen?
Von dem Geld hatten wir ja in dem Sinne nichts und diesen Ferienjob nahm sie auch nur an um eben die Verbindlichkeit aus dem Mahnbescheid zu tilgen.

Wie verhält es sich bei solchen Dingen bzw. Schuldenbegleichung? Einerseits kann ja ein Jugendlicher keinen negativen Schufaeintrag gebrauchen und ich finde es auch gut dass mein Kind die Sache durch Ferienarbeit selbst wieder bereinigt hat. Anders geht es ja nicht als Schülerin.

Trotzdem bin ich mir nicht sicher, da Einnahmen ja als Zufluss gelten.

LG
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Der Hund ist Dir im Sturme treu - der Mensch nicht mal im Winde.
Diana ist offline  
Alt 24.12.2009, 23:57   #2
gerda52
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gerda52 Enagagiertgerda52 Enagagiertgerda52 Enagagiertgerda52 Enagagiertgerda52 Enagagiertgerda52 Enagagiertgerda52 Enagagiertgerda52 Enagagiertgerda52 Enagagiertgerda52 Enagagiertgerda52 Enagagiert
Standard AW: Kontoausgleich = Zufluss?

Zitat von Diana
Zählt dieses Geld nun auch mit als Zufluss und wird mir als Vorstand der BG mit angerechnet, somit wieder abgezogen?

Ja.

Von dem Geld hatten wir ja in dem Sinne nichts und diesen Ferienjob nahm sie auch nur an um eben die Verbindlichkeit aus dem Mahnbescheid zu tilgen.

Das interessiert leider niemanden, frei verfügen kann sie nur über die zustehenden Freibeträge aus dem Job.

Wie verhält es sich bei solchen Dingen bzw. Schuldenbegleichung? Einerseits kann ja ein Jugendlicher keinen negativen Schufaeintrag gebrauchen und ich finde es auch gut dass mein Kind die Sache durch Ferienarbeit selbst wieder bereinigt hat. Anders geht es ja nicht als Schülerin.

Trotzdem bin ich mir nicht sicher, da Einnahmen ja als Zufluss gelten.
Die Zweifel sind berechtigt. Selbstverdientes ist vorranging für den Lebensunterhalt einzusetzen, eine Berücksichtigung von Schuldenabbau ist im SGB II nicht vorgesehen.

Um neben der nicht kalkulierten Anrechnung weitere nachteilige Konsequenzen (Bußgeld etc. ) abzuwenden, empfehle ich den Verdienst unverzüglich zu melden. Spätestens der regelmäßig stattfindende Datenabgleich mit der Rentenkasse würde ihn ans Licht bringen und dann wirds bitter.
__

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gerda52 ist offline  
Alt 25.12.2009, 10:12   #3
michaelulbricht
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Standard AW: Kontoausgleich = Zufluss?

Hallo,

bei einer anrechnung die nicht als Darlehen erfolgt würde ich widerspruch und Klage einlegen.

Das Einkommen muß als Einkommen im Sinne des SGB II gewertet werden.

Im Hinblick darauf das hier sonst ein vollstreckbarer Titel erfolgt wäre mit all seinen negativen Konsequenzen sollte die Arge diese Summe aber erst nach beendigung des leistungsbezuges bzw. in einem von ihr erbrachten Darlehen über den Regelsatz wieder abziehen.(Sozialverträglich).

Warum ?

Die Argen würden Leute mit geringen Verbindlichkeiten die noch nicht negativ und Schufa belastet sind damit fördern.
Ein negativer Eintrag in der Schufa würde die Vermittlungschancen erheblich vermindern und würde daher auch für die Arge extrem mehr Geld kosten.

Klaus
michaelulbricht ist offline  
Alt 25.12.2009, 23:02   #4
gerda52
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Standard AW: Kontoausgleich = Zufluss?

Zitat von michaelulbricht
Hallo,

bei einer anrechnung die nicht als Darlehen erfolgt würde ich widerspruch und Klage einlegen.

Das wäre dann mal ganz was Neues. Oder meinst Du vll. nur die ratenweise Rückführung der evtl. Überzahlung? Ein Darlehen wirds dadurch jedoch immer noch nicht.

Das Einkommen muß als Einkommen im Sinne des SGB II gewertet werden.

So ist es.

Im Hinblick darauf das hier sonst ein vollstreckbarer Titel erfolgt wäre mit all seinen negativen Konsequenzen sollte die Arge diese Summe aber erst nach beendigung des leistungsbezuges bzw. in einem von ihr erbrachten Darlehen über den Regelsatz wieder abziehen.(Sozialverträglich).

Warum ?

Die Argen würden Leute mit geringen Verbindlichkeiten die noch nicht negativ und Schufa belastet sind damit fördern.
Ein negativer Eintrag in der Schufa würde die Vermittlungschancen erheblich vermindern und würde daher auch für die Arge extrem mehr Geld kosten.

Klaus
Das hört sich zwar sehr vernünftig an, aber für den Vorschag fehlt einfach jeglliche gesetzl. Grundlage.


@ Diana

Meinen eigene AW möchte ich insofern ergänzen, dass der Verdienst der Tochter natürlich nicht auf Deinen Bedarf angerechnet werden kann.
Sie muss ihn nur für ihren eigenen einsetzen, lediglich dadurch nicht mehr benötigtes Kindergeld kann auf Dich übertragen werden.

Da hier weder Höhe des Individualbedarfs der Tochter noch der genaue Verdienst bekannt sind, können die Antworten auch nur allgemein ausfallen.
__

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gerda52 ist offline  
Alt 26.12.2009, 14:14   #5
michaelulbricht
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Standard AW: Kontoausgleich = Zufluss?

eigentlich fehlt dafür keine gesetzliche grundlage.

Es ist der Sinn und Zweck des SGB II zu fordern und zu fördern.

Deswegen würde ich auch klagen.

Wenn die Summe durch einen 2 wochen ferienjob ausgeglichen werden konnte das steht das in keinem Verhältniss zum vermittlungshemnis eines Schufa Eintrag.

Klaus
michaelulbricht ist offline  
Alt 26.12.2009, 19:23   #6
Diana
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Diana
Standard AW: Kontoausgleich = Zufluss?

Die Summe war inklusive Mahnbescheid 329 Euro ..... das Geld vom Ferienjob ist aufgrund eines Fehlers der Buchhaltung dort auf 2 Mal ausgezahlt worden. Den Mahnbescheid hatten wir bzw. meine Tochter schon und der Vollstreckungsbescheid sollte folgen, sofern die Summe nicht gezahlt wird.

Da das aber ein sehr junges Mädel ist, ein Schufaeintrag und Eintrag ins Schuldnerverzeichnis z.B. bei Wohnungssuche (auch bei Lehrstellensuche ausserhalb des jetzigen Wohnortes - wo ja Wohnraum benötigt wird) etc. extrem hinderlich sind .... hatte sie sich dazu entschlossen den Ferienjob zu machen und dann dieses Geld zu nutzen um die Schuld bei der Bank zu begleichen.

Wir gelten als BG .... also mein Kind und ich als Vorstand.
Das Amt weiss von der Arbeit und gibt uns deswegen seid Ewigkeiten schon "vorläufige Bescheide" und hat jetzt die Auszüge verlangt.

Mal andersrum gefragt: was hätte mein Kind denn sonst tun sollen? Vollstreckungsbescheid, Eintrag ins Schuldnerverzeichnis ...... da keine Ratenzahlung geht bei jemanden der kein Einkommen hat weil noch in Ausbildung (Fachabi)?
__

Der Hund ist Dir im Sturme treu - der Mensch nicht mal im Winde.
Diana ist offline  
Alt 28.12.2009, 05:55   #7
kleindieter
 
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kleindieter kleindieter kleindieter kleindieter kleindieter
Standard AW: Kontoausgleich = Zufluss?

Der Zufluss ist meldepflichtig. Der Zufluss wird angerechnet.
Das Geld steht zur Verfügung und wird der Bank freiwillig gegeben.

Wenn der Kunde keine Verfügungsmöglichkeit über das Geld hat, dann gibt es auch keinen Zufluss und auch keine Anrechnung auf das ALG der Familie.
kleindieter ist offline  
Alt 28.12.2009, 08:07   #8
franzi
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Standard AW: Kontoausgleich = Zufluss?

Wenn die Bank nicht zu einer Raten-Rückführung bereit ist (wäre aber sehr kulant, wenn die Bank angesichts der Lage des jungen Mädchens ihr etwas entgegen kommen würde! Der Betrag ist schließlich kein Vermögen!), dann ist das Geld ja nach wie vor auf dem Konto.

Da die Bank den Dispo gekündigt hat, wird die Bank dieses Geld auch nicht mehr heraus rücken, sondern das Konto auf Guthabenbasis umstellen. Alles was im Minusbereich liegt, wird sie zum Kontoausgleich behalten. Der Rest im Plusbereich ist dann zur Verfügung für deine Tochter.

Ich würde also mit der Bank reden. Ansonsten bleibt deiner Tochter nur, einen Antrag auf ein Darlehen bei der ARGE zu stellen, damit sie die Zeit überbrücken kann, bis alles wieder im Lot ist.

Ansonsten gibt es nur noch eine letzte Möglichkeit:
Ein (evtl. zinsloses) Privatdarlehen in Höhe des Betrages, das von Verwandten, Freunden oder Bekannten gewährt wird.
Soetwas wäre kein Zufluss, sondern eben zur Überbrückung dieser Notlage.
Das muss aber auch unbedingt schriftlich vereinbart werden, insbesondere muss die Zweckgebundenheit darin angeführt werden!
Zum Thema Privatdarlehen haben wir hier im Forum schon Threads.
franzi ist offline  
Alt 28.12.2009, 08:12   #9
franzi
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Standard AW: Kontoausgleich = Zufluss?

Zitat von kleindieter Beitrag anzeigen
Der Zufluss ist meldepflichtig. Der Zufluss wird angerechnet.
Das Geld steht zur Verfügung und wird der Bank freiwillig gegeben.

Wenn der Kunde keine Verfügungsmöglichkeit über das Geld hat, dann gibt es auch keinen Zufluss und auch keine Anrechnung auf das ALG der Familie.
Wenn das nicht mal ein Denkfehler ist

Es hat a) eindeutig ein Zufluss stattgefunden. Über den b) leider nicht verfügt werden kann, da damit Schulden getilgt werden müssen.

Der Zufluss wird in jedem Fall angerechnet, weil die ARGE Schulden nicht interessieren.


Mein eigenes Beispiel: ich hatte vor längerer Zeit eine Eigenheimzulage beantragt, die ich dann auch erhalten habe. Diese wollte ich zum Ausgleich meiner Bankschulden (gekündigter Dispo) verwenden.
Die ARGE rechnete mir den Zufluss voll an. Meine Schulden interessierte sie nicht. D. h., mir wurden die Leistungen um den Betrag des Zuflusses monatlich gekürzt, und das über mehr als 6 Monate, da es sich um einen größeren Betrag handelte.

In meiner Not wandte ich mich an die Bank und konnte mit ihr einen Rückführungsvertrag vereinbaren, der über 1,5 Jahre lief, wo ich monatlich in Raten den Dispo ausglich.
War eine sehr harte Zeit.

Das Mädchen kann wirklich froh sein, dass der Dispo nur so klein ist. Ansonsten hätte sie jetzt einen harte Zeit vor sich.
franzi ist offline  
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