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U 25 Alles für junge Erwachsene unter 25


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Alt 08.10.2009, 11:25   #1
regina86->Emailproblem
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Registriert seit: 08.10.2009
Beiträge: 43
regina86
Standard U25, Bedarfsgemeinschaft,Mobbing Ausbildungsstelle

Hallo zusammen

Ich hab mir hier einen anderen Namen zugelegt,weils mir sehr peinlich ist.

Es geht sich um folgendes:

Meine Freundin,für die ich hier schreibe, ist 23. Ich bin 28. Wir haben bis vor 4 Monaten bei ihren Eltern gelebt und sind dann ausgezogen,weil meine Freundin ihr Anerkennungsjahr als Erzieherin beenden wollte. Wir sind dann zum Amt, und haben das OK für alles eingeholt und bekommen (Miete, Bedarfsgemeinschaft waren wir ja bereits bei den Eltern und Kaution als Darlehn wurde alles gewährt.) Wir sind dann umgezogen und sie hat ihr Anerkennungsjahr begonnen.

Ich bekomme Hartz 4 und habe einen MiniJob auf 100 Euro Basis und bekomme die hälfte der Miete

Sie verdient 740 Euro und bekommt die hälfte der Miete und anteilig Hartz 4.

Also vom Amt bekommen wir die Komplette Miete bezahlt und ein Restgeld von ca 50 Euro.

Aber darauf will ich nicht hinaus.

Seitdem meine Freundin dort in dem Kindergarten ist, wird sie gemobbt, angemeckert, muss überstunden machen,die nicht in Freizeit vergütet werden und bekommt auch so keine Hilfe von der Leitung.

Beispiele: Sie sollte bei Wikipedia einen Bericht nachlesen. Das tat sie auch,am nächsten Tag wurde sie deswegen übelst beschimpft und für hirnlos erklärt und ob sie kein Geld habe,sich bücher zu kaufen ,da Internet ja so böse sei. ( ??)

Dann wurde die komplette Familie als Sozialschmarotzer abgestempelt: Zitat:

(Nach einem Tag der Morgens um 7:30 Uhr bekann und bis 19 Uhr ging) Warum bist du eigentlich so faul, ist deine Familie sozialschmarotzende Hartz4 empfänger? Willst du genauso werden wie die oder ist es dir lieber für deinen Freund zuhause zu bleiben und für ihn zu kochen?



-----------------------

Die beschimpfungen finden immer nur im Büro bei geschlossener Türe statt. Zeugen waren leider keine dabei.

Nach nun 2 1/2 Monaten ist es so,dass meine Freundin fast nichts mehr isst, sie täglich weinend zu hause auf der Couch sitzt, albträume hat und sich auf gar nichts mehr konzentrieren kann.

Ich selber halte von Abbrüchen der Lehre oder so eigentlich gar nichts,war aber schonmal in einer ähnlichen Sitiuation und kann daher verstehen,was sache ist.

Wir haben uns auch schon kurz an den Hauptträger gewandt, mit der bitte um Kündigung (während der Probezeit). Dieser lehnte jedoch ab,mit der Begründung, dass ein Vertrag besteht und dieser nicht gekündigt wird. Der Hauptträger ist übrigens mit der Leitung seit jahren befreundet und bestritt die vorwürfe.

(was ja eigentlich falsch ist,da in der Probezeit der Vertrag beendet werden kann)

Daher meine Frage:

Was können wir machen? Ist für meine Freundin nicht auch eine IHK oder sowas zuständig??

(der Kindergarten befindet sich in Duisburg)

Ich selber kann und werde das so nicht mehr hinnehmen.

Daher meine fragen: Wer,ausser dem Hauptträger ist die nächste instanz für solche angelegenheiten? Was kann man in so einer Situation machen?

Wechseln geht übrigens nicht,da dies ein privater Kindergarten ist.

Wenn meine Freundin selber kündigen würde, welche konsequenzen würden uns dadurch bei der Arge entstehen?

Viel geschreibe,ich hoffe,ihr blickt da durch.

PS: Meine Freundin hat übrigens nächste Woche einen Termin bei einem Psychologen. Was schon traurig ist,weil sowas hat sie noch nie gebraucht.
regina86 ist offline  
Alt 08.10.2009, 13:36   #2
Erolena
Forumnutzer/in
 
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Ort: Sachsen
Beiträge: 5.935
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Standard AW: U25, Bedarfsgemeinschaft,Mobbing Ausbildungsstelle

Vielleicht erst einmal ihrer Einrichtung damit drohen wegzugehen. Manchmal hilft das schon. (jedenfalls im Altenpflegeheim half das jmd. blitzschnell, weil im Heim gerade Arbeitskräftemangel ist)

Ich denke sie kann in einer Probezeit ohne Angabe von Gründen kündigen (rein nach Arbeitsrecht).

Vermutlich spielt aber hier Bildungsrecht / Berufsrecht eine Rolle.
einfach im Bildungsministerium des Budeslandes anrufen und fragen (im Bereich Fachschulen o.ä.).

Rechtliche Regelungen zum Anerkennungsjahr hier:

Gesetzliche Regelungen - Ausbildung - erzieherin-online e.V.

Wenn eine neue Stelle bei Euch unmöglich zu finden wäre, würde ich auch erkunden, ob es möglich ist, das Anerkennungsjahr in einem anderen Bundesland zu machen.

Dienstrechtlich untersteht die kirchliche Kita sicher der Diakonie oder Caritas. (wg. Beschwerden)
Diak.+ Caritas haben auch Fachabteilungen für Kitas. In NRW z.B. für jeden Landschaftsverband. Diese könnten ihr ggf. fachlich gute Kitas empfehlen.

Oder: Paritätischer Wohlfahrtsverband (dort sind z.B. freie Kitaträger zu finden), dort könnte es auch eine interne Stellenbörse geben. Einfach hingehen/anrufen.

Jugendamt des Ortes oder Landesjugendamt dürfte die Aufsicht über die Kitas im Land haben. Vermutlich kann sie beim LJA auch einen Rat erhalten, wie das mit dem Anerkennungsjahr weitergehen könnte (rechtlich + Stellensuche).

Mobbingberatung bei der Gewerkschaft verdi / GEW / DGB.
Mobbingberatung in der Stadt (evtl bei Kontaktstelle für Selbsthilfegruppen)

Ich finde, es würde deiner Freundin am besten tun:
a) andere Ausbildungsstelle f. Anerkennungsjahr annehmen
b) eine fette Beschwerde beim übergeordneten Verband hinterlassen.
c) Und ich würde der Kitaleitung + den Kollegen noch mündlich / schriftlich die Meinung hinterlassen. Veilleicht auch auf einer Dienstberatung ganz offen ihre Meinugn darlegen und Veränderung fordern.

Vielleicht hilft ja auch b+c so einschlägig, dass sie am Ende in der Einrichtung bleiben will. Ich könnte mir denken, dass sie sich Respekt verschafft und die Kollegen ihr Verhalten ändern.
Auch wenn sie die Stelle wechselt, tut so eine Gegenwehr dem Selbstbewußtsein gut und ist besser als einfach zu verschwinden.

- Für mich sind solche Kollegen/Leiter ganz und gar ungeeignet, eine Kindereinrichtung zu betreiben. Mit den Kindern / Eltern, die von hartz IV leben gehen sie vermutlich genauso, wenn nicht schlimmer um. Damit kann die Kita ihrer Aufgabe Förderung/Betreuung nicht gerecht werden. Verstärkt Benachteiligungen.
- Nur mal als Tipp: Man könnte ein Mitteilung machen (auch anonym) an Stadtratsfraktion / Kreistagsfraktion, dass Harzt IV-Bezieher schikaniert werden. (Die für Kita zuständigen Abgeordneten sitzen im Jugendhilfeausschuss, entscheiden über Zuschüsse an Träger, über Trägerwechsel usw. - da kommt jeder Hinweis recht.)
Erolena ist offline  
Alt 08.10.2009, 13:48   #3
canigou
Gast
 
Beiträge: n/a
Standard AW: U25, Bedarfsgemeinschaft,Mobbing Ausbildungsstelle

Zitat:
Wenn meine Freundin selber kündigen würde, welche konsequenzen würden uns dadurch bei der Arge entstehen?
Hallo Regina,

schaue Dir diese Seite an, vielleicht erhältst Du bzw. Ihr einige Tipps.
 
Alt 08.10.2009, 14:00   #4
Kerstin_K
Forumnutzer/in
 
Registriert seit: 11.06.2006
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Standard AW: U25, Bedarfsgemeinschaft,Mobbing Ausbildungsstelle

Ganz wichtig: Ab sofort ein Mobbingtagebuch führen.
__

Viele Grüße aus Hannover
Kerstin_K ist offline  
Alt 08.10.2009, 14:04   #5
HajoDF
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Standard AW: U25, Bedarfsgemeinschaft,Mobbing Ausbildungsstelle

Mobbing ist definiert als regelmäßig wiederkehrende Attacke mindestens zwei- bis dreimal in der Woche und das fortgesetzt über den Zeitraum eines halben Jahres.
Allerdings sind die Mobbingangriffe schon frühzeitig zu erkennen: Psychoterror, fortgesetzte Schikane, ungerechtfertigte Leistungskritik, persönliche Diskriminierung etc.

Wenn das so ist:
1. unverzüglich den Dienstvorgesetzten schriftlich informieren, denn der hat eine Schutzpflicht und ist bei "Schäden" in der Mithaftung.
2. sofort eine Mobbingberatung aufsuchen. (eventuell bei der Gewerkschaft oder anderen entsprechenden Gruppen, Vereinen etc.)
3. im Bekannten- und Freundeskreis über das Problem sprechen. Unbedingt psychologische Unterstützung suchen.
4. sofort ein Mobbing-Tagebuch führen: alle Vorkommnisse eintragen - wer, wann, was, warum! Ganz wichtig, da das Gericht nur auf einer solchen Grundlage positiv entscheidet.
5. ist Mobbing nachzuweisen (Tagebuch!!), ist selbst eine fristlose Kündigung leistungsunschädlich. Man sollte aber vorher mit der AA sprechen.
6. unter Umständen sofort einen kompetenten Arzt und einen Rechtsanwalt hinzuziehen.
HajoDF ist offline  
Alt 16.10.2009, 15:15   #6
regina86->Emailproblem
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Beiträge: 43
regina86
Standard AW: U25, Bedarfsgemeinschaft,Mobbing Ausbildungsstelle

Hallo

So meine Freundin war nun beim Psychologen und er hat folgendes geschrieben für die Arge:

Zitat:
Die Patientin ist frei von Krankheiten und körperlich in einem gesundenen Allgemeinzustand.

Sie ist gesundheitlich für den Einsatz in allen einschlägigen Tätigkeitsfeldern der Kinderbetreuung nicht geeignet.
Würde das als begründung für die eigene Kündigung reichen,ohne sanktionen zu bekommen,oder sollte dort noch mehr drinnestehen?
regina86 ist offline  
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