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U 25 Alles für junge Erwachsene unter 25


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Alt 20.07.2009, 14:55   #1
DieBittstellerin->Emailproblem
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Beiträge: 17
DieBittstellerin
Pfeil Hilfe - Die Schikanen hören nicht auf

Hallo liebe Forengemeinde,

ich hoffe ihr nehmt euch die Zeit, meinen Fall durchzulesen. Ich benötige dringend Informationen, ich bin mittlerweile am verzweifeln. Dafür schon mal vielen Dank im Voraus.
Hier erstmal übersichtshalber einige Fakten zu mir:


Ich bin

- w., unter 25 Jahre alt und seit
- September 2008 ausbildungssuchend gemeldet

und erhalte SGB II


Seit September 2008 habe ich teilgenommen an:

- einer Trainingsmaßnahme

- einer Arbeitsgelegenheit mit MAE (1,50€-Job) in einem Kindergarten


Die Arbeitsgelegenheit wurde nach ca. 4 Monaten vorzeitig beendet, weil ich eine Chance auf eine Ausbildung bekam.
Notgedrungen musste ich in dieser Zeit jedoch aus meiner Wohnung ausziehen, weil mein damaliger Vermieter Eigenbedarf angemeldet hat.
Ich entschied mich, u.a. auch weil mein bester Freund, mit dem ich zusammen wohne, den Studienort wechseln wollte, nach Ostberlin zu ziehen. Dies zogen wir schon lange in Erwägung; ich glaubte, in Berlin mehr berufliche Chancen zu haben.
Der Umzug wurde für nötig befunden und demnach von der ARGE genehmigt.


Nun bin ich seit mitte Juni 09 in Berlin. Seitdem häufen sich die Probleme.

Problem Nr. 1)

Bisher war es möglich, den Wohnsitz meiner Eltern als Erstwohnsitz zu behalten. Erst beim Abgabetermin meines Antrags auf SGB II im Jobcenter in Berlin stellte es ein Problem dar und mein Antrag wurde vorerst abgelehnt.
Außerdem fehlte noch die Umzugsgenehmigung der letzten zuständigen Behörde.

So verschob sich das Ganze um 1 1/2 Wochen, bis ich einen neuen Termin zur Abgabe bekam.

Problem Nr. 2)

Beim neuen Abgabetermin kam ich zu einer missmutigen Vertretung, die mich gleich mal darüber aufklärte, dass ich wegen meiner zu teuren Wohnung ausziehen müsse.
Ich habe mich im Vorfeld erkundigt und als Einzelperson ist meine Miete keinesfalls zu hoch. Abgesehen davon sind die Mieten in Berlin immer höher und in ich sehe es nicht ein, in ein für mich als Frau problematischen Bezirk zu ziehen, da ich noch wert auf einigermaßen gute Wohnqualität lege.
Nun wird uns - meinem Freund und mir - eine eheähnliche Gemeinschaft unterstellt, weswegen unsere Miete zu hoch sei.
Mein Freund bekommt keinerlei Leistungen vom Staat, also auch kein BAföG. Da seine Eltern "zuviel" verdienen, kommen sie für die Hälfte der Miete auf, können ihn aber finanziell sonst nicht unterstützen. Keiner kann also für den anderen "einstehen", selbst wenn er wollte, und wir sind nicht mehr dazu bereit, uns dazu zwingen zu lassen vom Jobcenter.
Daraufhin wurde eine "Prüfung" seitens des Amtes angekündigt (keine Terminanküdigung!) und damit gedroht, ggf. Anzeige wegen Sozialbetrugs zu erstatten.

Problem Nr. 3)

Nach dem Gespräch mit der charmanten Dame wurde mir noch formlos mitgeteilt, dass ich gleich am nächsten Werktag um 8:00 Uhr wiedermal beim Sofortvermittler einen Termin hätte.
Der letzte Termin zur Sofortvermittlung blieb ja erfolglos, weil mein Meldestatus den Herrschaften noch nicht passte

-> Grund (O-Ton):
"Sie (ich) könnten ja praktisch überall einen Nebenwohnsitz haben. Wir (Jobcenter) hatten hier schon Fälle, wo die Leute in verschiedenen Bundesländern gleichzeitig Leistungen bezogen haben! Hatten wir alles schon!"

Erstens hat man Ortsanwesenheitspflicht, die bei Verletzung sehr schnell aufdeckt werden kann (wenn die ARGE ruft, muss man springen), zweitens wird hier gerade davon ausgegangen, dass damit ich Sozialbetrug im Sinn habe.

Am Tag meines Termins war es mir leider nicht möglich diesen einzuhalten, weil ich einen Migräneanfall hatte. Selbstverständlich rief ich schon vor 8:00 Uhr an. Vergeblich suchte ich die Nummer meines Sofortvermittlers, die leider auf keinem Schriftstück zu finden war. Als ich es bei meinem Antragsbearbeiter probierte, hieß es, die Nummer sei nicht vergeben.
Wie ich später erfuhr, lag es daran, dass dieser im Urlaub und seine Nummer für die Zeit nicht freigeschaltet war.
Über die teure 0180-Nummer der Zentrale kam ich wiederholt nicht durch.
Ohne Geld kann man leider auch nicht zum Arzt für eine AUB.

Am nächsten Tag erreichte ich dann endlich jemanden über die Zentrale. Da stellte man fest, dass mein Antrag nun wieder abgelehnt worden sei, veranlasst durch diesen Sofortvermittler aufgrund "unentschuldigten Fehlens". Nun solle ich so schnell wie möglich bei diesem vorstellig werden (ohne Termin).

Ohne Geld in der Tasche und wiedereinmal schwarz, fuhr ich dorthin, nur um wieder auf unfreundlichste Art und Weise abgewimmelt zu werden.
Ich ging sofort zur Teamleiterin, die mir immer wieder sagte, ich müsse an die Eingangszone und einen neuen Antrag ausfüllen. Sie sei lediglich 10 Minuten entfernt. Gelaufen bin ich eine halbe Stunde.
Und ratet mal, was dann war? Dann haben sie mir keinen Termin mehr vergeben können, da schon bald Dienstschluss war.

So musste ich am nächsten Tag wieder dort antanzen. Dann kam ich zu meinem Antragsbearbeiter, der staunend die Situation zusammenfasste und meinte, ich müsse keinen neuen Antrag stellen, da meine Unterlagen alle vorliegen. Allerdings kann ich Widerspruch gegen die Ablehnung einlegen und es könne erstmal nur ab dem heutigen Tag Leistungen gezahlt werden.

Das habe ich auch getan.


Mein Antrag sei weiters auch schon fast fertig, bewilligt werde aber nur, wenn ich über die Sofortvermittlung eine Arbeitsgelegenheit mit MAE annehme.
Da werde ich übrigens wieder in eine Kindertagesstätte gesteckt.

So wird das angeblich hier in Ostberlin mit allen U25-jährigen gemacht!
Strenggenommen stellt dies aber (bundesweit) keinen Erstantrag bei mir dar, da ich doch gezwungen war, aus meiner alten Wohnung auszuziehen. Ich hätte mich so oder so irgendwo neu anmelden müssen.
Außerdem war ich schon in einer ebensolchen Maßnahme und ich fühle mich langsam grob unterfordert, da ich auch schon unzählige Praktika in diesem Bereich gemacht habe.

Also, - auf ein Neues !



Danke dass ihr bisher durchgehalten habt, lest bitte in meinem anderen Beitrag Teil 2 weiter.

Viele Grüße,

DieBittstellerin
__

Entweder man geht mit der Zeit oder man geht mit der Zeit.
DieBittstellerin ist offline  
Alt 20.07.2009, 21:45   #2
Mario Nette
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Standard AW: Hilfe - Die Schikanen hören nicht auf

Eines vorweg: Bitte gehe, auch bzw. gerade in Berlin, nienienie wieder ohne Beistand zur ARGE / zum Jobcenter. Du weißt jetzt, warum. In Berlin wird gerade ein Begleitpool aufgebaut - wenn du Interesse hast und vor allem dich im Gegenzug einbringen könntest, wäre das ideal. Schreib mich per PN an bzw. vielleicht melden sich die Leute, die damit enger zu tun haben auch von selbst

Widerspreche den Ablehnungen. Jeder einzeln. Schriftlich und nachweislich. Bedeutet: Schreibe es auf, drucke es aus, unterschreibe es, ziehe ein Kopie, gehe zur ARGE und gib dort das Original ab + lasse dir auf die Kopie "Firmenstempel", Datumsstempel und ggf. auch Unterschrift geben.

Die Gewährung von Sozialleistungen darf nicht davon abhängig sein, dass du eine Zwangsarbeit annimmst. Viele U25er nehmen das klaglos an und machen, wie ihnen das Amt befiehlt.

Hinsichtlich des Umzugs hast du einen wichtigen Grund hervorgebracht: Du musstest raus. Du hast sogar den Umzug selbst gestemmt - die ARGE soll sich mal nicht so ****ig haben. Vor allem deswegen nicht, weil die alte ARGE den Umzug, wie du schreibst, für notwendig erachtete. Dann kann die Berliner ARGE sich Kopf stellen! Wie hoch ist jetzt dein Mietanteil (bruttowarm)? Ist es dein Freund oder doch eher dein Bekannter? Seid ihr eine WG oder könnte man vermuten, dass ihr enger zusammenlebt? Damit steht und fällt die Argumentation hinsichtlich a) Bedarfsgemeinschaft und b) Hineinwursten deines - ich sag jetzt mal besser: - Bekannten.

Melde den Erstwohnsitz um! Es ist definitiv ein Problem! Stelle vorher sicher, dass die Ummeldung dann kein Problem mehr sein wird. Ich denke da nämlich an folgendes hässliches Szenario: Die ARGE will vielleicht sagen, dass, wenn dort dein Erstwohnsitz ist, du dort auch zu wohnen hast. Damit steht dann dein Bekannter im Regen. Ich hoffe, einer von euch ist Hauptmieter und der andere Untermieter - auch hinsichtlich der Bedarfsgemeinschaftsgeschichte sinnvoll.

Hinsichtlich der Sanktion bzw. Ablehnung wegen Nichteinhalten des Termins: Du hattest einen wichtigen Grund: Du warst krank! Und noch besser: Du hast alles versucht, was in deiner Macht steht, um deine diesbezüglichen Mitwirkungspflichten nachzuholen. Die Ablehnung ist daher aufs Schärfste anzugreifen. Wenn dein Bekannter nur ein WG-Kollege ist, kann er vielleicht bezeugen, dass du telefonsich bescheidsagen wolltest. Das soll er aber erst tun, wenn es hart auf hart kommt. Man verschießt nicht seine gesamte Munition schon vorab.

Wie war das mit der Ausbildung: Hattest du die sicher oder schon angetreten?

Hinsichtlich der neuen Zwangsarbeit noch einmal: Die ARGE hat die Aufgabe, U25er in Ausbildun zu vermitteln. Fordere dies ein statt dich derart verwursten zu lassen!

Wo ist dein zweiter Beitrag?

Mario Nette
__

Im Süden, im Osten, im Norden, im Westen, es sind überall dieselben, die uns verpesten.

Ca' canny!

Ich bin durch Kaufhof gegangen - und das war für mich wie ein Museumsbesuch. (Frank Schwalm)
Fehlende Tagesstruktur? Quatsch! Ich lebe in Gleitzeit.

Bescheiß das Elend!
Wer hat uns verraten? Sozialdemokraten.
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Alt 20.07.2009, 23:31   #3
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DieBittstellerin
Standard AW: Hilfe - Die Schikanen hören nicht auf

Okay, jetzt folgt erstmal Teil 2:


Letzten Donnerstag, einen Tag vor meinem nächsten Termin zur Sofortvermittlung, klingelte es an der Tür.
Ich, nicht wirklich gewappnet für so viel Dreistigkeit, schaue zur Haustür und sehe zwei Frauen, die ich sofort als Zeugen Jehovas identifiziere. Da ich ein netter Mensch bin, öffne ich die Haustür. Zwischen ihnen und mir also nur noch die Wohnungstür, die ich einen Spalt öffne. Ihre Ausweise zeigen mir, dass ich mit meiner vermeintlich eindeutigen Zuordnung falsch lag, denn sie geben sich als Prüfdienst des Jobcenters zu erkennen. Auf die Frage, was sie hier zu suchen hätten, antworten sie, dass sie den Auftrag erhalten hätten, sich meine Wohngegebenheiten anzuschauen.
Da ich mir auch ohne weitere Information (hab erst letzten Freitag Internet bekommen) dachte, dass ein Prüfdienst so ohne weiteres nicht dazu befugt sein kann, habe ich die beiden Damen natürlich nicht hereingelassen.
Mein Mitbewohner, mit dem ich gut befreundet bin (darf man doch sein, oder?), kam dann hinzu und kann bezeugen, dass mir die Damen vom Prüfdienst auf meine Weigerung sie hineinzulassen hin mit - Zitat - "leistungsrechtlichen Konsequenzen" drohten. Nach dem zu urteilen, was ich hier und auf anderen Seiten gelesen habe, bin ich heilfroh, dass ich darauf nicht angesprungen bin. Schließlich haben mein Mitbewohner und ich schon vorher an Eides statt erklärt, dass wir keine eheähnliche Gemeinschaft darstellen (siehe mein vorhergehender Beitrag).
Die nette Frau, die beim vorigen Termin meinen Antragsbearbeiter vertreten hatte, hatte ihre Drohung, unsere Aussagen prüfen zu lassen, also tatsächlich umgesetzt.

Als ich nun angsterfüllt ob der leistungsrechtlichen Konsequenzen einen Tag später nach der Sofortvermittlung zu meinem Antragsbearbeiter ging, wusste dieser nicht einmal, wer den Prüfdienst geschickt hatte, und meinte verwirrt, er sei ja im Urlaub gewesen und könne so etwas nicht veranlasst haben. Jemand anderes als er sei dazu aber auch nicht befugt.
Jedenfalls gäbe es keinerlei Konsequenzen.

Damit betrachte ich dieses Problem zunächst einmal als erledigt, aber mal sehen, ob sie mich nochmal besuchen kommen - man weiß ja nie.

Nun zum

Problem Nr. 4)

Wie erwähnt, war ich am selben Tag bei meiner neuen Fallmanagerin zwecks Sofortvermittlung. Da ich durch die Verschleppung meines Antrags immer mehr in Existenznot gerate (Miete seit 2 Monaten im Rückstand, lediglich Kindergeld zur Verfügung), sah ich mich gezwungen, eine EGV zu unterschreiben.
Da ja angeblich jeder U25-jährige in Berlin in die Zwangsarbeit geschickt werden muss bevor ein Antrag überhaupt bearbeitet wird, wurde ich einem Maßnahmeträger in Schöneweide für 6 Monate (!) zugeteilt.

Die Arbeitsbedingungen haben mich glatt vom Hocker gehauen:
30 Std.-Woche, 1€ pro Std., und wie ich heute erfahren habe, kommt es noch dicker, da nicht einmal Anfahrtskosten erstattet werden. Aber dazu später.

Ich fragte meine Fallmanagerin intensiv nach meinen Möglichkeiten bei Maßnahmen aus: Ich könne noch den "Kassen-, oder Staplerschein machen".
Ich habe dankend abgelehnt und fing an, mich seelisch und moralisch auf dieselbe Kacke von vorne vorzubereiten, nämlich wieder in die Kindertagesstätte zu müssen. Alternativ könne ich noch in die Erntearbeit oder Landschaftsgärtnerei. Auch hier habe ich dankend abgelehnt.
Dann hieß es wohl Kita.

Ich muss sagen, dass mir die Methoden des Jobcenters in Ostberlin wirklich faul vorkommen. Noch nie habe ich von einer solchen Vorgehensweise bei U25-jährigen gehört. Außerdem bin ich ja noch nicht einmal Erstantragstellerin. Das war ich vor einem dreiviertel Jahr. Da leuchtete es mir auch einigermaßen ein, dass ich zunächst in diverse Trainingsmaßnahmen gesteckt wurde, die ich alle hinnahm und durchzog.
Aber: Inwiefern kann dieser 1€-Job meine Existenz sichern und mich in eine sozialversicherungspflichtige Arbeit bringen?

Heute wurde ich also dem zuständigen Maßnahmeträger vorstellig. Dies ergab natürlich ein


Problem Nr. 5)


Ich wurde begrüßt mit der Frage, was der Herr an meiner Seite dort verloren habe und ob ich ihn nun gedenke immer mitzubringen, dies gehe nämlich nicht. Als ich ihn als meinen Zeugen vorgestellt hatte, wurde ich als nächstes um meine EGV gebeten, die ich natürlich nicht überall hin mitschleppe. Schließlich steht das auch nirgendwo geschrieben.

Daraufhin wurde mir scharf und mit einer Selbstverständlichkeit entgegnet, ich müsse sofort wieder nach Hause fahren um diese zu holen.
Ich erklärte der Dame, dass ich kein Geld für solche Spirenzchen habe und schon für die Hinfahrt alles zusammenkratzen musste. Außerdem sei ich darüber nicht aufgeklärt worden.

Dann gesellte sich plötzlich eine "Dame" der besonderen Art hinzu und maßregelte mich, nicht "gleich so aggressiv" zu reagieren. Man könne doch "alles im freundlichen Ton" regeln, sie seien schließlich nicht mein "Prellbock"!

Ganz perplex hörte ich mir ersteinmal von der eigentlichen Bearbeiterin an, dass mir lediglich zwei Urlaubstage monatlich zustünden, alles andere unentschuldigte Fehlzeiten seien, mir keine Fahrtkosten erstattet werden und bei Terminen im Jobcenter keine Mehraufwandsentschädigung geleistet wird.
Ferner müsse ich auch weiterhin 5 Bewerbungen monatlich schreiben und ihnen persönlich vorlegen. (Wäre ja gelacht.)
Als ich wieder zu Wort kam erklärte ich nochmals, dass ich pleite bin und seit Juni 09 keinen Cent vom Jobcenter erhalten habe. Ich könne also keine Fahrtkosten + Verpflegung + Grundbedürfnisse stemmen bevor kein Bescheid da ist oder mir ein Vorschuss gewährt wird.
Daraufhin - O-Ton - :

Seit 15. Juni ist ja noch kein so langer Zeitraum. Das ist normal.

Ich antwortete, dass ich, normal oder nicht, in meiner Situation unmöglich einer MAE-Tätigkeit nachkommen könne und es nicht einsehe, derartige Bemühungen ohne Gegenleistungen zu leisten.

Nach einigem Hin und Her, das u.a. ergab, dass ich selbstverständlich auch die Maßnahme verweigern könne, kam wieder aus der anderen Ecke des Büros die andere Frau hinzu und ergoss über mich einen Redeschwall, der mich (kann zum Glück ggf. bezeugt werden) indirekt als Sozialschmarotzerin hinstellte, mir einen Traum-HartzIV-Satz vorrechnete, meine Finanznot als Unwillen abtat und mich aufforderte, mir doch einfach einen Job zu suchen, wenn ich nicht mehr unterfordert sein wolle.
Für alle Interessierten, die wissen wollen, wie das in Berlin so abläuft mit dem Hartz-IV:

„Sie haben keine Arbeit und wollen deshalb Geld vom Staat, was mit Steuergeldern finanziert wird. Sie kriegen 359,- Euro für Ihren Grundbedarf und 378,- Euro Miete und noch Kindergeld obendrauf. Das sind zusammen über 700 Euro, soviel verdienen manche nicht mal! Und jetzt erwartet der Staat als Gegenleistung dass Sie für Ihr Geld einer leichten Tätigkeit nachgehen. Da kriegen Sie ja wieder mehr Geld!“

-> Dazu fehlen mir immer noch die Worte (woher nimmt sie die 359,- € ? )

Wir sind so verblieben, dass ich derzeit mangels Fahrtgeld nicht vermittelt werden könne. Dies führte am Ende des Gesprächs dazu, dass die beiden Frauen meine Fallmanagerin anrufen wollten (warum habe ICH ihre Nr. bis heute eigentlich nicht bekommen?).
Als ich sagte, dass ich währenddessen im Raum bleiben wolle, wurde ich schroff aufgefordert, selbigen zu verlassen. Geht mich "ja nichts an". Habe dann gemurmelt, dass es schließlich um mich gehe und man dann doch bitte wenigstens bei den Tatsachen bleiben solle.

Darüber haben sie sich unheimlich aufgeregt und ich habe das Zimmer verlassen. Wenig später kam die eine Dame mit neu aufgetragenem braunem Lippenstift und einer Schweißperle über der Oberlippe wieder zur Tür und sagte, ich müsse mich mit meiner Fallmanagerin verständigen, ansonsten habe "alles keinen Sinn".

Nun gut. Zum Glück nix unterschrieben und ich habe einen Zeugen. Sie selbst meinten ja, dass sie mich so nicht vermitteln könnten.


Das irrwitzige mal wieder ist, dass von der guten Fallmanagerin keine Nummer auf meinen Unterlagen verzeichnet ist.
Ist es Zufall, dass dies beim erwähnten Sofortvermittler bei meinen letzten Terminen genauso war ...?
Lediglich eine Emailaddresse konnte ich finden und habe ihr auch sofort eine Mail zukommen lassen.

Was das Ganze nun für Konsequenzen nach sich zieht, weiß ich nicht und muss ich noch herausfinden. Ich werde aber meinen Bescheid, der mir noch diese Woche zugesagt wurde, abwarten - vorher werde ich einen Teufel tun, mir weiterhin von Pappnasen Unwahrheiten vorgaukeln und mich zu einer Unterschrift zwingen zu lassen.

Ich bin mittlerweile soweit, dass ich mir einen Anwalt zu Rate ziehen werde. Wer versichert mir, dass meine Widersprüche nicht auch noch verschleppt und in die Länge gezogen werden?

Nervlich bin ich so langsam am Ende. Vor lauter Geldnot, Existenzangst, Stress und Lauferei, Schikanerie fühle ich mich antriebslos und ausgemergelt. Nun werde ich morgen einen Arzt aufsuchen und wenn es so weiter gehen sollte, zum Psychiater gehen, damit man mich in Ruhe lässt.
Habe mich innerhalb von zwei Wochen nach meinem Umzug 6 Mal beworben und warte bis heute noch Entscheidungen ab. Da ich auf gute und saubere Bewerbungsunterlagen wert lege, ist es mir nicht einmal möglich, dies weiterhin zu tun. Das ist schon traurig. Dabei will ich z. Zt. nichts lieber, als eine Ausbildung und damit aus den Fängen des Jobcenters raus.


Danke fürs durchlesen und viele Grüße,

DieBittstellerin
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Entweder man geht mit der Zeit oder man geht mit der Zeit.
DieBittstellerin ist offline  
Alt 20.07.2009, 23:44   #4
physicus
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Standard AW: Hilfe - Die Schikanen hören nicht auf

nur ganz schnell ein einwurf, den rest überlasse ich dann wieder mario nette

Zitat:
Ich wurde begrüßt mit der Frage, was der Herr an meiner Seite dort verloren habe und ob ich ihn nun gedenke immer mitzubringen, dies gehe nämlich nicht. Als ich ihn als meinen Zeugen vorgestellt hatte, wurde ich als nächstes um meine EGV gebeten, die ich natürlich nicht überall hin mitschleppe. Schließlich steht das auch nirgendwo geschrieben.
das geht ganz locker nach § 13 SGB X sie soll sich besser informieren.
du darfst ihn aber niemals als zeugen bezeichnen denn die können abgelehnt werden, beistände nicht, also immer von einem beistand reden, das der im zweifelsfall auch zum zeugen werden kann steht auf einem anderen blatt.
beistände dürfen nur wegen besonderen dingen abgelehnt werden, dies bedarf aber einer scgriftlichen bekanntgabe seitens der ARGE.
werden sie abgelehnt darfst du an diesem tage den termin auch sofort beenden und einen neuen termin erbitten.

für die unterzeichnung der EGV kannst du dir immer zeit ausbeten, denn du unterschreibst verträge niemals sofort, sondern lässt die vorher immer prüfen!

je mehr ich hier lese um so übler wird mir ...

wieder einmal völlige inkompetenz, wegen fehlender hausaufgaben auf seiten der SB's

gruß physicus
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JobCenter we have Just Chaos

Meine Beiträge stellen keine Rechtshilfe dar, sondern sind lediglich Erfahrungswerte und meine Meinung, welche ich weiter gebe.
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Alt 20.07.2009, 23:49   #5
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Hallo Herr Nette ;)

Zitat von Mario Nette Beitrag anzeigen
Eines vorweg: Bitte gehe, auch bzw. gerade in Berlin, nienienie wieder ohne Beistand zur ARGE / zum Jobcenter. Du weißt jetzt, warum. In Berlin wird gerade ein Begleitpool aufgebaut - wenn du Interesse hast und vor allem dich im Gegenzug einbringen könntest, wäre das ideal. Schreib mich per PN an bzw. vielleicht melden sich die Leute, die damit enger zu tun haben auch von selbst
--> gerne. Werde dir wenn ich etwas Luft habe eine PN zukommen lassen. Habe natürlich immer wenn es geht meinen Mitbewohner dabei.

Zitat von Mario Nette Beitrag anzeigen
Widerspreche den Ablehnungen. Jeder einzeln. Schriftlich und nachweislich. Bedeutet: Schreibe es auf, drucke es aus, unterschreibe es, ziehe ein Kopie, gehe zur ARGE und gib dort das Original ab + lasse dir auf die Kopie "Firmenstempel", Datumsstempel und ggf. auch Unterschrift geben.
Habe der letzten Ablehnung ausführlich widersprochen und mir ihre Entgegennahme bescheinigen lassen.

Zitat von Mario Nette Beitrag anzeigen
Die Gewährung von Sozialleistungen darf nicht davon abhängig sein, dass du eine Zwangsarbeit annimmst. Viele U25er nehmen das klaglos an und machen, wie ihnen das Amt befiehlt.
Danke für die Info, bloß worauf berufen die sich dann eigentlich? Kannst du mir vielleicht dazu eine Quelle nennen?

Zitat von Mario Nette Beitrag anzeigen
Hinsichtlich des Umzugs hast du einen wichtigen Grund hervorgebracht: Du musstest raus. Du hast sogar den Umzug selbst gestemmt - die ARGE soll sich mal nicht so ****ig haben. Vor allem deswegen nicht, weil die alte ARGE den Umzug, wie du schreibst, für notwendig erachtete. Dann kann die Berliner ARGE sich Kopf stellen! Wie hoch ist jetzt dein Mietanteil (bruttowarm)? Ist es dein Freund oder doch eher dein Bekannter? Seid ihr eine WG oder könnte man vermuten, dass ihr enger zusammenlebt? Damit steht und fällt die Argumentation hinsichtlich a) Bedarfsgemeinschaft und b) Hineinwursten deines - ich sag jetzt mal besser: - Bekannten.
Bruttowarm: 306,-€
Wir wohnen schon über ein Jahr zusammen, worauf wir auch immer festgenagelt werden. Alle anderen Bedingungen unter denen seitens der ARGE eine eheähnliche Gemeinschaft vermutet werden könnte treffen nicht zu.

Zitat von Mario Nette Beitrag anzeigen
Melde den Erstwohnsitz um! Es ist definitiv ein Problem! Stelle vorher sicher, dass die Ummeldung dann kein Problem mehr sein wird. Ich denke da nämlich an folgendes hässliches Szenario: Die ARGE will vielleicht sagen, dass, wenn dort dein Erstwohnsitz ist, du dort auch zu wohnen hast. Damit steht dann dein Bekannter im Regen. Ich hoffe, einer von euch ist Hauptmieter und der andere Untermieter - auch hinsichtlich der Bedarfsgemeinschaftsgeschichte sinnvoll.
Das ist wirklich ein übles Szenario. Ich habe das selbstverständlich schon ausgebessert.
Leider stehen wir beide als gleichberechtigte Mieter im Mietvertrag drin.


Zitat von Mario Nette Beitrag anzeigen
Wie war das mit der Ausbildung: Hattest du die sicher oder schon angetreten?
Sicher ist leider heute gar nichts mehr. Mir wurde zwar durch die Blume von einem Fotografen eine gewisse Favoritenstellung eingeräumt, musste aber zunächst ein 4-wöchiges Praktikum bei ihm absolvieren. Ihr könnt euch vorstellen, wie die ARGE sich quergestellt hat. Der gute Mann forderte anfangs nämlich 6 Wochen Probearbeit von allen Bewerbern. Nachdem die ARGE mit ihm telefoniert hatte, machte er bei mir eine Ausnahme und verkürzte das Praktikum.
Leider hatten wir in dieser Zeit derart Stress mit unserem Vermieter, da er uns aus fadenscheinigen Gründen plötzlich schnell aus der Wohnung haben wollte, und sahen uns gezwungen, erstmal bei unseren Eltern unterzukommen. Der Wohnort meiner Eltern ist ziemlich weit entfernt, so dass ich das Ganze notgedrungen abbrechen musste.

Viele Grüße

DieBittstellerin
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Alt 21.07.2009, 12:02   #6
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Eine Frage: Kennt ihr zufällig "verständnisvolle" Ärzte in Treptow-Köpenick?
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Alt 21.07.2009, 15:36   #7
Erolena
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Wie es aussieht hast Du immer noch keine Leistung? Dann nun Vorauszahlung verlangen. Einfach früh hingehen und dort bleiben, bis Barauszahlung erfolgt ist.

Wie kommt die Dame vom Amt darauf, dass du zusätzlich Kindergeld bekommen würdest? Das wird doch abzüglich der Versicherungspauschale als Einkommen angerechnet (164 Kindergeld -30 Versicherungspauschale= 134 Euro anrechenbares Einkommen).

Der Bedarfssatz für Alleinwohnenende beträgt doch 359 Euro. Oder ist es jetzt so, dass der U25 auch bei erlaubtem Alleinwohnen nur noch 287 Euro bekommt?

Hat denn Dein Bekannter genügend Geld, um die laufenden Kosten zur Hälfte zu tragen? Wenn er gar keine Bafög-Leistung bekommt wegen Einkommen der Eltern, dann seht mal in den Bafög-Bescheid. In dem steht drin, wieviel Zuwendung der Eltern aus Sicht des Bafög-Amtes an den Studenten zu fließen hat. (Das ist aber nicht identisch mit der Unterhaltsverpflichtung.) Jedenfalls nur mit Geld für Miete kann er ja wohl nicht überleben. Wichtig ist das für Dich, weil Du nur Deinen Teil der notwendigen Kosten übernehmen kannst. Er muss sich um seine Kosten selber kümmern.
Erolena ist offline  
Alt 21.07.2009, 20:44   #8
Mario Nette
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Dass ihr beide Hauptmieter seid, ist zur Belegung, dass es sich um eine WG handele, mehr als schlecht. Und zwar aus folgendem Grund: Der Vermiter kann, wenn der eine nicht zahlt, das Geld vom anderen holen. Das heißt dann also auch, dass beide füreinander (gezwungen oder nicht speilt dabei keine Rolle) einstehen.

Hm ...

Jedenfalls: So lange dein Status "Erstantragsteller", "Weiterbewilligung" oder "Versagen der Leistung" nicht geklärt ist, hat die Maßnahme doch auch keinen Boden, auf dem sie gründet.

Hinsichtlich der Modalitäten 30 Stunden, ein Euro, nix wenn du nicht da bist etc.: Willkommen in der Realität. Falls du mir eine PM schreiben magst: Ich bin auch interessiert daran, welchen Träger du aufsuchen musstest.

Wa die Aussage angeht hinsichtlich Leistungsgewährung unabhängig von Sklavenjob: Drehe den Spieß um und die erkennst das: Wärest du denn, gäbe es derartige "Jobs" gar nicht, nicht bedürftig und man müsste dir laut Gesetz etwa dann keine Leistungen erbringen? Ferner: § 7 SGB II angucken - da steht tw. drin, wer keine Leistungen kriegen kann. Und da steht natürlich nicht drin, dass der, der keine Zwangsarbeit VOR Klärung seiner grundlegenden Anspruchsberechtigung nachgehen will, überhaupt nicht anspruchsberechtigt sei.

Mario Nette

Mario Nette
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Im Süden, im Osten, im Norden, im Westen, es sind überall dieselben, die uns verpesten.

Ca' canny!

Ich bin durch Kaufhof gegangen - und das war für mich wie ein Museumsbesuch. (Frank Schwalm)
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Alt 21.07.2009, 22:06   #9
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unter
§ 3
Leistungsgrundsätze (2)



habe ich zu meinem Grauen das lesen müssen:

Erwerbsfähige Hilfebedürftige, die das 25. Lebensjahr noch nicht vollendet haben, sind unverzüglich nach Antragstellung auf Leistungen nach diesem Buch in eine Arbeit, eine Ausbildung oder eine Arbeitsgelegenheit zu vermitteln. Können Hilfebedürftige ohne Berufsabschluss nicht in eine Ausbildung vermittelt werden, soll die Agentur für Arbeit darauf hinwirken, dass die vermittelte Arbeit oder Arbeitsgelegenheit auch zur Verbesserung ihrer beruflichen Kenntnisse und Fähigkeiten beiträgt.



Darauf berufen sie sich also. Natürlich lässt sich auf jeden Fall streiten, ob ich eine Erstanstragstellerin bin, aber scheinnbar betrifft der Paragraph alle U25... :-/
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Alt 21.07.2009, 22:52   #10
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So, und nun zur "Erstantragstellung":

1. Sofortangebot

§ 15a SGB II bestimmt, dass erwerbsfähigen Erstantragsteller, das sind Personen, die innerhalb der letzten zwei Jahre weder Leistungen nach dem SGB II noch nach dem SGB III bezogen haben, ein Sofortangebot zur Aufnahme einer Beschäftigung oder Qualifizierung bereits zum Zeitpunkt der Antragstellung erhalten sollen. Hilfebedürftigkeit soll dadurch vermieden und gleichzeitig die Bereitschaft des Hilfesuchenden zur Arbeitsaufnahme geprüft werden. Rechtsfolge einer Ablehnung der Annahme eines Sofortangebotes ist die Kürzung des ALG II, Arbeitslosengeld II, gem. § 31 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1c SGB.



Dann bin ich ganz deutlich nicht als solche zu werten! Weitere Quellen finde ich leider nicht :-/
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Entweder man geht mit der Zeit oder man geht mit der Zeit.
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Alt 22.07.2009, 11:05   #11
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Standard AW: Hilfe - Die Schikanen hören nicht auf

Leute, ich sage euch, ich bin kein Mensch mehr.....
Stellt euch vor, ich habe heute jemanden in der Zentrale erreicht. Mir wurde versprochen, mein Bescheid ginge spät. bis mitte der Woche ein, das Geld ende der Woche auf meinem Konto.
Heute sagt man mir jedoch, mein Antrag sei wiedermal abgelehnt. Aus welchem Grund könne man nicht sagen. Eine Nummer von meinem Fallmanager oder meinem Antragsbearbeiter könne man mir nicht geben.

Ich habe für heute sofort einen Termin bei einem Rechtsanwalt bekommen, es läuft wahrscheinlich auf eine einstweilige Verfügung hinaus.

Ich kann nur jedem jungen Menschen den Tipp geben: Lasst euch nicht verhartzen !!
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Alt 22.07.2009, 18:32   #12
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DieBittstellerin
Standard AW: Hilfe - Die Schikanen hören nicht auf

Hallo Leute, falls es euch noch interessiert, wie es bei der Anwältin lief:

sie bestätigte, dass das Verhalten des Jobcenters Treptow-Köpenick in meinem Fall in fast allen Punkten rechtswidrig ist. Die erste Ablehung meines Antrags war schon mal rechtswidrig, da Termine schriftlich und mit Rechtsfolgenbelehrung gegeben werden müssen - die Ablehnung meines Antrages fußt also nicht auf ein Gesetz, weil gegen keines verstoßen wurde.

Außerdem gelte ich nicht als Erstantragstellerin (Paragraph habe ich schon gepostet), somit gilt der Paragraph zum Sofortangebot bei mir nicht.
Weiters sei es nicht rechtens, die Bearbeitung meines Antrages davon abhängig zu machen, ob ich eine Sofortmaßnahme antrete.

Die zweite Ablehnung meines aktuellen Antrages ist ebenso rechtswidrig, da ich mit Unterschrift einer EGV schon im Leistungsbezug stehe. Wenn, dann wäre eine Sanktion möglich, jedoch nur wenn auch ein Verstoß vorliegt und auch nicht ohne Anhörung!


Tja, jetzt mal abwarten, wann ich meine Miete zahlen kann und mit einem Vorschuss sowie Geldfluss seitens des Jobcenters rechnen kann.


Korrupte Schw**ne sind das alle !!! .....
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