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U 25

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Schwangere Tochter, Bedarfsgemeinschaft, Leistungsbezug.... viele Fragen ;-)

U 25

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Alt 25.03.2009, 20:35   #1
Bluna
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Bluna
Standard Schwangere Tochter, Bedarfsgemeinschaft, Leistungsbezug.... viele Fragen ;-)

Hallo zusammen,

da ich momentan vor einem sehr schwierigen Problem stehe, wollte ich mal hier um Rat fragen - vielleicht kann mir jemand helfen mit einer Auskunft...

Ich bin ohne Arbeit, bekam bis vor einem Monat zusätzlich zum ALG I ergänzend ALG II. Da mich ein Erlebnis auf der ARGE in ein ziemliches Tief gerissen hat und ich mich psychisch nicht mehr dazu imstande sehe, in dieses Haus auch nur noch einen einzigen Fuß zu setzen, habe ich den Folgeantrag nicht abgegeben und stehe nun nicht mehr in Leistungsbezug. Schmerzt zwar, dass das Geld fehlt, aber ich kann da einfach nicht mehr hin.

So, nun ist meine Tochter, 18 Jahre alt, schwanger geworden. Sie lebt noch bei mir im Haushalt und hat u.a. wegen der Schwangerschaft ihre Berufsfachschule abgebrochen. D. h. sie ist derzeit ohne Arbeit und entsprechend ohne Einkommen.

Meine Frage: besteht für sie die Möglichkeit, ALG II zu bekommen, ohne dass sie mit mir als Bedarfsgemeinschaft gerechnet wird? Da sie volljährig ist, kann man dann unser Wohnverhältnis als WG ansehen?

Ich wäre super dankbar, wenn jemand darauf eine Antwort weiß denn ich weiß beim besten Willen nicht, wie ich noch ein weiteres Mäulchen hier stopfen könnte bei meinem Einkommen unterhalb der Existenzgrenze.
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Alt 25.03.2009, 20:54   #2
Muzel
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Standard AW: Schwangere Tochter, Bedarfsgemeinschaft, Leistungsbezug.... viele Fragen ;-)

Die Schwangere kann auch Geld vom Gesundheitsamt bekommen. Ich war damals wegen einer genetischen Beratung dort, weil meine Fruchtwasseruntersuchung nicht in Ordnung war. Bei Bedürftigkeit hätte ich Geld bekommen.
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Alt 25.03.2009, 22:16   #3
Bluna
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Bluna
Standard AW: Schwangere Tochter, Bedarfsgemeinschaft, Leistungsbezug.... viele Fragen ;-)

ok danke für den Hinweis. Werde sie notfalls dort hin schicken. Weil - wie gesagt - sollte sie keine Möglichkeit haben, bei der Arge einen Antrag zu stellen, ohne dass ich da nochmal in Erscheinung treten muss, sehe ich echt schwarz :-(
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Alt 25.03.2009, 22:20   #4
biddy
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Standard AW: Schwangere Tochter, Bedarfsgemeinschaft, Leistungsbezug.... viele Fragen ;-)

Zitat von SGB II
§ 9 Hilfebedürftigkeit

(1) Hilfebedürftig ist, wer seinen Lebensunterhalt, seine Eingliederung in Arbeit und den Lebensunterhalt der mit ihm in einer Bedarfsgemeinschaft lebenden Personen nicht oder nicht ausreichend aus eigenen Kräften und Mitteln, vor allem nicht 1. durch Aufnahme einer zumutbaren Arbeit, 2. aus dem zu berücksichtigenden Einkommen oder Vermögen sichern kann und die erforderliche Hilfe nicht von anderen, insbesondere von Angehörigen oder von Trägern anderer Sozialleistungen erhält.

(2) Bei Personen, die in einer Bedarfsgemeinschaft leben, sind auch das Einkommen und Vermögen des Partners zu berücksichtigen. Bei unverheirateten Kindern, die mit ihren Eltern oder einem Elternteil in einer Bedarfsgemeinschaft leben und die die Leistungen zur Sicherung ihres Lebensunterhalts nicht aus ihrem eigenen Einkommen oder Vermögen beschaffen können, sind auch das Einkommen und Vermögen der Eltern oder des Elternteils und dessen in Bedarfsgemeinschaft lebenden Partners zu berücksichtigen. Ist in einer Bedarfsgemeinschaft nicht der gesamte Bedarf aus eigenen Kräften und Mitteln gedeckt, gilt jede Person der Bedarfsgemeinschaft im Verhältnis des eigenen Bedarfs zum Gesamt-bedarf als hilfebedürftig.

(3) Absatz 2 Satz 2 findet keine Anwendung auf ein Kind, das schwanger ist oder sein Kind bis zur Vollendung des sechsten Lebensjahres betreut.
Zitat:
1.3.2 Unterhaltsvermutung nach § 9 Abs. 5

1.3.2.1 Gesetzliche Vermutung

Unterhaltsvermutung (Randziffer 9.21)

(1) Durch § 9 Abs. 5 wird die gesetzliche Vermutung aufgestellt, dass ein Hilfesuchender, der in Haushaltsgemeinschaft mit Verwandten oder Verschwägerten lebt, von ihnen Leistungen zum Lebensunterhalt erhält, soweit dies nach ihrem Einkommen und Vermögen erwartet werden kann.

Die vom Gesetz vermutete Tatsache besteht darin, dass Verwandte und Verschwägerte, die in einer Haushaltsgemeinschaft leben, sich gegenseitig im Rahmen ihrer finanziellen Möglichkeiten unterstützen, auch wenn nach dem BGB keine Unterhaltspflicht besteht. Es wird davon ausgegangen, dass innerhalb einer Haushaltsgemeinschaft eine sittliche Pflicht, entsprechend dem Gedanken der Familiennotgemeinschaft, zur gegenseitigen Unterstützung besteht.

In entsprechender Anwendung des § 9 Abs. 3 tritt eine Unter-haltsvermutung nach § 9 Abs. 5 nicht ein, wenn das Kind schwanger ist oder sein Kind betreut, welches das sechste Lebensjahr noch nicht vollendet hat. Diese Regelung dient dem Schutz des ungeborenen Lebens und soll verhindern, dass Minderjährige oder junge Erwachsene aufgrund der Einstandspflicht der Eltern zum Schwangerschaftsabbruch veranlasst werden.
Zitat:
Schwangere Kinder (Randziffer 9.46)

(5) Einkommen und Vermögen der Eltern/des Elternteils sind nicht zu berücksichtigen, wenn das Kind schwanger ist oder sein Kind betreut und dieses Kind das sechste Lebensjahr noch nicht vollendet hat (§ 9 Abs. 3). Dies gilt auch bei der Vermutung des § 9 Abs. 5 und für das Einkommen und Ver-mögen des Partners/der Partnerin des Elternteils.
Quelle: http://www.arbeitsagentur.de/zentral...erftigkeit.pdf
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Alt 25.03.2009, 22:32   #5
Bluna
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Bluna
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Danke Biddy!! Ich lese das so, dass meine Tochter dann sehr wohl Anspruch auf Unterstützung hat... es fällt mir verdammt schwer, diese Rechtstexte zu lesen und auch zu verstehen.

Da der Kindsvater noch zur Schule geht, wird er wohl eher nicht in der Lage sein, meine Tochter mit Unterhalt für das Kind zu unterstützen. Mir selbst fehlen die knapp 300 EUR, die ich von der Arge bekommen müsste, wenn ich den Folgeantrag abgegeben hätte und momentan gibt es auch noch Probleme mit dem Kindergeld. D. h. ich bestreite den Lebensunterhalt für mich und meine zwei Kinder derzeit von insgesamt gerade mal ca. 900 EUR. Deswegen war es mir so wichtig zu wissen, ob meiner Tochter Unterstützung zusteht, wenn das Kind auf der Welt ist.
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Alt 25.03.2009, 22:49   #6
biddy
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Zitat:
Danke Biddy!! Ich lese das so, dass meine Tochter dann sehr wohl Anspruch auf Unterstützung hat
Ja, so ist es.

Ich hoffe sehr, Du kannst in der Zukunft Deine "Zurückhaltung" (ich nenne es mal so ...) vor der ARGe überwinden und das, was Dir zusteht, für Dich geltend machen.
Du brauchst nicht über Dein Erlebnis zu schreiben, solltest aber wissen, dass wohl Viele so denken wie Du und sich nicht vorstellen können, dieses Haus noch einmal im Leben zu betreten. Ich gehe ebenfalls mit großem Unbehangen in's Jobcenter und hab' mir auch schon "tolles Dolles" anhören müssen ...

Dir wird vielleicht irgendwann nichts anderes übrig bleiben, als wieder dorthin zu gehen (nur in Begleitung, mit Beistand!) und das wirst Du auch schaffen, denn bis dahin hast Du Dir ein "schönes" Wissen angelesen/angeeignet und bist gut vorbereitet! Ich setze das mal einfach voraus

Je mehr dein Wissen wächst, Du Deine/Eure Rechte kennst, umso weniger macht Dir der Gang dorthin etwas aus, ich schwör's! Auch ein Gang zum Sozialgericht, der mir vor nicht allzulanger Zeit wie eine nicht zu bewältigende Riesenhürde vorkam, wird mehr oder weniger zum Klacks. Den ersten habe ich hinter mir und ... es wird nichts so heiß gegessen, wie's gekocht wird.

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Alt 25.03.2009, 23:54   #7
Bluna
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Bluna
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anhören kann ich mir sicher vieles, habe ich dort auch müssen... aber das sind nicht die Dinge, die mich so ins Wanken gebracht hatten. Da mir durch Verzögerungen mit meinem Erstantrag das Geld ausging war ich dort und teilte mit, dass eine sofortige Bearbeitung ganz dringend wäre, weil ich bereits seit Tagen nichts mehr für mich zu essen einkaufen konnte und seit zwei Tagen nichts mehr gegessen hatte. Daraufhin holte die "Dame" etwas zu Essen, setzte sich vor mich hin und begann genüsslich grinsend Mittag zu machen. Nie wieder im Leben werde ich eine solche Demütigung hinnehmen - lieber verhungere ich in Würde!
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Alt 26.03.2009, 01:05   #8
Detmo2009
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Standard AW: Schwangere Tochter, Bedarfsgemeinschaft, Leistungsbezug.... viele Fragen ;-)

Zitat von Bluna Beitrag anzeigen
Daraufhin holte die "Dame" etwas zu Essen, setzte sich vor mich hin und begann genüsslich grinsend Mittag zu machen. Nie wieder im Leben werde ich eine solche Demütigung hinnehmen - lieber verhungere ich in Würde!
Der hätte ich eiskalt auf das Essen gespuckt und genauso dreist zurück gegrinst... Sorry bei derlei Einrichtungen darf man sich so schon öfters etwas anhören aber das geht doch wirklich zu weit. Da wäre mir echt der Kragen geplatzt und sie erstmal angeschnautzt ob sie vor armen Weisenkindern in der 3. Welt auch genüsslich ihren Fraß in sich hineinstopft. Anschließenden Ärger hin oder her.

Vernünftiger wäre es da vielleicht aber auch nach einem anderen SB zu Verlangen, was für voraussetzungen dafür vorhanden sein müssen weiss ich leider nicht.
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Alt 26.03.2009, 02:10   #9
Bluna
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Bluna
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Detmo, das war nicht mein Sachbearbeiter sondern direkt am Empfang. Ja - klar, ich hätte ihr ihr Essen am liebsten ins Gesicht gekippt... aber ich war in dem Moment nicht dazu in der Lage, überhaupt noch einen Ton rauszubringen. Ich war in dem Moment so voller Scham, dass ich am liebsten im Erdboden versunken wäre und ich wollte am liebsten auf der Stelle sterben.

Mein "Anliegen" wurde dann tatsächlich noch an den Herrn aus der Leistungsabteilung weitergeleitet und es wurde damals ein vorläufiger Bescheid erstellt. Man drückte mir dann einen DIN-A4 großen Lebensmittelgutschein über 50 EUR in die Hand, mit dem ich dann einkaufen gehen konnte. Als ich dann im Laden mit diesem Fresszettel meinen einkauf bezahlte, da wäre ich am liebsten das zweite Mal gestorben. Es war mir megapeinlich, denn dieser Zettel war groß genug, dass selbst der letzte in der Schlange hat erkennen können, dass ich mittellos war. Mir laufen noch heute, auch jetzt im Moment wieder die Tränen runter, wenn ich nur an diesen Tag zurück denke.

Das letzte Erlebnis dort war, dass ich einbestellt wurde. Ich kam hin mit meiner Einladung, zog mein Wartemärkchen und wartete über 1,5 Stunden darauf, an die Anmeldungstheke vortreten zu "dürfen". Die gleiche Frau saß da und eröffnete mir - auch wieder mit ihrem charmanten breiten Grinsen - dass ich wohl leider umsonst gekommen wäre, da der Sachbearbeiter im Krankenstand sei. 30 km Sprit verfahren, Parkplatzgebühren bezahlt und 1,5 Stunden rumgesessen wie ein Brot.....

Von dem Tag an habe ich kein einziges Schreiben der Arge mehr beantwortet, manche nichtmal geöffnet vor lauter Angst, es könne wieder eine Einbestellung beinhalten.
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Alt 23.06.2009, 19:22   #10
Bluna
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Bluna
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Hallo, nun melde ich mich nach langer Zeit doch noch mal mit einer Frage zurück.....

also, meine Tochter hat ihre Anträge ausgefüllt und abgegeben. Man hat sie wieder weggeschickt, mit genau den gleichen Anträgen, sie soll sie nochmal ausfüllen, mich und meine Daten als BG mit angeben und morgen wieder hin kommen. Außerdem soll ich sie zu diesem Termin begleiten, weil der SB mich wohl auch sprechen will.

Kurz zu meiner Situation: ich bin inzwischen wieder in Arbeit, bin aber nicht gewillt, irgendwelche Angaben dort zu machen. Meine Tochter ist ihre eigene BG mit ihrem ungeborenen und fertig. Auch bin ich nicht gewillt, meine Tochter und ihr Baby mit meinem geringen Einkommen mitzufinanzieren. Ich habe jetzt schon Bauchweh, wenn ich an morgen denke und ich die Fratze an der Anmeldung wieder sehe.....

Frage: an wen soll ich mich wenden, falls die morgen wieder den Hampelmann mit ihr machen wollen? Wie kann ich reagieren, wenn der sich nicht darauf einlässt, dass ich nicht mehr zum Unterhalt verpflichtet bin seit Eintreten der Schwangerschaft? In vier Monaten kommt das Baby, meine Tochter wird immer dicker und es fehlt an allem, was benötigt wird, wenn so ein Kind kommt (sprich: Umstandskleidung, Babybettchen, Babykleidung, etc)

Wäre lieb, wenn mich noch wer mit ein paar guten Argumenten füttern könnte, damit wir da morgen nicht wieder untergehen.

Liebe Grüße, Bluna
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Alt 24.06.2009, 08:22   #11
Bluna
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Bluna
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ok, schade, dass uns niemand mehr geantwortet hat aber irgendwie werden wir das schon hinkriegen..... ich schiebe mir jetzt noch nen starken Kaffee rein und dann machen wir uns mal auf den Weg.
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Alt 24.06.2009, 09:47   #12
Zita
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Hallo Bluna,

habe deine Artikel eben erst gelesen und möchte als kleinen "Rat" gleich schreiben, in der Hoffnung du liest es noch.

Erst einmal wird es wohl so aussehen, dass du mit deiner Tochter, die ja bei dir lebt, eine Bedarfsgemeinschaft bilden. Dazu muss du dann deine Angaben leider machen.

Du kannst deiner Tochter aber auch ein Zimmer mit Küchen und Badbenutzung untervermeiten. In diesem Fall müßt ihr einen Mietvertrag abschließen.

Deine Erlebnisse auf der Arge sind leider nicht die einzigen, die man dort erleben darf. Es kann noch schoimmer kommen. Dafür benötigt man aber 2 Personen - einer der macht und einer da machen läßt!

Also immer mit Zeugen, kannst du auch in diesem Forum anfragen - zur Arge. Der Zeuge wäre besser vorbereitet und hat bestimmt mehr Erfahrung, um eben diese "Unannehmlichkeiten" abzublocken.

Lebensmittelgutscvhein kannst du ablehnen!

Aber da du in Arbeit bist, geht es in erster Linie um deine schwangere Tochter. Auch sie hat Anspruch auf Erstlingsausstattung und zusätzlichen Mehrbedarf einer Schwangerschaft, sowie selbstverständlich Mietzahlung und Grundsicherung. Alles sollte sofort beantragt werden. Eine Beratung, welche Möglichkeiten es bei einer Schwangerschaft gibt, sollte sie auf jeden Fall bei einer Beratungsstelle durchführen lassen. Denn auch - bei uns Caritas- gibt es einen gewissen Betrag, damit sie Kleidung für das Baby kaufen kann.

Leider ist es aber so, dass jeder sich um alles erst einmal selbst kümmern muss und deine Tochter ist volljährig. Dabei hilft aber auch der Frauenarzt. Einfach fragen!

Ansonsten nicht klein beigeben, sondern Anträge stellen. Nur dann hast du auf -was auch immer- einen Anspruch.

ES STEHT DIR ZU UND IST KEIN ALMOSEN EINER SACHBEARBEITERIN !!!!!

Melde dich gerne auch per PN bei mir, wenn wir noch helfen können. Parteilich sind wir ebenfalls organisiert und können vielleich an deinem Wohnort verweisen und damit helfen.

Kopf hoch und noch höher! Es geht und es wird!!!!

Herzliche Grüße
Zita
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Alt 24.06.2009, 10:53   #13
doggy25
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doggy25
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Hallo Bluna,

Ich kann Dich gut verstehen und weiß wie Du Dich fühlst,mir geht es auch nicht besser
:-(

Deiner Tochter steht für das Kind, wenn es dann einmal geboren ist ein sog. "Unterhaltsvorschuß" zu, wenn der Kindesvater den Unterhalt nicht bestreiten kann. Der geleistete Vorschuß wir, schlag mich tot, ich glaube max. 6 Jahre gewährt und das Amt holt sich diesen vom Kindesvater zurück! Das wäre noch eine Möglichkeit.

Arge ist sch.... ich weiß es ziehmlich genau, aber es nützt nix! Verzichte deshalb NICHT auf Deine 300€. Sollten die so ein Spiel noch einmal mit Euch abziehen verlange nach Ihrem Vorgesetzten/Teamleiter und beschwere Dich!!! Das ist ein unmögliches Verhalten.

Und wenn Du eingeladen wirst und dort 1,5 Stunden wartest,auch "Sitzstreik" bis Du mit einer Entscheidungstragenden Person gesprochen hast. WEnn bei denen die Leute Krank werden haben die sich bei DIR zu melden undden Termin abzusagen! Sonst gibt es auch noch andere SB die Dir sicher auch helfen können....tztztztz Saftladen! Sorry, das mußte mal raus!

Als Bg werdet Ihr definitiv gerechnet, da kommst Du nicht drum herum, zumal Du Unterhaltspflichtig für Deine Tochter bist, bis sie eine abgeschlossene Berufsausbildung hat oder max. 25 Jahre alt ist. Macht also das beste daraus! enn Du Einkommen hast und Du "rein" zum Leben damit auskommst hast Du auserdem die Möglichkeit Wohngeld zu beantragen,statt Alg2 und Kinderzuschlag. Hier kannst Du Knderzuschlag beantragen wenn du Brutto 900€ hast und mit dem Kinderzuschlag und dem Wohngeld der Lebensunterhalt gesichert werden kann!
Informier Dich mal! Vielleicht geht es auch ohne Arge ;-)
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Alt 24.06.2009, 18:43   #14
biddy
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Ich denke nicht, dass Bluna Angaben machen muss, da ihr Einkommen und ihr Vermögen eh nicht auf den Bedarf der schwangeren Tochter angerechnet werden dürfen. Siehe Zitat SGB II und DA vom 25.03.2009.

Im SGB II steht zwar lediglich, dass sie erst eine eigene BG ab Geburt des Kindes bildet, also auch den Alleinerziehendenmehrbedarf ab diesem Zeitpunkt erhält, aber ich meine, dass die Nichtanrechnung von Elterneinkommen und Vermögen sich nicht anders liest, als dass keine BG ab Schwangerschaft besteht ... Auch wenn dies nicht ausdrücklich so benannt ist.
Eine Unterhaltsvermutung darf jedenfalls nicht eintreten ... hört sich das nach BG an? Für mich nicht mal nach HG, wenn man mal davon ausgeht, dass selbst bei bestehenden HGs pausenlos von Seiten der ARGE "Unterhalt" vermutet wird ...
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biddy ist offline  
Alt 24.06.2009, 20:21   #15
Bluna
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Bluna
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so, ich erzähle mal, was heute so alles passiert ist..... Nachdem ich dagegen protestiert habe, mich mit meiner Tochter als BG anlegen zu lassen meinte der Mann, dann würde er den Bescheid sofort als Ablehnung fertig machen und dann könne ich ja dagegen klagen. Was natürlich gleichlautend wäre, über die Zahlungen für z. B. Umstandsmode würde dann erst vor Gericht entschieden, lange lange nachdem diese Dinge gar nicht mehr benötigt werden. Woher ich meine Weisheiten hätte, von wegen, wir wären keine BG, worauf ich ihm dann einen Ausdruck vorgelegt habe, den meine Tochter bei Profamilia bekommen hatte, aus dem das ganze mit dem entsprechenden Paragraph hervorging. DAs wäre Quatsch und die bei Profamilia hätten keine Ahnung war sinngemäß die Antwort. Richtig wäre, dass ich nicht unterhaltsverpflichtet bin, trotzdem aber meine kompletten Vermögens, Einkommens und Wohnverhältnisse neu erklären müsste. Wenn es aber in keinster Weise relevant ist, dann frage ich mich, wofür diese DAten erhoben werden. Ihm sei das egal, es wäre halt so und entweder ich mache schön brav meine Angaben oder der Antrag wird abgelehnt. Dann ist mir der Kragen geplatzt und ich habe ihm gesagt, dass ich nicht mehr gewillt bin, mich dieser Schikane zu beugen, immerhin haben sie ALLE Unterlagen von meinem damals eigenen Antrag im Haus und ich werde nicht nochmal alle Unterlagen beischleppen - auch werde ich von meinem Arbeitgeber keine entsprechenden Bescheinigungen einholen, etc. Ich hatte den Kittel echt voll und habe ihm gesagt, wenn sie mich somit dazu zwingen wollen, dann setze ich meine Tochter noch am gleichen Tag vor die Türe. Er grinste erst und dachte, dass ich bluffe aber ich habe nicht geblufft. Prompt wurden wir zu einer anderen Frau geschickt, die dann auch etwas "sanfter" im Umgang mit uns war. Meine Tochter wird nun vorübergehend beim Vater ihres Kindes, bzw. dessen Mutter unterkommen, morgen meldet sie sich um. Und dann sucht sie sich eine Wohnung, wir haben gleich ausrechnen lassen, wie groß die sein darf und was die kosten darf. Die ARGE übernimmt dafür die Mietkosten und die Kosten für die Einrichtung. Hätten die sich sparen können, bei mir hätte sie unentgeltlich leben dürfen. Eine EGV wurde auch sofort aufgesetzt, die haben wir erst mal mitgenommen. Darin steht der übliche Kram wie Ortsanwesenheit und dass sie sich bemühen soll, bis zum eintreten des Mutterschutzes einen Minijob zu suchen. Wie viele Bewerbungen steht nicht drin.... ich hatte allerdings auch gleich zu Beginn als das Wort Eingliederungsvereinbarung fiel gesagt, dass meine Tochter die ja sicher mitnehmen und in Ruhe erst mal daheim lesen darf, da es sich ja um einen Vertragsabschluss handelt. Die SB meinte erst, das wäre eigentlich kein gängiger Usus, worauf ich nett lächelnd geantwortet habe, dass es zwar vielleicht kein Usus sei aber bei einem Vertragsabschluss sicher rechtlich haltbar. Hätte ich das nicht vorab schon gesagt, wäre die EGV sicher um einiges schlimmer ausgefallen, so finde ich sie relativ ok.

Ach ja..... in eigener Sache habe ich mir noch den Namen von der Frau an der Anmeldung geben lassen und ihr gesagt, dass ich es mir vorbehalte, noch rechtliche Schritte gegen sie einzuleiten und dass ich den Vorfall nicht vergessen habe. Mit hochrotem Kopf murmelte sie, das täte ihr ja leid aber da sie schwer zuckerkrank sei, hätte sie darauf keine Rücksicht nehmen können..... ich bin bin fast zerschmolzen vor Mitleid *ironiemoduswiederaus*

Meine Tochter war nach den Gesprächen dort fix und alle, ihr Blutdruck im Keller und ihr Magen rebelliert ohne Ende.......... hoffentlich ist das bald alles unter Dach und Fach, damit die Kleene zur Ruhe kommt.

Danke fürs Zuhören!! Bluna
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Alt 24.06.2009, 20:43   #16
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Bluna
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ach ja.... was mir gerade noch einfällt..... meiner Tochter wurde ein Stellenvorschlag für einen Minijob mitgegeben - in einem Eiscafe in einer anderen Stadt als Bedienung, Eisverkäuferin, Servicerkaft.... was auch immer.... Sie ist ja bis zum Eintreten des gesetzlichen Mutterschutzes arbeitsfähig. Wieviele KM muss sie in Kauf nehmen, wenn sie auf öffentliche Verkehrsmittel angewiesen ist? Weiß das jemand? Nach der Geburt des Kindes will sie auf alle Fälle eine Ausbildung zur Altenpflegerin machen..... aber bis Ende August muss sie sich halt auf alles bewerben, was die ihr schicken. Ich habe keine Ahnung, wie lange sie stehen darf, wieviel heben, etc...... und da ihre Gesundheit ohnehin schon ziemlich angekratzt ist, halte ich solche Vermittlungsvorschläge im Grunde für blanken Hohn..... aber das ist ein anderes Thema.....
Bluna ist offline  
Alt 24.06.2009, 20:57   #17
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Hallo Bluna,

wenn Deine Tochter gesundheitlich angekratzt ist: Attest vom Doc.! Der kann Ihr auch genau sagen was sie machen darf oder nicht -)
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