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U 25 Alles für junge Erwachsene unter 25


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Alt 05.12.2007, 16:10   #1
kleinram->Emailproblem
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kleinram
Standard Unterhaltspflicht U25

Ich habe gerade was Wichtiges zur Unterhaltspflicht gefunden.

http://www.cdu-grevenbroich.de/service/hartz4.htm

ALG II Empfänger unter 25 Jahren haben ab dem 1. April 2006 keinen Regelanspruch mehr auf eine eigene Wohnung.
Nur wenn der Leistungsempfänger aus schwerwiegenden sozialen Gründen nicht in der Wohnung der Eltern leben kann, aus beruflichen Gründen umziehen muss oder ein ähnlich schwerwiegender Grund vorliegt, muss der zuständige Träger (in der Regel die ARGE oder das Arbeitsamt) einem Umzug zustimmen.
Als Stichtag hierfür gilt Freitag, der 17. Februar 2006. Wer also vor diesem Datum aus der elterlichen Wohnung ausgezogen ist, fällt nicht unter diese Regelung.
Wie bisher steht dem Leistungsempfänger unter 25 Jahren, wenn er in der Wohnung der Eltern lebt, als Angehöriger eines Mehrpersonenhaushalts ein um rund 20 % gekürzter Regelsatz in Höhe von € 276 pro Monat zu.

Unterhaltspflicht Eltern müssen nicht für ihre erwerbsfähigen arbeitslosen Kinder aufkommen und umgekehrt. Ausnahme: Die Eltern müssen für ihre mit im Haushalt lebenden Kinder, die unter 25 Jahre alt sowie erwerbslos sind und über keine abgeschlossene Berufsausbildung verfügen, bezahlen soweit dies zumutbar ist. Das gilt umgekehrt auch für in einem Haushalt lebende erwerbstätige Kinder und arbeitslose Eltern. Zusammenlebende erwachsende Paare werden genauso behandelt wie Ehepartner.


Wenn das so stimmt, frag ich mich wieso die Ämter diese Reglung ignorieren.

MfG Ramona
kleinram ist offline  
Alt 07.12.2007, 23:27   #2
alfred7
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alfred7
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Zitat von kleinram Beitrag anzeigen
Ich habe gerade was Wichtiges zur Unterhaltspflicht gefunden.

http://www.cdu-grevenbroich.de/service/hartz4.htm

ALG II Empfänger unter 25 Jahren haben ab dem 1. April 2006 keinen Regelanspruch mehr auf eine eigene Wohnung.
Nur wenn der Leistungsempfänger aus schwerwiegenden sozialen Gründen nicht in der Wohnung der Eltern leben kann, aus beruflichen Gründen umziehen muss oder ein ähnlich schwerwiegender Grund vorliegt, muss der zuständige Träger (in der Regel die ARGE oder das Arbeitsamt) einem Umzug zustimmen.
Als Stichtag hierfür gilt Freitag, der 17. Februar 2006. Wer also vor diesem Datum aus der elterlichen Wohnung ausgezogen ist, fällt nicht unter diese Regelung.
Wie bisher steht dem Leistungsempfänger unter 25 Jahren, wenn er in der Wohnung der Eltern lebt, als Angehöriger eines Mehrpersonenhaushalts ein um rund 20 % gekürzter Regelsatz in Höhe von € 276 pro Monat zu.

Unterhaltspflicht Eltern müssen nicht für ihre erwerbsfähigen arbeitslosen Kinder aufkommen und umgekehrt. Ausnahme: Die Eltern müssen für ihre mit im Haushalt lebenden Kinder, die unter 25 Jahre alt sowie erwerbslos sind und über keine abgeschlossene Berufsausbildung verfügen, bezahlen soweit dies zumutbar ist. Das gilt umgekehrt auch für in einem Haushalt lebende erwerbstätige Kinder und arbeitslose Eltern. Zusammenlebende erwachsende Paare werden genauso behandelt wie Ehepartner.


Wenn das so stimmt, frag ich mich wieso die Ämter diese Reglung ignorieren.

MfG Ramona
Wieso? Zahlen die Ämter ohne ausreichende Gründe unter 25 jährigen eine eigene Wohnung?
alfred7 ist offline  
Alt 08.12.2007, 00:22   #3
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kleinram
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Zitat von alfred7 Beitrag anzeigen
Wieso? Zahlen die Ämter ohne ausreichende Gründe unter 25 jährigen eine eigene Wohnung?
Nein sie zahlen keine eigene Wohnung,aber verweigern Jugendlichen unter 25 Jahren mit abgeschlossener Ausbildung die uneingeschränkte Grundleistung von 80%. Eltern sollen auch für ausgebildete Jugendliche voll aufkommen,obwohl keine Unterhaltspflicht besteht. In den Texten macht man aber noch den Unterschied zwischen nichtausgebildeten Jugendlichen und ausgebildeten Jugendlichen.Das Arbeitsamt kennt aber nur Jugendliche unter 25 Jahre.
Nichtausgebildete Jugendlich haben bei Ausbildungsplatzsuche,einen Rechtsanspruch auf Kindergeld bis 25,bzw.deren Eltern als Lastenausgleich für die Unterhaltspflicht.Eltern von Jugendlichen,die ihre Erstausbildung beendet haben,haben keinen Anspruch auf Kindergeld,weil sie ja eigentlich nicht mehr unterhaltspflichtig sind,sondern nur vom Amt dazu verdonnert werden.
Nun weiß ich aber nicht ob die hausinternen Gesetze des Arbeitsamtes über denen von mir gefundenen Gesetzeserläuterungen stehen. Ich habe dieses mal nur so in den Raum gestellt,weil hier was nicht stimmen kann.
Denn nur so erklärt sich bei ausgebildeten Jugendlichen die einseitige Unterhaltspflicht bei Alleinerziehenden,keine Familienversicherung möglich,kein Kindergeldanspruch usw.
MfG Ramona
kleinram ist offline  
Alt 08.12.2007, 00:30   #4
gerda52
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Zitat von alfred7
Wieso? Zahlen die Ämter ohne ausreichende Gründe unter 25 jährigen eine eigene Wohnung?
Frage: Was sind für Dich ausreichende Gründe?
gerda52 ist offline  
Alt 08.12.2007, 00:47   #5
alfred7
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alfred7
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Ohne mich auf die feinen Zieselierungen der U25 Problematik einzulassen, sie müssen ggfs. gerichtlich geklärt werden, bin ich schlicht der Meinung daß es unsinnig ist jedem jungen Mann oder jeder jungen Frau in diesem Alter eine eigene Wohnung zu sponsern.

Es setzt die total falschen Signale auf Daueralimentierung und das hält kein Pferd aus und auch nicht den Staat.

Zudem funktioniert so etwas nirgends sonst auf der Welt und Deutschland kann in seinen Sozialaufwendungen nur soviel besser sein wie es produktiver ist um diese Segnungen auch zu bezahlen ohne weiter den gigantischen Pump aufzuweiten.

Und da sieht es leider so aus, daß Deutschland keineswegs soviel besser ist und sonder auf vielen Gebieten bestenfalls mittelmäßig ist.

Deswegen halte ich die Finanzierung einer eigenen Wohnung durch den Steuerzahler nur in sehr begrenzten und gerichtsfest überprüfbaren Ausnahmefällen für angemessen.
alfred7 ist offline  
Alt 08.12.2007, 01:14   #6
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Eka
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Schon mal an die Eltern gedacht die anfangen möchten zu Leben, wenn die Kinder Volljährig sind?

Sie wollten wohl nie als volljähriger alleine auf eigene Beine stehen oder?
Eka ist offline  
Alt 08.12.2007, 01:22   #7
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kleinram
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Zitat von alfred7 Beitrag anzeigen
Ohne mich auf die feinen Zieselierungen der U25 Problematik einzulassen, sie müssen ggfs. gerichtlich geklärt werden, bin ich schlicht der Meinung daß es unsinnig ist jedem jungen Mann oder jeder jungen Frau in diesem Alter eine eigene Wohnung zu sponsern.

Es setzt die total falschen Signale auf Daueralimentierung und das hält kein Pferd aus und auch nicht den Staat.

Zudem funktioniert so etwas nirgends sonst auf der Welt und Deutschland kann in seinen Sozialaufwendungen nur soviel besser sein wie es produktiver ist um diese Segnungen auch zu bezahlen ohne weiter den gigantischen Pump aufzuweiten.

Und da sieht es leider so aus, daß Deutschland keineswegs soviel besser ist und sonder auf vielen Gebieten bestenfalls mittelmäßig ist.

Deswegen halte ich die Finanzierung einer eigenen Wohnung durch den Steuerzahler nur in sehr begrenzten und gerichtsfest überprüfbaren Ausnahmefällen für angemessen.

Ohne mir als Elternteil Sonderrechte einräumen zu lassen,kann es aber nicht sein,dass der Staat seine hohe Jugendarbeitslosigkeit auf Kosten der Eltern abhandelt.Viele Eltern finanzieren schon die Grundausbildung ihrer Kinder, weil der armen Wirtschaft die Ausbildung zu teuer ist.Jugendliche mit abgeschlossener Ausbildung haben weder einen Wohnungsanspruch,noch einen Anspruch auf Grundsicherung.Sie haben aber die Pflicht von 0€ Einkommen 135€ Krankenversicherung zu zahlen und wenn noch kinderlos den erhöhten Pflegezuschlag zu leisten,da diese Kosten dem Steuerzahler auch nicht zumutbar sind.Eltern ist dies natürlich zumutbar und wenn sie trotz Arbeit in Hartz4 fallen.Ich glaube kaum.dass Sie einschätzen können,was dieses Gesetz bewirkt. Lesen Sie mal bei U 25 alle Themen,vieleicht geben Sie mir dann Recht,dass nicht der Jugendliche den Steuerzahler ausnutzen will,sondern dass sich der Staat auf Kosten der Familien saniert.
MfG Ramona
kleinram ist offline  
Alt 08.12.2007, 08:24   #8
alfred7
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alfred7
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Der Staat ist nicht für alles zuständig.
Für die Ausbildung der Kinder sind die Eltern zuständig. Den Begriff "Grundausbildung" kenne ich in diesem Zusammenhang nicht. Wenn die Eltern dies nicht können werden die Kinder vom Staat im Haushalt der Eltern unterstützt. Falls es sich um einen ALGII Haushalt handelt bekommen die Eltern für die Kinder anteilig die Kosten der Unterkunft und die Grundsicherung vom Arbeitsamt bezahlt.

Von "Sanierung" des Staates kann in diesem Zusammenang keine Rede sein. Wohl kaum ein zweites Land gibt soviel Geld für Soziales aus, 60 % des Bundeshaushaltes sind Soziales und Pumpfinanzierung, Pump, überwiegend auch entstanden durch Sozialfinanzierung.

In welchem Lande der Welt gibt es einen gesetzlichen Wohnungsanspruch für Jugendliche?

Frag mal einen Italiener wie das mit der Versorgung arbeitsloser Kinder dort aussieht. Der versteht die Frage garnicht. In Italien gibt es

- kein ALGII
- kein Wohngeld.
alfred7 ist offline  
Alt 08.12.2007, 10:16   #9
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kleinram
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Zitat von alfred7 Beitrag anzeigen
Der Staat ist nicht für alles zuständig.
Für die Ausbildung der Kinder sind die Eltern zuständig. Den Begriff "Grundausbildung" kenne ich in diesem Zusammenhang nicht. Wenn die Eltern dies nicht können werden die Kinder vom Staat im Haushalt der Eltern unterstützt. Falls es sich um einen ALGII Haushalt handelt bekommen die Eltern für die Kinder anteilig die Kosten der Unterkunft und die Grundsicherung vom Arbeitsamt bezahlt.

Von "Sanierung" des Staates kann in diesem Zusammenang keine Rede sein. Wohl kaum ein zweites Land gibt soviel Geld für Soziales aus, 60 % des Bundeshaushaltes sind Soziales und Pumpfinanzierung, Pump, überwiegend auch entstanden durch Sozialfinanzierung.

In welchem Lande der Welt gibt es einen gesetzlichen Wohnungsanspruch für Jugendliche?

Frag mal einen Italiener wie das mit der Versorgung arbeitsloser Kinder dort aussieht. Der versteht die Frage garnicht. In Italien gibt es

- kein ALGII
- kein Wohngeld.
Hallo Alfred
ich möchte Sie nicht angreifen,aus Ihrer Meinungen schließe ich,dass Sie mit der U25 Reglung nie was zu tun hatten.
Also mit Grundausbildung meinte ich eine schuliche schulgeldpflichtige Berufsausbildung. Es ist durchaus nicht Elternaufgabe die Berufsausbildung ihrer Kinder zu finanzieren,aber immer mehr Eltern greifen nach dieser Notlösung, weil es zu wenig betriebliche Ausbildungsplätze gibt. Die Wirtschaft jammert zwar über Fachkräftemangel,bildet aber nicht aus.Die Berufsausbildung kann nicht Elternsache sein,wird aber auf die Eltern abgeschoben.
Wenn Jugendliche ene Berufsausbildung abgeschlossen haben,sind sie keine Kinder mehr.Mit Ausbildungsende haben die Eltern ihre Pflicht gegenüber Steuerzahler,Staat und Wirtschaft erfüllt. Mit welchem Recht verlangt der Staat und Steuerzahler von diesen Eltern, dass sie weiter für diese erwachsenen Menschen aufkommen müssen.Natürlich saniert sich der Staat auf kosten dieser Eltern.Die Eltern sind uneingeschränkt unterhaltspflichtig (ohne Rücksicht auf Selbsterhalt) Das Gesetz kennt keine Unterhaltspflicht, die einen Unterhaltspflichtigen alles nimmt.Dank Hartz4 und U25 Reglung ist es sogar möglich minderjährige Geschwister in die Unterhaltspflicht mit einzubeziehen.(lies mal meinen Beiträge,mich hat es Dank U25 Reglung voll erwischt,event. verstehen Sie dann meine Meinung besser)Die U25 Reglung wurde geschaffen,weil der Staat mit dem Problem Jugendarbeitslosigkeit überfordert ist.Statt dieses Problem mit Förderung zu lösen,wird es mit Fordern auf Kosten der Eltern gelöst.
MfG Ramona
kleinram ist offline  
Alt 08.12.2007, 10:33   #10
alfred7
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alfred7
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Deine Auffassung wird vom BGB nicht gedeckt.

Hiernach schulden die Eltern grundsätzlich nicht die "schuliche schulgeldpflichtige Berufsausbildung", ein terminus technicus der so im Gesetz garnicht vorkommt, sondern die Eltern schulden den Kind die Finanzierung schlicht "einer Ausbildung", dies kann eine Banklehre sein oder ein Jurastudium.

Ob nun U25 oder nicht, die BGB Paragraphen haben sich m.E. durch die Einführung der ALGII Reform nicht geändert.

Zitat:
Finanzierung einer Ausbildung
Grundsätzlich schulden Eltern nur die Finanzierung einer Ausbildung. Die Berufswahl steht im freien Ermessen des Kindes. Die Finanzierungspflicht der Eltern besteht aber nur, wenn die Ausbildung den Begabungen, Fähigkeiten, Leistungswillen und beachtenswerten Neigungen des Kindes am besten entspricht und den Eltern wirtschaftlich zumutbar ist.
Eine Unterhaltspflicht für eine weitere Ausbildung besteht, wenn es sich um eine angemessene Weiterbildung handelt, die in einem zeitlichen und sachlicher Zusammenhang mit der ersten steht und den Eltern wirtschaftlich zumutbar ist.
  • Arbeitet das Kind nach dem Abschluss der Ausbildung zunächst in dem Beruf und entschließt sich erst einige Zeit später zur Aufnahme eines Studiums, ist der zeitliche Zusammenhang unterbrochen.
  • Der sachliche Zusammenhang wurde bejaht wurde für eine Banklehre und einem anschließenden Jurastudium, verneint für einem Speditionskaufmann, der nach der Lehre ein Jurastudium aufnahm.
Im Einzelfall haben die Eltern nach der Entscheidung BGH 17.05.2006 - XII ZR 54/04 jedoch auch eine nicht unerhebliche Verzögerung in der Ausbildung des Kindes hinzunehmen, wenn diese unter Berücksichtigung aller Umstände nur auf ein leichteres, vorübergehendes Versagen des Kindes zurückzuführen ist.
Liegen diese Voraussetzungen nicht vor, besteht die Pflicht zur Finanzierung einer Zweitausbildung bei dem Vorliegen von außergewöhnlichen Umstände:
  • Der zuvor erlernte Beruf wird entgegen einer früheren Prognose keine Lebensgrundlage bieten.
  • Der erlernte Beruf ist aus gesundheitlichen Gründen zwingend aufzugeben.
  • Die Eltern des Kindes haben zu dem erlernten Beruf gedrängt und der Beruf den Neigungen entspricht nicht.
Die Verpflichtung zur Gewährung von Ausbildungsunterhalt für die zweite Ausbildung ist grundsätzlich unabhängig von der Höhe der Kosten einer vorangegangenen Ausbildung oder eines vorangegangenen Ausbildungsabschnitts.
http://www.juraforum.de/lexikon/Kind...hrige%20Kinder
alfred7 ist offline  
Alt 08.12.2007, 11:26   #11
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kleinram
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Zitat von alfred7 Beitrag anzeigen
Deine Auffassung wird vom BGB nicht gedeckt.

Hiernach schulden die Eltern grundsätzlich nicht die "schuliche schulgeldpflichtige Berufsausbildung", ein terminus technicus der so im Gesetz garnicht vorkommt, sondern die Eltern schulden den Kind die Finanzierung "einer Ausbildung":

Ob nun U25 oder nicht, die BGB Paragraphen haben sich m.E. durch die Einführung der ALGII Reform nicht geändert.



http://www.juraforum.de/lexikon/Kind...hrige%20Kinder
Gesetze hin,Gesetze her.Sie greifen bei der U25 Reglung nicht mehr.Die U25 Reglung kennt nicht mal das Unterhaltsgesetz,geschweige denn das Grundgesetz (Die Würde des Menschen ist unantastbar,Eltern sind auch Menschen) Laut Unterhaltsgesetz sind Eltern nicht mehr für volljährige Kinder mit abgeschlossener Ausbildung unterhaltspflichtig.(wird ignoriert)Laut Unterhaltspflicht hat der Unterhaltspflichtige einen Selbsterhalt.(wird Eltern bei der U25 Reglung aberkannt,es gilt der Hartz4 Satz)Das Unterhaltsgesetz kennt keine Einzelelternunterhaltspflicht bei volljährigen Kindern.(wird bei Alleinerziehenden angewendet)Das Unterhaltsgesetz kennt keine Unterhaltspflicht zwischen Geschwistern.Erklären Sie mir bitte ,wie es möglich sein kann,dass das Amt von 16 jährigen schulpflichtigen Geschwistern, Kontoauskunft, Einkommensprüfung, Arbeitsfähigkeitsprüfung usw.anfordert,um die Bedürftigkeit eines 24 jährigen Bruders mit abgeschlossener Ausbildung feststellen zu können. Erst wenn alle Familienmitglieder auf Hartz4 sind hat der Jugendliche das Recht auf Grundsicherung und kostenlosen Krankenversicherungsschutz.
Wir gehen jetzt mal zum Kindergeldgesetz über. Kindergeldanspruch,bzw.Kinderfreibetrag laut Einkommenssteuergesetz dient zur Entlastung unterhaltspflichtiger Eltern(gilt nicht für Kinder mit abgeschlossener Ausbildung)Das Steuer-und Kindergeldgesetz kennt keine U25 Reglung.
Jetzt gehen wir noch in den Bereich der Krankenversicherung.Wieso haben Jugendliche mit abgeschlossener Ausbildung kein Recht auf Familienversicherung bei den angeblich unterhaltspflichtigen Eltern.Ehepaare haben dieses Recht auch,wenn ein Partner kein Einkommen hat.Eine Prüfung der Bedürftigkeit beim berufstätigen Partner findet nicht statt,dies wird nur Eltern zugemutet.Erst wenn feststeht,dass die Eltern nur noch den Hartz4Satz vom Erwerbseinkommen haben,ist man bereit die Krankenversicherung zu übernehmen.Die Krankenkassen kennen das Gesetz U25 Reglung auch nicht
Die U25 Reglung hat nichts mehr mit irgentwelchen Grundgesetzen zu tun.
Deshalb bleibe ich bei meiner Meinung,dass der Staat sich auf Kosten der Eltern saniert.
MfG Ramona
kleinram ist offline  
Alt 08.12.2007, 13:07   #12
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alfred7
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Zunächst ist festzuhalten daß entgegen deiner Mutmaßung das BGB klar eine Verpflichtung der Eltern bis zu einem Ausbildungsabschluß des Kindes vorsieht. Und nicht zu einer Zwischenstufe nach gusto.

Ich hatte dieses Beispiel gewählt, weil hier nach der Banklehre auch noch ein Studium vom Gericht als elternverpflichtend bejaht wurde.

Die U25 Regelung war überfällig nachdem sprunghaft die Bedarfsgemeinschaften angestiegen sind obwohl es nicht mehr Arbeitslose gab.

Insbesondere viele Jugendliche zogen aus dem Elternhaus aus und gründeten eine Bedarfsgemeinschaft nur zu dem Zweck, höhere Arbeitslosengeld II-Ansprüche geltend zu machen.

Es wurden damit Fehlanreize der Vergangenheit behoben, denn gerade einem Jugendlichen muß klar gemacht werden daß es sich bei ALGII nicht um eine Frühpensionierung sondern um eine Nothilfe für einen Hilfsbedürftigen handelt.

Ob und inwieweit diese U25 Regelungen rechtlich wasserdicht sind ist wohl schon hinlänglich durch Gratisklagemöglichkeit und die Rechtssprechung entschieden worden denn diese Regelung ist mittlerweise fast zwei Jahre im Einsatz.

Der Gesetzgeber sieht die Bedarfsgemeinschaft als Einheit zur Vermeidung von Sonderkonstruktionen die wieder endloses Gerichtspalaver nach sich gezogen hätten. Schließlich muß man auch mal auf die Praktikabilität der Gesetze achten.

Daß die Beteiligten der Bedarfsgemeinschaft auch über ihre Vermögenssituation Auskunft geben ist daher nichts Unanständiges und tut auch nicht weh. Darauf hat die Allgemeinheit ein Recht. Auch wenn es sich dabei um minderjährige Kinder handelt. Denn die Lebenswirklichkeit zeigt daß die Gestaltungsmöglichkeiten auf diesem Felde sehr vielfältig sind.
alfred7 ist offline  
Alt 08.12.2007, 15:38   #13
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kleinram
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Zitat von alfred7 Beitrag anzeigen
Zunächst ist festzuhalten daß entgegen deiner Mutmaßung das BGB klar eine Verpflichtung der Eltern bis zu einem Ausbildungsabschluß des Kindes vorsieht. Und nicht zu einer Zwischenstufe nach gusto.

Ich hatte dieses Beispiel gewählt, weil hier nach der Banklehre auch noch ein Studium vom Gericht als elternverpflichtend bejaht wurde.

Die Unterhaltspflicht ist da ja richtig,nur läßt man den Eltern ihren Selbsterhalt,damit sie menschenwürdig leben können.

Die U25 Regelung war überfällig nachdem sprunghaft die Bedarfsgemeinschaften angestiegen sind obwohl es nicht mehr Arbeitslose gab.

Insbesondere viele Jugendliche zogen aus dem Elternhaus aus und gründeten eine Bedarfsgemeinschaft nur zu dem Zweck, höhere Arbeitslosengeld II-Ansprüche geltend zu machen.



Es wurden damit Fehlanreize der Vergangenheit behoben, denn gerade einem Jugendlichen muß klar gemacht werden daß es sich bei ALGII nicht um eine Frühpensionierung sondern um eine Nothilfe für einen Hilfsbedürftigen handelt.

Genau das wird dem mit der U25 Reglung nicht vertrauten Bürger eingeredet. Die Unterhaltspflicht der Eltern für Jugendliche ohne Ausbildung hatte auch da Vorrang vor Alg.2,allerdings nur bei Zahlfähigkeit der Eltern unter Berücksichtigung des Selbsterhaltes. Man hat sehr schnell gemerkt,dass viele Eltern diese Unterhaltsansprüche nicht decken können. Eine Unterhaltspflicht für Eltern von Jugendlichen mit abgeschl.Berufsausbildung gab es nicht im Unterhaltsgesetz.Also mußte die Stallpflicht herhalten,um Eltern in die Pflicht nehmen zu können. Die U25 reglung ist genial.

Ob und inwieweit diese U25 Regelungen rechtlich wasserdicht sind ist wohl schon hinlänglich durch Gratisklagemöglichkeit und die Rechtssprechung entschieden worden denn diese Regelung ist mittlerweise fast zwei Jahre im Einsatz.

Der Gesetzgeber sieht die Bedarfsgemeinschaft als Einheit zur Vermeidung von Sonderkonstruktionen die wieder endloses Gerichtspalaver nach sich gezogen hätten. Schließlich muß man auch mal auf die Praktikabilität der Gesetze achten.

Daß die Beteiligten der Bedarfsgemeinschaft auch über ihre Vermögenssituation Auskunft geben ist daher nichts Unanständiges und tut auch nicht weh. Darauf hat die Allgemeinheit ein Recht. Auch wenn es sich dabei um minderjährige Kinder handelt. Denn die Lebenswirklichkeit zeigt daß die Gestaltungsmöglichkeiten auf diesem Felde sehr vielfältig sind.
Nein es ist in Ordnung,dass man die familiere Gesamtsituation überprüft.(meine ich jetzt ehrlich,nur nicht auf Hartz4 Niveau) Es kann aber nicht sein,dass wegen einem arbeitslosen Familienmitglied mit staatlich verordneter Stallpflicht,alle Familienmitglieder von dem Amt auf Hartz4 gesetzt werden.Es spielt keine Rolle ob volle Berufstätigkeit vorliegt oder der 16 jährige schulpflichtig ist.Alle Familienmitglieder sind Hartz4 Empfänger und werden den Demütigungen des Amtes ausgesetzt,nur weil der Gesetzgeber auf die Praktikabilität der Gesetze achtet.
Waren sie schon mal auf so einem Amt. Ich bin noch nie so gedemütigt wurden und dies nur weil ich Mutter eines 24 Jährigen bin. Ich habe die Pflicht mich zu bewerben,ich habe die Pflicht mich bei Urlaub abzumelden,dies obwohl ich vollberufstätig bin und mit Hartz4 nichts zu tun hatte. Ich muß jeden Cent den ich über Hartz4 verdiene für meinen erwachsenen Sohn ausgeben,bis ich seine Krankenkassenbeiträge bezahlen kann,erst dann haben meine schulpflichtigen Kinder ein Recht von meinem Lohn menschenwürdig zu leben.
Die Menschenwürde ist unantastbar, gilt nicht für Familien,weil diese nennt man jetzt BG.
MfG Ramona
kleinram ist offline  
Alt 08.12.2007, 16:48   #14
gerda52
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Zitat von alfred7
Insbesondere viele Jugendliche zogen aus dem Elternhaus aus und gründeten eine Bedarfsgemeinschaft nur zu dem Zweck, höhere Arbeitslosengeld II-Ansprüche geltend zu machen.
Das lässt sich nun mal klar widerlegen, denn ein Auszug hatte nicht notgedrungen eine ALG II Erhöhung zur Folge. Der Regelsatz eines volljährigen Kindes betrug bei Inkrafttreten der H4-Gesetze 100 %. Die Jugendlichen fielen mit Erreichen der Altersgrenze automatisch aus der elterlichen BG und bildeten eine eigene. Hier wurde der auf sie entfallende Mietanteil berücksichtigt und auch das bereinigte Kindergeld als Einkommen abgezogen. Nach einem Auszug hatte kein U25 einen Cent mehr für sich selbst zur Verfügung als vorher.

Dafür, dass diese Altersgruppe massiv für Werbungzwecke pro Reform erhalten musste, empfinde ich die mit dem Optimierungsgesetz eingeführte Änderung als Missbrauch der 'Jugendlichen'' allein für politische Zwecke.
gerda52 ist offline  
Alt 08.12.2007, 18:18   #15
alfred7
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alfred7
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Zitat von gerda52 Beitrag anzeigen
Das lässt sich nun mal klar widerlegen, denn ein Auszug hatte nicht notgedrungen eine ALG II Erhöhung zur Folge.
Widerlegt worden ist garnichts.

Zitat:
Die Aufsplittung von Bedarfsgemeinschaften gilt als einer der Gründe der Kostenexplosion bei Hartz IV. Statt geplanter 14,6 Milliarden Euro wird das ALG II in diesem Jahr wahrscheinlich mit rund 26 Milliarden zu Buche schlagen.
hieß es seinerzeit im Stern. Nachzulesen hier:

http://www.stern.de/wirtschaft/arbei...de/548382.html
alfred7 ist offline  
Alt 08.12.2007, 19:52   #16
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Zitat von alfred7 Beitrag anzeigen
Widerlegt worden ist garnichts.



hieß es seinerzeit im Stern. Nachzulesen hier:

http://www.stern.de/wirtschaft/arbei...de/548382.html
Und nun hätte ich bitte die Statistik,wieviele BG`s(früher hieß dies Familie) Dank U25 Reglung auf Hartz4 Niveau leben müßen.Wie hoch die Gesamtausgaben der Eltern für Unterhalt+Krankenversicherung sind. Werden Sie nicht finden,weil dies Steuerzahler und Staat egal ist. Bevor Sie nicht beide Seiten vergleichen können, ist die Schlußfolgerung daraus falsch.
MfG Ramona
kleinram ist offline  
Alt 08.12.2007, 20:12   #17
alfred7
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alfred7
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Zitat von kleinram Beitrag anzeigen
Und nun hätte ich bitte die Statistik,..MfG Ramona
Ich brauche keine Statistik.

Ich brauche nur in dieses Forum zu schauen und feststellen daß breiteste Kreise der Bevölkerung sich schon als Schüler alimentieren lassen wollen für einen Lebensstandard den im Normalfall ein erwerbsfähiger Erwachsener sich erwirtschaften kann.

Zum Beispiel hier

http://www.elo-forum.org/auf-eigene-beine-t19511.html
alfred7 ist offline  
Alt 08.12.2007, 20:33   #18
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Zitat von alfred7 Beitrag anzeigen
Ich brauche keine Statistik.

Ich brauche nur in dieses Forum zu schauen und feststellen daß breiteste Kreise der Bevölkerung sich schon als Schüler alimentieren lassen wollen für einen Lebensstandard den im Normalfall ein erwerbsfähiger Erwachsener sich erwirtschaften kann.

Zum Beispiel hier

http://www.elo-forum.org/auf-eigene-beine-t19511.html
Dieses Beispiel hat mit der Problematik U25 abgeschlossene Berufsausbildung nichts zu tun. Diese Schüler hätten auch vor Einführung der U25 Reglung keine Chance auf Hartz4 ohne Anrechnung der Eltern.(Deshalb Wohnung ohne Mietvertrag,bezahlt von Opa)
Genau diese Beispiele werden für die Mißbrauchskampanie benutzt,um erwachsene Jugendliche gesellschaftlich zu auten.
MfG Ramona
kleinram ist offline  
Alt 09.12.2007, 04:11   #19
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Zitat von alfred7
Widerlegt worden ist garnichts.



hieß es seinerzeit im Stern. Nachzulesen hier:

http://www.stern.de/wirtschaft/arbei...de/548382.html
Ach so, hier bildest Du Deine Meinung. Ist ja auch sehr bequem. Mal ein Gegenbeispiel zur sprunghaften Erhöhung der Bedarfsgemeinschaften:

Ich bin selbst seit Sommer 05 Mitglied im Club H4. Mein Sohn, damals letztes Schuljahr, gehörte zu meiner BG. Anlässlich seines 18. Geburtstages (war noch vor der Optimierung) musste er selbst einen Antrag stellen. So erhöhte sich alleine in meinem Haushalt mit 2 Personen die Anzahl der BG's um 100 %. Das sagt hier weder etwas über die Höhe der bezogenen Leistungen, noch etwas über vorhandene Erwerbstätigkeit oder Anrechnung von sonstigem Einkommen oder Umzug aus.

Der Sternartikel steht lediglich für eine gezielte Kampagne, weil die längst beschlossene Optimierung verkauft werden musste.

Ich schließe mich hiermit der Forderung von kleinram an, die Erhöhung der BG's in %, ausschließlich verursacht durch Auszug und zusätzlich damit herbeigeführter Bedürftigkeit zum Zweck der 'Abzocke' zu belegen.
gerda52 ist offline  
Alt 09.12.2007, 13:27   #20
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kleinram
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[quote=gerda52;188908]Ach so, hier bildest Du Deine Meinung. Ist ja auch sehr bequem. Mal ein Gegenbeispiel zur sprunghaften Erhöhung der Bedarfsgemeinschaften:

Ich bin selbst seit Sommer 05 Mitglied im Club H4. Mein Sohn, damals letztes Schuljahr, gehörte zu meiner BG. Anlässlich seines 18. Geburtstages (war noch vor der Optimierung) musste er selbst einen Antrag stellen. So erhöhte sich alleine in meinem Haushalt mit 2 Personen die Anzahl der BG's um 100 %. Das sagt hier weder etwas über die Höhe der bezogenen Leistungen, noch etwas über vorhandene Erwerbstätigkeit oder Anrechnung von sonstigem Einkommen oder Umzug aus.

Der Sternartikel steht lediglich für eine gezielte Kampagne, weil die längst beschlossene Optimierung verkauft werden musste.

Ich sehe hier keinen Leistungsmißbrauch,sondern das man sich vor dem Optimierungsgesetz an vorhandene Gesetze gehalten hat.
In meine Fall wären es vor Optimierungsgesetz sogar 3 BG`s,davon 2 ohne Anspruch und 1 BG mit Anpruch Kosten für Steuerzahler ca.500€ Unterhalt +Mietanteil+Krankenversicherung monatlich(ohne eigene Wohnung).Jetzt ist es eine BG und die Kosten trägt nur ein Steuerzahler(die Mutter),auf Grundlage der U25 Reglung unter Mißachtung des Unterhaltsgesetzes und der Leistungsfähigkeit und auf Kosten der jüngeren Kinder.
Wer zockt hier wem ab?
MfG Ramona
kleinram ist offline  
Alt 09.12.2007, 17:20   #21
gerda52
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Zitat von kleinram
Ich sehe hier keinen Leistungsmißbrauch,sondern das man sich vor dem Optimierungsgesetz an vorhandene Gesetze gehalten hat.
So ist es. Es ist einfach nur unverschämt, in diesem Zusammenhang dann von Abzocke zu sprechen, anstatt eine Fehlkalkulation zuzugeben.
gerda52 ist offline  
Alt 09.12.2007, 17:46   #22
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kleinram
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Zitat von gerda52 Beitrag anzeigen
So ist es. Es ist einfach nur unverschämt, in diesem Zusammenhang dann von Abzocke zu sprechen, anstatt eine Fehlkalkulation zuzugeben.
Genau so ist es. Sie kennen die Lohneinkommen ihres Volkes nicht und haben mit entsetzen festgestellt,dass Eltern unter den vorherigen gesetzlichen Bestimmungen überhaupt nicht in der Lage waren für vollj.Kinder zu sorgen. Deshalb die Kostenexplosion und deshalb ist U25 Reglung genial ausgedacht.Es gibt weder Familie,noch Eltern,noch minderjährige Kinder,noch Jugendliche mt oder ohne Ausbildung alle sind BG Mitglieder und gleichbedürftigt.Wie soll man da klagen? Nebenbei paßt man das Unterhaltsgesetz an,in dem man Kindesunterhalt erstmalig nach unten korregiert,damit die Eltern entlastet werden,um den Unterhalt für Volljährige zu sichern. Die nichtbetroffene Bevölkerung glaubt natürlich den Mißbrauch genauso,wie Hartz4 Empfänger sind arbeitsscheu. Mal sehen wann der Letzte merkt,dass hier was nicht stimmen kann.
Ich finde es aber gut,daß sich alfred als Nichtbetroffener mit dieser Problematik beschäftigt.Meine Hochachtung!
MfG Ramona
kleinram ist offline  
Alt 11.12.2007, 18:52   #23
alfred7
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Jeder hat seine subjektive Sicht der Dinge.

Ich sehe durchaus auch als Folge der sachlichen und substantiellen Beiträge von kleinram und gerda hier daß es Ungerechtigkeiten und Ungereimtheiten gibt bei der U25 Regelung.

Gleichwohl bin ich der Meinung, daß "eine" U25 Regelung erforderlich war. Im Bekanntenkreis meines Sohnes, er ist Anfang 20, gibt es etliche die es sich mit ALGII eingerichtet haben.
Als Beispiel ein junger Mann, abgebrochene Lehre als Maurer, wohnte bei seinen Eltern, ist vor dem Stichtag ausgezogen, eigenes Jungesellen-Appartement wird vom Staat bezahlt, er hat sich ausgerechnet daß er als Bauhilfsarbeiter nicht viel mehr in der Tasche hat als er bei ALGII bekommt.

Der Gudste denkt garnicht daran arbeiten zu gehen, durch gelegentliche Gefälligkeitsarbeiten bessert er auf und Druck von den Eltern ist auch nicht mehr, er hat ja einen "eigenen Haushalt".
alfred7 ist offline  
Alt 11.12.2007, 20:07   #24
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kleinram
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Zitat von alfred7 Beitrag anzeigen
Jeder hat seine subjektive Sicht der Dinge.

Ich sehe durchaus auch als Folge der sachlichen und substantiellen Beiträge von kleinram und gerda hier daß es Ungerechtigkeiten und Ungereimtheiten gibt bei der U25 Regelung.

Gleichwohl bin ich der Meinung, daß "eine" U25 Regelung erforderlich war. Im Bekanntenkreis meines Sohnes, er ist Anfang 20, gibt es etliche die es sich mit ALGII eingerichtet haben.
Als Beispiel ein junger Mann, abgebrochene Lehre als Maurer, wohnte bei seinen Eltern, ist vor dem Stichtag ausgezogen, eigenes Jungesellen-Appartement wird vom Staat bezahlt, er hat sich ausgerechnet daß er als Bauhilfsarbeiter nicht viel mehr in der Tasche hat als er bei ALGII bekommt.

Der Gudste denkt garnicht daran arbeiten zu gehen, durch gelegentliche Gefälligkeitsarbeiten bessert er auf und Druck von den Eltern ist auch nicht mehr, er hat ja einen "eigenen Haushalt".

Es gibt durchaus Fälle die sich durchs Leben schleichen,will ich nicht bestreiten,aber deshalb kann man doch nicht alle Eltern bestrafen.Die Reglung eigene Wohnung unter 25 nur in Ausnahmefällen, wenn man sich die Miete nicht leisten kann ist absolut in Ordnung,aber daß man für volljährige Kinder ohne Berücksichtigung des Unterhaltsgesetzes und ohne Berücksichtigung des Selbsterhaltes aufkommen soll und dabei auch noch minderjährige Geschwister auf Hartz4 setzt ist sozial nicht mehr zu vertreten.Ich als Mutter bin verpflichtet alles zu tun damit meine schulpflichtigen Kinder am Leben der Gesellschaft teilhaben können (bei U25 Reglung verboten).
Ich hatte anfangs die Gesetzestexte reingestellt, weil da von Unterhaltspflicht gegenüber U25 ohne abgeschlossene Ausbildung gesprochen wird und schließe daraus,daß Jugendliche mit abgeschlossener Ausbildung zwar keinen Wohnungsanspruch haben,aber uneingeschränkt Anspruch auf die Grundsicherung haben(somit Krankenversichert übers Amt) ,weil keine gesetzliche Unterhaltspflicht der Eltern vorliegt.
Meine Vermutung: Die Eltern werden in Unwissenheit nur vom Amt auf Grundlage der Unterhaltsvermutung dazu verdonnert.Dies würde die Ungereimtheiten bei der angewendeten Einelelternunterhaltspflicht(bei Alleinerziehenden) erklären,denn Jugendliche ohne Ausbildung haben immer das Recht auf Unterhalt beider Eltern.Dies würde auch den fehlenden Kindergeldanspruch und das Versagen einer Familienversicherung erklären. Mein Widerspruch läuft noch und sie lassen sich Zeit,denn eine Nachzahlung wird kaum möglich sein.Ich hatte gehofft,dass jemand mit juristischen Kenntnissen,diesen Gedankengang verfolgt und klare Richtlinien sucht und findet.Ich glaube nicht,dass eine U25 Reglung,bestehende Gesetze ausheben kann.

MfG Ramona
kleinram ist offline  
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