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Start > > -> ALG II (aufstockend) - 450€ Job Kündigen o. Kündigen lassen ?

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Alt 20.05.2015, 15:24   #1
Chris92->Emailproblem
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Registriert seit: 01.09.2014
Beiträge: 1
Chris92
Standard ALG II (aufstockend) - 450€ Job Kündigen o. Kündigen lassen ?

Moin Moin,

Ich habe (leider) mal wieder "Probleme" wenn es um das Thema Jobcenter geht und man mir dort überhaupt nicht weiter hilft.

Zu meinem Problem: Ich, 23, habe im März einen 450€ Job bei einer Zeitarbeitsfirma angenommen, mit sehr guten Chancen fest übernommen zu werden, weswegen ich überhaupt diesen Job angenommen habe. Im Ersten Monat hatte ich nach 1,5 Wochen meine Stunden schon voll gehabt und habe seitdem da nicht wieder gearbeitet weil ich nicht gebraucht werde. Dazu kommt das man mich letzten Monat mit Steuerklasse 6 "ausversehen" eingestuft hat und mir dementsprechend Steuern abgezogen wurden, auf die Nachzahlung warte ich vergebens. Auf den versprochenen Vollzeitvertrag warte ich indes immernoch.

Der größte Haken an der Sache: Ich bekomme am ersten jedes Monats 120€ vom Amt gezahlt, meine Lohnabrechnung bekomme ich erst am 15 jeden Monats. Nun habe ich meine Lohnabrechnung letzte Woche beim Amt eingreicht (Kein verdienst = 0€) und man sagte mir das die bearbeitung gerne mal 6 Wochen dauern könnte.

Wie stellt man sich das vor ? Ich pfeiffe aus dem letzten (finanziellen) Loch und niemand kann o. will mir helfen. Man kann doch nicht von mir erwarten das ich mit 100€ über den Monat kommen soll bis die Nachzahlung eintrudelt.

Was kann ich jetzt tun ? Kündigen darf ich lt. Telefonhotline nicht, da ich meine Hilfsbedürftigkeit erhöhen würde und Sanktioniert werde. Und für 120€ mehr im Monat, WENN ich denn Arbeite, ist mir dieser ganze Stress und das Hungern nicht wert.

Vielleicht weiß ja jemand von euch was ich nun tun kann, fühle mich etwas mit dem problem allein gelassen. Am Anmeldeschalter hier in Hamburg Mitte wird man nur angemotzt und bekommt Sachen wie "Stellen sie sich nicht so an" und "Sie müssen genauso lange warten wie die anderen, extra wünsche werden hier nicht erfüllt" an den Kopf geschmissen.

Gruß Chris

Edit: Die wichtigste Frage habe ich natürlich vergessen: Wenn ich mich, wenn sie es denn machen, Kündigen lasse, was muss ich dann beim AA / JC einreichen (außer die Kündigung) ? Ein neuantrag auf ALG 2 ?
Chris92 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 20.05.2015, 20:04   #2
Cerberus
Gast
 
Beiträge: n/a
Standard AW: ALG II (aufstockend) - 450€ Job Kündigen o. Kündigen lassen ?

Bloß nicht selbst kündigen! AU u. rausschmeißen lassen.
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Alt 21.05.2015, 01:14   #3
pillepalle
Gast
 
Beiträge: n/a
Standard AW: ALG II (aufstockend) - 450€ Job Kündigen o. Kündigen lassen ?

Dein AG hat da Pech gehabt: abspeisen mit: wir haben diesen Monat nix kann der Dich nicht. Wenn im Vertrag keine feste Stundenzahl vereinbart ist, dann muss er Dir pro Woche 10 abnehmen. Und wenn er das nicht will, ist das sein Bier, er muss diese Stunden dennoch zahlen - Voraussetzung natürlich, dass Du arbeiten wolltest und er Dich abgewimmelt hat.

In erster Linie schuldet Dir also erst mal Dein AG Geld.

Du hast da vermutlich ein Arbeitszeitkonto? Dann schuldet er Dir einen fixen Monatslohn und das wird dann verrechnet irgendwann. So oder so - ich kenn ja Deinen Vertrag nicht - schuldet Dir zuerst mal Dein AG Deinen Lohn.

Egal, was für ein Vertrag das ist. Es geht definitiv nicht, dass ein AG sagt: diesen Monat hab ich nix für Sie, also bekommen Sie auch keinen Lohn.

Also: zuerst an den AG wenden. Und zeitgleich ein Darlehen beantragen beim JC, bis die Kohle vom AG eingetrieben ist.
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Alt 21.05.2015, 15:33   #4
Erolena
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Standard AW: ALG II (aufstockend) - 450€ Job Kündigen o. Kündigen lassen ?

Hallo Chris92,

Ich denk mir etwas aus für deine Frage, aber es dauert noch eine Weile.

Wie sieht es mit der Miete aus? Ist die schon bezahlt durchs Jobcenter?
Oder hast du keine Mietkosten?

Und an deiner Stelle würde ich mal nachschauen, ob euer Jobcenter morgen geöffnet hat oder enentuell geschlossen wegen Pfingsten.
Erolena ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 21.05.2015, 19:52   #5
Dagegen72
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Standard AW: ALG II (aufstockend) - 450€ Job Kündigen o. Kündigen lassen ?

tja - leider wird hier mal wieder bestätigt, dass die Firma Jobcenter nichts taugt und schon gar nicht hilft und Mini-Jobs inne zu haben taugt in den meisten Fällen nichts wie man anhand von diesem Problem auch mal wieder bestens sehen kann.

Außerdem: für was werden die 60.000 Jobcenter / AfA - Mitarbeiter eigentlich bezahlt, wenn keine konstrukive Unterstützung und Beratung zu erwarten ist?

Mini-Jobs taugen, wenn man Quellen hat, die einen auffangen können, bis das Geld vom Amt oder vom Job kommt, sprich, beide ihren Verpflichtungen nachkommen, ansonsten sieht es mies aus und andere Quellen sollten man aber auch nicht belasten müssen, weil das u.U. Abhängigkeitsverhätlnisse fördern könnte.

Ansonsten kann ich nur raten: besprich NICHT mit deinem AG dass er dich kündigen soll - es kann sein, dass er beleidigt Meldung beim JC macht oder schlichtweg nein sagt.

besprich mit dem Jobcenter NICHTS am Telefon und verlasse dich auf keine mündliche Aussagen gar Zusagen. Die sind nichts wert. Da wartest mitunter auf das Zugesagte und rufst nochmal an, wissen sie von nichts, also schriftlich.

Für Mündliches am Telefon hast andererseits auch keinen Zeugen kannst also verneinen.

AU - schließlich bist runter mit den Nerven ohne Ernährung und dem Psychostress durch "Job" und "Amt" - das mögen zafs gar nicht gerne.


Hattest du den Mini-Job als ZAF-Disponent oder wurdest du als Mini-Job-Kraft "verliehen"?
__


Wer gegen Erwerbslose hetzt, ist einer, der Bonzen nützt und stützt! (Dagegen72)
Zitat:
Die Bundeskanzlerin bezieht derzeit rund 18.023 Euro monatliches Amtsgehalt.
Hinzu kommt eine steuerfreie Dienstaufwandsentschädigung von rund 12.271 Euro im
Jahr. Die Bundesminister verdienen etwas weniger, erhalten aber mit rund 14.638
Euro pro Monat
( Quelle: Bund der Steuerzahler)
Dagegen72 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 21.05.2015, 21:42   #6
Erolena
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Standard AW: ALG II (aufstockend) - 450€ Job Kündigen o. Kündigen lassen ?

Mein Vorschlag: drucke das folgende Schreiben zweimal aus. Und fahr morgen zum Jobcenter hin, um Bargeld zu bekommen.

Absender

Anschrift der Behörde
Datum

Antrag auf einen angemessenen Vorschuss auf die zu erwartenden Leistungen nach dem zweiten Sozialgesetzbuch gem. § 42 SGB I
bzw. Antrag auf die Auszahlung der vollen Leistungen für diesen Monat


Bedarfsgemeinschaftsnummer:

Sehr geehrte Damen und Herren,

ich habe am…… meine Verdienstnachweis für diesen Monat eingereicht. Der Verdienst betrug Null Euro. Deshalb steht mir die volle Leistung für diesen Monat - ohne Anrechnung von Erwerbseinkommen - zu (anstatt der gezahlten 120 Euro). Leider kann bis zum heutigen Tag keinen Zahlungseingang verzeichnen. Auch fehlt der dazugehörige Leistungsbescheid / Änderungsbescheid. (gegebenenfalls streichen).

Aus diesem Grund beantrage ich einen Vorschuss auf die zu erwartenden Leistungen gem. § 42 SGB I bzw. eine Auszahlung der mir zustehenden Leistungen für diesen Monat in voller Höhe .

Ich mache Sie darauf aufmerksam,
- dass ich meine Miete nicht bezahlen kann, (diesen Anstrich gegebenenfalls streichen, falls das Jobcenter die Miete schon bezahlt hat oder bei dir gar keine Mietkosten anfallen. Über die Miete hattest du ja nichts geschrieben.)
- meinen Strom nicht bezahlen kann,
- dass ich über keinerlei Mittel zur Ernährung und für andere lebensnotwendige Dinge verfüge.

Deshalb ist meinem Antrag sofort statt zu geben. Eine Kopie meines letzten Kontoauszuges anbei.

Ich bestehe auf Barauszahlung - mit einem Bezugsschein für die Tafel ist mir nicht geholfen. Denn ich benötige nicht nur Lebensmittel, sondern auch andere Dinge, die unverzichtbar und nur mit Bargeld zu erlangen sind, wie Körperpflegemittel, Toilettenpapier, Arzneimittel, Fahrkarten für den Nahverkehr. (Den letzen Absatz gegebenfalls streichen, wenn dir das zu dumm ist. Aber ich finde, die Beispiele 'beschleunigen' eventuell die Entscheidungsfindung. )

Wird meinem Antrag nicht stattgegeben, muss ich mich gezwungenermaßen mit einem Antrag auf Einstweilige Anordnung (Einstweiligen Rechtschutz) an das Sozialgericht wenden.(gegebenfalls streichen)

Mit freundlichen Grüßen
(Unterschrift)

Das Schreiben basiert auf dem Musterschreiben: Antrag auf Vorschuss nach § 42 SGB I , der hier im Elo-forum zu finden ist unter Anträge. https://www.erwerbslosenforum.de/an.htm
Etwas abgewandelt für deinen Fall. Verbesserungsvorschläge von anderen Usern sind willkommen.
Erolena ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 21.05.2015, 22:47   #7
Erolena
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Standard AW: ALG II (aufstockend) - 450€ Job Kündigen o. Kündigen lassen ?

Also zweimal ausdrucken. Ein Exemplar bekommt die Infotheke. Auf deinem zweiten Exemplar lässt du dir den Empfang bestätigen.

Dann gehst du aber nicht weg. Sondern bleibst so lange, bis du das Bargeld in der Hand hast - oder manche Jobcenter geben einen Auszahlungscheck aus, den man bei einer Bank einlösen kann (vor den Feiertagen!).

Geh vormittags recht zeitig hin, sonst klappt das nicht. (Bei uns gibt es eine Notfall-Zeit von 8-10 Uhr. Nach 10 Uhr ist nicht empfehlenswert, weil es dann überirdisch anstrengend ist, sich noch durchzusetzen.)

Die Infotheke wird versuchen, dich abzuwimmeln - das kommt sehr häufig vor. Egal was sie dir vorerzählen, verlang: Ich will einen Sachbearbeiter (bzw. Notfall-Sachbearbeiter) sprechen.
Wenn das nicht klappt, dann verlange den Teamleiter zu sprechen. Zuletzt verlang den Geschäftsführer des Jobcenters (der ist 'natürlich' verreist - dann verlang den Stellvertretenden Geschäftsführer).

Glaube den Mitarbeitern nicht, wenn sie sagen, dass ist nicht möglich, dass ist uns verboten, ... oder irgendetwas in der Richtung. Das erzählen sie jedem, den sie abwimmeln wollen.

Nimm einen aktuellen Konotauszug mit, um deine Notlage zu beweisen.

Lass dich nicht kleinkriegen im Jobcenter. Gut wäre ein Beistand, der mitgeht und dir hilft durchzuhalten. Vielleicht ein guter Freund/in, Sozialarbeiter, Rechtskundiger oder so.

Meine Erfahrung: Mein Jobcenter hat sich einmal auf eine angebliche Anweisung ihres Chefs berufen, sie dürften so einen Antrag nicht außer der Reihe bearbeiten.
Daraufhin habe ich verlangt, sie sollen mir zwei Dinge schriftlich geben,
1) dass sie die Annahme des (Vorschuss-)Antrags verweigern! (ist gesetzwidrig!)
2) dass der Jobcenter-Chef seinen Mitarbeitern verboten hat, dringende Anträge sofort zu behandeln (wäre ein echter Skandal).
Das haben sie sich nicht getraut, weil sie vermutlich Angst hatten, so ein "Dokument" landet vor dem Sozialgericht oder in der Bildzeitung (ich hab dort mit allen Mitteln gedroht, aber ganz sachlich). Zuletzt wurde ich doch zu einem Sachbearbeiter vorgelassen und bekam dann - nach etlichen Stunden - mein Geld ausgezahlt (am Geldautomaten des Jobcenters).

Notfalls bleibt zwar noch das Sozialgericht (SG). Allerdings eine Einstweilige Anordnung des SG dauert, ca. 2 Wochen. Zu lange, wenn man nichts mehr zu essen hat. Trotzdem würde ich Adresse + Telefonnummer des Sozialgerichts für den Notfall einstecken, speziell die Telefonnummer vom Rechtspfleger des Gerichts, der ist für solche Eilanträge zuständig.
Erolena ist offline   Mit Zitat antworten
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