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U 25 Alles für junge Erwachsene unter 25


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Alt 23.06.2007, 19:32   #1
belomi->Emailproblem
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Registriert seit: 02.05.2007
Beiträge: 41
belomi
Standard Ein angebotener Deal von der ARGE

Hallo,

ich war gestern bei der ARGE (Widerspruchstelle), und dort hat man mir einen Deal vorgeschlagen.
Damit ihr wisst um was es geht , hier die Vorgeschichte:

Mein Stiefsohn nimmt seit Nov. 06 an einer Berufsvorbereitungs Maßnahme
übers Arbeitsamt bei der CEB teil, diese dauert 9 Monate. Er bekommt dafür
eine Berufsausbildungsbeihilfe gemäß §§ 59, SGB 3, von Monatlich 192 € +
60 € Fahrgeld von der Bundesagentur für Arbeit.
Durch Folgeantrag, mit dem Bescheid vom 3.1.07 wurde diese Beihilfe als Verdienst ( 192 € ) angerechnet, aber…. ohne einen Freibetrag. Da ich der meinung bin, das ihm ein Freibetrag zusteht, SGB 2, § 11, hatte ich am 17.1.07 einen Widerspruch eingelegt. Da sich bis mitte April noch nichts getan hatte, schrieb ich eine Erinnerung mit androhung auf Untätigkeitsklage.
Wieder tat sich nichts. Also ab zum Sozialgericht ( am 4.5. ). Dort stellte ich eine
Untätigkeitsklage. Übrigens, der Mann vom Sozialgericht hat mich gelobt, da ich jeden Schriftwechsel mit der ARGE per Einschreiben mit Rückantwort gemacht habe. er meinte das es meistens scheitern würde, wenn man das ohne Rückantwort machen würde.
Ich bekam dann Post von der Widerspruchstelle, das ich am 22.6., also gestern dort vorsprechen soll.
So, nun zum eigentlichem.
Ich wurde sehr freundlich Empfangen. Dann ging die Sachbearbeiterin, mit mir, meinen Widerspruch durch. Sie meinte,
  • mein Stiefsohn bekäme keinen Freibetrag weil diese Berufsausbildungsbeihilfe eigentlich nicht als Einkommen zählt.
  • diese Berufsausbildungsbeihilfe eigentlich zur kostendeckung für Unterkunft anzusehn ist.
  • und dadurch, sie mir eigentlich das vom Wohngeld abziehen müßte.

Sie meinte dann,
  • wenn ich den Widerspruch zurück nehme, würde sie mir nichts vom Wohngeld kürzen.
  • und, sie würde mir einen Freibetrag von Monatlich 30 €, rückwirkend vom Febr. 07 an, da mein Stiefsohn ja da erst 18 wurde, bewilligen.
  • vor dem 18ten Lebensjahr hätte man sowieso keinen anspruch auf einen Freibetrag.
  • sie würde sofort mit mir in die Leistungsabteilung gehen, um dies zu ändern.

Ich meinte dann, iss ja komisch, mein Stiefsohn hat ja als Regaleinräumer bei Kaufland im Oktober und November 06 gearbeitet und dieser Verdienst ist, was den Freibetrag angeht, korekt ausgerechnet worden. Und da war er noch keine 18 Jahre. Ja, meinte sie, das wäre ja auch als richtiges Einkommen anzusehn.
Kurz um, als sie merkte das ich mich nicht auf diesen Deal einlasse, meinte sie, das sie mir dann die Berufsausbildungsbeihilfe vom Wohngeld abziehe und keine 30 € an mich rückwirkend an Freibetrag auszahle.
Ich habe ihr dann gesagt das sie das machen soll was sie meint machen zu müßen, und ich dann mein Programm durch ziehen werde, notfalls vor dem Sozialgericht.

Mein anliegen jetzt, hat diese Dame in irgend einem Punkt recht???
Fakt ist, das durch diese 192 € ein überhang entsteht (kosten für Unterkunft) von 70 € und diese abgezogen werden. Rechnet man das mal zusammen sind es 192 € + 70 € ergibt 262 €. Mein Stiefsohn erhält aber nur mit Fahrgeld zusammen 252 €.
Im Anhang habe ich den Bescheid vom 3.1.07 hochgeladen, damit man das ganze besser nachvollziehen kann.

Besten Dank im voraus

belomi

Miniaturansicht angehängter Grafiken (Klicken = große Ansicht)
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belomi ist offline  
Alt 23.06.2007, 20:30   #2
na
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Belomi, ich kann dir deine Frage nicht beantworten. Es gibt Leute hier im Forum, die wissen das besser als ich. Aber eins kann ich dir sagen: Die Sache stinkt zum Himmel!

Es ist nicht üblich, dass ein Amt so lange untätig bleibt, und es auf eine Klage ankommen lässt, denn das ist ja sehr unangenehm für die. Es ist auch nicht üblich, dass man danach zu einem persönlichen Gespräch geladen wird. Eine Mitteilung bekommt man schriftlich. Schade, dass du keinen Zeugen dabei hattest, denn das Angebot: "Wenn sie die Klage zurücknehmen, kürzen wir Ihnen nicht das Wohngeld" ist ein fauler Kompromiss. Ich vermute, die drücken sich vor irgend einer Zahlung und haben hinten rum schon schwer darüber diskutiert und sich nicht geeinigt.

Warte mal ab, was du noch für Antworten im Forum bekommst.
 
Alt 23.06.2007, 21:39   #3
Dopamin->Emailproblem
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Dopamin
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belomi,

ich bin hier wahrlich nciht die Expertin für Alleinerziehende, aber ich halte es für sehr wahrscheinlich, dass die Damen und Herren bei Dir in der Arge beim durchrechnen gemerkt haben, dass dein Nachwuchs NICHT mehr in deine BG gehört, wenn er sich selbst versorgen kann.

Da ein "Überhang" entstand, halte ich das für sehr wahrscheinlich, aber das, denke ich, sollten sich andere, die es geschafft haben ihre Kinder aus der BG zu bekommen, noch einmal ansehen...

WENN das so sein sollte, dann UMGEHEND für die Bescheide, denen Du nciht widerspochen hast einen Überprüfungsantrag stellen und Wohngeld beantragen.

Wie das dann genau geht, da fehlt mir mangels Erfahrung der Hintergrund.

Dopamin
__

Schon Sokrates sagte: Ich weiß, dass ich nichts weiß... Er soll ein gelehrter Mann gewesen sein... Deswegen lasse ich mich korrigieren.
Solo le pido a Dios que hartz IV no me sea indiferente, es un monstro grande y pisa fuerte ,toda la pobre inocencia de la gente (frei nach Outlandish)
Dopamin ist offline  
Alt 23.06.2007, 21:55   #4
Arwen
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Arwen
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Hi

Da BAB eine Beihilfe bei Ausbildung ist, sehe ich es eher auch so, dass man dies nicht als Einkommen werten kann, das Freibeträge - bis auf die Versicherungspauschale - zuließe (ohne Gewähr!).

Dass Dein Sohn als nicht volljähriger Jugendlicher bei seinem damaligen Job einen Freibetrag erhalten ist, ist ok, denn 100 Euro dürfen sie dazuverdienen. Dein aktueller "Fall" sieht aber anders aus, da die BAB in meinen Augen eben auch kein Einkommen darstellt...

Auch ich bin auf diesem Gebiet keine Fachfrau; trotzdem meine Frage in die Runde: Schließt BAB nicht grundsätzlich AlgII aus?

Ich hoffe, dass sich hier noch jemand mit einer positiveren Antwort meldet, der auch mehr Ahnung von dem Ganzen hat.

Gruß, Arwen
__



Falls Freiheit überhaupt irgend etwas bedeutet,
dann bedeutet sie das Recht darauf, den Leuten das zu sagen, was sie nicht hören wollen.
George Orwell
Arwen ist offline  
Alt 23.06.2007, 23:12   #5
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Eka
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[QUOTE=belomi;118362]Rechnet man das mal zusammen sind es 192 € + 70 € ergibt [/SIZE][/FONT]262 €. Mein Stiefsohn erhält aber nur mit Fahrgeld zusammen 252 €.
/QUOTE]

Bei BAB bekommt man diesen Freibetrag von 30,- Euro nicht. Aber irgendwas stimmt da an der Rechnung nicht.
Sind alle sonst Hartz4 Empfänger?
Normal steht dem Sohn ja 276 Euro zu + Mietanteil - Kindergeld.

Bei BAB kann man trotzdem aufstockendes ALG2 beziehen, da das BAB wenn die jungen Erwachsenen noch zuhause wohnen um einiges weniger ist, als wenn sie eine eigene Wohnung hätten.
Meine Tochter hat zusätzlich ALG2 bezogen, als sie noch hier wohnte.

LG
Eka
Eka ist offline  
Alt 24.06.2007, 00:14   #6
Arwen
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Arwen
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Zitat:
Bei BAB bekommt man diesen Freibetrag von 30,- Euro nicht.
Er ist aber volljährig und somit ist die 30€-Versicherungspauschale vom Einkommen Kindergeld abzusetzen.

Gruß, Arwen
__



Falls Freiheit überhaupt irgend etwas bedeutet,
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George Orwell
Arwen ist offline  
Alt 24.06.2007, 05:08   #7
isabel
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isabel
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Hallo, Belomi,

Ich bin auch keine Expertin, aber ich versuche die Situation zu analysieren.
Einkommen: 192,- BAB + 60,- Fahrkosten + 154,- Kindergeld = 406,-
Bedarf: 276,- RS + 131,33 KdU = 407,33
Differenz: 1,33 Bedarf.
I. Man kann ihn versuchen aus der BG raus zu nehmen und für ihm Wohngeld zu beantragen.
II. Wenn er weiter in der BG bleibt, sind 30,- Versicherungspauschale drin ( vom Kindergeld – auch rückwirkend )

Ich schlage vor, Du liest alles, was Ludwigsburg zum Thema : „Kinder raus aus BG“ geschrieben hatte.
Ich denke, das wird die bessere Variante, vor allem muss dann Dein Sohn nicht mehr die Schikanen der Arge erdulden.
Mich macht auch die Abrechnung für X und XI stutzig: wurde das Geld nicht gleich berechnet? Oder warum so große Rückzahlung?
Ich denke, die ganze Abrechnung ist fehlerhaft .
Außerdem, wo die Dame die 192,- abzieht: als Einkommen des Sohnes oder als KdU-Hilfe, ist im Grunde genommen egal, nur Dir persönlich darf sie überhaupt kein Geld Deines Sohnes anrechnen. Um Klarheit zu schaffen würde ich dazu tendieren, Deinen Sohn aus der BG zu befreien; und wenn es klappt mit dem Wohngeld, hat er genug Geld zu Verfügung.
Mein Rat: anwältliche Hilfe in Anspruch nehmen.

Mit freundlichen Grüßen
Isabell
__

Die Würde des Menschen ist unantastbar.
Art.1 P.1GG

Damit das auch so bleibt:
Wacht auf, Verdammte dieser Erde,!


Aus Solidarität und als Ausdruck meines Protests gegen die Kriminalisierung der freien Meinungsäußerung:
"Ich fürchte mich nicht vor der Rückkehr des Faschisten in der Maske des Faschisten, sondern vor dessen Rückkehr in der Maske des Demokraten."
(Adorno)

Venceremos!
isabel ist offline  
Alt 24.06.2007, 13:50   #8
Ludwigsburg
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Zitat von Dopamin Beitrag anzeigen
belomi,

ich bin hier wahrlich nciht die Expertin für Alleinerziehende, aber ich halte es für sehr wahrscheinlich, dass die Damen und Herren bei Dir in der Arge beim durchrechnen gemerkt haben, dass dein Nachwuchs NICHT mehr in deine BG gehört, wenn er sich selbst versorgen kann.

Da ein "Überhang" entstand, halte ich das für sehr wahrscheinlich, aber das, denke ich, sollten sich andere, die es geschafft haben ihre Kinder aus der BG zu bekommen, noch einmal ansehen...

WENN das so sein sollte, dann UMGEHEND für die Bescheide, denen Du nciht widerspochen hast einen Überprüfungsantrag stellen und Wohngeld beantragen.

Wie das dann genau geht, da fehlt mir mangels Erfahrung der Hintergrund.

Dopamin
Das ist gut möglich!

Warum verweist nicht wenigstens in den U 25 Bereich, wo man dazu mal fragen könnte? Ich les da jeden Beitrag und helf, wo ich kann :-)
Kinder mit ausreichend eigenem Einkommen aus der BG holen und zu Wohngeld verhelfen- das hab ich ja schon hinter mir :-)
 
Alt 24.06.2007, 13:57   #9
Ludwigsburg
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Zitat von isabel Beitrag anzeigen
Ich schlage vor, Du liest alles, was Ludwigsburg zum Thema : „Kinder raus aus BG“ geschrieben hatte.
Ich denke, das wird die bessere Variante, vor allem muss dann Dein Sohn nicht mehr die Schikanen der Arge erdulden.
Das sehe ich auch so...
 
Alt 24.06.2007, 13:59   #10
Ludwigsburg
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Zitat von Arwen Beitrag anzeigen
Er ist aber volljährig und somit ist die 30€-Versicherungspauschale vom Einkommen Kindergeld abzusetzen.

Gruß, Arwen
So ist es: aber darauf würd ich nicht pochen... raus aus der BG sollte immer das Ziel sein - allein um seine Ruhe zu haben!

Wobei: in diesem Fall ist erstmal die Frage: bis wann hat er noch ausreichend eigenes Einkommen? Wenn er die Maßnahme in 2006 erhalten hat, sind die 9 Monate doch schon um?

Bei BAB gibt es soviel ich weiß keinen Wohngeldanspruch...
 
Alt 24.06.2007, 14:04   #11
Arwen
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Arwen
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Zitat von Ludwigsburg Beitrag anzeigen
So ist es: aber darauf würd ich nicht pochen... raus aus der BG sollte das Ziel sein!
Stümmmmmmmt! Da es aber nicht bei allen Volljährigen mit "ausreichend eigenem Einkommen und raus aus der BG" hinhaut, find' ich die Info nicht unwichtig. Das wissen immer noch nicht alle. *grins*

Gruß, Arwen
__



Falls Freiheit überhaupt irgend etwas bedeutet,
dann bedeutet sie das Recht darauf, den Leuten das zu sagen, was sie nicht hören wollen.
George Orwell
Arwen ist offline  
Alt 24.06.2007, 14:39   #12
Ludwigsburg
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Zitat von Arwen Beitrag anzeigen
Stümmmmmmmt! Da es aber nicht bei allen Volljährigen mit "ausreichend eigenem Einkommen und raus aus der BG" hinhaut, find' ich die Info nicht unwichtig. Das wissen immer noch nicht alle. *grins*

Gruß, Arwen
Ja, es ist wirklich mehr als traurig, daß nach zwei Jahre Hartz IV noch immer Leute um die Versicherungspauschale gebracht werden!

Da kann sich jetzt kein SB mehr herausreden, daß er davon nichts wußte...man sollte gegen die echt vorgehen!
Mindestens Fachaufsichtsbeschwerde...
 
Alt 24.06.2007, 14:56   #13
Ludwigsburg
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Hab mir den bescheid jetzt mal angeschaut.

Der Junge gehörte im Bescheidzeitraum definitiv nnicht in die Bedarfsgemeinschaft.

Sein Einkommen war 70 € höher als sein Bedarf nach ALG II - die versicherungspauschale wurde nicht gewährt, hätte aber gewährt werden müssen, sodaß ein Einkommen von 40 € bleibt, den das Amt (nur vom Kindergeld) auf andere BG Mitglieder übertragen kann.
Da dann aber ein anderes BG Mitglied (sofern sonst kein Elternteil eine versicherungspauschale erhält) diese 40 € als Einkommen hat muß also auch einem Elternteil die versicherungspauschale gewährt werden, sodaß letztlich nur ein Einkommen von 10 € von dem monatlichen Gesamtbedarf einbehalten werden dürfte.

Und diese 10 €...
da überleg ich: sind die Unkosten der Maßnahme nicht höher als das, was als Fahrtkosten anrechnungsfrei bleibt?
Da könnte man doch sicher argumentieren, daß das Kind die braucht, weil es ja im Regelsatz für alles nicht ausreichend Beträge gibt...

ich hab z.B. mit Kiefernorthopäden, Schulsachen usw aergumentiert und bin damit durchgekommen.

Vom Kindergeld meiner Kinder wird mir nichts übertragen - und beide sind rückwoirkend zum 01.01.2005 aus der BG raus!

Ich würde mich also auf keinen Handel einlassen, aber die Widerspruchsbegründung bzw Klagebegründung ändern!

Du solltest noch mal gut informiert zum Amt gehen...
 
Alt 24.06.2007, 16:09   #14
belomi->Emailproblem
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belomi
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Hallo Ludwigsburg,

danke für die Info, und den anderen natürlich auch.

Also da hab ich noch garnicht drüber nachgedacht meinen Stiefsohn aus der BG rauszunehmen.
Wie sieht das dann eigentlich aus, hätten meine Frau und ich dann eine zu große Wohnung? Unsere Wohnung ist 78 qm groß, wovon das Zimmer vom Stiefsohn so 14 qm hat. Müßte mein Stiefsohn einen separaten Mietvertrag mit dem Vermieter abschliesen? Unsere Miete beträgt 350 € kalt +120 € Nebenkosten. Und dann mit dem Kindergeld, das fliest ja auf unser Konto. Ich les mir mal gleich hier im Forum alles durch, vielleicht werden meine Fragen beantwortet.
Durch Folgeantrag und Bescheid vom 1.6., der Haargenauso aussieht wie der vorige, hatte ich natürlich wieder einen Widerspruch eingelegt, wegen der gleichen Sache, wie sollte ich jetzt genau vorgehn um meinen Stiefsohn aus der BG nachträglich rauszunehmen?
Um noch die anderen Fragen zu beantworten, mein Stiefsohn nimmt noch bis zum 31.7. an der Maßnahme teil. Er macht zur Zeit ein Praktikum bei dem es zu 98% aussieht das er einen Lehrvertrag bekommt. Wenn das klappen sollte nehm ich ihn eh aus der BG raus.

Die besten Grüße
belomi
belomi ist offline  
Alt 24.06.2007, 16:40   #15
Ludwigsburg
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Zitat von belomi Beitrag anzeigen
Wie sieht das dann eigentlich aus, hätten meine Frau und ich dann eine zu große Wohnung? Unsere Wohnung ist 78 qm groß, wovon das Zimmer vom Stiefsohn so 14 qm hat.

Das spielt keine Rolle: dein Sohn muß nur seinen Mietanteil laut Bescheid dir geben/überweisen...der bescheid sieht dann wie bisher aus, nur daß die Spalte bei deinem Sohn leer sein wird und bei euch eben nicht die volle Miete, sondern nur die Anteile von den Eltern stehen wie bisher.

Müßte mein Stiefsohn einen separaten Mietvertrag mit dem Vermieter abschliesen?

nein
Ihr könntet aber mit euirem Sohn einen Untermietvertrag abschließen...dann gewöhnt er sich schon mal dran :-)

Unsere Miete beträgt 350 € kalt +120 € Nebenkosten. Und dann mit dem Kindergeld, das fliest ja auf unser Konto.

Anruf bei Kindergeldkasse: Kontoänderung (das vom Sohn) angeben :-)

Durch Folgeantrag und Bescheid vom 1.6., der Haargenauso aussieht wie der vorige, hatte ich natürlich wieder einen Widerspruch eingelegt, wegen der gleichen Sache, wie sollte ich jetzt genau vorgehn um meinen Stiefsohn aus der BG nachträglich rauszunehmen?

Überprüfungsantrag stellen - oder damit zur Widerspruchstelle oder zum SB... je nachdem wie ihr mit eurer ARGE zurecht kommt

Um noch die anderen Fragen zu beantworten, mein Stiefsohn nimmt noch bis zum 31.7. an der Maßnahme teil. Er macht zur Zeit ein Praktikum bei dem es zu 98% aussieht das er einen Lehrvertrag bekommt. Wenn das klappen sollte nehm ich ihn eh aus der BG raus.

Ich drück euch die Daumen... er sollte sich aber trotzdem noch anderweitig um einen Ausbildungsplatz bewerben!

Die besten Grüße
belomi
Ich habe den Überprüfungsantrag so formuliert:

-Absender-

-Empfänger-

Betr.: BG-Nr. Datum

Antrag gemäß § 44 Zehntes Sozialgesetzbuch (SGB X)

Sehr geehrte.....

hiermit beantrage ich die Überprüfung der Entscheidung vom (Datum erster angezweifelter Bescheid) und sämtlicher Folgebescheide gemäß
§ 44 SGB X.

Begründung: (Name deines Sohnes einfügen) gehört nicht in meine Bedarfsgemeinschaft, weil er zusammen mit dem Kindergeld über ausreichend eigenes Einkommen verfügt.

Sein Einkommen: 192,- BAB + 60,- Fahrkosten + 154,- Kindergeld = 406,-
Bedarf: 276,- RS + 131,33 KdU = 407,33

Differenz: 1,33 Bedarf. Auf diesen Betrag an ALG II verzichtet er gern, wenn er damit aus der BG ist.


Sollten Sie das nicht akzeptieren wollen:
(Name von wem auch immer) hat sich bereit erklärt, im Falle daß er dadurch aus der BG kommt, ihm diese fehlenden 1,33 € zu geben.


Zitat:
(3) Zur Bedarfsgemeinschaft gehören
1. die erwerbsfähigen Hilfebedürftigen,
2. die im Haushalt lebenden Eltern oder der im Haushalt lebende Elternteil eines
unverheirateten erwerbsfähigen Kindes, welches das 25. Lebensjahr noch
nichtvollendet hat, und der im Haushalt lebende Partner dieses Elternteils,
3. als Partner der erwerbsfähigen Hilfebedürftigen
a) der nicht dauernd getrennt lebende Ehegatte,
b) der nicht dauernd getrennt lebende Lebenspartner,
c) eine Person, die mit dem erwerbsfähigen Hilfebedürftigen in einem
gemeinsamen Haushalt so zusammenlebt, dass nach verständiger
Würdigung der wechselseitige Wille anzunehmen ist, Verantwortung
füreinander zu tragen und füreinander einzustehen,
4. die dem Haushalt angehörenden unverheirateten Kinder der in den Nummern 1
bis 3 genannten Personen, wenn sie das 25. Lebensjahr noch nicht vollendet
haben, soweit sie die Leistungen zur Sicherung ihres Lebensunterhalts nicht aus
eigenem Einkommen oder Vermögen beschaffen können.
Somit wurde bei der Entscheidung als Verwaltungsakt von einem Sachverhalt ausgegangen, der sich als unrichtig erweist. Aus diesem Grund bitte ich den Bescheid vom .......... und sämtliche Folgebescheide zu überprüfen.
Ich bitte Sie, mir Ihre Entscheidung bis zum (Datum einsetzen) per Bescheid mitzuteilen.

Unterschrift
 
Alt 24.06.2007, 16:43   #16
gerda52
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Cool Die Rechnung stimmt leider nicht

...
Zitat von Ludwigsburg
Hab mir den bescheid jetzt mal angeschaut.

Der Junge gehörte im Bescheidzeitraum definitiv nnicht in die Bedarfsgemeinschaft.

Bitte nochmal überprüfen, weil ...

Sein Einkommen war 70 € höher als sein Bedarf nach ALG II -

Es bestand ein Einkommensüberhang von 70 Euro, der bei der KdU abgezogen wurde. Eine Einkommensverteilung auf andere BG-Mitglieder gabs nicht, weil das Gesamteinkommen eben nicht bedarfsdeckend ist.

die versicherungspauschale wurde nicht gewährt, hätte aber gewährt werden müssen,

Korrekt, die Versicherungspauschale wurde wieder einmal rechtswidrig 'vergessen'.

sodaß ein Einkommen von 40 € bleibt, den das Amt (nur vom Kindergeld) auf andere BG Mitglieder übertragen kann.
Da dann aber ein anderes BG Mitglied (sofern sonst kein Elternteil eine versicherungspauschale erhält) diese 40 € als Einkommen hat muß also auch einem Elternteil die versicherungspauschale gewährt werden, sodaß letztlich nur ein Einkommen von 10 € von dem monatlichen Gesamtbedarf einbehalten werden dürfte.

Dieser Teil ist damit hinfällig.
gerda52 ist offline  
Alt 24.06.2007, 16:53   #17
gerda52
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gerda52 Enagagiertgerda52 Enagagiertgerda52 Enagagiertgerda52 Enagagiertgerda52 Enagagiertgerda52 Enagagiertgerda52 Enagagiertgerda52 Enagagiertgerda52 Enagagiertgerda52 Enagagiertgerda52 Enagagiert
Cool Fahrtkosten hier zweckbestimmtes Einkommen

...
Zitat:
Sein Einkommen: 192,- BAB + 60,- Fahrkosten + 154,- Kindergeld = 406,-
Bedarf: 276,- RS + 131,33 KdU = 407,33
Die Fahrtkosten gehören nicht in die Bedarfsberechnung.

Ich denke, die Aufwendungen sind tatsächlich da, sonst wäre die Erstattung nach BAB nicht bewilligt worden.
gerda52 ist offline  
Alt 24.06.2007, 19:48   #18
Ludwigsburg
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Zitat von gerda52 Beitrag anzeigen
...
Zitat:
Zitat von Ludwigsburg
Hab mir den bescheid jetzt mal angeschaut.

Der Junge gehörte im Bescheidzeitraum definitiv nnicht in die Bedarfsgemeinschaft.

Bitte nochmal überprüfen, weil ...

Sein Einkommen war 70 € höher als sein Bedarf nach ALG II -

Es bestand ein Einkommensüberhang von 70 Euro, der bei der KdU abgezogen wurde. Eine Einkommensverteilung auf andere BG-Mitglieder gabs nicht, weil das Gesamteinkommen eben nicht bedarfsdeckend ist.

die versicherungspauschale wurde nicht gewährt, hätte aber gewährt werden müssen,

Korrekt, die Versicherungspauschale wurde wieder einmal rechtswidrig 'vergessen'.

sodaß ein Einkommen von 40 € bleibt, den das Amt (nur vom Kindergeld) auf andere BG Mitglieder übertragen kann.
Da dann aber ein anderes BG Mitglied (sofern sonst kein Elternteil eine versicherungspauschale erhält) diese 40 € als Einkommen hat muß also auch einem Elternteil die versicherungspauschale gewährt werden, sodaß letztlich nur ein Einkommen von 10 € von dem monatlichen Gesamtbedarf einbehalten werden dürfte.

Dieser Teil ist damit hinfällig.

Das hatte ich gelsesn, aber ich komm nicht dahinter, wo ein 70 € höheres Einkommen herkommen soll.
 
Alt 24.06.2007, 21:53   #19
gerda52
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Frage Wie nun

Zitat:
Das hatte ich gelsesn, aber ich komm nicht dahinter, wo ein 70 € höheres Einkommen herkommen soll.
Ludwigsburg, der Satz war nicht meine sondern Deine Aussage. Siehe Dein Beitrag 14:56 Uhr.
Ich habe ihn lediglich zitiert. Und jetzt ?
gerda52 ist offline  
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