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wolliohne

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Zypern – wer rettet Europa vor diesen „Eurorettern“?

„Die Sparer in Zypern zahlen. Damit löst man die heutigen politischen Probleme Deutschlands auf Kosten künftiger »Bank Runs« in anderen Eurostaaten“, so fasst der belgische Ökonom Paul De Grauwe das Ergebnis des „Rettungsgipfels“ am Wochenende kurz und knackig zusammen. Mit der Entscheidung, die zypriotischen Bankkunden über eine Sondersteuer an den Kosten zur Refinanzierung des zypriotischen Bankensystems zu beteiligen, haben die „Euroretter“ einmal mehr den Rubikon überschritten. Die Folgen werden fatal sein. Im günstigsten Falle wird das Ergebnis des letzten Rettungsgipfels „nur“ eine schwere Rezession in Zypern sein. Im ungünstigsten Falle erleben wir in den nächsten Wochen eine neue, so noch nie dagewesene, Kapitalflucht aus den europäischen „Problemstaaten“, die den Auftakt einer neuer Eskalationsstufe der Eurokrise markieren könnte. Und wieder einmal waren es drei Deutsche, auf deren Mist die fatalen Fehlentscheidungen gewachsen sind: Angela Merkel, Wolfgang Schäuble und Jörg Asmussen. Von Jens Berger.
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E

ExitUser

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Zur Überschrift hätte ich ne allgemeine Abwandlung parat:

Wer rettet die Demokratie vor den ganzen selbsternannten Demokraten?

Sofern da überhaupt noch was zu retten ist heutzutage.
 

Roter Bock

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Auch wenn es sich zynisch anhört - das "Europa" nichts taugt, sollte jetzt auch der Letzte begriffen haben. Was kommt als Nächstes?

Die faktische Sperrung der Konten und die geplante Zwangsabgabe aus dem Vermögen der kleinen Leute wird hier an kleinsten Mietglied der EU geprobt. Wenn's funktioniert kann das "Modell" auf jeden anderen Staat der mal eben sein Defizit ausgleichen will, angewendet werden. Das schließt Deutschland nicht aus.

EU zerschlagen! Die einzige Möglichkeit den Lobbyisten und Spekulationsgewinnlern die Schranken zu weisen.

Roter Bock
 
F

FrankyBoy

Gast
Tja, der ESM tritt also erstmals in Erscheinung und mit 20 Mrd. € Steuergeldern sollen 2 Banken saniert werden, die gerade einmal 0,5 Mrd. € wert sind!

Wo bleibt hier die Eigenverantwortung der Pleitebänkster, Eigentümer und Regulierer? Und unsere Volksverräter???

Ich möchte auch gerne mit Faktor 40 an Staatsknete gerettet werden!
 

elo237

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Finanzminister Wolfgang Schäuble soll in den Verhandlungen darauf gedrungen haben, dass es diesen Beitrag der Sparer gibt – damit er die Hilfsmaßnahmen zu Hause überhaupt irgendwie rechtfertigen kann.

Quelle Focus
Geldwaschmaschine Zypern: Klein, aber gefährlich

Dienstag, 19.03.2013, 11:19 · von FOCUS-Online-Redakteur Clemens Schömann-Finck
 

Speedport

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Allein die zyprische Regierung hat es in der hand, wer zahlen muß.

Die Großeinleger (russische Oligarchen mit insgesamt 26 Milliarden Euro) oder/und die kleinen Leute in Zypern.

Die EU hat sich bereit erklärt, 10 Milliarden zuzuschießen, vorausgesetzt, daß die Einleger mit 6 Milliarden haften. Wie die Regelung für die Einleger aussehen soll, hat die EU nicht vorgegeben.

Die zyprische Regierung wollte ihre eigenen Kleinbürger zum wohl der russischen Oligarchen abzocken.

Wenn die Zyprer auf jemanden sauer sein wollen, sollten sie das zuallererst auf ihre eigene Regierung sein.

Die Zyprer haben sich die Russen extra mit Sonderkonditionen reingeholt, weshalb soll die EU jetzt diesen Milliardären noch ein paar Milliarden draufzahlen?

Was haben wir damit zu tun, wenn die Zyprer mit Kriminellen kungeln wollen?
 

Falwalla

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lt. aussage eines finanzexperten (interview) im morgenmagazin heute morgen, sei dieses - wie man mit kleinsparern in zypern umgeht - in deutschland nicht möglich.:icon_pfeiff:
es gäbe ja die einlagensicherung.

hä, es ist also alles sicher in deutschen landen. na, wer es glaubt, soll seelig werden.

:icon_pause:
 

ZynHH

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Ich möchte zu gern erleben was alles NICHT passiert, wenn ein EU-Mitgliedstaat pleite geht....Oh.. geht das überhaupt und hat das überhaupt etwas mit dem Euro zu tun ob ein EU-Mitgliedsstaat gerettet wird?

Nur mal so als Beispiel, Was passiert wenn ein Dritte-Welt Land kein Geld für die medizinische Versorgung seiner Bevölkerung hat?:icon_wink:
 

ZynHH

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lt. aussage eines finanzexperten (interview) im morgenmagazin heute morgen, sei dieses - wie man mit kleinsparern in zypern umgeht - in deutschland nicht möglich.:icon_pfeiff:
es gäbe ja die einlagensicherung.

hä, es ist also alles sicher in deutschen landen. na, wer es glaubt, soll seelig werden.

:icon_pause:
Die Rente ist sicher....:icon_laber:
 

elo237

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lt. aussage eines finanzexperten (interview) im morgenmagazin heute morgen, sei dieses - wie man mit kleinsparern in zypern umgeht - in deutschland nicht möglich.:icon_pfeiff:
es gäbe ja die einlagensicherung.

hä, es ist also alles sicher in deutschen landen. na, wer es glaubt, soll seelig werden.

:icon_pause:
Einlagensicherung hätte ja nichts aber auch rein gar nichts mit Steuer zahlen zu tun

und die dummen Politiker verkaufen das in Zypern ja als Steuern

also unser Schäuble ist der erste der es in Deutschland einführt
und natürlich läßt er dne Geld Adel außen vor :icon_kotz2:
 
E

ExitUser0090

Gast
Russische Oligarchen, zypriotische Geldwäsche und deutsche Saubermänner

Verantwortlich: Jens Berger Es ist immer wieder erstaunlich, zu welchen Methoden deutsche Politiker und Journalisten greifen, wenn es darum geht, sich auf Kosten Russlands zu profilieren. Die Diskussion rund um das ESM-Paket für Zypern ist dafür wieder einmal ein gutes Beispiel. Russische Spareinlagen auf zypriotischen Banken stammen – so lesen wir – grundsätzlich von „Oligarchen“. Und Gelder von „Oligarchen“ sind – so hören wir – grundsätzlich illegal und dienen lediglich der Geldwäsche und Steuerhinterziehung. Daher ist es – so ahnen wir – auch nur rechtens, wenn man den Besitz russischer Staatsangehöriger im EU-Land Zypern beschlagnahmt. Die Russen sind schuldig – vollkommen ohne Prozess, ohne Richter, ohne Verteidigung, ja gar ohne Anklage und auch ohne jegliche Beweismittel. In Russland gibt es zweifelsohne rechtsstaatliche Defizite. Indem wir Russland demonstrieren, wie wenig wir selbst von Rechtsstaatlichkeit halten, gehen wir jedoch mit dem denkbar schlechtesten Beispiel voran. Von Jens Berger.
Russische Oligarchen, zypriotische Geldwäsche und deutsche Saubermänner | NachDenkSeiten – Die kritische Website
 

ZynHH

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Was macht einen russischen Geschäftsmann zum Oligarchen? Zuerst einmal ist es die Höhe und Geschwindigkeit seines Aufstiegs. Innerhalb kürzester Zeit nach dem Zerfall der Sowjetunion konnte sich ein kleiner Teil der Bevölkerung unheimliche Reichtümer aneignen, während der Großteil der Menschen verarmte. Die Methoden des Vermögenserwerbs waren von Anfang an zweifelhaft, doch in vielen Fällen fragt die Staatsgewalt erst heute nach.

Die Oligarchie ist als Staatsform schon in der Antike bekannt. Der griechische Philosoph Aristoteles kennzeichnete sie als Regierungsform, bei der die Reichen das Sagen haben und über die Armen herrschen. Verblüffend ist, wie genau seine Analyse über 2.000 Jahre später auf die Situation im postsozialistischen Russland zutrifft. Russland-Aktuell - Wie wurden die Oligarchen reich?
Irgendwie passen die Oligarchen doch nach Griechenland....
 

galadriel

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Einlagensicherung hätte ja nichts aber auch rein gar nichts mit Steuer zahlen zu tun

und die dummen Politiker verkaufen das in Zypern ja als Steuern

also unser Schäuble ist der erste der es in Deutschland einführt
und natürlich läßt er dne Geld Adel außen vor :icon_kotz2:

Richtig.
Nur dass die Politiker nicht dumm sind, weil sie das ganze als Steuern verkaufen.
 

Speedport

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Russische Oligarchen, zypriotische Geldwäsche und deutsche Saubermänner*|*NachDenkSeiten – Die kritische Website
Russische Oligarchen, zypriotische Geldwäsche und deutsche Saubermänner

Verantwortlich: Jens Berger Es ist immer wieder erstaunlich, zu welchen Methoden deutsche Politiker und Journalisten greifen, wenn es darum geht, sich auf Kosten Russlands zu profilieren. Die Diskussion rund um das ESM-Paket für Zypern ist dafür wieder einmal ein gutes Beispiel. Russische Spareinlagen auf zypriotischen Banken stammen – so lesen wir – grundsätzlich von „Oligarchen“. Und Gelder von „Oligarchen“ sind – so hören wir – grundsätzlich illegal und dienen lediglich der Geldwäsche und Steuerhinterziehung. Daher ist es – so ahnen wir – auch nur rechtens, wenn man den Besitz russischer Staatsangehöriger im EU-Land Zypern beschlagnahmt. Die Russen sind schuldig – vollkommen ohne Prozess, ohne Richter, ohne Verteidigung, ja gar ohne Anklage und auch ohne jegliche Beweismittel. In Russland gibt es zweifelsohne rechtsstaatliche Defizite. Indem wir Russland demonstrieren, wie wenig wir selbst von Rechtsstaatlichkeit halten, gehen wir jedoch mit dem denkbar schlechtesten Beispiel voran. Von Jens Berger.
Mir kommen die Tränen.

Wenn aus Zypern allein in einem Jahr ca. 150 Milliarden in Rußland reinvestiert werden, handelt es sich um lupenreine Geldwäsche und nicht um die Rente von russischen Kleinsparern.

Warum haben die Russen letztendlich klein beigegeben und Zypern nicht geholfen?

Ich vermute, daß einige diskrete Signale über die beweisbaren Verwicklungen von russischen Abgeordneten, Beamten und höchstrangigen Politikern in die dunklen Geschäfte von Europa nach Moskau gingen und auch ankamen.

Wenn die Russen Wert auf ein rechtstaatliches Verfahren legen würden, könnten sie doch dagegen vorgehen.

Warum sie das wohl nicht machen?
 
E

ExitUser0090

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Du hast den Artikel ganz offensichtlich nicht mal im Ansatz verstanden.
 

hartaber4

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Der schnelle Überblick
Das Rettungspaket für Zypern:

  • Zypern hat sich mit den übrigen Euro-Staaten auf ein Rettungspaket über 10 Milliarden Euro geeinigt.
  • Die zweitgrößte Bank der Insel wird abgewickelt, ihre Überreste werden mit dem größten Institut fusioniert.
  • Vermögen von mehr als 100.000 Euro werden zur Sanierung des Finanzsektors herangezogen, den Besitzern drohen hohe Verluste.


Nebeneffekt: (War da nicht was mit Zinsverbot usw. in der Bibel...?) :biggrin: :


Nicht nur reichen Russen drohen auf Zypern hohe Verluste. Die orthodoxe Kirche des Landes muss laut ihrem Erzbischof hundert Millionen Euro abschreiben. Schon am Montag soll die marode Laiki-Bank geschlossen werden.


Mehr in dem Link:


Zypern: Orthodoxe Kirche erwartet Verlust von 100 Millionen - SPIEGEL ONLINE
 
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