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Zweiter Umzug ohne Genehmigung nach 8 Monaten

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Sternbaby

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Hallo,
ich hoffe mir kann jemand weiter helfen.

Ich bin im Sommer von Kassel nach Hildesheim gezogen, ohne Genehmigung.

In Hildesheim werden mir nur die damaligen Mietkosten von Kassel bezahlt.

Wenn ich jetzt ohne Genehmigung nach Kassel ziehe, kann es passieren, dass mir keine Miete mehr bezahlt wird?

Der Grund des Umzuges ist:
Ich will wieder heim, weil ich in Hildesheim mich einsam fülle, Beziehung ist auch kaputt. ICh muss monatlich 100 Euro aus der Tasche Miete zahlen und habe schon Schulden dadurch.

Ich habe mich zwar an einen Anwalt gewandt, aber die Sache dauert einfach zu lange.

Da ich aber so gesehen keinen WICHTIGEN Grund für den Umzug habe, weiß ich nicht ob ich recht auf Mietkosten habe.

Danke schon mal für die Hilfe.
 

Shearing

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Hallo Sternbaby,

Du fragst: "weiß ich nicht ob ich recht auf Mietkosten habe."

Du hast immer Anspruch auf eine Unterstützung bezüglich Miete; entweder durch "Hartz-IV" oder durch Sozialhilfe.
Entscheidend ist "nur", wie hoch die Unterstützung ausfallen wird.

Frage: "Wenn ich jetzt ohne Genehmigung nach Kassel ziehe, kann es passieren, dass mir keine Miete mehr bezahlt wird?"

Nein, das wird Dir nicht passieren (s.o.), Du hast immer Anspruch auf (angemessene!) Unterstützung.

Wenn Du in Kassel Miete X gezahlt und von der ARGE erhalten hast und dann in Hildesheim Miete X plus 100 gezahlt und von der ARGE nur Zuschuss X bekommen hast, dann wirst Du, zurückgekehrt in Kassel auch wieder Summe X erhalten, so diese Summe auch "angemessen" ist - das erwähne ich deshalb, weil nicht bekannt ist, ob die ARGE in Kassel Deine Wohnung schon mit einer "Angemessenheitsprüfung" belegt hat.

Eine Genehmigung ist nur nötig, wenn man Umzugs- und/oder Einzugshilfe haben möchte - dafür benötigt man einen "wichtigen Grund" - oder eine neue Wohnung teurer als die jetzige Wohnung ausfallen wird; alles andere ist Deine freie Entscheidung!
Shearing
 
E

ExitUser

Gast
Zieht man ungenehmigt, also ohne vorherige Zusicherung, von einer Stadt in eine andere, sind immer die Unterkunftskosten, die den Angemessenheitskriterien in der jeweiligen Stadt entsprechen zu übernehmen.

Somit hätten auch in Hildensheim die dortigen angemessenen Unterkunftskosten voll übernommen werden müssen.

Ziehst Du jetzt wieder ungenehmigt nach Kassel, musst Du dir eine Wohnung suchen, die der dortigen Angemessenheit entspricht. Diese Kosten müssen dann in Gänze übernehmen werden.
 
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Überprüfungsantrag bitte.
Die Begreenzung der neuen KdU auf Werte der alten Stadt ist unzulässig. Da könnte ja ein aus München abgehender sich in Meck-Pomm eine Villa mieten, andersherum würde es nur für ein Teilzeitwohnklo reichen.

Recht auf Mietkosten (KdU) hast Du. Nur den Umzug wird Dir keiner bezuschussen.

Bleibt nur zu hoffen, Kassel kennt Dich noch.
 

Sternbaby

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Hallo und vielen Dank für die schnellen Antworten!

Ich war heute beim Amt in Kassel.

Die Wohnung ist 20 Euro zu teuer in der Grundmiete und wurde abgelehnt.
Weil es ja nicht erfordelich ist wieder nach Kassel zu ziehen.

Die haben mir eine Mietbescheinigung in die Hand gedrückt damit der Vermieter dort die Kosten auflistet.

Ich habe gesagt, dass ich keine Umzugskosten haben will, weil meine Freunde den Umzug übernehmen.

Und habe gefragt, was passiert, wenn ich einfach so die Wohnung anmiete und dann einen neuen Antrag stelle. Ob ich dann nicht bekommen würde.

Sie sagte mir, dass mir dann der Zuschuss von knapp 300 Euro bezahlt wird, weil ich ja anrecht drauf habe.

Bei dem Neuantrag muss ich 6 Monate Kontoauszüge vorlegen. Dort wird man sehen, dass ich über ibääh viele Sachen verkauft und gekauft habe, kann mir das als Einkommen angerechnet werden? Ich hätte sonst keine Miete zahlen können und meine Kosten für Wagen usw.

Sie meinte auch es würde dann einen negativen Beigeschmack hinterlassen, wenn ich den Weg wählen würde, mich einfach so anzumelden und einen Antrag zu stellen.

Ich habe auch gesagt, dass ich Schulden privat habe und diese nach dem Umzug durch den Verkauf vom Auto tilgen möchte. Mein Wagen ist etwa 650 Euro wert und Sculden liegen bei knapp 800.

Ich habe einfach nur Angst, ohne Geld da zu stehen, weil ich eben nicht nach deren Regeln umziehe.

Mit meiner Sachbearbeiterin in Hildeheim habe ich heute telefoniert, sie sagte, ich kann umziehen ohne Kostenerstattung, denn sie kann mich nicht halten.

Was meint ihr, Wohnung mieten, ummelden und Neu-Antrag stellen?

Das würde sehr viel Stress und Lauferei ersparen.
 

redfly

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Ich würde in eine unangemessene Wohnung nicht einziehen! Das erspart dir auch später viel Ärger. Denn auch bei den Nebenkosten könnte die ARGE bei einer Nachzahlung kürzen, da sie nicht die komplette Nettokaltmiete trägt.
 

Shearing

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Hi Sternbaby,

im Gegensatz zu "Redfly" würde ich nach Kassel zurück gehen und in die 20 Euro zu teure Wohnung ziehen. Warum soll es Dir dort nicht möglich sein, einen Nebenjob zu erhalten, um so die Mehrkosten aufzufangen. Wenn Du gleichzeitig versuchst, zB. bei den Heizkosten sparsam zu sein, wird (hoffentlich) keine all zu große Nachzahlung kommen - an denen sich übrigens die ARGE immerhin anteilig beteiligen muss.

Ich weiß ja nicht, wie alt Du bist, aber Du wirkst zumindest nicht so, als ob Du bereits ein Alter erreicht hast, wo es mit der Aufnahme einer neuen Tätigkeit besonders schwierig sein kann, also zB. 50plus.

Die letzte Entscheidung liegt natürlich bei Dir, aber es scheint mir ein überschaubares Risiko zu sein, außerdem ist es ja wohl auch Dein Ziel, in Kassel eine Tätigkeit zu finden - womöglich mit mehr Chancen als in Hildesheim.
Alles Gute wünscht
Shearing
 
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Ds Risiko

Mit dem Zanziger ist es nicht getan.ARGE wird jede Betriebskostennachforderung des Vermieters verweigern, egal warum dies nötig ist.
Gibt es zu ARGE-Preisen Wohnraum anzumieten?
 

Sternbaby

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Angemessene Wohnung beudeutet in KS bis 300 Euro Warmmiete.
Das heisst entweder 1 Zimmer oder wenn man Glück hat irgendwo in der Nordstadt.

Ich habe mir die letzen 3 Nebenkostenabrechnungen angeschaut, die jetzige Mieterin hatte immer Guthaben. Sollte doch iene Nachzahlung kommen, so werde ich damit nicht zuARGE laufen, habe ich auch davor nicht gemacht. Bisher waren es ca. 50 Euro, ich bin nicht verschwenderisch.

Ich bin 27 und ein Nebenjob ist auf jeden Fall einfach zu bekommen. Zur Notfall gehe ich zur Blutspendebank.

Also eigentlich möchte ich nur die Pauschale für die Wohnung was für eine Person gilt, solange ich keinen Job habe.

Die haben mir halt eben nur gesagt dass in einzelnen Fällen man nichts bekommt, ob das nur Blöf war, weiß ich net.
 

Shearing

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Hallo kleindieter,

Du schreibst:

"ARGE wird jede Betriebskostennachforderung des Vermieters verweigern"

Du stellst die These auf, bei Überschreitung der Kaltmiete zB.um 20 Euro wird *JEDE* Nachzahlung seitens der ARGE abgeblockt - also auch eine Beteiligung anteilig, oder?

Ist das jetzt Deine "Meinung" - also womöglich "Spekulation", oder kannst Du dies im SGB-II irgendwo belegen bzw. liegen Dir entsprechende Urteile vor?

Ich denke, diese Information ist für alle Leser hier im Forum von eminenter Wichtigkeit und ich bitte Dich daher dringend um Aufklärung.
Besten Dank im Voraus und Gruß von
Shearing
 
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