Zweiter Antragsversuch ALG II - Ü25, wohnhaft bei Eltern, NRW (3 Betrachter)

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NormalesEinhorn

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Hallo an alle Leidensgenossen und zukünftigen Helfer!

Dies ist mein erster eigener Beitrag in diesem Forum, zum Teil weil ich mir nicht alle Informationen, welche ich für wichtig erachte aus anderen Beiträgen erfahren konnte und zum Teil, um absolut sicher zu gehen.

Im Dezember vergangenen Jahres wurde mein erster Antragsversuch aus der gegebenen Lebenssituation abgelehnt.

Ihren Antrag lehne ich ab, weil die Anspruchsvoraussetzungen nicht vorliegen.

Begründung:

Erwebsfähige Leistungsberechtigte und die mit ihnen in einer Bedarfsgemeinschaft lebenden Personen erhalten auf Antrag Leistungen zur Sicherung des Lebensunterhaltes.

Sie sind Student im Haushalt Ihrer Eltern und erhalten kein BAföG, da sie die Regelstudienzeit überschritten haben.
Aus diesem Grund haben Sie gem. § 7 Absatz 5 i.V.m. Absatz 6 Nr. 2 SGB II keinen Anspruch auf Leistungen nach dem SGB II.
Meine derzeitige Situation sah aus wie folgt:
  • Über 25 Jahre alt.
  • Eingeschriebener Student
  • 450€ Minijob
  • Wohnhaft bei den Eltern
  • 250€ monatliche Kostenbeteiligung
  • Typ I Diabetiker

Meiner Meinung nach ist die Ablehnung des ersten Antrages unberechtigt erfolgt, da nach der mündlichen Begründung des SB, die Weigerung meines Vaters zur Ausfüllung von EKS hinfällig sein sollte, da wir keine BG bilden und ich ihm weiterhin sagte, dass ich mich exmatrikulieren würde, sobald das der letzte, verbliebene Hinderungsgrund sei und meine fortlaufende Krankenversicherung somit gewährleistet wäre.


Heute also habe ich einen zweiten Anlauf unternommen, bei dem ich meine Mutter als Mithörerin/Zeugin dabei hatte und schon während mir die auszufüllenden Anlagen ausgehändigt wurden, darauf hingewiesen habe, dass meine Eltern mich finanziell nicht unterstützen - inklusive schriftlicher Erklärung meiner Eltern.

Ausgehändigt wurden mir:
  • HA
  • KDU
  • EK
  • VM
  • UH1 - Vermutlich Standard, aber in meinem Fall eher unnötig
  • HG - Mal wieder... Gefühlt unsinnig, da ich ja genau dem bereits widersprochen habe
  • Der unverschämte Teil, beklebt mit einem kleinen Zettel und dem Hinweis, dass meine Eltern dies auszufüllen hätten: 2xEK, 1xEKS, 1xVM

Darauf hingewiesen, teilte mir die SB mit, dass ich das nicht mir ihr zu klären hätte, da sie nur die Antragsbegründung entgegen nähme und mir anschließend die auszufüllenden Formulare aushändigen müsse und ich alles weitere bitte mit dem anschließend zuständigen SB klären solle.

Nun hätte ich gerne gewusst, ob ich den Teil für meine Eltern ohne Bedenken für das nächste Anheizen des Kaminofens verwenden kann, sowie ob und welche meiner eigenen Anträge tatsächlich nötig sind.
Weiterhin bekam ich folgende Unterlagenliste zur Beschaffung:
Einkommen aller in der BG lebenden Personen:
  • Einkommen aus nichtselbstständiger Tätigkeit: pro Person Anlage EK ausfüllen mit Bestätigung des Arbeitgebers?!
  • Einkommen aus selbständiger Tätigkeit: Bilanz mit Gewinn- und Verlustrechnung oder Einnahme-Überschussrechnung mit den jeweiligen Kontendarstellungen, Abschreibungstabelle, Kontendarstellung mit Erläuterung zu Privatkonten, Tilgungsübersicht für langfristige Verbindlichkeiten, die drei letzten Steuerbescheide
  • Rente, Pension (Bescheid, aktuelle Rentenmitteilung)
  • Die letzten 6 Lohnabrechungen über Ihre Beschäftigung und die Personen ihrer Haushaltsgemeinschaft
Wohnen
  • letzte vorliegende Neben- und Heizkostenabrechnung (ggf. auch RWE)
  • bei Grundbesitz: Zusatzblatt 1+3 zusammen mit allen entsprechenden Unterlagen (Hypothekenzinsen, Tilgung, Grundbesitzabgaben, Instandhaltungs-, Bewirtschaftungs-, Heizkosten, Gebäudeversicherungen
Laufende Belastungen, Versicherungen
  • private Versicherungen: Hausrat-, Haftpflicht-, Sterbeversicherung
Vermögen
  • Anlage VM ausfüllen
  • aktuelle Nachweise über Konten, Sparkonten, Festgeld, Rentenpapiere, Bundesschatzbriefe, Wertpapiere, Aktien, -fonds (auch vermögenswirksame Leistungen!)
  • kapitalbildende Lebens- oder Rentenversicherung oder Bausparverträge, mit Bescheinigung über aktuellen Rückkaufwert, frühstmöglichem Kündigungstermin und Kostern der vorzeitigen Auflösung
  • Kontoauszüge ab 01.11.2017 bis fortlaufend für alle bestehenden Konten
  • Vertrag und Nachweis über aktuellen Kontostand eines steuerlich gefürderten Altersvorsogevermügens (Riesterrente)
  • Grundbesitz (Grundbuchauszug, Kaufvertrag, Schenkungsurkunde, Finanzierung, Einkünfte)
  • sonstige Vermögenswerte (bei Kfz benötige ich Kaufvertrag, Steuerbescheid, Versicherungsunterlagen, Kfz-Schein)
Sonstige vorzulegende Unterlagen
  • Personalausweis, Pass, ggf. Meldebescheinigung
  • aktuelle Mitgliedsbescheinigung der Krankenversicherung
  • Auflistung der Eltern aller Ausgaben, sowie die Nachweiserbringung der Anlagen VM, EK, EKS mit den Daten der Eltern
  • Quittungen über Zahlungen von Miete an die Eltern
Außerdem fordere ich Sie auf, bis zur nächsten Vorsprache folgende Punkte zu erledigen:
  • Exmatrikulation / Studienbescheinigung für das Wintersemester 17/18

-----------------

Ich hoffe die Informationen vollständig und übersichtlich genug aufgelistet zu haben. Zu gefühlten 99% handelt es sich dabei um den von mir abgetippten Originalwortlaut, um Fehlern vorzubeugen.

Wie erwähnt interessiert mich hauptsächlich ob und wie ich verhindern kann, das meine Eltern in die Antragsstellung hineingezogen werden - zumindest was das Ausfüllen von Unterlagen angeht.
Wir wohnen in einer Doppelhaushälfte welche das Eigentum meiner Eltern ist, einen Mietvertrag zwischen mir und meinen Eltern gibt es maximal mündlich, da mein Vater tunlichst vermeiden will, steuerpflichtige Mieteinahmen zu generieren.
Bisher haben wir hier immer von 'Kostgeld' gesprochen, welches eben 250€ monatlich beträgt und laut Aussage meines Vaters aus 150€ Essensbeteiligung und 100€ Nebenkostenpauschale besteht. Soweit ich alles richtig verstanden habe, sind meine Eltern mir gegenüber nicht zu Unterhalt verpflichtet und durch die von mir eingereichte Erklärung müsste sich die Beweislast umkehren und das JC mir bzw. meinen Eltern nachweisen, dass sie mich eben doch unterstützen. Wird dies für sie denkbar einfach, wenn der Verdacht entsteht, ich würde umsonst hier wohnen, da ich "nur" Nebenkosten und Essensgeld bezahle, jedoch keine tatsächliche Miete?

Ich bedanke mich im Voraus bei allen potentiellen Helfern und hoffe, dass hier nicht nur mir sondern auch vielen Personen in ähnlichen Situation geholfen werden kann.

PS: Sollte Informationen fehlen, verspreche ich diese auf entsprechenden Hinweis so gut und schnell wie möglich zu ergänzen
 
E

ExitUser

Gast
Hallo Normales Einhorn :welcome:

Kurze Frage: bist noch immatrikuliert? Dann bist du voraussichtlich nicht leistungsberechtigt, auch wenn du kein Bafög erhältst, weil du dem Grunde nach Anspruch auf Bafög hast, ob du es tatsächlich erhältst oder nicht, ist dabei unterheblich. Es liegt an dem Wörtchen "dem Grunde nach Anspruch". Ob bei dir die Härtefallregelung zutrifft, könntest du recherchieren, evtl. gesundheitliche Gründe (Diabetes).

Zudem könnte das hier problematisch werden:
Wir wohnen in einer Doppelhaushälfte welche das Eigentum meiner Eltern ist, einen Mietvertrag zwischen mir und meinen Eltern gibt es maximal mündlich, da mein Vater tunlichst vermeiden will, steuerpflichtige Mieteinahmen zu generieren.
wenn das rauskommt. Irgendwie müsstest du deine KDU belegen, sonst könnte unterstellt werden, dass deine Eltern dich unterhalten.
 
R

Rübennase

Gast
ALG 2 bzw. Leistungen für Studenten und Schüler gibt es durchaus. Allerdings nur in Sonderfällen.

Erstmal gilt es zu beweisen ob du in einer Haushaltsgemeinschaft, Bedarfsgemeinschaft oder Wohngemeinschaft lebst. Klingt erstmal nach HG so wie du es beschreibst. Zumal du keinen Mietvertrag hast.

Das würde ich als erstes mal angehen.
 

NormalesEinhorn

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Immatrikuliert bin ich noch bis zum Ende des Monats, sollte also keine Rolle für den neuen Antrag mehr spielen.
Für die KDU/Miete gibt es nach Ratschlag in einem anderen Thread hier im Forum immerhin inzwischen (seit Januar) Quittungen.

Und um das ganz klar zu stellen:
Meine Eltern wollen sehr wohl Geld von mir für die Unterbringung etc.
Sie wollen bloß keine zusätzliche Arbeit mit dem Finanzamt, weil Mieten zu versteuern sind oder Ähnliches.
Bisher haben wir es so gehalten, als hätten meine Eltern für mich eingekauft und ich pauschal dafür 150€ bezahlt (also für Essen&Getränke), sowie eben die 100€ als 1/4 der anfallenden Nebenkosten, welche wir notfalls aufgeschlüsselt belegen könnten.
 

ela1953

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Du bildest mit deinen Eltern eine Wohngemeinschaft.
Daher kaufst du selber ein, bereitest für dich die Mahlzeiten zu, wäscht nur deine Wäsche mit deinem eigenen Waschpulver usw.

Wenn deine Eltern die Nebenkostenabrechnungen offenlegen, erhältst du ein Drittel davon.

Den Bogen HG hatte ich erst auch nicht ausgefüllt, bekam aber gesagt, dass der zum Antrag gehört.
Habe dann nur meinen Namen eingetragen und die Anzahl der Haushaltsmitglieder mit 0.

Eine BG könnt ihr nicht sein, weil du über 25 bist.
Eine HG auch nicht, weil du selber wirtschaftest. Du bist schließlich schon groß. :)
Dass du deinen Eltern Kostgeld gibst, geht den SB nichts an
Man sollte sowieso kaum was privates erzählen.

Bleibt also nur die Wohngemeinschaft.

Und da darf man durchaus mit seinen Mitbewohnern gemeinsam essen oder einkaufen.
 
E

ExitUser

Gast
Bleibt also nur die Wohngemeinschaft.
In einer WG sind aber die Mietkosten idR vertraglich geregelt. Und beim TE gibts ja laut seiner Aussage keinen Mietvertrag, weil der Papa die Mieteinnahmen nicht versteuern will. Ich hätte hier ganz andere Bedenken, weil ich nicht weiss, wie die Behörden evtl. kooperieren könnten und ganz doof sind die JC ja auch nicht -> wollte ich nur vorsorglich anmerken:icon_pause:
 

NormalesEinhorn

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Gibt es irgendeine Möglichkeit, wie ich meine Eltern für meine Unterbringung finanziell entschädigen kann, um dem JC zu signalisieren, dass ich hier nicht finanziell/o.Ä. unterstützt werde, sondern für meine Unterstützung bezahle, ohne dass meine Eltern zu versteuernde Einnahmen generieren?

Beispielsweise wurde in dieser Situation der umgekehrte Fall nicht als Einkommen gewertet und dürfte doch somit auch nicht steuerpflichtig sein.
Entsprechend diesem Beispiel würde ich versuchen die pauschalen (und quittierten) 250€ im Monat als Beteiligung an den durch mich entstehenden/mitzutragenden Unkosten für Verpflegung und Nebenkosten auszulegen versuchen, womit ich de facto für mein Wohnen hier bezahlen würde, auch wenn es sich dabei nicht um Miete handelt.
Ich befürchte halt, dass ein sehr böswilliger SB mir die kostenlose Nutzung eines eigenen Zimmer +/- Gemeinschaftsräume trotzdem nutzen könnte um mir eine HG/BG aufzuzwingen, obwohl ich dies durch Umzug verhindern könnte, was ihm doch eigentlich Mehrkosten verursachen würde, da er dann definitiv höhere KDU bewilligen müsste und ihm sein einfachster Ablehnungsgrund für meinen Antrag genommen würde...
 
E

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Gast
in dem von dir zitierten Fall handelt es sich um Eltern, die selbst AlgII beziehen und zur Miete wohnen. Das ist eine ganz andere Konstellation.

Da deine Eltern vermutlich kein ALGII beziehen und im Eigenheim leben zahlen sie ja keine KDU, die gesenkt werden könnte. Sie sind Hauseigentümer und müssen etwaige Mieteinnahmen versteuern, sonst wäre das Steuerhinterziehung.

Eine Lösung, die mir einfiele, wäre, auf die KDU zu verzichten und nur den Regelsatz zu beantragen, von dem du dann die
250€ im Monat als Beteiligung an den durch mich entstehenden/mitzutragenden Unkosten für Verpflegung und Nebenkosten
(Strom) begleichen würdest - denn dafür ist der Regelsatz ja vorgesehen. Dann würdet ihr als HG gelten und dein Pa müsste nichts versteuern.

Die zweite Möglichkeit wäre, dass ihr das regelkonform mit einem Mietvertrag macht und dein Pa versteuert halt die paar Euro. So viel ist das doch nicht.

Ich befürchte halt, dass ein sehr böswilliger SB mir die kostenlose Nutzung eines eigenen Zimmer +/- Gemeinschaftsräume trotzdem nutzen könnte um mir eine HG/BG aufzuzwingen,
was wäre denn daran "sehr böswillig" deiner Ansicht nach an dieser naheliegenden Schlussfolgerung? In einer WG wohnt man doch auch nicht mietfrei?

obwohl ich dies durch Umzug verhindern könnte, was ihm doch eigentlich Mehrkosten verursachen würde, da er dann definitiv höhere KDU bewilligen müsste und ihm sein einfachster Ablehnungsgrund für meinen Antrag genommen würde...
das wäre von allen drei genannten wahrscheinlich die einfachste Alternative.
 

Nena

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Gibt es irgendeine Möglichkeit, wie ich meine Eltern für meine Unterbringung finanziell entschädigen kann, um dem JC zu signalisieren, dass ich hier nicht finanziell/o.Ä. unterstützt werde, sondern für meine Unterstützung bezahle, ohne dass meine Eltern zu versteuernde Einnahmen generieren?
Einnahmen aus einer Kostenbeteiligungsvereinbarung sind nicht steuerlich relevant. Darin könnt Ihr vereinbaren, dass Du Dich mit einem Betrag X an den Nebenkosten beteiligst. Wenn Ihr "Dein Drittel" ein bisschen aufrundet, darfst Du auch noch ihre Waschmaschine und Küche usw. mitbenutzen.
 

NormalesEinhorn

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Da deine Eltern vermutlich kein ALGII beziehen und im Eigenheim leben zahlen sie ja keine KDU, die gesenkt werden könnte. Sie sind Hauseigentümer und müssen etwaige Mieteinnahmen versteuern, sonst wäre das Steuerhinterziehung.
Das ist uns bewusst, die KDU bezögen sich dann eher auf auch für Hauseigentümer anfallende Nebenkosten, welche ich zu senken helfe

Eine Lösung, die mir einfiele, wäre, auf die KDU zu verzichten und nur den Regelsatz zu beantragen, von dem du dann die(Strom) begleichen würdest - denn dafür ist der Regelsatz ja vorgesehen. Dann würdet ihr als HG gelten und dein Pa müsste nichts versteuern.
Das wäre nur eine Alternative, wenn meine Eltern dann keine Anlagen ausfüllen müssten, da mein Vater explizit die Ausfüllung der EK/EKS Anlagen verweigert

Die zweite Möglichkeit wäre, dass ihr das regelkonform mit einem Mietvertrag macht und dein Pa versteuert halt die paar Euro. So viel ist das doch nicht.
Es geht nicht um die Höhe der Steuern, sondern den Mehraufwand mit dem Finanzamt den mein Vater nicht zu tragen bereit ist

was wäre denn daran "sehr böswillig" deiner Ansicht nach an dieser naheliegenden Schlussfolgerung? In einer WG wohnt man doch auch nicht mietfrei?
Böswillig wäre daran, dass es mir nicht hilft und ihm eigentlich auch nicht, weil er den Staat dann mehr Geld kostet, da er mich zum Umzug zwänge, um Chancen auf eine Bewilligung zu haben, wodurch aber höhere Mieten anfallen würden, als wenn er mir das Wohnen bei meinen Eltern genehmigte
 
E

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Gast
Das wäre nur eine Alternative, wenn meine Eltern dann keine Anlagen ausfüllen müssten, da mein Vater explizit die Ausfüllung der EK/EKS Anlagen verweigert
Dazu fehlt mir leider die Kenntnis, ob das in dem Fall dann ohne Unterlagen ginge.

Jedenfalls wenn dein Vater nicht mitspielt, wirds wohl schwierig werden. Denn eine eigene BG bildest du nicht, weil du nicht alleine "wirtschaftest", eine WG seid ihr auch nicht, und Mieter bist du auch nicht. Also bleibt ja nur HG oder BG und dafür werden halt Unterlagen benötigt.

Böswillig wäre daran, dass es mir nicht hilft und ihm eigentlich auch nicht, weil er den Staat dann mehr Geld kostet, da er mich zum Umzug zwänge, um Chancen auf eine Bewilligung zu haben, wodurch aber höhere Mieten anfallen würden, als wenn er mir das Wohnen bei meinen Eltern genehmigte
ich spring ja selten für SBs in die Bresche, aber in dem Fall wäre dann die Gesetzeslage böswillig, die im SGB oftmals wenig mit Logik zu tun hat. Es kommt beispielsweise oft vor, dass Leuten in "echten" WGs (die aus Kostengründen existieren) "eheähnliche Verhältnisse" unterstellt und den Bewohnern dann (wenn sie nicht dazu bereit sind "füreinander einzustehen") jeweils Umzug, Renovierungskosten und eigene Wohnung erstattet werden.
 
E

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Gast
AW: Zweiter Antragsversuch ALG II - Ü25, wohnhaft bei Eltern, NRW

Sie wollen bloß keine zusätzliche Arbeit mit dem Finanzamt, weil Mieten zu versteuern sind oder Ähnliches.
Hier gibt es einen Freibetrag von lumpigen 520 €/Jahr.
Einkunfte aus Vermietung und Verpachtung steueroptimiert

Man bedenke aber, dass bei Vermietung auch ein Grundfreibetrag für Werbungskosten gewährt wird und auch alle Renovierungskosten und Reparaturen für diesen Teil der Wohnung/Einliegerwohnung abgesettz werden kann.

Steht also ohnehin eine größere Maßnahme an (Heizung, Dämmung...was weiß ich) kann es evtl. vorteilhaft sein.
Das kann man mit dem Steuerberater besprechen.
Denn für selbstgenutzes Eigentum kann man diese Kosten nicht steuerlich geltend machen.
Einkunfte aus Vermietung und Verpachtung - Vermieter Steuertipps - Finanztip

Allerdings muss man aufpassen, dass die Miete dann nicht unter 66% der ortsüblichen Miete liegt, da sich das auf die Absetzbarkeit Werbungskosten auswirkt.
Näheres hier Vermietung an Angehorige | Immobilien | Haufe
 

NormalesEinhorn

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Hallo und Entschuldigung für meine Abwesenheit, leider habe ich mir eine Grippe zugezogen und war während des Wochendes zu noch weniger zu gebrauchen als jetzt. Daher bin ich leider im Moment nicht besonders aufnahmefähig.

Mit einem Freibetrag von 520€ ist mir nicht besonders geholfen, da dies lediglich eine Monatsmiete von maximal ca.43€ abdecken würde, was garantiert die Grenze von 66% des ortsüblichen Niveaus reißen würde und somit auch nicht hilft.

Sofern meine Eltern sich lieber auf den Ärger mit dem Finanzamt einlassen und ich einfach die monatlichen Quittungen über 250€ Kostgeld anstelle eines gültigen Mietvertrages einreiche, könnte ich mich so vor der Ausfüllung irgendwelcher Antragsanlagen retten? Hier meine ich natürlich besonders diejenigen Anlagen, welche von meinen Eltern ausgefüllt werden müssten.
 
E

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Gast
Mit einem Freibetrag von 520€ ist mir nicht besonders geholfen, .
Du ich kann mein Wissen künftig auch für mich behalten.
Ich wollte lediglich informieren, wie sich das steuerlich verhält.
In sachen Mieteinkünfte versteuern.
Da nannte ich auch den lächerlichen Freibetrag, weil das zur Vollständigkeit nunmal dazu gehört.
Was deine Eltern daraus machen, und ob sich das bei ihnen lohnen kann, kann mir erstens egal sein und ich zweitens gar nicht beurteilen.

Jetzt wissen sie wenigstens bescheid, was sie vorher anscheinend nicht taten.
 
E

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Gast
Sofern meine Eltern sich lieber auf den Ärger mit dem Finanzamt einlassen und ich einfach die monatlichen Quittungen über 250€ Kostgeld anstelle eines gültigen Mietvertrages einreiche, könnte ich mich so vor der Ausfüllung irgendwelcher Antragsanlagen retten? Hier meine ich natürlich besonders diejenigen Anlagen, welche von meinen Eltern ausgefüllt werden müssten.
Wohl kaum weil - wie bereits dargelegt - ihr dann als HG bewertet werdet.
 
E

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Gast
Wohl kaum weil - wie bereits dargelegt - ihr dann als HG bewertet werdet.
Nö, er ist Ü25 und damit eine eigene BG.
Eine HG ist es nur, wenn sie gemeinsam wirtschaften, er z. B. sein Essen nicht selbst bezahlt und die Eltern ihn freiwillig finanziell unterstützen.
 
E

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Gast
aus deinem Link:

"aus einem Topf wirtschaften", "sich gegenseitig unterstützen", "z.B. Eltern leben zusammen mit ihren ab 25 Jahre alten Kindern in einem Haushalt"...

TE wohnt zusammen mietfrei mit Eltern im Eigenheim. Könnte daraus nicht evtl eine Art von "Unterstützung" unterstellt werden?

Btw.: ich bin nicht das JC. Ich thematisiere die Dinge, die meiner Erfahrung nach vom JC moniert werden könnten und auch oftmals werden:icon_pause:

Suchmaschinen bedienen kannst du doch bestimmt auch ;)
Und anmachen lassen muss ich mich deswegen schon garnicht ;)
 
Zuletzt bearbeitet:
E

ExitUser

Gast
aus deinem Link:

"aus einem Topf wirtschaften", "sich gegenseitig unterstützen", "z.B. Eltern leben zusammen mit ihren ab 25 Jahre alten Kindern in einem Haushalt"...
Sagte ich doch oben ;)

Da steht aber auch:
Zur Bedarfsgemeinschaft gehören nicht
verheiratete Kinder und Kinder, die bereits 25 Jahre alt sind, auch wenn sie mit den Eltern zusammen wohnen,
TE wohnt zusammen mietfrei mit Eltern im Eigenheim. Könnte daraus nicht evtl eine Art von "Unterstützung" unterstellt werden?
Wie oben. Nur wenn sie ihn finanziell unterstützen, oder zusammen wirtschaften.Mietfrei wohnen lassen gehört da nicht dazu, das bleibt außen vor! Dann bekommt er einfach keine KdU, aber den RS.
Unterstützen sie ih, indem sie ihm das Essen zahlen, ist es eine HG.

Btw.: ich bin nicht das JC. Ich thematisiere die Dinge, die meiner Erfahrung nach vom JC moniert werden könnten und auch oftmals werden:icon_pause:

Und anmachen lassen muss ich mich deswegen schon garnicht ;)
Das war nicht böse gemeint! Aber man kann doch auch mal selbst suchen, wenn es jemand anderes schon erklärt, wo der Unterschied ist.

Klar hat nicht jeder das Basiswissen was HG und BG ist. Aber warum soll ich dir das dann noch extra mit Quellen beweisen, wenn ich es sicher weiß.
Manchmal nervt es halt, wenn sich die Leute alles servieren lassen, stat selbst mal zu suchen, wenn sie an den Aussagen zweifeln.
 
E

ExitUser

Gast
ich sprech doch auch "nur" von HG und mit keinem Wort von BG (die Zitate sind aus dem HG-Absatz aus deiner Quelle). Dem TE gehts offensichtlich darum, dass Papa keine papers liefern muss um keine Probleme mit der Steuerbehörde zu bekommen, wenn Sohnemann indirekt Miete für ihn aus dem Steuersäckel kassiert:sorry:

So einfach geht das halt nicht, manche Leute stellen sich Sachen oft einfacher vor als sie sind und da meinten wir beide wohl das Gleiche und haben uns wohl missverstanden und ich hoffe, wir ham uns nun wieder lieb.:icon_knutsch:

Das war nicht böse gemeint! Aber man kann doch auch mal selbst suchen, wenn es jemand anderes schon erklärt, wo der Unterschied ist.

Klar hat nicht jeder das Basiswissen was HG und BG ist. Aber warum soll ich dir das dann noch extra mit Quellen beweisen, wenn ich es sicher weiß.
Manchmal nervt es halt, wenn sich die Leute alles servieren lassen, statt selbst mal zu suchen, wenn sie an den Aussagen zweifeln.
Naja, da ich ein sehr harmoniebedürftiger Mensch bin, sag ich dazu jetzt mal nichts weiter, zumal es dem TE nicht weiterhilft. Anscheinend liegt hier doch eine gewisse "Diskrepanz" vor, denn mir musst du weder was "servieren" noch ist dein vermeintliches Wissen allmighty (manchmal blöd, wenn man seine eigenen Links mit den entsprechenden Inhalten nicht lesen, verstehen und die entsprechenden Schlüsse ziehen kann:biggrin:):icon_pause:
 
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E

ExitUser

Gast
ich sprech doch auch "nur" von HG und mit keinem Wort von BG
Er zahlt aber monatlich 250 € , Das zeigt ja schon, dass die Eltern ihn nicht durchfüttern wollen, sondern er sich an den Kosten beteiligen muss.
Und wenn er Ü25 ist und die Eltern nicht mehrunterhaltspflichtig sind, ist er eine eigene BG.
Selbst wenn sie zusammen einkaufen und jeder sein Geld für den Huashalt zahlt, sind sie wie eine WG. Dazu gibt es ein BSG Urteil, dass auch Essen aus einem Topf keine HG ist.
Ob eine HG vorliegt muss das JC bewesien!

Wir wohnen in einer Doppelhaushälfte welche das Eigentum meiner Eltern ist, einen Mietvertrag zwischen mir und meinen Eltern gibt es maximal mündlich, da mein Vater tunlichst vermeiden will, steuerpflichtige Mieteinahmen zu generieren.
Bisher haben wir hier immer von 'Kostgeld' gesprochen, welches eben 250€ monatlich beträgt und laut Aussage meines Vaters aus 150€ Essensbeteiligung und 100€ Nebenkostenpauschale besteht.
Sie wollen ihn lediglich mietfrei wohnen lassen. Aber das macht sie noch nicht automatisch zur HG. Er bekäme dann als eigene BG den RS, aber keine KdU.
Sogar minderjährige Kinder können eine eigene BG sein. Z, B, wenn sie mit Kig und Unterhalt, oder Job ihren Bedarf decken können.

dem Haushalt angehörende unverheiratete Kinder unter 25 Jahre (es sei denn, das Kind hat selbst ausreichendes eigenes Einkommen oder Vermögen);
Dem TE gehts offensichtlich darum, dass Papa keine papers liefern muss um keine Probleme mit der Steuerbehörde zu bekommen, wenn Sohnemann indirekt Miete für ihn aus dem Steuersäckel kassiert:sorry:
Schon klar, aber die können ihn ja mietfrei wohnen lassen.
Da er sich an den Kosten beteiligt, zahlt er für seinen Lebensunterhalt selbst.
Sie können die HG widerlegen, indem die Eltern mitteilen, dass sie ihren Sohn finanziell nicht unterstützen wollen, sondern ihn lediglich mietfrei wohnen lassen. Auch das müssten sie nicht! Sie könnten ihn einfach aus dem Haus werfen, wenn sie nicht mehr unterhaltspflichtig sind.
Sind sie noch unterhaltspflichtig, geht das nicht so einfach.

So einfach geht das halt nicht, manche Leute stellen sich Sachen oft einfacher vor als sie sind und da meinten wir beide wohl das Gleiche und haben uns wohl missverstanden und ich hoffe, wir ham uns nun wieder lieb.:icon_knutsch:
Klar doch. Tut mir leid, dass du dich blöd angemacht gefühlt hast!
 
E

ExitUser

Gast
Ob eine HG vorliegt muss das JC bewesien!
Lies nochmal genau den von dir verlinkten Absatz (den 2.) zur HG durch. Dort steht was von Vermutung. Anhand der Kriterien könnten solche "Vermutungen" sehr mächtig sein.

Mehr möchte ich dazu jetzt auch nicht mehr "erklären", es nützt alles nichts. TE soll halt machen und schauen was bei rauskommt, aber ich persönlich sehe da kein Land.

Edit
Sie können die HG widerlegen, indem die Eltern mitteilen, dass sie ihren Sohn finanziell nicht unterstützen wollen, sondern ihn lediglich mietfrei wohnen lassen.
Da stimme ich dir ja zu. Nur ob das klappt und ob der TE dazu die Eier und alles andere hat, um das durchzuklagen, steht in den Sternen. Mir ist nicht bekannt, dass das mal jemand erfolgreich durchgezogen hat, aber das heisst ja nichts. Vielleicht hat dazu jemand hier aus dem Forum ja was parat?

schön :smile:
 
E

ExitUser

Gast
Lies nochmal genau den von dir verlinkten Absatz (den 2.) zur HG durch. Dort steht was von Vermutung. Anhand der Kriterien könnten solche "Vermutungen" sehr mächtig sein.

Mehr möchte ich dazu jetzt auch nicht mehr "erklären", es nützt alles nichts. TE soll halt machen und schauen was bei rauskommt, aber ich persönlich sehe da kein Land.

schön :smile:
Und diese Vermutung der HG kann man widerlegen.
Wie das geht, habe ich oben geschrieben.

Das JC mus beweisen, dass eine HG vorliegt. Dass das geändert wurde, wäre mir nicht bewusst, aber ich bekomme auch nicht unbedingt alle Gesetzesänderungen mit.
 
E

ExitUser

Gast
Das JC mus beweisen, dass eine HG vorliegt.
Nochmal: die "Beweislage" dürfte anhand der vorliegenden (durch die BA selbsterschaffenen) "Indizien" nicht allzu schwer sein. Zudem sind halt Theorie und Praxis auch immer so ne Sache.

Hab übrigens oben noch was ergänzt.
 
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