zwei mal 10% Verrechnung (Kaution + Rückzahlung) (1 Betrachter)

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Psychotrop

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Hallo,

2010 habe ich für den Zeitraum von 6 Wochen einen Arbeitsplatz gehabt. Leider stellte sich schnell heraus, dass ich diese Arbeit nicht fortführen kann. (Arbeitsschutzverletzungen ect.)
Glücklicherweise wurde mir gekündigt.

Doch von Anfang an:

Zuerst meldete sich auf meine Bewerbung auf ein Inserat hin telefonisch eine Frau, die mir mitteilte, ich solle zu einem Bewerbungsgespräch. Am Ende des Telefonats teilte sie mir noch mit dass sie "noch einen Vermittlungsgutschein" bräuchte und ich diesen "bei der ARGE" bekäme.

Das Gespräch (eine offene Bewerberrunde zu der jeder hin gehen konnte) war schon am nächsten Tag. Ich wurde stehenden Fußes eingestellt und konnte schon am nächsten Tag anfangen.

Über die Arbeitsaufnahme habe ich das JC informiert, so bald sich mir eine Gelegenheit bot, das war der darauf folgende Donnerstag, da sie dort länger auf hatten und ich ja jetzt Tagsüber auf der neuen Arbeit war. Einen Vermittlungsgutschein erhielt ich dort auch, ausgestellt auf das Datum meines Gespräches mit dem JC.

Das alles war noch deutlich vor Ende des Monats, also auch genug Zeit seitens des JC die Zahlungen einzustellen.

Sie taten es nicht, sondern zahlten nicht nur einen, sondern gleich beide darauf folgenden Monate durch. In meiner damaligen Leichtsinnigkeit habe ich zuerst den Fehler gar nicht erkannt, da ich Leistungen ja zu Anfang, Lohn jedoch erst zum Ende eines Monats erhielt.

Einige Zeit später, als ich leider wieder in die H4-Mühle zurück gefallen war, forderte mich das JC schriftlich auf die zu viel gezahlten Beträge zurück zu zahlen. Ich konnte es nicht.
Hierbei wurden außerdem zwei volle monate Berechnet, obwohl ich nur 6 Wochen für die Firma tätig war.

Mittlerweile verlangte auch der private Arbeitsvermittler 1000,-€ Vermittlungsgebühren, da er nicht über den Vermittlungsgutschein des JC abrechnen könne, weil dieser NACH Antritt der Arbeit zustande gekommen sei.

Darauf hin erhielt ich ein Schreiben vom JC (ohne Rechtsbehelfsbelehrung), dass die offenen Forderungen mit 10% meines Regelsatzes verrechnet würden nach § 43 SGB II.

In meiner damaligen Unkenntnis der Sachlage habe ich hier nicht ordnungsgemäß reagiert und wurde tatsächlich seid Okt. 2010 mit Monatlich 10% "gekürzt".

Wie jeder weiß, reicht der Regelsatz schon mit 100% vorne und hinten nicht und ich bin seid dem weiter in meine Depressionen gerutscht, mit denen ich mich auch schon in Behandlung befinde (Systemische Erkrankung).

Nun wurde ein Umzug nötig und daraus entstehen mir nochmals 10% "Verrechnung" wegen der Genossenschaftsanteile in Höhe von 1110,-€.

Mit dieser zweiten Kürzung ergibt sich nun für mich ein Betrag von ~300€. Jeden Monat geht mir irgendwann das Geld aus und ich fange an Rechnungen liegen zu lassen und mir Geld von Freunden zu Leihen. Anfang jeden Monats tilge ich den größten Teil der so entstandenen Schulden und behalte einen Betrag zurück, der immer kleiner ist, als im Monat zuvor. Ich habe ANGST!

Diese Kürzungen werden mich in voller Höhe noch mindestens 9Monate und mit 10% noch für 2,5 Jahre betreffen. Ich weiß nicht mehr weiter!

Leider ist mir viel Schriftverkehr aus dieser Zeit verloren gegangen.
Probleme bei den Renovierungskosten gibt es auch noch, so dass ich gerade in einer nicht fertig renovierten Wohnung sitze.

Ich brauche dringend Hilfe!
Gruß
T.
 
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Bei deinen vielen Baustellen solltest dich an eine Schuldnerberatungsstelle wenden,bevor du noch tiefer ins Minus rutscht.
 
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ExitUser

Gast
so einfach ist das nicht mit der aufrechnung

du soltest diesen erstmal wiedersprechen
und wenn aufgerechnet wird
müssen alle forderrungen gestapelt werden und nach und nach
werden diese abgebaut
aber nicht alle zeitgleich

ich würde auch drauf hinweisen das alg2 nicht pfändbar ist
und somit auch nicht aufgerechnet werden kann
das muss durch das SG später bestättigt werden wegen den §43
 

Psychotrop

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@Harte Sau:
Wo finde ich eine seriöse Schuldnerberatung, die mir bei so etwas weiter helfen kann?

@sumse:
Kennst du hierzu §§ oder Urteile?
Der Aufrechnung zur Kaution habe ich ja zugestimmt, sonst hätte ich die Kaution nicht erhalten. Die zweite Aufrechnung ist ja schon eine Weile her, läuft halt immer noch. Kann ich da einen Neuprüfungsantrag stellen? Mit welcher Begründung?

Muss ich nicht irgendwann Lebensmittelgutscheine oder so erhalten??
 
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