Zwei Jahre nach der Reform des Arbeitnehmerüberlassungsgesetzes ...

dagobert1

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Wie Tarifverträge der Leiharbeitsreform die Zähne ziehen
[...]
Allerdings zeigt die vorliegende Antwort auf die Kleine Anfrage der Grünen, dass Tarifverträge die Mindeststandards der Reform aushöhlen, vor allem in Hinblick auf die maximale Verleihdauer. Laut Antwort der Bundesregierung bestanden im April 2019 109 Tarifverträge, in denen die maximale Dauer der Überlassung an das selbe Unternehmen auf mehr als 18 Monate ausgeweitet wurde. Die Höchstdauer wurde in den Tarifverträgen auf 24 bis zum Teil sogar 120 Monate ausgeweitet. Die beschäftigten Leiharbeitnehmer könnten also abweichend von den in der Reform vorgesehenen eineinhalb Jahren bis zu zehn Jahre in dem selben Betrieb eingesetzt werden.

Die erwähnte Kleine Anfrage:
http://www.o-ton-arbeitsmarkt.de/wp-content/uploads/2019_05_BuReg_Reform-der-Leiharbeit.pdf
 
M

Mitglied 6000

Gast
Sag ich ja, die Gewerkschaften handeln ohne Not und unterwandern AN-Rechte.
Die Gewerkschaften hängen doch mit der Regierung unter einer Decke.

Wie wollen die denn rechtfertigen, dass sie schlechtere TVe machen, als das Gesetz den AN bieten würde?
Erhaltung von SklavenArbeitspätzen?
Als ob die Firmen die Arbeiter brauchen, diese nicht mehr brauchen würden, wenn die ZAFn anständige Löhne zahlen müssten.
Um die Dreistigkeit zu vervollkommnen verkaufen sie den Mist dann noch als Erfolg für Leiharbeiter. Böse, sehr böse!! Extremst böse :mad:

VERRAT!!

Die Firmen zahlen geschätzt mindestens (!!) 25-35 €/ Std. (Da sind ja AG-Anteile und - wenn solide kalkuliert - Lohn für 13,5-15 Monate mit drin, denn EntgFG 14 Tage Krank und 4 Wochen Mindesturlaub bei TV entspr. mehr wg. 13 Monatsgehalt und 5-6 Wo Urlaub + ersparte Lohnbuchhaltungskosten + wenigr Risiko Arbeitsausfall, da ZAF ja kunrzftistigen Ersatz liefern muss).
Das streichen die ZAFn ein und als Dank haben sie noch erleichterte KüFristen.

Gewollte Wettbewerbsverzerrung, ohne die das Unrechtssystem H IV nicht so gut funktionieren würde.

Ich kann gar nicht so viel essen, wie ich KOT** könnte.

Mein Thema, seit ca. 2009. Und ich war mal Gewerkschafterin (BR). Bin dann 1995 ausgetreten (ÖTV)
 
M

Mitglied 6000

Gast
Ok, du redest von Helfern, mag sein.
ZAFn, die weniger als 20 €/h für einen Helfer verlangen? Nun gut, auch da ist der Wettbewerbsdruck größer geworden.
Wenn die auch die Fahrtkosten etc. zahlen, ist das extrem knapp kalkuliert.
Helfer mag man für 20 € bekommen, aber Fachleute bezweifle ich.
 

Georg1975

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Die Entleiher sind die Preisdrücker. "Ick zahl aber max. 17 EUR für nen Helfer. Aber können muss er alles, flexibel sein, usw...."

Und die Größten sind die Schlimmsten. Schreiben in mehreren Wellen aus, bis nen Faktor von 1,8 übrig bleibt. Kenne aber auch positive Beispiele, z. B. BASF.

Ein Faktor von <2 führt dazu, dass die Leihklitschen "kreativ" sein müssen, um profitabel zu sein. Und wer am Ende die Dummen sind, wissen wir alle.
 

Georg1975

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Heute 22.45 im ZDF: "Die dunkle Seite der Zeitarbeit"

Dürfte aber nix Neues dabei sein, schätze ich.
 

dagobert1

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Neu war (für mich) nur der Teil über die Vorausssetzungen für eine ZAF-Gründung in Ösi-Land.
Alles andere in der Sendung ist längst bekannt, zum Teil (z.B. Blanko-Unterschriften, falsche Abrechnungen) seit über zehn Jahren.
 
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