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Zwei Infoveranstaltungen hinter mir, Termin bei SB mit Thema: Teilnahme an einer der Maßnahmen

Vanyschnucki

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#1
Huhu ihr Lieben,

Kurz zur Vorgeschichte und zu mir: Ich bin 30, keine Kinder und bekomme ALG II. Ich habe am 10.01. und am 11.01. zwei Termine gehabt, wo es sich um Informationsveranstaltungen von Maßnahmen mit fraglichem Inhalt handelte (Finde dich selbst deine Stärken und Schwächen, Schreibe Bewerbungen mit anderen ELOs etc.) Dort wurde nichts unterschrieben und auch direkt von mir gesagt, dass kein Interesse an solch einer Maßnahme besteht, da vor Ort gesagt wurde, diese seien freiwillig. Soweit so gut.

Heut kam dann, wie zu erwarten, Post von meiner SB, neuer Termin am Dienstag den 16.01. mit dem folgenden Gesprächsthema: "Die Teilnahme an einer der Maßnahmen"

Ich habe letztes Jahr im Juli bei meinem letzten Meldetermin erst zwei Stunden mit meiner SB diskutiert, da diese meint, ich MUSS mal so eine Maßnahme machen, egal welche, da ich Arbeitslos bin und noch keine Maßnahme gemacht hätte. Konnte mich da noch im Gespräch raus winden, was wirklich schwer war und mir psychisch an die Substanz ging...

Nun steht wieder so ein Gespräch an und mir geht der ***** auf Grundeis, sorry für den Ausdruck. Da ich keinen Beistand mitnehmen kann und nicht genau weis was ich machen soll, wende ich mich nochmals an Euch. Meine SB will mich auf Biegen und Brechen in so eine Maßnahme verdonnern, egal wie gut meine Argumente dagegen sind, sie behauptet einfach, es muss sein und legt sich die Gesetze so, wie sie es braucht...

Sollte ich es im Gespräch nun darauf anlegen, dass die SB gleich eine Zuweisung für eine der Maßnahmen fertig macht, bzw. eine EGV per VA? Da ich keine EGV unterschreiben werde, wo einfach eine Maßnahme zugewisen wird und mitnehmen darf ich diese nie. Meine jetzige EGV läuft nur noch bis zum 16.01. dort steht auch nix von irgendwelchen Maßnahmen, daher denke ich, sie will direkt eine neue EGV mit eine der beiden Maßnahmen fertig machen.

In der Zuweisung muss doch auch stehen, wieso ich dahin soll, also welche Hemmnisse vorliegen und inwieweit mich diese Maßnahme in Arbeit bringt? Wie kann die SB das beurteilen, wenn sie gar nicht weis, was dort angeboten wird?

Ich bin nun sehr nervös, da ich Angst habe, einen Fehler zu machen, daher bitte ich um Hilfe, ich bin nicht sehr gut mit Worten bei solchen Terminen. Falls noch Dokumente erwünscht sind, kann ich diese gerne hochladen.
 

ZynHH

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#2
und mitnehmen darf ich diese nie.
Also erstens, sagt man nie, das man die egv nicht unterschreibt, man lässt sie sich aushändigen, als wollte man sie unterschreiben und steckt sie dann ungelesen ein und sagt, man nimmt sie zur Prüfung durch wissende mit, damit man über den Inhalt sinnvoll verhandeln kann.

Natürlich darfst du sie mitnehmen, du hast es nur nicht getan bzw. durchgesetzt.

Ein Beistand lässt sich auch hier im Forum suchen.
 

Vanyschnucki

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#3
hey ZynHH, danke für deine Antwort. Also, dass ich meiner SB dies nicht so sage, ist mir Bewusst, danke dennoch für den Hinweis, ich bin momentan etwas aufgebraucht wegen dem Termin.

Ich habe schon zweimal versucht meine EGV vorher zum Prüfen mitzunehmen, die SB droht dann mit einem VA, den sie mir ja direkt mitgeben kann, auch ohne Unterschrift. Zu der Zeit wusste ich nicht, dass dies der bessere Fall gewesen wäre und habe unterschrieben. Diesmal möchte ich dies jedoch nicht, da sie ja die Teilnahme an einer der Maßnahmen enthalten wird.

Bei meinem anstehenden Termin mit ihr wird sie sicher auch fragen, wieso ich nicht an den Maßnahmen teilnehme und was mir denn an den Maßnahmen nicht passend erscheint etc. Hat hier jemand eventuell noch hilfreiche Gedankenanstöße? Zum einen lern ich da nichts Neues, sehe auch nicht wie es mir hilft in Arbeit zu kommen, wenn ich meine Stärken und Schwächen kenne, da ich sowieo keine Wahl habe und mich auf das bewerben muss, was zumutbar und erreichbar ist.

Dies ist schon lange kein Wunschkonzert mehr und Bewerbungen schreibe ich wirklich mehr als genug, auch außerhalb von Maßnahmen.
 
Zuletzt bearbeitet:
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#4
Ich habe schon zweimal versucht meine EGV vorher zum Prüfen mitzunehmen, die SB droht dann mit einem VA, den sie mir ja direkt mitgeben kann, auch ohne Unterschrift.
Der Vorgang ist aber so wie beschrieben rechtswidrig!!! Les mal hier im Forum, wie man in solch einem Fall dagegen angeht!!

Dann: warum machste mal keinen Gegenvorschlag in Sachen Maßnahme z.b eine nette Weiterbildung auf Bildungsgutschein!!
Such Dir einen passenden Kurs aus im Kursnet oder lass dich beraten von guten Weiterbildungsinstituten wie du dich entwickeln kannst und mit welchen Weiterbildungen.

Sitzt doch nicht immer auf euren Hintern die Zeit ab, dann handelt und entscheidet nämlich SB für euch und das heißt dann Sinnlosmaßnahme in Sachen Zeit absitzen!!
 

Sonne11

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#5
Eine Maßnahme kann man schwer verhindern. Diese werden eingekauft und dann gefüllt. Nötig sind die wohl kaum für Menschen, die sich engagiert bewerben und zuverlässig sind. Mehr kann man nicht tun ohne Vitamin B! Wenn Du Argumente hast, wiederhole sie, bringe sie vor, aber mache Dich nicht damit verrückt! Schon gar nicht über Stunden! Wenig sagen, Termin hinter sich bringen, gehen, Tag genießen und dann überlegen!

Wenn Du etwas schriftlich hast, kannst Du gucken was Du machen könntest. Die wenigsten Zuweisungen oder EGV sind haltbar.
 
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#6
AW: Zwei Infoveranstaltungen hinter mir, Termin bei SB mit Thema: Teilnahme an einer der Maßnahmen

Nur mal so am Rande - gute Weiterbildungsinstutute zu finden könnte außerhalb von Großstädten schwierig werden - je nach dem, in welcher Region man lebt - bei mir gibts auch fast nur noch E-learning-Anbieter. WBS/IBB genießen in dem Forum hier keinen guten Ruf.

Aber sie könnte, so wie ich auch hier reinschauen - wichtig hier, die Kurse müssen AZAV oder AZWV zertifiziert sein:
Fernstudium Infos und Weiterbildung Ubersicht | Vergleich

korrigiert mich, wenn mein Tipp falsch ist.
 

Regensburg

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#7
Dein Tipp ist nicht Falsch - aber
Wer soll das bezahlen?
Hier springt JC sehr Wahrscheinlich nicht ein.

Bei einer JC - Maßnahme geht nur um Steuerverteilung.
 

Kerstin_K

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#8
MAl so als Tipp für die Diskussion: Nicht der Elo muss begründen, warum eine Massnahme nincht passt, sondern SB muss begründen, was genau diese Massnahme bringen soll.

Und: Elo muss mal eine MAssmahme machen, weil atbeitslos ist keine Begründung. Wenn SB sowas sagt, das würdeich schriftlich verlangen.
 
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#9
Wer soll das bezahlen?
Hier springt JC sehr Wahrscheinlich nicht ein.

Bei einer JC - Maßnahme geht nur um Steuerverteilung.
Wie hartzerkaese bereits schrieb, ist auf die Zertifizierung zu achten, dann sind die Kurse/Weiterbildungen auch auf Bildungsgutschein machbar und der auch vom JC!!!

Die TE ist 30 J. und hat gerade aufgrund ihres Alters die besten Chancen einen Bildungsgutschein zubekommen! Die Weiterbildungen müssen nur schlüssig sein und bestenfalls mit ihrer beruflichen Vorerfahrung zutun haben.

Übrigens habe ich solch ein Teil - Bildungsgutschein mit 56 erhalten - unsere BundesMutti hat es möglich gemacht - Wahljahr 2017 - 16 Milliarden € für Kopfarbeit der Erwerbslosen, damit die Smarte Lady den Erguss von nur 2.5 Mio. Erwerblosen der Presse auftischen kann. Ich gehörte allerdings zu den fast 1 Mio. in Maßnahmen oder Weiterbildungen.
 

Vanyschnucki

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#10
MAl so als Tipp für die Diskussion: Nicht der Elo muss begründen, warum eine Massnahme nincht passt, sondern SB muss begründen, was genau diese Massnahme bringen soll.
Danke für eure Antworten, das mit der eigens gesuchten Weiterbildung wird, zumindest im Gespräch, immer alles abgelehnt, schriftlich habe ich dazu bisher nichts angefragt, wird wohl Zeit.

Morgen ist es dann soweit, ich hoffe ich bin gut vorbereitet, da meine SB wirklich gerne viel erzählt. Antworten, was mir diese oder jene Maßnahme bringen soll, bleiben mir meistens verwehrt oder sind an den Haaren herbeigezogen, wie z.B. soziale Kontakte oder aber das es sein MUSS da ein Arbeitsloser ja alles in seiner macht stehende tun muss, um in Arbeit zu kommen, diese Maßnahmen gehören, laut meiner SB, dazu.

Ich denke ich werde mich morgen bedeckt halten, ihr sagen, dass ich bei den beiden Informationsveranstaltungen nicht das Gefühl hatte, dass mich diese Maßnahmen wieder in Arbeit bringen können oder ich dort irgendetwas sinnvolles lerne. Sollte ich nämlich zu viel sagen, kann die SB den kommenden VA ja dahingehend berichtigen und ich habe weniger Chancen auf einen Widerspruch.

Wenn SB anderer Meinung ist, muss sie eine Zuweisung und eine neue EGV per VA machen, denn ich will es diesmal zur Prüfung mitnehmen, nochmal unterschreib ich dort direkt vor Ort nichts. Beide Maßnahmen starten außerdem schon diese Woche.

Ist es denn besser mehrere Argumente zu sammeln, die gegen diese Maßnahmen sprechen und diese der SB aufzuzeigen, oder die SB machen lassen das sie ja auch erklären muss, wieso ich dahin soll, bzw. sollte ich die SB mit Fragen zu den Maßnahmen bombardieren? Sie kann ja eh keine beantworten, da das Motto gilt: hauptsache Maßnahme, egal welche!

Werde morgen auf jeden Fall berichten, sobald der Termin vorbei ist, mir geht es körperlich auf jedenfalls schon mal so richtig kacke deswegen.
 

Zeitkind

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#11
Hat hier jemand eventuell noch hilfreiche Gedankenanstöße?
Ich habe mich mal näher mit Deinem Thema beschäftigt und möchte dazu ein paar Gedanken loswerden.
Schon alleine, weil ich Deine Lage durchaus nachvollziehen kann und seinerzeit selbst vor ähnlichen Fragen stand.
Zunächst einmal ist es sehr wichtig, sich der Angst zu entziehen. Einfacher gesagt, als getan.
Aber es gibt durchaus probate Mittel, mit welchen der Angst vor- und während des Termines begegnet werden kann.
Vor dem Termin kannst Du viel tun, indem Du die Zeit mit der Suche nach Argumenten füllst.
Das funktioniert von Termin zu Termin besser, wenn Du jedes Gespräch detailliert protokollierst.
Hier hast Du die erste Möglichkeit, Dich festzuhalten, Dir Denkzeit zu verschaffen und gleichzeitig Deinen SB zu verunsichern.
Schreibe den Gesprächsverlauf detailliert mit, lasse Dich dabei nicht unterbrechen.
Anderenfalls erinnerst Du Deinen SB stur an seine Pflichten.
Der SB hat nach § 13 SGB I bis § 15 SGB I die Pflicht zu Aufklärung, Beratung und Auskunft.
Diesen Satz solltest Du Dir ganz oben als Leitsatz ins Protokoll schreiben.
Kann der SB eine Frage nicht beantworten, schreibst Du im Protokoll mit: Frage nicht beantwortet.
Diese Anmerkungen bauen Deine Argumentation für kommende Termine auf und lassen sich später hinterlegen.
Vielleicht findest Du in diesem Beitrag noch hilfreiche Infos ► Kommunikation mit Behörden und Sachbearbeitern
Ich habe schon zweimal versucht meine EGV vorher zum Prüfen mitzunehmen,
die SB droht dann mit einem VA, den sie mir ja direkt mitgeben kann, auch ohne Unterschrift.
Dann verweist Du auf die gesetzlichen Bestimmungen zur EGV und erinnerst sie an den Zweck einer solchen Vereinbarung.
Nach § 15 SGB II soll die Behörde mit dem LE eine öffentlich rechtliche Vereinbarung (gegenseitige Willenserklärung) abschließen.
Zum Abschluß eines Vertrages gehören immer zwei und beide Parteien haben das Recht auf Verhandlung.
Dazu gehört auch das Recht auf Prüfung des Vertragsentwurfes durch Deine rechtliche Vertretung (die brauchst Du nicht nennen).
Zum Thema EGV hier noch ein paar Infos ► Eingliederungsvereinbarung (EGV) vs. Verwaltungsakt (VA)
... das mit der eigens gesuchten Weiterbildung wird, zumindest im Gespräch, immer alles abgelehnt,
schriftlich habe ich dazu bisher nichts angefragt, wird wohl Zeit.
Ja, das wird allerhöchste Zeit, denn mit der Aufzählung nachweisbar abgewiesener Anträge unterstützt Du am wirksamsten Deine Argumentation.
Nicht nur im Gespräch, sondern auch ggf. bei später notwendigen Klagen vor dem SG.
... bzw. sollte ich die SB mit Fragen zu den Maßnahmen bombardieren?
Unbedingt. Und zwar sehr detailliert. Hier gilt es, die Ziele der Maßnahme einzeln der Realität und eigenen Situation gegenüberzustellen.
Sie kann ja eh keine beantworten, da das Motto gilt: hauptsache Maßnahme, egal welche!
Wenn eine Frage nicht beantwortet wurde, notierst Du Dir das in Dein Protokoll.
Auch Unwissenheit gilt es zu dokumentieren, um im nächsten Gespräch nachzuhaken,
ob sich denn SB zu dieser oder jener Frage inzwischen weitergebildet hat.
Ersetze Deine Angst ganz einfach durch eigene Aufgaben. Nehme alles vorgelegte auseinander und schreibe mit.
Ein Beispiel: Ich wurde mit dem Ziel der "Integration auf den ersten Arbeitsmarkt" einer AGH zugewiesen.
Meiner Angst vor diesem Unsinn bin ich mit intensiver Recherche begegnet.
Ich habe das Geflecht der MT auseinandergenommen, die anstehenden Aufgaben hinterfragt,
fehlende Zusätzlichkeit und Wettbewerbswidrigkeit selbiger nachgewiesen und mich zum VG beim MT entsprechend verhalten.
Neben meinem Angebot zur Zusammenarbeit habe ich von ihm für zu leistende Arbeit entsprechende Entlohnung gefordert.
Beim zu erwartenden Folgegespräch war es mir eine Freude, meinen SB über die Gegebenheiten aufzuklären.
Das I-Tüpfelchen war mein Auskunftsverlangen, wie viele der bisherigen Maßnahmeteilnehmer
nachweisbar auf dem ersten Arbeitsmarkt integriert wurden.
Es waren im Verlauf von 10 Jahren bei durchschnittlich 25 regelmäßigen AGH-Teilnehmern gerade mal ZWEI.
Also arbeite aktiv an der Kommunikation und Argumentation.
Du wirst mit der Zeit immer sicherer und die Angst verfliegt zunehmend. Viel Glück für morgen. :icon_wink:
 

Vanyschnucki

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#12
Hier hast Du die erste Möglichkeit, Dich festzuhalten, Dir Denkzeit zu verschaffen und gleichzeitig Deinen SB zu verunsichern.
Vielen Dank dafür, ich bin seit Tagen eifrig am lesen und sammle alles, was mir hilft in einem Ordner, den ich immer wieder aktualisiere, damit ich, wenn’s Hart auf Hart kommt, auch vorbereitet bin. Bisher musste ich keinen Widerspruch schreiben.


Schreibe den Gesprächsverlauf detailliert mit, lasse Dich dabei nicht unterbrechen.
Habe ich noch nie gemacht, werde ich definitiv morgen machen, mal schauen wie das so ankommt :bigsmile:

Zum Abschluß eines Vertrages gehören immer zwei und beide Parteien haben das Recht auf Verhandlung.
Dazu gehört auch das Recht auf Prüfung des Vertragsentwurfes durch Deine rechtliche Vertretung (die brauchst Du nicht nennen).
Danke, ich werde die EGV zur Prüfung mitnehmen und dann hier auch mal hochladen, sofern die SB nicht direkt einen VA ausdruckt :frown:

Unbedingt. Und zwar sehr detailliert. Hier gilt es, die Ziele der Maßnahme einzeln der Realität und eigenen Situation gegenüberzustellen.
Wenn eine Frage nicht beantwortet wurde, notierst Du Dir das in Dein Protokoll.
Nochmal bezüglich der Fragen an den SB zu den Maßnahmen: Soll ich diese ganzen Fragen die ich habe auch stellen, obwohl ich schon bei den beiden Informationsveranstaltungen war? Dort wurde nur das Übliche Bla Bla vorgetragen. Die SB wird sicherlich darauf verweisen, sollte ich weitere Fragen haben, oder holt wieder einen Flyer raus. Wie kann ich das entkräften?

Denn ich habe erhebliche Bedenken bzgl. der Sinnhaftigkeit dieser Maßnahmen, allem voran sehe ich nicht inwiefern diese mir helfen in Arbeit zu kommen, was dort für Kenntnisse vermittelt werden und was ich dort für Hemmnisse aufarbeiten soll, mir sind keine bekannt.

Darüber hinaus dann noch die übliche Frage zur Fahrtkostenübernahme. Ich kann sicher nicht wochen- bzw. monatelang in Vorkasse treten, was ja verlangt wird, da der MT die Kosten nicht übernimmt und man beim JC nur nachträglich etwas erstattet bekommt.

Viel Glück für morgen. :icon_wink:
Danke dir!
 

Vanyschnucki

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#13
Ich habe einmal alle Fragen, die ich bisher als wichtig betrachte, aufgeschrieben und werde diese auch mitnehmen. Fällt noch jemandem etwas ein? Auch im Bezug darauf, dass ich schon bei den Informationsveranstaltungen war.

- Welche neuen Kenntnisse sollen dort genau vermittelt werden?

- Wie helfen mir diese Kenntnisse dabei einen Arbeitsplatz zu finden?

- Welche Vermittlungshemmnisse werden durch die Maßnahme aufgearbeitet?

- Warum sollte genau ich zu dieser Maßnahme gehen und nicht jemand anderes?

- Wie ist die Fahrtkostenerstattung geregelt? (Da ich nicht wieder in Vorkasse treten werde/kann)

- Die in den Maßnahmen durchgeführten Tätigkeiten, welche ich bei den Informationsveranstaltungen kennenlernen durfte, helfen mir keineswegs eine Arbeit zu finden, warum glauben Sie, dass mir genau diese Maßnahmen dabei helfen wird?

- Ist dieses Angebot individuell auf mich zugeschnitten und meiner persönlichen Situation angepasst?

- Welche Ziele verfolgt diese Maßnahme, bezugnehmend auf meine Integration in den Arbeitsmarkt?

- Sind alle für die Durchführung der Maßnahme relevanten Daten dem MT bereits bekannt?

- Muss ich weitere Daten angeben?

- Welche Daten wurden bereits mit dem MT ausgetauscht?
Kann sein, dass ich mich in den Fragen wiederhole, jedoch sehe ich es als Pflicht und Aufgabe meiner SB genau diese Fragen zu beantworten, anstatt einfach einen Flyer auszuhändigen oder mich einfach nur zu einer Infoveranstaltung zu schicken, denn diese Fragen sind dort auch unbeantwortet geblieben.
 

Sebi1988

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#14
huhu, habe mir alles mal durchgelesen und kann mich den anderen nur anschließen, lass dich nicht verrückt machen. es gibt dazu auch gar keinen grund für dich!

was ich an deiner stelle grundsätzlich anders machen würde, wäre die ganze frage- und diskutiererei. das hauptproblem was du nämlich bei solchen diskussionen hast und haben wirst: du hast nichts und noch weniger in der hand. gesagtes wirst du nur schwer bis gar nicht beweisen können, wenn es mal hart auf hart kommen sollte.
deswegen bin ich immer so verfahren, dass ich alles was mir gesagt wurde, schriftlich verlangt habe, damit waren die unterhaltungen recht schnell wieder beendet.

ich habs anfangs genau so versucht wie du und meinen SB drauf aufmerksam gemacht, dass mir maßnahme xy doch relativ wenig oder rein gar nichts bringt. trotzdem stand die jeweilige maßnahme im anschluss in der EGV die ich unterschreiben sollte. mein fazit da raus: nützt alles nix und ist zeitverschwendung.
mit einwenig pech wird dir obendrein noch eine weigerungshaltung vorgeworfen, wenn du permanent dagegen argumentierst - ob das im späteren verlauf so hilfreich ist, weiss ich nicht.

mein vorschlag wäre:

schlage dort morgen auf, lass den SB sagen, was er zu sagen hat, lass dir die EGV aushändigen und packe sie ungesehen in die tasche. sollte die frage aufkommen was das nun solle, antwortest du, dass du die EGV erst prüfen und ggf. prüfen lassen möchtest PUNKT! auf die üblichen sprüche wie "was verstehen sie denn nicht ? ich erkläre es ihnen gerne" oder "nö,dann gibts direkt den VA" gar nicht groß eingehen, auch nicht auf das letztere! soll er doch nen VA erlassen, ja und ? dann gibts später eben ne kelle vom SG und dann ist das thema durch. du bist NICHT dafür zuständig, dem zu erklären was er darf und was er nicht darf. entweder weiss er das selbst oder er hat eben pech gehabt und muss mit den konsequenzen leben.

die EGV auch auf gar keinen fall wieder raus geben, da im falle des direkten VA´s das datum der beiden dokumente identisch ausfallen würde, wäre schon klar, dass man dir gar keine bedenkzeit gegeben hat. das wäre selbstverständlich schlecht für das jobcenter ;)
 

Vanyschnucki

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#15
Guten Morgen,

der Termin ist heute nachmittag, ich bin schon ganz nervös =(
Werde es wohl so machen, wie Sebi88 vorgeschlagen hat, wenig sagen, EGV einstecken und darauf bestehen, dass Gesagtes in schriftlicher Form kommt.

Es wird heute wohl eher um die Maßnahmen gehen, ne neue EGV wird immer erst erstellt, sofern ich dann einer Maßnahmen zustimme oder SB keine Lust mehr hat zu diskutieren und einfach beschließt, was in die EGV kommt. Stimme ich keiner der Maßnahmen zu bzw. der vorraussichtlichen EGV, wird sie direkt einen VA ausdrucken (hatte ich schonmal, da bin ich eingeknickt) und dann gabs ja keine EGV vor dem VA zu Vergleich. Darf die SB das eigentlich so direkt einen VA erstellen ohne EGV Verhandlungen?

Ich denke ich werde mich weiterhin darauf beziehen, dass ich dort nichts Neues lerne und nicht sehe, wie diese Maßnahmen mich in Arbeit bringen sollen, sollte SB das anders sehen, will ich das schriftlich haben!

Ist das Ganze nicht auch etwas kurzfristig gehalten? Also sollte ich heute zugewiesen werden, fängt eine der Maßnahmen ja schon morgen an, wie soll man in der Zeit z.B. das mit den Fahrtkosten regeln? Kann ich diese überhaupt als Vorauszahlung erhalten?
 
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#16
[...] Darf die SB das eigentlich so direkt einen VA erstellen ohne EGV Verhandlungen? [...]
Nein.
Auch nicht un-eigentlich.
Wenn dir jedoch rausrutschen sollte:
DAS DA unterschreibe ich nicht!
kann SB den VA sofort über den Tisch schnippen.
SB kann behaupten, es ließ sich - lt. Bekunden des HE - keine Einigung erzielen.
Die Verhandlung ist vom HE abgebrochen worden, indem er deutlich machte, nicht unterschreiben zu wollen.
Der VA gilt dann als persönlich zugestellt.

Das ist mir passiert, weil ich mit der Ansage durchzudrücken suchte, daß eine Passage geändert wird.
Es war die Abänderungsklausel.

Seither achte ich dort noch besser auf meine Worte und sage:
DAS da erscheint mir nicht koscher.
Sofern Sie DAS-und-DAS nicht ändern/entfernen/whatever, werde ich mir zuerst Rat einholen.
Von Personen MEINES Vertrauens.
Soweit mir bekannt, gesteht mir der Gesetzgeber dafür 14 Tage zu, da nicht davon auszugehen ist, daß kluge Ratgeber auf Stand-By unter meinem Schreibtisch hocken.
 

Vanyschnucki

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#17
Hey ich gebe mal Rückmeldung wegen dem Meldetermin heute.

Den Termin hatte ich in 20 Minuten hinter mich gebracht, so schnell ging’s noch nie. Ich werde nachher ein neues Thema eröffnen, wo ich die nicht unterschriebene EGV hochladen, diese durfte ich zur Prüfung mitnehmen, bis zum 30.01. habe ich nun Zeit, da dann eine Maßnahme (Bewerbungscoaching) mit mir als Teilnehmer starten soll :doh:

Auf mehrmaliges Nachfragen, wieso ich denn Teilnehmen müsse, meinte SB nur immer wieder das dies so im Gesetz steht, dass ich teilnehmen muss. Ebenso ist sie der Meinung das Maßnahmen im allgemeinen immer hilfreich sind sei es nur, um auf andere Ideen zu kommen etc. auf meine Fragen wurde gar nicht eingegangen, sondern immer nur geantwortet dies müsse sein.

Gesprächsverlauf (Gedächtnisprotokoll)

SB: Sie waren ja bei den beiden Informationsveranstaltungen zu welchen ich sie eingeladen hatte, was ist denn nun mit diesen Maßnahmen?

KUNDE: Ich habe, nachdem diese Veranstaltungen vorbei waren direkt mit dem MT gesprochen und auf die Frage hin, ob dies denn was für mich sei, dankend abgelehnt. Der MT betonte auch noch die Freiwilligkeit dieser Maßnahme.

SB: Aha wieso ist das denn nichts für sie? Sie wissen schon, dass sie vom Gesetz her verpflichtet sind an solchen Maßnahmen teilzunehmen.

KUNDE: Da ich nicht sehen konnte, wie mich die dort angebotenen Aktivitäten, in Arbeit bringen oder mich dabei unterstützen können. Ich lerne da außerdem nichts Neues. Können sie mir das bitte schriftlich geben, dass ich dazu verpflichtet bin?

SB: Dies geht so aber nicht, sie müssen als Arbeitsloser an solchen Maßnahmen teilnehmen, sie haben ja noch keine gemacht und sie sind schon eine ganze Weile arbeitslos. Ein Bewerbungscoaching kann sicherlich nicht schaden, vor allem da sie ja, trotz ihrer vielen Bewerbungen, immer noch nicht in Arbeit sind. Da sehe ich Handlungsbedarf.

KUNDE: Geben sie mir das doch bitte schriftlich, dass ich diese Maßnahmen laut Gesetz machen muss, für mich wirkt das hier gerade sehr aufgezwungen von Ihnen und sie können mir gar nicht genau sagen, was mir diese Maßnahme im Einzelfall genau bringt.

SB: Dies steht so im Gesetz, schauen sie dort halt mal nach. Ich halte ein Bewerbungstraining für angebracht bei ihnen.
SB: Ich werde nun eine EGV fertig machen wo sie dann an dieser Maßnahme teilnehmen oder kann ihnen auch direkt einen VA zuschicken, da sie aber heute hier vor Ort sind, werde ich ihnen nun eine EGV erstellen

SB druckt mal eben dann ganz schnell in 2-3 Minuten ne fertige EGV aus und überreicht sie mir dann. Ich habe mir weiteres Diskutieren bzgl. der Sinnhaftigkeit dieser Maßnahmen an dieser Stelle dann erspart-

KUNDE: Diese EGV würde ich gerne zur Prüfung mit nach Hause nehmen

SB: Wie lange brauchen Sie denn dafür?

KUNDE: Mindestens 14 Tage

SB: Gut dann kann die Maßnahme für sie ja am 30.01. beginnen! Sollten sie nicht unterschreiben, müssen sie die beigefügte Gegenerklärung unterschreiben und uns Gründe dafür nennen wieso sie die EGV nicht unterschreiben, dann prüft unsere Rechtsstelle, ob dem stattgegeben werden kann oder nicht. Hier können sie dann gerne ihre Bedenken hinsichtlich der Zumutbarkeit äußern.

SB: Da sie ja die EGV sowieso Prüfen wollen, werde ich nun auch nicht weiter darauf eingehen
Ich werde nun alles Weitere dazu in einem neuen Thema posten, auch die EGV werde ich dort hochladen und einen Flyer der besagten Maßnahme (Bewerbungscoaching)
Ich hoffe ich habe diesmal alles richtig gemacht, habe keine EGV unterschrieben und sie zur Prüfung mitbekommen.

Mir bleibt ja dann wohl nichts anderes, als erst einmal die Gegenerklärung auszufüllen bzw. selbst eine zu verfassen, da ich ja keinen Widerspruch einlegen kann. Hoffentlich könnt ihr mir weiterhelfen, habe so etwas bisher nicht gemacht.
 
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#18
Komm mal aus dem Hamsterrad raus,
immer alles zu glauben, was dir SB erzählt.
[...]
SB: [...] Sollten sie nicht unterschreiben, müssen sie die beigefügte Gegenerklärung unterschreiben und uns Gründe dafür nennen wieso sie die EGV nicht unterschreiben, [...]
Very nice try.
Seit wann kommt denn der Knochen zum Hund?
WACH endlich AUF und erkenne selbst, wenn dir Bockmist erzählt wird.

Du hast doch mittlerweile gelernt, daß eine EGV ein Vertrag ist.
Und?
Wie geht das so mit Verträgen?

Es wird ja immer besser:
[...] dann prüft unsere Rechtsstelle, ob dem stattgegeben werden kann oder nicht. [...]
Läßt du z. B. die Rechtsabteilung deines Bäckers "prüfen", ob deinem "Einwand", den Vertrag, die häßliche Motiv-Torte zu ordern NICHT zu unterzeichen "stattgegeben werden" kann?!
[...] Hier können sie dann gerne ihre Bedenken hinsichtlich der Zumutbarkeit äußern.[...]
Der aufgeweckte HE kann unterdessen auch die Füße hochlegen und/oder sich zuerst die immer noch offenen Fragen beantworten lassen!
[...] Mir bleibt ja dann wohl nichts anderes, als erst einmal die Gegenerklärung auszufüllen bzw. selbst eine zu verfassen,[...]
Wie kommst du auf die Idee?
[...] da ich ja keinen Widerspruch einlegen kann. [...]
Das hast du richtig erkannt.
Einem selbst unterschriebenen Vertrag kannst du quasi im Vorfeld "widersprechen" - indem du ihn EINFACH NICHT UNTERSCHREIBST.

Dem VA KANN widersprochen werden, da er fremdbestimmt aufdiktiert ist.

Angst vorm VA ist völlig irrational.
Mach dir klar: WAS soll denn passieren, wenn dir ein VA zugeht?!
Eben!
Der VA muß rechtskonform sein, eine EGV hingegen kann und darf u. U. deine Rechte beschneiden.
Sag selbst: Wo ist der Fehler sobald du eine EGV unterschrieben hast, die dich benachteiligt?
[...] Hoffentlich könnt ihr mir weiterhelfen, habe so etwas bisher nicht gemacht.
Dein Mental-Durcheinander ist ja kaum aufzulösen.
Hol dir erst mal nen Tee und sortiere deine Gedanken.

Mach dir ZUERST klar, was ein Vertrag ist und was ein VA.
Und - daß es nichts Schlimmes sein KANN, einen VA zu erhalten.

Der ist nur schlimm für den SB.
Weil SB
a) keine Fleißpunkte bekommt und
b) nahezu jeder VA Angriffsfläche fürs Sozialgericht birgt.
 

Vanyschnucki

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#19
Also sollte ich meiner SB weiterhin Fragen stellen, also schriftlich und nachweisbar (habe da schon ein paar unangenehme Fragen) wieso sie denkt ich muss an der in der EGV vereinbarten Maßnahme teilnehmen? Ich steige da nun gar nicht mehr durch, da ich dachte, man verschafft sich Zeit dadurch, dass man die EGV nicht direkt unterschreibt und dann weiteres Vorgehen plant.

Wenn am 30.01. diese "tolle" Maßnahme nun startet und ich nicht dabei bin, kann ich ja gar nicht sanktioniert werden, da es keine unterschriebene EGV gibt, dies ist mir bewusst. Dennoch erwartet SB nun in irgendeiner Weise eine Reaktion meinerseits.
Ist das denn verkehrt? Ich habe ja um Prüfzeit gebeten, dann sollte ich doch auch prüfen? Oder nicht? Soll ich einfach auf einen VA warten? Ich bin überfordert.

In der EGV stehen viele Dinge mit denen ich nicht einverstanden bin:

- ganz vorne Weg natürlich diese sinnlos Maßnahme

- eine feste Anzahl an Bewerbungen im Monat

- festgelegte Termine wann die Nachweise der Eigenbemühungen vorgelegt werden müssen

- es gibt keine konkrete Fahrtkostenregelung

- Mit dieser EGV willig ich darin ein, dass der Arbeitgeberservice und Dritte mich zu Vorstellungsgesprächen und/oder Praktika/Probearbeiten einladen können

- ebenso öffne ich dem Jobcenter in dieser EGV alle Tore bezüglich meiner persönlichen Daten und der Weitergabe an Dritte

- AU soll an die Kursleitung der Maßnahme gehen im Krankheitsfalle

Mir erschließt sich nur einfach nicht, was ich nun weiterhin tun kann, da meine SB nicht mit sich reden lässt und erwartet, dass ich da am 30.01. dort aufschlage oder zumindest eine Gegenerklärung abgebe.

Anbei mal im Anhang die EGV und der Flyer der Maßnahme.
 
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0zymandias

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#20
Ich würde keine Fragen stellen, sondern am Ende der Prüfzeit meine Gegenvorschläge nachweisbar und schriftlich lancieren, ideal wäre Fax mit qualifiziertem Sendebericht.

Gegenerklärung wollen wir nicht. Wir wollen eine anständige, gemütliche Vereinbarung, vgl. § 2 SGB II. :biggrin:

Maßnahme streichen, da die Eingliederung in Arbeit hierdurch nicht erkennbar begünstigt wird.

Datenschutzermächtigungen komplett raus. Entweder handelt das JC im Rahmen der Gesetze und dann ist meine Einwilligung unnötig, oder man kommt im Einzelfall auf mich zu und ich werde dann ganz individuell und passgenau entscheiden.

Pflichtpraktika ist nicht wegen geht nicht. Man weiß ja überhaupt nicht, um welche Praktika es geht und welche hochfeinen Spezialkenntnisse vermittelt werden sollen (Probearbeit ist ja etwas anderes :wink:).
Als Hintergrundinfo:
Kein EGVA mit Verpflichtung zur Probearbeit
Im Übrigen sind die Regelungen des Eingliederungsverwaltungsaktes entsprechend der gesetzlichen Vorgaben in § 10 Abs. 1 Nr. 1 SGB II dahingehend zu verstehen, dass von dem Antragsteller nur zumutbare Tätigkeiten, zu denen er körperlich, geistig und seelisch in der Lage ist, verlangt werden. Die Frage der Zumutbarkeit einer bestimmten Tätigkeit betrifft den Einzelfall und kann nicht Regelungsgegenstand eines Eingliederungsverwaltungsaktes sein. Bedenken unterliegt aber bereits die Verpflichtung des Antragstellers, sich innerhalb von drei Tagen auf alle Stellenangebote des Jobcenters oder der Arbeitsagentur zu bewerben. Diese Regelung lässt nicht erkennen, in welchem Umfang von dem Antragsteller Bewerbungsbemühungen verlangt werden. Sie enthält nicht einmal eine Obergrenze der erwarteten Bemühungen. Die in der Eingliederungsvereinbarung oder in dem sie ersetzenden Verwaltungsakt festgelegten Pflichten müssen aber hinreichend bestimmt sein. Es muss dem Leistungsberechtigten - nach seinem Empfängerhorizont - klar erkennbar und nachvollziehbar sein, was von ihm gefordert wird (vgl. S. Knickrehm/Hahn in: Eicher, SGB II, 3. Aufl. 2013, § 31 Rdnr. 22 f.). Diesen Anforderungen genügt die genannte Regelung ebenso wenig wie die weitere Regelung, wonach der Antragsteller Arbeitgebern eine kostenlose Probearbeit mit dem Ziel der Festeinstellung anbietet bzw. eine Praktikumsstelle (betriebliche Trainingsmaßnahme) annimmt mit dem Ziel des Erhalts und Erlangung beruflicher Kenntnisse und einer späteren Übernahme in ein Beschäftigungsverhältnis. Insoweit ist schon fraglich, ob von dem Antragsteller das Anbieten einer kostenlosen Probearbeit oder die Aufnahme einer Praktikumsstelle verlangt werden kann. Ungeachtet dieser Frage lässt aber auch diese Bestimmung in keiner Weise erkennen, welches konkrete Handeln und in welchem Umfang von dem Antragsteller gefordert wird. Es fehlt daher schon an der hinreichenden Bestimmtheit der dem Antragsteller auferlegten Pflichten.
Unter Berücksichtigung der erheblichen Zweifel an der Rechtmäßigkeit des Eingliederungsverwaltungsakts vom 18. September 2013 überwiegt das private Interesse des Antragstellers, vom Vollzug des Verwaltungsaktes bis zum rechtskräftigen Abschluss des Verfahrens verschont zu bleiben, das öffentliche Interesse an der Vollziehung der behördlichen Entscheidung.
Hessisches Landessozialgericht, L 9 AS 846/13 B ER, 16.01.2014, rechtskräftig
Kompletteinsicht in die Korrespondenz: Öh nö-nö-nö! :icon_evil:
Einerseits mein Datenschutz und wenn der potentielle Arbeitgeber mitbekommt, dass ich seine Datenschutzrechte einfach mal so verletze, bin ich bei dem verbrannt.

Abgabetermine für den Bewerbungsnachweis: Unsinn, denn der Nachweis bringt nicht in Arbeit. (Der 15.04. ist übrigens sowas von dermaßen Sonntag. :icon_hihi:)

Die Nachweisregelung ist auch unsinnig, da immer der Nachweis aller zurückliegenden Bewerbungen gefordert wird.
Im April also auch vom März und Februar.

Bewerbungen auf VVs zählen selbstverständlich zu den Eigenbemühungen.

Die Teilnahme an Bewerbungsgesprächen ist schon gesetzlich geregelt und kann nicht vereinbart werden.

Bewerbungskostenerstattung:
Geht so nicht. Fixe Pauschbeträge sonst nixe Unterschrift. :wink:
Die EGV ist auf einer einheitlichen Urkunde abzuschließen, irgendwelche Antragsformulare, die sich ändern können und irgendwelche unbekannten Inhalte haben, können also nicht Bestandteil der EGV sein.

Nachbesserung, sinnigerweise ausgerechnet unter Rechtsfolgen :)doh:):
Entweder bekommt jeder Vertragspartner dieses Recht oder keiner.
Wäre ja noch schöner. Immerhin ist das ein Austauschvertrag. :biggrin:

Sollte die Maßnahme als VA kommen und nur dann:

Es fehlt jedes Ermessen und Integrationskonzept.
Warum die Maßnahme nötig ist, wie sie Dir in Arbeit hilft und was genau Du dort zu tun hast, bleibt offen.
Inhaltlich ist die Maßnahme unbestimmt und in unverschämter Weise unkonkret ("verschiedene Integrationskonzepte" - Ach, und eine Tüte mehrerer Eingliederungsversuche, oder wie? :biggrin:).
In der zeitlichen Verteilung ist sie auch unbestimmt, denn Dauer, Frequenz und Zeitpunkte für die Einzelcoachings fehlen.

Warte bitte noch ein paar Tage, denn vermutlich werden andere Leute auch noch etwas Verbesserungswürdiges finden. :wink:

Nachtrag: Wenn Dir noch etwas Schönes einfällt, dann nimm es bitte in die Gegenvorschläge auf.
Ist ja Deine Vereinbarung und die soll Dir gefallen. :biggrin:
 

Zeitkind

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#21
Was mir noch so einfällt:
Die absurde SB-Bastelvorlage "Gegenerklärung" solltest Du zu Deinen Akten legen.
Ein allzu offensichtlicher Versuch, dem Erklärenden einen Tritt auf die Sanktionsmine zu erleichtern.
Also dort bloß nichts eintragen, geschweige denn zurückgeben. :icon_evil:
Gesprächsverlauf sagte :
Kunde: ... Der MT betonte auch noch die Freiwilligkeit dieser Maßnahme.
So etwas sollte man sich vom betonenden schriftlich geben lassen. Eventuell läßt sich da noch was nachordern.
Vielleicht kannst Du auf dem Webauftritt des MT Hinweise auf eine Förderung durch den ESF finden.
Die Teilnahme an so geförderten Maßnahmen ist tatsächlich freiwillig. Hier wird das ausführlicher erklärt:
Identifizierung und Nachweis der ESF-Förderung einer Maßnahme
 
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#22
Vanyschnucki, don't panic.
Ozymandias hat dir doch schon den Scheiterhaufen am Ende des Tunnels angezündet.
Lauf darauf zu.
[...] Ich steige da nun gar nicht mehr durch, da ich dachte, man verschafft sich Zeit dadurch, dass man die EGV nicht direkt unterschreibt und dann weiteres Vorgehen plant.[...]
Das ist völlig richtig und das hat auch keiner in Abrede gestellt.
[...] kann ich ja gar nicht sanktioniert werden, da es keine unterschriebene EGV gibt, dies ist mir bewusst. [...]
Elisa Doolittle: Es grünt so grün, wenn Spaniens Blüten blühen...
Professor Higgins: Mein Gott, jetzt hat sie's. :icon_wink:

[...] Dennoch erwartet SB nun in irgendeiner Weise eine Reaktion meinerseits.[...]
Wartest du nicht auch jeden Tag auf den Boten, der dir den Jackpot vorbei bringt?

Mach dir mal bewußt:
DU bist der König Kunde.
Der kann sich seine Reaktion gegenüber Personal und Dienstleistern aussuchen.

Das bedeutet in deinem Fall:
Entweder du meldest dich innerhalb der vereinbarten Zeit und machst kluge Anmerkungen, WAS du alles geändert haben möchtest - oder -
du läßt selbst das sein und kaprizierst dich auf die Autopsie des vermutlich rechtswidrigen VAs, der höchstwahrscheinlich - nach Ablauf der Frist - bei dir eintrudeln wird.

Das ist Temperamentssache und deine Entscheidung, wann du dir wie viel Arbeit machen willst.
Ein halbherziger Verhandlungsversuch könnte dem SG vorgaukeln, daß du sowas von verhandlungsbereit warst, der pöse SB halt trotzdem den VA raus gehauen hat.

Ich tendiere mittlerweile dazu, SBs, die mir Dreck an die Backe heften wollen, ins Messer laufen zu lassen und nicht vorab aufzuschlauen - dahingehend wie ein wasserdichter VA auszusehen hätte.
[...] Ist das denn verkehrt?[...]
Nein.
[...] Ich habe ja um Prüfzeit gebeten, dann sollte ich doch auch prüfen? [...]
Richtig.
Wenn überhaupt, meldet sich der selbstbewußte HE auch erst nach angemessener Zeit.
[...] Oder nicht? Soll ich einfach auf einen VA warten? Ich bin überfordert.[...]
Siehe oben.
Nimm dir ein paar Tage Auszeit von dem Thema und laß erst mal sacken.
[...] In der EGV stehen viele Dinge mit denen ich nicht einverstanden bin: [...]
Was du kritisierst, wäre im Fall eines Verwaltungsaktes RECHTSWIDRIG.
Wahrscheinlich ist SB deshalb auch so hinter (d)einer Unterschrift her wie der Teufel hinter der Seele.

Nur am Rande:
DIESE EGV würde ich nie und nimmer unterschreiben.

[...] Mir erschließt sich nur einfach nicht, was ich nun weiterhin tun kann, da meine SB nicht mit sich reden lässt und erwartet, dass ich da am 30.01. dort aufschlage oder zumindest eine Gegenerklärung abgebe. [...]
Du solltest DIR mal für dich selber überlegen, ob du auf der Welt bist, um andrer Leuts Erwartungshaltung zu erfüllen oder ob du die Regie über dein Leben irgendwann selbst übernehmen willst.
Dazu gehört unter Anderem, den Leuten die Stirn zu bieten, die Verhalten von dir "erwarten", die du gar nicht bedienen willst - und mußt.

Denk im Zusammenhang mit SBs zuerst über KONSEQUENZEN nach:
WAS passiert denn, wenn du dich nicht "erwartungsgemäß" meldest?
Solange du nichts unterschrieben hast, dich bis dann und dann zu melden, kann SB dir genau WAS?
Eben.
GAR nichts.

Argumentationshilfe:
Deine Prüfung hat halt ergeben, daß diese EGV deine Rechte in inakzeptabler Weise beschneiden würde.
DIE unterschreibst du nicht.
Feddisch.
Spielball beim SB.

Btw, Briefe kosten Geld.
SB merkt doch selbst wenn nicht unterschrieben wurde.

Da du nicht so gut geharzt wirst wie deine SB, sollen sie dir fürs Geld eine neue, akzeptable EGV schreiben.
Die auszuarbeiten, gehört nicht zu deinen Aufgaben.

Arbeite an deiner Einstellung:
Bist du deren Qualitätssicherung?
Nein - du bist der Kunde, dem zum Ärger des SBs auffällt, wenn der Vorschlag nicht koscher ist.
Das reicht mir für den Anfang an Wissen.
 

Vanyschnucki

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#23
Ich würde keine Fragen stellen, sondern am Ende der Prüfzeit meine Gegenvorschläge nachweisbar und schriftlich lancieren, ideal wäre Fax mit qualifiziertem Sendebericht.

Wenn Dir noch etwas Schönes einfällt, dann nimm es bitte in die Gegenvorschläge auf.
Ist ja Deine Vereinbarung und die soll Dir gefallen. :biggrin:
Danke 0zymandias, das sind wirklich gute Ansätze! Vorallem jedoch der Punkt über die Nachbesserung, dies ist mir erst beim dritten Durchlesen der EGV aufgefallen, weil du es angesprochen hast, danke. Was ist das bitte für ein einseitiger Mist mit dieser EGV...

Hier habe ich nun einmal meine bisherigen Punkte aufgeschrieben, welche ich in dieser EGV beanstande und wo ich den SB um Streichung bzw. Abänderung bitten werde.

Diese würde ich auch so an meinen SB weitergeben (ein bis zwei Tage vor Ablauf der Frist versteht sich, als Fax und nochmals mit bezeugtem Briefeinwurf).

Sind diese Einwände denn bisher so in Ordnung und auch berechtigt? Bitte nochmal drüber schauen, da mir langsam der Kopf brummt... Ich kann mir kaum vorstellen, dass die SB auf diese Änderungswünsche von mir eingehen wird, besonders in Bezug auf diese Maßnahme, jedoch finde ich es besser Gegenvorschläge zu machen, als einen VA abzuwarten.

Sehr geehrte Frau SB,

Ihre EGV vom XX.XX.2018 habe ich ausführlich geprüft und möchte nun folgende Punkte ansprechen und Ihnen einen Gegenvorschlag machen:

- Die angebotene Maßnahme kann so nicht von mir akzeptiert werden, da sie mich nicht erkennbar bei der Eingliederung in Arbeit unterstützt, daher bitte ich um Streichung

- Eine zusätzliche Datenschutzermächtigung benötigen Sie von mir nicht, daher bitte ich auch hier um Streichung, denn eine Einwilligung meinerseits ist nur dann erforderlich, wenn es sich um Daten handelt, die über das vom Gesetzgeber geforderte Mindestmaß hinaus gehen. Sollten Sie Daten dieser Art benötigen, würde ich gerne selbst entscheiden welche dies sind und an wen diese übermittelt werden (Datenschutz)

- Pflichtpratika sollten ebenfalls nicht Bestandteil dieser EGV sein , da diese mit mir nicht besprochen wurden und ich darüber hinaus auch gar nicht weis, welche Kenntnisse mir dort vermittelt werden sollen

- Eine Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung (AU) werde ich nur dem Jobcenter vorlegen, da ich hierzu laut Gesetz verpflichtet bin, der MT muss sich im Krankheitsfall beim Jobcenter erkundigen, da ich mit dem MT keinerlei Verpflichtungen eingegangen bin, daher bitte ich auch hier um Anpassung der EGV

- Meine Eigenbemühungen soll ich dokumentieren und bei schriftlichen Bewerbungen das Anschreiben als Kopie dem Jobcenter vorlegen. Dies bitte ich ebenso zu streichen bzw. abzuändern, da ich aus Datenschutztechnischen Gründen nur dokumentieren werde, wo und wann ich mich beworben habe (Adresse der Firma, Datum) und auf welchem Wege dies geschehen ist. Diese Angaben sind ausreichend für den Nachweis meiner Eigenbemühungen

- Ebenso sind fixe Abgabetermine für die Eigenbemühungen in der EGV nicht sinnvoll, dies bitte ich ebenfalls zu streichen, da ich Ihnen gerne auf Anfrage meine bisher getätigten Bewerbungsbemühungen rückwirkend vorlege. Anzumerken sei hierbei das Vermittlungsvorschläge seitens des Jobcenters ebenfalls unter die Eigenbemühungen fallen

- Die festgelegte Anzahl von vier Bewerbungen im Monat ist nicht sinnvoll, da ich mich immer nur dem aktuellen Arbeitsmarkt entsprechend bewerben kann und es deswegen nicht immer garantiert ist, das ich dieses Soll monatlich auch erfüllen kann

- Die Vereinbarung von Vorstellungsgesprächen ist gesetzlich schon geregelt und muss nicht extra noch in der EGV vereinbart werden, dies bitte ich ebenfalls zu streichen

- Die Erstattung von Bewerbungskosten ist zu unbestimmt. Hier reicht es nicht aus einfach zu schreiben, dass diese auf Antrag übernommen werden können. Es müssen fixe Pauschalbeträge pro Bewerbung in der EGV aufgeführt werden. Ich halte 5€ pro schriftlicher Bewerbung und 2,50€ pro Email Bewerbung für sinnvoll

- Die Fahrtkostenerstattung ist ebenfalls zu ungenau. Ich soll die Fahrtkostenanträge vorab beim Jobcenter stellen um dann im Nachhinein Fahrtkosten zu Terminen und Maßnahmen erstattet zu bekommen. Dafür brauche ich jedoch, laut Ihrem Fahrtkostenantrag, einen Nachweis, dass ich bei besagtem Termin/Maßnahme war. Diesen Nachweis kann ich nur erbringen, wenn ich schon in Vorauszahlung getreten bin, ich bitte dies auch abzuändern und mir zukünftig anfallende Fahrtkosten im Voraus zu zahlen

- Mir erschließt sich auch nicht wieso das Jobcenter hier eine Nachbesserungsfrist von 4 Wochen hat, jedoch in dieser Zeit keine Rechtsfolgen zu befürchten. Da eine EGV einen Vertrag zwischen zwei Vertragspartnern darstellt, sollte auch mir eine Nachbesserungsfrist von 4 Wochen eingeräumt werden da Vertragspartner gleichwertig sein sollten, daher bitte ich dies dahingehend abzuändern
danke für eure Unterstützung bisher!


Nachtrag:

Was mir noch so einfällt:
Die absurde SB-Bastelvorlage "Gegenerklärung" solltest Du zu Deinen Akten legen.
Ein allzu offensichtlicher Versuch, dem Erklärenden einen Tritt auf die Sanktionsmine zu erleichtern.
Also dort bloß nichts eintragen, geschweige denn zurückgeben. :icon_evil:
Mich hat diese Gegenerklärung sehr verunsichert und ich dachte, man muss diese abgeben :doh:

Mitlerweile weis ich ja, dass ich diese nur abhefte und einfach ignorieren kann. Die SB drängte halt schon sehr auf diese Gegenerklärung und machte mir deutlich, wie unerlässlich diese sei, sollte ich die EGV nicht unterschreiben, nun weis ich ja auch wieso.


So etwas sollte man sich vom betonenden schriftlich geben lassen. Eventuell läßt sich da noch was nachordern.
Vielleicht kannst Du auf dem Webauftritt des MT Hinweise auf eine Förderung durch den ESF finden.
Die Teilnahme an so geförderten Maßnahmen ist tatsächlich freiwillig. Hier wird das ausführlicher erklärt:
Identifizierung und Nachweis der ESF-Förderung einer Maßnahme
Danke. Ich werde mal schauen, ob die aktuelle Maßnahme bzw. das Bewerbungscoaching welches in der EGV vereinbart wurde, darunter zu finden ist oder ich Infos dazu im Web finde. Die ersten beiden Maßnahmen sind ja sowieso erst einmal vom Tisch, daher kann ich wohl nicht auf die Freiwilligkeit der beiden vorherigen Maßnahmen, bezugnehmend auf meine jetzige EGV, eingehen.

Ich tendiere mittlerweile dazu, SBs, die mir Dreck an die Backe heften wollen, ins Messer laufen zu lassen und nicht vorab aufzuschlauen - dahingehend wie ein wasserdichter VA auszusehen hätte.
Hey Pixelschieberin, erst mal auch ein großes Danke an dich, denn deine Texte sind sehr aufbauend und machen mir Mut, da ich mich, bis auf hier im Forum, sehr allein gelassen fühle und wie kein wertiger Mensch mehr.

Da hast natürlich recht, ich bin auch ein wenig hin- und hergerissen, ob ich denn diese Gegenvorschläge überhaupt machen sollte, da ich den SB ja dann auf seine Fehler hinweise und dieser dann einen wasserdichten VA erlassen kann. Doch ist es nicht so, dass der VA und die EGV, die von mir nicht unterschrieben wurde, identisch sein müssen? Sprich, SB kann den garnicht abändern? Oder ist dies auf zukünftige VAs der SB bezogen?
 
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Zeitkind

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#24
Sind diese Einwände denn bisher so in Ordnung und auch berechtigt?
Sieht doch schon mal prima aus. Alles berechtigt und gut formuliert.
Übrigens hast Du noch ganze 10 Tage Zeit. Also nichts übereilen.
Ich kann mir kaum vorstellen, dass die SB auf diese Änderungswünsche von mir eingehen wird, besonders in Bezug auf diese Maßnahme, ...
Was erwartest Du? Es geht mehr um den vorbereitenden Nachweis des Verhandlungsversuches.
Gehen wir von einem ersetztenden VA mit einhergehender Maßnahme aus,
wirst Du für die wirksame Gegenwehr ein paar Joker brauchen.
... jedoch finde ich es besser Gegenvorschläge zu machen, als einen VA abzuwarten.
Soll aber nicht heißen, daß man nach Verhandlungsende solch einen Wisch unterschreibt.
Oder bist Du mit den Sanktionsandrohungen der RFB einverstanden?
Dir sollte auffallen, daß es in der Vereinbarung keine RFB für die Gegenseite gibt.
Natürlich hast Du das Recht, spaßhalber eine RFB für die Gegenseite auszuarbeiten. :icon_wink:
 

Vanyschnucki

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#25
Sieht doch schon mal prima aus. Alles berechtigt und gut formuliert.
Danke, ich werde diese Liste weiterhin aktualisieren, sobald ich hier eventuell auch noch ein paar Vorschläge bekommen habe oder mir noch etwas einfällt.

Was erwartest Du? Es geht mehr um den vorbereitenden Nachweis des Verhandlungsversuches.
Gehen wir von einem ersetztenden VA mit einhergehender Maßnahme aus,
wirst Du für die wirksame Gegenwehr ein paar Joker brauchen.
Und solch ein Joker ist der nachweislich erbrachte, schriftliche Versuch auf Verhandlungen meinerseits bzw. diese Gegenvorschläge? Danke, dies hätte ich nicht erwartet, dann ists ja gut, wenn ich diese dem SB noch nachweislich zukommen lasse.

Soll aber nicht heißen, daß man nach Verhandlungsende solch einen Wisch unterschreibt.
Oder bist Du mit den Sanktionsandrohungen der RFB einverstanden?
Dir sollte auffallen, daß es in der Vereinbarung keine RFB für die Gegenseite gibt.
Nein, natürlich werde ich diesen Wisch nicht unterzeichnen, vor allem nicht so wie er jetzt ist, eventuell nachdem alle meine genannten Punkte abgeändert wurden, doch selbst da wäre ich weiterhin skeptisch, da ich gelernt habe, dass eine EGV nur dazu da ist, mich zu Sanktionieren, Punkt.
 

noillusions

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#26
Nein, natürlich werde ich diesen Wisch nicht unterzeichnen, vor allem nicht so wie er jetzt ist, eventuell nachdem alle meine genannten Punkte abgeändert wurden, doch selbst da wäre ich weiterhin skeptisch, da ich gelernt habe, dass eine EGV nur dazu da ist, mich zu Sanktionieren, Punkt.
Wäre ja nicht logisch, wenn deine Wünsche erfüllt werden und du dennoch nicht unterschreibst, oder?
 

Vanyschnucki

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#27
Wäre ja nicht logisch, wenn deine Wünsche erfüllt werden und du dennoch nicht unterschreibst, oder?
Ist das gerade eine ernst gemeinte Frage von dir? Ich gehe nicht davon aus, dass jemals eine EGV existiert hat, wo alles gestimmt hat und der ELO sofort und ohne Einwände einfach so unterschreibt.

Wenn, dann habe ich bisher aus Unwissenheit unterschrieben, dies wird mir nicht mehr passieren. Die Gegenvorschlagswünsche, sind, wie Zeitkind schon angedeutet hat, eher für den Nachweis eines Handlungsversuchs, als weiteres Argumentationsfutter, wenn du so willst, da mir bewusst ist, dass SB meine Wünsche nicht ändern wird, dann stünde ja bald gar nichts mehr in der EGV :bigsmile:
 

Vanyschnucki

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#28
Ich habe nun nochmals die Gegenvorschläge bearbeitet und bin nun ganz zufrieden damit. Habe mir die EGV auch nochmals, in Ruhe durchgeschaut. Heute habe ich einen klareren Kopf. :sorry:

Ich werde diese EGV so wie sie momentan ist, nicht unterschreiben. Meine Gegenvorschläge habe ich mal als Datei angehängt, vielleicht sind diese ja für jemand anderen auch ganz passend. Ich habe bewusst auf Gesetzestexte und §§ verzichtet, soll die SB sich die passenden Passagen doch selber suchen, macht sie ja sonst auch immer :bigsmile:

Ich bin natürlich weiterhin offen für Vorschläge, sei es in Bezug auf die Gegenvorschläge die schon gesammelt wurden oder allgemeinen Tips. Ich habe ja noch Zeit.

Wann wäre denn der optimale Zeitpunkt meiner SB diese Gegenvorschläge zuzusenden? Die Maßnahme startet am 30.01., Prüfzeit habe ich 14 Tage eingefordert, wäre also genau der 30.01. dann.

Nachtrag:

Bzgl. der ESF-Förderung habe ich herausgefunden, dass nur ein Teil dieser Maßnahme, welcher in Hamburg stattfindet, von der ESF gefördert wird. Ich habe jedoch auf dem Flyer gesehen, dass diese Maßnahme AZAV zertifiziert ist. Ich mache mich da mal noch schlau.

Ich war dort übrigens vor ca. zwei Jahren schon, also kenne ich den Laden. Nach zwei Tagen wurde ich hinaus gebeten, da ich nichts unterschrieben habe und mich so verhalten hatte, wie Pixelschieberin mehrfach vorgeschlagen, kam mir damals alles schon komisch vor.
 

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Sebi1988

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#29
huhu,
hab dein schreiben und die EGV kurz überflogen.

zur EGV wurde ja schon einiges gesagt, ich denke das kann man erstmal so stehen lassen, muss man nicht weiter drauf eingehen, den VA kann man später noch ausführlich zerpflücken sofern der wirklich kommen sollte und die inhalte SO aussehen. sehe da dann auch kein großes problem da was gegen zu unternehmen.

zu deinem schreiben möchte ich anmerken: fasse dich kurz! es ist sehr lobenswert, dass du dich mit der ganzen materie auseinandersetzt, aber du machst hier gerade die arbeit des SB.

schreibe einfach kurz und knapp, dass du die EGV so wie sie ist, nicht für unterschriftsfähig hälst, weil die fahrkostenerstattung nicht konkret gerelt ist, die bewerbungskosten eben so wenig. die maßnahmen inhalte sehr allgemein gehalten sind und das wars.
den rest würde ich für mich behalten ... soll er dann erstmal ne neue EGV machen und sie dir zur prüfung zuschicken, dann kann man weiter schauen. der fall wird hier wahrschein sowieso nicht eintreten, da du direkt nen VA bekommst, den man dann einfach wieder kippen kann.

und dieser wisch zur "gegenerklärung" ist ja wohl der hammer ... den kann er sich mal ganz dezent da hin schieben wo die sonne nicht scheint. den bitte einfach ignorieren. setz ein kurzes schreiben auf und belasse es dabei.
den ganzen kram schickste dann am 29.01.2018 ab und gut is. zu der maßnahme solltest du selbstverständlich nicht gehen.
 

Zeitkind

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#30
Meine Gegenvorschläge habe ich mal als Datei angehängt, vielleicht sind diese ja für jemand anderen auch ganz passend.
Den ersten Satz im vorletzten Absatz würde ich folgend ändern:
- Mir erschließt sich auch nicht, wieso das Jobcenter hier eine Nachbesserungsfrist von vier
Wochen - hat, jedoch in dieser Zeit keine Rechtsfolgen zu befürchten hat.

Alternative Formulierung:

- Mir erschließt sich auch nicht, wieso sich das Jobcenter eine Nachbesserungsfrist von vier Wochen einräumt,
jedoch während dieser Zeit keine Rechtsfolgen zu befürchten hat.
Im Übrigen finde ich den Gegenvorschlag als solchen beispielhaft. :icon_wink:
... aber du machst hier gerade die arbeit des SB.
Das sehe ich nicht ganz so, denn der Gegenvorschlag muß ja auch einen Bezug haben.
Da hat der TE schon ganz richtig gedacht;
Ich habe bewusst auf Gesetzestexte und §§ verzichtet, soll die SB sich die passenden Passagen doch selber suchen...
Mit diesem Gegenvorschlag dürfte die SB schon ziemlich überfordert sein.
Entscheidende Fehler zu machen, liegt damit auf der Gegenseite.
Wann wäre denn der optimale Zeitpunkt meiner SB diese Gegenvorschläge zuzusenden?
Hattes Du doch hier schon selbst herausgefunden:
Diese würde ich auch so an meinen SB weitergeben (ein bis zwei Tage vor Ablauf der Frist versteht sich,
als Fax und nochmals mit bezeugtem Briefeinwurf).
 

Vanyschnucki

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#31
schreibe einfach kurz und knapp, dass du die EGV so wie sie ist, nicht für unterschriftsfähig hälst, weil die fahrkostenerstattung nicht konkret gerelt ist, die bewerbungskosten eben so wenig. die maßnahmen inhalte sehr allgemein gehalten sind und das wars.
Danke, ich habe das Schreiben mal etwas abgeändert und nun Version zwei erstellt, kurz und Knapp das Nötigste. Nun ist nicht alles aufgezählt, da man noch ein paar Argumente im Hinterkopf haben sollte, für das SG :idea:

den rest würde ich für mich behalten ... soll er dann erstmal ne neue EGV machen und sie dir zur prüfung zuschicken, dann kann man weiter schauen. der fall wird hier wahrschein sowieso nicht eintreten, da du direkt nen VA bekommst, den man dann einfach wieder kippen kann.
Habe auch schon damit angefangen die Begründungen fürs SG so detalliert und genau wie möglich zu verfassen und zu sammeln. Sollte der VA dann kommen, kann ich direkt zusammen mit dem (dann auch eher kurz gehaltenen) Widerspruch ans JC zeitgleich auch die aW beim SG beantragen.

In das Schreiben ans SG sollten dann ja die ganzen guten und begründeten Argumente rein, welche gegen den VA sprechen, sehe ich das richtig so? Grundlage für dieses Schreiben sind ja die Gegenvorschläge aus oben angehängter Datei, da diese ja aufzeigen, was alles Murks an der EGV ist. Ist der kommende VA dann nicht identisch zu der von mir eingestellten EGV, is das Ding ja sowieso Käse.

Werde wenn es soweit ist nochmal alles hochladen bevor ich irgendetwas abschicke, damit jemand drüber schauen kann. Habe bisher einige Argumente in der Datei "Begründungen für das SG" zusammengetragen.
 

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#32
Für Auskenner kommt hier nichts Neues - der Post kann komplett übersprungen werden.
Die Langversion ist für Noobs in der JC-Arena gedacht

@ Vanyschnucki:
Das "erst mal ein paar Tage sacken lassen" war nicht so dahin geplaudert.
Wie sonst soll sich ein gestreßter Geist den NÖTIGEN Abstand erarbeiten?
Um sein Hamsterrad aus der Hubschrauberperspektive betrachten zu können, muß der Gefangene doch erst aus der Situation raus springen.

In der Auszeit - am Besten BEVOR du dich mit der anstehenden Aufgabe beschäftigst - befasse dich mit Manipulationstechniken und deren Abwehrstrategien.
Da genau dort der Hase im Pfeffer liegt, weshalb manch HE wie a Puppet on a String agiert:
Nicht larifari übers Thema huschen, sondern sich intensiv rein helfen.

Es gibt dazu genug Einstiegsliteratur.
Ohne derartige Lektüre und Coaching von Netzfreunden wäre ich auch noch von Ängsten vor dunklen SB-Mächten dauer-gebeutelt.
Seit ich mir eigene Macht rangeschafft habe - das WISSEN um meine Rechte - kann ich wesentlich souveräner mit SBs umgehen.
Heute streßt mich nur noch die Choreographie anstehender Vorladungstermine, da nie gewiß ist, was mich genau erwarten wird.
Das im Ladungsschreiben zu verschleiern, gehört ebenso zur Partitur der schwarzen Manipulationstechniken wie Lug und Trug. :icon_wink:

Was meinst denn du, weshalb bei Drückerkolonnen mit Verknappung gearbeitet wird?
Das Angebot gilt nur x Stunden, nur noch zwei Artikel von tausenden da, etc.
Richtig.
Um beim Gegenüber Druck aufzubauen, der ihm klares Denken unmöglich machen soll.

Bei JC-Vorladungen wurde mir stets Zeitverknappung vorgegaukelt.
Obendrein wurde mit Deadlines agiert, die MIR - bei sinnlosen Beschäftigungsmaßnahmen - sonstwo vorbei gehen.

Aus dem Hubschrauber betrachtet:
Ein die vom Chef vorgegebenen Quoten erfüllender SBs kommt kurz vor Zapp mit einem Maßnahmebeginn-Datum um die Ecke, das bei gründlicher Vertragsprüfung und - verhandlung gar nicht zu halten ist.
Aufgaben-, Fragestellung: Sollte ich für den wesentlich besser gehartzten SB ins bereits viel zu schnell rollende Rad springen?
Gesucht: Ist das meine Arbeitsplatzvorbereitung gewesen?
Gegeben: Nein
Gesucht: Habe ICH das Versäumnis zu vertreten?
Gegeben: Nein
Lösung: PaL. =Problem andrer Leute
[...] Bitte nochmal drüber schauen, da mir langsam der Kopf brummt... [...]
[...] Aus deinem ersten Wurf:
[...] Anzumerken sei hierbei das Vermittlungsvorschläge seitens des Jobcenters ebenfalls unter die Eigenbemühungen fallen. [...]
Wie so oft, steckt der Teufel im Detail.
Ozys aufs Wesentliche zusammen gedampften Satz mußte ich auch mehrfach lesen, um des Pudels Kern zu blicken.
Wenn Abwatschen gespielt wird, dann bitte stets so, daß es kein Bumerang wird.
Der Satz - den ich mir zu diesem Zeitpunkt wegen unnötiger Schlaumeierei verkneifen würde - müßte formal richtig heißen:
Anzumerken sei hierbei fehlendes Komma setzen dass Bewerbungen, die auf Vermittlungsvorschläge seitens des Jobcenters erfolgen, ebenfalls unter die Eigenbemühungen fallen.
Nicht der Vermittlungsvorschlag - wenn NICHT von MIR kommend - ist die Eigenbemühung - sondern die daraus resultierende Aktivität - hier die Bewerbung an sich.
Allein die Bewerbung verfaßt der HE in dieser Konstellation "eigens bemüht".
Demzufolge ist die Bewerbung auf Grund des VVs als Eigenbemühung anzusehen.
Nicht der Vorschlag von Hinz oder Kunz.

Sofern der HE das schwarze Brett im Kaufmannsladen studiert, eine Papier-Zeitung nach Stellenangeboten durchblättert, das Netz danach abgrast, sind das allesamt Eigenbemühungen.

Bemühungen sind auch nicht mit Bewerbungen gleich zu setzen.
Jaaaaaa - Deutsch kann unpräzisen Mitmenschen höchst kompliziert erscheinen.
Wenn z. B. in VA oder EGV "xx Bemühungen" steht, sind auch nur diese zu bedienen.
Was unter der Eigenbemühung zu verstehen ist, hat AnonNemo in einem ausführlichen Artikel auseinandergedröselt.
KLICKEN, LESEN und VERSTEHEN.
Scroll im Post 1408 zu "Unterschied von Bewerbungsbemühungen und Bewerbungen"
[...] Ich kann mir kaum vorstellen, dass die SB auf diese Änderungswünsche von mir eingehen wird, [...]
Mach dich davon frei, für dir zugeloste SBs mit- oder vorausdenken zu wollen.
Was SB tut oder doch besser stecken läßt, wird sich zeigen.

Betrachtung aus der Hubschrauberperspektive:
Sobald ein informierter HE "dagegen hält", kommen aus der JC-Ecke schon mal kopflose Übersprungshandlungen.
Was dir dein SB weis machen wollte, ist ein Paradebeispiel für diese These.
Laß dich nicht kirre machen.
Der Spieler, der sich seinen kühlen Kopf zu bewahren weiß, spekuliert auf Fehler der Gegenseite.
Um sie sich zu Nutze zu machen!
Das ist zwar nicht fein - aber führe dir kurz vor Augen, wie "fair" der Gegenspieler mit dir umgesprungen ist.

SB schaufelt vor deinen Augen eine zunächst beeindruckend wirkende Grube.
Der Volksmund wußte schon immer, WER dort rein fällt.
Wie bereits Otto zu berichten wußte:
Die besonnene HE-Jane ergreift die Liane und springt beherzt drüber hinweg.

Dein neues Mantra sollte sein:
Was auch immer der SB denken könnte und wie auch immer der reagieren wird, soll mich bei der Wahrung MEINER Rechte zunächst NICHT tangieren.

Wie bei einer Mathe-Aufgabe frage ich allein nach "gegeben und gesucht".
Gegeben: Wie lautet das Gesetz, die Verordnung, die interne, gesetzeskonforme Handlungsanweisung?
Gesucht: Darf datt datt?
WER hat/bekommt voraussichtlich Recht?

Anders machts der Richter hinterher auch nicht.
Der hat weder Zeit noch Muße, Emo-Geseier zu sichten.
[...] Doch ist es nicht so, dass der VA und die EGV, die von mir nicht unterschrieben wurde, identisch sein müssen? Sprich, SB kann den garnicht abändern? [...]
Diese Zwickmühle ist doch das Schöne an der ganzen Misere. :icon_wink:
SB hat jetzt drei Optionen.

Entweder 1)
SB gibt entnervt auf und behandelt dich fortan als Karteileiche, Schrankfall, you name it.
Dein bisheriges Gebaren läßt mich jedoch vermuten, daß das so bald nicht passieren wird.
SB hat bereits die Fänge in deine softspots geschlagen.
Dir bleibt der kleine Spaß, dem Gegner den Genuß zu vergällen.

oder 2)
SB geht samt und sonders auf deine Änderungswünsche ein und verfaßt einen neuen EGV-Vorschlag.
Damit ists ein völlig neues Spiel.
Zum neuen Glück gehört auch eine neu anzusetzende Prüfzeit. :icon_wink:
Aus Gründen der Präzision würde ich deine Änderungswünsche nicht als verhandelbare "Vorschläge" etikettieren - sondern klar stellen, daß es sich um meine Forderung handelt.
Dein erstes Schreiben erscheint mir viel zu demütig-angepaßt.
So schreibt kein Auftraggeber=Kunde sondern ein bittstellender Leibeigner.
Die anderen lese ich erst, wenn du hast "sacken lassen".


oder 3)
SB haut - von seiner vermeintlichen Macht geblendet oder wider besseres Wissen - den VA "so" raus.
Das halte ich für die wahrscheinlichste Version.
Aufmerksame Mitleser wissen, daß der VA - in dieser Ursprungs-Form - sowas von rechtswidrig wäre. :biggrin:

Es ist jedoch zu erwarten, daß manch SB die Deadline=Maßnahmebeginn im Nacken sitzt und der VA "so" ergehen wird.
Das könnte passieren sobald SB anhand deiner Forderungen realisiert, daß DIESE EGV nicht mehr unterschrieben werden wird - vielmehr ein langwieriges Hin und Her zu erwarten ist.
DU mußt dein ganzes Pulver nicht sofort verschießen und kannst Änderungswünsche Bröckchen für Bröckchen vortragen.

Merke:
Solange nicht beide unterzeichnet haben oder unmißverständlich VA drüber steht, bleiben diese Drucksachen stets Vorschläge und/oder Angebote.

Kommt tatsächlich ein lau abgeänderter EGV-Vorschlag, kann das Spiel etwa so entschleunigt werden:
Bei Durchsicht Ihres abgeänderten EGV-Vorschlags ist meinem Ratgeber aufgefallen, daß dieser Punkt in meine Rechte eingreift.
Zitat [Text der EGV abtippen, der dir quer im Hals hängt]
Diesen Passus bitte ich zu streichen.
Um Speed rauszunehmen, halte ichs für sinnvoller, die "Antwort" auf den dir vorliegenden EGV-Vorschlag so spät wie möglich abzusetzen.
Falls deine Verhandlungsbereitschaft erkennbar bleiben soll - idealerweise BEVOR ein VA eingetrudelt ist.
Deren interne Postlaufzeiten rechne ich als meine Positiv-Toleranz ein.
SB soll einfach die vereinbarte Frist einhalten, ehe er/sie den VA versendet.

Da es dazu LEIDER nicht Schriftliches gibt, würde ich ein Fax mit dürren Worten nachkarten.
Derartige Kurzmitteilungen sind unter Geschäftsleuten nicht unüblich.
Tenor:
Betreffzeile: Kurzmitteilung - Gesprächsnotiz - zur Kenntnisnahme
Ort, Datum
Sehr geehrte Frau Merkbefreit,
wie am dd.mm.yy mitgeteilt, werde ich den von Ihnen allein ausgearbeiteten Vorschlag einer Eingliederungsvereinbarung (EGV) extern prüfen lassen.
Dazu muß zunächst ein Termin vereinbart werden.
Hinsichtlich einer Rückmeldung hatten wir gemeinsam den dd.mm.yy vorgemerkt.

MfG
Die-du-mit-sinnlosen-Maßnahmen-mal-kreuzweise-kannst
Fax mit Sendeprotokoll - oder Methode doppelt gemoppelt - und gut iss.
Damit verpflichtest DU dich m. E. zu GAR NICHTS.
Ob du dich zurückmeldest oder nicht, geht aus diesem Text nicht hervor, macht aber im Streitfall klar, bis wann dein SB die Füße still zu halten hat.
[...] Und solch ein Joker ist der nachweislich erbrachte, schriftliche Versuch auf Verhandlungen meinerseits bzw. diese Gegenvorschläge? [...]
Das wäre einer davon.
Sofern deine Abänderungsforderungen auf rechtsicherem Boden stehen.

Mein Ziel bei DEM Spiel:
Für jeden auch nur halbherzig mitlesenden Richter soll klar werden, daß ich das Bambi bin, dem gar übel mitgespielt wurde.
Es muß LEICHT erkennbar herausgearbeitet werden, daß mit DEM VA mutwillig gegen geltendes Recht verstoßen wird.

Nachtrag:
noillusions würde ich nicht angehen.
Der/die stellt genau die Fragen, die dein Gegner auch stellen wird.
Sieh ihn/sie als Sparringspartner an und bereite dich vor.
 
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Sonne11

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#33
Ich schließe mich allem an und wiederhole kurz meinen ersten Post und ergänze ihn mit dem neuen Wissen aus Deinen Zettelchen:

Maßnahmen eingekauft, Infoveranstaltungen sollen eine Wahl vorgaukeln, oder sind tatsächlich freiwillig weil ESF oder sonst wie finanziert. SB muss sie füllen!

EGV Sachen streichen lassen die gar nicht gehen, Maßnahme wird bleiben oder eher wird alles bleiben, damit SB den EGV Entwurf nicht noch einmal vorlegen muss, denn sonst würde dann der VA nicht übereinstimmen.

Was jetzt auffällt: G-*S-*M- macht für gewöhnlich alles über AVGS also Aktivierungsgutscheine! Diese müssten von DIR beantragt werden! Ich frage mich, ob das tatsächlich so ist und SB Dir diesen Gutschein unterschlägt! Man könnte danach fragen! :wink: Weitergedacht: Coaching-Maßnahmen laufen für gewöhnlich über AVGS weil Teilnehmer freiwillig dies wollen müssen. Coaching Maßnahmen sind sinnlos, wenn Teilnehmer nicht offenherzig mit ihren Daten umgehen wollen! G-*S-*M-*wird ganz sicher Deine Mail und Telefon wollen, weil die so Termine vereinbaren und die Daten nutzen wollen! Man muss auch Verträge unterschreiben bei denen, weil die alles an ihre Zentrale weitergeben und auch sehr eng mit ZAF arbeiten!

Vorteil der Maßnahme: sie ist kurz und wohl eine reine Bewerbungsmaßnahme ohne Erprobungen und Lama-Spaziergängen.

NACHTRAG FÜR TE: AVGS ist ein Aktivierungs- und Vermittlungsgutschein. Kein Bildungsgutschein! Den AVGS unterschlagen gerne die JC und wickeln es hinterrücks ab, da der TE diesen nicht unterschreiben muss! Er müsste den Gutschein beim Träger aushändigen, den der TE sich ausgesucht hat!
 
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Vanyschnucki

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#34
Danke für die Antworten, das Ganze muss wohl wirklich mal ruhen, da hat Pixelschieberin recht. Ich werde es nun erstmal alles sacken lassen und verarbeiten, es ist ja schon sehr viel passiert, vieles ist schon vorbereitet und Zeit ist auch noch etwas, bis die Prüfzeit verstreicht. Ich werde mir die nächsten Tage Gedanken darüber machen, welche Version meiner Forderungen bzgl. der EGV ich nun abschicke.

Sollte der VA kommen und ich erst einmal an der Maßnahme teilnehmen müssen, dann weis ich ja wie ich mich zu verhalten habe, gerade in Bezug auf meine sensiblen Daten. Dazu hätte ich dann auch direkt einen Schrieb für den MT parat, wo es nochmal um den Datenschutz geht, da bin ich, dank dem Forum, gut informiert und auf Einiges vorbereitet.

Danke @Pixelschieberin. Das Fax zur Kenntnisnahme an meinen SB bzgl. der Prüfzeit habe ich übrigens heute noch, so wie von dir geschrieben, nachweislich versendet. Ist manchmal schwer, da den Überblick zu behalten, was man am besten wann genau abschickt, dieser Tipp war sehr hilfreich.

NACHTRAG FÜR TE: AVGS ist ein Aktivierungs- und Vermittlungsgutschein. Kein Bildungsgutschein! Den AVGS unterschlagen gerne die JC und wickeln es hinterrücks ab, da der TE diesen nicht unterschreiben muss! Er müsste den Gutschein beim Träger aushändigen, den der TE sich ausgesucht hat!
Dein Hinweis wegen dem Aktivierungs- und Vermittlungsgutschein, über welchen die Maßnahme wahrscheinlich läuft, ist auch nicht verkehrt, diesen werd ich mal im Hinterkopf behalten für die Argumentation mit dem SG. Denn ich habe mir diese Maßnahme ganz bestimmt nicht selbst ausgesucht. Danke dafür.

Wenn ich vor Ende der Prüfzeit einen VA im Briefkasten habe, werde ich mich sowieso melden.
 
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Vanyschnucki

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#35
Hier nochmal die EGV vom 16.01. und der Flyer dieses Bewerbungscoachings.

Ich musste diese leider löschen lassen, da ich nicht ganz aufmerksam beim anonymisieren war. Hab mal alles in eine PDF zusammengeführt, ist sicherlich übersichtlicher.

Werde mich nochmal melden bevor ich meine Änderungsforderungen bzgl. dieser EGV an meinen SB schicke.
 

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Vanyschnucki

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#36
Ich habe nun, auch um mich etwas abzulenken, die Internetseite des Maßnahmeträgers durchforstet :icon_hihi:. Dabei habe ich auch etwas bzgl. dem AVGS gefunden:

Website des Trägers sagte :
Als einer der ersten Bildungsträger führen wir seit Juli 2012 Maßnahmen über den Aktivierungs- und Vermittlungsgutschein (AVGS) durch
Quelle: Link

Dies bedeutet für mich im Umkehrschluss: Ich habe mir diese Maßnahme bzw. den Träger nicht ausgesucht, ebenso wurde mir der AVGS nicht ausgehändigt. Maßnahmen die über einen AVGS laufen können jedoch nicht zugewiesen werden, diese sind freiwillig, da ich mir im Normalfall den Träger ja selber suchen kann.

Kann es sein, dass dann nur ein Teil dieser Maßnahmen von GSM über den AVGS laufen? Oder sind alle davon betroffen?

Vielleicht kann @Zeitkind ja etwas dazu sagen. Du scheinst dich da weitaus besser auszukennen als ich.

Sehe das mit dem AVGS momentan auch als sehr gutes Argument für das SG, sollte der Schrieb so als VA kommen.
 

noillusions

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#37
Ist das gerade eine ernst gemeinte Frage von dir?
Ja was sonst? Deine Wünsche werden erfüllt und du sagst dann doch nö? Ist nicht logisch, oder?
Ob die dir deine Wünsche erfüllen oder nicht wirst du ja sehen.
Und wieso sollte nix drin stehen dann in der EGV? Hast du denn keine Wünsche?
 

Vanyschnucki

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#38
Huhu,

ich habe mich nun die letzten Tage etwas weniger mit dem Thema beschäftigt, auch wenn es schwer gefallen ist, weil es andauernd am rattern ist in meinen Kopf (ich plane immer zu weit in die Zukunft, was wäre wenn.....)

Ich habe nun meine Einwände bzgl. der EGV zu Papier gebracht und einen Entwurf fertiggestellt. Ich würde nochmals darum bitten, dass sich wer die Mühe macht und es durchliest, um mir evtl. noch Formulierungstipps zu geben.

Ansonsten geht das nächste Woche, so wie es nun ist, an meinen SB, per Fax und Briefeinwurf. Einziger Punkt wo ich sehr unsicher bin, ist der AVGS. Sollte ich den überhaupt schon ansprechen, bzw. danach fragen?

Ich persönlich finde das Schreiben leider etwas lang, kann es jedoch nicht so kurz fassen wie ich es gerne hätte, da ich denke, dass bei 14 Tagen Prüfzeit schon etwas "Mehr" kommen muss und mir dieses kurze und präzise nicht sonderlich liegt :sorry:

Sollte dann ein VA kommen:

Ich würde meine ausführliche Begründung fürs SG gerne auf diesen Einwänden aufbauen wollen, (habe schon mit einem Entwurf angefangen) doch habe da noch eine Frage.

Ist es sinnvoll, den Widerspruch ans JC eher kurz zu fassen und dann dem SG gegenüber so detailliert wie möglich zu Begründen, wieso überhaupt ein Widerspruch geschrieben wurde bzw- ich die aufschiebende Wirkung beantrage?

Oder sollte ich den Widerspruch ans JC ausführlich gestalten und dann beim eR Antrag auf diesen verwaisen? Hier bin ich sehr hin- und hergerissen, was am sinnvollsten ist. Beispiele hier im Forum zeigen immer mal wieder ein anderes Vorgehen. Was wäre in meinem Fall wohl am besten?

Ich danke euch sehr für Eure Unterstützung!
 

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noillusions

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#39
Ab dem roten Text: Wieso über ungelegte Eier reden/schreiben? Du spekulierst doch da nur wegen dem AVGS.
Warum gibst du eine Art Rechtsgutachten ab wo du dem JC auch noch erklärst wieso weshalb warum dies und das nicht zulässig ist? Das können die selbst rausfinden, lass die ihre Arbeit selbst machen.
Hast du eine Weiterbildung, die dir was bringt? Dann kannst das erwähnen. Sonst bleibt dir nur "Wegfall dies, Wegfall das" zu schreiben.
Oder halt sowas wie "AU würde nicht dem MT vorgelegt sondern dem JC" (aber nicht noch wieso, weshalb, warum).
 

Sebi1988

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#40
also ich schließe mich noillusions an. du brauchst mit deinem SB nicht "was wäre wenn ... " spielen.

davon abgesehen machst du mit dem schreiben wieder das, was du sein lassen solltest. du machst die arbeit des SB.

klar muss man, sofern man eine EGV ablehnt, dies auch fundiert begründen. sonst sieht es nämlich im späteren verlauf schlecht aus, wenn man gegen den daraus resultierenden VA vorgehen möchte.

fasse dich kurz und knapp bzw. kaue deinem SB nichts von deinen rechten vor, das ist weder deine aufgabe, noch ist das zielführend. du verschießt ansonsten mit nur einem schreiben dein ganzes pulver, das willst du doch nicht oder ?

Sehr geehrter Herr (S)au (B)löd,

ich halte diese Eingliderungsvereinbarung nicht für unterschriftsfähig, da schon alleine die Regelung der Fahr- und bewerbungskosten nicht konkretisiert ist. Durch die gewählten Formulierungen ist es nicht klar, ob und in welchem Umfang die enstandenen Kosten übernommen werden. Da der Regelsatz ohnehin schon sehr knapp bemessen ist, sollten sie meine Einwände verstehen.

Mit freundlichen Grüßen
und damit ist dann schon schicht im schacht.

sollte dann die neue EGV kommen, greift man den nächsten punkt an .... und so weiter, und so weiter ...

da SB aber ganz einfach und stur seinen willen durchsetzen will, wird der ganze quatsch einfach als VA kommen und dann ist er da fertig mit.

zum einen machst du dir mit dem jetzigen schreiben viel zu viel arbeit und zum anderen machst du es dir im späteren verlauf nur schwerer, gegen einen VA vorzugehen, wenn du die EGV ohnehin nicht unterschreiben möchtest.
 

Vanyschnucki

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#41
Hallo ihr Lieben

Werde mich nun an die Tipps von @Pixelschieberin und @noillusions halten und nur Bröckchenweise meine Einwände einreichen.

Werde mich vorab nur auf die Fahrtkosten und Bewerbungskosten fixieren und habe nun Folgendes für meine SB:

Sehr geehrte Frau SB,

ich halte diese Eingliederungsvereinbarung nicht für unterschriftsfähig, da schon alleine die Regelung der Fahrt- und Bewerbungskosten zu unbestimmt ist.

Durch die gewählte Formulierung ist nicht klar erkennbar, ob und in welchem Umfang die mir entstandenen Kosten übernommen werden.

Da der Regelsatz ohnehin schon sehr knapp bemessen ist, sollten Sie meine Einwände verstehen.


Mit freundlichem Gruß

Werde dies dann am 29.01. abschicken. Hoffentlich ist es nun so ok. Ich melde mich, wenn ich dann Neues von der SB höre. Gehe auch von einem VA aus, der ja in jedem Fall rechtswidrig wäre, wie mir hier ja mehrfach bestätigt worden ist.

Die Argumente aus meinem längeren Schreiben sind dann ja gut für den Widerspruch bzw. eR Antrag fürs SG.

Danke Euch und ein schönes Wochenende.
 
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#42
[...] Werde dies dann am 29.01. abschicken. Hoffentlich ist es nun so ok. [...]
Kurz, knapp, verständlich.
Sozusagen für die Doofen. :icon_wink:

Gewöhne dir eine präzise Ausdrucksweise an:
[...] Gehe auch von einem VA aus, der ja in jedem Fall rechtswidrig wäre, wie mir hier ja mehrfach bestätigt worden ist.[...]
Es kommt auf dessen Inhalt an.
Wer keine Glaskugel hat, wird dir auch vorab nichts "bestätigen" können.
Lediglich mutmaßen, daß, wenn der VA die selben Punkte enthält wie der EGV-Vorschlag, manche davon rechtswidrig sein werden.
 

noillusions

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#43
Die SB in den JC sind sicher zu vielem Bullshit fähig, aber ich würde nicht darauf wetten dass als nächstes das 1:1 als VA einschlägt. Fahrtkosten/Bewerbungskosten - das sind Peanuts im Vergleich zu Maßnahmekosten - daran scheitert es nicht unbedingt.
 

Sebi1988

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#44
Die SB in den JC sind sicher zu vielem Bullshit fähig, aber ich würde nicht darauf wetten dass als nächstes das 1:1 als VA einschlägt. Fahrtkosten/Bewerbungskosten - das sind Peanuts im Vergleich zu Maßnahmekosten - daran scheitert es nicht unbedingt.
na erstmal abwarten .. soll der SB erstmal die sache mit den bewerbungs- und fahrkosten richtig stellen ... man kann ja später noch ins wespennest stechen und ganz dumm fragen, wie es mit der übernahme der maßnahen kosten ausschaut ;)
 

Vanyschnucki

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#45
So werde heute das Schreiben abschicken (so gegen Nahchmittag, kurz vor knapp).

Dort belasse ich es zunächst bei den beiden Punkten: Bewerbungs- und Fahrtkosten. Alles Weitere hebe ich mir als Argumentation auf. Sonst komme ich bald durcheinander, was genau ich meiner SB nun schreiben soll und wie ausführlich das nun sein sollte.

Also wenn kein VA kommt, sondern eine neue Einladung, wegen einer neuer EGV (wo dann das mit den Kosten stimmt), dann würd ich diese halt wieder einstecken, oder sollte ich der SB noch ein paar weitere Argumente nennen bei so einem Termin? Ich kenne diese SB ja schon eine Weile, mit Worten kommt man da nicht weiter und ich bin da einfach nicht besonders geschult in dem Umgang mit solch hartnäckigen Personen.

Sie will mich am 30.01. in diese Maßnahme stecken, komme was wolle und viel Zeit ist halt nicht mehr, sich auf ein eventuelles Gespärch vorzubereiten. Ich halte ja sowieso nix davon, da alles dort ja nur mündlich geäußert wird.
 
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Makale

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#46
Bei kommunalen Jobcentern gehts meist zur Sache, wie dieses Diktat zeigt.

Davon abgesehen, dass ein schlüssiges Eingliederungskonzept fehlt und damit die Eingliederungsmaßnahme jeder Grundlage entbehrt, stehen einige unsinnige und entrechtende Dinge drin.
Da wäre besonders der Punkt Teilnahme an Vorstellungsgesprächen zu nennen, wo eine Verpflichtung vereinbart werden soll, dass fremddiktierte Vorstellungsgespräche wahrzunehmen sind. Wiederholen tut sich dies einen Punkt weiter: Fremddiktierte Probearbeit oder Praktikum ist anzunehmen.

Wenn das als VA durchgesetzt werden soll, dann fliegt dies dem Jobcenter um die Ohren. Dafür sorge ich dann begründungsmäßig. :wink:
 

Vanyschnucki

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#47
Wenn das Ganze so als VA kommen sollte, haben wir ja genug Angriffspunkte, wenn der Inhalt identisch ist, da kann man bestimmt einen guten Widerspruch ausarbeiten. Ich bin dann auch wirklich für jede Hilfe zur Formulierung dankbar. Viele Punkte, die wahrscheinlich rechtswidrig sind, wurden mir ja schon aufgezeigt.

Meine Sorge ist nun jedoch folgende Konstellation:
- SB bekommt heute Post von mir
- SB macht neuen Termin für neue EGV "Verhandlung" fertig
- Ich sitze dann dort und will mein "Pulver nicht sofort veschießen", mich jedoch auch weiterhin verhandlungsbereit zeigen
- Wie verhalte ich mich nun am besten?

Ich sollte ja auch irgendetwas sagen und sei es eben ein oder mehrere Gegenvorschläge für eine angemessene EGV vorzubringen.

Doch damit das alles nicht nur mündlich von statten geht, müsste ich ja wieder auf eine neue Prüfzeit bestehen. Das ganze Spiel geht also von Vorne los. Klingt für mich nach einem endlos Kreislauf, solange da kein VA kommt. Da SB die Maßnahme jedoch schnellstens füllen muss und der Einstieg zu jeder Zeit möglich ist, wird es wieder nur darum gehen, mich dort unterzubringen.

Kann ich, ohne das mir das negativ ausgelegt wird, indirekt auf einen VA bestehen? Ich bin wirklich sehr verunsichert, wenn es um solche Gespräche geht, da mir SB immer mit hohlen Phrasen kommt und ich nicht weis, wie ich darauf antworten soll, ohne zuviel Wissen preiszugeben.

EDIT:

Kann ich z.B. folgendes sagen damit ich nicht zuviel Wissen preisgebe:

SB fragt mich, was ich für zu unbestimmt an den Fahrt- und Bewerbungskosten halte:

Es ist nicht meine Aufgabe, eine angemessene EGV auszuarbeiten, sondern Ihre!
SB drängelt wiedermal die EGV sofort zu unterschreiben:

Ich kann die Tragweite meiner Unterschrift so schnell garnicht abwägen, ich möchte diese EGV gerne zur Prüfung mitnehmen
SB lobt die Maßnahme und erläutert, wie hilfreich diese doch ist:

Woran genau machen Sie fest, dass ich ein Bewerbungscoaching brauche? Also sind meine Bewerbungen Ihrer Meinung nach der Grund dafür, dass ich keine Arbeit finde? Ich habe das Gefühl, dass Sie mich willkürlich in irgendeine Maßnahme stecken wollen
SB sagt, das müsste so sein, weil dies vom Gesetzgeber vorgeschrieben ist. (Wenn ich hier nachgehakt habe, habe ich immer den § 31 SGB II vom SB ausgedruckt bekommen)

(1) 1 Erwerbsfähige Leistungsberechtigte verletzen ihre Pflichten, wenn sie trotz schriftlicher Belehrung über die Rechtsfolgen oder deren Kenntnis

[...] 3. eine zumutbare Maßnahme zur Eingliederung in Arbeit nicht antreten, abbrechen oder Anlass für den Abbruch gegeben haben.
Quelle: Link


Ab diesem Punkt im Gespärch bin ich meist sehr aufgeschmissen (habe auch oft keine Lust und Kraft mehr mit SB zu diskutieren) und halte mich an das Wort "zumutbare", sofern von mir an dieser Stelle überhaupt noch was kommt.

Ich mache mir wohl sowieso zuviel Gedanken über ungelegte Eier, ich weis. Doch wegen der kurzen Deadline des Maßnahmebeginns, bzw. dem laufendem Einstieg, mache ich mir Sorgen, dass SB mich wieder nur mündlich auf das Thema festnageln wird. Wie konter ich, ohne dass mir dadurch dann Nachteile entstehen? Jeder Meldetermin ist etwas anders, doch im Wesentlichen geht es immer um irgendeine Maßnahme bei mir :(
 
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Makale

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#48
Eine endlose Verhandlung wird es nicht geben. Vermutlich nicht mal ein weiterer Termin hierfür, sondern es wird direkt der EVA kommen. Man sollte wissen, dass eine EGV-Verhandlung de facto nur eine Scheinverhandlung darstellt. Ein echtes Gleichrangverhältnis existiert nicht und ist auch vom Gesetzgeber nie so gewollt worden, auch wenn dies direkt nie so zum Ausdruck kam. Kernpunkt der Agenda2010 Reform war eine Entrechtung und Bevormundung von erwerbsfähigen Leistungsbeziehern. Dieses umzusetzen ist Inhalt jeder Schulung und Fortbildung von Gehilfen dieses Systems, seien es die Behördenmitarbeiter oder externe Dritte wie Psychologen, "Motivationscoaches" usw.

Also wäre es besser sich gleich mit den unakzeptalen Inhalten auseinanderzusetzen und auf diese einzugehen. Alles was du hierfür brauchst steht in der EGV, zB Maßnahmeinhalte. Rechtliche Begriffe wie schlüssiges Eingliederungskonzept, Ermessensausübung usw. müssen zunächst gar nicht benutzt werden. Dennoch ist es möglich sich anderweitig hiermit auseinanderzusetzen und aufzuzeigen was nicht erforderlich ist, zB weil du dies oder jenes beherrscht.

Die Mitarbeiter in den Jobcentern sind zwar neoliberal verblendet und die Dogmen wurden ihnen tief eingeflanzt, aber blöd sind sie nicht. Deine anvisierte Verzögerungstaktik wird erfahrungsgemäß nicht funktionieren.
 
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#49
Meine Vermutungen gehen in die selbe Richtung wie Makales.
[...] Dennoch ist es möglich sich anderweitig hiermit auseinanderzusetzen und aufzuzeigen was nicht erforderlich ist, zB weil du dies oder jenes beherrscht. [...]
Mich würde dein Text genau dazu interessieren, da selbst dem gut Qualifizierten das Beherrschen von was auch immer von dummdreisten SBs ABGESPROCHEN wird. Link reicht mir.
***
Sollte ein SB vergnügungssüchtig sein, hätte ich ein paar Pfeile für den Köcher, die bei weiteren Dates ebenso hilfreich sein können.
Vorsicht - lang.
[...] - Wie verhalte ich mich nun am besten?[...]
Höflich, bestimmt - und - abwartend.
Das ist keine mündliche Abschlußprüfung, in der Zensuren vergeben werden, die dir dein Leben lang anhaften.
Mental stelle ich mir das so vor, wie wenn Drücker vor der Tür stehen, die Zeitungsabos für die St. Pauli Nachrichten andienen oder den Wachturm verschenken wollen.
[...] Ich sollte ja auch irgendetwas sagen [...]
Warum?
Wo steht das?
Ja klar, bockig voll-verweigern geht auch nicht.
Mitwirkungspflichten und so.

Frage dich: Hast DU dich zum "Gespräch" eingeladen?
Ich laß die erst mal rüber wachsen.
Nachdem das Bestätigen, daß ich da bin und das Fahrtkostengedöns für dieses Date durch ist, sage ich auffordernd:
Na dann legen Sie mal los. SIE haben mich ja eingeladen. Was haben SIE denn Neues mitzuteilen?

Das ist i. d. R. deren Text.
Einleitend wird Mitgefühl vorgegaukelt. Das dürfte so echt sein wie in der KH-Notaufnahme einer NoGo-Area.
Ziel: Der HE soll sich um Kopf und Kragen plappern.
Bei sich von der Welt unverstanden Fühlenden brechen dann alle Dämme.

Wenns mir passend erscheint, komme ich dem zuvor und übernehme lieber selbst die Gesprächsführung.
Du kannst auch ein Gespräch am Laufen halten oder erden, indem du dir Manipulatisnsabwehr-Phrasen drauf schaffst, die Gegnern den Dummschwatz-Hahn zudrehen.

Da ich i. d. R. nie vorher genau weiß, WAS im Gespräch auf mich zukommt, muß ICH gelegentlich erst gaaanz in Ruhe über dieses und Jenes nachdenken.
Wenn das nicht mitwirkend ist...

Ich weiß nicht wie es dir geht, oft kann ICH die Tragweite einer Unterschrift=Entscheidung nicht sofort überblicken.
Manches muß ich immer erst gründlich sacken und prüfen lassen.
Das passiert mir fast immer dann wenn ich es mit einer Sprache zu tun bekomme, die mit der Umgangssprache rein gar nichts zu tun hat.

Jaaaa, das ist sehr nett von Ihnen, mir Dummerchen das erläutern zu wollen - aber dazu möchte ich eine Person MEINES Vertrauens konsultieren.
Neiiiiiiiin - nichts gegen Sie persönlich - aber Sie können sicher nachvollziehen, daß fremdbestimmt Beigeordneten kein Vertrauen per se entgegen gebracht werden kann.
Da können Sie auch nix für. Das ist das System...
Wenn ich mir dann noch vor Augen führe, wie oft Prozesse gegen das JC beim SG gewonnen werden...
Sollte dem nicht im Vorfeld entgegengewirkt werden?
Kost ja alles.
Sind halt auch alle nur Menschen hier.
Lächle bitte dabei mitfühlend, damit die Mental-Watsche in leeren Räumen zwischen zwei Ohren nicht so laut hallt.

[...] und sei es eben ein oder mehrere Gegenvorschläge für eine angemessene EGV vorzubringen. [...]
Wer sagt denn, daß das überhaupt vonnöten ist?
Manchmal reicht es bereits, mitzuteilen, was dem HE nicht unterschriftsfähig erscheint.

Vorschläge kannst du natürlich gerne machen.
Wo steht, daß du die sofort - vor Ort - aus dem Ärmel schütteln können mußt?
Ein neuer EGV-Vorschlag ist wie frisch gefallener Schnee.

Leg dir mal eine angemessene Einstellung zu.
Insbesondere dem Personal gegenüber, das für die Allgemeinheit arbeiten soll - also auch für DICH.
Frage dich: Sind das meine Chefs?
Wobei haben SBs mir tatsächlich etwas zu sagen, wobei nicht?
[...] müsste ich ja wieder auf eine neue Prüfzeit bestehen.[...]
Richtig erkannt.
Wobei ich bezweifle, daß es soweit kommen wird.
[...] Klingt für mich nach einem endlos Kreislauf, solange da kein VA kommt. [...]
Stimmt genau.
Nun frage dich:
WER hätte den Tanz um den heißen Brei zu vertreten?
Der HE oder der, der auf Geheiß? schludrige EGVen verfaßt, die den HE benachteiligen?
Der Zermürbungseffekt ist gewollt.
"Normal" denkende Menschen lassen sich davon beeindrucken und machen, was ihnen sinnvoll erscheint:
Unterschreiben, damit das absurde Theater end-lich ein Ende haben möge.

Ich seh's mittlerweile als fadenscheiniges jedoch nicht zu umgehendes Spiel an, das vornehmlich dazu dient, dem SB eine Daseinsberechtigung vorzugaukeln.
Was deren Vermittlungstätigkeit, gar spezifische Kenntnisse über Berufe angeht - wie z. B. Qualifikationen für Quereinstiege genutzt werden KÖNNTEN - habe ich bisher bei JEDEM SB eklatante Defizite ausgemacht.

Wenn die das Spiel so haben wollen - bittschön.
Lerne die Regeln und mach sie dir zu eigen.
Derweil such dir selbst was.
Aus DER Ecke wird nichts Nennswertes kommen.
[...] Da SB die Maßnahme jedoch schnellstens füllen muss und der Einstieg zu jeder Zeit möglich ist, wird es wieder nur darum gehen, mich dort unterzubringen.[...]
An Hand deiner Frage mutmaße ich, daß du meinem Rat, dich mit Manipulations-Abwehr auseinander zu setzen, noch nicht gefolgt bist.
Wir haben es hier mit dem Manipulationstrick der vorgeblichen Verknappung zu tun.
Die soll den zu Manipulierenden unter Druck setzen, damit er keinen klaren Gedanken fassen möge und sich zu Entscheidungen hinreißen lassen soll, die er später bereuen könnte.
Nimm DU den Druck raus!
NIMM dir die Zeit, die DU brauchst.
Ohne irgendwen um Erlaubnis zu bitten.

Mach dir bei ALLEN deiner Fragen klar:
IST das, was der SB mit verschwörerisch-drohendem Unterton nicht präzise in Worte faßt, ein reales Problem für MICH oder soll ich wieder nur über Stöckchen und durch brennende Reifen springen, damit der Clown seinen Applaus bekommt?

In deinem Fall:
WANN genau die Maßnahme voll zu sein hat, - Zeitverknappung - ist noch mal WESSEN Problem?!
Wer hat Vorsorge(n) zu treffen, daß die Zuführung der real sheeps in des Amigos Stall geschmeidig und nahezu lautlos erfolgen kann?
Dazu gehört m. E., daß alle zu klärenden Fragen VOR der meist willkürlich gesetzten Frist ABGEARBEITET sind.
Wie Fahrtkostenübernahme, Schriftwechsel, nachvollziehbare Begründungen, weshalb ICH Downgrade-Maßnahmen benötigen soll, etc.
Wenn der überlastete SB keine Vorkehrungen trifft und diese Prozeduren zu spät einleitet, habe ich das nicht zu vertreten!

"Deine" ist doch nicht die erste Maßnahme, in die zugewiesen wird.
Damit einhergehende Fragen und Problemstellungen sind seit Jahrzehnten die Selben.
Wenn SB immer noch nichts eingefallen ist, wie Routinen abgearbeitet werden, ohne dem Kunden allseits bekannte Fragen erläutern zu müssen, ists wessen unzureichende Arbeitsplatzvorbereitung?

Durchkreuze manipulative Strategien.
- Stelle Fragen.
- Steh' völlig unbekümmert dazu, etwas NICHT zu verstehen. Es IST nämlich oft gar nicht zu verstehen.
- Lies vor jedem JC-Date "Des Kaisers neue Kleider", verinnerliche die Moral dieser uralten Geschichte und besetze DU die Rolle des Kindes, das laut ruft: "Der iss ja nackich!"
Und immer ein Löffelchen Zucker in der Tasche haben, damit geschmierte Amigo-Getriebe zum Knirschen gebracht werden.
[...] Kann ich, ohne das mir das negativ ausgelegt wird, [...]
Zuerst sagst du dir (und dem Forum), was deiner Meinung nach dabei raus kommen soll, wenn dir etwas "negativ ausgelegt wird".
So wie ich das erlebe, wird dem HE doch schon "negativ ausgelegt", daß er überhaupt DA ist.
Und nu?

So abgedroschen es klingen mag: Stell dich diesen Ängsten.
- Mach DIR klar, was überhaupt passieren kann. Wenn das Unbenannte, diffuser Nebel erst mal aufgelöst ist, kann gezielt pariert werden.
- Welche Waffen hat der SB denn in der Hand?
- WEM tun die letztendlich wirklich weh?
- Und inwiefern? VAs z. B. sind doch der GAU für den SB - und nicht für den HE.

Falls du es noch nicht wissen solltest: Schlagfertigkeit fällt nicht vom Himmel.
Auch das muß trainiert werden.
VOR JC-Vorladungen habe ich etwas Zeit und inszeniere ca. zwei Tage zuvor ein sog. Psycho-Drama, indem ich eine erdachte, knallharte Diskussion führe.
Sei es mit (Netz)Freunden oder mit mir selbst.
Was sage ich?
Was kann der Gegner schlimmstenfalls erwidern?
Weia, was sage ich denn dann?
Stichworte schreibe ich nieder und gehe sie als als Mantra bei der Hinfahrt in den Öffentlichen durch.
Mir hilft das Wissen, das ich mir hier reinhelfen konnte, um mich zu erden und dem SB die Stirn bieten zu können - ohne daß die mir groß am Zeug flicken können.

Seit fest steht, daß ich SBs bei Dummfug sehr viel mehr Arbeit mache als angedacht, haben sich Vorladungen aufs Minimum reduziert.
Stets lasse ich erkennen, wie sich meine hoch motivierte Mitwirkung auf das Arbeitspensum meines SBs auswirken wird.

Strukturierte HE haben nämlich einen Ordner mit Links zu Templates, wo nur noch das Datum und der Ansprechpartner eingesetzt werden muß.
Textbausteine zusammenwürfeln können die auch. :biggrin:
[...] Kann ich, ohne das mir das negativ ausgelegt wird, indirekt auf einen VA bestehen? [...]
Klar, noch nicht mal indirekt.
Sag, "DAS-und-Das unterschreibe ich nie im Leben!"
Mir so passiert als ich die Abänderungsklausel gestrichen haben wollte - und - mich mit meiner Ansage offenbar etwas unglücklich ausgedrückt hatte.
Dann kann es passieren, daß dir der VA sofort über den Tisch geschnippt wird.
Grund:
Der HE war zu keiner weiteren Verhandlung bereit gewesen.

Das Vorgehen wäre etwa so, wie wenn du das Spielbrett vom Tisch fegst, obwohl du bereits vortreffliche Zwickmühlen gebaut hast.
Wer mutwillige Spielchen gewinnen will, muß wenigstens einmal aus der Komfortzone raus und "da durch".
[...] da mir SB immer mit hohlen Phrasen kommt und ich nicht weis, wie ich darauf antworten soll, ohne zuviel Wissen preiszugeben.
Wer nicht am Everybodies-Darling-Sein-Wollen-Syndrom leidet, sagt sinngemäß:
Das und das klingt wie ein Werbeprospekt der Reiseindustrie.
Zimmer mit Meerblick und keiner weiß, daß er hinterher im Klo auf nen Hocker steigen muß, um diesen Blick zu erhaschen.

Können wir bitte gemeinsam Ihren bisher noch inhaltsleeren Phrasen mit konkreten Beispielen und Fakten etwas Leben einhauchen?
So, daß ich es auch verstehen kann?
Manipulatoren zielen doch mit derartigen Phrasen darauf ab, daß jeder nickt - weil er nicht eingestehen will, NULL kapiert zu haben.
Mach dir zunächst ein einziges Mal mal den Spaß, den Teufelskreis wie vorgeschlagen zu durchbrechen und das Gesicht zu beobachten, wenn SB plötzlich um Worte ringt.

Gern kommt dann:
"Ich seh schon, die Diskussion führt zu nichts", "ich breche hier ab", "Sie sind voreingeneommen", "mit Ihnen muß ich nicht diskutieren"

HE-Text: Aha.
Dann klären wir das halt schriftlich.
Kein Problem.
Das liegt mir auch besser, da ich dann ausreichend Muße habe, Rat einzuholen, abzuwägen und Gedanken zu sortieren.
 

noillusions

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#50
Ich sollte ja auch irgendetwas sagen und sei es eben ein oder mehrere Gegenvorschläge für eine angemessene EGV vorzubringen.
Vielleicht hat hier jemand ein 0815-EGV (nur bewerben oder so), die ist dann deine Wunsch-EGV. Oder du findest eine sinnvolle Weiterbildung z.B. Unliebsames eben streichen wollen.
Doch damit das alles nicht nur mündlich von statten geht, müsste ich ja wieder auf eine neue Prüfzeit bestehen. Das ganze Spiel geht also von Vorne los. Klingt für mich nach einem endlos Kreislauf, solange da kein VA kommt. Da SB die Maßnahme jedoch schnellstens füllen muss und der Einstieg zu jeder Zeit möglich ist, wird es wieder nur darum gehen, mich dort unterzubringen.
Wo ist das Problem? Endlos-Kreislauf heißt ja auch: Es geht nicht in die Maßnahme. Soll der doch seine Zeit mit dir verballern. Der muß arbeiten, du nicht. Ich sitz bei jedem Termin immer ne Stunde da, ok derzeit nur noch ne halbe Stunde da. Irgendwann werde ich weggeschickt.
Kann ich, ohne das mir das negativ ausgelegt wird, indirekt auf einen VA bestehen?
Nee, ist ja nicht logisch, du willst das nicht und sagst:"Los gibs mir!"
Du hast doch deine Wünsche/Vorschläge/Änderungen. Da kannst du nicht sagen "Gib mir das als EVA."
Ich bin wirklich sehr verunsichert, wenn es um solche Gespräche geht, da mir SB immer mit hohlen Phrasen kommt und ich nicht weis, wie ich darauf antworten soll, ohne zuviel Wissen preiszugeben.
Was sind denn das für Phrasen, die dich so mitnehmen?
EDIT:
Kann ich z.B. folgendes sagen damit ich nicht zuviel Wissen preisgebe:

SB fragt mich, was ich für zu unbestimmt an den Fahrt- und Bewerbungskosten halte:
Habe die EGV nicht vor Augen.
SB drängelt wiedermal die EGV sofort zu unterschreiben:
Prüfungsrecht. Wo ist das Problem?
SB lobt die Maßnahme und erläutert, wie hilfreich diese doch ist:
Widerspruch! Die Inhalte sind nicht zielführend für dich, die Sachen treffen nicht zu auf dich.
SB sagt, das müsste so sein, weil dies vom Gesetzgeber vorgeschrieben ist. (Wenn ich hier nachgehakt habe, habe ich immer den § 31 SGB II vom SB ausgedruckt bekommen)


Quelle: Link
Da stehen irgendwie vier Dinge drin die man hinnehmen muß, aber nicht um jeden Preis, denn das muß ja auch zumutbar sein. Und unterschreiben steht da nicht.
Ab diesem Punkt im Gespärch bin ich meist sehr aufgeschmissen (habe auch oft keine Lust und Kraft mehr mit SB zu diskutieren) und halte mich an das Wort "zumutbare", sofern von mir an dieser Stelle überhaupt noch was kommt.
Naja, ich freu mich immer dass ich denen die Zeit klaue wenn die meinen diskutieren zu müssen.
Ich mache mir wohl sowieso zuviel Gedanken über ungelegte Eier, ich weis. Doch wegen der kurzen Deadline des Maßnahmebeginns, bzw. dem laufendem Einstieg, mache ich mir Sorgen, dass SB mich wieder nur mündlich auf das Thema festnageln wird. Wie konter ich, ohne dass mir dadurch dann Nachteile entstehen? Jeder Meldetermin ist etwas anders, doch im Wesentlichen geht es immer um irgendeine Maßnahme bei mir :(
Indem du sagst, dass das nicht zielführend ist. Die Antwort wird doch nicht anders dadurch er dir wieder und wieder von der Maßnahme erzählt. Und wenn das nur mündlich ist, umso besser: Kein VA, keine Anhörung, nur Mündliches.
 

Vanyschnucki

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#51
Danke an Euch alle für die bisherigen Antworten und Tipps zu meinem Fall.

Ich habe bisher Nichts von meiner SB gehört, kein VA, kein neuer Termin.

Ich gehe mal davon aus, das, auch wenn einige dies wohl anders sehen, ein neuer Termin folgen wird. Da SB ja unbedingt eine EGV mit mir abschließen will und ich gemerkt habe, dass sie alles gerne mündlich macht, is für sie ja am einfachsten und für mich am ungünstigsten.

Ich werde mich, sollte dieser Fall eintreten, versuch an die Worte von @Pixelschieberin zu halten und bestimmt und höflich sein, viele Fragen stellen und nachbohren.
Deinen Link bzgl. Manipulationsabwehr habe ich mir angeschaut und werde mich in dem Thema auch mehr einlesen, da ich doch sehr ungeübt bin. Man muss sich Schlagfertigkeit aneignen, ich bin da sehr beeindruckt von deiner Vorgehensweise bei solchen Meldeterminen.

Da ich in meinem Schreiben vom 29.01. ja nur die Fahrt- und Bewerbungskosten in der EGV bemängele, keimt in mir die Frage auf, ob ich überhaupt bei diesem Termin die Inhalte der Maßnahme bemängeln sollte bzw. auch die anderen genannten Punkte anspreche.

Pixelschieberin beschreibt gut, wie so ein Gespräch ablaufen kann, wenn man diese Schlagfertigkeit bestizt. Sollte SB mir also eine neue EGV vorlegen, Fahrt- und Bewerbungskosten Regelung geklärt versteht sich, dann wird ja auch die gleiche Maßnahme wieder Bestandteil der EGV, da ich diese ja nicht erwähnt habe, in meinem Schreiben.

Hauptsächlich geht’s also um die Maßnahme, alle anderen Punkte sollte ich wohl erst mal hinten dran stellen. SB wird sicherlich dann auch fragen, wieso ich Fragen zur Maßnahme nicht schon vorher gestellt habe, ich hatte ja 14 Tage Prüfzeit.

Kann ich z.B. folgendes sagen damit das Gespräch nicht immer zu einer endlosen Diskussion über die Sinnhaftigkeit der mir angebotenen Maßnahmen ausartet:

Die Maßnahmen Inhalte sind mir zu unbestimmt und ich halte diese auch nicht für zielführend. Nennen Sie mir dafür Ihre Begründung, so dass ich diese auch nachvollziehen kann.
Bei Dummschwätz Antwort des SB folgendes hinterher:

Aha? Das ist für mich keine nachvollziehbare Begründung, mir kommt langsam der Verdacht auf, Sie wollen mich willkürlich in irgendeine Maßnahme stecken, so inflationär wie Sie mir hier Ihre Angebote unterbreiten

Mir ist bewusst, dass es SB darum geht mich in irgendeine Maßnahme zu stecken, allein schon weil mir wirklich bei jedem Meldetermin die gleichen Maßnahmen angeboten werden (sind meistens gleich 3-4 Stück) und danach dann mehrere Einladungen zu Infoveranstaltungen folgen , natürlich ohne danach die Maßnahme anzutreten, da dort keine zielführenden Inhalte vermittelt werden (Wo ist da bitte irgendetwas individuell auf mich abgestimmt, bei solch einem Bombardement an Schwachsinns Maßnahmen?)

Ich weis nicht genau wie ich das Gespräch lenken soll, wenn SB von vornerein nicht auf das eingeht was ich sage (werde dennoch versuchen das mehr wie Pixelschieberin anzugehen) und bei Fragen meinerseits immer wieder nur diese hohle Phrasen kommen wie: "Dort kann man Ihre Bewerbungsunterlagen aufarbeiten, Ihre jetzigen Bewerbungen haben Sie ja noch nicht in Arbeit gebracht" und "Dort wird Ihnen geholfen Irgendetwas müssen Sie ja so langsam tun" gefolgt von "Außerdem müssen Sie laut Gesetzgeber an jeder Maßnahme teilnehmen, ich persönlich will Ihnen ja Garnichts Böses" am besten ist dann immer zum Schluss "Hier haben Sie einen Flyer"

Damit hat sichs schon zu dem Thema Sinn und Zweck, groß schlagfertig kontern kann ich da (noch) nicht :sorry: SB wiederholt immer nur wie eine Schallplatte ihre inhaltsleeren Phrasen. Würde da wirklich gerne mal so vorgehen wie von Pixelschieberin beschrieben, nur ist dies nicht ganz so leicht für mich, auch wenn ich alles Grundlegende verstehe und mir die Zusammenhänge bewusst sind.

Ich versuche mich einfach mal mental auf so ein Gespräch vorzubereiten. Wenn ein VA kommt, gleicher Inhalt vorausgesetzt, ist weiteres Vorgehen in meinem Kopf verinnerlicht und ich habe ja auch Hilfestellung aus dem Forum angeboten bekommen, danke nochmal dafür!
 
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#52
Ich vermute, daß dein Haupthinderungsgrund, dem SB konkret die Stirn zu bieten, anerzogene Höflichkeit ist.
Nenn's gute Kinderstube
Ich habe schon als Kind gelernt:
Was du nicht willst, daß man dir tu...
Das umgekehrt auch für mich in Anspruch zu nehmen?
Zugegeben, das kostet bei Zeitgenossen, die unbekümmert mit 'ner Planierraupe in deinen Vorgarten preschen, etwas Überwindung.

Übe doch mal mit Gegenübern, die du nie wieder sehen wirst - und die dir auch nichts "können".
Ich rede nicht von grundlos-und-zum-Spaß-Leute-traktieren - sondern nur von konsequent-eigene-Rechte-wahr-nehmen.

Z. B. frage den Busfahrer, weshalb er drei Minuten zu früh kommt? Der Fahrgast, der mit dem pünktlichen Bus hinterher käme, hatte dann das Nachsehen und müsse in der Kälte 20 Min ausharren.
Ob er sich damit mehr Pause raus fahren wolle?
Das bringt vielleicht im Moment kein nennenswertes Ergebnis, aber du übst dich in Konfrontationen aushalten.
Oder - reklamiere im Supermarkt, daß der Lauch schon nach zwei Tagen schleimig geworden ist, im Körbchen mit Physalis soundsoviel innen drin schwarz sind, die Naht vom T-Shirt sich nach der ersten Wäsche aufgeribbelt und verabschiedet hat.
Bestehe auf Ersatz und gehe zur Not bis zum Marktleiter.
Da siehste schon mal, wie reagiert werden kann.

Eine Bekannte schob mal - als Selbst-Therapie, um zu lernen, "endlich mal was zu sagen" - den Einkaufswagen einige Meter zurück.
MIT dem Menschen dran, der ihr den Wagen an der Kasse in den Hintern gefahren und ständig gestupst hatte.
Sowas würde ich nur machen, wenns keine fragile Person sondern ein Vertreter der Generation i-am so-selfie-centered ist.

Mit SBs verhält es sich nicht anders.
Die sollen dem HE behilflich sein, aus der Misere zu kommen.
Daß das ein einziger, riesiger Etikettenschwindel ist, hat mir noch keiner gesagt. :icon_wink:
 

noillusions

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#53
Da SB ja unbedingt eine EGV mit mir abschließen will und ich gemerkt habe, dass sie alles gerne mündlich macht, is für sie ja am einfachsten und für mich am ungünstigsten.
Versteh ich nicht. Seit wann gibt es mündliche EGV's?
Da ich in meinem Schreiben vom 29.01. ja nur die Fahrt- und Bewerbungskosten in der EGV bemängele, keimt in mir die Frage auf, ob ich überhaupt bei diesem Termin die Inhalte der Maßnahme bemängeln sollte bzw. auch die anderen genannten Punkte anspreche.
Grob gesagt ist die Maßnahme nicht zielführend und die Inhalte treffen nicht auf dich zu. Dazu mußt du die Inhalte aber kennen.
Hauptsächlich geht’s also um die Maßnahme, alle anderen Punkte sollte ich wohl erst mal hinten dran stellen. SB wird sicherlich dann auch fragen, wieso ich Fragen zur Maßnahme nicht schon vorher gestellt habe, ich hatte ja 14 Tage Prüfzeit.
Yo, da kann man sich verarscht fühlen, wenn jemand scheibchenweise mit seinen Bemängelungen kommt.
Kann ich z.B. folgendes sagen damit das Gespräch nicht immer zu einer endlosen Diskussion über die Sinnhaftigkeit der mir angebotenen Maßnahmen ausartet:
Was hast du für ein Problem damit? Ist doch super wenn sich alles im Kreis dreht und die endlos Zeit an dir verballert. Irgendwann ist es 18:00 Uhr und dann muß die auch nach Hause.
Ich weis nicht genau wie ich das Gespräch lenken soll, wenn SB von vornerein nicht auf das eingeht was ich sage (werde dennoch versuchen das mehr wie Pixelschieberin anzugehen) und bei Fragen meinerseits immer wieder nur diese hohle Phrasen kommen wie: "Dort kann man Ihre Bewerbungsunterlagen aufarbeiten, Ihre jetzigen Bewerbungen haben Sie ja noch nicht in Arbeit gebracht"
Daran liegts nicht du bist wahlweise zu alt gewesen oder die Qualifikation hat nicht gereicht (-> sinnvolle Weiterbildung)
und "Dort wird Ihnen geholfen Irgendetwas müssen Sie ja so langsam tun"
Nicht IRGENDETWAS, was Zielführendes.
gefolgt von "Außerdem müssen Sie laut Gesetzgeber an jeder Maßnahme teilnehmen, ich persönlich will Ihnen ja Garnichts Böses" am besten ist dann immer zum Schluss "Hier haben Sie einen Flyer"
Nicht an JEDER Massnahme sondern an Zielführenden.

Damit hat sichs schon zu dem Thema Sinn und Zweck, groß schlagfertig kontern kann ich da (noch) nicht :sorry: SB wiederholt immer nur wie eine Schallplatte ihre inhaltsleeren Phrasen.
Dann kommt eben deine Schallplatte immer wieder...
Würde da wirklich gerne mal so vorgehen wie von Pixelschieberin beschrieben, nur ist dies nicht ganz so leicht für mich, auch wenn ich alles Grundlegende verstehe und mir die Zusammenhänge bewusst sind.
Hab deine ZIELE im Kopf dann ist das leichter.
Ich versuche mich einfach mal mental auf so ein Gespräch vorzubereiten.
Ist richtig so.

---
Aha? Das ist für mich keine nachvollziehbare Begründung, mir kommt langsam der Verdacht auf, Sie wollen mich willkürlich in irgendeine Maßnahme stecken, so inflationär wie Sie mir hier Ihre Angebote unterbreiten
---
Das ist ein dummer Kommentar, ich würde dir glatt sagen dass das dein persönliches Problem ist wenn das für DICH nicht nachvollziehbar ist, für die große Mehrheit der Menschen ist das absolut nachvollziehbar.
 
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#54
[...] so inflationär wie Sie mir hier Ihre Angebote unterbreiten
Das ist ein dummer Kommentar, ich würde dir glatt sagen dass das dein persönliches Problem ist wenn das für DICH nicht nachvollziehbar ist, für die große Mehrheit der Menschen ist das absolut nachvollziehbar.
Sry, meist bin ich "ganz bei dir" - aber DAS Argument finde ich - in dieser Arena - weniger "clever" als das, eine SB-Behauptung nicht nachvollziehbar zu finden.
Wen interessiert "(d)eine Mehrheit der Menschen"?
Das (d) steht stellvertretend für den SB.
Das ist eine Behauptung, die WIE untermauert wird?
Bei WEM der vielen Menschen kann nachgefragt werden, ob es stimmt, daß sie [dies und das verstehen] würden?
Kurz: Referenzen.
Und schon ist Stille!

Selbst wenn jemand Anderes den SB versteht:
Who cares?


Wenn mir jemand mit mit ganz wichtigen aber nicht näher benannten Wissenschaftlern kommt, gar "den vielen anderen", die aber [hier etwas eintragen, was DIE können, ich aber offenbar zu blöd dazu bin - oder es einfach nicht WILL.] fällt mir IMMER das Poster aus den 70ern ein, auf dem in neonschrillen Farben zu lesen stand:
Freßt Schei§§e!
Millionen Fliegen können nicht irren!
Wenn sich SB unklar ausdrückt, muß das nicht zwangsläufig "mein PROBLEM", meine Blödheit sein.
Bei schwammigen Drückersprüchen ist das schon mal der Fall, daß nachgebohrt und dem SB vor Augen geführt werden muß, daß ich mir keinen Bullshit anzunehmen gedenke.
 

Vanyschnucki

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#55
Danke für die Antworten.

Es gibt Post von der SB. Ihre Antwort auf mein Schreiben aus Post #41 ist: Ein neuer Termin am 08.02. mit dem Thema: "Teilnahme an der Maßnahme "CoachingAgentur" - Erläuterung der Fahrtkostenerstattung" :doh:

Also genau das passiert, was ich nicht wollte.... nochmal ein neuer Meldetermin :( Ich habe ja damit gerechnet. Nun muss ich mich erstmal sammeln und auf das Gespräch vorbereiten.

Frau SB will wohl dann dort erläutern, wie das mit den Fahrtkosten zu laufen hat, da ich sonst ja auch nichts, außer noch der fehlenden Regelung für Bewerbungskosten, bemängelt habe.

Ok, also wie leite ich das Gespräch in die Richtung, dass ich diese Maßnahme für nicht zielführend ansehe und damit nicht einverstanden bin? Es geht ja wohl nur um Fahrtkosten, zumindest denkt SB das. Auch kein Wort von den Bewerbungskosten bisher. Ich habe nun wieder diese aufsteigende Angst in mir, etwas falsches zu sagen bzw. überhaupt dann auf das Thema zu kommen, wo ich es doch nach 14 Tagen Prüfzeit hätte längst tun können....

@noillusions Natürlich gibt es bei mir keine mündliche EGV aber alle Fragen meinerseits, sei es wegen Fahrtkosten oder der Sinnhaftigkeit dieser oder jener Maßnahme, macht die SB ausschließlich mündlich mit mir. Wie man nun ja sieht. Nix VA gegen den ich was tun könnte, sondern ein weichklopper Gespräch nach dem anderen.

Ich glaube, dass etwas ausführlichere Schreiben wäre besser gewesen, da die SB nun denkt, es mangelt nur an der Regelung für die Fahrtkosten zu besagter Maßnahme...nun bin ich die Doofe, die damit "scheibchenweise" kommt und das finde ich auch nicht so klug, doch es ist nun leider so.

Ich überlege auch, der SB direkt zu sagen, dass ich die Inhalte der Maßnahme nicht für zielführend halte, damit die gleich zu Beginn weis, was Sache ist und das es im Wesentlichen eben nicht nur um die Fahrt- und Bewerbungskosten geht. Doch wie macht man dies auf die Art: höflich und bestimmt? Ich bin da nun etwas überfragt, zumal ich mich ja nicht weigern kann zu unterschreiben (direkter VA ist dann sicher) und nochmals prüfen, weil nun einige Punkte abgeändert werden sollen (Fahrtkosten z.b.), ginge dies tatsächlich? Ich würde mir da veräppelt vorkommen.


EDIT:

Habe noch einen Gedanken, den ich gerne teilen möchte. Ich kenne meine SB ja nun schon eine Weile und ich gehe davon aus, dass es gar keine neue EGV geben wird, sondern sie mir wieder nur mündlich erläutert, wie das mit den Fahrtkosten gehandhabt wird. Das SB jedoch eine neue EGV vereinbaren muss bzw. sollte, in welcher diese Regelung festgehalten wird, ist ihr zu 100% nicht bewusst. Soll ich an dieser Stelle dann darauf hinweisen?
 
Zuletzt bearbeitet:

Sebi1988

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#56
Danke für die Antworten.

Es gibt Post von der SB. Ihre Antwort auf mein Schreiben aus Post #41 ist: Ein neuer Termin am 08.02. mit dem Thema: "Teilnahme an der Maßnahme "CoachingAgentur" - Erläuterung der Fahrtkostenerstattung" :doh:

Also genau das passiert, was ich nicht wollte.... nochmal ein neuer Meldetermin :( Ich habe ja damit gerechnet. Nun muss ich mich erstmal sammeln und auf das Gespräch vorbereiten.

Frau SB will wohl dann dort erläutern, wie das mit den Fahrtkosten zu laufen hat, da ich sonst ja auch nichts, außer noch der fehlenden Regelung für Bewerbungskosten, bemängelt habe.
ganz ruhig ... soll se dir das mal erklären ... dazu würde ich mich nur kurz und knapp äußern.
sagste einfach, dass die fahrkosten eindeutig durch das jobcenter zu zusichern sind und vom jobcenter zu übernehmen sind punkt.
sollten dann wieder solche sprüche kommen wie "der maßnahmenträger wird die kosten übernehmen" - sagste ganz einfach, dass du nicht dazu bereit bist, deine bankdaten an einen, für dich unbekannten dritten, weiter zu geben. thema durch. und ja, das darfst du! es ist ganz alleine dir überlassen an wen du deine daten weiter gibst.
gerade im digitalen zeitalter sollte man da ohnehin tierisch aufpassen an wen man was weiter gibt. hier gilt der grundsatz: die besten daten, sind keine daten.
du weisst ja gar nicht was der MT damit alles anstellt, oder ? ( das gilt auch für all deine anderen daten wie z.B schulabschlüsse etc. )

die bewerbungskosten sollen auch eindeutig zugesichert sein, solche worte wie "angemessen" oder "können" sind keine eindeutigen zusagen. dies hat konkret zu sein - pro schriftlicher bewerbung hälst du eine pauschale von 5 € für angemessen.

dann soll se dir mal ne neue EGV fertig machen, die du wieder zur prüfung mit nimmst. lass dich da nicht weich kochen, knall hart bleiben und das durchsetzen was du willst!
nebenbei kann sie dir diese maßnahme noch begründen, das hättest du gerne schriftlich.

noch ein gedanke: die klärung der fahrkosten bedarf auch keiner mündlichen "verhandlung". du hast eine schriftliche änderung gefordert und forderst dementsprechend auch eine schriftliche antwort. würde aber trotzdem zum termin gehen und das gesagte schriftlich fordern.
 

Vanyschnucki

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#57
[...], dass die fahrkosten eindeutig durch das jobcenter zu zusichern sind und vom jobcenter zu übernehmen sind punkt.
In der EGV steht, dass die Fahrtkosten zur Maßnahme auf Antrag übernommen werden und dieser vorab zu stellen sei. Naja also vorab bedeutet für mich, vor Maßnahmebeginn beim SB beantragen und eine Zusicherung verlangen, sonst kann man nicht an der Maßnahme teilnehmen, soweit ist mir das Prinzip bewusst. Werde SB dann dementsprechend was sagen können, sollte eigentlich nicht so das Problem darstellen.


die bewerbungskosten sollen auch eindeutig zugesichert sein, solche worte wie "angemessen" oder "können" sind keine eindeutigen zusagen. dies hat konkret zu sein - pro schriftlicher bewerbung hälst du eine pauschale von 5 € für angemessen.
Von Bewerbungskostenerstattung steht gar nichts in der EGV nur ein Verwais auf den Antrag für Kostenerstattung und dass man sich an die genannten Bedingungen halten muss. Dieser sieht pauschal einen Betrag von 260 € im Jahr vor, das wars dann schon. Werde SB auch darauf hinweisen, danke.

dann soll se dir mal ne neue EGV fertig machen, die du wieder zur prüfung mit nimmst.
wie gesagt, wird schwer werden, das durchzusetzen, nachdem ich ja schon die vorherigen EGV 14 Tage geprüft habe...werds versuchen, sollte überhaupt eine neue EGV vereinbart werden.

die klärung der fahrkosten bedarf auch keiner mündlichen "verhandlung". du hast eine schriftliche änderung gefordert und forderst dementsprechend auch eine schriftliche antwort
Ich bin mir sicher, von einer schriftlicher Antwort habe ich da nichts gefordert, einfach nur das kurze Schreiben aus Post #41. Da stand nichts von schriftlicher Forderung. Werde dies im Gespärch aber tun.

würde aber trotzdem zum termin gehen und das gesagte schriftlich fordern.
Werde ich tun, danke. Mir geht es jedoch hauptsächlich um die Inhalte der Maßnahme, da sich ja etwaige Kostenfragen evtl. klären lassen. Werde versuchen hart zu bleiben und auf Gesagtes schriftlich zu bestehen.

Mir fällt es nur gerade schwer in meinem Kopf einen logischen Weg einzuschlagen, wie dieses Gespärch verlaufen sollte und wie ich auf das Thema zu sprechen komme, dass mir eben die Maßnahme an sich nicht passt.
 

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#58
Woher sollen deine Ratgeber den genauen Wortlaut deiner Vorladung kennen?
Dann könnte mehr dazu gesagt werden.

Du wartest auf einen offiziellen Bescheid zu dem Antrag vom dd.mm.yy.
Richtig?
Anstatt dich wortreich auf Steuerzahlers Kosten vorzuladen, hätte SB den in der selben Zeit den Bescheid ausfertigen und dir zukommen lassen können!
Aus welchem Grund will sie das nicht?
Da SB den nicht schriftlich kommuniziert, müffelt das irgendwie nach 'nem faulen Deal...
Laß jetzt nicht locker!

Abgesehen von der Verschwendung von Steuergeldern ist das Vorgehen ganz bewußt darauf ausgelegt, den HE mürbe zu machen.
Das passiert auch anderen. Das Spiel hat vornehmlich mit Dominanz zu tun.
Übernimm die Regie und behalte das Heft in der Hand.
Diese Runde sollst du an dich reißen und gewinnen.

Wenn du dir nicht schleunigst ein dickes Fell und wirksame Abwehrstrategien zulegst, wird dich der Jäger immer als Opfer erkennen und dir genau das bescheren, was du nicht willst.
Dein Gegner muß dazu nicht mal besonders smart sein.
Dumme haben nämlich Instinkte.

Fahrtkosten bei Vorladungen müssen erstattet werden.
Steht was dazu im Anschreiben?
Wenn nein - gleich nachsetzen. :biggrin:
Erkennst du, wozu ein anonymisierter Scan hilfreich ist?
Wer hat schon Lust, dir jedwede Info einzeln aus der Nase zu ziehen?


Falls es Erklärungsbedarf zum Bescheid gäbe, zöge ich es IMMER vor, GERADE die Erklärungen schriftlich zu erhalten.
Was der informierte HE weiß:
Im Gegensatz zu mündlichen Absprachen sind Anschreiben gerichtsverwertbar.

Der Höflichkeitspirouetten sind genug gedreht.
Werde KONKRET.
Du siehst doch selbst, konfliktvermeidendes Rumgeeier bringt dich nicht weiter.

Ich würde in dem Tenor antworten:
Sachstandsanfrage zum ausstehenden Bescheid - Antrag vom dd.mm.yy auf Erstattung von Fahrtkosten

Sehr geehrte Frau Merkbefreit,
Ihr Schreiben vom dd.mm.yy, eingegagnen am dd.mm.yy, enthielt bedauerlicherweise nicht den erwarteten Bescheid zu meinem Fahrtkostenantrag vom dd.mm.yy.

Vielen Dank für Ihr Angebot.
Eine mündliche Erläuterung hinsichtlich des Antrags auf Fahrtkostenerstattung ist jedoch kein offizieller Bescheid und bringt mich in der Angelegenheit nicht weiter.

Der Auftrag lautet(e):
Bitte übersenden Sie mir die verbindliche Zusage, daß das Job Center [soundso] (JC) die Fahrtkosten entweder in beantragter Höhe übernimmt oder Sie berechnen die Kosten selbst und sagen mir verbindlich - schriftlich, weil gerichtsverwertbar - zu, daß die Kosten vom JC übernommen werden.
Sofern Sie die Buchung im selben Zug veranlassen, kann das allen Parteien Zeit einsparen.

Zu Ihrer Einladung vom dd.mm.yy, eingegangen am dd.mm.yy:
Zitat:[Hier Vorladungsgrund zitieren] Zitat-Ende
Das ist ist kein mir bekannter Meldezweck.
Sollte es sich anders verhalten, bitte ich um eine zeitnahe, schriftliche Darlegung der Rechtsgrundlage.

Ihre Argumente hatten Sie bereits mündlich dargelegt.
Daß ich damit nicht einverstanden bin, haben Sie nicht zur Kenntnis genommen.
Meine Versuche, Ihnen meine Beweggründe darzulegen, haben Sie unterbunden und ignoriert.
Ihr Schreiben läßt nicht den Rückschluß zu, daß sie diesmal meinen Bedenken zu folgen bereit sind.
Deshalb erscheint es mir geboten, Sie schriftlich zu ersuchen, aktenkundig zu machen, daß ich keine Abtretung der zu erstattenden Fahrtkosten zu Gunsten Dritter (Träger) einräumen werde.

Gründe:
- Dazu bin ich nicht verpflichtet.
- Finanzielle Verbindlichkeiten ohne mein Einverständnis umzudelegieren ist vom Gesetzgeber weder vorgesehen noch zulässig.

Zulässig ist jedoch einen BESCHEID auf meinen Antrag vom dd.mm.yy zu erteilen.
Solange der aussteht, sind mir die Hände gebunden.
Ohne schriftliche Zusicherung ist es nicht ratsam, in finanzielle Vorlage gehen.

Für Brief 3 behielte ich mir in Petto:
Es bleibt unverständlich, weshalb Sie nicht wenigstens die Zusage geben, damit in Vorlage gegangen werden könnte. Solche Vermeidungstaktiken grenzen an Mutwilligkeit.


Meine Willensbekundung ist Ihnen mit Antragsstellung bekannt geworden.
Da sie offenbar nicht deutlich genug war, werde ich sie etwas anders formulieren:
Hinsichtlich der angesprochenen finanzieller Angelegenheiten (Fahrtkosten) ist der Leistungsträger das JobCenter [soundso] und soll es auch bleiben.
Seien Sie bitte versichert, ich benötige keinen Umweg über Dritte, um Fahrkarten zu ordern.

Zum besseren Verständnis:
Dritte, mit denen ich keine Geschäftsbeziehung unterhalte, kann ich nicht belangen.
Allein deshalb werde ich Forderungen, die ich ans JC habe, nicht an Dritte abtreten.

Vorsorglich mache ich erneut darauf aufmerksam, daß ich den Zeitverzug, der sich aus der von Ihnen zu verantwortenden Verzögerung dieser Angelegenheit ergibt, nicht zu vertreten habe.

In der Hoffnung, etwaige Unklarheiten ausgeräumt zu haben,
verbleibe ich mit freundlichen Grüßen

Die-oder-der-sich-nicht-mehr-am-Nasenring-durch-die-Arena-zerren-lassen-wird
Zur Meldezweck-Watsche solltest du auf andere Antworten warten.
Dazu müßten die Ratgeber jedoch den genauen Wortlaut und die RFB kennen!

Sowas hatte ich mal durch als ich ständig vorgeladen wurde, weil die auf meine Fragen partout nicht schriftlich antworten wollten.
Ich hatte herausgefunden, daß dies und das kein zulässiger Meldezweck ist, kund getan, daß ich nicht kommen werde und die Schallplatte mit Sprung aufgelegt, daß ich Rechtssicherheit benötige und keine Verhinderungs-Tschakka-empty-talks, die voraussichtlich darauf abzielen, daß ich meine Rechte aufgeben soll.

Das macht alles keinen Spaß. Ich weiß.
Wasch mich aber mach mich nicht naß?
Das geht bei DEM Spiel nicht.
Lerne, einen gewissen Spaß am Zickig-Sein zu finden.
Wenn mich die "richtigen" Leute voll Schei**e finden, nehme ich's als erbauliches Kompliment.
Sobald ich Applaus aus der falschen Ecke bekomme, muß ich etwas verkehrt gemacht haben.
 

Vanyschnucki

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#59
Woher sollen deine Ratgeber den genauen Wortlaut deiner Vorladung kennen?
Dann könnte mehr dazu gesagt werden.
Ich habe den genauen Wortlaut in meinem Post #55 geschrieben, dennoch nochmal das Schreiben eingescannt. Denke du hast es wohl übersehen.


Du wartest auf einen offiziellen Bescheid zu dem Antrag vom dd.mm.yy.
Richtig?
Nein, da bringst du was durcheinander (oder bist schon einen Schritt weiter) ich habe eine EGV bekommen, diese zum Prüfen mitgenommen und dann ein Schreiben an SB geschickt (Posting #41). Dort habe ich nur bemängelt, dass die Kostenfragen bzgl. Bewerbungen und Fahrtkosten nicht geklärt ist.

Daraufhin hab ich diese Einladung erhalten und mir dreht sich nun wieder der Kopf.

Da noch gar keine EGV unterschrieben wurde bzw. wohl auch kein VA im Raum steht, erscheint es mir nicht als sinnvoll, schon jetzt einen Antrag auf Fahrtkostenerstattung zu stellen, wenn ich doch mit besagter Maßnahme nicht einverstanden bin bzw. die "EGV-Verhandlungen" noch laufen.

Fahrtkosten bei Vorladungen müssen erstattet werden.
Steht was dazu im Anschreiben?
Nein, bisher habe ich dann immer beim Termin um einen Antrag gebeten und den am selben Tag eingereicht, bisher habe ich diese Kosten immer bekommen.


Falls es Erklärungsbedarf zum Bescheid gäbe, zöge ich es IMMER vor, GERADE die Erklärungen schriftlich zu erhalten.
Was der informierte HE weiß:
Im Gegensatz zu mündlichen Absprachen sind Anschreiben gerichtsverwertbar.
Ich habe da so einiges an Klärungsbedarf . bzgl. meiner EGV (siehe meine längeren Schreiben an SB) mir wurde jedoch geraten, mein "Pulver nicht sofort mit einem Schreiben zu verschießen", daher habe ich mich ja so kurz gehalten und nur auf die beiden Punkte beschränkt.

Nun hab ich halt ne neue Einladung, wo mir, wohl mal wieder dann nur mündlich, Erläutert werden soll, wie das mit den Fahrtkosten zur Maßnahme geregelt ist. Es geht in dem Gespärch also eigentlich nur darum: Ich soll doch endlich diese EGV unterschreiben, damit es losgehen kann mit besagter unsinns Maßnahme.


EDIT:

Nochmal ein großes Danke an dich @Pixelschieberin für den guten Text wegen der Sachstandsanfrage bzgl. dem Fahrtkostenantrag. Vorraussetzung für solch ein Schreiben ist jedoch, dass ich schon einen Fahrtkostenantrag gestellt habe, doch bisher ist ja noch in der Schwebe ob ich überhaupt an der Maßnahme teilnehme oder SB einen VA erlässt.

Sollte ein VA oder eine Zuweisung kommen, dann wäre der richtige Zeitpunkt über so ein Vorgehen nachzudenken, noch habe ich ja gar nichts unterschrieben und keiner Maßnahme zugestimmt. Momentan wäre solch ein Antrag ja schon eine indirekte Zustimmung, dass ich an der Maßnahme ja gern teilnehmen will, jedoch nur noch die Kostenzusicherung durch das JC fehlt fehlt. Es ist jedoch so, dass ich diese ganze Maßnmahme als nicht sinnvoll erachte und SB dies ruhig wissen sollte.
 

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#60
[...] Denke du hast es wohl übersehen.[...]
Sieht so aus. Sry.
[...] Nein, da bringst du was durcheinander (oder bist schon einen Schritt weiter) [...]
Beides trifft zu.
Für ersteres Asche auf mein Haupt.
[...] Daraufhin hab ich diese Einladung erhalten und mir dreht sich nun wieder der Kopf. [...]
Don't panic.
SB scheint derzeit für einen VA keine Traute zu haben.
Noch nicht.

Vermutung:
Aus irgendeinem Grund sollst du weich geklopft werden.
z. B. weil ESF-geförderte Maßnahmen deine Einwilligung voraus setzen.
Falls dem so sein sollte, hast DU den Dirigentenstab in der Hand!
[...] Da noch gar keine EGV unterschrieben wurde bzw. wohl auch kein VA im Raum steht, erscheint es mir nicht als sinnvoll, [...]
So würde ich das Spiel auch spielen.
[...] bisher habe ich dann immer beim Termin um einen Antrag gebeten und den am selben Tag eingereicht, bisher habe ich diese Kosten immer bekommen. [...]
Du hast um ein Formular gebeten.
Um Anträge bittest du nicht, die STELLST du.
Die erbsenzählende Korrektur soll in deine Denke sacken und deine Einstellung an die Situation anpassen.

Checke stets den Meldezweck.
Ist der zulässig, stehen dir die Fahrtkosten zu - ohne daß sie im Einladungsschreiben explizit erwähnt sind.
Ist dem nicht so, könntest du auf den Kosten sitzen bleiben!
In dem Fall würde ich die Fahrtkosten ebenso vorab beantragen.

EGV-Abschließen ist meines Wissens kein zulässiger Meldezweck.
Check immer selbst, ob sich der Einladungstext mit der Gesetzgebung in Einklang bringen läßt.
[...] mir wurde jedoch geraten, mein "Pulver nicht sofort mit einem Schreiben zu verschießen", [...]
Klingt sinnvoll. :icon_wink:
[...] wohl mal wieder dann nur mündlich, Erläutert werden soll, wie das mit den Fahrtkosten zur Maßnahme geregelt ist. [...]
Wie du DAS in EIGENREGIE entschleunigst, weißt du bereits:
Daheim angekommen schickst du den formlosen Antrag auf Fahrtkostenerstattung (für das Träger-Tralala) und ignorierst all das, was im Wunschkonzert deines SBs aufgelistet war.

Es geht schließlich um dein Hemd, was dir stets näher zu sein hat als die Jacke des SBs.
[...] Es geht in dem Gespärch also eigentlich nur darum: Ich soll doch endlich diese EGV unterschreiben, damit es losgehen kann mit besagter unsinns Maßnahme.[...]
And that's the beauty of it:
Du MUSST nichts unterschreiben, was dir nicht zusagt!

Da ist der Scheideweg:
Entweder a) SB hat eine Maßnahme, die gegen den Willen des HE zugewiesen werden darf:
Dann ist anzunehmen, daß bei Rumgezicke ein VA über den Tisch geschnippt werden wird.
oder
b) Die Maßnahme ist ESF-gefördert und darf nur mit der Einwilligung des HE statt finden:
Dann ist's allein DEINE Entscheidung, ob du über hingehaltene Stöckchen springst oder nicht.
c) Halte ich für unwahrscheinlich - aber sei's drum:
SB legt neuen EGV-Vorschlag vor.
Das Spiel ist zurück auf Start.
Der vorsichtige HE wird WIEDER extern prüfen lassen, welche Tragweite seine Unterschrift darunter hätte.
Das geht mir mit NICHT-umgangssprachlichen Texten immer so. :icon_wink:
Ganz besonders im Dunstkreis von Behörden und Gerichten.
 

Vanyschnucki

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#61
Sieht so aus. Sry.
Beides trifft zu.
Für ersteres Asche auf mein Haupt.
Don't panic.
SB scheint derzeit für einen VA keine Traute zu haben.
Noch nicht.
Kein Problem, passiert! Hier ist ja auch einiges los und ich danke dir sehr für deine Posts und den damit verbundenen Zeitaufwand.

[...] z. B. weil ESF-geförderte Maßnahmen deine Einwilligung voraus setzen.
Falls dem so sein sollte, hast DU den Dirigentenstab in der Hand!
Soweit mir bekannt, wird GSM über einen AVGS finanziert. Diesen muss ich vorher beantragen (oder SB) und dann dem Träger (freiwillig) aushändigen.

Checke stets den Meldezweck. [...]
EGV-Abschließen ist meines Wissens kein zulässiger Meldezweck.
Habe mal nachgeschaut, also ne Berufsberatung ist es definitiv nicht, dies wäre noch das Naheliegenste bzw. vom JC als solches am ehesten zu bezeichnen. Der in meiner Einladung genannte Meldezweck, getarnt als Beratungsgespärch bzgl. "Erläuterungen der Fahrtkostenerstattung", scheint mir fragwürdig zu sein und ist sicherlich kein zulässiger Meldezweck.

Habe mir mal Gedanken gemacht und ein neues Schreiben verfasst, als Antwort auf den Termin (Danke Pixelschieberin für die Ideen) und einen formlosen Antrag auf Fahrtkostenerstatttung für die Maßnahme, könnte ich das so abschicken? Damit auch mal so langsam der Fahrtkostenantrag auf den Weg kommt.

Schreiben an SB als Antwort auf den neuen Termin (vllt etwas zu krass, dass mit der Maßnahme anzusprechen, doch so langsam reicht es mir)

Sehr geehrte Frau SB,

Ihr Schreiben enthielt bedauerlicherweise keine schriftliche Antwort darauf, wie Sie gedenken, die in meinem Schreiben vom 29.01.2018 angesprochenen Kostenfragen bzgl. den Fahrt- und Bewerbungskosten zu klären, sondern einen neuen Termin für ein weiteres Beratungsgespräch am 08.02.2018.
Vielen Dank für Ihr Angebot.

Eine mündliche Erläuterung von Ihnen hinsichtlich der Fahrtkostenerstattung ist kein offizieller Bescheid und bringt mich in der Angelegenheit nicht weiter.

Daher stelle ich vorsorglich einen formlosen Antrag auf Fahrtkostenerstattung. Dieser geht Ihnen gesondert zu.

Desweiteren ist mir der Meldezweck: „Teilnahme an der Maßnahme „CoachingAgentur“ – Erläuterungen zur Fahrtkostenerstattung“ als solcher unbekannt. Sollte es sich anders verhalten, bitte ich um eine zeitnahe, schriftliche Darlegung der Rechtsgrundlage.

Darüber hinaus halte ich die von Ihnen angebotene Maßnahme für nicht zielführend. Weder aus der EGV noch dem Flyer des MT ergibt sich ein mir schlüssiges, sinnvolles Konzept. Es erschließt sich mir nicht ob und wie genau diese Maßnahme mich bei der Eingliederung in Arbeit unterstützen soll.

Da für die Sach- und Rechtsauskunft weiterhin Sie mein Ansprechpartner sind, möchte ich, dass Sie Begründen wieso ich an dieser Maßnahme teilnehmen soll.

Ich bitte diesmal ausschließlich um eine schriftliche Antwort, so dass es im Nachhinein keine Unstimmigkeiten darüber gibt, was gesagt bzw. nicht gesagt wurde.

und dann noch der formlose Antrag auf Fahrtkostenerstattung:

Sehr geehrte Frau SB,

bei der Durchsicht der o.g. EGV konnte ich keine konkrete Regelung zur Fahrtkostenerstattung für die Teilnahme an der Maßnahme ausmachen.

In der EGV steht u.a., dass die Fahrtkostenanträge für Fahrten zu Maßnahmen immer vorab zu stellen sind.

Dies tue ich hiermit, denn meine bisherigen Erfahrungen lassen es nicht als klug erscheinen, mich vertrauensvoll in finanzielle Vorleistung zu begeben.

Formloser Antrag auf Fahrtkostenerstattung:

Ich beantrage hiermit mir die monatliche Summe der voraussichtlich anfallenden Fahrtkosten vorab auf das Ihnen bekannte Konto mit der Kundennummer: XXX zu überweisen.

Ich fahre mit dem PKW. Für eine einfache Fahrt von mir bis zum Maßnahmeträger fahre ich eine Strecke von 26 Kilometern.

Den genauen monatlichen Betrag sollten Sie selbstständig ermitteln können.

Bitte teilen Sie mir mit wann der Betrag voraussichtlich verbucht sein wird.

Sollte eine Vorauszahlung nicht möglich sein, bitte ich um eine gerichtsverwertbare Zusicherung, dass mir die entstandenen Kosten erstattet werden.

Einer zeitnahen schriftlichen Antwort sehe ich entgegen - soll der avisierte Maßnahmebeginn am XXXX stattfinden und nicht durch unnötige Verzögerungen verschoben werden müssen.
Ich weis nicht, ob es klug ist mehr als den formlosen Antrag auf Fahrtkostenerstattung zu schicken. Wenn ich zum Termin gehe, brauche ich das erste Schreiben ja auch nicht, dies bekommt SB dann von mir vor Ort zu hören. Mir passt diese Maßnahme nicht. Punkt!

Gelernt habe ich: unabhängig davon, ob mir das besonders sinnvoll oder logisch erscheint, immer einen formlosen Antrag auf Fahrtkosten stellen, auch wenn die Maßnahme noch in der Schwebe steht, bzw. noch gar nicht begonnen hat -> Macht SB nur mehr Arbeit

Sollte ich den den Termin wahrnehmen, kann und werde ich mich nicht nur noch auf die Fahrt- und Bewerbungskosten beschränken, da mir SB langsam auf die Nerven geht. Dabei geht es nicht nur um die angesprochene Kostenfrage, sondern Dreh- und Angelpunkt ist diese sinnlose Maßnahme um die es der SB hauptsächlich geht.
 

Pixelschieberin

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#62
Hmm, ich würde mir an deiner Stelle genau überlegen, was den Vorgang entschleunigt.
Und zwar in deinem Sinn.

Den Antrag auf Fahrtkostenerstattung zum Träger würde ich ERST stellen, wenn ich zwangsweise zugewiesen worden bin.
Damit "entzerre" ich die ganze Situation.

Die Fahrtkosten zum zweifelhaften Termin würde ich - mit der leisen Kritik garniert - mit absenden.
Schad ja nichts.
Schließlich wissen wir, daß wir immer VORHER beantragen müssen.

Was mir bei der neuerlichen Einladung auch sehr sehr "komisch" vorkam:
Daß dir zwar eine Sanktion bei Nicht-Erscheinen in Aussicht gestellt wird, jedoch verabsäumt wurde, die Rechtsgrundlage der Absenkung zu benennnen.
Sowas wie Einladung nach §§ Haste-nich-gesehen darf der Bürger doch erwarten.
Tsk, tsk, tsk...
Dies würde ich den SB bitten, bei Gelegenheit, jedoch zeitnah, nachzuholen.
 

Vanyschnucki

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#63
Den Antrag auf Fahrtkostenerstattung zum Träger würde ich ERST stellen, wenn ich zwangsweise zugewiesen worden bin.
Damit "entzerre" ich die ganze Situation.
Ja klar, du hast recht, da bin ich selbst nun durcheinander gekommen, danke!

Die Fahrtkosten zum zweifelhaften Termin würde ich - mit der leisen Kritik garniert - mit absenden.
Schad ja nichts.
Schließlich wissen wir, daß wir immer VORHER beantragen müssen.
Habe nun folgendes Schreiben fertig, dies beinhaltet gleich auch einen formlosen Antrag für die Fahrtkostenerstattung zu fraglichem Termin.

Kann man das so machen? Ist das mit der Maßnahme evtl. zuviel des Guten? Finde SB soll ruhig wissen, dass ich mit dem Inhalt immer noch nicht einverstanden bin.

Ihr Schreiben vom 30.01.2018 - Fahrtkostenerstattung – neuer Termin am 08.02.2018


Sehr geehrte Frau SB,

Ihr Schreiben enthielt bedauerlicherweise keine schriftliche Antwort darauf, wie Sie gedenken, die in meinem Schreiben vom 29.01.2018 angesprochenen Kostenfragen bzgl. den Fahrt- und Bewerbungskosten zu klären, sondern nur einen neuen Termin für ein weiteres Beratungsgespräch am 08.02.2018.
Vielen Dank für Ihr Angebot.

Eine mündliche Erläuterung von Ihnen hinsichtlich der Fahrtkostenerstattung zur Teilnahme an der Maßnahme ist kein offizieller Bescheid und bringt mich in der Angelegenheit nicht weiter.

Dennoch werde ich Ihrer Aufforderung zu einem erneuten Beratungsgespräch gerne nachkommen.
Ich stelle mit diesem Schreiben vorsorglich auch einen formlosen Kostenantrag für diesen Termin.

Formloser Antrag auf Fahrkostenerstattung für den Termin am 08.02.2018

Sehr geerhte Frau SB,

mir entstehen Fahrtkosten für die Einladung zu Ihrem o.g. Termin.

Ich fahre mit dem PKW; eine einfache Fahrt beläuft sich auf 6,5 Kilometer.

Die mir dadurch entstehenden Kosten beantrage ich hiermit vorab und bitte Sie um eine Vorauszahlung dieser Kosten auf das Ihnen bekannte Konto mit der Kundennummer:

Sollte eine Vorauszahlung nicht möglich sein, benötige ich eine Zusage von Ihnen, dass mir diese Kosten erstattet werden.

Einer zeitnahen, schriftlichen Antwort sehe ich entgegen.


Desweiteren ist mir der Meldezweck: „Teilnahme an der Maßnahme „CoachingAgentur“ – Erläuterungen zur Fahrtkostenerstattung“ als solcher unbekannt. Sollte es sich anders verhalten, bitte ich um eine zeitnahe, schriftliche Darlegung der Rechtsgrundlage.

Ebenso mangelt es Ihrer Einladung an der Rechtsgrundlage für die Absenkung im Falle einer Sanktion. Diese bitte ich ebenso nachzureichen.

Darüber hinaus halte ich die von Ihnen angebotene Maßnahme für nicht zielführend. Weder aus der EGV noch dem Flyer des MT ergibt sich ein mir schlüssiges, sinnvolles Konzept. Es erschließt sich mir nicht ob und wie genau diese Maßnahme mich bei der Eingliederung in Arbeit unterstützen soll.

Da für die Sach- und Rechtsauskunft weiterhin Sie mein Ansprechpartner sind, möchte ich, dass Sie Begründen wieso ich an dieser Maßnahme teilnehmen soll.

Ich bitte diesmal ausschließlich um eine schriftliche Antwort, so dass es im Nachhinein keine Unstimmigkeiten darüber gibt, was gesagt bzw. nicht gesagt wurde.

Mit freundlichen Grüßen

Wäre so das, was ich meiner SB gerne schicken würde, sofern es eben klug ist dies vorab zu tun. Werde dann bei dem Gespräch nicht locker lassen und auf eine konkrete und verbindliche Zusicherung der Fahrtkosten bestehen.

Die Regelung für eine Bewerbungskostenübernahme fehlt ja auch komplettt.

Wenn diese beiden Punkte abgearbeitet sind, würde ich an sich gerne auf die Maßnahme zu sprechen kommen. Die EGV ist da ein guter Argumentationshintergrund und ich habe ja noch eine Woche Zeit zum üben. Ich geb mein Bestes da selbstsicherer zu werden.
 

noillusions

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#64
DAS Argument finde ich - in dieser Arena - weniger "clever" als das, eine SB-Behauptung nicht nachvollziehbar zu finden.
Was klingt wohl überzeugender:

1. Das ist für mich nicht nachvollziehbar.

2. Das ist nicht nachvollziehbar.

Doch wohl Nr.2, wo man das nicht auf sich eingrenzt.
Muß ich auch an Politiker-Statements a la "Ich kann nicht erkennen, daß..." (Ja lieber Politiker, bist halt zu blind, alle anderen erkennen es!).

@Vany:

Was zum Geier überlegst du einen Antrag für Maßnahmefahrtkosten? Das wär doch voll unlogisch. Du willst das Ding doch nicht.

Lass dir erklären wie die Fahrtkostenerstattung ablaufen soll, und sage dann dass das unzumutbar ist, dass du Bankdaten an den MT weitergibst, du überlegst eine alternative Methode und teilst die dann mit (wird auf Erstattung durch JC hinauslaufen). Und sie möge daran denken die nicht zielführende Maßnahme zu streichen.
Wenn sie dann sagt du hast das nicht geschrieben, dann sagst du das du das schon mündlich erläutert hattest. Wenn sie das bemängelt, sagst du dass sie doch auch alles mündlich erläutert.
Wenn sie fragt warum du überhaupt über Fahrtkosten redest obwohl nicht in die Maßnahme willst, dann halt weil du es mal wissen wolltest, falls man sich mal auf eine sinnvolle Weiterbildung einigen könnte (die du vielleicht auch mal gefordert sein könntest rauszusuchen).

Und ihn Zukunft nicht gleich mit Peanuts anfangen zu monieren die sich leicht aus dem Weg räumen lassen (du wirst vllt. ohne Probleme Fahrtkosten vom JC kriegen statt vom MT), sondern sich dass aufheben für den Fall dass die Maßnahme durch kommt als nachgelagerte Hürde.

AVGS sucht man sich soweit ich weiß selbst einen Träger. Wenn nicht will hat man am Ende halt "leider keinen geeigneten gefunden". Oder man verhandelt die Inhalte des AVGS (->sinnvolle Weiterbildung).

@all:

Seid ihr sicher dass das kein zuläsSiger Meldezweck ist:

Leistungsangelegenheiten sind zulässige. Auch welche mit Vermittlungsangelegenheiten.
 
E

ExitUser

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#65
Der Meldezweck könnte unter § 309 Absatz 2 Nr. 3 SGB III fallen ("Vorbereitung aktiver Arbeitsförderungsleistungen").
 

Vanyschnucki

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#66
Was zum Geier überlegst du einen Antrag für Maßnahmefahrtkosten? Das wär doch voll unlogisch. Du willst das Ding doch nicht.
Genau, daher erst dann einen Antrag stellen wenn ich zugewiesen wurde. Habe ich durcheinander gebracht.


Lass dir erklären wie die Fahrtkostenerstattung ablaufen soll, und sage dann dass das unzumutbar ist, dass du Bankdaten an den MT weitergibst, du überlegst eine alternative Methode und teilst die dann mit (wird auf Erstattung durch JC hinauslaufen)
Das Jobcenter übernimmt doch die Kosten, habe ich nun schon zweimal angemerkt und auch in der EGV steht dies so drinn, dieses Argument zieht also nicht. Der Knackpunkt ist folgender: Diese Kosten werden vorab beantragt, bzw. müssen es laut EGV sogar, doch die Auszahlung erfolgt erst im Nachinein.

Und sie möge daran denken die nicht zielführende Maßnahme zu streichen.
So ganz beiläufig erwähnen also?


Und ihn Zukunft nicht gleich mit Peanuts anfangen zu monieren die sich leicht aus dem Weg räumen lassen
Ich hatte doch genug Punkte genannt, mir wurde hier im Forum geraten, bewusst nur wenig zu bemängeln und eben kein "Rechtsgutachten" abzugeben, mit dem ich SB die Arbeit erleichtere. Was denn nun? Ich bin nun verwirrt wie ich mich verhalten soll.
 

noillusions

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#67
Das Jobcenter übernimmt doch die Kosten, habe ich nun schon zweimal angemerkt und auch in der EGV steht dies so drinn, dieses Argument zieht also nicht. Der Knackpunkt ist folgender: Diese Kosten werden vorab beantragt, bzw. müssen es laut EGV sogar, doch die Auszahlung erfolgt erst im Nachinein.
Also Abrechnung über JC - naja dann kannst fragen warum du in Vorleistung gehen sollst, schließlich ist Alg2 ja nicht so üppig.
So ganz beiläufig erwähnen also?
Bietet sich an wenn sie die EGV unterschrieben haben will. Dann sagst du dass da aber immer noch die Maßnahme drin steht, und das geht schließlich nicht.
Wenn sie die neu ausdruckt, liest du sie komplett neu durch, könnte ja was anderes drin stehen, was du erst lesen mußt.

Ich hatte doch genug Punkte genannt, mir wurde hier im Forum geraten, bewusst nur wenig zu bemängeln und eben kein "Rechtsgutachten" abzugeben, mit dem ich SB die Arbeit erleichtere. Was denn nun? Ich bin nun verwirrt wie ich mich verhalten soll.
Du siehst ja was du davon hast - die SB ist zielstrebig bei der Sache mit der Maßnahme und du gibst dich mit Kleinkram ab wie Fahrtkosten-Klimbim den die SB bald aus dem Weg geräumt hat. Was nämlich tust du, wenn sie es dir vollkommen recht macht und du alles vorher überwiesen kriegst?
Und was ist daran Rechtsgutachten die Maßnahme zu bemängeln?

Nix VA gegen den ich was tun könnte, sondern ein weichklopper Gespräch nach dem anderen.
Ich verstehe auch nicht, wie du darüber unglücklich bist. Mit VA ist alles einen Schritt weiter. So kannst du dich doch freuen, dass du harmloses Blabla mit der SB-Tucke machen kannst.
 

Pixelschieberin

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#68
@ noillusions:
Kann doch jeder so wie er meint...
Politikerspräch finde ich als Abwehrstrategie für SBs prima. Selten sind sie wendig genug, eigene Transferleistungen zu bringen.
Wo steht denn, daß ich mich klarer auszudrücken habe als der SB, der seinerseits nichts Konkretes raus rückt?
Von den Siegern lernen.
Soll der Gegner doch versuchen, Puddings an die Wand zu nageln.

@ Vanyschnucki:
Leg dir eine Strategie zurecht, so wie noillusions schon vorgeschlagen hat:
Wenn ich eine Maßnahme für sinnlos erachte, werde ich den Gegner ausbremsen wo es nur geht, ihm Arbeit machen und mich vor Ort - beim Meldetermin - auf NICHTS festlegen.
Selbst wenn SB eine neue EGV ausdrucken sollte, wäre ICH zu blöd, die Tragweite zu überblicken und wollte mir erneut Rat einholen, ob ich auch nichts übersehen habe.
Stichwort: Salamitaktik. Immer schön scheibchenweise, damit nichts aufn Plötz gerichtet werden kann.

Mit dem Meldezweck vermute ich auch eine vorbereitende Handlung.
Jedoch wundert mich, daß die Drohparagraphen nicht erwähnt werden.
Vanyschnucki kann die alten Einladungen daraufhin untersuchen.
Ob es generelle Schlampigkeit oder ein Ausreißer ist. Just for Info.


Irgendwie habe ich den Eindruck, daß du die Strategie hinter den Vorschlägen nicht blickst:
Ich versuche doch nicht, den SB dazu zu bewegen, eine wasserdichte EGV zu schnitzen!
Macht HE Feigenblatt-Vorschläge, die eventuell gar nicht berücksichtigt werden, sieht sein Part bei Gericht willig und konstruktiv aus.
That's all.
Lies die aktuelle Signatur von Texter50 und lerne sie auswendig.
Die zeigt auf, wie sie das Spiel spielt.
 

Vanyschnucki

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#69
Jedoch wundert mich, daß die Drohparagraphen nicht erwähnt werden.
Vanyschnucki kann die alten Einladungen daraufhin untersuchen.
Ob es generelle Schlampigkeit oder ein Ausreißer ist. Just for Info.
Habe die anderen Einladungen mal überprüft, die sehen alle so aus wie die für den nächsten Termin nun. Es fehlen also die "Drohparagraphen". Wie könnte man dies im Gespärch ansprechen?

Ich werde wohl dann auch kein Schreiben an meine SB aufsetzten, sondern nur einen formlosen Antrag auf Kostenerstattung stellen und artig zu besagtem Termin dackeln.
Bisher gabs den Antrag meinerseits erst immer nach den Terminen.

Irgendwie habe ich den Eindruck, daß du die Strategie hinter den Vorschlägen nicht blickst:
Ich versuche doch nicht, den SB dazu zu bewegen, eine wasserdichte EGV zu schnitzen!
Ich blicke es schon, weis es nur nicht umzusetzen im Gespräch, da ich verunsichert und ängstlich bin bei solchen Terminen.

Ich habe SB nur kleckerweise meine bisherigen Einwände aufgezeigt, da ich dachte, dies wäre der klügere Schachzug, also nichts von der Maßnahme und den anderen Unstimmigkeiten in der EGV erwähnen.

Das ich die Maßnahme als solches nicht zielführend finde, habe ich ja schon beim ersten Termin, wo es die EGV gab, gesagt und werde daran auch weiterhin festhalten, wenns nicht anders geht eben nur in meinen Worten und auf meine Art, damit überhaupt Konter kommt.

Habe mir ne mentale Stütze auf einen Zettel geschrieben, werde diesen mitnehmen und beim Gespärch draufschauen, ich brauch einfach ein paar Stichworte, mit denen ich mich dann dort "durcharbeite". Ich bin einfach nicht geübt genug und verhaspel mich halt oft, bin nervös, zitternd.... naja ein häufchen Elend wie man so schön sagt. Daran muss ich arbeiten.


Eine Frage hab ich jedoch noch.

Wie verhalte ich mich, wenn SB meint die Fahrtkostenerstattung und evtl. sogar Bewerbungskostenerstattung zwar anders zu regeln, dann aber keine neue EGV vorlegt (wo diese Punkte zu meiner Zufriedenheit sind) sondern in etwa so reagiert:

"Wir haben ja nun das Thema Fahrt- und Bewerbungskosten geklärt und Sie werden dies auch nochmal schriftlich von mir bekommen. Was ist denn nun mit der EGV? Unterschreiben Sie nun?"

Kann ich dann auf eine neue EGV bestehen, in der diese Regelungen schriftlich festgehalten werden? Oder wäre keine neue EGV ein weiterer grober Fehler der SB? Ich in mir da noch sehr unsicher.

EDIT:

Grad sind noch zwei ganz "tolle" VVs bei mir eingetrudelt. Muss ich mich darauf eigentlich momentan bewerben, trotz fehlender EGV? Eine RFB ist dem Schreiben natürlich auch beigefügt und eben die beiden VVs
 
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Sebi1988

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Eine Frage hab ich jedoch noch.

Wie verhalte ich mich, wenn SB meint die Fahrtkostenerstattung und evtl. sogar Bewerbungskostenerstattung zwar anders zu regeln, dann aber keine neue EGV vorlegt (wo diese Punkte zu meiner Zufriedenheit sind) sondern in etwa so reagiert:

"Wir haben ja nun das Thema Fahrt- und Bewerbungskosten geklärt und Sie werden dies auch nochmal schriftlich von mir bekommen. Was ist denn nun mit der EGV? Unterschreiben Sie nun?"
solche sprüche musst und solltest du auf gar keinen fall akzeptieren. wie schon öfters von mir erwähnt, hier handelt es sich wieder nur um "gesagtes" und daran kann man sich im zweifelsfalle nicht mehr erinnern. alles was auf dem papier steht ist relevant, gesagtes jedoch nur heiße luft.

wenn du die EGV dann trotzdem einfach so unterschreiben würdest, akzeptierst du ja vollautomatisch die schwammigen formulierungen. es existiert dann ja kein schriftlicher zusatz, der dir die kostenübernahme zusagt.
deswegen, lass dich auf so einen quatsch nicht ein ...

Grad sind noch zwei ganz "tolle" VVs bei mir eingetrudelt. Muss ich mich darauf eigentlich momentan bewerben, trotz fehlender EGV? Eine RFB ist dem Schreiben natürlich auch beigefügt und eben die beiden VVs
ja, auf die VV´s wirste dich bewerben müssen, da sie auch eine RFB enthalten, da wirste nicht dran vorbei kommen.
sind mal wieder stellenangebote von ZA´s oder ? ^^
bei den zeitarbeitsfirmen gibt es auch immer wieder eine beliebte und böse falle auf die man achten muss:
es wird eine stelle ausgeschrieben, du bekommst diese stelle vom jobcenter per VV und bewirbst dich. ersmal passiert gar nix, dann rufen die plötzlich bei dir an, oder wenden sich schriftlich an dich und wollen dich einladen, soweit so gut. du erscheinst zum vorstellungsgespräch, man quatscht dich einwenig voll und teilt dir so ganz beiläufig mit, dass die stelle bereits weg is, ABER (!) man habe ja etwas anderes für dich. hier gilt es dann einen cut zu machen. man ist nur dazu verpflichtet sich auf die in dem VV angebotene stelle zu bewereben, dieses "ich hätte da was anderes für sie" stellt ein angebot eines dritten dar. darauf musst du gar nicht weiter eingehen, da nur der SGB II leistungsträger dazu in der lage ist sanktionsbewährte vermittlungsvorschläge zu unterbreiten.

ps: kostenbeantragung nicht vergessen! ;) halte die schön auf trapp, mach denen immer viel arbeit, so das bei der guten SB keine langeweile aufkommt ;)
 

Vanyschnucki

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#71
ja, auf die VV´s wirste dich bewerben müssen, da sie auch eine RFB enthalten, da wirste nicht dran vorbei kommen.
sind mal wieder stellenangebote von ZA´s oder ? ^^
Ne sind glaube ich keine, ich sehe ja den Arbeitgeber nie, sondern nur den Einsatzort. Ich schicke meine Unterlagen an den Arbeitgeberservice (meist als Email gefordert), von dort kommen die VVs immer. Dieser leitet meine Unterlagen dann weiter.

Die direkten Kontaktdaten des Arbeitgebers habe ich nie gesehen, bis eine Einladung kommt. Auch totaler Unsinn in meinen Augen, diese Vorgehensweise. Man weis ja garnix im Vorfeld, hab da schon so Einiges erlebt, ist aber nen anderes Thema.


So nochmal zum "auf Trab halten".

Ich habe nun irgendwie hummeln im ***** und will der SB, zusätzlich zum formlosen Kostenantrag noch was zum Nachdenken mit auf den Weg geben.

Habe das Schreiben mal in die Datei angehägt. Daraus geht hervor, dass ich gerne zum "Beratungsgespärch" erscheine, doch weiterhin auf schriftliches bestehe und das mir diese Maßnahme (immer noch) nicht passt.
 

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Vanyschnucki

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#72
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Falls es jemanden interessiert, wie diese VV bei mir aussehen, habe ich das JC Schreiben und einen der VVs mal eingescannt.

Ich sehe dort nie die Adresse des Arbeitgebers, sondern nur die Kontaktdaten des AGS vom Landkreis. An diesen muss ich auch die Bewerbungsunterlagen (Anschreiben und Lebenslauf) schicken, da die Arbeitgeber anonymisiert sind, so wird mir auf Nachfragen immer gesagt. Diese Unterlagen werden dann weitergeleitet. Absagen bekomme ich dann auch über den AGS.

Der AGS arbeitet für das JC im Auftrag der Arbeitgeber.
 

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noillusions

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#73
So nochmal zum "auf Trab halten".

Ich habe nun irgendwie hummeln im ***** und will der SB, zusätzlich zum formlosen Kostenantrag noch was zum Nachdenken mit auf den Weg geben.
Außer das mit den Fahrtkosten macht das doch keinen Sinn, dann ist alles abgeräumt und du bist gleich beim Thema "Unterschreiben sie jetzt?".
Mach das beim Termin, da kannst du ihr schöööööööööön die Zeit klauen, das nervt die viel mehr und sie kann es nicht sauber ausformulieren und es vorher abräumen. Dann kannst du das erst ab da prüfen.

Und Fahrtkosten vorher überwiesen kriegen wegen 6,5 Kilometer, da kommst du zu 99% nicht durch mit und wenn doch bist du im Visier wegen schlechtem finanziellen Haushalten.

Und was ist das Problem dabei zu sagen, dass die schriftliche Fixierung in die EGV gehört und nicht auf eine gesonderte Antwort, schließlich hast du es auch in der EGV bemängelt.
 

Pixelschieberin

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#74
[...] Dieser leitet meine Unterlagen dann weiter. [...]
Wie habe ich das zu verstehen?
Die Kindergartentante hängt dir den Brottornister an den Haken mit dem Fliegenpilz und sieht zu wie du dir das Haar kämmst und die Hausschuhe anziehst?
[...] Die direkten Kontaktdaten des Arbeitgebers habe ich nie gesehen, bis eine Einladung kommt. [...]
Hä? Wie prüfst du - wenn du wesentliche Daten NICHT kennst - ob der VV ZUMUTBAR ist?

Stichwort: Pendelzeiten.

Frage dich bitte ab und zu, OB - und falls ja - WANN du den Regiestuhl deines Lebens für dich reklamieren und dich dort selbst rein pflanzen willst.
Solange ich die Entscheidungen irgendwelchen Gouvernanten überlasse, werde ich gegängelt und am Nasenring durch die Arenen gezerrt werden.

Zum halbwegs selbstbestimmten Leben gehören ein paar Unbequemlichkeiten.
Z. B. Bewerbungen, etc. SELBST auf den Weg zu schicken.

Was (d)ein SB dann möglicherweise lernen muß:
Große Mädchen können sich die Schnürsenkel schon alleine zu binden.
[...] Auch totaler Unsinn in meinen Augen, diese Vorgehensweise. [...]
Gehören nicht immer zwei zum Tango?
Einer der auffordert und einer, der mit macht?
Nichts gegen Kalendersprüche! :icon_wink:
[...] Man weis ja garnix im Vorfeld, hab da schon so Einiges erlebt, ist aber nen anderes Thema.[...]
Nein, das ist das selbe Thema.
Du läßt DEINEN Regiestuhl von fremden Leuten besetzen und watscht die nicht ab wenn sie den nicht mehr rausrücken wollen.

Das greift doch alles wie Zahnräder ineinander.
Wenn kein Sand ins Getriebe gestreut wird, wird sich an Bevormundungen nichts nennenswert ändern.

Als MIR klar wurde, ich soll allein zu Gunsten von SB-Fleißpunkten verheizt werden - meine Qualifikationen dabei gar keine Berücksichtigung finden - hatte ich nachweisbar untersagt, daß meine personenbezogenen und schützenswerten Daten an Dritte, die außerhalb des sozialrechlichen Dunstkreises stehen, NIEMALS übersandt werden dürfen, OHNE daß VORHER meine schriftliche Erlaubnis einzuholen ist.

Für WILLENSerklärungen schweben in Allgemein/Vorlagen gar nützliche Vorlagen herum.

ICH will im Vorfeld wissen, an WEN WELCHE Daten übermittelt werden sollen.
Punkt.
Aus.
Ende der Debatte.

Damit wahre ich mein Recht auf informationelle Selbstbestimmung.
Wenn SBs Komfortzone damit beschnitten wird: PaL.
Kann den shortcut bitte mal einer ins Abkürzungswörterbuch übernehmen. :icon_wink:
[...] Ich habe nun irgendwie hummeln im ***** und will der SB, zusätzlich zum formlosen Kostenantrag noch was zum Nachdenken mit auf den Weg geben.[...]
Um Hummeln besser im Zaum halten zu können, empfiehlt sich, das dünne Buch zu studieren, auf das Texter50 in ihrer Signatur verwiesen hat.
Das ist, wie mein Rat, sich gegen Manipulationen zu wappnen - kein Witz.
Das schwirrt auch in elektronischer Form im Netz.
Unter Anderem ist darin zu lesen, daß der Überraschungseffekt sehr hilfreich für die Durchsetzung eigener Ziele sein kann.

Die meisten sind auch so wie du beim JC angetreten:
Fair, konstruktiv, gemeinsam an einem Strang ziehen wollend.
Den "Fachkräften" für Vermittlung viel Vertrauen in deren Kompetenz entgegen bringend.
Meine SBs (es soll andere geben) haben sich jedoch nie als Kooperationspartner erwiesen.
Im Gegenteil.
Die wollten mich gleich zu Beginn in irgendwelche Downgrade-Maßnahmen abschieben.

Seit ich ihnen bei jedem Date Arbeit beschere und sie nicht dazu kommen lasse, ihren eigenen roten Maßnahme-Faden weiter zu spinnen, wurden mir keine mehr "angeboten".

Möglicherweise existiert auch ein Memo zu meiner konkreten Ansage, die mir raus rutschte als mir das selbstgefällige Getue einer besonders unterbelichteten SB zu blöd war.
Um das leidige "tun-als-ob-Spiel" so zu spielen, daß SB sein Gesicht behalten kann, sollte der auch ein bißchen was dafür tun.

Mir platzte raus:
Das verlogene Rumgeeier um den heißen Brei bin ich jetzt leid.
Frage:
Wollen wir weiter so tun "als ob alle Schuld nur bei mir läge", oder können wir uns DAS schenken?
Ach? Sie wollen nicht verstanden haben, was ich meine?
Dann versuchen wir's mal so:
Stand: [dd.mm.yyyy].
[2.497.945] Profile mehr oder weniger passender Bewerber stehen [1.501.125] freien Stellen und [334.745] Ausbildungsstellen gegenüber.
[Genaue Daten] entnehme ich vor jedem Date dem offiziellen Portal und notiere sie mir auf der To-Do-Liste.
Herr/Frau [Merkbefreit] - DAS sind die Startbedingungen.
Sozusagen "gegeben".
Ehe wir über nicht belegbare Eventualitäten plaudern:
Was ist bei Ihnen vom Grundschul-Rechnen hängen geblieben?
Vielmehr, was ist Ihrer Meinung nach "gesucht"?
Richtig.
Wie viele Stellensuchende gehen zwangsläufig leer aus?
Und das auch nur weil seit der Hochzeit zu Kana kein Wasser mehr zu Wein verwandelt wurde?
Von wundersamen Fisch- oder Brotvermehrungen wurde seither auch nicht mehr berichtet...


Erschwerend kommt hinzu:
Potentielle Geschäftspartner werden auch nicht zwangsläufig im gegenseitigen Pendelbereich agieren.
JETZT kämen noch Ihre Fähigkeiten in Grundschul-Mengenlehre dazu.
Etwas Logik in den Brei-Topf geworfen - und schon erübrigt sich jedweder Anwurf, der allein dazu angetan ist, dem HE ein schlechtes Gewissen einzureden damit er sich klein und unnütz zu fühlen habe.

Fakt ist:
Durch fortschreitende Automatisierungen entfallen Arbeitsplätze.
Es gibt derzeit nicht genug Arbeit für jedermann.
Wenn Sie das nicht wahr haben wollen, rechnen Sie die veröffentlichten Daten Ihres Dienstherren doch selbst gegen und ziehen den einzig möglichen Schluß selbst.
Oder - erkundigen Sie sich bei klugen Menschen. Wie z. B. Herrn Precht.

Ich habe beschlossen:
Sozialmafiöse Amigo-Strukturen mit Pseudo-Bildungs-Tralala werde ich nicht unterstützen.
Ich werde mich mit ALLEN zur Verfügung stehenden Rechtsmitteln dagegen verwehren, zum Mittäter gemacht zu werden wenn gegen das gesetzlich verankerte Gebot der Wirtschaftlichkeit verstoßen wird.
Nur damit ich aus der Statistik geschönt werden kann?
Für sowas suchen Sie sich besser ein real sheep aus der mähenden Herde, die IHR perfides Spiel nicht blickt.

Für mich finden Sie besser eine sozialversicherungspflichtige Arbeitsstelle.
Bei IHREN bisherigen Vorschlägen waren jede Menge Defizite zu erkennen.
Insbesondere was die Paßgenauigkeit der künftigen Vertragspartner angeht.

Es geht auch nicht darum. daß Sie mich am liebsten zum Latrinen putzen schicken möchten.
In der freien Wirtschaft geht es vorwiegend um Prosperität.
Klima und BETRIEBSFRIEDEN sind wesentliche Faktoren, um am Markt erfolgreich zu sein.
Das mag für Behörden nicht gelten.
Es ist ein Unterschied ob das Geld VERDIENT wird, oder ob es der Mitarbeiter KRIEGT.


Bei Ihren bisherigen VVs konnte ich schicke Bewerbungen schreiben wie ich lustig war.
Welcher halbwegs intelligente Arbeitgeber würde weit Überqualifizierte für Hilfsarbeiter-Tätigkeiten einstellen, ohne im Hinterkopf die Sorge zu haben, daß die Belegschaft zu viel um ihre Rechte zu wissen bekommt und womöglich aus dem Ruder läuft?

Finden Sie passendere sozialversicherungspflichtige Arbeitsstellen.
Dann ist unser beider Zeit wesentlich besser investiert.

Bitte schreiben Sie das ruhig in Ihr Protokoll.
Ich habe keine Lust mehr, das jedes Mal neu erzählen zu müssen.

***
Ich weiß nicht, ob dir mit diesen Gedankengängen geholfen ist.
Kämpfen und durchsetzen mußt du immer selbst, woran dir gelegen ist.
Wenigstens bist du schon wach geworden und suchst um Hilfe nach.

Übe dich in Konfrontration(en)-Aushalten.
Erfahre dabei, daß es Spaß machen kann, andere in ihre Schranken zu verweisen.
Nein - DIE sollen dich gar nicht lieb haben.
Deine Wahlverwandtschaft suchst du dir nämlich selber aus.
 
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0zymandias

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#75
Die Arbeitsangebot ist unbestimmt, da der Name des Arbeitgebers verheimlicht wird und die Wochenarbeitszeit 0 Stunden beträgt.

In der Person des Arbeitgebers kann schon die Unzumutbarkeit des Angebots zu finden sein.
Wenn er/sie noch drei Monatslöhne schuldet und mit dem damaligen Lebensabschnittspartner nach Kairo durchgebrannt ist, wie es vielen schon passiert ist.
Damit wird eine Zumutbarkeitsprüfung durch Leistungsberechtigte unmöglich gemacht.

Dass in der Eingabemaske tatsächlich eine Altersvorgabe möglich ist, will er mir auch nicht recht in den Sinn. :biggrin:
Da könnte das AGG schon in Mitleidenschaft gezogen sein und man müsste mal schauen, ob sich hierfür nicht ein Gleichstellungsbeauftragter finden lässt (rein generisch gesprochen; selbstverständlich kann auch eine Frau undsoweiter undsofort :wink:).

Nachtrag: Ich habe nochmal nachgeschaut und das mit der Gleichstellungsbeauftragten geht leider nicht, da sie nur teilweise das AGG durchsetzen muss.
Bliebe aber noch die Möglichkeit, die verantwortliche Stelle in der Behörde anzusprechen.
Z.B. das Kundenreaktionsmanagement in Nürnberg, Geschäftsführer des JC, AGS selber, etc.
 
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noillusions

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#76
Bei Ihren bisherigen VVs konnte ich schicke Bewerbungen schreiben wie ich lustig war.
Welcher halbwegs intelligente Arbeitgeber würde weit Überqualifizierte für Hilfsarbeiter-Tätigkeiten einstellen, ohne im Hinterkopf die Sorge zu haben, daß die Belegschaft zu viel um ihre Rechte zu wissen bekommt und womöglich aus dem Ruder läuft?

Finden Sie passendere sozialversicherungspflichtige Arbeitsstellen.
Dann ist unser beider Zeit wesentlich besser investiert.
Schon ganz gut um gegen gegen Prekärjobs anzugehen, aber dann besser mit der Begründung, das Arbeitgeber Angst haben, dass man bald wieder weg ist in seinen Ursprungsberuf oder sich da langweilen würde.
Am besten nachdem man eine Weile mit Anti-ZAF Bewerbungen Prekärjobs umgangen hat.
Dann kann man sagen dass man es doch mal mit dem gelernten Beruf versuchen sollte.
Wer Pech hat kriegt aber nur den "Tipp" seinen Beruf nicht zu erwähnen.
In der Person des Arbeitgebers kann schon die Unzumutbarkeit des Angebots zu finden sein.
Wenn er/sie noch drei Monatslöhne schuldet und mit dem damaligen Lebensabschnittspartner nach Kairo durchgebrannt ist, wie es vielen schon passiert ist.
Damit wird eine Zumutbarkeitsprüfung durch Leistungsberechtigte unmöglich gemacht.
Ach und bei normalen VV's kannst du das prüfen?
 

0zymandias

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#77
AW: Zwei Infoveranstaltungen hinter mir, Termin bei SB mit Thema: Teilnahme an einer der Maßnahmen

[...]
Ach und bei normalen VV's kannst du das prüfen?
Ach, und Du also nicht?

'N Link. :biggrin:

Nachtrag, weil's so schee isch:

Zeitarbeit
3.2 LSG Bayern, Urteil vom 23. April 2014 (Az.: L 11 AS 410/13):

Leitsätze Dr. Manfred Hammel
Sämtliche in § 31 Abs. 1 Satz 1 SGB II genannten Sanktionstatbestände setzen voraus, dass die jeweilige hilfebedürftige Person über die Rechtsfolgen einer Pflichtverletzung belehrt worden ist.
Unter Berücksichtigung des Inhalts des § 31 Abs. 1 Satz 1 Nr. 2 SGB II ist es erforderlich, dass ein JobCenter seine Rechtsfolgenbelehrung auch auf den Tatbestand der Verhinderung der Anbahnung eines von ihm vorgeschlagenen Arbeitsverhältnisses zutreffend und sachlich richtig ausdehnt. Erforderlich ist hier im Besonderen stets eine zeitnahe Rechtsfolgenbelehrung.
Überdies hat innerhalb des Vermittlungsvorschlags des JobCenters der mögliche Arbeitgeber unmissverständlich benannt zu werden, denn die im Einzelnen angebotene Arbeit muss zumutbar sein (§ 31 Abs. 1 Satz 1 Nr. 2 SGB II).
Wenn das vom SGB II-Träger benannte Zeitarbeitsunternehmen auch zur Art der in seinem Auftrag zu verrichtenden Tätigkeiten keine näheren Angaben tätigt, fehlt es an einem hinreichend bestimmten Arbeitsangebot.
Dies gilt gerade auch, wenn arbeitgeberseitig auf den Aspekt der Leiharbeit nicht verwiesen wird.
Anmerkung: ebenso im Ergebnis LSG Bayern, Urteil vom 23.04.2014 - L 11 AS 512/13
Nachtrag II:
Die Rechtsfolgenbelehrung in einem Vermittlungsvorschlag ist nicht richtig, wenn auf eine - später aufgehobene - vorangegangene Pflichtverletzung hingewiesen wird. Im Vermittlungsvorschlag ist zumindest der Arbeitgeber und die Art der Arbeit (hier: Zeit /Leiharbeit) zu bezeichnen.
Bayerisches LSG · Urteil vom 23. April 2014 · Az. L 11 AS 410/13
Bayerisches LSG, Urteil vom 23. April 2014 - Az. L 11 AS 410/13
 
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Regensburg

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#78
Laut VV sind auch Kinder zur Arbeiten willkommen (00-99).
Ist es nicht ein Pflicht sowas zu Melden?

Wenn Ihr mir den richtigen Ansprechpartner nennen (Staatsanwaltschaft?), werde ich meinen Pflichten nachgehen und die Stelle mit dem VV Ausdruck informieren um Überprüfung beantragen / bitten.

Dazu brauche ich allerdings den VV #72 nicht anonymisiert, um die Forum nicht in "Blick" zu ziehen.
 

noillusions

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#79
Muss ich mich darauf eigentlich momentan bewerben, trotz fehlender EGV? Eine RFB ist dem Schreiben natürlich auch beigefügt und eben die beiden VVs
Schonmal mal was vom SGB2 gehört? Oder gilt das für dich nicht weil du das auch nicht unterschrieben hast? Darfst bestimmt auch bei rot über die Ampel fahren, weil du die StVO nicht unterschrieben hast...
Ach, und Du also nicht?
Nein, aber du bist sicher, dass du alle Infos über einen potentiellen Arbeitgeber kriegst wenn du willst, die hier wichtig sind?
Nachtrag


Nachtrag II:
Die Urteile sind natürlich was wert, immerhin LSG-Urteile. Dann kann man mit diesem Argument mindestens die VV's deanonymisieren und den AGS umgehen.
Laut VV sind auch Kinder zur Arbeiten willkommen (00-99).
Ist es nicht ein Pflicht sowas zu Melden?
Da steht aber auch das mittlere Reife gefordert ist, das wird abgeschmettert wegen "Hebbarer Mangel" oder Ähnlichem.
 

Regensburg

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#80
Da steht aber auch das mittlere Reife gefordert ist, das wird abgeschmettert wegen "Hebbarer Mangel" oder Ähnlichem.
Ist mir noill egal - wo ich den Zecken Probleme machen kann, dann mach ich es auch. Ich würde nur eine Anfrage stellen....

Übertrieben:
Ich schalte in der Zeitung folgende Anzeige:
Ich, m 54, suche ernsthafte und glückliche Beziehung zu einer nette w 6 - 16. Bildungstand egal.

Dann kann ich noch runter zählen:
3 - 2 - 1 - Hurraa - die Kripo ist da !!!

Warum soll ich die ZAF anders behandeln?
Ein Versuch ist es schon wert.
 

0zymandias

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#81
[...]
Nein, aber du bist sicher, dass du alle Infos über einen potentiellen Arbeitgeber kriegst wenn du willst, die hier wichtig sind?
[...]
Das kannst Du gerne selber mal ausprobieren, wenn Du möchtest.

Ich persönlich halte diese Angebote, die man nur mit Sanktionsgewalt in den Elo hineinwürgen kann, nicht für goldig genug.

Mir ging es genau darum, was ich auch geschrieben habe.
Für ein sanktionsfähiges Angebot fehlen hier ein paar Kleinigkeiten.

[...]
Ich sehe dort nie die Adresse des Arbeitgebers, sondern nur die Kontaktdaten des AGS vom Landkreis. An diesen muss ich auch die Bewerbungsunterlagen (Anschreiben und Lebenslauf) schicken, da die Arbeitgeber anonymisiert sind, so wird mir auf Nachfragen immer gesagt. Diese Unterlagen werden dann weitergeleitet. Absagen bekomme ich dann auch über den AGS.
[...]
Hast Du denn irgendetwas Schriftliches in Bezug auf den AGS, abgesehen von den VVs selber?

Ich frage das deswegen, weil ich mal in eine Joboffensive sollte bei der der lokale AGS dazukommen sollte.
Hierfür war eine Unterschrift unter eine EGV nötig, die es seltsamerweise nie gab. :wink:

Rein theoretisch könntest Du das JC ein bisschen nerven, indem Du sie schriftlich darauf hinweist, dass sie leider den potentiellen Arbeitgeber nicht benannt haben.
Bitte nicht vergessen: Auch diese Bewerbungen zählen zu den Eigenbemühungen.
 

Pixelschieberin

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#82
Was du als OT abtust, sehe ich als Teil des Haufens, in den sich HE durch stromlinienförmiges Konfliktvermeidungsgehabe reiten.
Das Spiel ist nämlich genau darauf ausgelegt, HE am Nasenring dort hin zu führen, wohin es den "Bestimmern" gefällt.

Diese Methode schliddert in Richtung Arbeiterstrich oder besoffene Matrosen schanghaien ran:
[...] Ich sehe dort nie die Adresse des Arbeitgebers, sondern nur die Kontaktdaten des AGS vom Landkreis.[...]
Im Anschreiben stand, was zu tun sei, wenn du Fragen hast.
Ich würde u. A. wissen wollen, WER mein potentieller Vertragspartner ist!

Meine Frage(n) würde ich nicht telefonisch (wie gewünscht), sondern nachweisbar absetzen.
Die von Fritz überwachte Telefonanlage ist auf "nichts vom Rufnummernblock [soundso] annehmen" gestellt.
Deshalb wäre selbst die Übermittlung einer Fax-Nummer unkritisch.

[...] An diesen muss ich auch die Bewerbungsunterlagen (Anschreiben und Lebenslauf) schicken, [...]
Hier bitte ich die Paragraphenreiter, etwas von ihrem Gehirnschmalz zu investieren.
Dahingehend, ob diese Forderung rechtskonform ist, sollte sie dem HE - ohne sein Einverständnis abgeluchst zu haben - aufgezwungen werden.
[...] Hast Du denn irgendetwas Schriftliches in Bezug auf den AGS, abgesehen von den VVs selber? [...]
Hierfür war eine Unterschrift unter eine EGV nötig, die es seltsamerweise nie gab. :wink:[...]
Du bist schneller. :wink:
In die selben Kerbe wollte ich meine Machete sausen lassen.
[...] Rein theoretisch könntest Du das JC ein bisschen nerven, indem Du sie schriftlich darauf hinweist, dass sie leider den potentiellen Arbeitgeber nicht benannt haben. [...]
Das stelle ich mir - praktisch - ausgesprochen erhellend vor.

Stichwort: Recht auf informationelle Selbstbestimmung.
Das könnte Vanyschnucki an irgendeiner Stelle aufgegeben - sprich - dem JC mittels Unterschrift unter irgendein Blättchen gestattet haben, diese Verfahrensweise einzuschlagen.

Sehr gerne wird vergessen, daß es eine Unterschrift vom HE gar nicht gibt - oder es wird verabsäumt, dem HE Duplikate unterschriebener Zettelchen zu überlassen, auf denen - vom Gesetzgeber angeordnet - vermerkt ist, daß sie jederzeit widerrufen werden könnten - so der HE davon weiß.
Bei der allseits bekannten Schludrigkeit kann/sollte der Rückruf/Widerruf der Genehmigung auf Verdacht oder rein vorsorglich erfolgen.
Kurz: Dein Wille sollte stets AKTENKUNDIG gemacht werden.

Seit Übertölpelungsversuchen von JC-SBs habe ich mir zur Grundhaltung gemacht: MEINE Unterschrift gibt es NUR noch gegen Duplikat.
Egal wie banal (mir) der Vorgang auch erscheinen mag.
Mein Erinnerungsvermögen reicht bei genauen Wortlauten halt nur ein paar Tage zurück.
Auf mir vom Boten hingehaltenen elektronischen Dingens signiere ich mit absichtlich unleserlichem Krikelkrakel.
Allein weil die mir kein Duplikat dessen geben wollen, was ich unterschreiben soll.

[...] da die Arbeitgeber anonymisiert sind, so wird mir auf Nachfragen immer gesagt. Diese Unterlagen werden dann weitergeleitet. [...]
Wie es aussieht, macht der potentielle AG vom Recht auf informationelle Selbstbestimmung Gebrauch.
Diese Geheimhaltung kenne ich nur von höher dotierten Jobs, wo Stellenanzeigen in einer Fach-Zeitung nur über den Umweg "Chiffre" zu beantworten waren.
In Branchen, wo jeder jeden kennt, wollten potentielle AG damit Unruhe in den eigenen Reihen vermeiden. Nicht, daß ihm sein GF vom fahrenden Zug springt bevor Ersatz eingestellt ist.
Dann konnte jedoch zuvor eingeschränkt werden, an welche Pappenheimer-Betriebe die Unterlagen keinesfalls zu übermitteln sind.


Dieses Verfahren und derartige VVs sind mir im Dunstkreis des JC noch nie untergekommen.
Das könnte u. A. an der aktenkundig gemachten Einschränkung der Datenweitergabe an Dritte liegen.
Textschnipsel für die Forderung findest du in vorherigen Posts.
Wenn dir dieses Verfahren nicht zusagt, obliegt es dir, Gießkannen-Datenweitergabe - ohne deine jeweilige Erlaubnis einholen zu müssen - zu unterbinden.
Stimmt genau - JEDES Mal müßte bei mir angefragt und meine Antwort abgewartet werden.
Ich finde, so viel Zeit muß sein.
Heißt's nicht immer:
Drum prüfe, wer sich bindet
?
Wenn das VIEL einfacher geht, werden WEM solche Stellen vorrangig zugeschanzt?

Für Willenserklärungen vielerlei Art empfiehlt sich die Methode "doppelt gemoppelt".

Der potentielle AG nimmt sein Recht auf Anonymität wahr?
Das selbe Recht gilt - zu Beginn des Tanzes - für beide.
Wenn jedoch ein vertrauensvolles Miteinander angepeilt wird, müssen - an einer bestimmten Stelle der Anbahnung angekommen - beider Hosen runter.
Sonst kann das doch nichts mit einvernehmlicher, gleichberechtigter Vereinigung werden.

Stichwort: Rechte wahrnehmen.
Du hast hoffentlich dein Profil auf "anonym" stellen/publizieren lassen?!
Wenn nicht, mach deine Hausarbeiten und rücke deinen Regiestuhl wieder gerade, indem du das einFORDERST.
Nachweisbar

Btw, ich weiß nicht, was "AGS " heißt - und - ich habe keine Muße, das raus zu suchen.
Ergründe - wie bereits von Ozymandias vorgeschlagen - ob die das alles überhaupt DÜRFEN.
Welchen Vertrag bist du mit denen eingegangen?
WAS alles hast DU zugelassen/abgenickt/unterschrieben?

Dein Wissen um die genauen Machtverhältnisse stärkt DEIN Selbstbewußtsein. Du wirst dann nicht mehr von diffusen Ängsten umgetrieben.

Wenn ich in diese Verhandlungen muß, bin ich genau so gestreßt wie viele andere hier. Ich grüble und finde schlecht Schlaf.
Lampenfieber muß so ähnlich sein.

(D)ein Kurz-Vorm-Vorhang-Ritual könnte so aussehen:
Vorm Anklopfen tief ein- und ausatmen.
Vorm Klinke-Drücken das Kinn hoch, beide Schultern zurück, die "großen Onkels" weisen nach außen!
Drinnen okkupiere ich mehr Platz für meine Unterlagen als mir zugedacht war.
Die Arme liegen locker auf Lehne oder am Körper.
Zum Festhalten und nervös Rumspielen habe ich Papier und Stift griffbereit.
Es kostet eventuell etwas Überwindung, dem SB unverwandt auf die Nasenwurzel zu starren.
Wer schon als Teenie in den Öffentlichen gespielt hat "Wer guckt zuerst weg?", hat damit sicher kein Problem.
Nimm dir vor, mit dem Sprechen stets abrupt zu pausieren, solange bis dein "Gesprächspartner" dich wieder ansieht.
Angesehen-Werden verstehe ich unter zivilisierten Umgangsformen.
Ich erwarte die Aufmerksamkeit meiner Gastgeber und will nicht wie eine Sache behandelt werden, die nach Gutdünken verschoben werden kann.

Die Nasenwurzel fixieren ist für manche nicht so unangenehm wie direkt in die Augen zu gucken - hat aber für das Gegenüber den selben Effekt:
Ihm wird FURCHTLOSIGKEIT suggeriert.
Ach ja - stell das nervöse Dauergrinsen ab.
Der SB an der Kundenfront erkennt in den ersten Sekunden an der Haltung des "Gastes", wer Jäger, wer Gejagter ist.
Bambis geben prima Rehbraten ab.
[...] Nein, aber du bist sicher, dass du alle Infos über einen potentiellen Arbeitgeber kriegst wenn du willst, die hier wichtig sind?[...]
Was könnte denn alles "wichtig" sein?
Die Adresse meiner Anlaufstelle zu kennen, wäre mir schon wichtig.
Je älter ich werde, im so länger verbringe ich im Bad, um mich stadtfein zu machen.
Zumutbare
Pendelzeiten sind m. E. schon von Interesse.

Auch, was GENAU von mir erwartet wird.
Der Scan sah (für mich) nach dem Berufsbild der eierlegenden Wollmilchsau aus.
Gegen Allrounder-Jobs ist nichts einzuwenden.
Manch einer hat möglicherweise Einschränkungen körperlicher oder seelischer Art, die mit gestellten Aufgabe durchaus harmonieren können - aber - nicht zwangsläufig müssen.
Wer damit geschlagen ist, wüßte ziemlich genau, was ihm/ihr persönlich wichtig ist - und was er/sie im Vorfeld abzuleuchten gedächte.
Hatten halbwegs intelligente Mitmenschen das nicht bereits vorausschauend bei der Berufswahl ergründet?
Wem war nicht bereits in der Adoleszenzphase klar, daß kein AG der Welt aus einer Lerche eine ebenso produktive Nachteule machen wird?
Seinerzeit konnte ich das halt nicht in Worte kleiden - jedoch wußte ich immer, OB ich für Schichtarbeit gemacht bin und OB ich morgens um drei selbst den teuersten Wecker gegen die Wand werfen oder wie ein Flummi hochmotiviert aus den Federn springen werde.
 

0zymandias

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#83
Man könnte sich auch überlegen, die Bewerbung bei einem Herrn Namenlos mit dem gleichen Familiennamen zu machen. :wink:

Also auf ein anonymes Angebot mit einer anonymen Verhandlung reagieren.

So zeigt man Verständnis für die erwartete Diskretion, indem man Diskretion eben auch bietet.

Dass der AGS minimal Mehrarbeit hat, macht ja nichts, schließlich wird er für solche Dienste bezahlt.

Sollte diese Diskretion einer Arbeitsaufnahme im Wege stehen, so hätte der AGS ja alle Daten und alle Zügel in der Hand, nicht wahr?

Hüah, Amtsschimmel, voran! :biggrin:
 

noillusions

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#84
In der Person des Arbeitgebers kann schon die Unzumutbarkeit des Angebots zu finden sein.
Hast du da noch Beispiele für?
Geht sowas:"Mit dem potentiellen Arbeitgeber hab ich mich in der Grunschule mal gekloppt."==> Unzumutbar!?
 

Kerstin_K

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#85
Hast du da noch Beispiele für?
Geht sowas:"Mit dem potentiellen Arbeitgeber hab ich mich in der Grunschule mal gekloppt."==> Unzumutbar!?
MAn selle sich nur mal vor, dass man sich von genau desem ARbeitgeber schonmalim Streit getrennt hat.
 

Vanyschnucki

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#86
Wollte gar nicht das dies so ausartet mit dem Thema VVs :sorry:

AGS bedeutet Arbeitgeberservice. Dieser arbeitet mit dem JC zusammen, um den Arbeitgebern potentielle Arbeitnehmer vorzuschlagen, die geeignet erscheinen.

Hast Du denn irgendetwas Schriftliches in Bezug auf den AGS, abgesehen von den VVs selber?
Bekomme nur das Schreiben von meiner SB und dazu die VVs. Mal einer mal mehrere. Weitere Unterlagen habe ich nicht.

Soweit ich das richtig verstehe sollte ich nun: Die Datewnweitergabe an Dritte wiederufen und nochmals nachfragen, wieso ich mich auf VVs bewerben muss, wenn ich nichtmal den AG kenne, also gar nicht abwägen kann ob diese Arbeit für mich zumutbar wäre.

Bisher sieht jeder VV den ich bekommen habe so aus, dachte dies wäre normal. Ich habe noch nie in einem VV die Kontaktdaten des AG bekommen, da dieser so lange anonym ist, bis er jemanden einlädt. Auf nachfragen beim AGS wurde mir gesagt, dies ist so gewollt und ginge nicht anders, auf die VVs habe ich mich zu bwerben.

Stichwort: Rechte wahrnehmen.
Du hast hoffentlich dein Profil auf "anonym" stellen/publizieren lassen?!
Wenn nicht, mach deine Hausarbeiten und rücke deinen Regiestuhl wieder gerade, indem du das ein FORDERST.
Nachweisbar
Mir wächst dies gerade alles etwas über den Kopf. Der Termin zwecks Maßnahmenteilnahme ist Donnerstag. Dort sollte ich von den VVs nichts sagen oder? Mein SB ist für Fragen diesbezüglich nicht der richtige Ansprechpartner, sondern der AGS und auf diesen wird auch immer verwiesen.

Die Vorlagen habe ich mir angeschaut @Pixelschieberin. Dort wird jedoch nicht über die Datenweitergabe an potentielle AG in Verbindung mit VVs die über den Arbeitgeberservice laufen gesprochen. Reicht es aus, wenn ich die Datenweitergabe an Dritte untersage?

Fallen darunter dann auch die AG aus den VVs? Ich blicke das nicht so ganz, da ja der AG ein Recht auf seine Anonymität hat. Mit so einem Schreiben verweigere ich ja indirekt mich auf VVs zu bewerben, die ohne Kontaktdaten des AG sind und nur über den AGS laufen -> Zwickmühle

Ich merk schon, da ist so einiges im argen bei mir und meinem JC. Auf beide VVs habe ich mich nun Freitag noch beworben, da ich ja kaum Zeit hatte nun auch noch dagegen vorzugehen....

Ich hoffe ich überstehe den Termin am Donnerstag gut, dann kann ich weiterschauen wegen den VVs und der Datenweitergabe. Ob mein Profil anonym ist, weis ich gar nicht genau um ehrlich zu sein, werde ich die SB auch mal am Donnerstag fragen.

Rein theoretisch könntest Du das JC ein bisschen nerven, indem Du sie schriftlich darauf hinweist, dass sie leider den potentiellen Arbeitgeber nicht benannt haben.
Bitte nicht vergessen: Auch diese Bewerbungen zählen zu den Eigenbemühungen.
Dies habe ich schon gemacht, natürlich nicht schriftlich. Mir wude dann ein Termin beim AGS gegeben, um weitere Fragen zu klären. Dort sagte man mir, dass der AG immer anonym ist und sich über den AGS die potentiellen Arbeitnehmer sucht und diese lernen dann erst den AG kennen, wenn Interesse besteht, ansonsten kommt ne ABsage vom AGS. Ich geb also immer brav meine Unterlagen ab und lasse mich dann von der Wundertüte überraschen...

Schonmal mal was vom SGB2 gehört?
Tut mir leid wenn mir das alles zu viel ist, nicht jeder weis direkt Alles, deswegen bin ich ja hier, danke dennoch für deine "nette" Anmerkung.

Besonders "Passend" sind diese VVs auch nie... dennoch MUSS Ich mich blind bewerben wegen der Regelung im SGB II und der RFB... da kann man sich nur noch wundern.
 
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noillusions

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#87
Soweit ich das richtig verstehe sollte ich nun: Die Datewnweitergabe an Dritte wiederufen und nochmals nachfragen, wieso ich mich auf VVs bewerben muss, wenn ich nichtmal den AG kenne, also gar nicht abwägen kann ob diese Arbeit für mich zumutbar wäre.
Mir wächst dies gerade alles etwas über den Kopf. Der Termin zwecks Maßnahmenteilnahme ist Donnerstag. Dort sollte ich von den VVs nichts sagen oder? Mein SB ist für Fragen diesbezüglich nicht der richtige Ansprechpartner, sondern der AGS und auf diesen wird auch immer verwiesen.
Kannst du machen, dann hast du mal ein anderes Thema und kannst den Termin mit anderen Inhalten füllen ==> SB die Zeit klauen.
Wenn verwiesen wird, kannst ja mal sagen dass sie eine "PAP" ist, sie könne sich doch informieren. Dann versuchst du sie mal in ein solches Printduell zu verwickeln ==> macht ihr Arbeit.
Entscheidend ist im Grunde, dass du den Anspruch auf eine schriftliche Antwort hast (ich meine das ist gegeben).
Dann wirst du wohl zunächst darauf an den AGS verwiesen per Termin. Dann prüfst du halt ob Fahrtkosten zugesagt werden oder nicht und beharrst darauf die schriftliche Antwort ausgehändigt zu bekommen. Weiter auf Antwort drängen bis hin zur Beschwerde wenn da keine Reaktion kommt. Den Antrag (Auskunft und Beratung) stellst du also erstmal bei der SB, sie ist ja auch PAP.
Leg dir also eine für dich positive Strategie fest.
Ich hoffe ich überstehe den Termin am Donnerstag gut, dann kann ich weiterschauen wegen den VVs und der Datenweitergabe. Ob mein Profil anonym ist, weis ich gar nicht genau um ehrlich zu sein, werde ich die SB auch mal am Donnerstag fragen.
Such doch nach dir - als Arbeitgeber in der Jobbörse.

Nimm dir ein Klemmbrett mit wo deine wichtigen Dinge draufstehen. Da schaust du zwischenzeitlich immer wieder drauf und notierst dir Wichtiges. Am Ende steht der Fahrtkostenantrag damit du den nicht vergißt.

Dies habe ich schon gemacht, natürlich nicht schriftlich. Mir wude dann ein Termin beim AGS gegeben, um weitere Fragen zu klären. Dort sagte man mir, dass der AG immer anonym ist und sich über den AGS die potentiellen Arbeitnehmer sucht und diese lernen dann erst den AG kennen, wenn Interesse besteht, ansonsten kommt ne ABsage vom AGS. Ich geb also immer brav meine Unterlagen ab und lasse mich dann von der Wundertüte überraschen...
Ah na gut - dann bleibt nur das schriftliche Auskunftsersuchen und das Gerede über Anonym-VV's ist schon gelaufen.
Tut mir leid wenn mir das alles zu viel ist, nicht jeder weis direkt Alles, deswegen bin ich ja hier, danke dennoch für deine "nette" Anmerkung.
Ist ja auch nett - ohne deine EGV gesehen zu haben behaupte ich dass das SGB2 netter ist als deine EGV:biggrin:
Und der Gesetzgeber drängelt noch nicht mal mit einer Unterschrift darunter:wink:
 

Vanyschnucki

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#88
Kannst du machen, dann hast du mal ein anderes Thema und kannst den Termin mit anderen Inhalten füllen ==> SB die Zeit klauen.
Ok, werde ich machen, wenn es nach dem Thema mit der Maßnahme überhaupt noch weiter gehen sollte.

Entscheidend ist im Grunde, dass du den Anspruch auf eine schriftliche Antwort hast (ich meine das ist gegeben).
Ist sehr schwer Schriftliches bei der SB überhaupt zu bekommen. Sie sagt immer wieder, dass ich ja alles tun muss um wieder in Arbeit zu kommen und wenn ich Gesagtes schrifltich verlange, kommt immer wieder ihre Schaltplatte und mehr als nen Paragraphen auszudrucken, wo sie dann das Thema Zumutbarkeit komplett ausklammert, passiert da nicht.

Werde mal hartnäckiger bleiben diesmal, da mir ja so nen Gesetzestext in der Angelegenheit wenig hilft.

Nimm dir ein Klemmbrett mit wo deine wichtigen Dinge draufstehen. Da schaust du zwischenzeitlich immer wieder drauf und notierst dir Wichtiges.
Habe ich vor, danke. Ich brauche da auch irgendwo eine Stütze, sonst schaff ich dies nicht ohne was Wichtiges zu vergessen. Zettelchen sind vorbereitet und dienen als Nachtlektüre für die nächsten Tage.


Ah na gut - dann bleibt nur das schriftliche Auskunftsersuchen und das Gerede über Anonym-VV's ist schon gelaufen.
Hab was fertig gemacht, bzgl. der Datenweitergabe und noch eine Anmerkung meinerseits, dass ich in zukünftigen VVs auch die Kontaktdaten des AG sehen will, da ich einer Weiterleitung durch den AGS nicht zugestimmt habe.

Widerspruch zur Datenweitergabe gemäß Bundesdatenschutzgesetz (BDSG)

Im Falle einer Zustimmung zur Weitergabe meiner persönlichen Daten an Dritte ziehe ich diese mit sofortiger Wirkung zurück, soweit es Daten betrifft, die über den vom Gesetzgeber vorgesehenen Umfang hinausgehen.

Ich möchte im Vorfeld wissen, an wen welche meiner Daten übermittelt werden sollen. Deswegen fordere ich, dass in den zukünftigen Vermittlungsvorsachlägen auch die Kontaktdaten des Arbeitgebers von mir einzusehen sind.

„Die Rechtsfolgenbelehrung in einem Vermittlungsvorschlag ist nicht richtig, wenn auf eine - später aufgehobene - vorangegangene Pflichtverletzung hingewiesen wird. Im Vermittlungsvorschlag ist zumindest der Arbeitgeber und die Art der Arbeit (hier: Zeit /Leiharbeit) zu bezeichnen.“ (Quelle: Bayerisches LSG, Urteil vom 23. April 2014 - Az. L 11 AS 410/13)

Einer Weiterleitung meiner Bewerbungsunterlagen, bzw. einer Übermittlung meiner personenbezogenen Daten durch den Arbeitgeberservice habe ich nicht zugestimmt und untersage ich hiermit.

Ein außerhalb des Sozialrechtsverhältnisses stehender Dritter kann nur mit Zustimmung des Leistungsberechtigten Daten erheben oder verwerten (§ 4a BDSG).
Kann man das so lassen, oder sollten das zwei unterschiedliche Schreiben werden?

Ich bereite mich nun mental auf Donnerstag vor, ihr habt mir bisher super geholfen, danke dafür. Gesprächsstoff (Fahrt- und Bewerbungskostenerstattung, Maßnahme streichen, anonyme VVs) ist für den Termin also genug vorhanden und ich versuche an alles zu denken, viel zu Fragen und eben, ganz wichtig, auf Gesagtes in schriftlicher Form zu bestehen.
 

Pixelschieberin

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#89
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Auf DER Spielwiese ist PRÄZISION der Formulierung gefragt.
[...] Die Datewnweitergabe an Dritte wiederufen und [...]
Derart lax generalisiert könnte ein schlecht gelaunter SB auf die Idee kommen, deine Krankenkasse (KK) sei auch unter Dritte anzusiedeln - und - jedwede Kontaktaufnahme - in deinem Namen - sei durchs JC zu unterlassen.
Wozu u. U. die Beitragszahlungen und die Bestätigung der Bedingung/en gehört, daß du bei deiner KK weiterhin als Kunde geführt wirst.

Deshalb sollte m. E. beim Verbot von Datenweitergabe STETS erläuternde Einschränkungen gemacht werden.
Z. B. "Sofern der vom Gesetzgeber gesteckte Rahmen durch Weitergabe personenbezogener sowie schützenswerter SozialDaten überschritten wird."
Stichwort: Sozialgeheimnis.
Ich erinnere noch eine Formulierung mit "außerhalb des Sozialrechtsverhältnis stehenden Dritten".
Damit wären KK und RV auch aus dem Verbot "rausgerechnet".
Suche dir bitte die wasserfeste Formulierung aus den Vorlagen raus.
Es werden wahrscheinlich nicht alle Eventualitäten mit einem Extra-Template abgedeckt sein.
Was nicht paßt, wird passend gemacht und zur Diskussion gestellt.
Das übt ungemein. :icon_wink:

Mit einer präzisen - an eine Definition erinnernden - Formulierung überreichst du den schwarzen Peter den potentiellen Verteilern deiner Daten.
Selbst bei Gesetzesänderungen bleibt dein Wille stets up do date.

Was ohne dein Extra-Einverständnis zulässig ist, was nicht, läßt sich in deren fachlichen Hinweisen, den Gesetzestexten und Urteilen ergründen.
Das ist (vorrangig) deren Job. Nein, das macht keinen Spaß.

Dein Job ist's, zu wissen, was sie NICHT weiterleiten dürfen, ohne deine Erlaubnis einzuholen.
Das macht auch keinen Spaß - aber das Wissen darum wird dir den Rücken stärken.

***
Um dort besser bestehen zu können, gewöhne dir eine hinterfragende Haltung an.
Wie bei der TV-Show "Schmeckt nicht, gibt's nicht" akzeptiere ich kein
"Das ist aber SO" oder "Sie müssen ABER [was auch immer]".
Bei diesen Worten schrillen all meine Manipulations-Alarm-Glöckchen.
Besonders wenn mir die zu erwartende Konsequenz - nebst GENAUEN Rechtsgrundlagen - selbst auf Nachfrage - partout nicht aufgezeigt wird.

Bei "Sie sind die erste, die [hier etwas eintragen, was dem Manipulator Unbehagen bereitet] reagiere ich schon gar nicht mehr.
Pffff....
WAS soll mir das auch sagen? Daß ich ein Trendsetter bin?

Viel Erfolg beim Wahren deiner Rechte.
 

Vanyschnucki

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Auf DER Spielwiese ist PRÄZISION der Formulierung gefragt.
Ok, danke für den Hinweis, du hast recht.

Ich habe nun folgendes als ersten Satz. Damit ist schon einmal ausgeschlossen um welche Dritte es nicht geht und um welche Daten genau es sich handelt.

Im Falle einer Zustimmung zur Weitergabe meiner personenbezogener, sowie schützenswerter Sozialdaten an außerhalb des Sozialrechtsverhältnisses stehende Dritte, ziehe ich diese mit sofortiger Wirkung zurück, sofern dadurch der vom Gesetzgeber gesteckte Rahmen überschritten wird.

Das Schreiben bzgl. der Datenweitergabe sollte ich ja schnellsten auf den Weg bringen.


Viel Erfolg beim Wahren deiner Rechte.
Danke. Werde euch auch auf dem Laufenden halten, wie es nun weiter geht.
 

Pixelschieberin

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#91
Im Falle einer Zustimmung [...]
Diskussionsbeitrag von der Erbsenzählerfront:
Sollte ich eine schriftliche oder mündliche Zustimmung zur generellen Weitergabe meiner personenbezogenen sowie schützenswerten Sozialdaten an außerhalb des Sozialrechtsverhältnisses stehende Dritte erteilt haben, ziehe ich diese mit sofortiger Wirkung zurück.
Bitte beachten Sie künftig mein Verbot der Weitergabe von Daten, die nicht bereits vom gesetzgeberischen Rahmen erfaßt sind.

Wie vom Gesetzgeber vorgesehen, ist künftig für alle Daten, die den Rahmen der Gesetzgebung sprengen, mein vorheriges, schriftlich zu erteilendes, Einverständnis einzuholen.

Im selben Zug ersuche ich Sie, mir entsprechend des § 34 BDSG mitzuteilen, welche meiner personenbezogenen Daten Sie bisher an wen weitergeleitet haben.

Entsprechend des § 35 BDSG fordere ich Sie auf, vorhandene, personenbezogene Daten, die über das gesetzgeberische Maß hinaus gehend erfaßt wurden, unverzüglich zu löschen und mir dies schriftlich zu bestätigen.
Bei Ihnen (JC) sowie bei zuvor genannten Dritten.
Da letztgenannte für mich anonym geblieben sind, obliegt es Ihnen, dafür Sorge zu tragen, meinen Willen durchzusetzen.

Falls sich ein von Ihnen bestimmter Dritter zur Löschung der schützenswerten Daten nicht in der Lage sehen sollte, fordere ich Sie auf, mir die Rechtsgrundlage und den Zweck der fortdauernden Speicherung mitzuteilen.
Hinsichtlich solcher Daten bestehe ich auf einer Sperrung der Datensätze.
Insbesondere bei zuvor genannten Dritten, die außerhalb des Sozialrechtsverhältnisses stehen.

Ihre schriftliche Bestätigung der Kenntnisnahme und Löschung/en habe ich mir für den dd.mm.yyyy vorgemerkt.
Sollte die Frist ereignislos verstreichen, werde ich den Datenschützer von [hier den deines Bundeslandes eintragen] mit dem Vorgang betrauen.

Mit verbindlichen Grüßen

Die-Euch-den-Nasenring-vor-die-Füße-knallt
Vielleicht hilft noch jemand mit §§ aus, die an geeigneter Stelle eingeflochten werden könnten.
Zur Formulierung hatte ich ein Dokument aus den Vorlagen zu Rate gezogen.:
Antrag-Auskunftsverlangen gem. BDSG Muster 1-3 {v1 Platzhalter} [v2016-01-20].doc

Bitte checke stets genannte §§ selbst gegen.
Dahingehend ob es Sinn macht, sie zu erwähnen.
DEINE Unterschrift wird drunter stehen.

Gewiß, das geht sicher kürzer und knackiger.
Mir ist daran gelegen, daß selbst der bockigste SB nichts an meiner Willensbekundung zu deuteln findet und sich kein Schlupfloch frei kratzen kann.

Warte vorm Versenden noch andere Meinungen ab und kläre mit anderen Ratgebern, ob du dem AGS vom Landkreis auch eine Mitteilung mit dem selben Tenor zukommen lassen solltest.
Ich kenne diesen Service nicht.

Datenschutz-Grundverordnung
 

Pixelschieberin

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Verquaster Formulier- und Logik-Fehler:
[...] Wie vom Gesetzgeber vorgesehen, ist künftig für alle Daten, die den Rahmen der Gesetzgebung sprengen, mein vorheriges, schriftlich zu erteilendes, Einverständnis einzuholen. [...]
Besser:
Wie vom Gesetzgeber vorgesehen, ist künftig für alle meiner personenbezogenen Daten, die an Dritte übermittelt werden sollen, jedoch den Rahmen der Gesetzgebung sprengen, mein vorheriges, schriftlich zu erteilendes, Einverständnis einzuholen.
 

Vanyschnucki

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#94
Huhu,

bisher finde ich dein Schreiben super @Pixelschieberin. Danke!

Würde das Schreiben von dir gerne an das JC schicken (nicht an SB direkt oder?) damit ich keine anonymen VVs mehr bekomme, denn durch dieses Schreiben, sollten sich solche Vorgehensweisen ja unterbinden lassen. Zumindest hoffe ich darauf, dass das JC die Zusammenhänge checkt.

Ich habe auch noch ein Schreiben für SB fertig gemacht. Dort gehts nochmal um die Frage, wieso ich mich auf anonymisierte VVs bewerben muss.

Sehr geehrte Frau SB,

ich erhielt am 03.02.2018 zwei weitere Vermittlungsvorschläge von Ihnen, auf die ich mich am selbigen Tag über den AGS beworben habe.

Diese Vermittlungsvorschläge sind für mich in dieser Form jedoch nicht weiter tragbar.

Der Arbeitgeber ist anonymisiert, meine Bewerbungsunterlagen muss ich an den Arbeitgeberservice schicken, doch ohne den Arbeitgeber überhaupt zu kennen kann ich die Zumutbarkeit der Arbeit nicht gänzlich überprüfen, dies ist jedoch bei Vermittlungsvorschlägen zwingend erforderlich.

Daher sollten Ihre zukünftigen Vermittlungsvorsachläge auch die Kontaktdaten (Name der Firma und Anschrift) des Arbeitgebers beinhalten damit auch ich mich genügend informieren kann.

Einer Weiterleitung meiner Bewerbungsunterlagen an außerhalb des Sozialrechtsverhältnisses stehende Dritte, bzw. einer Übermittlung meiner personenbezogenen Daten durch den Arbeitgeberservice an diese habe ich nicht zugestimmt.

Sollte dies von Ihnen nicht umsetzbar sein, so fordere ich Sie hiermit auf mir im Rahmen Ihrer Auskunfts- und Beratungspflicht die genau Rechtsgrundlage zu nennen, die mich dazu verpflichtet, mich über den Arbeitgeberservice auf anonymisierte Vermittlungsvorschläge zu bewerben.

Da für Fragen und Rechtsauskünfte weiterhin Sie mein Ansprechpartner sind, ist ein Termin beim Arbeitgeberservice in dieser Angelegenheit nicht ausreichend. Ich sehe einer zeitnahen, ausschließlich schriftlichen Antwort von Ihnen sehr entgegen.
Ich würde das Schreiben von mir an SB gerne morgen abschicken, damit es dann Donnerstag eintrudelt, dort habe ich ja auch meinen Termin, wo ich auch nochmals das Thema anonyme VVs ansprechen werde.

Ich denke, ich bin mental gut gewappnet für Donnerstag, mir stellt sich nur die Frage, wann ich nun welches der Schreiben an wen abschicke. Sollte ich den AGS (Arbeitgeberservice) nicht auch etwas schicken?
 
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ExitUser

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Mir fällt noch zusätzlich die Frage ein, wie man sich überhaupt auf anonymisierte VVs bewerben soll? Es wird doch gefordert, sich passgenau und individuell zu bewerben. Außerdem muss man ja seine Unterlagen und Arbeitszeugnisse entsprechend der Branche und des Unternehmens auswählen und zusammenstellen. Das geht ja garnicht, wenn nichtmal der AG bekannt ist und erhöht die Möglichkeit einer *Schlechtbewerbung*, was wiederum die Sanktionsgefahr erhöht.

Das würde ich mir vom JC mal erklären lassen.

Ich hab das mal gemacht und dem AGS nachweislich mit Bitte um schnellstmögliche Beantwortung genau diese Frage gestellt, bevor ich mich "zielführend auf die Stelle bewerben kann". Daraufhin kam keine Antwort und auch keine Angebote mehr :bigsmile:
 

Vanyschnucki

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#96
Mir fällt noch zusätzlich die Frage ein, wie man sich überhaupt auf anonymisierte VVs bewerben soll?

Das würde ich mir vom JC mal erklären lassen.
Ich sehe halt nur die Postleitzahl (damit ich grob weis wo es ist, Stichwort: Pendelzeiten) und die Art der Tätigkeit, manchmal sogar noch die Arbeitszeiten, dass wars schon.

Habe ja so einen beispielhaften VV in meinem vorherigen Post mal mit angehängt, die nehmen sich alle nicht viel und geizen nicht mit Informationen. Meine Bewerbungen sehen auch dementsprechend aus.... recht allgemeingehalten, da ich ja absolut nichts über den AG weis.

Den AGS werde ich diese Fragen sicher stellen können, nur eben dann so, wie SB das haben mag: in einem Termin beim AGS, welcher dann wieder nur sagt: "Die AG sind immer anonymisiert, das habdhaben wir hier immer so. Sie wollen das Schrifltich? Sowas machen wir nicht."

Pixelschieberin hat sich ja die Mühe gemacht und da ein wirklich feines Schreiben ausgearbeitet, ich hoffe, damit hat sich dieser Unsinn erledigt.

Was mache ich eigentlich, wenn ich nach dem Schreiben bzgl. dem Verbot der Datenweitergabe, weiterhin solche VVs von meiner SB bekomme? Sollte ich dann nochmal daran erinnern, dass meine Einwilligung zwingend erforderlich ist, damit der AGS meine Daten an den AG übermitteln darf und diese liegt nicht vor. Solche VVs sollte ja dann gar nicht mehr möglich sein.

Weis nun grade nicht, ob es reicht dieses an das JC zu schicken, oder der AGS auch was braucht, denn das JC verweist ja immer auf diesen, als wären es zwei Paar Schuhe.
 
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ExitUser

Gast
#97
Bisher sieht jeder VV den ich bekommen habe so aus, dachte dies wäre normal. Ich habe noch nie in einem VV die Kontaktdaten des AG bekommen, da dieser so lange anonym ist, bis er jemanden einlädt.
Das ist aber nicht normal. Ein VV mit RFB ist ein Verwaltungsakt und muss nach § 33 SGB X bestimmt sein. Weil wie oben auch schon geschrieben wurde, die Zumutbarkeit überprüfbar sein muss. Zudem muss eine zielführende und sinnvolle Bewerbung ermöglicht werden, weil es sich sonst um eine reine Sanktions-Steilvorlage handelt.

Auf nachfragen beim AGS wurde mir gesagt, dies ist so gewollt und ginge nicht anders, auf die VVs habe ich mich zu bwerben.
Hast du das schriftlich, dass AG anonym bleiben müssen? Falls nicht, fordere diese Aussage schriftlich und nachweislich ein - so wie hier schon öfter gesagt wurde. Weiter oben hat Ozymandias dazu ein LSG-Urteil eingestellt.

Mir wächst dies gerade alles etwas über den Kopf. Der Termin zwecks Maßnahmenteilnahme ist Donnerstag. Dort sollte ich von den VVs nichts sagen oder?
Ich würde dem SB die Schreiben direkt per Eingangsbestätigung auf Kopie beim Termin einreichen und falls das Thema aufkommt, auf den Schriftweg verweisen.

Mein SB ist für Fragen diesbezüglich nicht der richtige Ansprechpartner, sondern der AGS und auf diesen wird auch immer verwiesen.
Sagt wer und wird von wem wie "verwiesen"? Und wiederum: hast du diese Aussage schriftlich? Falls nicht, einfordern mit entsprechender Rechtsgrundlage. Die versuchen, dich zwischen JC und AGS zu zerreiben. Verantwortlich ist aber das JC, auch wenn es dich an den AGS "verweist".

Fallen darunter dann auch die AG aus den VVs? Ich blicke das nicht so ganz, da ja der AG ein Recht auf seine Anonymität hat.
Wer sagt denn sowas und mit welcher Begründung? Hast du das irgendwo schriftlich? Falls nicht, schriftlich einfordern mit entsprechender Rechtsgrundlage.

Dies habe ich schon gemacht, natürlich nicht schriftlich. Mir wude dann ein Termin beim AGS gegeben, um weitere Fragen zu klären. Dort sagte man mir, dass der AG immer anonym ist und sich über den AGS die potentiellen Arbeitnehmer sucht und diese lernen dann erst den AG kennen, wenn Interesse besteht, ansonsten kommt ne ABsage vom AGS. Ich geb also immer brav meine Unterlagen ab und lasse mich dann von der Wundertüte überraschen...
Dann wirds langsam mal Zeit, diese Taktik zu ändern, du siehst ja, welche Märchen dabei herauskommen, wenn die Märchenonkel und -Tanten erstmal in Wallung kommen. Also immer alles schriftlich und nachweisbar mit Benennung der Rechtsgrundlage einfordern. Und lass dich nicht an den AGS oder sonstwen "verschieben", für dich ist dein PAP vom JC zuständig und verantwortlich - solange du mit keinem 3. irgendwelche vertraglichen Vereinbarungen oder eine rechtsgültige Zuweisung an einen Dritten hast - und sonst niemand.

Edit:
übigens würde ich mich an deiner Stelle von dem PAP sowieso schlecht beraten fühlen und mal einen offiziellen Antrag auf Auskunft und Beratung nach § 13-15 stellen. Dort würde ich sämtliche mündliche Aussagen dokumentieren und fragen, was es mit dieser Art von "anonymer Vermittlungsstrategie" auf sich hat und wie man mit solchen unbestimmten Verwaltungsakten aufgrund von zwangsläufiger Schlechtbewerbung umgehen soll, ohne einer potentiellen Sanktionierung oder/und einer etwaigen Bewerbungsmaßnahme ausgesetzt zu werden.

Das würde ich dann natürlich nicht an den PAP schicken sonst geht das Spiel wieder von vorne los, sondern ein paar Etagen *höher*, beispielsweise an den TL oder GF des JC. Mit Fristsetzung zur schriftlichen Stellungnahme binnen 2 Wochen. Vielleicht ist dein PAP ja auch noch neu und muss noch lernen.
 
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0zymandias

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#98
AW: Zwei Infoveranstaltungen hinter mir, Termin bei SB mit Thema: Teilnahme an einer der Maßnahmen

In der Regel ist ein VV kein VA, aber er muss bestimmt sein und es muss eine erkennbar zumutbare Arbeit angeboten werden, um eine Sanktion bei Verhinderung der Arbeitsaufnahme verhängen zu können.

VV ist kein VA
30 Bei einem Vermittlungsvorschlag handelt es sich um ein einfaches behördliches Schreiben, welches unmittelbar keine Rechtsfolgen auslöst. Es handelt sich mithin nicht um einen Verwaltungsakt im Sinne von § 31 SGB X. Danach ist ein Verwaltungsakt eine hoheitliche Maßnahme auf dem Gebiet des öffentlichen Rechts mit unmittelbarer Rechtswirkung nach außen. [...]
SG Karlsruhe · Urteil vom 27. März 2013 · Az. S 12 AS 184/13
SG Karlsruhe, Urteil vom 27. Marz 2013 - Az. S 12 AS 184/13
 

Pixelschieberin

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Der HE darf sich nur nicht in der (unvermeidlichen) Diskussion mit dem SB auf den Holzweg führen lassen:
Weshalb ein potentieller AG auf Anonymität bestehen könnte, hatte ich bereits erwähnt.
Das ist sein gutes Recht und kann schulterzuckend akzeptiert werden.
Der sucht sich diesen Dienst aus, bestimmt seine Bedingungen - und gut iss.

Die sich aus dem Recht zur informationellen Selbstbestimmung ergebende Zwickmühle - VORAB wissen zu wollen, wohin MEINE personenbezogenen Daten gehen sollen - ist m. E. von denjenigen aufzulösen, die sie aufgebaut haben bzw. tolerieren.

Der motiviert-mitwirkende HE zeigt sich keineswegs unwillig, seine Bewerbungsunterlagen an potentielle Vertragspartner zu versenden.
Sofern die ihm bekannt sind.
Wer den Gesetzgeber respektiert und das Recht ernst nimmt, wird nicht groß maulen, daß das zuviel verlangt sei.

Daß eine ZAF im Vorfeld nicht rausrückt, WEN sie zu bedienen gedenkt, liegt in der Natur der Sache.
Stichworte: Betriebsgeheimnisse, Kundenstamm.
Jedoch ist dann nicht der zunächst verheimlichte Ziel-Betrieb sondern die ZAF selbst der AG.
Mit allem Schnick und Schnack.
Wie ich im Forum gelernt habe, ist allein der Firmensitz der ZAF für die Errechnung der Pendelzeiten maßgeblich - demnach für die Prüfung der Zumutbarkeit unabdingbar.

Weshalb potentielle AG des HE nach Gusto des Dienstleisters (AGS) und dessen Kunden (AG) anonym zu bleiben haben,
ich mich dort nicht alleine vorstellen kann/soll/darf, würde sich mir nur erklären, sofern ich einen Vertrag mit dem Dienstleister (AGS) unterzeichnet habe, der solch patronisierendes Vorgehen beinhaltet.
Was in dieser Hinsicht im Vertrag mit der AGS stand, weiß ich nicht.

Jedoch ists schwer nachvollziehbar wenn lediglich Helferjobs für "Ungelernte" verteilt werden, daß Roß und Reiter nicht zu nennen sind.
Bei dem Kostendruck darf getrost unterstellt werden, daß sich der zwischengeschaltete "Dienst" (AGS) seinen Bekanntheitsgrad nicht als Headhunter für Manager weltweit operierender Marktführer erarbeitet hat oder sich als Anlaufstelle für Prokuristen mit Verfügungsgewalt über mehrere Mios hervor tut.

Mich würde besonders das kindische Trara stören, daß eine Gouvernante meine Papiere für mich sichtet, sortiert und versendet!
Stichwort: Regiestuhl meines Lebens.
Große Mädchen können sich schon SELBST bewerben.
Zum Arbeiten geht doch auch keiner mehr mit und hält den Kandidaten das Händchen?
 
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