Zwangswährung Euro: Keine Rettung, sondern ein Schrecken ohne Ende (1 Betrachter)

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....In einem von den massgebenden Regierungen, der EU-Kommission und der Europäischen Zentralbank
inszenierten Putsch wurden die drei Pfeiler, auf denen ein stabiler Euro ruhen sollte, demoliert.
Damit ist die im Vertrag von Maastricht vereinbarte Geschäftsgrundlage hinfällig.
Europäisches Recht wurde skrupellos gebrochen.

.. Wären die Regierungen vertragstreu geblieben, dann wäre die Euro-Zone vermutlich schon im
vergangenen Frühjahr auseinandergebrochen. ........

Die Legende vom 750-Milliarden-Rettungsschirm


...... Seitdem wird versucht, die Zwangswährung mit Hilfe eines grossen Bluffs über Wasser zu halten und Zeit zu gewinnen. ....

Das Fatale am Euro ist, dass er soziale Spannungen ausgelöst hat, die jetzt zu zwischenstaatlichen
Konflikten auszuarten drohen. Die frühzeitige Warnung der Euro-Gegner, er werde die EU spalten
anstatt sie zusammenzuschweissen, hat sich als richtig erwiesen.
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wolliohne

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Der Euro ist gescheitert


Was von vielen Finanzfachleuten vorausgesagt wurde, entwickelt sich zur Wirklichkeit: Der Euro als Währung für Süd- und Nordeuropa ist gescheitert. Die Euro-Länder Griechenland, Irland, Portugal, Spanien und auch Italien haben an Konkurrenzfähigkeit dramatisch verloren. Die Abwertung einer nationalen Währung zur Ankurbelung der Exporte ist auf Grund der geschaffenen Einheitswährung nicht mehr möglich. Zusätzlich wirkt sich die Globalisierung immer negativer auf die einzelnen Volkswirtschaften aus. Dadurch wurden die Lohnkosten zum Mass aller Dinge. Es wird lieber billig aus Niedriglohnländern importiert, da sich die Produktion im eigenen Land nicht mehr rechnet (USA). Die Globalisierer kümmern sich weder um Naturschutz noch um Menschenrechte – es zählt ausschliesslich und gnadenlos der Profit.
Auch das Finanzwesen wurde planmässig international verflochten. Erst der freie Kapitalverkehr, eine der vier Freiheiten der EU, hat die Möglichkeiten des Finanzbereichs bis zu den verheerenden Auswüchsen ermöglicht und staatliche Kontrollen und Einschränkungen weitgehend ausgeschaltet. Zwischenzeitlich sind die Banken und das internationale Finanzsystem übermächtig und kaum noch zu kontrollieren. Die Banken nötigten die Politiker, ihre durch Verantwortungslosigkeit und Profitgier «erwirtschafteten» Verluste mit Steuergeldern auszugleichen und kassieren selbst noch unverschämt hohe Abfertigungen. Den Forderungen der Banken wird seitens der Politik immer wieder nachgekommen, da man ja Banken nicht pleite gehen lassen will. In den USA geht das schon, da sind allein in diesem Jahr 143 Banken bankrott gegangen. Nun soll der «Rettungsschirm» für die PIIGS-Staaten auf 1 Billion Euro erhöht werden. Jedenfalls wollen EU-Finanzpolitiker wie der deutsche Bundesbankchef Axel Weber die Märkte wieder beruhigen, indem sie feststellen: «Der Euro bleibt – um jeden Preis!» Das half aber nichts, denn im Gegensatz zur leichtgläubigen Bevölkerung und den hilflosen *Politikern lassen sich Finanzinvestoren nicht mit unhaltbaren Versprechungen hinters Licht führen; die Renditen für Staatsanleihen der Problemländer stiegen gleich am Folgetag auf neue Höchststände.
Sparmassnahmen gelten in der EU-Verwaltung nicht für jeden. Unter der trüben Herbstsonne lässt es sich nur schlecht kreativ nachdenken, und deshalb wird immer im Herbst eine kleine dreitägige Reise nach Madeira organisiert. Hier wird dann über neue Sparmöglichkeiten nachgedacht. Man spart bei dieser Gelegenheit natürlich nicht, denn neue Ideen dürfen schon etwas kosten – den EU-Steuerzahler natürlich. Der britische *«Telegraph» hat kritisiert, dass die diesjährigen «study days» 400 000 Euro gekostet haben. Schliesslich fahren bzw. fliegen 250 Abgeordnete, 80 Assistenten und 70 weitere Mitarbeiter zur mühsamen Arbeitssitzung in zwei Fünf-Sterne-Hotels. Übrigens: Schon ein durchschnittlicher EU-Beamter verdient 4500 Euro pro Monat + Zulagen und Prämien.

Quelle: Interinfo. Internationaler Hinter*grundinformationsdienst für Politik, Wirtschaft und Militär. Folge 384 vom Dezember 2010
 

michaelulbricht

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das der Euro jetzt in der Krise ist, ist zum größten Teil die Schuld Deutschlands.

Und es ist auch nicht immer der Markt der Schuld ist.
Es ist einzig und allein der Konsument der einfach nur gierig ist.
 
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ExitUser

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Nicht nur der Euro, der gesamte Westen ist am A....

Die Amis werden ihre Schulden niemals zurückzahlen können, ist bei denen viel schlimmer als in Europa, schlappe 14 Billionen. Das ständige herunterstufen der Kreditwürdigkeit der Euroländer ist Ablenkung von deren Problemen. 2 von 3 "Ratingagenturen" sitzen in den USA.
 

faultier

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Konjunktur: In den USA geht die Angst vor dem Staatsbankrott um - Nachrichten Wirtschaft - WELT ONLINE

07.01.2011 Autor: Tobias Kaiser

In den USA geht die Angst vor dem Staatsbankrott um

Finanzminister Geithner warnt die USA vor der Zahlungsunfähigkeit. Die Staatsschulden könnten die Wirtschaftsleistung komplett auffressen. ...............

Quelle: Konjunktur: In den USA geht die Angst vor dem Staatsbankrott um - Nachrichten Wirtschaft - WELT ONLINE

das Faultier

Alles nur Heuchelei. Nahezu alle kapitalistische Staaten finazieren die Haushalte teilweise auf Kredit über Staatsanleihen. Das geht seit Jahrzehnten so, in den letzten Jahren hat es sich nur zugespitzt. Was bedeutet das?

Mit den neuen Krediten werden im immer höheren Maß nur die Zinsen der alten Kredite bezahlt. Nur ein Teil der neuen Kredite kann verwendet werden. Da wegen der ständigen Kreditaufnahme die Zinsen immer weiter ansteigen, muss dieses System irgendwann kollabieren. In Griechenland und Irland wäre es fast geschehen. Davor haben die Ackermänner schiss. Die Schulden sind "ihr" Vermögen. Um die Ackermänner zu beschützen (alles ehrwürdige Leute) ist eben die Bundesmutti (also der Michel) finanziell eingesprungen.

Hilft aber nicht lange, da die Zinslast weiter steigt. Irgendwann geht nichts mehr. Kein "Schutzschirm", kein Gelddrucken. Ackermänner und Bundesmutti wissen das. Leugnen es aber, da sie von diesem System gut leben.
 
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