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Zwangsverrentung verschoben?????

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Linchen0307

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#1
Vorhin hörte ich in den Nachrichten, dass sich die Koalition geeinigt habe, die Zwangsverrentung nicht mit 60, sondern erst mit 63Jahren durchzuführen.

Da es nur ein kurzes Statement war und ich im Netz nichts weiteres darüber finde, wollte ich bei Euch nachfragen, ob Ihr hierüber irgendetwas gehört habt?

.. gefunden auf Bayern 3 Text , Seite 127
 

ofra

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#2
das ist doch die normale altersrente und nicht die zwangsverrentung!
 
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#3
Hm, ofra, man sprach aber von Hartz4 Empfängern und Zwangsverrentung.Man kann uns ja frühestens mit 60 zwangsverrenten, das aber schon nächstes Jahr in die Wege leiten.
Da ich nun auch nicht mehr durchblicke, frage ich hier nach. 3 Jahre später würde schon eine Ecke Geld ausmachen.
 

Bruno1st

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#4
ich habe es auch nur in den Nachrichten gehört - einmal heute morgen.

Es ging darum, daß man die mögliche Zwangsverrentung aussetzen soll und die Betroffenen ALGII bis 63 bekommen sollen. Dann kam die nächste Meldung.Wer nicht vorher wußte um was es gehen könnte, hat es überhört.

Vermutlich ist da jemandem aufgefallen, daß die Rentenkase schon lange ausgeplündert ist oder man solche krummen Dinge lieber nicht an der Öffentlichkeit regelt.
 

Merkur

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#5
Vermutlich ist da jemandem aufgefallen, daß die Rentenkase schon lange ausgeplündert ist oder man solche krummen Dinge lieber nicht an der Öffentlichkeit regelt.
Ja immer wenn die Diäten erhöht werden ,merkt doch jeder Dumme.
Ob mit 60 oder 63 in die Zwangsrente ist gleich ,Abzug bleibt Abzug unseres erarbeiteten Geldes und ist Rentenraub .
 
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#6
Ich frage mich, was genau eigentlich mit der "Zwangsverrentung" gemeint ist.

So wie ich das verstehe, ist es die Verpflichtung des Betroffenen, zum frühestmöglichen Zeitpunkt seine Altersrente zu beantragen. Das setzt aber voraus, das er überhaupt schon einen Anspruch auf Altersrente hat, wenn auch mit Abschlägen.

Altersrente gibt es nach meinem Wissensstand ohnehin erst mit 63 Jahren (und dann mit Abschlägen). Früher allenfalls für Schwerbehinderte oder Erwerbsunfähige. Oder es sind Auslaufregelungen für Geburtsjahrgänge bis 1951 bei Frauen oder Arbeitslosen.

Unter welchen Bedingungen soll man denn überhaupt Altersrente mit 60 Jahren beziehen können? Mich würde hier mal eine konkrete Regelung im SGB interessieren und nicht nur irgendwelche Meldungen in den Medien, die oft in den Details nicht richtig sind.
 

ethos07

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#7
Auf welchem Sender kam die Nachricht?

... dann könnten wir ja mal schauen ;-).

Vorhin hörte ich in den Nachrichten, dass sich die Koalition geeinigt habe, die Zwangsverrentung nicht mit 60, sondern erst mit 63Jahren durchzuführen.

Da es nur ein kurzes Statement war und ich im Netz nichts weiteres darüber finde, wollte ich bei Euch nachfragen, ob Ihr hierüber irgendetwas gehört habt?

@ merkur: ... schon nen Unterschied , ob man 18% oder 7,x % monatlich für den Rest des Lebens weniger zur Verfügung hat :icon_wink:
 
E

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Gast
#8
ich habe es auch nur in den Nachrichten gehört - einmal heuten morgen.

Es ging darum, daß man die mögliche Zwangsverrentung aussetzen soll und die Betroffenen ALGII bis 63 bekommen sollen. Dann kam die nächste Meldung.Wer nicht vorher wußte um was es gehen könnte, hat es überhört.

Vermutlich ist da jemandem aufgefallen, daß die Rentenkase schon lange ausgeplündert ist oder man solche krummen Dinge lieber nicht an der Öffentlichkeit regelt.
.....schön, dass Du es auch mitbekommen hast. Ich dachte schon, ich hätte Hallus.:icon_stern:
oder man solche krummen Dinge lieber nicht an der Öffentlichkeit regelt.
Bingo, Bruno!
Wird dies so richtig publik, kann man ja im kommenden Jahr nicht mehr sagen, dass die AL-zahlen wieder einmal um 360.000 gesunken sind.

@gurkenaugust
Laut meiner Rentenabrechnung der BfA von Juli 2007 steht mir die abschlagfreie Altersrente ab dem vollendeten 65 Lebensjahr zu. Wenn man mich ( und andere natürlich auch) nun mit 60 in die Rente drückt, sind das erheblich höhere Abschläge ( 18%), als würde dieses mit 63 passieren.

Und wenn die Herrschaften Politiker noch ein bisschen an der Lebensarbeitszeit drehen und das Rentenalter noch ein bisschen höher schrauben, machen diese 3 Jahre noch mehr an Barem in der Börse aus.

@ethos
Tut mir leid, ich weiss nicht mehr, welchen Sender ich da gerade geguckt habe. Aber es ist so, wie Bruno sagte, diese Info war irgendwie dazwischengeschoben und wurde von der nachfolgenden Nachricht überlagert.
 

Martin Behrsing

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#9
.......Union und SPD suchen nach einer Regelung, um Härten abzumildern. Die Abgeordneten Laurenz Meyer (CDU) und Ludwig Stiegler (SPD) verständigten sich am Montag auf einen Vorschlag, der allerdings in der Unionsfraktion auf Skepsis stößt. Danach soll grundsätzlich die Verpflichtung zur Rente erst ab 63 gelten. Damit würden die Abschläge maximal 7,2 Prozent betragen. Außerdem sollten Langzeitarbeitslose, die zwölf Monate lang kein Arbeitsangebot erhalten haben, sich wie bisher vom Arbeitsmarkt abmelden können........
http://www.welt.de/welt_print/artic...itarbeitslose_vor_Rentenkrzungen_schtzen.html
 

Martin Behrsing

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#10
D/Arbeit/Soziales/Renten/Koalition
SPD: Einigung der Koalition bei 58er-Regelung
- Arbeitslosengeld II künftig bis 63 Jahre =

Berlin, 29. November (AFP) - Bezieher von Arbeitslosengeld II müssen künftig nicht mehr fürchten, im Alter von 58 Jahren in Frührente geschickt zu werden. SPD-Chef Kurt Beck teilte am Donnerstag in Berlin mit, es sei nun eine Verständigung mit der Union gelungen. "Erst ab dem 63. Lebensjahr können Empfänger von Arbeitslosengeld II künftig auf die Vorrangigkeit ihrer Rentenansprüche verwiesen werden - und das nur, wenn ein solcher Verweis keine unzumutbare Härte erzeugt", hob Beck hervor. Die SPD habe "die Zwangsrente mit
58 Jahren" gestoppt.

Alle Arbeitslosengeld-II-Empfänger erhalten laut Beck ab dem 58. Lebensjahr die Möglichkeit, sich nicht mehr arbeitssuchend zu melden, falls ihnen nicht innerhalb von zwölf Monaten ein Arbeitsangebot gemacht werden kann. Ihnen stünden aber auf eigenen Wunsch auch die Integrationsangebote der Arbeitsagentur oder Kommunen zur Verfügung. Der zuständige Arbeitsvermittler habe zudem alle sechs Monate zu prüfen, ob nicht doch ein Maßnahme- oder Arbeitsangebot gemacht werden könne. Frauen und Menschen mit einer Schwerbehinderung könnten bisher noch unter bestimmten Voraussetzungen vor dem 63. Lebensjahr in Rente gehen und damit früher als andere Versicherte. Dieser besondere Schutz solle sich nicht in einen Nachteil verkehren.

Die so genannte 58er-Regelung läuft Ende des Jahres aus. Danach mussten ältere Arbeitslose bislang erst in Rente gehen, wenn sie dies abschlagsfrei tun können. Deshalb war von Arbeitslosen, die die Regelung in Anspruch genommen hatten, befürchtet worden, sie müssten nach Auslauf der 58-er Regelung zwangsweise in Rente gehen und dabei deutliche Abstriche an den Rentenzahlungen in Kauf nehmen. Die SPD wollte durch eine Anschlussregelung auch künftig verhindern, dass es zu "Zwangsverrentungen" in Verbindung mit einem Rentenabschlag kommt.

cp/jp
 
E

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#12
Danke, Martin!!!!!!!:icon_smile:
mir fällt da gerade ein Riesenbrocken von der Seele.
Pouh, hat mich diese Zwangsverrentung belastet.
Den Artikel werde ich mir sichern, für den Fall der Fälle.:icon_stern:
 

Bruno1st

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#13
.....schön, dass Du es auch mitbekommen hast. Ich dachte schon, ich hätte Hallus.:icon_stern:
nicht nur du, denn das Thema ist ja sehr komplex und tiefgreifend und wird so schnell abserviert - das stinkt einfach.

Den Artikel werde ich mir sichern, für den Fall der Fälle.:icon_stern:
und weiterbeobachten - denn wenn dies eintritt, beginnt die Rentenkasse auch zu wackeln - Kanzlerine hat dann zwar 0 Arbeitslose, dafür aber Millionen Rentner mehr.
Vielleicht gibt es bald neben den Arbeitslosenzahlen auch die Rentnerzahlen (die Pensionsempfänger werden dann natürlich unterschlagen)
 

Debra

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#14
Zwangsverrentung ist vom Tisch. Das sind ja mal gute Nachrichten. :icon_smile:

Auch will man einen Mindestlohn für die Postzustellerbranche durchsetzen.
 

Martin Behrsing

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#15
Ich glaube nicht, dass das Thema vom Tisch ist. Es ist nur eine Frage der Zeit, wo dann doch alles anders ist.
 

ethos07

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#16
na prima - vorerst ein Zwischengewinn für uns!

@ Martin: Erstmal auch herzlichen Dank für die vorerst sehr erfreuliche Nachricht, dass der Rentenklau schon mal etwas eingedämmt scheint!

Frech genug, dass die Zwangsverrentung für Erwerbslose nur verschoben , aber nicht aufgehoben ist... 7,x % Abzug mit 63 für den Rest des Lebens (plus minimal insgesamt weniger Renteneinzahlungen) ist immer noch viel zu viel an Frechheit


ja-jaaa: Wir müssen 'denen' ganz dicht auf den Fersen bleiben!
Nehme an, dass die durch den Wechsel des Arbeitsministers lediglich etwas weiche Vorweihnachtsknies bekommen haben - und nun nur mal ein wenig die nächste Beruhigung abwarten wollen, bis der nächste Überraschungsschlag kommt...
 

Bruno1st

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#17
"Zwangsrente" für Ältere offenbar teilweise vom Tisch

Wie der stellvertretende Vorsitzende der SPD-Bundestagsfraktion Ludwig Stiegler erklärte, fällt die so genannte "58er-Regelung" nun doch nicht ersatzlos weg. SPD und Union haben sich demnach auf eine Nachfolgeregelung geeinigt. "Eine vorzeitige Rente mit Abschlägen statt Arbeitslosengeld II kommt für uns vor dem 63. Lebensjahr nicht in Frage. Hierauf haben wir uns mit der Union verständigt." Damit ist die frühzeitige "Zwangsrente" für ältere Arbeitslose offenbar teilweise vom Tisch.
Quelle und Rest : http://www.mdr.de/escher/5045315.html
das Thema ist mir persönlich zu schnell vom Tisch - die brüten garantiert eine richtige, andere Schweinerei aus.
 

ethos07

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#18
das Thema ist mir persönlich zu schnell vom Tisch - die brüten garantiert eine richtige, andere Schweinerei aus.

Wie wär's mit besonders hübschen EEJs bis zum Sarg? - sind doch nur so kleine Arbeitsgelegenheiten, kosten fast gar keine zusätzlichen Rentenbeiträge, nehmen viel Arbeit weg, die die dollen Politikers sonst von'n Diäten der Öffentlichkeit gnädigst "spendieren" müßten - Unkraut vor unseren Ministerien zupfen, Schuhe & Hintern putzen,Kanönchen bauen -na, es wird schon genug Arbe.. äh Gelegenheiten geben! - - und die dummen ollen Leutchen halten schön stille bis sie rein gar nix mehr zu melden haben - und gut is, Deckel drüber!
 

Debra

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#19
Also ich hab auch gedacht, was ist denn JETZT los (mit meinem Computer), als ich das heute nachmittag auf n-tv gelesen hab. Und dann noch das mit dem Mindestlohn. Erst dachte ich, ich bin auf ner gefakten Seite! :eek:

Aber bei n-tv war das auf so einem roten Banner über allen anderen Nachrichten (das mit dem Mindestlohn), also Eilmeldung. Und dann noch Stop der Zwangsverrentung!
 
E

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#20
das Thema ist mir persönlich zu schnell vom Tisch - die brüten garantiert eine richtige, andere Schweinerei aus.
Debra:Also ich hab auch gedacht, was ist denn JETZT los (mit meinem Computer), als ich das heute nachmittag auf n-tv gelesen hab. Und dann noch das mit dem Mindestlohn. Erst dachte ich, ich bin auf ner gefakten Seite!
Also, als ich gestern den von Martin verlinkten Artikel las, war ich komplett erleichtert und dachte, man hätte da 'oben' den Hinweis bekommen, dass die Zwangsverrentung im Hinblick auf die bereits geschützten 58jähringen nicht verfassungsgemäss sein kann und man eine Klageflut fürchtet.

Nachdem ich aber gestern in den Nachrichten auch noch
das Ding mit dem Mindestlohn in Höhe von 9,80€ ( in Worten: neunachtzig), anstatt 7,50€ oder gar keinen ML, gehört habe, sind mir auch die Augen aus dem Kopf gefallen und Zweifel aufgekommen.

Hat Olaf Scholz etwas in der Hand, dass die 'schwarzen' auf einmal zustimmen? Oder war Münte der Blockierer, entgegen seiner Aussage? Irgendwie ist es doch eigenartig, nach nach, noch nicht einmal, 48Stunden Amtszeit, der neue Arbeitsminister durchsetzt, was Münte und Crew ewig nicht geschafft haben? Vorige Woche hiess es doch noch, ein ML würde Arbeitsplätze vernichten und käme mit der Union nicht in Frage.

Ohmann, ich möchte wirklich definitiv wissen, was Sache ist und auf uns zukommt und nicht immer dieses verlogene Hintertürchenspiel mit der jetzigen Regierung.
 

Bruno1st

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#21
Hat Olaf Scholz etwas in der Hand, dass die 'schwarzen' auf einmal zustimmen? Oder war Münte der Blockierer, entgegen seiner Aussage? Irgendwie ist es doch eigenartig, nach nach, noch nicht einmal, 48Stunden Amtszeit, der neue Arbeitsminister durchsetzt, was Münte und Crew ewig nicht geschafft haben? Vorige Woche hiess es doch noch, ein ML würde Arbeitsplätze vernichten und käme mit der Union nicht in Frage.

Ohmann, ich möchte wirklich definitiv wissen, was Sache ist und auf uns zukommt und nicht immer dieses verlogene Hintertürchenspiel mit der jetzigen Regierung.
Der Wahlkampf hat begonnen.
Ich stelle es mir so vor, daß Tausende private Briefzusteller wieder gegen den Mindestlohn protestieren und ihre Entlassung. Gewisse Zeitungen bringen dies dann groß heraus und bezeichnen Scholz als Mörder von sicheren Arbeitsplätzen (vergessen dabei deren Stundenlohn), dann wird alles entsprechend aufgebauscht und Kanzlerine wird unter dem Druck der Straße und mit Rücksicht auf die vielen Existenzen, die dieser hohe Mindestlohn von 9,80 vernichtet hat, den Mindestlohn wieder abschaffen. Und alles kann sie dem Scholz und der SPD in die Schuhe schieben. Merkt eigentlich keiner in der SPD, daß sie nur noch ausführendes Organ der CDU ist und abzuurteilender Täter vor der Geschichte wird ?
 
E

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#22
Ja, vielleicht kommt es so, Bruno.

Mir war die Erklärung Merkel's gestern im Fernsehen zum ML so wunderlich. Noch auf dem Parteitag hat sie mit erhobenem Finger erklärt, dass es keinen ML geben würde und dann gestern diese salbungsvollen Worte, dass sich die Wünsche der CDU in dieser Hinsicht nun doch erfüllt hätten und man dem ML grünes Licht geben könnte.
Also, das Ding mit der Zwangsverrentung und diese sich häufenden Ungewissheiten machen einfach alt und grau, vor allem grau :icon_kotz:
 

Bruno1st

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#23
Also, das Ding mit der Zwangsverrentung und diese sich häufenden Ungewissheiten machen einfach alt und grau, vor allem grau
jetzt mach dir mal nicht zu viel graue Haare - entscheidungstechnisch gesehen (einfach Version) sind wir gut draus - wir können in diesen Bereichen nur reagieren und sonst nur auf unsere Art und Weise agieren.
Ich habe wieder mal mitbekommen wie sich "Noch-Nicht-ALG-II Bezieher" sorgen. Denen schwimmen die Felle langsam endgültig weg. Wir haben uns schon daran gewöhnt und können "nur" noch unser Leben verlieren. Damit haben wir eine Ausgangsbasis, aus der man nur noch aufbauen kann, ohne etwas erst abreißen zu müssen.
 

ethos07

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#24
. Damit haben wir eine Ausgangsbasis, aus der man nur noch aufbauen kann, ohne etwas erst abreißen zu müssen.
:biggrin: - Nun jannnnnjein.

1. materielle Aussichten:
es ist schon ein beträchtlicher Unterschied
ob wir bereits mit 60
-> unser ggf. trotz allem noch mühsam zusammengehaltenen Restersprarnisse (wegen Angewiesensein neben einer Mickerrente auf aufstockendem "Grusi im Alter") weiter auflösen müssen,
-> Null Aussicht auf berufliche Unterstützungsleistungen mehr haben
( trotz aller negativen Unterstützungen gibt es- gerade auch für Selbständige - das eine oder andere Goodie unter ALG-II...)

oder ob das erst mit 65 (plus) eintritt.

- und das Beste zum Schluss: wir haben einen (kleinen? weiteren) Schuh in die Tür bekommen für ein zumindest ziemlich angekratzes "Reform"-Klima , womit wir bei den

2. Politische Aussichten wären:
Die Regierenden quer durch die Parteien haben einfach mächtig Muffensausen bekommen, die SPD erst recht, was ihre widderliche Sozialpolitik angeht. Natürlich versuchen sie jetzt rein wahltaktisch noch zurückzurudern.(Den Abgang von Münte würde ich zu mindestens der Hälfte auch nicht seiner kranken Frau sondern dem gewaltigen Aufruhr in allen Sozialverbänden, Gewerkschaften, Parteibasis zuschreiben.)
Aber : Insofern lohnt sich m.E. durchaus auch hier unser Protest weiter und weiter gegen die Falschheiten von oben zu treiben.
Ich denke, dass unser hier doch recht breites elo- Basisprotestsprachrohr ein gutes Scherflein dazu beiträgt: Es horchen schon manche hin, die das dann weiter in die Entscheiderklüngel transportieren...:icon_pfeiff:

Betr. Zwangsrente: wir haben bisher noch nicht einmal den gemeinsamen Beschlusswortlaut der Koalition in die Hände bekommen...
Damit das in der Weihnachtszeit nicht einfach unterm Christbaum verscharrt wird::icon_dampf: nötig!
 

Debra

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#25
2. Politische Aussichten wären:
Die Regierenden quer durch die Parteien haben einfach mächtig Muffensausen bekommen, die SPD erst recht, was ihre widderliche Sozialpolitik angeht. Natürlich versuchen sie jetzt rein wahltaktisch noch zurückzurudern.(Den Abgang von Münte würde ich zu mindestens der Hälfte auch nicht seiner kranken Frau sondern dem gewaltigen Aufruhr in allen Sozialverbänden, Gewerkschaften, Parteibasis zuschreiben.)
Aber : Insofern lohnt sich m.E. durchaus auch hier unser Protest weiter und weiter gegen die Falschheiten von oben zu treiben.
Ich denke, dass unser hier doch recht breites elo- Basisprotestsprachrohr ein gutes Scherflein dazu beiträgt: Es horchen schon manche hin, die das dann weiter in die Entscheiderklüngel transportieren...:icon_pfeiff:
Das sehe ich genauso, ethos. :icon_daumen:
Nach den "Hartz-Reformen", dem "schönsten Tag für die Arbeitslosen" ist die SPD bekanntlich nicht mit überwältigender Mehrheit wiedergewählt worden. Seltsamerweise blieb die Zustimmung für GRÜNE jedoch bei 10%. Das zeigt, dass deren Wählerschaft NICHT aus Arbeitern oder Arbeitslosen besteht. Die der SPD hingegen schon. Aber auch die CDU hat keine Mehrheit, sonst hätten wir keine große Koalition. Münte hätte der Partei nicht länger dienen können, denn ein Zurückrudern seinerseits wäre sehr unglaubwürdig gewesen. Ich denke, es gibt Teile in der SPD, die durchaus die Schäden sehen, die Schröder/Clement - aus rein egomanen Gründen - der Partei zugefügt haben. Nicht vergessen, Tinkalla, dieses blöde HartzIV wurde mit heißer Nadel gestrickt und hat deshalb so schreckliche Auswirkungen, weil Schröder einfach nur mal Kanzler sein wollte und zu faul war, alle möglichen negativen Auswirkungen von HartzIV durchzuchecken, und im Grunde, ihm die Menschen in D am A**** vorbeigehen.
 

Martin Behrsing

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#26
jetzt mach dir mal nicht zu viel graue Haare - entscheidungstechnisch gesehen (einfach Version) sind wir gut draus - wir können in diesen Bereichen nur reagieren und sonst nur auf unsere Art und Weise agieren.
Ich habe wieder mal mitbekommen wie sich "Noch-Nicht-ALG-II Bezieher" sorgen. Denen schwimmen die Felle langsam endgültig weg. Wir haben uns schon daran gewöhnt und können "nur" noch unser Leben verlieren. Damit haben wir eine Ausgangsbasis, aus der man nur noch aufbauen kann, ohne etwas erst abreißen zu müssen.
Du bist aber schon weit runter gekommen. :icon_twisted:
 

Bruno1st

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#27
:biggrin: - Nun jannnnnjein.

Die Regierenden quer durch die Parteien haben einfach mächtig Muffensausen bekommen,......
nicht nur Muffensausen - wenn ich überlege, wie hemmungslos die BA/ARGE den Bundestag bei den Fahrtkosten belügt und damit eine deutsche Behörde die Abgeordneten und die Regierung ganz selbstverständlich vorführt und lächerlich macht.
Wenn wir es schaffen, so wie BA Chef Weise, die Abgeordneten und das ganze System lächerlich zu machen, dann wird sich etwas bewegen. Denn Lachnummern wählt man höchstens in irgendwelchen Shows, abe rnicht in den Bundestag (hoffentlich).

Du bist aber schon weit runter gekommen. :icon_twisted:
mit "abreißen" und "neu aufbauen" meine ich nicht so sehr die materiellen Werte, sondern die eigene Einstellung. Denn solange noch irgeneine Hoffnung besteht, daß man in das alte Muster zurückkehren kann, wird ein Neubeginn eher verzögert. So als würde man den Antrag auf Arbeitslosengeld erst am ersten Tag der Arbeitslosigkeit abgeben, weil man hoffte/glaubte, doch noch irgendeine Stelle zu finden.
Eine ganz alte Motivationsgeschichte um seine Leute auf den Neubeginn vorzubereiten hat sich ein Spanier (Pizarro oder Cortez???) geleistet, als er beim Landgang die Schiffe verbrennen ließ, um seinen Leuten keine Möglichkeit mehr zur Rückkehr zu bieten und sie damit zwang, nur noch vorwärtszugehen.
Das geht jetzt aber mehr in den Bereich der Hobbypsychologie und das überlasse ich dann lieber jedem einzelnen.
 

Bruno1st

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#28
2. Versuch - mal sehen, ob ich es noch zusammenbekomme
und nun sind es 2 Beiträge geworden - beim abschicken des ersten kam die Störungsmeldung - ich lasse jetzt beide stehen :)))

:biggrin: - Nun jannnnnjein.
Die Regierenden quer durch die Parteien haben einfach mächtig Muffensausen bekommen, .........
nicht nur Muffensausen. Wenn ich übelrege, wie BA Chef Weise und meine liebe ARGE den Bundestag und die Abgeordneten bei den Fahrtkosten belogen, so richtig vorgeführt und lächerlich gemacht haben.
Vorgeführt weil es anscheind selbstverständlich ist, daß deutsche Behörden das Parlament belügen und gleichzeitig dem Bundestag zeigen, wer die wahren Herrscher in Deutschland sind. Wodurch sich die Abgeordneten auch lächerlich gemacht haben, weil sie sich so vorführen ließen - hier wedelt der Schwanz mit dem Hund.
Ich habe mir erlaubt, den PR-Sozial Artikel an jeden Abgeordneten zu faxen (Bundestag und Wahlkreis) - doch die scheinen ein dickes Fell zu haben.

Du bist aber schon weit runter gekommen. :icon_twisted:
mit "abreißen" und "neu bauen" meine ich eher einen tatsächlichen Neubeginn starten, ohne irgendwelche Altlasten oder die Möglichkeit, in das alte Leben zurückzukehren.
Denn viele Leute warten und hoffen lieber so lange, bis sie wirklich am Abgrund stehen. Statt sich rechtzeitig neu zu orientieren. So als würde jemand den Antrag alf ALG erst am ersten Tag der Arbeistlosigkeit abgeben, weil er noch bis zu letzt gehofft hat, das sich etwas ergibt. Das ist aber auch menschlich und auch ein Problem andere Leute zu motivieren - denn erst wenn keine Hoffnung mehr besteht (irgendeine ABM, usw. zu ergattern) werden dei losmarschieren. Bisher wurde diese Balance noch gut gehalten, aber nun kippt die Stimmung langsam, weil immer mehr davon betroffen sind. Mal schauen, was dabei herauskommt.
Eine Information zur Mitarbeitermotivation fand ich zufällig, leider nur noch Bruchstücke. Um seine Leute zu motivieren an der Eroberung Amerikas voll mitzuarbeiten und gegen Heimweh, soll (Pizarro oder Cortez???) die Schiffe verbrannt haben. So hatten die Leute gar keine andere Möglichkeit mehr, wie sich voll auf die neuen Aufgaben zu konzentrieren.
 

Faustus

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#29
hier wedelt der Schwanz mit dem Hund.
sollte man auf großen Schildern an allen Straßen nach Deutschland anbringen, damit jeder Ausländer weiß wo er hinkommt.
Es wundert mich nicht, das immer mehr Menschen "Teuschland" verlassen.
In Anbetracht der kommenden Wahlen angst vor dem H4-Gespenst bekommen
zaubern sie nun die Mindestlöhne aus dem Hut!
Hut ist wieder ein Stichwort das mich an den US-Präsidenten Roosevelt erinnert. 1938 waren da wohl auch Wahlen, da ließ er folgenden Spruch vom Stapel: "Unternehmen, deren Existenz ausschließlich davon abhängt, ihren Beschäftigten weniger als einen zum Leben ausreichenden Lohn zu zahlen, sollen in diesem Land kein Recht mehr haben, weiter ihre Geschäfte zu betreiben" Das ganze Gewäsch ist also schon ein alter Hut.Das man nun beim Mindestlohn langsam auf 10€ zu geht beweist übrigens das man genau weis das mit H4 kein Auskommen ist, in einem Schreiben an den Bundestag habe ich den mal vorgerchnet das man eigentlich 17€/Stunde haben müßte um sicher vor Armut zu sein und dabei auch noch die Wirtschaft
in Gang zu halten zu können. Denn das es wir,- die große Masse ist, die mit ihrem Konsum die Wirtschaft in Gang hält steht außer Frage.
 

Bruno1st

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#30
In Anbetracht der kommenden Wahlen angst vor dem H4-Gespenst bekommen zaubern sie nun die Mindestlöhne aus dem Hut!
Das hört sich wie Stop der Zwangsverrentung an - gestern abend habe ich in den Nachreichten schon gehört, daß der Mindestlohn im Zustellbereich 20.000 Arbeitsplätze kosten würde. Die übliche Mogelpackung, denn es wurde nicht erwähnt, ob es sich um Voll-Teizeit oder sonstige Arbeitsplätze bis zum 0€J handelt.
 

Robert123

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#31
nicht nur Muffensausen - wenn ich überlege, wie hemmungslos die BA/ARGE den Bundestag bei den Fahrtkosten belügt und damit eine deutsche Behörde die Abgeordneten und die Regierung ganz selbstverständlich vorführt und lächerlich macht.
Wenn wir es schaffen, so wie BA Chef Weise, die Abgeordneten und das ganze System lächerlich zu machen, dann wird sich etwas bewegen. Denn Lachnummern wählt man höchstens in irgendwelchen Shows, abe rnicht in den Bundestag (hoffentlich).

Na da fallen mir so ernstzunehmende ...kriecher,....ofalla und ....öder ein.
Ekel ,Ekel,Ekel.
 

Zita

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#32
Zwangsverrentzung verschoben?

Gerade kommt aus einer Bundespartei die Mitteilung, dass Papiere zur Prüfung und Diskussion stehen, die wieder die Zwangsverrentung in Rede bringt. (Mail innerhalb der Partei)

Doch nicht aufgehoben, sondern wegen der Medienpräsenz nur leicht verschoben. Wieder droht die Zwangsverrentung und dies NUR 2-3 Jahre später.

Wirklich hilfreich nicht für die Hartz4, die in diesem Alter sind und mit der knappen Rente nun auch noch einen hohen Abzug einstreichen müssen. Für wie viele Menschen heißt dann nicht mit Rente leben können, sondern die alte Lebensweise weiterführen müssen?

Aber es muss ja dringend diskutiert werden, ob und ob nicht Frau Merkel Präsidenten unberechtigt angreift. Es würde ihr besser zu Gesichte stehen, auch einmal im eigenen Land zu schauen und die Grundgesetze "durch zu setzen". Wer kann noch danach leben? Wer darf überhaupt noch danach leben? Wer lebt in einem freien Deutschland?

Wie wir hören, Elo Users nicht! Hartz4 betroffene nicht! Und so geht es weiter und weiter!
 

Bruno1st

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#33
Gerade kommt aus einer Bundespartei die Mitteilung, dass Papiere zur Prüfung und Diskussion stehen, die wieder die Zwangsverrentung in Rede bringt. (Mail innerhalb der Partei)

Doch nicht aufgehoben, sondern wegen der Medienpräsenz nur leicht verschoben. Wieder droht die Zwangsverrentung und dies NUR 2-3 Jahre später.

Es war zu befürchten, daß diese schnelle Lösung Arbeitslosenzahlen auf wudnersame Art und Weise zu senken nicht so schnell aufgegeben wird. Wann merken die endlich, daß es sich nur um eine Verschiebung in einen anderen Haushaltstopf handelt und nicht um neue Arbeitsplätze.

Wirklich hilfreich nicht für die Hartz4, die in diesem Alter sind und mit der knappen Rente nun auch noch einen hohen Abzug einstreichen müssen. Für wie viele Menschen heißt dann nicht mit Rente leben können, sondern die alte Lebensweise weiterführen müssen?

sehr viele - denn die schöne Riesterrente mindert dann nur die Ausgaben der Sozialbehörden, reicht aber auch nicht zum leben aus = falsch vorgesorgt statt das Geld zum leben ausgeben

Aber es muss ja dringend diskutiert werden, ob und ob nicht Frau Merkel Präsidenten unberechtigt angreift. Es würde ihr besser zu Gesichte stehen, auch einmal im eigenen Land zu schauen und die Grundgesetze "durch zu setzen". Wer kann noch danach leben? Wer darf überhaupt noch danach leben? Wer lebt in einem freien Deutschland?

Wie wir hören, Elo Users nicht! Hartz4 betroffene nicht! Und so geht es weiter und weiter!
Dann fangen wir mal an uns vorzubereiten.
Denn wen Merkel andere Präsidenten angreift, obwohl sie selbst auf dem Präsentiertablett steht, weil sie einfachste Menschenrechte tagtäglich verfweigert, ist das eines. Aber das sie nun gegen die Manager losproletet, immerhin die Geldgeber dieser "Partei",. ist für mich ein Zeichen, daß ihr die Feindbilder ausgehen und sie nun blindlings auf alles losdreschen muß, nur um von sich selbst abzulenken.
Nach den Managern bleiben nur noch die Beamten- und Politikerkollegen als Feindbild übrig. Sobald die Gruppen aus den eigenen Reihen angegriffen werden, dürfte es bald losgehen.
Satire: Schäuble rollt dann sicher im Panzer los, Merkel bekommt Landeverbot, die Behörden und Parteibüros verbarrikadieren sich, Bedürftige müssen sich stündlich melden und dauernd ein Handy mit sich tragen (billiger wie Fußfessel), usw.
 
E

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#34
Wie ich gerade sehe, habe ich in diesem Thread die Identität von Linchen angenommen.:icon_party: Wie kann denn so'was passieren, dass der Themenstarter vom System ausgetauscht wird? *lach* War sicher für mich eine Schutzmassnahme, im Hinblick auf die scharfen Augen des Staates auf unser Forum, aber die arme Linchen muss es nun auch nicht ausbaden.........

Zita, ich glaube nicht an die Furcht vor der Medienpräsenz bei der Zwangsverrentung, sondern vielmehr an die Furcht vor einer Klageflut wegen Ungleichbehandlung im Hinblick auf die jetzige 58er-Regelung. *Die* können nicht hingehen und eine geringe Zahl der älteren Alo's durch die 58er Regelung schützen und 100.000de zwangsverrenten. DAS gibt Ärger, aber heftigen. Und genau dies - wie ich es auch im Falle des Falles tun würde- wurde auch schon bei Umfragen im Fernsehen deutlich.

Aber das sie nun gegen die Manager losproletet, immerhin die Geldgeber dieser "Partei",. ist für mich ein Zeichen, daß ihr die Feindbilder ausgehen und sie nun blindlings auf alles losdreschen muß, nur um von sich selbst abzulenken.
Jepp, Bruno. Nur hat Merkel schon wieder den *Schwanz* eingezogen, im Hinblick auf die Managergehälter. Das konnte man gestern sehen, als sie stotternderweise ihre Rede herunterleierte und meinte, (ihr obgligatorischer _Satz): mit der CDU gibt es das nicht, das muss Sache der betreffenden Firmen bleiben.

Es ist geradezu lächerlich, wie sie täglich ihren Standpunkt wechselt. Und dann treffen Deine Worte :.....nur um von sich abzulenken.... voll ins Schwarze.
 

Nihilist

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#35
nicht nur Muffensausen - wenn ich überlege, wie hemmungslos die BA/ARGE den Bundestag bei den Fahrtkosten belügt und damit eine deutsche Behörde die Abgeordneten und die Regierung ganz selbstverständlich vorführt und lächerlich macht.
Wenn wir es schaffen, so wie BA Chef Weise, die Abgeordneten und das ganze System lächerlich zu machen, dann wird sich etwas bewegen. Denn Lachnummern wählt man höchstens in irgendwelchen Shows, abe rnicht in den Bundestag (hoffentlich).

Na da fallen mir so ernstzunehmende ...kriecher,....ofalla und ....öder ein.
Ekel ,Ekel,Ekel.
Tja, da gibt es nun ein Urteil - Az. B 14/7b AS 50/06 R - zu der "Bagatellgrenze" von 6,-- € aber das ist noch nicht zu den Arge-Mitarbeitern durchgedrungen.

Ich hatte gestern einen Termin ($ 59 SGB II + § 309 SGB III) mit der 6,-- € Grenze und meine Fahrtkosten geltend gemacht, mit Hinweis auf das Urteil (hatte das ausgedruckt und mitgenommen) aber die "Betreuerin" hat es abgelehnt die anzunehmen. Sie könne mir die Kosten nicht erstatten, denn wenn sie das machen würde, müsste sie ja allen die Fahrtkosten erstatten und das könne sie nicht entscheiden. dazu wäre sie nciht befugt.

Nun hab ich ein Schreiben aufgesetzt und werde das am Montag bei der Arge abgeben (mit Kopie zur Unterschrift der Abgabe).
 

Bruno1st

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#36
Tja, da gibt es nun ein Urteil - Az. B 14/7b AS 50/06 R - zu der "Bagatellgrenze" von 6,-- € aber das ist noch nicht zu den Arge-Mitarbeitern durchgedrungen.

Ich hatte gestern einen Termin ($ 59 SGB II + § 309 SGB III) mit der 6,-- € Grenze und meine Fahrtkosten geltend gemacht, mit Hinweis auf das Urteil (hatte das ausgedruckt und mitgenommen) aber die "Betreuerin" hat es abgelehnt die anzunehmen. Sie könne mir die Kosten nicht erstatten, denn wenn sie das machen würde, müsste sie ja allen die Fahrtkosten erstatten und das könne sie nicht entscheiden. dazu wäre sie nciht befugt.

Nun hab ich ein Schreiben aufgesetzt und werde das am Montag bei der Arge abgeben (mit Kopie zur Unterschrift der Abgabe).
genau so geht es und nicht anders - hau es denen schriftlich um die Ohren und wenn du es in einen Backstein einwickeln mußt - ist ja weihnachten :)))

Gestern abend bekam ich eine Vorladung zur ARGE mit geänderten Text:

http://www.elo-forum.org/showpost.php?p=191312&postcount=23

Allerdings ist der Geschäftsführer meiner ARGE Breisgau-Hochschwarzwald in die großen Schuhe von CSU Strauß geschlüpft und hat auch das Parlament belogen. Von dem wird man sicher noch einiges hören :icon_party:
Ich habe meiner ARGE vorgeschlagen, allen Opfern die verweigerten Fahrtkosten sofort und unbürokratisch zu erstatten (nein, ich glaube nicht mehr an den Weihnachtsmann).
Und nicht vergessen, alles rückwirkend zu beantragen, weil meine ARGE ja gegenüber dem Parlament behauptet hat, daß man Kosten unter 6,- sammeln kann - dies widerspricht dem bisherigen "grundsätzlich" also auch ohne Urteil ein Grund für eine Erstattung oder Betrugsanzeige.
 

egjowe

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#37
Ich denke, es gibt Teile in der SPD, die durchaus die Schäden sehen, die Schröder/Clement
- aus rein egomanen Gründen - der Partei zugefügt haben.
nicht unterschlagen:
dazu gehören insbesondere noch münte, steinmeyer und steinbrück.

bei scholz bin ich noch im zweifel, wohin seine reise wirklich gehen wird.
er ist fachanwalt für arbeitsrecht.
vertritt er nun als minister eher die kleinen oder die großen??
meine tendenz:
bis zu den bundestagswahlen 2009 wohl eher die kleinen.

obwohl ich sagen muss, dass mich die antworten aus seinem büro,
die ich bisher zum thema hatz4 erhalten habe, sehr enttäuscht haben.
 

Bert-47

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#38
Arbeitslosengeld nach § 428 SGB

Arbeitslosengeld unter erleichterten Voraussetzungen nach § 428 SGB III.

Im Oktober 07 wurde ich 60 Jahre und im Dezember 07 Arbeitslos.

Von meinem Sachbearbeiter bei der Agentur f. Arbeit wurde mir das oben genannte Angebot vorgeschlagen.
Nach seiner Aussage würde ich mein Arbeitslosengeld bis zum Eintritt der Altersrente

zum 01.11.2012 ohne Rentenminderung ausbezahlt bekommen.
Mich würde nun Interessieren ob ich dieses Angebot annehmen soll, oder bestehe die Gefahr eventuelle Einbusen befürchten zu müssen.
Für einen guten Rat wäre ich dankbar.

Herzlichen Dank im Voraus

Bert-47
 

Bruno1st

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#39
Arbeitslosengeld unter erleichterten Voraussetzungen nach § 428 SGB III.

Im Oktober 07 wurde ich 60 Jahre und im Dezember 07 Arbeitslos.

Von meinem Sachbearbeiter bei der Agentur f. Arbeit wurde mir das oben genannte Angebot vorgeschlagen.
Nach seiner Aussage würde ich mein Arbeitslosengeld bis zum Eintritt der Altersrente


zum 01.11.2012 ohne Rentenminderung ausbezahlt bekommen.


Mich würde nun Interessieren ob ich dieses Angebot annehmen soll, oder bestehe die Gefahr eventuelle Einbusen befürchten zu müssen.
Für einen guten Rat wäre ich dankbar.

Herzlichen Dank im Voraus

Bert-47
wie es mit der Rente aussieht, kann ich dir nciht sagen - für mich sieht es aber so aus, als würdest du dann bis 2012 generell Ruhe vor der Arbeitsagentur haben.

Vor allem hätten die dann einen Arbeitslosen in der Statistik weniger, auch wenn sie noch jahrelang für ihn bezahlen. Das dürfte ein Faktor zur Senkung der Arbeitslosenzahlen sein.

Ich frage mich aber, wie verbindlich diese Angebote sind.

Auf jeden Fall viel Erfolg
 

Bert-47

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#40
wie es mit der Rente aussieht, kann ich dir nciht sagen - für mich sieht es aber so aus, als würdest du dann bis 2012 generell Ruhe vor der Arbeitsagentur haben.

Vor allem hätten die dann einen Arbeitslosen in der Statistik weniger, auch wenn sie noch jahrelang für ihn bezahlen. Das dürfte ein Faktor zur Senkung der Arbeitslosenzahlen sein.

Ich frage mich aber, wie verbindlich diese Angebote sind.

Auf jeden Fall viel Erfolg
Hallo Bruno, danke für Ihr Posting,
zur Zeit würde ich ein angemessenes Arbeitslosengeld bekommen.
Habe aber große Zweifel ob ich diese Summe bis zu meinem Renteneintrittsalter bekomme.

Bert-47
 

Bruno1st

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#41
Hallo Bruno, danke für Ihr (bitte, per du = dein Posting,
zur Zeit würde ich ein angemessenes Arbeitslosengeld bekommen.
Habe aber große Zweifel ob ich diese Summe bis zu meinem Renteneintrittsalter bekomme.
Bert-47
da stellt sich die Frage nach den Chancen auf eine neue arbeit - vermitteln werden die dich sicher nicht.
Ich würde mir von dem Sachbearbeiter mal alles chriftlich geben lassen, bzw. ihm einen Vertrag vorlegen
- Arbeistlosengeld bis zum Beginn des Renteneintritts 2012 ohne Abzüge

- 2012 oder 2014 ? denn es gilt doch mit 67 oder kommst du mit 65 ohne Abzüge in Rente ? falls ja, dann wäre das Angebot "volles Arbeitslosengeld bis zur Rente ohne Belästigung durch die Behörde" doch sehr interessant.
 
E

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#42
Hallo Bruno, danke für Ihr Posting,
zur Zeit würde ich ein angemessenes Arbeitslosengeld bekommen.
Habe aber große Zweifel ob ich diese Summe bis zu meinem Renteneintrittsalter bekomme.

Bert-47
Hallo Bert und willkommen in unserer Runde !

Wenn Deine SB gesagt hat, dass Du ALGI bis zum Eintritt in die Rente erhalten würdest, ist das nicht richtig. Nach Ablauf der ALGI-Frist würdest Du schon in ALGII rutschen. Aber mit der 58er-Regelung hättest die Leistungen unter erleichterten Bedingungen erhalten, da Du erklärst hättest, dem Arbeitsmarkt nicht zur Verfügung stehen zu wollen.

Ich hoffe, Du hast es unterschrieben???!!! Ab 1.1.08 gibt es die 58-er Regelung nicht mehr, es wäre also zum Abschluss zu spät. Es sei denn, Dein SB ist ein ganz kulanter und lässt Dich noch in den Genuss kommen. Wenn ja, dann würde ich sofort unterschreiben, ohne jede weitere Frage.
 

egjowe

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#43
Hallo Bruno, danke für Ihr Posting,
zur Zeit würde ich ein angemessenes Arbeitslosengeld bekommen.
Habe aber große Zweifel ob ich diese Summe bis zu meinem Renteneintrittsalter bekomme.

Bert-47
sollte das angebot noch gültigkeit haben,
dann folgendes:
du bekommst doch jetzt erst einmal alg1, oder?
die frage ist, wie lange?
zu zeit dürften es doch bei dir 18 monate sein, oder?
nach dem gesetzentwurf, der mitte februar rückwirkend beschlossen werden soll,
wird es sich bei dir auf 24 monate erhöhen.
siehe seite 6 und 7:
http://http://dip.bundestag.de/btd/16/074/1607460.pdf

was wäre aber danach.
meines wissens nach würdest du dann in alg2 reinrutschen, es sei denn, du hast genügend vermögen, um die nächsten jahre zu überstehen.
meines erachtens hat dein sb da etwas zusammengewürfelt, und zwar alg1 und alg2 generell als alg bezeichnet.
hat aber wohl vergessen, dass alg2 viel weniger ausmacht und man mit/bei hatz4 den überwachungsmethoden der arge ausgesetzt wird.
 

egjowe

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#44
tinkalla war schneller.
wenn du sie unterschrieben hast und auch abgeschickt hast,
würde ich mich mal erkundigen, ob sie denn auch angekommen ist.
könnte wichtig sein, denn wie wir alle wissen, scheint einiges bei den argen verloren zu gehen.
 

HajoDF

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#45
58er-Regelung

Hi zusammen,
natürlich kann jetzt noch der Antrag auf die "58er-Regel" gestellt werden. Wichtig ist nur, dass der Antragsteller im letzten Jahr bereits das 58. Lebensjahr vollendet und einen Anspruch auf Leistungen ALG I oder ALG II erworben hat.

ALG I-Bezieher erhalten ihr Arbeitslosengeld I natürlich nur für die gesetzlich gebilligte Dauer (wird eventuell noch verlängert?) und fallen dann nach ALG II. Damit fallen sie noch vor Rentenbezug in jedem Fall noch nach ALG II.

Rentenschädigend ist die Regelung nicht, denn auch für die "58er" wird der Minimal-Rentenbeitrag für die Dauer des Bezuges entrichtet.

Der SB hat natürlich recht, wenn er sagt, dass es mit der "58-Regel" Arbeitslosengeld bis zur Rente gibt. Er verschweigt dabei aber wissentlich ob es sich hier um ALG I oder/und ALG II handelt. (leichte Verarsche, schätze ich)
 
E

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Gast
#46
eine übergangsregelung nach stichtag 31.12.2007 ist mir nicht bekannt.
Vielleicht doch, ich ziehe deshalb Martins Post #9 noch einmal 'runter:
Zitat:
.......Union und SPD suchen nach einer Regelung, um Härten abzumildern. Die Abgeordneten Laurenz Meyer (CDU) und Ludwig Stiegler (SPD) verständigten sich am Montag auf einen Vorschlag, der allerdings in der Unionsfraktion auf Skepsis stößt. Danach soll grundsätzlich die Verpflichtung zur Rente erst ab 63 gelten. Damit würden die Abschläge maximal 7,2 Prozent betragen. Außerdem sollten Langzeitarbeitslose, die zwölf Monate lang kein Arbeitsangebot erhalten haben, sich wie bisher vom Arbeitsmarkt abmelden können........
und Post von Martin:
Alle Arbeitslosengeld-II-Empfänger erhalten laut Beck ab dem 58. Lebensjahr die Möglichkeit, sich nicht mehr arbeitssuchend zu melden, falls ihnen nicht innerhalb von zwölf Monaten ein Arbeitsangebot gemacht werden kann.

Allerdings habe ich etwas Konkretes noch nicht darüber gefunden. Auch in diesem ominösen, neuen Gesetzesentwurf steht darüber nichts.

@HajoDF
Der SB hat natürlich recht, wenn er sagt, dass es mit der "58-Regel" Arbeitslosengeld bis zur Rente gibt. Er verschweigt dabei aber wissentlich ob es sich hier um ALG I oder/und ALG II handelt. (leichte Verarsche, schätze ich)
Das hast Du nett ausgedrückt.:icon_hihi:

Und es ist sicher, dass der Abschluss der 58er Regelung noch möglich ist? Unter den von Dir genannten Bedingungen natürlich. Das wäre ja für viele noch ein grosser Vorteil.
 

egjowe

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#47
@ bruno1st

anhebung des renteneintrittsalters

jahrgänge - alter

1946 - 65
1947 - 65 + 1 monat
1948 - 65 + 2 monate
bis
1958 - 66
1959 - 66 + 2 monate
1960 - 66 + 2 monate
und ab
1964 - 67

also bei bert-47 = 65 + 1 monat
 

egjowe

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#48
@ hajodf

du hast recht !
denn im gesetz steht nichts von einem stichtag die vereinbarung betreffend.

SGB 3 - Einzelnorm

damit muss ich meine aussage korrigieren.
werde mal versuchen, in meinen postings diesen teil zu löschen.
 

Bert-47

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#51
Herzlichen Dank an alle......

Hallo an alle die so freundlich waren auf meine Anfrage zu antworten.

Ihr seid ja alle sehr hilfsbereit, mein Kompliment.

Allerdings glaube ich auch, dass ich nach 18 Monaten auf ALG II zurückgestuft werde.

Bin natürlich wie Sie alle bemüht eine neue Arbeitsstelle zu finden, aber den Satz kennen Sie, zu Überqualifiziert (aber eigentlich zu Alt und zu Teuer eventuell auch zu gescheit) somit nicht mehr Brauchbar, leider.

Nochmals Danke bis zum nächsten Mal Ihr

Bert-47
 

egjowe

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#52
@ tinkalla

mit deiner annahme "statistikbereinigungsmassnahme" hast du meines erachtens vollkommen recht.
das scheint das grundmotiv gewesen zu sein.

wenn man es genau nimmt, gelten diejenigen unter den älteren als "arbeitssuchend" und nicht als "arbeitslos", die die 58er-regelung unterschrieben haben.
(so definiert die ba)
diejenigen, die sie nicht unterschrieben haben, beziehen dann nach wie vor leistungen der grundsicherung für arbeitslose und nicht für arbeitssuchende.
insofern dürfte § 53a (2) nicht auf letztere angewandt werden dürfen.

wenn der in der praxis doch anwendung finden sollte, wird die ba/arge der rentenversicherung "alg2-bezug ohne arbeitslosigkeit" melden.
dies würde sich dann bei den jahrgängen bis einschließlich 1951, die noch die option der freiwilligen vorzeitigen altersrente wegen arbeitslosigkeit haben, hinsichtlich einer voraussetzung dafür negativ auswirken können.
diese (eine) voraussetzung ist, dass man nach vollendung des 58. lebensjahres + 6 monate 52 wochen arbeitslos sein muss.

beispiel:
arbeitsloser rutscht 2008 in alg2 vor/mit seinem 58. geburtstag.
erhält 12 monate kein angebot einer sozialversicherungspflichtigen beschäftigung.
(kann man steuern)
ist dann vor/mit 59 nicht mehr arbeitslos.
sollte aber für die rentenversicherung nach 58 + 6 monate 52 wochen arbeitslos sein.
resultat: voraussetzung nicht erfüllt = keine vorzeitige rente.

ist natürlich nur für diejenigen der jahrgänge ab 7/1949 bis 1951 interessant und wichtig, die mit diesem gedanken spielen und auch die anderen voraussetzungen erfüllen.
die jahrgänge 1950 und 1951 haben allerdings nicht mehr die möglichkeit, die 58er-regelung in anspruch zu nehmen.
diese jahrgänge von interessierten sollten darauf achten, dass ihnen ein entsprechendes angebot unterbreitet wird.

die 58er-regelung schützt den jahrgang 1949, der bereits in 2007 arbeitslos war, vor wegfall dieser option.
Arbeitslosen gleichgestellt sind Versicherte, die Arbeitslosengeld erhalten, obwohl sie der Arbeitsvermittlung nicht uneingeschränkt zur Verfügung stehen - Erklärung gegenüber dem Arbeitsamt nach § 428 SGB III
Deutsche Rentenversicherung Bund - Altersrente wegen Arbeitslosigkeit

also dürfte dieser § statistisch gesehen (arbeitssuchend und nicht arbeitslos),
die 58er-regelung ersetzen.
 

ethos07

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#53
Gemäß vorsorge.de kann man sich, sofern bis 2007 58J alt geworden, Zeit lassen mit der Entscheidung,ob man die 58er Erklärung unterschreibt.
Weil man sich auf jeden Fall vorher die für einem in Frage kommenden Rentenvarianten von der Rentenversicherung ausrechnen lassen sollte - und das kann dauern, wenn der Fall etwas komplizierter ist.

Auch unbedingt daran denken, dass man bei Rentenbezug die Beiträge an die Kranken- und Pflegeversicherung selbst bezahlen muss.

Weiss jemand wieviele Prozent das von der Rente sind? identisch wie vom Lohn?

Während diese Beiträge bei Arbeitslosengeld oder Arbeitslosengeld 2 von der Agentur für Arbeit bzw. der Arge übernommen werden.

Und auf jeden Fall auch bedenken, dass man sich meist nicht bis 80 einen satten Zuverdienst von 400 Eur erhalten kann - sowohl was eigene Kräfte angeht als auch arbeitsmarktmäßig... . Man also ggf. jahrelang auf seiner Mickerrente ohne Zusatzvedienst festsitzt oder aufstockend Grundsicherung beantragen muss - mit wieder ganz anderen,noch kleineren Vermögensfreibeträgen etc. ...

Auch kommt bei 58er Regelung oder sonstigem Verbleib bei der BA noch ein klein wenig was zusätzlich auf's Rentenpolster - ca. 2,50 im Monat pro Jahr bis zum Renteneintritt.

Und die Sache kann noch komplizierter/alterssichernder werden, wenn man - so jedenfalls Jochen Steffen von der Arbeitnehmerkammer Bremen - auch neben der 58er Regelung noch voll selbständig sein sollte. Dann würde man dafür etwas mehr Rentenbeiträge als die Arge aus eigener Tasche in die Rentenversicherung einzahlen müssen. Und hätte damit später nochmals ein etwas aufgebessertes Alterspolster.

Allerdings meine ich nach wie vor: vorzeitiger Rentenbezug wie auch die 58er Regelung haben 1 beachtlichen Hacken: Wenn man dauerhaft erkranken sollte ( was in unserem Alter ja nicht soo selten eintritt), erhält man keine Rehablitationsleistungen der Rentenversicherung mehr, da man nicht als Arbeitskraft wiederhergestellt werden muss. Und ist, sofern man sich nicht zusätzlich irgendwie privat gegen diese Risiken versichern kann, auf die wesentlich schlechteren Leistungen der GKV verwiesen.
 

ethos07

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#54
Software her, bitteseeeeehr!

Satire on
egjowe & bruno1st: erstellt uns doch mal gemeinsam schnell eine hübsche Software , wo jede/r alles aus diesem unübersichtlichen Wust an Varianten einfach für sich eingeben kann - und das Resultat wird dann blitzschnell bis - sagen wir mal 90Jahre - in Vergleichs-Tabellen ausgespuckt erhält...
Ach, so - fast hätte ich es vergessen: bei mir müßtet ihr bei den Rentenvarianten noch 2 Jahre Auslandsstudium, wohlgemerkt mit dortiger Renteneinzahlung, einbeziehen. Und vergesst nicht: in den Übergangszeiten, werden in D zwar Lehrjahre und FH-Jahre als rentenwirksame Jahre einberechnet, Hochschuljahre aber nicht... Lustig, all das, wirklich lustig...

---
Bestimmt werden die Juristen, die jetzt einmal mehr im Eiltempo Politikerschnellschüsse in konsistente Gesetzesform gießen sollen, hier im Forum am Ende wieder heimlich nachschauen müssen, was sie so alles zu bedenken und einzuarbeiten vergessen haben - - - .

Ich bin dafür, hier endlich mal einen Juristen-Maut einzuführen! Wer auch noch? :icon_twisted:
Satire end
 

Bruno1st

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#55
Satire on
egjowe & bruno1st: erstellt uns doch mal gemeinsam schnell eine hübsche Software , wo jede/r alles aus diesem unübersichtlichen Wust an Varianten einfach für sich eingeben kann - und das Resultat wird dann blitzschnell bis - sagen wir mal 90Jahre - in Vergleichs-Tabellen ausgespuckt erhält...
Ach, so - fast hätte ich es vergessen: bei mir müßtet ihr bei den Rentenvarianten noch 2 Jahre Auslandsstudium, wohlgemerkt mit dortiger Renteneinzahlung, einbeziehen. Und vergesst nicht: in den Übergangszeiten, werden in D zwar Lehrjahre und FH-Jahre als rentenwirksame Jahre einberechnet, Hochschuljahre aber nicht... Lustig, all das, wirklich lustig...
trotz Satire - du darfst bei Behörden den Faktor HW nicht vergessen - das bedeutet Herrschaftswissen - was hilft es, wenn man ein Programm schreibt, aber nur 10% der Basisinformationen bekommt. Wenn das Prorgamm dann doch als Superlative vorstellt, dann ist etwas faul.
Ich bin übrigens sofort bereit, so ein Programm zu erstellen - gegen einen Vorschuß zu 50% läßt sich das sicher ganz locker machen.
Natürlich werde ich eine Gmbh oder gGmbh gründen, Arbeitsplätze schaffen und innerhalb von 6 Monaten die Beta-Version "Hallo Welt" vorstellen. Danach sind nochmals 25% fällig.
Natürlich ist der Preis der alten Software mit 160 Mio. nicht zu halten gewesen, ich mußte verdreifachen - was nun einer insgesamten Zahlung von 360 Mio. entspricht. Nun gibt es 2 Möglichkeiten - entweder die Firma macht dicht und ich wandere in sonnige Länder aus - oder ich verklage die Behörden auf Schadenersatz, weil diese nicht alle Informationen geliefert haben und ein richtiges Arbeiten nicht möglich war :)))))))))
Egal was ich mache, ich bin saniert :)
 

egjowe

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#56
@ ethos07

der krankenversicherungsbeitrag auf die gesetzliche rente wird zur hälfte vom rentenversicherungsträger gezahlt.
den beitrag zur pflegeversicherung muss man allein bestreiten.
(wird demnächst erhöht)

allein zu bestreiten sind auch die beiträge (kv und pv) auf andere alterversorgungen wie aus pensionsfonds, pensionskassen und aus der betrieblichen altersversorgung.

bei der krankenversicherung wäre noch zu berücksichtigen, ob man die voraussetzungen für die KVdR (krankenversicherung der rentner) erfüllt.
hierfür muss man innerhalb der letzten hälfte seines berufslebens zu 9/10eln bei einer gesetzlichen kv versichert gewesen sein.

in diesem falle würden einnahmen wie z.b. einkünfte aus kapitalvermögen nicht zur berechnung des krankenkassenbeitrages herangezogen.
und das ein leben lang.

erfüllt jemand die voraussetzung nicht, erhält er zwar einen zuschuss in höhe der hälfte des krankenkassenbeitrages auf die gesetzliche rente,
aber muss auf alle anderen einkünfte den vollen beitrag zahlen.

seit mitte des letzten jahres beträgt der rentenversicherungsbeitrag, den die ba abführt, nur noch 40 statt 79 euro.
insofern dürfte sich der zuwachs auf dem rentenkonto pro jahr auf ca. 1,30 euro belaufen.

das mit dem ausschluss von leistungen für reha-maßnahmen bei inanspruchnahme der 58er-regelung gilt meines wissens nach bis zur vollendung des 65. lebensjahres.
für reha-maßnahmen bei krebserkrankungen gilt der ausschluss nicht.

nicht zu vergesssen, dass man möglicherweise auch noch steuern zu zahlen hat.
der jeweilige anteil von der/den rente/n, der zur besteuerung herangezogen wird, ergibt sich (leider) auch aus jedem einzelfall.
aber grundsätzlich kann man davon ausgehen, dass erst, wenn der steuerpflichtige anteil des einzelnen über ca. 9.000 euro im jahr liegen würde, steuern zu zahlen wären.

der steuerpflichtige anteil liegt bei rentenbeginn in 2008 bei 56% auf die gesetzliche rente.
erhöht sich pro jahr um 2%.
die jeweilige höhe der steuerpflichtigen anteile von zusätzlichen renten müsste individuell geprüft werden.

alles klar ?? :icon_kratz: :icon_eek: :icon_kinn: :icon_question:
 

ethos07

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#57
@ egjowe
WO und WIE hast du das alles bloß gelernt?

Eher komm' ich ins Himmelreich als mein ansonsten ganz passabler Koppe durch dieses Nadelöhr passt...
:icon_kratz::icon_pic::mad:

Haben eigentlich die anderen EU-Länder auch solche jede Kontrolle verunmöglichende Rentengesetze???

@ bruno1st
ich beteilige mich an deiner fulminanten Geschäftsidee: ich stapele die von dir übersehenen Daten einfach bei jedem neuen Politikereinfall dann jeweils von Hand noch hinterher, also so ungefähr jede Woche dreimal - und mache ansonsten ganz auf stillen Teilhaber. Dafür gehen 10% Gewinn an mich und die Hälfte von Maledivien dazu, okay?
 

Bruno1st

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#58
@ bruno1st
ich beteilige mich an deiner fulminanten Geschäftsidee: ich stapele die von dir übersehenen Daten einfach bei jedem neuen Politikereinfall dann jeweils von Hand noch hinterher, also so ungefähr jede Woche dreimal - und mache ansonsten ganz auf stillen Teilhaber. Dafür gehen 10% Gewinn an mich und die Hälfte von Maledivien dazu, okay?
tut mir leid, aber du hast keine Chance dich an meinem Geschäft zu beteiligen - das erste Problem liegt darin, das die GEWINNfrage offen ist und da kein Unternehmen ungern Gewinn macht, weil darauf Steuern entfallen, solltest du das nächste Mal UMSATZbeteiligung fordern :)

Aber es ist kein Problem dich und andere in das Geschäft einzubeziehen - wir machen das wie die Politik/Verwaltung - zuerst ein niedriger Grundpreis (meine 160 Mio.), der vorsätzlich runtergerechnet wurde - anschließend müssen dann "Sonder"leistungen ausgeführt werden - das sind zwar normale Arbeiten die unbedingt notwendig sind, aber aus der angeblichen Gesamtsumme rausgerechnet wurden. Was das Gesamtprojekt natürlich verteuert ist aber normal, denn wer kennt ein Projekt der öfentlichen Hand, daß jemals im Rahmen blieb.

Also ethos07 ist für die Koordinierung der Sonderleistungen verantwortlich (macht nicht so viel Arbeit, du kannst alles deligieren, bekommst dicke Kohle von beiden Seiten). Ausführende Firmen/Personen können sich bei ihm bewerben - es ist genug Geld für alle da.
Offen ist noch die Position der Sachverständigen/Experten. bzw. am besten zuerst für eine Koordinierungsstelle, usw.
Diese Koordinierungsstellen sind natürlich 1a ausgestattet - vom Butler bis zu den Sänftenträgern (bis zu 160 km/h auf der Autobahn) ist alles vorhanden oder wird anegschafft.
 

egjowe

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#59
@ ethos07

aus eigenem interesse wollte ich wissen, was im falle einer vorzeitigen rente
bei mir denn unter dem strich so rauskommen würde, um dann abwägen zu können,
ob ich damit klar kommen werde.

und so habe ich dann das eine und das andere mir bis dahin unbekannte erfahren
bzw. erfahren müssen, was sich bei mir nicht gerade positiv auf das netto-endergebnis ausgewirkt hat.
mal sehen, was da noch kommen wird/kann.

wie schon gesagt, jeder fall sollte individuell geprüft werden.
insbesondere dann, wenn rentenansprüche nicht nur bei der gesetzlichen rentenversicherung bestehen.
 

HajoDF

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#60
Steuern auf Rente

Meines Wissens wird die Rente erst ab einem Betrag von rund 1.550,- € brutto zur Versteuerung herangezogen und dann auch nur der Anteil, der den Freibetrag übersteigt.

Nicht jeder muss seine Rente versteuern

Zu den Einkünften, die berechnet werden, zählen - neben der gesetzlichen Rente - auch Betriebsrenten, Zins- und Mieteinnahmen. Steuerfrei bleibt auf jeden Fall eine Bruttorente von bis zu 1.550 Euro im Monat bei Singles (18.000 Euro im Jahr) und 3.100 Euro im Monat bei Verheirateten (37.200 Euro).
 

egjowe

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#61
Meines Wissens wird die Rente erst ab einem Betrag von rund 1.550,- € brutto zur Versteuerung herangezogen und dann auch nur der Anteil, der den Freibetrag übersteigt.

Nicht jeder muss seine Rente versteuern

Zu den Einkünften, die berechnet werden, zählen - neben der gesetzlichen Rente - auch Betriebsrenten, Zins- und Mieteinnahmen. Steuerfrei bleibt auf jeden Fall eine Bruttorente von bis zu 1.550 Euro im Monat bei Singles (18.000 Euro im Jahr) und 3.100 Euro im Monat bei Verheirateten (37.200 Euro).
das ist so pauschal dargestellt nicht korrekt.
nicht die bruttorente ist entscheidend für die besteuerung, sondern ihr von mir oben angegebener steuerpflichtiger anteil (9.000,- euro).

dies bezieht sich auch auf zusätzliche renten, seien sie nun betrieblicher oder privater natur.
der auf letztgenannte entfallende steuerrpflichtige anteil kann unterschiedlich hoch sein, ist also individuell zu prüfen.
der steuerpflichtige anteil in der summe aller renten ist also maßgeblich
und nicht das brutto aller renten.

bleiben wir in folgendem beispiel bei 1.550,- euro brutto (single-)gesamtrente.
(1.000,- euro gesetzliche und 550,- euro betriebliche)
bei renteneintritt in 2008 beträgt der steuerpflichtige anteil auf
die gesetzliche rente 56% = 560,- euro.
die betriebliche unterliegt zu 100% der steuerpflicht.
steuerpflichtig sind also 13.200,- euro in 2008.
hiervon sind absetzbar:
7.764,- euro grundfreibetrag
2.136,- euro kv- und pv-beiträge
--138,- euro pauschal für sonderausgaben und werbungskosten.

der steuerpflicht unterliegen damit noch 3.162,- euro.
macht 561,- euro steuern.


Die Steuererklärung

Für Renten gibt es ein neues Steuerformular, die "Anlage R".
Grundsätzlich mussten und müssen auch Rentnerinnen und Rentner eine Steuererklärung abgeben.
Ausnahmen von der Pflicht zur Abgabe einer Steuererklärung sind nur unter bestimmten Voraussetzungen möglich.
Ob eine Steuererklärung jetzt - nach der Reform der Rentenbesteuerung - abzugeben ist,
kann nur Ihr zuständiges Finanzamt entscheiden.
Sozialverband Deutschland / Bundesverband: Aktuelles - Sozialinfos
 

HajoDF

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#62
wenn schon genau...

Das zu versteuernde Einkommen (steigt zunächst gestaffelt ab 2005 [50 %] um jährlich 2 %, später um 1 % bis dann 2040 100 % zu versteuern sind) kann zudem reduziert werden um:

* einen Grundfreibetrag von 7.664 Euro für Alleinstehende und 15.328 Euro für Verheiratete
* einen Werbungskostenpauschbetrag von 102 Euro
* einen Versorgungsfreibetrag von 40 Prozent, höchstens aber 3.900 Euro bei zusätzlichen Einnahmen wie Betriebsrenten
* einen Freibetrag auf Renten aus privaten Versicherungen oder einer Direktversicherung (zu 18 Prozent steuerpflichtig -bei Rentenbeginn mit 65)
* Versicherungsbeiträge zur Kranken-, Haftpflicht-, Lebens-, Krankenhaustagegeld-, Unfall-, Pkw-Haftpflicht- und zur Pflegeversicherung - bis zu 4.402 Euro/ 8.804 Euro (Alleinstehende/Ehepaare) ungekürzt, weitere 1.334 / 2.668 Euro zur Hälfte
* Kosten für Ärzte, Medikamente etc, die über der Belastungsgrenze liegen (je nach Einkommen zwischen vier und sechs Prozent des Jahreseinkommens)
* Aufwendungen für eine Putz-, Einkaufs- oder Pflegehilfe (maximal 600 Euro)
* Kosten für eine Haushaltshilfe (bis 624 Euro)
* Altersentlastungsbeitrag bei Einkünften aus Zinsen, Mieten oder Arbeitslohn (40 Prozent, maximal 1.900 Euro)
* Spenden an Parteien, Hilfsorganisationen etc.

und weiter: der jeweilige Steuersatz bleibt ab Renteneintritt fest, d.h. wer 2008 in Rente geht, zahlt dauerhaft anteilig auf 56 % der Rente Steuern. (Die steigende Staffelung betrifft immer nur den Zeitpunkt des Renteneintritts.

und noch mal: Besteuerungsgrenze

Alle Altersrenten, die nicht höher sind als 18.900 Euro für Alleinstehende / bzw. 37.800 Euro für Verheiratete sollen nach dem derzeitigem Stand steuerfrei bleiben. Für Beamte sollen die Versorgungsbezüge bis zu einer Grenze von 12.836 Euro steuerfrei bleiben.
 

egjowe

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#63
halbwahrheiten ????

Das zu versteuernde Einkommen (steigt zunächst gestaffelt ab 2005 [50 %] um jährlich 2 %, später um 1 % bis dann 2040 100 % zu versteuern sind) kann zudem reduziert werden um:

* einen Grundfreibetrag von 7.664 Euro für Alleinstehende und 15.328 Euro für Verheiratete
* einen Werbungskostenpauschbetrag von 102 Euro

* einen Versorgungsfreibetrag von 40 Prozent, höchstens aber 3.900 Euro bei zusätzlichen Einnahmen wie Betriebsrenten
40% galten bei renteneintrit bis 2005
danach jährliche absenkung um 1,6% bis 2020 und danach um 0,8%.
2008 also 35,2% max. 3.432,--
2009 - 33,6% max 3.276,-- usw. (bis 2040 - 0%)
gilt allerdings erst ab vollendung des 63. lebensjahres.

* einen Freibetrag auf Renten aus privaten Versicherungen oder einer Direktversicherung (zu 18 Prozent steuerpflichtig -bei Rentenbeginn mit 65)
Die Auszahlung von seit Anfang 2005 angeschlossenen Direktversicherungen (Renten- oder Kapitalleistungen) sind voll steuer- und sozialversicherungspflichtig.
Betriebliche Direktversicherungen werden seit diesem Jahr behandelt wie Pensionskassen und Pensionsfonds.
quelle
http://www.ihre-vorsorge.de/Betriebliche-Altersversorgung-Modelle-Direktversicherung.html

* Versicherungsbeiträge zur Kranken-, Haftpflicht-, Lebens-, Krankenhaustagegeld-, Unfall-, Pkw-Haftpflicht- und zur Pflegeversicherung - bis zu 4.402 Euro/ 8.804 Euro (Alleinstehende/Ehepaare) ungekürzt, weitere 1.334 / 2.668 Euro zur Hälfte
* Kosten für Ärzte, Medikamente etc, die über der Belastungsgrenze liegen (je nach Einkommen zwischen vier und sechs Prozent des Jahreseinkommens)
* Aufwendungen für eine Putz-, Einkaufs- oder Pflegehilfe (maximal 600 Euro)
* Kosten für eine Haushaltshilfe (bis 624 Euro)

* Altersentlastungsbeitrag bei Einkünften aus Zinsen, Mieten oder Arbeitslohn (40 Prozent, maximal 1.900 Euro)
auch dieser prozentsatz gilt für das jahr 2005
danach jährliche absenkung wie beim versorgungsfreibetrag.
2008 - 35,2% max. 1.672,--
2099 - 33,6% max. 1596,-- usw.
gilt allerdings erst für das auf die vollendung des 64. lebensjahres folgende kalenderjahr.

* Spenden an Parteien, Hilfsorganisationen etc.

und weiter: der jeweilige Steuersatz bleibt ab Renteneintritt fest, d.h. wer 2008 in Rente geht, zahlt dauerhaft anteilig auf 56 % der Rente Steuern. (Die steigende Staffelung betrifft immer nur den Zeitpunkt des Renteneintritts.

bei renteneintritt in 2008 beträgt der steuerpflichtige anteil
auf die gesetzliche rente 56%.
hieraus errechnet sich ein fester rentenfreibetrag, der für die gesamte rentenbezugsdauer festgeschrieben bleibt.
rentenerhöhungen werden hiervon nicht berührt.
diese sind zu 100% steuerpflichtig.

und noch mal: Besteuerungsgrenze

Alle Altersrenten, die nicht höher sind als 18.900 Euro für Alleinstehende / bzw. 37.800 Euro für Verheiratete sollen nach dem derzeitigem Stand steuerfrei bleiben. Für Beamte sollen die Versorgungsbezüge bis zu einer Grenze von 12.836 Euro steuerfrei bleiben.

das ist hörensagen und und nirgendwo gesetzlich verankert.
höchstens schönwettergerede von politikern und ihren lobbyisten.
siehe riester-rente.
ich bin nur auf die punkte, die speziell für rentner interessant sind, eingegangen.
ich hoffe, die punkte, die alle steuerpflichtigen betreffen, hat hajodf besser recherchiert.

insofern gebe ich ihm seine überschrift zurück.
 

floriwin

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#65
Möchte mit 60 in Rente!

Bin BJ 1950 und kann laut Vers-Amt mit Abschlag in Rente gehen. Da ich eh keinen Job mehr finde, wäre das für mich die Lösung!
Jetzt zwingt mich die BA zur Arbeitssuche, da ja die 58-er Regelung für die BA weggefallen ist.
Irgenwie blicke ich nicht mehr durch. Nehme ich eine Arbeit auf, bin ich nicht mehr 52 Monate vor Rentenbeginn arbeitslos. Suche ich keine Arbeit, will mich die BA beim VA abmelden.
Wie soll ich diese Zwickmühle auflösen?

Schönen Dank für Eure Hilfe
 

ethos07

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#66
Bin BJ 1950 und kann laut Vers-Amt mit Abschlag in Rente gehen. Da ich eh keinen Job mehr finde, wäre das für mich die Lösung!
Jetzt zwingt mich die BA zur Arbeitssuche, da ja die 58-er Regelung für die BA weggefallen ist.
Irgenwie blicke ich nicht mehr durch. Nehme ich eine Arbeit auf, bin ich nicht mehr 52 Monate vor Rentenbeginn arbeitslos. Suche ich keine Arbeit, will mich die BA beim VA abmelden.
Wie soll ich diese Zwickmühle auflösen?

Schönen Dank für Eure Hilfe
Hi floriwin, willkommen im elo-forum!
da nun noch niemand sonst geantwortet hat , meine Nachfragen an dich:

- du beziehst wohl ALG I zur Zeit - richtig?

- mir ist dein letzter Satz nicht klar, da die BA m.W. ja niemand aus der DRV einfach abmelden kann. Allerdings muss du dich bei der BA schon regelmässig - ich glaube alle drei Monate - als arbeitssuchend melden. Und pro forma auch Arbeit suchen. Aber wenn du oder die BA ein sozialversicherungspflichtiges Arbeitsangebot für dich auffinden sollten, könnte doch die Bewerbung immer noch an "tausend Kleinigkeiten" von deiner Seite her scheitern...:icon_kinn:

- Wieviele Wochen fehlen dir denn noch bis du auf die 52 für die Frühverrentung offenbar erforderlichen arbeitslosen Wochen kommst?

- Was hast du denn für einen Beruf - du Glückspilz- dass du, wenn du nur wolltest mit 58 J. noch locker einen neuen sozialversicherungspflichtigen Job findest.... ::neugierig-ich-frag::

- und sind dir die vielen Abzüge bei einer so frühen freiwilligen Verrentung klar, die du bis an Lebensende bei deiner Rente in Kauf nehmen musst? (lies dazu z.B. hier nur schon mal die vorigen Antworten in diesem Thema!)
 

egjowe

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#67
Bin BJ 1950 und kann laut Vers-Amt mit Abschlag in Rente gehen. Da ich eh keinen Job mehr finde, wäre das für mich die Lösung!
Jetzt zwingt mich die BA zur Arbeitssuche, da ja die 58-er Regelung für die BA weggefallen ist.
Irgenwie blicke ich nicht mehr durch. Nehme ich eine Arbeit auf, bin ich nicht mehr 52 Monate vor Rentenbeginn arbeitslos. Suche ich keine Arbeit, will mich die BA beim VA abmelden.
Wie soll ich diese Zwickmühle auflösen?

Schönen Dank für Eure Hilfe
§ 237 sgb 6
Altersrente wegen Arbeitslosigkeit oder nach Altersteilzeitarbeit
SGB 6 - Einzelnorm

für dich wichtig absatz (5)!!

die 52 wochen arbeitslosigkeit fangen erst an zu zählen, nahdem du 58 + 6 monate alt geworden bist.
zwischenzeitliche arbeitsaufnahme ist möglich.
6 monate arbeiten, 6 monate arbeitslos, 6 monate arbeiten und 6 monate arbeitslos
würde für dich bedeuten, dass du mit 60 + 6 monate in rente gehen könntest,
wenn du denn die anderen voraussetzungen ebenfalls erfüllst.

das mit der abmeldung von der rentenversicherung verstehe ich genauso wenig wie ethos07.
ich könnte es mir nur so erklären, dass du damit rechnest, dass, wenn du keine arbeit suchst,
sie dir die leistung streichen würden und damit keine sozialversicherungsleistungen
für dich abgeführt werden würden.
oder wie ist es zu verstehen?
 

egjowe

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#68
@ ethos07

ich habe in einem anderen thread schon einmal folgende rechnung aufgemacht:

durchschnittliche lebenserwartung
männer 78 / frauen 82

beispiel männer
rentenbeginn mit 60 = 18 jahre rentenzahlung
(rentenanwartschaft - 18%) * 18 jahre * 12 monate

rentenbeginn mit 65 = 13 jahre rentenzahlung
rentenanwartschaft * 13 jahre * 12 monate

durchschnittliche regelaltersrente ca. 800 euro.

nach dieser rechnung erhältst du bis 78 ca. 17.000 euro mehr an bruttorente.
würde ich einen zinsfaktor mit einbeziehen, wäre das ergebnis noch positiver ausgefallen.
mit erreichen des lebensalters von 88 wäre es ausgeglichen.
wirst du älter, würde das pendel ins minus ausschlagen.
ich könnte ab dann mit diesem minus gut leben.

in diesem zusammenhang bin ich froh, nicht in spanien zu leben.
wie mir gesagt wurde, liegt der abschlag dort für 5 jahre vorgezogene rente
bei 40% statt 18% wie bei uns.
 

ethos07

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#69
@ egjowe
deine Rechnung stimmt natürlich - für die Bezüger der aktuellen durchschnittlichen Regelaltersrente.
... und floriwin könnte da durchaus dazu gehören.:icon_kinn:

Ich habe jedoch nun deine Berechnung mal noch mit den für mich und gewiss vielen von uns hier eher zu erwartenden Ausgangszahlen gerechnet:

Rente um EUR 500,00 -
Lebensalter W - 88 :icon_kinn:
(...moderne frau geht bewusst mit ihrer Gesundheit um, trotz Verarmung - und wird also 88. - So jedenfalls erstmal meine Annahme , da meine Eltern und Großeltern dieses stolze Alter bei fast durchgängig guter Gesundheit erreicht haben und auch nicht gerade reich waren, wenn voraussichtlich auch nicht gerade soo verarmt wie ich dann sein dürfte :icon_sad:)

Dann sieht das Ergebnis so aus:
Bruttorentengesamtbezug ist nur noch um ca. 2250 Eur 'besser' bei einem
Renteneintritt mit 60J u. 18% Rentenabschlag als bei einem Renteneintritt mit 65J.

Und bei einer solchen Mickerrente kann man ja davon allein garantiert nicht leben. Also wird man ab 65 auf zusätzliches 'GruSi im Alter' angewiesen sein.

Und in der Lücke davor, wäre man bei vorgezogenem Rentenbeginn/Zwangsverrentung auf Wohngeld , Tafeln, Betteln etc. angewiesen.

Und somit stellt man sich mit ALG-II-Bezug doch noch etwas besser und würdiger als mit einem vorzeitigen geminderten Rentenbezug, wenn die zu erwartende Regelaltersrente für das Existenzminimum nicht ausreicht.

Siehst du/seht ihr das auch so? Oder gibt's bei mir noch irgendwo nen Denkfehler?
 
E

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#70
Der SoVD fordert den völligen Verzicht auf Zwangsverrentungen. Ein älterer Arbeitslosengeld II-Bezieher muss frei entscheiden können, ob er sich weiterhin um Arbeit bemüht und solange Arbeitslosengeld II bezieht oder ob er eine vorgezogene Altersrente mit hohen Abschlägen in Kauf nimmt. Für 63-Jährige liegen die Abschläge derzeit in der Regel bei 7,2 Prozent. Mit der schrittweisen Anhebung der Regelaltersgrenze auf 67 Jahre werden die Abschläge auf bis zu 14,4 Prozent steigen. Die Abschläge gelten bis zum Lebensende und führen zu hohen Einbußen für die Betroffenen. Das ist unzumutbar. Es muss daher gesetzlich geregelt werden, dass die Nachrangigkeit von Hartz IV für vorgezogene Altersrenten mit Abschlägen nicht gilt.

Zwangsverrentung widerspricht außerdem dem erklärten Ziel der Bundesregierung, die Erwerbsquote Älterer zu erhöhen. Zwangsverrentung verschärft auch das Risiko einer wachsenden Altersarmut. Mit dem 7. SGB III-Änderungsgesetz wird außerdem die Bezugsdauer des Arbeitslosengeldes I für über 50-Jährige verlängert. Dies ist zu begrüßen, da Ältere auf dem Arbeitsmarkt nach wie vor schlechtere Chancen haben.
Verbände Forum - Deutsches Verbände Forum - Mitteilung
 

floriwin

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#71
Hi floriwin, willkommen im elo-forum!
da nun noch niemand sonst geantwortet hat , meine Nachfragen an dich:

- du beziehst wohl ALG I zur Zeit - richtig?

- mir ist dein letzter Satz nicht klar, da die BA m.W. ja niemand aus der DRV einfach abmelden kann. Allerdings muss du dich bei der BA schon regelmässig - ich glaube alle drei Monate - als arbeitssuchend melden. Und pro forma auch Arbeit suchen. Aber wenn du oder die BA ein sozialversicherungspflichtiges Arbeitsangebot für dich auffinden sollten, könnte doch die Bewerbung immer noch an "tausend Kleinigkeiten" von deiner Seite her scheitern...:icon_kinn:

- Wieviele Wochen fehlen dir denn noch bis du auf die 52 für die Frühverrentung offenbar erforderlichen arbeitslosen Wochen kommst?

- Was hast du denn für einen Beruf - du Glückspilz- dass du, wenn du nur wolltest mit 58 J. noch locker einen neuen sozialversicherungspflichtigen Job findest.... ::neugierig-ich-frag::

- und sind dir die vielen Abzüge bei einer so frühen freiwilligen Verrentung klar, die du bis an Lebensende bei deiner Rente in Kauf nehmen musst? (lies dazu z.B. hier nur schon mal die vorigen Antworten in diesem Thema!)
Hallo miteinander,

sorry für die späte Antwort, aber ich bin zur Zeit "durch den Wind".

"ALG2" na ja, arbeitssuchend seit Jahren, aber ohne Geld-Leistung ausser der Meldung an die RV.

In der Bestandschutzregelung steht u.a. "die 58 er Regelung" oder seit 01.01.2004 arbeitslos". Dazu muss man ausserdem in den letzten 12 Monaten vor Rentenbeginn arbeitslos sein.
Das wären bei mir noch ca. 12 Monate bis diese ominösen 52 Wochen anfangen.

Mir ist im Moment alles recht, um nur nichts mehr mit der ARGE zu tun zu haben, auch die Abschläge, denn schliesslich bekomme ich seit Jahren NICHTS! War früher in guten Positionen (Lohn/EDV) tätig, die heute so nicht mehr gebraucht werden, und ich auch mittlerweile zu weit von dieser Materie entfernt bin.

Das mit dem Durchmogeln ist natülich eine Möglichkeit, aber das zwei Jahre durchhalten...???

Ich habe die ganze Angelegenheit jetzt mal an "höhere Stellen" in Berlin geschickt und warte noch auf Antwort.

Einstweilen schönen Dank für die Hilfe.

Floriwin
 

floriwin

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#72
§ 237 sgb 6
Altersrente wegen Arbeitslosigkeit oder nach Altersteilzeitarbeit
SGB 6 - Einzelnorm

für dich wichtig absatz (5)!!

die 52 wochen arbeitslosigkeit fangen erst an zu zählen, nahdem du 58 + 6 monate alt geworden bist.
zwischenzeitliche arbeitsaufnahme ist möglich.
6 monate arbeiten, 6 monate arbeitslos, 6 monate arbeiten und 6 monate arbeitslos
würde für dich bedeuten, dass du mit 60 + 6 monate in rente gehen könntest,
wenn du denn die anderen voraussetzungen ebenfalls erfüllst.

das mit der abmeldung von der rentenversicherung verstehe ich genauso wenig wie ethos07.
ich könnte es mir nur so erklären, dass du damit rechnest, dass, wenn du keine arbeit suchst,
sie dir die leistung streichen würden und damit keine sozialversicherungsleistungen
für dich abgeführt werden würden.
oder wie ist es zu verstehen?
Hallo egjowe,

es ist so wie Du sagst, bemühe ich mich nicht, werde ich abgemeldet. Paradox, arbeite ich jetzt 6 Monate, würden mir sogar wieder 6 Monate ALG1 (eins) zustehen usw.! Dann muß ich nur noch die restlichen Monate wieder durchstehen! Das könnte ich der ARGE und mir ersparen, aber das kann ich denen aber nicht nicht klarmachen!

Danke für die Hilfe, besonders den Link, könnte auch wieder weiterhelfen!

Gruss Floriwin
 

egjowe

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#73
Hallo miteinander,

sorry für die späte Antwort, aber ich bin zur Zeit "durch den Wind".

"ALG2" na ja, arbeitssuchend seit Jahren, aber ohne Geld-Leistung ausser der Meldung an die RV.
bitte darauf achten, dass du arbeitslos gemeldet bist und nicht nur arbeitssuchend.
die arge differenziert dort streng und kleinlich.
als arbeitssuchender fällst du aus der arbeitslosenstatistik raus.
und die arge könnte an die rv "ohne arbeitslosigkeit" melden.
dann fängt die rennerei an.

In der Bestandschutzregelung steht u.a. "die 58 er Regelung" oder seit 01.01.2004 arbeitslos". Dazu muss man ausserdem in den letzten 12 Monaten vor Rentenbeginn arbeitslos sein.
Das wären bei mir noch ca. 12 Monate bis diese ominösen 52 Wochen anfangen.
du meinst sicherlich die vertrauenschutzregelung.
dort steht allerdings nicht "oder".
wer die 58er-regelung unterschrieben hat, gilt für die arge nicht mehr als arbeitslos,
sondern als arbeitssuchend.
die rv dagegen stellt diejenigen hinsichtlich der 52 wochen (arbeitssuchend) mit den arbeitlosen gleich.

es heißt auch nicht "seit" dem 01.01.2004, sondern "am" 01.01.2004.
ist also bezogen auf diesen stichtag.
weshalb ? keine ahnung !

Mir ist im Moment alles recht, um nur nichts mehr mit der ARGE zu tun zu haben, auch die Abschläge, denn schliesslich bekomme ich seit Jahren NICHTS! War früher in guten Positionen (Lohn/EDV) tätig, die heute so nicht mehr gebraucht werden, und ich auch mittlerweile zu weit von dieser Materie entfernt bin.
und achte bitte darauf, dass du in den letzten 10 jahren mindestens 8 jahre bei der rv pflichtversichert warst.
der 10 jahreszeitraum kann sich um die anrechenbaren zeiten verlängern.

Das mit dem Durchmogeln ist natülich eine Möglichkeit, aber das zwei Jahre durchhalten...???
wenn du die vorzeitige rente im visier hast, findest du auch einen weg.
bei manchem (!!!) hat es auch drei jahre gedauert, bis dieses ziel erreicht war.

Ich habe die ganze Angelegenheit jetzt mal an "höhere Stellen" in Berlin geschickt und warte noch auf Antwort.
hast du die rv um eine kontenklärung gebeten?
falls nein, würde ich dies in deiner angelegenheit noch ergänzen.

Einstweilen schönen Dank für die Hilfe.

Floriwin
bei der gelegenheit (obwohl wiederholung) möchte ich ergänzend hinzufügen,
dass bis zur vollendung des 65. lebensjahres ein hinzuverdienst zur vollrente von 400 euro erlaubt sein wird.
soll mitte februar rückwirkend beschlossen werden.
bisher waren es 350 euro.
mit 65 ( + ?? ) wird diese beschränkung hinfällig.
 

egjowe

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#74
Hallo egjowe,

es ist so wie Du sagst, bemühe ich mich nicht, werde ich abgemeldet. Paradox, arbeite ich jetzt 6 Monate, würden mir sogar wieder 6 Monate ALG1 (eins) zustehen usw.! Dann muß ich nur noch die restlichen Monate wieder durchstehen! Das könnte ich der ARGE und mir ersparen, aber das kann ich denen aber nicht nicht klarmachen!
die werden dir wohl erst frühesten im alter von 59 + 6 monate zuhören.

Danke für die Hilfe, besonders den Link, könnte auch wieder weiterhelfen!

Gruss Floriwin
in deinem fall ist bestimmt geduld gefragt.
aber bedenke auch, dass die jahrgänge ab 1952 diese option nicht mehr haben.
 

floriwin

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#75
in deinem fall ist bestimmt geduld gefragt.
aber bedenke auch, dass die jahrgänge ab 1952 diese option nicht mehr haben.
Hallo egjowe,

danke für die vielen Hinweise. Ich sehe das (leider) genauso. In meiner letzten Rentenauskunft war das eigentlich mit dem Vertrauensschutz alles klar, auch bei pers. Rückfragen, aber das war halt in 2007!

Na ja, ich tue halt, was mir aufgetragen wird, hoffe aber immer noch ....

Schöne Grüsse

Floriwin
 

egjowe

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#76
@ bert-47
@ floriwin

für euch beide könnte der neue § 53a (2) sgb2 wichtig sein.
der link in post # 43 hat sich geändert.
hängt wohl mit dem stand der gesetzgebung zusammen.
die drucksache 16/7460 hat am 15.02.2008 den bundesrat passiert und wird wohl
die nächsten tage vom bundespräsidenten unterschrieben.

http://dip21.bundestag.de/dip21/btd/16/074/1607460.pdf

hiernach gilt nicht mehr als arbeitslos, wer ab 58 leistung bezieht und dem innerhalb von zwölf monaten
keine sozialversicherungspflichtige beschäftigung angeboten
worden ist.

ich verstehe es so:
wer nicht arbeitslos ist, der unterliegt auch nicht den zwängen seitens der ba.
(bewerbungsnachweise etc.)
ein anspruch auf erstattung von bewerbungskosten dürfte dann wohl auch wegfallen.

wie dann dieses "nicht arbeitslos" von der rv gewertet wird, bliebe abzuwarten.
im schlechtesten fall, bezüglich der rente ab 60,
würden zeiten ab/nach 59 nicht mehr als arbeitslosigkeit angerechnet werden.
in dem falle hätte dann, meines erachtens nach, die rv die ba und kommunen
bei der gesetzestextformulierung ausgetrickst, weil eine vorzeitige rente dann erst mit 63 möglich wäre.
 

ethos07

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#78
Der Link funzt nicht !!
wenn du dem link gefolgt bist, kannst du einfach oben in der Adresszeile die Url korrigieren:
> einmal http// ist doppelt - also lösche das von Hand
> dann auf die "return"-Taste drücken
 

Merkur

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#79
Habe gar nicht so gründlich nach gesehen ,nun ging es :icon_daumen:

Aber geschrieben habe ich es ja schon. Die Alten werden fertig gemacht damit sie Ihre Rente nicht mehr erreichen und der Staat sparen kann.
Nur wurde der Thread leider gelöscht. Da niemand am Schicksal der Alten Interesse hat.
Alt werden sie alle einmal.
 

HajoDF

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#80
Gesetzentwurf hierzu

Die "Jahresregelung" ist noch nicht durch.

Im Gestzentwurf der CDU/CSU steht davon nichts. Da heißt es: "Die so betroffenen haben erst mit Vollendung des 63.Lebensjahres Altersrente zu beantragen"
 
E

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#82
Nach dem Auslaufen der sog. 58-er-Regelung zum 31.12.2007 sollen Härten für Empfänger von Arbeitslosengeld II (ALG II) durch folgende Regelungen abgemildert werden:
ALG-II-Bezieher ab dem 58. Lebensjahr sollen nunmehr unverzüglich in Arbeit oder in eine Arbeitsgelegenheit vermittelt werden. Gelingt dies nicht, soll im Abstand von jeweils sechs Monaten geprüft werden, welche Maßnahmen zur Eingliederung in eine Beschäftigung erforderlich sind.
ALG-II-Bezieher müssen erst nach dem vollendeten 63. Lebensjahr eine Altersrente mit Abschlägen in Kauf nehmen. Bis zu diesem Zeitpunkt können sie in der Grundsicherung bleiben. Dadurch sind sie nicht gezwungen, bis zum 63. Lebensjahr eine Altersrente mit Abschlägen in Kauf zu nehmen. Es wird noch geprüft werden, in welchen "Härtefällen" eine Abschlagsrente auch nach dem 63. Lebensjahr nicht vorrangig in Anspruch genommen werden muss. Dazu wird eine gesonderte Rechtsverordnung erlassen.

Ohne diese Nachfolgeregelung wäre jeder Arbeitslosengeld II-Bezieher, der Anspruch auf eine Altersrente mit Abschlägen hat, verpflichtet, diese in Anspruch zu nehmen.

Quelle: dip21.bundestag.de
 
Status
Nicht offen für weitere Antworten.
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