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Zwangsumzug meinerseits

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EcoSys

Elo-User/in

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#1
Hallo

Zur Zeit wohne ich mit meinem Bruder in einer 100qm Wohnung.
50qm werden von der ARGE übernommen, da wir keine Bedarfs- oder Haushaltsgemeinschaft bilden.

Jetzt kommt es aber leider so, dass mein Bruder im Februar ausziehen wird.
Die Wohnung wird dann natürlich zu gross und vor allem zu teuer.

Wie sieht es in der Sache mir einer Kostenübernahme der ARGE aus?
Im eigentlichen Sinne werde ich ja nicht zum Wohnungswechsel gezwungen. Ok, wohl doch wenn ich den neuen Verlängerungsantrag stelle.

Mich interessiert nun brennend ob ich auf den Kosten sitzen bleibe oder ob etwas gezahlt wird.

- Überbrückungsmiete
- Renovierung
- diverse andere Sachen.

Da ich nicht weiß, ob es da kommunale Unterschiede gibt.
Zuständig ist die ARGE Rhein-Kreis Neuss.

Bevor jetzt die Antwort kommt. Geh hin und frag einfach!
Ich bin gerne vorinformiert um beim Gespräch nicht über den Tisch gezogen zu werden.

Gruß
 
E

ExitUser

Gast
#2
AW: Uwangsumzug meinerseits

Hallo

Zur Zeit wohne ich mit meinem Bruder in einer 100qm Wohnung.
50qm werden von der ARGE übernommen, da wir keine Bedarfs- oder Haushaltsgemeinschaft bilden.

Mindestens 65 qm müßten im Moment übernommen werden. Einer Person stehen bis 50 qm zu. Jeder weiteren 15 m mehr.

Jetzt kommt es aber leider so, dass mein Bruder im Februar ausziehen wird.
Die Wohnung wird dann natürlich zu gross und vor allem zu teuer.

Ist sie jetzt schon, wenn man von der 65qm Regelung ausgeht. Es ist aber strittig, ob im Falle einer Wohngemeinschaft nicht sogar jedem Mieter die 50 qm zustehen.

Wie sieht es in der Sache mir einer Kostenübernahme der ARGE aus?
Im eigentlichen Sinne werde ich ja nicht zum Wohnungswechsel gezwungen. Ok, wohl doch wenn ich den neuen Verlängerungsantrag stelle.

Sobald die ARGE zur Senkung der KdU aufordert ist die ARGE auch verpflichtet die Kosten von Wohnungssuche bis Umzug, Renovierung etc. zu übernehmen.


Mich interessiert nun brennend ob ich auf den Kosten sitzen bleibe oder ob etwas gezahlt wird.

- Überbrückungsmiete
- Renovierung
- diverse andere Sachen.

Siehe oben.

Da ich nicht weiß, ob es da kommunale Unterschiede gibt.
Zuständig ist die ARGE Rhein-Kreis Neuss.

Es sind keine Landesgesetze um die es hier geht und schon gar keine Durchführungsrichtlinien von Stadtverwaltungen. Probleme wird nahezu jede ARGE schon aus Prinzip machen und grundsätzlich versuchen betreffend der zustehenden Leistungen zu betrügen.

Bevor jetzt die Antwort kommt. Geh hin und frag einfach!
Ich bin gerne vorinformiert um beim Gespräch nicht über den Tisch gezogen zu werden.

Und damit kommen wir zum entscheidenden Punkt. Hingehen ist Unsinn, denn Mündliches ist immer so schwer beweisbar. Daher immer Anträge schriftlich stellen und dafür sorgen, daß man die Abgabe beweisen kann. Und darauf achten, daß man auch wirklich nichts Wesentliches bei der Beantragung vergißt, denn nachträglich genehmigen ARGEn nichts mehr und man bleibt auf den Restkosten sitzen.
Eines würde ich unbedingt gleich erledigen: Überprüfungsanträge bezüglich der bisherigen gezahlten KdU Leistungen stellen. Es sind 50qm, also hälftige Mietkosten übernommen worden, es hätten aber 65 qm mindestens übernommen werden müssen. Hat es bisher eine Aufforderung zur Senkung der KdU gegeben? Wenn nicht, dann hätte bis zu einer Aufforderung die KdU komplett übernommen werden müssen. Wie sieht es mit den Heizkosten aus?
 

catwoman666666

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4 Apr 2007
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#3
AW: Uwangsumzug meinerseits

Hallo

Zur Zeit wohne ich mit meinem Bruder in einer 100qm Wohnung.
50qm werden von der ARGE übernommen, da wir keine Bedarfs- oder Haushaltsgemeinschaft bilden.

die 50 qm, die übernommen werden, sind für dich, weil du ALG 2 beziehst. Die anderen 50 qm sind für deinen Bruder, der kein
ALG 2-Bezieher ist. Soweit richtig?


Jetzt kommt es aber leider so, dass mein Bruder im Februar ausziehen wird.
Die Wohnung wird dann natürlich zu gross und vor allem zu teuer.

Wie sieht es in der Sache mir einer Kostenübernahme der ARGE aus?
Im eigentlichen Sinne werde ich ja nicht zum Wohnungswechsel gezwungen. Ok, wohl doch wenn ich den neuen Verlängerungsantrag stelle.

Mich interessiert nun brennend ob ich auf den Kosten sitzen bleibe oder ob etwas gezahlt wird.

- Überbrückungsmiete
- Renovierung
- diverse andere Sachen.

Da ich nicht weiß, ob es da kommunale Unterschiede gibt.
Zuständig ist die ARGE Rhein-Kreis Neuss.

Bevor jetzt die Antwort kommt. Geh hin und frag einfach!
Ich bin gerne vorinformiert um beim Gespräch nicht über den Tisch gezogen zu werden.

Gruß
*
 

EcoSys

Elo-User/in

  Th.Starter/in  
Mitglied seit
7 Okt 2008
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#4
Eines würde ich unbedingt gleich erledigen: Überprüfungsanträge bezüglich der bisherigen gezahlten KdU Leistungen stellen. Es sind 50qm, also hälftige Mietkosten übernommen worden, es hätten aber 65 qm mindestens übernommen werden müssen. Hat es bisher eine Aufforderung zur Senkung der KdU gegeben? Wenn nicht, dann hätte bis zu einer Aufforderung die KdU komplett übernommen werden müssen. Wie sieht es mit den Heizkosten aus?
Eventuell habe ich mich etwas unklar ausgedrückt.
Die Wohnung selbst ist ja 100qm gross. Zugestanden werden 75qm und davon wird die Hälfte übernommen. Also nur 37.5qm nicht 50. Sorry.

Mein Bruder ist Arbeitnehmer und muss daher die andere Hälfte übernehmen. Die Restlichen 25qm müssen wir dann aus eigener Tasche bestreiten.

Eine Aufforderung zur Senkung hat es vor ca. einem halben Jahr gegeben.
Das Resultat sind die oben genannten Werde 75qm / 2...

Jetzt muss ich mir wohl überlegen wie ich das ganze schriftliche verfasse.

Gruß
 
E

ExitUser

Gast
#5
Eventuell habe ich mich etwas unklar ausgedrückt.
Die Wohnung selbst ist ja 100qm gross. Zugestanden werden 75qm und davon wird die Hälfte übernommen. Also nur 37.5qm nicht 50. Sorry.

Wer ist der Mieter der Wohnung? Ist der Bruder der Mieter und Du wohnst dort in Form von Wohngemeinschaft oder als Untermieter, so ist die Rechnung der ARGE definitiv falsch, denn der Hauptmieter kann selbst so viele qm bewohnen wie er will, wenn er sie selbst bezahlt und die restlichen vermieten. Relevant sind nur die von Dir bewohnten qm!

Für welchen Betrag Dein Bruder Dir die von Dir genutzten qm vermietet ist seine Sache und nicht Entscheidung der ARGE. Theoretisch könnte er Dir 50 qm für 60% der Miete weitervermieten. Solange die von Dir gezahlte Miete nicht höher ist, als der von ARGE bei einer 50qm Wohnung im Einzelbezug bezahlten Höchstgrenze, sind Kürzungen nicht zulässig. Die Gesamtmiete darf NICHT als Maßstab dienen, wenn nicht alle Bewohner Sozialleistungen erhalten.

Mein Bruder ist Arbeitnehmer und muss daher die andere Hälfte übernehmen. Die Restlichen 25qm müssen wir dann aus eigener Tasche bestreiten.

Siehe oben. Hier wurden wohl etliche argumentative Fehler gemacht, die zu dieser ungünstigen Konstellation führen.

Eine Aufforderung zur Senkung hat es vor ca. einem halben Jahr gegeben.
Das Resultat sind die oben genannten Werde 75qm / 2...

Eine Aufforderung zur Senkung macht keinen Sinn, wenn einer der Mieter Arbeitnehmer ist. Wie gesagt, man muß sich allerdings entscheiden, ob man eine Wohngemeinschaft ist oder der Bruder der Mieter und Du Untermieter. In beiden Fällen ist die Aufforderung zur Senkung der KdU mit der getroffenen Regelung absoluter Unfug. Ich würde einen erfahrenen Anwalt für Sozialrecht hinzuziehen. U.U. sind Nachzahlungen in größerer Höhe durch die ARGE zu erzielen.

Jetzt muss ich mir wohl überlegen wie ich das ganze schriftliche verfasse.

Gruß
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